222489 · Beschlussvorlage
Masterplan 2.0 Uni trifft City - Grundsatzbeschluss zur Querschnittsaufteilung
Kerndaten
- Nummer
- 222489
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 11.01.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Anhörung
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 222489 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Masterplan 2.0 Uni trifft City - Grundsatzbeschluss zur Querschnittsaufteilung Beratungsfolge Rat 09.02.2023 Entscheidung Bezirksvertretung Bonn 31.01.2023 Anhörung Ausschuss für Mobilität und Verkehr 26.01.2023 Empfehlung Beschlussvorschlag Der Rat der Stadt Bonn wählt eine der vorgelegten Grundkonzeptionen zur zukünftigen Querschnittsaufteilung des Straßenzugs Wesselstraße / Am Hof / Rathausgasse aus. Die Verwaltung wird beauftragt mit der Grundkonzeption ein Beteiligungsverfahren durchzuführen und auf Basis dessen die Vorentwurfsplanung zu entwickeln. Begründung Ausgangslage: Der Rat der Stadt Bonn hat in seiner Sitzung am 01.09.2020 (DS 201300 – Masterplan Innere Stadt Bonn 2.0) der Projektliste sowie dem Zeitplan zur Beantragung von Städtebaufördermitteln für die Jahre 2021-2025 zugestimmt. Im Rahmen dieser Förderperiode ist das Projekt Uni trifft City, mit der Umgestaltung des Straßenzugs Wesselstraße / Am Hof / Rathausgasse im Jahr 2024 vorgesehen. Zur Wahrung der Förderfristen ist bis September 2023 eine Entwurfsplanung inklusive Kostenschätzung beim Fördermittelgeber einzureichen. Daher ist ein Beschluss der Entwurfsplanung bis September 2023 erforderlich. Mit dieser Vorlage sind zunächst die Grundzüge der Umgestaltung festzulegen, d.h. die Flächenaufteilungen und grundsätzlichen Nutzungen der einzelnen Bereiche. Eine vertiefende Entwurfsplanung wird nach Beschluss der Grundkonzeption und auf Basis der Ergebnisse der Bürger*innenbeteiligung erfolgen. In dieser Entwurfsplanung werden die endgültige Aufteilung des Straßenraums und insbesondere die Standorte von Bäumen (unter Berücksichtigung der unterirdischen Leitungen und notwendigen Abstandsflächen) festgelegt. Die heutige Gestaltung des Straßenzugs orientiert sich, als Bestandteil des ehemaligen Cityrings, stark an der vorherigen Nutzung entsprechenden verkehrlichen Ansprüchen und weist deutliche Defizite hinsichtlich der gestalterischen Qualitäten auf: geringe Aufenthaltsqualität, hoher Versiegelungsgrad und wenig Begrünung im Straßenraum. Zudem wirkt derSeite 1 von 34 Seite 2 Straßenzug als deutliche Barriere zwischen der Innenstadt und den stark durch Bewohner:innen und Besucher:innen frequentierten, sich südwestlich anschließenden Institutionen (dem denkmalgeschützten, stadtbildprägenden Hauptgebäude der Universität, dem sich anschließenden Hofgarten und perspektivisch dem Wissenszentrum Viktoriakarree). Aus verkehrlicher Sicht bestehen folgende Anforderungen an den Raum: • Fußverkehr: hohes Querungsaufkommen im gesamten Straßenzug (gerade im Bereich der Einmündungen) und insbesondere auf der innerstädtischen Seite hohes Fußverkehrsaufkommen im Längsverkehr. • Radverkehr: wichtige Radverbindung zur Anbindung der Innenstadt und Verbindungsachse zwischen Hbf / ZOB und Rhein, daher stellt die Achse eine Hauptroute im Radverkehrsnetz dar (gem. VEP 2011, Radverkehrskonzept Innenstadt 2019). • Busverkehr: zentrale Zufahrt zum ZOB, mit rund 50-60 Bussen / h in der Hauptverkehrszeit und rund 920 Bussen am Tag. Perspektivisch könnten einige Buslinien über andere Straßen zum ZOB geführt werden, dies ist eng mit der Planung des ZOBs abzustimmen. Die Haltestelle Markt mit vierstelligen Ein- und Aussteigerzahlen sollte aber als wichtiger Zugang zur Innenstadt und der Universität erhalten werden. Daher ist der Busverkehr auch langfristig auf dem Straßenzug zu beachten. • Motorisierter Individualverkehr (MIV): untergeordnete Rolle im MIV, allerdings befindet sich die Ausfahrt der stark frequentierten Tiefgarage Markt am Bischofsplatz. • Lieferverkehr: aufgrund der innerstädtischen Lage und der anliegenden Geschäfte, weist der Straßenzug eine hohe Bedeutung für den Lieferverkehr auf. Letztere werden aktuell und voraussichtlich auch in den nächsten Jahren noch über konventionelle Lieferfahrzeuge abgewickelt, sodass für diese ausreichend Flächen bereitgestellt werden müssen. Perspektivisch ist zwar ein erhöhter Anteil alternativer Zustelloptionen anvisiert (siehe aktuell in Aufstellung befindlicher Klimaplan der Stadt Bonn), wofür eine einfache Nutzungsänderung der als Ladezonen anvisierten Flächen wichtig sein kann. Allerdings benötigen auch alternative Lieferkonzepte einen gewissen Platz im Straßenraum. Die Planungsziele der Grundkonzeption ergeben sich zunächst aus den übergeordneten Zielen der Stadt Bonn: • Klimaneutralität bis 2035 und darunter zu subsumieren auch die • Mobilitätswende (d.h. u.a. Förderung des Umweltverbundes, Ziele des Radentscheids) • Stärkung der Klimaresilienz (d.h. Anpassung der Stadt an die Folgen des Klimawandels) • Aufwertung öffentlicher Räume und Erhöhung der Aufenthaltsqualität Ergänzend gibt der Beschluss des Rats der Stadt Bonn vom 01.09.2020 (DS 201300 – Masterplan Innere Stadt Bonn 2.0) die deutliche gestalterische Aufwertung des Straßenraums vor. Vor diesem Hintergrund wurden die folgenden Planungsziele erarbeitet: Verkehrliche Ziele • Qualitäten für den Fußverkehr erhöhen: neben ausreichend dimensionierten und barrierefrei nutzbaren Gehwegen sollen BegrünungSeite 2 von 34 Seite 3 und attraktive Aufenthaltsbereiche zu einem hohen Gehkomfort beitragen. • Querbarkeit verbessern: aufgrund der zentralen Lage soll das Queren für zu Fuß Gehende möglichst auf der gesamten Länge des Straßenzugs ermöglicht werden. Zusätzlich sollen gesicherte und barrierefreie Querungsmöglichkeiten geschaffen werden. • Qualitäten für den Radverkehr erhöhen: durch eine attraktive und sichere Radwegeinfrastruktur soll ebenso wie durch ein attraktives Umfeld und hochwertige Radabstellanlagen die Qualität im Radverkehr insgesamt erhöht werden. • Flüssigen Busverkehr ermöglichen: für die Fahrplanstabilität ist es wichtig den Busverkehr möglichst zuverlässig und ohne größere Verzögerungen (wie bspw. auf der Fahrbahn haltende Lieferfahrzeuge) durch den Straßenzug zum ZOB zu führen. • Lieferverkehre verträglich abwickeln: Lieferverkehre stellen die Ver- und Entsorgung der anliegenden Einzelhandelsgeschäfte, der Gastronomie und Dienstleistungsunternehmen sicher, gleichzeitig sind sie so abzuwickeln, dass sie die anderen Verkehrsteilnehmenden nicht beeinträchtigen. Zur verträglicheren und umweltfreundlichen Abwicklung des Lieferverkehrs hat die Stadt bereits in der Vergangenheit verschiedene Ansätze erprobt bzw. diskutiert (Kernergebnisse und Rahmenbedingungen siehe Drucksachen-Nr. 1811950). Aktuell wird das Thema im in Aufstellung befindlichen Klimaplan der Stadt Bonn behandelt. • Verkehrsberuhigung erreichen: durch Verkehrsberuhigung wird die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden erhöht (geringeres Unfallrisiko und -folgen), gleichzeitig werden Aufenthalts- und Umfeldqualitäten durch eine geringere Lärmbelastung und ein ruhigeres Verkehrsgeschehen gesteigert. Städtebauliche / gestalterische Ziele • Aufenthaltsbereiche schaffen: Aufenthaltsbereiche tragen zu einer Belebung des öffentlichen Raums bei, was wiederum zu positiven Sinneseindrücken der dort verkehrenden Menschen und einer Aufwertung des öffentlichen Raums und der Lagequalitäten führt. • Begrünung ausweiten: Verschattung und Entsiegelung von Flächen sind wichtige Bausteine zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels („Klimaresilienz“). Zudem wirkt sich ein begrüntes Umfeld deutlich positiv auf das Wohlbefinden der Menschen aus. • Gestalterische Verknüpfung zwischen Universität und Innenstadt schaffen: die historisch bedeutenden und identitätsstiftenden, stadtbildprägenden Räume Hofgarten, Universität sowie Innenstadt (insbes. mit Markt und Münsterplatz) gilt es stärker zu verbinden. • Hochwertigen Straßenraum bieten: aufgrund der hohen stadtbildprägenden Bedeutung des Raums soll ein attraktives und hochwertig gestaltetes Straßenbild entwickelt werden. Dies trägt auch dazu bei die Lagequalitäten (gerade für Einzelhandel und Gastronomie) aufzuwerten. Aufgrund der begrenzten Straßenraumbreiten von ca. 10 bis 16 m wird es nicht möglich sein, allen Zielen in Gänze zu entsprechen. Stattdessen werdenSeite 3 von 34 Seite 4 Kompromisse notwendig sein. Daher hat die Verwaltung verschiedene Varianten erarbeitet, die jeweils unterschiedliche Prioritäten haben. Varianten der Umgestaltung Im bisherigen Prozess wurden verschiedene Varianten erarbeitet. Die größten Vorzüge beinhalten die Varianten 2+ und 4 (ausführlichere Beschreibung der beiden Varianten: s. Anlage 1): Variante 2+ (s. Anlage S. 10ff.): Beschreibung • Einbahnstraßenregelung, Radverkehr in Gegenrichtung frei. Rathausgasse Tempo 30, ansonsten Tempo 20 • Abbindung der Stockenstraße (Liefer- und Radverkehr frei) • Breite Seitenräume bieten attraktive Flächen für den Fußverkehr und zusätzlich Raum für weitere Nutzungen und Gestaltungsoptionen in einem Multifunktionsstreifen (Ladezone, Radabstellanlagen, Begrünung, Sitzgelegenheiten). Wo keine großflächigen Nutzungen vorgesehen sind, kann der Gehweg deutlich breiter als die unten dargestellte Breite werden. Falls die Lieferzonen perspektivisch nicht mehr benötigt werden, sollten sie so gestaltet werden, dass eine Umnutzung der Flächen gut möglich ist. • Bus-, Rad- und der verbleibende Kfz-Verkehr werden im Mischverkehr geführt. Für den Radverkehr in Gegenrichtung wird ein 2 m-Streifen optisch und haptisch hervorgehoben (ERA-konform, nicht Radentscheidkonform). • Wesselstraße: der Straßenzug sollte für den Anliegerverkehr (Anwohner:innen der Parkbauten, Lieferverkehre) und im Notfall für den Busverkehr (bei Störungen auf der Strecke Am Neutor oder Kaiserplatz) passierbar bleiben. Um gleichzeitig die Querbarkeit für den Fußverkehr, die Aufenthaltsqualität und die städtebaulichen Qualitäten zu erhöhen, wird ein verkehrsberuhigender, niveaugleicher Ausbau empfohlen (verkehrsberuhigter Geschäftsbereich). Zentrale Vor- und Nachteile: + Für Fußverkehr und Aufenthaltsqualität sind in diesem innerstädtischen und stark von Besucher:innen frequentierten Bereich hohe Qualitäten möglich. + In den Seitenräumen können vielfältige Angebote flexibel integriert werden: Außengastronomie, Ladezonen, Radabstellanlagen, Sitzmöglichkeiten, Begrünung. + Klimaanpassung: durch die breiten Seitenräume bietet diese Variante die größten Möglichkeiten zur Entsiegelung und Begrünung + Aufteilung und Gestaltung betonen die zentrale innerstädtische Lage und tragen zur Aufwertung der Einzelhandelslage / Erdgeschosszonen bei + Die schmale Fahrbahn trägt zum optischen Zusammenrücken des stadtbildprägenden Schlosses und der Innenstadt bei + Der optisch und haptisch hervorgehobene Streifen für den Radverkehr verdeutlicht die Öffnung der Einbahnstraße und zeigt dem Radverkehr in Gegenrichtung der Einbahnstraße seinen Raum. Der Streifen kann im Bedarfsfall überfahren werden.Seite 4 von 34 Seite 5 - Durch die Gestaltung (Dunkelampel, Lieferzonen) soll der Busverkehr verflüssigt werden, dies soll dazu beitragen die Zeitverluste durch die geringe Temporeduzierung (von Tempo 30 zu Tempo 20) auszugleichen. Letztlich sind dennoch gewisse Fahrtzeitverlängerungen im Busverkehr zu erwarten. Diese wurden bisher nicht abschließend ermittelt, es sind aber voraussichtlich Fahrplananpassungen und Investitionen in zusätzliche Fahrzeuge und Personal erforderlich. - Wenig „einladende“ Radinfrastruktur, diese trägt nicht unbedingt dazu bei den Radverkehrsanteil zu erhöhen. Kurzbewertung • Klimaneutralität bis 2035 & Mobilitätswende: geringer Beitrag • Stärkung der Klimaresilienz: höherer Beitrag • Aufwertung öffentlicher Räume und der Erhöhung der Aufenthaltsqualität: großer Beitrag V4: „Anderer Radweg“ im Zweirichtungsverkehr (s. Anlage S. 17ff.): Beschreibung • Rathausgasse, Am Hof: Einbahnstraßenregelung, der Radverkehr wird auf einem Zweirichtungsradweg geführt, über ein Bord von der Fahrbahn und dem Gehweg getrennt (Radentscheidkonform). Bus- und Kfz-Verkehre werden auf einer eigenen Spur, getrennt vom Radverkehr geführt. • Wesselstraße Tempo 20, Gestaltung wie in V2+ (siehe oben) • Am Neutor: Tempo 20, Gestaltung wie in V2+ (siehe oben) • Die Seitenräume fallen im Vergleich zu V2+ deutlich kleiner aus. Ein Multifunktionsstreifen kann meist nur einseitig angeboten werden. Zentrale Vor- und Nachteile: + Es kann eine attraktive, einladende Radverbindung zwischen ZOB und Belderberg (mit Potenzial zur Fortführung bis zum Rheinufer) geschaffen werden. Dies kann zu einer Steigerung des Radverkehrsanteils beitragen. + Bus- und Radverkehr werden konfliktarm geführt (Aufgrund der zahlreichen Ziele auf der Innenstadtseite kann eine Fahrbahnnutzung des Radverkehrs nicht völlig ausgeschlossen werden.) - Ausweichen des Kfz/Busverkehr ist hier nur durch Befahren des Bords möglich (bspw. erforderlich bei Parkierungsvorgängen, regelwidrig haltenden Fahrzeugen am Fahrbahnrand, Rettungseinsätzen) - Erhöhte Trennwirkung für den Fußverkehr (flächiges Queren nur erschwert möglich) - Nach aktuellem Planungsstand sind zur sicheren Abwicklung der Verkehre am Knotenpunkt Martinsplatz entweder lange Wartezeiten für alle Verkehrsarten (Hinweis: Beschleunigung / Verkürzung der Wartezeiten einer Verkehrsart führt zu längeren Wartezeiten bei anderen Verkehrsarten) oder eine sehr verkehrliche Gestaltung des stark frequentierten Bereichs Am Neutor / Münsterplatz erforderlich. - Hohe städtebauliche Trennung der „Innenstadtseite“ und der „Uniseite“, statt einer Kfz-Achse liegt nun eine Bus- und Radachse zwischen Innenstadt und „Uniseite“. - Die Möglichkeiten Begrünung in den Straßenraum zu integrieren und so Verschattung und Aufenthaltsqualität zu fördern, sind aufgrund der geringeren Flächenverfügbarkeit deutlich begrenzt, gleiches gilt für die Möglichkeit zur Schaffung von Ladezonen.Seite 5 von 34 Seite 6 Kurzbewertung • Klimaneutralität bis 2035 & Mobilitätswende: großer Beitrag • Stärkung der Klimaresilienz: geringer Beitrag • Aufwertung öffentlicher Räume und der Erhöhung der Aufenthaltsqualität: mittlerer Beitrag Fazit Die Variante 4 trägt durch die Trennung von Kfz-/Busverkehr und Radverkehr stärker zu den Zielen der Mobilitätswende bei und entspricht dem Radentscheid, demgegenüber weist die Variante 2+ deutliche Vorzüge hinsichtlich der städtebaulichen Qualität und des Beitrags zur Klimaanpassung auf. Zudem weist die Variante 2+ aufgrund der breiteren Seitenräume eine höhere Flexibilität hinsichtlich der zukünftigen Gestaltung und Nutzung der Seitenräume auf: bspw. können Ladezonen, falls sie perspektivisch nicht mehr als Ladezonen benötigt werden, perspektivisch mit Sitzgelegenheiten oder Begrünungselementen gestaltet werden und so zu einer weiteren städtebaulichen Aufwertung des Areals beitragen. Demgegenüber sind in Variante 4 insbesondere in der Rathausgasse Anpassungen des Regelquerschnitts erforderlich, um die aktuell erforderlichen Ladezonen zu integrieren. Beide Varianten beinhalten grundsätzlich eine städtebauliche Aufwertung des Untersuchungsgebiets und sollen wie oben bereits ausgeführt mit Städtebaufördermitteln aus dem Masterplan Innere Stadt 2.0 gefördert werden. Daraus ergibt sich auch die oben aufgezeigte Zeitschiene hinsichtlich erforderlicher politischer Beschlüsse und Planungsleistungen für den Förderantrag. Einzelheiten des Förderumfangs stehen derzeit noch in Klärung. Sollten sich bezüglich der Förderkautelen im Zuge der jetzt anstehenden Beratungen weitere wichtige Einzelheiten ergeben, wird die Verwaltung dazu ergänzend berichten. Aufgrund des Zielkonflikts zwischen städtebaulicher Aufwertung und Zielen des Radentscheids wird die Politik gebeten, eine favorisierte Variante auszuwählen. Auf Basis dieser Variante kann die Verwaltung die Bürgerbeteiligung und die vertiefende Planung durchführen. Anlage/n 3 Anlage 1 Grundkonzeption V2+ V4 (öffentlich)Seite 6 von 34 1. Planungsraum & -ziele 2. Umgestaltung a. Grundlegende Gestaltungselemente b. Variante 2+ c. Variante 4 d. Platzbereiche 1 Anlage Dezember 2022 61 - Stadtplanungsamt Uni trifft CitySeite 7 von 34 2 1 Plangebiet Dezember 2022 61 - Stadtplanungsamt Legende Plangebiet IdeenteilSeite 8 von 34 Verkehrliche Ziele • Qualitäten für den Fußverkehr erhöhen: ausreichend dimensionierte, barrierefrei Gehwege, Begrünung, attraktive Aufenthaltsbereiche • Querbarkeit verbessern: gesicherte, barrierefreie Querungen, flächiges Queren • Qualitäten für den Radverkehr erhöhen: attraktive, sichere Radwegeinfrastruktur, attraktives Umfeld, hochwertige Radabstellanlagen • Flüssigen Busverkehr ermöglichen: möglichst zuverlässig und ohne größere Verzögerungen • Lieferverkehre verträglich abwickeln: Lieferverkehre ermöglichen und so abzuwickeln, dass sie andere Verkehrsteilnehmenden nicht beeinträchtigen. • Verkehrsberuhigung erreichen: Verkehrssicherheit, Aufenthalts- und Umfeldqualitäten steigern Städtebauliche / gestalterische Ziele • Aufenthaltsbereiche schaffen: Belebung des öffentlichen Raums, Verbesserung Lagequalität • Begrünung ausweiten: Verschattung, Entsiegelung („Klimaresilienz“), Wohlbefinden der Menschen • Gestalterische Verknüpfung zwischen Universität und Innenstadt schaffen: bedeutende Räume Hofgarten, Universität sowie Innenstadt stärker verbinden 3 1 Planungsziele Dezember 2022 61 - StadtplanungsamtSeite 9 von 34 1. Planungsraum & -ziele 2. Umgestaltung a. Grundlegende Gestaltungselemente b. Variante 2+ c. Variante 4 d. Platzbereiche 4 Übersicht Dezember 2022 61 - Stadtplanungsamt Uni trifft CitySeite 10 von 34 5 2 Multifunktions- streifen & Aufteilung Fahrbahn /Seitenraum Dezember 2022 61 - Stadtplanungsamt Schematische Darstellung Wozu die 3 cm Kante? • Teilt die Straße zwischen fließendem Verkehr und Seitenräumen auf, dies unterstreicht die nachwievor vorhandene Verkehrsfunktion und erleichtert gerade für Menschen mit geistigen Behinderungen die Orientierung (eindeutig verständlich, wo zu Fuß Gehende ungestört unterwegs sein können) • Tastkante als Abgrenzung zum Fahrbahnbereich für seheingeschränkte Personen hilfreich Multifunktionsstreifen: kann je nach Bedarf schmaler ausfallen, dadurch kann der Gehweg breiter werden. Multifunktionsstreifen: kann je nach Bedarf schmaler ausfallen, dadurch kann der Gehweg breiter werden. 3 cm KanteSeite 11 von 34 • Seitenbereiche: großformatige Platten (ca. 40x40 cm oder größer) • Multifunktionsstreifen: kleinere Platten als Gehwegflächen ca. 20x20 cm oder Platten der Gehwegfläche (flexibler nutzbar) • Farbgebung der Seitenräume mit Gestaltung Rheinuferpromenade abzustimmen Betonung der Achsen: – Rheinuferpromenade – Rheingasse – Rathausgasse – Am Hof – Wesselstraße – Alter Zoll – Regina-Pacis-Weg – Stockenstraße – Bischofsplatz – Markt Gem. Gestaltungshandbuch Stadt zum Rhein: – Hochwertige Gestaltung, insbes. Natursteinplatten [graue oder beige Betonsteinplatten als günstigere Alternative] – objekthafte Rasenelemente mit breiten Sitzrändern aus Beton als großmaßstäbliches Platzmobiliar – Bänderung auf Achse Alter Zoll – Stockentor – Markt 2 Gestaltung der Oberflächen Dezember 2022 61 - Stadtplanungsamt 6Seite 12 von 34 7 2 Erläuterung Dunkelampel Wie funktioniert eine Dunkelampel? • Grundsätzlich zeigt die Dunkelampel kein Lichtsignal an – Zu Fuß Gehende können die Straße queren, unter Berücksichtigung des fließenden Längsverkehrs (Querung der Fahrbahn, d.h. Vorrang Fahrbahnverkehr) – Längsverkehr (Pkw, Busse, Radverkehr, …) fließt ohne Einschränkungen • Bei Grünanforderung durch zu Fuß Gehende – Fußverkehrsampel wird rot, Ampel im Längsverkehr wird orange und dann rot, Fußverkehrsampel wird grün – Gerade unsichere, mobilitätseingeschränkte Verkehrsteilnehmende können die Fahrbahn sicher queren – Über die Programmierung der Ampel kann sichergestellt werden, dass der Busverkehr nicht übermäßig ausgebremst wird • Barrierefrei? – Sehbehinderte Menschen können durch hörbare Signale an die Ampel und bei Grün sicher über die Straße geführt werden Dezember 2022 61 - Stadtplanungsamt • Aufklärungsarbeit / Beschilderung zur Funktionsweise der Dunkelampel zu empfehlen • Gute Erfahrungen in Dortmund, Heidelberg, Hildesheim,… • Dunkelampel ermöglicht eine bedarfsgerechte Steuerung des Verkehrs Siehe auch: RiLSA: 2.3.1.5; BAST 2022: Entwicklung von Einsatzkriterien für Fußgängerschutzanlagen mit unterschiedlichen Grundstellungen. https://bast.opus.hbz-nrw.de/opus45- bast/frontdoor/deliver/index/docId/2608/file/V2+56+BA+Gesamtversion.pdf Dunkel-Dunkel-Anlage, Dunkelampel oder schlafende AmpelSeite 13 von 34 8 2 Erläuterung Dunkelampel Dezember 2022 61 - Stadtplanungsamt Lichtsignalanlage vorgesehen Dunkelampel vorgesehen Dunkelampel vorgesehenSeite 14 von 34 1. Planungsraum & -ziele 2. Umgestaltung a. Grundlegende Gestaltungselemente b. Variante 2+ c. Variante 4 d. Platzbereiche 9 Übersicht Dezember 2022 61 - Stadtplanungsamt Uni trifft CitySeite 15 von 34 Variante 2+: Städtebau und Verkehr Dezember 2022 61 - Stadtplanungsamt 10Seite 16 von 34 11 Wesselstraße 3 Mischverkehr 12,3m Dezember 2022 61 - StadtplanungsamtSeite 17 von 34 12 Am Neutor 2 Am Neutor V2+ 12,5m Dezember 2022 61 - Stadtplanungsamt Andere Struktur und Farbe als Fahrbahn, für eine optische und haptische Trennung; stärkere Abtrennung zu prüfen: ggf. über ein Pflasterband (ca. 20cm)Seite 18 von 34 13 Am Hof 2 Am Hof V2+ 15,3 m Dezember 2022 61 - StadtplanungsamtSeite 19 von 34 14 Rathausgasse 2 Dezember 2022 61 - Stadtplanungsamt Rathausgasse V2+ 12 mSeite 20 von 34 15 Rathausgasse 2 Dezember 2022 61 - Stadtplanungsamt Rathausgasse V2+ 14,4 mSeite 21 von 34 1. Planungsraum & -ziele 2. Umgestaltung a. Grundlegende Gestaltungselemente b. Variante 2+ c. Variante 4 d. Platzbereiche 16 Übersicht Dezember 2022 61 - Stadtplanungsamt Uni trifft CitySeite 22 von 34 Dezember 2022 61 - Stadtplanungsamt 17 Variante 4: Anderer Radweg im ZweirichtungsverkehrSeite 23 von 34 18 Wesselstraße 3 Mischverkehr 12,3m Dezember 2022 61 - StadtplanungsamtSeite 24 von 34 19 Am Neutor 2 Am Neutor V2+ 12,5m Dezember 2022 61 - Stadtplanungsamt Andere Struktur und Farbe als Fahrbahn, für eine optische und haptische Trennung; stärkere Abtrennung zu prüfen: ggf. über ein Pflasterband (ca. 20cm)Seite 25 von 34 20 3 Variante 4 Anderer Radweg im Zweirichtungs- verkehr Am Hof 15,4m Dezember 2022 61 - Stadtplanungsamt Am HofSeite 26 von 34 21 3 Variante 4 Anderer Radweg im Zweirichtungs- verkehr Rathausgasse 12m Dezember 2022 61 - Stadtplanungsamt RathausgasseSeite 27 von 34 22 3 Variante 4 Anderer Radweg im Zweirichtungs- verkehr Rathausgasse 14,4m Dezember 2022 61 - Stadtplanungsamt RathausgasseSeite 28 von 34 1. Planungsraum & -ziele 2. Umgestaltung a. Grundlegende Gestaltungselemente b. Variante 2+ c. Variante 4 d. Platzbereiche 23 Übersicht Dezember 2022 61 - Stadtplanungsamt Uni trifft CitySeite 29 von 34 24Dezember 2022 61 - StadtplanungsamtSeite 30 von 34 25 2 Münsterkreuzung Variante 2+ Skizze verkehrliche Abwicklung Diese Skizze stellt die favorisierte Möglichkeit Gestaltung der Kreuzung dar. Die finale Gestaltung muss im Rahmen der vertiefenden Planung vorgenommen werden. Dezember 2022 61 - StadtplanungsamtSeite 31 von 34 26 2 Dezember 2022 61 - Stadtplanungsamt Münsterkreuzung Variante 4 Skizze verkehrliche Abwicklung Diese Skizze stellt eine Möglichkeit Gestaltung der Kreuzung dar. Eine abschließende Auswahl der Gestaltung muss im Rahmen der vertiefenden Planung vorgenommen werden.Seite 32 von 34 27 2 Münsterkreuzung Variante 4 Skizze verkehrliche Abwicklung Diese Skizze stellt eine Möglichkeit Gestaltung der Kreuzung dar. Eine abschließende Auswahl der Gestaltung muss im Rahmen der vertiefenden Planung vorgenommen werden. Dezember 2022 61 - StadtplanungsamtSeite 33 von 34 31 3 Abschnitt Stockenstraße • Zukünftig sollte der Bereich folgende Eigenschaften aufweisen – Barrierefreie Bewegungsfläche für den Fußverkehr – Begrünung – Aufenthaltsbereiche / Außengastronomie – Fahrradabstellanlagen – Anfahrbarkeit TG – Befreiung vom Kfz-Verkehr und ruhenden Kfz-Verkehr, Einrichtung Fußgängerzone – Befahrbarkeit des Lieferverkehr aus Richtung Markt – Befahrbarkeit für Radverkehr in beide Richtungen – Integration der Bänderung zum Rhein – Einheitliche Materialzusammengehörigkeit der Bodenbeläge und Ausstattungselemente auf der Achse Markt / Bischofsplatz / Stockenstraße / Alter Zoll Dezember 2022 61 - StadtplanungsamtSeite 34 von 34
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