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222484 · Beschlussvorlage

Vorentwurfsplanung/Machbarkeitsstudie zum Bau einer Rad- und Fußwegbrücke über die Bahngleise zwischen Heinrich-Böll-Ring/Thomastraße und Immenburgstraße (Innovationsdreieck)

Nummer
222484
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
22.01.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Rates 23.03.2023 Entscheidung federführend
  2. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 07.03.2023 Anhörung
  3. Sitzung des Hauptausschusses 16.03.2023 Empfehlung
  4. Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen 15.03.2023 Empfehlung
  5. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 14.03.2023 Empfehlung
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Beschlussvorlage
öffentlich
222484
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
66 Tiefbauamt
Dezernat:
Dez. III
Vorentwurfsplanung/Machbarkeitsstudie zum Bau
einer Rad- und Fußwegbrücke über die Bahngleise
zwischen Heinrich-Böll-Ring/Thomastraße und
Immenburgstraße (Innovationsdreieck)
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 07.03.2023 Anhörung
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 14.03.2023 Empfehlung
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 15.03.2023 Empfehlung
Hauptausschuss 16.03.2023 Empfehlung
Rat 23.03.2023 Entscheidung
Beschlussvorschlag
1. Der Vorentwurfsplanung/Machbarkeitsstudie für die Rad- und
Fußwegbrücke über die Bahngleise zwischen Heinrich-Böll-
Ring/Thomastraße und Immenburgstraße (Innovationsdreieck) wird
zugestimmt.
2. Die Fortführung der Planung und die Abwicklung der Baumaßnahme
erfolgt durch die Stadtwerke Bonn/QBW Quartier.BonnWest GmbH als
Projektentwickler im Rahmen eines Inhousegeschäfts in enger
Abstimmung mit der Bundesstadt Bonn.
Begründung
Mit der Entwicklung des Innovationsdreiecks in Bonn-Endenich zwischen
Immenburgstraße, Am Dickobskreuz und DB-Strecke werden neue Gewerbe-,
Büro- und Dienstleistungsflächen geschaffen. Die Projektentwicklung erfolgt
durch die Stadtwerke Bonn bzw. die von den Stadtwerken gegründete
Entwicklungsgesellschaft QBW Quartier.BonnWest GmbH.
Die Projektentwicklung beinhaltet eine zusätzliche Verkehrserschließung des
Plangebietes durch eine neue Rad- und Fußwegbrücke in Verlängerung der
Immenburgstraße über die Bundesbahn- und Stadtbahngleise zur Thomastraße
mit barrierefreiem Anschluss der Stadtbahnhaltestelle Bonn West.
Mit dem Ausbau eines Radweges entlang der Immenburgstraße, der Brücke
über die BAB 565 zur Anbindung des neuen Universitätscampus, dem AusbauSeite 1 von 52
Seite 2
des Rad- und Fußwegtunnels am Alten Friedhof, der über die Kreuzung
Endenicher Straße/ Hermann-Wandersleb-Ring und Hein-Moeller- Straße
anbindet, ist die gute Erreichbarkeit des Entwicklungsgebietes
Innovationsdreieck für Fußgänger*innen und Radfahrende gewährleistet.
Zusätzlich wird die Stadtbahnhaltestelle Bonn West direkt und barrierefrei an
die Brücke angeschlossen.
Die Brücke mit einer nutzbaren Breite von 6,50 Meter verfügt über einen 2,50
Meter breiten Gehweg, der auf der Westseite der Brücke angeordnet wird. Alle
Rampenzugänge, Treppen und Aufzuganbindungen werden auf der Westseite
der Brücke angeschlossen, sodass eine Querung der Radwegführung durch
Fußgänger*innen nicht erforderlich wird. Für Radfahrende werden zwei
Fahrspuren mit jeweils 2,00 Meter nutzbarer Breite angeordnet. Die Radwege
werden farblich vom Gehweg abgetrennt, weitere Gliederungen der Oberfläche
sind nicht vorgesehen, um eine maschinelle Reinigung der Brücke zu
ermöglichen. Auf Seite des Entwicklungsgebietes erfolgt die Rampenanbindung
durch eine schwalbenschwanzförmige Aufweitung sowohl an die
Immenburgstraße als auch an die Hein-Moeller-Straße bis zum Tunnel Alter
Friedhof bzw. zur Kreuzung Endenicher Straße/ Wittelsbacher Ring. Zusätzlich
wird eine Treppe angeordnet, die den direkten Zugang in Richtung der neu
geplanten Veranstaltungshalle ermöglicht.
Auf der Innenstadtseite erfolgt die Anbindung über eine Spindeltreppe an die
Thomastraße bzw. den Heinrich-Böll-Ring, im Treppenauge wird ein Aufzug zur
barrierefreien Erschließung des nördlichen Bahnsteiges der
Stadtbahnhaltestelle Bonn West angeordnet. Die Rampe weist in Richtung
Ennemoser Straße und bindet an die Radpendler Route nach Bornheim/Alfter
an. Über den Heinrich-Böll-Ring und die Thomastraße ist die Innenstadt
angebunden. Eine Fahrradrampe in Richtung Alter Friedhof kann aufgrund der
beengten Platzverhältnisse neben der Stadtbahnhaltestelle nicht ausgebildet
werden. Fahrradspindelrampen wurden untersucht, scheiden wegen des
höheren Platzbedarfes aber ebenfalls aus. Radfahrenden mit Fahrtziel
Innenstadt stehen am Rampenende die Radwegführungen über den Heinrich-
Böll-Ring und die Thomastraße oder über Ellerstraße/ Bornheimer Straße nach
dem Umbau zur Verfügung. Zusätzlich wird die Anbindung von der
Immenburgstraße/ Hein-Moeller-Straße über den ausgebauten Fuß- und
Radwegtunnel am Alten Friedhof in Richtung Innenstadt möglich sein.
Der südliche Stadtbahnsteig wird über eine zusätzliche Treppe direkt an die
Brücke angeschlossen. Ein weiterer Aufzug wäre über einen Zugangssteg
später optional möglich, wird in der ersten Baustufe aber nicht umgesetzt, da
eine barrierefreie Anbindung durch die beiden Aufzüge und den
Querungstunnel am östlichen Haltestellenende gesichert ist.
Nach Freigabe des Vorentwurfes erfolgt die Vergabe eines Planungsauftrags
für die Entwurfs- und Ausführungsplanung sowie die Tragwerksplanung nach
den Vergaberegeln der VGV. Finanzierungsantrag und Baugenehmigung zum
Umbau der Haltestellenanbindung werden erforderlich. Im Rahmen dieser
Planung erfolgen die weiteren Abstimmungen mit externen Institutionen, z. B.
der Behindertengemeinschaft Bonn.Seite 2 von 52
Seite 3
Im Zuge dieser späteren Planung müsste ggfls. dann auch geprüft werden, ob
und wie die Erschließung eines zukünftigen möglichen S-Bahnhaltepunktes
"Bonn-West" über die Brücke möglich wäre.
Die Stadtwerke / die für die Projektentwicklung gegründete QBW übernehmen
die Planung und den Bau der Brücke in Abstimmung mit der Bundesstadt Bonn.
Eigentümer der Brücke wird die Stadt, die Zugänge zu den Bahnsteigen und
der Aufzug zum Bahnsteig sollen ins Eigentum der Stadtwerke gehen. Der nicht
geförderte Kostenteil wird den Stadtwerken im Rahmen der Spitzenfinanzierung
erstattet; aus dem investiven Haushalt für den ins Eigentum der Stadt
übergehenden Brückenteil, aus dem konsumtiven Haushalt für die ins Eigentum
der Stadtwerke übergehenden Aufzüge und Haltestellenzugänge.
Die Kostenschätzung geht von Projektkosten von 8,4 Mio. € brutto aus.
Zur Finanzierung wird eine Förderung aus dem Programm für Nahmobilität für
die Stadt und aus dem ÖPNV-Programm für die SWB (Bahnanlagen)
angenommen – Fördersatz jeweils 90%.
Es ergeben sich Baukosten für die Stadt in Höhe von 7,2 Mio. Euro –
angemeldet für die Jahre 2025/2026 bei der Finanzstelle „5660612011369
Immenburgstr. BN“.
Dort sind 300.000 Euro in 2023 und 500.000 Euro für 2024 für Planungskosten
und Vorgutachten eingeplant.
Zuschuss geschätzt 90% von 7,2 Mio. Euro = 6,48 Mio. Euro verteilt auf
2025/2026.
Baukosten SWB Anteil 350.000,- € im Wirtschaftsplan der SWB ab 2025.
Planungskosten und nichtzuwendungsfähige Kosten der SWB werden von der
Stadt aus der Spitzenfinanzierung in Höhe von 50.000 Euro finanziert,
Finanzstelle „166001206 ÖPNV“ konsumtiv, da im Eigentum der SWB analog
Stadtbahnhaltestellenumbauten.
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.12.01
1.12.06
Gemeindestraßen
ÖPNV
1.12.01.01
1.12.06.01
Verkehrsflächen, Gemeinde
Stadtbahnbau
Investive Kosten der Maßnahme
Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt
in
Noch
bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen 7.800.000
€
200.000 €
5660612011369/78.5200
5660012010300/785200
2023-2027
2022 Ermächtigungsübertragung
nach 2023
Einzahlungen 6.480.000
€
5660612011369/681100 2023-2027 1.800.00
0 €
Nachmeldung für den HH
23/24 i.H.v. 1,8 Mio. EURSeite 3 von 52
Seite 4
Investiver
Finanzsaldo
1.520.000
€
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
50.000 € 166001206/
73.1001
2023
Einzahlungen /
Erträge
Haushaltsbelastung 50.000 €
Anlage/n
1 Brücke Innovationsdreieck Bonn A1 (öffentlich)
2 Brücke Innovationsdreieck Bonn Präsentation (öffentlich)
3 Brücke Innovationsdreieck Bonn Bericht (öffentlich)Seite 4 von 52
20°
6,50
1,50 0,20 0,20
1,50 0,70
0,20 0,20
6,50
2,50 4,00
2,50 4,00
Fußgänger
(Belag hellgrau)
Fußgänger
(Belag hellgrau)
Fahrradfahrer
(Belag mittel grau)
Fahrradfahrer
(Belag mittel grau)
2% 2%
2% 2%
1,50
1,30
0,900,25 0,90
1,30
0,25
Brücke OK = +7,60m
2,50
4,70
20,00 75,00 45,00
2,50
4,70
22,5022,5045,00 20,0040,00
5,90 1,70
40,00
0,70
330,00
4,89 4,00
6,62
4,30
5,70
1 2
1%1%
Rampen Neigung 6%, l=6m
Zwischenpodeste Neigung 2,5%, l=1,5m
Rampen Neigung 6%, l=6m
Zwischenpodeste Neigung 2,5%, l=1,5m
+/-0,00
Lichtraumprofil
Thomastrasse
Lichtraumprofil
Erschließungsstrasse
Lichtraumprofil
Fußgänger
Lichtraumprofil
Bahngleise
Option gesonderter Aufzug
mit Verbindungssteg
Neubepflanzung
lt. Neubau Brucke
Neubepflanzung
lt. BP Innovationsdreieck
Neubepflanzung
lt. BP Innovationsdreieck
Neubepflanzung
lt. BP Innovationsdreieck
Baumfällung
lt. Neubau
Baumfällung
lt. Neubau
Baumfällung lt. BP
Innovationsdreieck
Baumfällung lt. BP
Innovationsdreieck
Baumfällung lt. BP
Innovationsdreieck
Baumfällung lt. BP
Innovationsdreieck
22
11
A
A
6,5
4
6,5
Mobility
Station
Hein-Moeller Strasse
Immenburgstrasse
6,5
2,50
1,60
2,50
Ellerstraße
Eifelstraße
Thomastraße
SWB-Stadtbahnhaltestelle
Bonn West
Fahrradparkhaus
Bahnsteig Nord Bahnsteig Süd
RAD- UND FUSSGÄNGERBRÜCKE
IMMENBURGSTRASSE/GLEISQUERUNG
GRUNDRISS
M 1:750
LÄNGSSCHNITT ABWICKLUNG A-A
M 1:750
QUERSCHNITT 1-1
M 1:50
QUERSCHNITT 2-2
M 1:50
1. Hohlkastenträger aus Stahl t=20mm
2. Fahrbahn aus Beton d>=20cm, 2% Neigung nach innen,
Halbfertigteile mit Ortbetonergänzung
3. Fahrbahnstützkonstrktion:
a. Stahlblech mit Geländerpfosten integriert mit Träger verschweist;
b. Stahlstrebe T-Profil t=10mm
c. Berührungschutzhalterung T-Profil, t=10mm
4. Geländerkonstruktion:
Geländerpfosten aus Stalhblech 10 x 50mm
Geländerfüllung aus engmaschigem Edelstahlnetz
Handlauf aus Edelstahl d=40mm
5. Entwässerung, Einzelabläufe an der Trennung der Beläge,
Rohre werden direkt an den Pfeiler im luftichten Mantelrohr durch den Hohlkasten
und weiter nach unten geführt
1
1
2
2
2
3a
4
4
4
5
3b
3b
3c
3c1
DETAIL
STREBENELEMENT
ENTWURF
TRAGWERK
Der Entwurf fügt sich dezent und zurück-
haltend in den bestehenden Stadtraum
ein. Die elegant geschwungenen Rampen
ordnen sich in die verfügbaren Räume ein
und wirken gleichzeitig ganz selbstver-
ständlich. Der flache Überbau mit den seit-
lichen Streben folgt einem eigenen Weg
und respektiert dabei die vorhandenen
Zwangspunkte.
Die dezenten Stützen betonen den schon
gegliederten Überbau. Die beidseitigen
Geländer mit einem transparent wirkenden
Edelstahlstahlnetz als Füllung betonen die
Leichtigkeit des Überbaus. Der horizontale
Berührungsschutz im Bereich der Oberlei-
tungsanlagen ist Teil des Gesamtentwurfes
und nimmt die Gliederung und die Optik
des Geländers auf.
Rampenverkleidung
bis UK Brücke = +2,5m
Stützen als
Betonwände
Übergang Streben
zu Blechen
Durchlaufträger
mit varieredem
QuerschnittSeite 5 von 52
RAD UND FUSSGÄNGERBRÜCKE
IMMENBURGSTRASSE/GLEISQUERUNG
WWEERNER SOBEEK
VORPLLAANNUUNG
BBOOOONNNNNNNNSeite 6 von 52
1 ANFORDERUNGEN
2 ANALYSE
3 KONZEPTENTWICKLUNG
4 ENTWURF
5 KOSTENSCHÄTZUNGSeite 7 von 52
1
ANFORDERUNGEN
1Seite 8 von 52
2
ANFORDERUNGEN
Funktion
- Fußgänger- und Radfahrerbrücke
- Überquerung der DB- und Stadtbahngleise mit ca. 75m lichter Weite
Städtebau
- Verbindung Stadtbahnhaltestelle Bonn West mit dem ehemaligen Schlachthofgelände
- Entstehung einer weiter östlich gelegenen "Bonn Viktoriaunterführung für Radfahrer und Fußgänger"
mit Anbindung an die Immenburgstraße
Verkehr
- Anbindung des Radwegnetzes
- Einbindung von Rampen und Aufzügen
- Zusätzliche Treppenzugänge ermöglichen
- lichte Breite von 6,5m = 2 x 2,0m Radweg + 2,5m Gehweg)
- Wartung der Brücke durch Reinigungs- und Winterdienstfahrzeuge (2,6t)Seite 9 von 52
3
ANFORDERUNGEN
Gestaltung
- leichte Konstruktionsweise
- möglichst stützenfreie Konstruktion
- barrierefreie Nutzung
- Vermeidung von Spitzkehren
- keine bauliche Trennung von Rad- und Gehweg
- Integration einer Verkehrsflächenbeleuchtung
Topografi e
- Bahnsteige mit einer Höhe von ca. 70 cmSeite 10 von 52
4
ANALYSE
2Seite 11 von 52
5
ANALYSE | ORTSBEGEHUNG
Brücke
- Keine bauliche Trennung der Verkehrsarten, ggf. unterschiedliche Belagsfarbe
- Lichte Höhe 5,70 m über SO der Gleise da außerhalb des Bahnhofsbereichs
Rampe Süd
- Freie Formwahl, landschaftsplanerische + städtebauliche Einbindung
- Integration der geplanten Gebäude (Fahrradstation usw.) in die Rampe möglich
- Lärmschutz gerne mitdenken
- Rampe Richtung Süden/West in die Immenburgstraße (ungefähr Kreuzungspunkt mit Jonas-Cahn-Straße)
- Treppe Richtung Veranstaltungshalle
Rampe Nord
- Treppe auf den südlichen Bahnsteig (Aufzug in Überlegung)
- Treppe und Aufzug auf den nördlichen Bahnsteig
- Rampe Richtung Westen parallel zum Heinrich-Böll-Ring in der Grünanlage, endet ungefähr am Parkplatz
- Oberleitungsmasten besonders der Straßenbahn im WegSeite 12 von 52
6
Bauprojekt "Innovationsdreieck"
ANALYSE | FUSS- UND RADWEGE
Viktoriabrücke
Bahnhaltestelle Bonn West
ParkplatzSeite 13 von 52
Rampe Süd
7
ANALYSE | BRÜCKENANBINDUNG
Immenburgstraße
Hein-Moeller-Straße
Bauprojekt "Innovationsdreieck"
Haltestelle
Bonn West
Die Anbindung der Brücke im Norden erfolgt an das Fuß- und Radwegnetz.
Im Süden wird das Innovationsdreieck und die neu geplante Promenade
(Immenburgstraße) integriert. Die lichte Höhe UK= +5,70m ü. Gleise.
Heinrich-Böll-Ring Thomastraße
Rampe NordSeite 14 von 52
8
Bei der nördlichen Brückenanbindung ist jeweils eine Treppe zum südlichen
und nördlichen Bahnsteig vorgesehen. Der nördliche Bahnsteig wird durch
einen Aufzug und eine Rampe Richtung Nord-Westen (parallel zu Heinrich-
Böll-Ring) ergänzt. Die Rampe endet ungefähr beim Parkplatz.
Die südliche Anbindung sieht ebenfalls eine Rampe vor. Ein späterer Aufzug
sowie Lärmschutz können beim Entwerfen mitgedacht werden. Es ist auch
auf die städebauliche Integration der geplanten Gebäude zu achten.
Heinrich-Böll-Ring
Immenburgstraße
ANALYSE | ANSCHLUSSPUNKTE
Heinrich-Böll-Ring Thomastraße
Bauprojekt "Innovationsdreieck"
Haltestelle
Bonn WestSeite 15 von 52
9
ANALYSE | ANSCHLUSSPUNKT NORD
Bahnsteigbreite ca. 3m,
wenig Platz für Treppenanschluss
Grünstreifen
und Fahrradweg
Masten, ca. 8m
Überdachung
ca. 2.5m hoch
Bahnsteig Nord:
Treppenanschluss
Aufzug
Bahnsteig Süd:
TreppenanschlussSeite 16 von 52
10
KONZEPTENTWICKLUNG
3
TRASSIERUNG VARIANTEN
INPUT
OUTPUT
KONZEPTENTWICKLUNG
ERSCHLIESSUNG
RAMPE SÜDSeite 17 von 52
TRASSIERUNG VARIANTEN
- Rampe S zu Immenburgstrasse richten
- Spindelrampe nimmt sehr viel Raum
in Anspruch und kollidiert mit dem
Verkehrssicherheitsraum der Straßen
- ungünstige Fahrdynamik
- Rampe S zu Immenburgstrasse richten
VORZUGSVARIANTE
11
a. direkte Verbindung b. Bogen bei den Brückenköpfen
c. Knoten beim südl. Anschluss d. SpindellösungSeite 18 von 52
12
INPUT KONZEPT:
Kontrast zwischen der optischen Masse der Brücke und Leichtigkeit der
Erschliessungsbauteile, die alle auf der westlichen Seite vorgesehen
werden sollen.
Rampe um den
Erschliessungskörper
Erschliessungskörper
Aufzug + Wendeltreppe
Treppe BS S
orthogonal zum Überbau
Treppe S,
Richtung Vernstaltungshalle
orthogonal zum ÜberbauSeite 19 von 52
Stütze
Stütze
13
Erschliessungskörper
Aufzug + Wendeltreppe
r=4.6m
Treppe BS S
2-läufi g
Treppe S
1-läufig, l =12m
- Gesamtlänge: ca. 334m
- Brücke: 78m, Rampen: 101m(Süd) + 110m (Nord)
- Tragwerk: Überbau als Stahlhohlkasten
Rampen + Fahlbahn aus Beton
OUTPUTSeite 20 von 52
14
OUTPUT - Gesamtlänge: ca.334m
- Brücke: 78m, Rampen: 101m(Süd) + 110m (Nord)
- Tragwerk: Überbau als Stahlhohlkasten
Rampen + Fahrbahn aus Beton
Wegführung unter der Brücke verlegen
Baumbestand möglichst erhalten lassenSeite 21 von 52
15
OUTPUT - Verlegen des bestehenden Geweges um 45m so, dass keine Kollision mit
den Lichtraumprofilen der Straße (blau, h=4,7m) bzw. der Wege (grün,
h=2,5m) entsteht.Seite 22 von 52
16
OUTPUT - BS N: Abbruch (gelb) bzw. Verlegen der Überdachungen; Fahrräder
können auch unter der Brücke geparkt werden
- BS S: Neubau Verlängerung des Bahnsteiges (rot) für die Anknüpfung an
die ErschließungMASSNAHMEN HALTESTELLE BONN WESTSeite 23 von 52
17
ERSCHLIESSUNG Die Fußgängerspur(blau) wird auf der wetlichen Seite festgelegt.
Die Erschließung ist ebenfals auf derselben Seite angebunden.
Laufbreiten der Treppen sind auf 2,5m festgelegt.
ÜBERSICHT
Bonn West, Bahnsteig Nord:
Aufzug mit Wendeltreppe
Bonn West, Bahnsteig Süd:
2-läufige Treppe
Anschluss Süd:
2-läufige Treppe zu der
Veranstaltungshalle
orientiertSeite 24 von 52
ERSCHLIESSUNG Für den südlichen Bahnsteig der Haltestelle Bonn West wird auch die
Möglichkeit für die Anbindung eines Aufzuges untersucht.
BONN WEST  BS S 18Seite 25 von 52
ERSCHLIESSUNG Aufgrund der zu einhaltenden Sicherheitsabstände bleibt wenig Platz für die
Platzierung des Aufzuges auf der Fahhradspurseite. Dieser soll dann noch
durch einem ungünstig langen Steg die Brücke anschliessen. Die Treppe muss
in der Breite auf 1,6m reduziert werden.BONN WEST  BS S 19Seite 26 von 52
ERSCHLIESSUNG Für den bestehenden Entwurf wird der Aufzug am südlichen Bahnsteig als
Option im Grundriss beibehalten.
BONN WEST  BS S 20Seite 27 von 52
21
Anschluss
Rampe Süd
geplante Fahrradspur
DRAUFSICHT | FESTLEGUNG
RAMPE SÜD - Gesamtlänge: 345m
- Hauptfeld: 75m
- Rampen: 140m (Süd); Podest = 1.5m, 2.5%; Rampe = 6m, 6%
140m (Nord)Seite 28 von 52
Hauptweg Immenburgstraße
Nebenweg Hein-Moeller Straße
22DRAUFSICHT | V1
RAMPE SÜD - Länge = 140m, Rampen 6m, 6%, Podeste 1,5m, 2,5%
- Ankommen entlang der Immenburgstraße
- Umweg für die Fahrer von der Hein-Moeller Straße
- Sperre des Durchgangs Ost West unter der Brücke
Sperre Durchgang
Ost West
h < 2,5m
Nähe zu
den GleisenSeite 29 von 52
Hauptweg Immenburgstraße
Nebenweg Hein-Moeller Straße
23
Sperre Durchgang
Ost West
h < 2,5m
Nähe zu
den Gleisen
DRAUFSICHT | V1_1
RAMPE SÜD - Länge = 140m, Rampen 6m, 6%, Podeste 1,5m, 2,5%
- Schwalbenschwanzlösung an der Kreuzung
- Anbindung beider Fahrradwegen
- Sperre des Durchgangs Ost West unter der BrückeSeite 30 von 52
Hauptweg Immenburgstraße
Nebenweg Hein-Moeller Straße
24
RAMPE SÜD
DRAUFSICHT | V2
- Länge = 140m; Rampen 6m, 6%; Podeste 1,5m, 2,5%
- Ankommen am Platz, Nutzung des Freiraumes möglich
- Anbindung beider Fahrradwegen
- relativ ungünstige Orientierung zum Antritt
rel. ungünstige Orientierung
zum Antritt, fahren unter der
RampeSeite 31 von 52
Hauptweg Immenburgstraße
Nebenweg Hein-Moeller Straße
25
RAMPE SÜD
DRAUFSICHT | V3
- Abschnitt I. - 3 % ; Abschnitt II. - avg. 5,3%
- Länge = 140m, (Abschnitt II.) Rampen 6m, 6%, Podeste 1,5m, 2,5%
- Ankommen am Platz, Nutzung des Freiraumes möglich
- gute Anbindung beider Fahrradwegen
Abschnitt I.,3% Abschnitt II.,5,3% Teilung in 2 Anschnitte um die
lichte Durchgangshöhe bei der
Spindel einzuhaltenSeite 32 von 52
VORZUGSVARIANTEV1 - S-Form V1_1 - Schwalbenschwanz
V2 - Halbspindel V3 - Spindel
26
RAMPE SÜD
DRAUFSICHT | VERGLEICHSeite 33 von 52
27
ENTWURF
BEWERTUNGSMATRIX
Orientierung
zum Antritt
Orientierung
während des Fahrens
Anbindung
Fahrradwege FahrdynamikSeite 34 von 52
28
ENTWURF
4
TRAGWERK
PERSPEKTIVENSeite 35 von 52
29Seite 36 von 52
TRAGWERK
BESCHRIEB 30
Q1
Übergang der Streben in
Bleche in den letzten
2 Feldern
Durchlaufträger
ermöglicht die Reduziereung
der Querschnittshöhe ohne der
Notwendigkeit einer Mittelstütze;
varierender Querschnitt
Q2
Hauptfeld
Gliederung durch das
Anordnen von Streben im
Geländerpfostenabstand
Stützen als Betonwand
d=40cm
Rampenverkleidung
bis lichte Durchgangshöhe h=2,5m
hier können auch weitere
Fahrradboxen integriert werdenSeite 37 von 52
Brücke OK = +7,60m
2,50
4,70
20,00 75,00 45,00
2,50
4,70
22,5022,5045,00 20,0040,00
5,90 1,70
40,00
0,70
330,00
4,89 4,00
6,62
4,30
5,70
1 2
1%1%
Rampen Neigung 6%, l=6m
Zwischenpodeste Neigung 2,5%, l=1,5m
Rampen Neigung 6%, l=6m
Zwischenpodeste Neigung 2,5%, l=1,5m
+/-0,00
Lichtraumprofil
Thomastrasse
Lichtraumprofil
Erschließungsstrasse
Lichtraumprofil
Fußgänger
Lichtraumprofil
Bahngleise
TRAGWERK
LÄNGSSCHNITT 31Seite 38 von 52
20°
6,50
1,50 0,20 0,20
1,50 0,70
0,20 0,20
6,50
2,50 4,00
2,50 4,00
Fußgänger
(Belag hellgrau)
Fußgänger
(Belag hellgrau)
Fahrradfahrer
(Belag mittel grau)
Fahrradfahrer
(Belag mittel grau)
2% 2%
2% 2%
1,50
1,30
0,900,25 0,90
1,30
0,25
Q2
Hauptfeld
Gliederung durch das
Anordnen von Streben im
Geländerpfostenabstand
32
TRAGWERK
QUERSCHNITT
Q1
Übergang der Streben zu
Blechen in den letzten 2
FeldernSeite 39 von 52
33
TRAGWERK
DETAIL
Integration von Strebe,
Geländerpfosten und
Berührungschutz in einem
Element; Ausführung mit
T-Profilen für die Aufnahme der
Druckkräfte
Verbindung mit dem Träger
stabilisiert das System und
ermöglicht das Auflegen der
StahlbetonhalbfertigteileSeite 40 von 52
Option gesonderter Aufzug
mit Verbindungssteg
Neubepflanzung
lt. Neubau Brucke
Neubepflanzung
lt. BP Innovationsdreieck
Neubepflanzung
lt. BP Innovationsdreieck
Neubepflanzung
lt. BP Innovationsdreieck
Baumfällung
lt. Neubau
Baumfällung
lt. Neubau
Baumfällung lt. BP
Innovationsdreieck
Baumfällung lt. BP
Innovationsdreieck
Baumfällung lt. BP
Innovationsdreieck
Baumfällung lt. BP
Innovationsdreieck
22
11
A
A
6,5
4
6,5
Mobility
Station
Hein-Moeller Strasse
Immenburgstrasse
6,5
2,50
1,60
2,50
Ellerstraße
Eifelstraße
Thomastraße
SWB-Stadtbahnhaltestelle
Bonn West
Fahrradparkhaus
Bahnsteig Nord
Bahnsteig Süd
34
ENTWURF
GRUNDRISSSeite 41 von 52
35
ENTWURF
DRAUFSICHTSeite 42 von 52
36
ENTWURF
VOGELPERSPEKTIVESeite 43 von 52
37
ENTWURF
FUSSGÄNGERPERSPEKTIVESeite 44 von 52
38
KOSTENSCHÄTZUNG
5Seite 45 von 52
Gruppe
41 85.530,00
42 72.050,00
43 132.000,00
44 3.954.000,00
45 290.000,00
46 505.000,00
47 220.000,00
48 753.700,00
49 674.000,00
Baustelleneinrichung, Technische Bearbeitung (Werkstattpläne),
Verkehrssicherung
Baugruben, Wasserhaltung, Bauwerkshinterfüllung
Entwässerung
Gründung, Baugrubensicherung
Überbau, Pfeiler, Widerlager
Leistung
Gerüste, Behelfsbrücken
Lager, Üko, Geländer
Oberflächen- und Korrosionsschutz, Abdichtungen, Fugen, Deckschicht
Sonstiges
6.686.280,00
334.314,00
7.020.594,00
1.333.912,86
8.354.506,86Bruttokosten der Hauptgruppen
Nettokosten der Hauptgruppen
Zwischensumme
Zuschlag für Kleinleistungen 5%
Zuschlag für Mehrwertsteuer 19 %Seite 46 von 52
Seite 47 von 52
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Rad- und Fußgängerbrücke Immenburgstraße / Gleisquerung 1
Erläuterungsbericht
Entwurf
Der Entwurf fügt sich dezent und zurückhaltend in den bestehenden Stadtraum ein. Die elegant geschwunge-
nen Rampen ordnen sich in die verfügbaren Räume ein und wirken gleichzeitig ganz selbstverständlich. Der
flache Überbau mit den seitlichen Streben folgt einem eigenen Weg und respektiert dabei die vorhandenen
Zwangspunkte. Die dezenten Stützen nehmen sich zurück und betonen damit den schon gegliederten Über-
bau umso mehr.
Die beidseitigen Geländer mit einem Transparent wirkenden Edelstahlstahlnetz als Füllung betonen die Leich-
tigkeit des Überbaus. Der horizontale Berührungsschutz im Bereich der Oberleitungsanlagen ist Teil des Ge-
samtentwurfes und nimmt die Gliederung und die Optik des Geländers auf.
Statisch-konstruktiver Planungsansatz
Der Neubau der Rad- und Fußgängerbrücke Immenburgerstraße besitzt eine Gesamtlänge von 240,00 m
und besitzt zudem an beiden Seiten zusätzlich noch 45 m lange Rampen. Das Bauwerk spannt über sieben
Felder von Süden nach Norden über die Gleisanlagen der DB AG und der Stadtbahn (Stadtwerke Bonn
Verkehrs-GmbH / SWB). Die Stützweiten der Brücke betragen 20,00 m – 22,50 m – 40,00 m – 75,00 m
– 40,00 m – 22,50 m - 20,00 m. Das Hauptfeld überspannt die Gleisanlagen stützenfrei. Der zwischen
den Geländern 6,50 m breite Brückenüberbau wird in Stahlbauweise als luftdicht verschweißter Hohlkasten
(0,70 m bis 1,50 m hoch) mit einer 25 cm starken Fahrbahnplatte aus Stahlbeton ausgeführt. Die äußeren
Ränder der Stahlbeton-Fahrbahnplatte werden in Abständen von ca. 2,5 m durch geneigten Stahlstreben
gestützt.
Die Stützen bestehen aus schmalen Stahlbetonscheiben welche integrale mit dem Überbau verbunden sind.
Sie müssen aufgrund ihres ausreichend großen Abstand nicht auf Anprall aus Zugverkehr ausgelegt werden.
An den Widerlagern ist der Überbau mit Hilfe von Elastomerlagern aufgelegt. Das so entstehende semi-
integrale Bauwerk kann durch seine S-Form die aus Temperaturbeanspruchungen entstehenden
Verformungen gut aufnehmen und ist gleichzeitig wartungsarm.
Die Brückenkonstruktion wird Lasten aus Geh- und Radwegverkehr und zusätzlich für ein Betriebsfahrzeug
mit einer Gesamtlast von 12 Tonnen ausgelegt.
Die Überbauherstellung beginnt mit der Montage des Stahlhohlkasten einschließlich der seitlichen Streben.
Nachdem die Stahlteile miteinander verschweißt und mit den Stützen verbunden sind, werden anschließend
zwischen den Streben die Stahlbetonhalbfertigteile aufgelegt, welche dann durch eine Ortbetonschicht
ergänzt werden. Anschließend erfolgt die Montage von Geländer und Berührungsschutz und restliche
Komplettierung.
Einbindung in Stadt- und Landschaftsraum
Die geplanten Fußgänger- und Radfahrerbrücke führt von der nördlich gelegenen Thomastraße über die
Stadtbahn- und Bundesbahngleise zur Immenburgstraße.Seite 49 von 52
Rad- und Fußgängerbrücke Immenburgstraße / Gleisquerung 2
Sie verbindet damit einerseits die Stadtbahnhaltestelle Bonn West über die DB-Gleise barrierefrei mit dem
neu zu entwickelnde Baugebiet auf dem ehemaligen Schlachthofgelände, dem ehemaligen Gewerbegebiet
Bonn West (Bauprojekt „Innovationsdreieck“).
Anderseits wird eine Lücke im städtischen Radverkehrsnetz geschlossen bzw. eine völlig neue Verbindung
zwischen dem nördlichen Stadtzentrum von Bonn (über die Ellerstraße) und der Endenich Universität Bonn
geschaffen. Die südliche gelegene Immenburgstraße erhält einen neuen Radweg, der über eine weitere
Brücke (gesondertes Projekt) über die BAB 565 den Campusbereich der Universität Bonn im Stadtteil
Endenich erschließt. Am nördlichen Ende der neuen Brücke verläuft die Radpendlerroute Bornheim- Bonn
entlang der Thomasstraße / des Heinrich-Böll-Rings, welche durch die Brücke besser an die südlichen
Stadtteile angeschlossen wird.
Der 2,50 m breite Fußgängerbereich liegt im westlichen Teil der Brücke und ist farblich von dem 4,0 m
breiten Radfahrbereich abgetrennt. Die Erschließung der Brücke über Treppen erfolgt nur auf der Seite der
Fußgänger, um Querung der Radfahrstreifen zu vermeiden.
Nordbereich:
Die Platzverhältnisse am nördlichen Brückenkopf sind sehr beengt. Die Anordnung der Brückenrampe wurde
deshalb in westliche Richtung, parallel zum Heinrich-Böll-Ring gewählt. Die Rampe sinkt hier stetig ab und
endet vor dem Parkplatz an der Einmündung der Ennemoserstraße. Hier können die verschiedenen
Verkehrsströme gut gefasst und neu geordnet werden. Fahrradfahrer, welche aus west- oder nordwestlicher
Richtung kommen, fahren direkt auf die Brückenrampe. Fahrradfahrer aus der Nordrichtung fahren ein
kurzes Stück unter der Rampe entlang und biegen dann auf die Rampe ein.
Die Fußgänger erreichen die Brücke von der Thomasstraße und dem nördlichen Bahnsteig der SWB-
Haltestelle gut über den südlichen wendelförmigen Treppenturm mit 2,5 m breiten Treppen. Hier ist auch ein
Aufzug für mobilitätseingeschränkte Personen vorgesehen.
Der südliche Bahnsteig ist aufgrund der beengten Platzverhältnisse nur mit einer 1,6 m breiten Treppe mit
der Brücke verbunden. Die Erreichbarkeit des südlichen Bahnsteigs für mobilitätseingeschränkte Personen ist
aber über den Nordbahnsteig und die Aufzuganlagen des Verbindungstunnels möglich. Aufgrund der
Schwierigkeiten der räumlichen Einordnung und der zu erwartenden erheblichen Kosten wurde ein
gesonderter Aufzug nur optional vorgesehen.
Südbereich:
Am südlichen Ende des Brückenhauptfeldes wird eine 2,50 m breite Treppen vorgesehen, welche die
direkte Anbindung ins Innovationsdreieck und im Besonderen zur zukünftigen Veranstaltungshalle herstellt.
Die südliche Brückenrampe führt nach Osten und läuft wellenförmig in Richtung Kreuzung Immenburgstraße
und Hein-Moeller-Straße. Der hier befindliche Platz erhält durch Neubepflanzung, die Errichtung einer
Mobility-Station und eines Fahrradparkhauses eine besondere Prägung. Die Brückenrampe gliedert den
Stadtraum in diesem Bereich und schafft eigenständige Räume.Seite 50 von 52
Rad- und Fußgängerbrücke Immenburgstraße / Gleisquerung 3
Die Brückenrampe endet am Kreuzungspunkt von Immenburgstraße und Erschließungsstraße und
gewährleistet somit eine ideale Anbindung für Fahrradfahrer an die Immenburgstraße und für Fußgänger an
das Innovationsdreieck. Um die Brücke aber auch an die Hein-Moller-Straße gut anzuschließen, wird das
Rampenende schwalbenschwanzförmig aufgeweitet. Die Rampe zur Hein-Moeller-Straße ist aufgrund ihrer
geringen Nutzung nur 4 m breit.
Ausbildung des Fahrbahnaufbaus
Der Fahrbahnbelag besteht aus einem reaktionsharzgebundenen Dünnbelag (RHD-Belag), welcher mit einer
Schichtdicke von 5 bis 10 mm direkt auf die Oberfläche des Stahlbetonfahrbahn aufgebracht wird. RHD-
Beläge sind Regelbeläge für Brücken nach ZTV-ING, Teil 7, Abschnitt 5 und die Bundesanstalt für
Straßenwesen (bast) führt eine Liste mit geprüften und zugelassenen Systemen.
Die Fahrbahnbeläge erhalten im Bereich des Fußwegs und im Bereich des Radwegs eine unterschiedliche
Farbgebung.
Entwässerung
Die Entwässerung der Oberflächen erfolgt über eine Querneigung von 2% in die Querschnittsmitte und eine
Längsneigung von ≥ 1% bis zu 3% in Richtung der Brückenenden. Zwischen der Fuß- und Radwegbereichen
werden direkt an den Stützen Brückenabläufe 300 x 300 mm angeordnet. Die Entwässerungsleitungen
werden vertikal durch den Hohlkasten hindurchgeführt und an den Stützen nach unten. Es gibt keine
Längsentwässerungsleitungen an der Brücke.
Beleuchtung
In der Nacht erzeugt eine diskrette Beleuchtung in den oberen Abschlüssen des Geländers eine hervorra-
gende Sicht für die Nutzer und eine unaufdringliche Präsenz in der Umgebung. Die helle Färbung Fahrbahn
sorgt für eine angenehme diffuse Reflektion und schafft in Verbindung mit einer leichten Neigung des Leuch-
tenbandes (30°) die notwendige Beleuchtung für die Nutzer, ohne diese zu blenden. Eine normgerechte
Ausleuchtung der Gesichter ist sichergestellt.
Barrierefreiheit
Für mobilitätseingeschränkte Personen sind alle Bereiche der Brücke und des Brückenumfelds leicht und
ohne größere Umwege über Rampen und Aufzüge zu erreichen.
Die strikte Trennung der Verkehrsarten bringt erhebliche Vorteile für die Barrierefreiheit und für die Verkehrs-
sicherheit aller Nutzer. Mobilitätseingeschränkte Personen bekommen genug Raum. Die unterschiedlichen
Geschwindigkeiten, Reaktionszeiten und Bewegungsspielräume von gehenden Kindern und älteren Perso-
nen im Gegensatz zu schnellen Fahrradfahrern und E-Bike-Nutzern treffen nicht direkt aufeinander.Seite 51 von 52
Rad- und Fußgängerbrücke Immenburgstraße / Gleisquerung 4
Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit
Durch die geplante Verwendung von recyceltem und CO2-reduziertem Stahl wie XCarb von Arcellor Mittal
und Betonen mit CO2-Modul Level 2/3 lassen sich klimaschädliche Emissionen vermeiden.
Durch die Verwendung eines maximal möglichen Hochofenschlackeanteils (88%) im verwendeten Zement
für die Betonbauteile (CEMIII/B) können für die ca. 680 m3 Beton gegenüber dem deutschen Durschnitt
insgesamt 66 t CO2-Äq. eingespart werden. Eine CO2-Menge, die ansonsten von 5.150 Bäumen innerhalb
eines Jahres gebunden werden müsste.
Für nahezu alle Stahlelemente des Überbaus sollte ein rezyklierter Stahl aus der Elektroofenroute verwendet
werden. Dadurch können den Lebenszyklusphasen A1-A3 insgesamt 388 t CO2e eingespart werden. Eine
Menge, die von 30.200 Bäumen innerhalb eines Jahres gebunden werden müsste.
Die resultierende Brückenkonstruktion ist leicht, ressourcenschonend und damit wirtschaftlich.
Der Stahlüberbau ist für die gewählten Stützweiten gut proportioniert. Es können große Blechdicken
vermieden werden. Das niedrige Stahlgewicht und das ausgeklügelte Montagekonzept führen zu den im
Vergleich geringen Baukosten von ca. 7,0 Mio. € netto, was ca. 4.500 € pro m2 Brückenfläche entspricht.Seite 52 von 52

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Datenstand: 02.11.2026, 19:38 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de