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222477 · Mitteilungsvorlage

Nachbarschaftsdialog „Unter der Godesburg“ (Bad Godesberg Nord)

Nummer
222477
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
07.01.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 07.03.2024 Kenntnisnahme
  2. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit 24.01.2023 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
222477
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
50 Amt für Soziales und Wohnen
Dezernat:
Dez. V
Nachbarschaftsdialog „Unter der Godesburg“ (Bad
Godesberg Nord)
Beratungsfolge
Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit
24.01.2023 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung Bad Godesberg 08.02.2023 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Am 25.10.2022 fand die Auftaktveranstaltung zum
Quartiersentwicklungsprozess im Quartier „Unter der Godesburg“ statt. Mit
dieser Mitteilung informiert die Verwaltung über den Verlauf der Veranstaltung
sowie zu den dort benannten Anliegen der Bewohnerschaft.
In der Dokumentation werden auch Prüfaufträge für die Verwaltung benannt,
die während der Veranstaltung formuliert, jedoch noch nicht abschließend von
den zuständigen Ämtern/Dienststellen bewertet wurden.
Im nächsten Schritt (beginnend Februar 2023) werden in themenspezifischen
Folgeveranstaltungen diese Anliegen daraufhin geprüft, ob und wie sie
unterstützt werden können bzw., ob es bereits Planungsvorhaben der
Verwaltung gibt, die diese Aspekte abdecken.
Die Verwaltung berichtet fortlaufend über den weiteren Prozess.
Anlage/n
2 Nachbarschaftsdialog UdG (öffentlich)Seite 1 von 14
1
Dokumentation des
Ersten Nachbarschaftsdialogs im Bad Godesberger Norden am 25.10.2022
Am 25.10.2022 fand die Auftaktveranstaltung zum Quartiersentwicklungsprozess im Quartier
„Unter der Godesburg“ statt. Rund 120 Menschen waren der Einladung zum „Ersten
Nachbarschaftsdialog“ gefolgt. Neben Mitarbeitenden aus Verwaltung, Kommunalpolitik,
örtlichen Verbänden und Vereinen nahmen Menschen aus der Bewohnerschaft teil, von denen
sich viele bereits an unterschiedlichen Stellen im Quartier und umliegenden Gebieten
bürgerschaftlich engagieren. Unter den Teilnehmenden waren auch Kinder; für diese war ein
eigener Thementisch eingerichtet worden.
Nach der Begrüßung durch Bezirksbürgermeister Christoph Jansen und Anja Ramos, Leiterin
des Amtes für Soziales und Wohnen der Stadt Bonn sowie einer Einführung in Ablauf und
Themen der Veranstaltung wurde in mehreren Arbeitsgruppen angeregt diskutiert.
An den Thementischen
- „Neue Nachbarn, alte Bekannte – Zusammenleben im Quartier“
- „Mobilität und Barrierefreiheit – Gutes Vorankommen im Quartier“
- „Kinder, Jugend und Familie – Aufwachsen im Quartier“
- „Klima und Umwelt – Gesundes Leben im Quartier“
- „Attraktiv, sauber und sicher – Wohlfühlen im Quartier“ sowie
- „Wohnen und arbeiten im Quartier“
wurden konkrete Anliegen, Ideen und Wünsche betreffend die weitere Quartiersentwicklung
gesammelt; sie sind im hier vorgelegten Bericht dokumentiert.
Als Basis dienten die während der Veranstaltung erstellten Materialien (Poster, Kärtchen,
Mitschriften).
Gliederung
1. Auswertung der Feedback-Karten
1.1 Erwartungen an den Nachbarschaftsdialog
1.2 Wünsche für das Quartier…
1.3 Feedback zur Veranstaltung
2. Ergebnisse der Thementische
2.1 Kinder, Jugend und Familie + U21 „Aufwachsen im Quartier“
2.2 Wohnen und Arbeiten im Quartier
2.3 Mobilität und Barrierefreiheit - Gutes Vorankommen im Quartier
2.4 Klima und Umwelt - Gesundes Leben im Quartier
2.5 Attraktiv, sauber und sicher - Wohlfühlen im Quartier
2.6 Neue Nachbarn, alte Bekannte - Zusammenleben im Quartier
Anhang: Wortlaut der „Wünsche für das Quartier“Seite 2 von 14
2
Auswertung der Feedback -Karten
Zu Beginn der Veranstaltung wurden die Teilnehmenden gebeten, Moderationskarten zu
nutzen, um ihre Erwartungen an den Nachbarschaftsdialog (s. Pkt. 1.1) sowie ihre ganz
konkreten Wünsche für das Quartier „Unter der Godesberger Burg“ zu notieren (s. Pkt. 1.2).
Zu Ende des Nachbarschaftsdialogs wurden die Teilnehmenden gebeten, ein Feedback zur
Veranstaltung zu geben (s.1.3)
Die Rückmeldungen zu diesen drei konkreten Fragen sind nachfolgend zusammengefasst
(sortiert nach Themen und Häufigkeit).
1.1 Erwartungen an den Nachbarschaftsdialog
Die Teilnehmenden wurden gebeten, den Satz “Der Abend hat sich für mich gelohnt, wenn…“
zu beenden. Insgesamt 24 Teilnehmende haben sich hierzu geäußert. Deutlich wird, dass es
ihnen wichtig ist, greifbare, konkrete Ergebnisse zu erzielen – dies in enger und offener
Kooperation mit Verwaltung und Politik und getragen von einer solidarischen Nachbarschaft.
Der Abend hat sich für mich gelohnt, wenn …
...die Kooperation von Bürgerschaft, Verwaltung und Politik ehrlich und respektvoll ist
und viele Menschen zur weiteren Mitarbeit bereit sind (14 Nennungen)
- Wenn ich das Gefühl bekomme, dass unser Quartier auf einem guten Weg ist, sich
positiv zu entwickeln. Vor allem, wenn dabei wir Bürger*innen eng mit der Politik
zusammenarbeiten können und mit pol. Vertretern in gemeinsamen Arbeitskreisen
unser Quartier nach vorne bringen können.
- Aussicht auf Unterstützung der Verwaltung (bei Verkehrsberuhigung, Sauberkeit der
Straße)
- Transparenz gegenüber Bürger*innen
- Wenn es gelungen ist, viele interessierte Bürger*innen zu erreichen und erste
Handlungsansätze zu finden.
- wenn ich die Wünsche der Menschen hier verstanden habe.
- Zu hören, welche Vorstellungen und Wünsche die Anwohner*innen haben
- Wenn Menschen mit unterschiedlichen Ansichten ins Gespräch kommen.
- Wenn ich etwas beitragen kann, dass der Stadtteil besser wird (und seien es auch nur
Ideen): Wenn ich etwas gelernt habe.
- Wenn es gelingt Menschen zu finden, die sich weiter für BaGo Nord engagieren wollen,
über Generationen und Herkünfte hinweg.
- Spannende und inspirierende Gespräche mit Nachbarn und anderen Akteuren im
Viertel.
- Wenn viele Leute heute Abend den Weg in die Turnhalle finden
- …es gute Gespräche gibt
- …der Umgang respektvoll war
- „Miteinander“.Seite 3 von 14
3
…konkrete Projekte/Strategien entwickelt/umgesetzt werden (10 Nennungen)
- Finden konkreter Strategien und eines Zeitpunkts für deren Evaluation
- Wenn mehr oder minder konkrete Projekte für das Quartier entstehen
- Konkrete Ansatzpunkte und Perspektiven sind erarbeitet
- Wenn ich realisiere, dass wirkliche echte Veränderung stattfinden soll
- AG den Gruppen zuordnen zum Kontakte knüpfen
- Das Gefühl zu haben, dass für Godesberg Nord wirklich mehr getan wird
- Viele Ideen zusammenkommen
- Wenn ein Zukunftsbild für Godesberg (Nord?) aufgezeichnet wird:
o Wie soll es in 10 Jahren aussehen?
o Wie erreichen wir jüngere Menschen
o Wie funktioniert das Miteinander?
- Konkrete Perspektiven für die genannten Problembereiche
1.2 Wünsche für das Quartier
Die Teilnehmenden wurden gebeten, den Satz “Für das Quartier wünsche ich mir…“ zu
beenden. Insgesamt haben 77 Menschen diese Möglichkeit wahrgenommen1.
Thema/Anz. Nennungen Unterkategorien
Ordnungswidrigkeiten
(19 Nennungen)
Müll (13)
Parken (3)
Zweckentfremdung (3)
Zusammenleben
(16 Nennungen)
Verkehr und Mobilität
(14 Nennungen)
Verkehrsberuhigende
Maßnahmen
Parkplatzsituation
Rad- und Fußwege
Grünes Quartier
(10 Nennungen)
Klima-Anpassung
Klimaschutz
Angebote für Bewohner-
schaft (10 Nennungen)
Angebote für versch.
Zielgruppen
Kriminalitätsbekämpfung
(4 Nennungen)
Lokale Infrastruktur
(4 Nennungen)
Öffentliche Infrastruktur
Private Infrastruktur
Wohnen (1 Nennung)
Allgemeine, umfassendere
Wünsche
(3 Nennungen)
1 Nennungen im Wortlaut: Siehe AnhangSeite 4 von 14
4
1.3 Feedback zur Veranstaltung
Die Teilnehmenden wurden zu Ende der Veranstaltung um ein kurzes Feedback zum ersten
Nachbarschaftsdialog gebeten. Die Rückmeldungen (9) machen deutlich, dass nach dem als
positiv erlebten Start die Fortführung des von Bürgerschaft, Verwaltung und Politik getragenen
Prozesses erwartet wird:
- Die Begegnungen in den Arbeitsgruppen waren sehr bereichernd
- Ich habe ein paar neue Initiativen kennengelernt
- Der Beitrag der Initiative Weißenburgstraße war sehr motivierend
- Sehr schön finde ich die vielfältige Vorbereitungsarbeit und Präsenz der städtischen
Ämter und Dienststellen
- Sehr zufrieden, aber der Dialog zwischen Ämtern der Stadt und Bürger soll
weitergehen.
- Weiter so: Gespräche und Gemeinsames gestalten sind wichtig
- Auch die Möglichkeiten in Berührung mit Vertretern der Politik zu kommen
- Einbinden von Bürgern in Dialog mit Politik
- Herausforderung: Mühsamer Weg der Kommunikation, langwierig
Außerdem hinterließen 49 Teilnehmende Kontaktdaten, um über den weiteren Verlauf des
Prozesses informiert zu werden.
→ Aufgaben für die Verwaltung (50-33)
- Regelmäßige Bereitstellung zum weiteren Verlauf des
Quartiersentwicklungsprozesses (Dialogseite Bonn-macht-mit“)
- Weitere themenspezifische Veranstaltungen in kleinerem Kreis
- Umsetzung vorantreiben
- Verknüpfung zum Prozess Bad Godesberg Innenstadt (Ort der Begegnung/ Labor für
Transformation)Seite 5 von 14
5
2. Ergebnisse der Thementische
2.1 Kinder, Jugend und Familie + U21 „Aufwachsen im Quartier“
Grundsätzlich fühlen sich Kinder und Jugendliche im Viertel wohl.
Echte „Angsträume“ gebe es nicht - aber ein Unbehagen angesichts von Drogendealenden
auf dem Schulhof der ehem. Michaelschule (auch wenn diese Kinder und Jugendliche nicht
direkt ansprechen würden).
Besorgt zeigen sich die Teilnehmenden über Gefährdungen im Straßenverkehr:
- Gefährlich sei die Ecke Laufenbergstraße/ Bonner Straße.
- Friesdorferstraße soll verkehrsberuhigt werden
- Wunsch nach mehr Zebrastreifen (wo?)
- Neue und breitere Fahrradwege (z.B. an Friesdorferstraße)
- Wunsch nach Einrichtung einer Spielstraße (wo?)
Zudem wurden Wünsche nach mehr bzw. attraktiveren Angeboten geäußert.
- Spielplätze spannender gestalten - auch für ältere Kinder (Fußballplatz,
Basketballkorb, Skateboard Rampe)
- Weitere Treffmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche (wie im Verein „Wir unter der
Godesburg“)
- Schulhof ehemalige Michaelschule umgestalten und Kinder und Jugendliche an
Planung beteiligen
- Schwimmbad fehlt (Hallen- bzw. Freibad) - Friesi geschlossen
- Michaelschule: Schließung ist negativ/ Schule fehlt für die kleinen Kinder
→ Aufgaben für die Verwaltung (Ämter 50, 51, 52, SGB):
- sie informiert über nahegelegene Kinder- und Jugendangebote (z.B. Oneworld-Café).
- unterstützt die Vernetzung mit Kinder/Jugendangeboten des Vereins
- Zudem sagt sie zu, die Wünsche der Kinder und der Jugendlichen bei der Neuplanung
von Spielplätzen zu prüfen und nach Möglichkeit zu berücksichtigen.
Ideenspeicher:
- Graffiti-Aktion auf Gelände der Michaelschule prüfen (Schulhof)
- Mobile Sportbox: Amt 52
- Kooperationsprojekt „Bonn kids aktiv“ (Sport im Freien und ggf. in Turnhalle)
- Bewegungs-Projekt von Amt 51 einbindenSeite 6 von 14
6
2.2 Wohnen und Arbeiten im Quartier
Das Quartier wird geprägt durch heterogene Nutzungsstrukturen. Kritisch gesehen werden
neben der Nähe zum Gewerbegebiet vor allem die hier gegebenen großen sozialen
Unterschiede. So gebe es viele Sozialwohnungen bzw. Wohnraum für Geflüchtete und auch
eine Überbelegung von Wohnraum sei zu beobachten.
Auf der anderen Seite gebe es neue bauliche Entwicklungen;
- so z.B. das Bauprojekt auf dem Gelände der ehemaligen Michaelschule (hierzu
informierte Herr von Grünberg), das umfängliche Neubaugebiet auf dem ehem. Haribo-
Gelände
- sowie schöne Einzel-Gebäude - von denen aber etliche ungepflegt seien oder aber leer
stünden.
Wünsche:
- Alte Bausubstanz erhalten
- Bei leerstehenden Häusern: Hilfe zur Selbsthilfe (Projekt z.B. mit Wohnungslosen:
Stadt könnte die Häuser erwerben, Wohnungslose diese renovieren und anschließend
darin wohnen)
- Die Zweckentfremdung von Wohnraum (z.B. Friesdorfer Str., Laufenbergstr.) stellt
nach Beobachtung der Bewohnerschaft ebenfalls ein Problem dar und solle verstärkt
bekämpft werden. (Hierzu informiert die Verwaltung, dass bei Verdacht auf
Zweckentfremdung seitens der Stadt Bonn eine Nachweispflicht bestehe, welche nicht
immer bzw. nur mit erheblichem Aufwand erbracht werden kann - Haustüren werden
nicht geöffnet; Vermietende sind nicht erreichbar etc.).
- Daneben wurde ein Ausbau der Fernwärme angeregt.
Gewerbetreibende und Menschen, die im Quartier zwar nicht wohnen, dorthin jedoch
einpendeln, waren nicht vertreten.
→ Prüfaufträge für die Verwaltung (Ämter 50, 61, 63)
- Leerstehende Häuser recherchieren; Klärung der kommunalen Handhabe bei
leerstehenden Häusern (Stärkung des Fachbereichs Wohnraumstärkung- siehe zuletzt
DS221731)
- Aktualisierung der Planungen in BaGo Nord (Hochhaus, Bonner Straße, St.
Augustinus-Gelände; weiter an Bonner Straße…?): 63-22
- Termin für Baubeginn Genossenschaftsprojekt an der Friesdorfer Straße (50-4)
benennen
- Ggf. Organisation einer Folgeveranstaltung zum Thema „Stärkung des lokalen
Gewerbes“ (50-33/ Amt 61-1: Rahmenplanung zu BaGo Nord)
- Infos zu Planungen Fernwärme-Ausbau: SWB einbindenSeite 7 von 14
7
2.3 Mobilität und Barrierefreiheit - Gutes Vorankommen im Quartier
Die Teilnehmenden entwickelten zahlreiche Ideen, Wünsche, Empfehlungen zu gutem
Vorankommen im Quartier; so z.B.
zum Ausbau einer umweltfreundlichen Mobilitäts-Infrastruktur (Rad, E-Roller,
Elektromobilität, ÖPNV):
- Fahrradstraße ausweisen im Quartier
- Fahrradstraße von Aennchenstrasse/ Laufenbergstrasse in Richtung Aennchenplatz
- LSA-Regelung (Ännchenstr./Truchseßstr.) (Fahrrad-Ampel)
- E-Roller und Fahrrad-Abstellplätze schaffen
- Carsharing-Angebote
- Ladesäulen für E-Fahrzeuge / Ausbau der Ladesäulen (SWB)
- Mehr + besserer ÖPNV
- Barrierefreiheit im ÖPNV verbessern
- Blumenkübel an Zebrastreifen (Friesdorferstraße Einfahrt Schulhof) zur
Verkehrsberuhigung wiederaufbauen (siehe auch Workshop Klima und Umwelt)
An vielen Stellen wird die Verkehrssituation im Quartier kritisch beurteilt
(Durchgangsverkehr; darunter auch LKW; teilweise schmale Gehwege). Daher gewünscht:
- Verkehrsberuhigung im Quartier (z.B. Schranken, Aufpflasterungen)
- Mittelinsel auf der Friesdorfer Straße wiederherstellen
- Durchgangsverkehr im Quartier reduzieren (z.B. Friesdorferstr./ Weißenburgstr.)
- Geschwindigkeitsanzeigen/ tafeln
- Lärmschutz Bonnerstraße; Friesdorferstraße  Forderung: Tempo 30
- Mehr Verkehrsüberwachung
- Verkehrssicherheit an Knotenpunkten (Kreuzungen) verbessern
- LKW-Verbot von Burgstrasse aus in die Aennchenstrasse (Beschilderung), keine
LKW’S im Wohngebiet (zu eng)
- Einbahnstraßen-Regelung
- Neue Querungshilfen auf der Friesdorfer Straße
Für Anwohnende/Besuchende fehlen an vielen Stellen Parkplätze. Wünsche/Ideen für eine
Verbesserung der Situation:
- Einrichtung eines Quartiersparkhauses (für PKW)
- Private Stellplatzanlagen abends für Anwohnende freigeben
- Parkplätze (Haribo, Lidl) nach Geschäftsschluss als Parkraum für Anwohnende
freigeben
- Verpflichtende Tiefgaragenplätze bei Neubauten
- Ungeahndetes Falschparken besser ahnden. (Hierzu informierte die Verwaltung:
Meldung Falschparkende: Wähle: Bonn.de  Suche: Parkverstoß-anzeigen  Foto
von Falschparkenden hochladen; ggf. dann: Bußgeldforderung)
→ Prüfaufträge für die Verwaltung (61, Programmbüro Mobilität/ Bönnsche Veedel)
- Einordnung/ Stellungnahme und ggf. Einarbeitung der Wünsche betr.
verkehrsberuhigende Maßnahmen im Quartier in laufende Planungen und bereits in
politischen Beschlüssen verankerte, hier relevante Verfahren
- Abstimmung mit Amt 61Seite 8 von 14
8
2.4 Klima und Umwelt - Gesundes Leben im Quartier
Die Teilnehmenden entwickelten viele Ideen/Wünsche zu einer Klima- und Umwelt
freundlichen Quartiersgestaltung – zum Beispiel zu
…Pflege und Pflanzung von Bäumen:
- Wässerung der Bäume (Ergebnis: Bei älteren Bäumen nicht notwendig, da Wurzelwerk
tief in der Erde, so dass das Gießwasser nicht bis dorthin dringt),
- Ersatzpflanzung auf der Bonner Straße
- Baumscheiben endlich füllen und neue Bäume setzen
- Neupflanzung Friesdorfer Straße (Entsiegelung) im Rahmen der Neugestaltung
- Neupflanzung bzw. Begrünung des Haribo-Parkplatzes (Entsiegelung),
- Einzelanliegen: Angefahrener Baum in der Truchseßstraße: Ersatzpflanzung
notwendig,
- Einzelanliegen: Verkleinerung der Baumscheibe in der Weißenburgstraße nach dem
„Meckenheimer Modell“ zu Gunsten mehr Parkfläche Mehr Bäume an der Straße
pflanzen
…Anlage von Grünbeeten, Entsiegelung von Flächen
- Weitere Begrünung gewünscht
- Grünbeete bzw. Kübel entlang der Friesdorfer Straße (Entsiegelung),
- Ersatz des Pflanzkübels vor dem Gelände der Michaelschule (am Zebrastreifen),
- Begrünung und Aufwertung des Aennchenplatzes (Entsiegelung)
- mehr Blumenkästen, Bäume, Pflanzen etc.
…Fassaden: Fassadenbegrünung für öffentliche Gebäude
Während der Veranstaltung informiert die Verwaltung hierzu:
- Die Verkleinerung von Baumscheiben wird nicht für sinnvoll erachtet, da Bäume unter
der asphaltierten Decke unter Fäulnis leiden.)
- Es besteht die Möglichkeit der „Grünpatenschaften“; bei Ausweiten der Grünflächen ist
Pflegeunterstützung aus der Bewohnerschaft gerne gesehen.
- Informationen für eine sinnvolle und artgerechte Bepflanzung findet man z. B.:
Wissenschaftsladen, Youtube-Kanal der Stadt Bonn; zudem: Beratungsmöglichkeit
beim Amt für Umwelt und Stadtgrün.
- Es bestehen kommunale Fördermöglichkeiten für Fassadenbegrünung.
- Derzeit in Arbeit: „Baumkonzept“
- Derzeit in Arbeit: Konzept „Schwammstadt“
- Kommunale Beratungsangebote zu Photovoltaik
→ Prüfaufträge für die Verwaltung (50; 67)
- Initiierung/Begleitung von Begrünungsaktivitäten im Rahmen des Quartiersprozesses
in Kooperation mit lokalen Initiativen
- Hinweise (weiterführende links) auf bestehende Beratungs- und Fördermöglichkeiten auf
Dialogseite bereitstellenSeite 9 von 14
9
2.5 Attraktiv, sauber und sicher - Wohlfühlen im Quartier
Das Thema „Müll“ beschäftigt viele Bewohner*innen im Quartier.
Vermüllung findet sich sowohl auf privaten Grundstücken (Wohnhäuser, Gewerbe), aber z.B.
auch im Bereich des Burgberges oder rund um die ehem. Michaelschule. U.a. landen auch
Elektrogeräte fälschlicherweise auf dem Sperrmüll.
Vermutet wird, dass dies u.a. auf fehlende Kenntnis vieler Bewohner*innen über
Mülltrennung zurückzuführen ist; gerade auch dann wenn es sich um eine zweckentfremdete
Nutzung von Wohnungen handelt. Gewünscht wurde daher:
 Stärkere Bewerbung von Müllsammelaktionen
 Kontaktaufnahme zu schwer erreichbaren Mitbürger*innen
 Müllinformationen für Neubürger*innen gewünscht
 Einbeziehung von Multiplikator*innen wie: Vermieter*innen; dem Hausmeister der
Friedrich-List-Schule (Mülltonnen auf dem Schulhof öfter leeren/ vergrößern)
 Müllsammelaktionen von Vereinen, Initiativen, Soziales Engagement
 Auch private Eigentümer*innen von kleineren Immobilien sollten erreicht werden.
In dieser Arbeitsgruppe erfolgten auch Hinweise auf Klein- und Drogenkriminalität an etlichen
Orten im Quartier.
Während der Veranstaltung informiert die Verwaltung hierzu:
- bonnorange hilft schnell bei Hinweisen auf Müllanhäufung (Nutzung des
„Mängelmelder“)
- Zeitnah startet in Bad Godesberg ein Projekt „Stadtsauberkeit“ (ab Frühjahr 2023), das
seinen Fokus auf Problemstandorte richtet.
- Ein mehrsprachiger Bürgerbrief zum Thema „Sperrmüll“ wurde an alle HH in BaGo-
Nord verschickt.
- Zudem gibt es einen multisprachlichen Flyer von bonnorange („Wohin mit dem Müll?“),
der auch von Wohnungsunternehmen genutzt werden kann bzw. genutzt wird.
- Es besteht eine Kooperation von bonnorange mit der Verbraucherschutzzentrale
- Zuständig für den Bereich des Burgbergs sind Forstamt und Amt 67.
→ Prüfaufträge für die Verwaltung (50, bonnorange, 33, Polizei)
- Bereitstellung von relevanten Informationen (weiterführenden links) auf Dialogseite
- Ansprache von Wohnungsunternehmen
- ggf. Ansprache privater Eigentümer von kleineren Mehrfamilien-Immobilien: Hinweis
auf multisprachlichen Flyer/ Einbindung in neue Initiative „Stadtsauberkeit“ mit Fokus
auf Bad Godesberg Mitte.
- Recherche potenzieller „Brückenbauer/Türöffner“, die das Thema transportieren
können in verschiedene lokale Communities (z.B. Moscheengemeinde, lokale
Gewerbetreibende)
2.6 Neue Nachbarn, alte Bekannte - Zusammenleben im Quartier
Das Quartier wird als lebenswertes Viertel beschrieben, das jedoch auch Herausforderungen
zu bewältigen hat.Seite 10 von 14
10
Den Anwesenden ist bewusst, dass sie nur einen Teil der Bewohnerschaft repräsentieren und
das Leben im Quartier häufig eher durch ein „Nebeneinander“ von Menschen verschiedener
Kulturen und in sehr unterschiedlichen Lebenslagen denn durch ein „Miteinander“
gekennzeichnet ist.
Neben Bedarfslagen im Bereich des Interkulturellen Miteinanders wurden auch Bedarfe älterer
Menschen angesprochen:
- So würden viele gerne innerhalb des Quartiers, in dem sie bereits seit Jahrzehnten
wohnen, in barrierefreie, kleinere Wohnungen umziehen. Die seien aber nicht
verfügbar.
- Außerdem geben es keine Begegnungsorte mehr für ältere Menschen im Viertel: Der
Seniorentreff dürfe die langjährig genutzten (derzeit leerstehenden) Räume der St.
Augustinus-Kirche nicht mehr bespielen.
Umso positiver wird empfunden, dass es bereits etliche Initiativen privater und gemeinnütziger
Vereine sowie engagierter Einzelpersonen im Quartier gib, deren Aktivitäten den
Teilnehmenden am Thementisch „Zusammenleben im Quartier“ z.T. noch nicht bekannt
waren. Darunter sind folgende Vereinen und Initiativen
- AWO Fachstelle mit u.a. dem Angebot „Känguru“ (Sprachförderung Kinder)
- ASA (Verein „Ausbildung statt Abschiebung“)
- Initiative Weißenburgstraße
- Verein „Wir unter der Godesburg“
- Marokkanischer Moscheeverein (der Vorsitzende des Vereins berichtet, dass der
Neubau der Mosche vermutlich Ende 2023 abgeschlossen sein wird.
→ Prüfaufträge für die Verwaltung (Ämter 05, 50, 61, 05)
- Recherche weiterer „Brückenbauer“
- Informationen (weiterführende links) einstellen zu alternativen Wohnprojekten in Bad
Godesberg
- Seniorentreff: Ausweichräume (kurz- bzw. auch langfristig) sowie …
- Räume für den Verein „ASA“ recherchieren;
hierbei: Berücksichtigung von Raumnutzungs-Möglichkeiten innerhalb des „Labors für
Transformation/Ort der Begegnung“ im ISEK-Prozess BaGo MitteSeite 11 von 14
11
Anhang: Wortlaut der „Wünsche für das Quartier“
Wünsche betreffend…
(1) den Umgang mit Ordnungswidrigkeiten: 19 Nennungen (davon zu
„Sauberkeit/Müll“:13, zu „Parken“: 3, zu „Zweckentfremdung“: 3)
 Mehr Präsenz des Ordnungsamtes (Müll, Parken, Drogentreff Bad Godesberg)
 Müllsünder auffordern [Müll weg] zu machen
 Müllentsorgung verbessern
 Mehr Sauberkeit
 Sauberkeit im Auftrag an bonnorange
 Sauberkeit
 … mehr Sauberkeit
 Mehr Beachtung und Achtung für unser Wohnviertel wie z.B. Sauberkeit durch die
Stadt Bonn
 Ein gepflegtes, sauberes, freundliches Viertel
 Mehr Sauberkeit
 Sauberkeit Öfter die Burgstraße reinigen
 Weniger Müll
 Container für Kartons Nähe Lidl wäre gut
 Falschparker beseitigen, wo es gefährdet oder behindert
 Parkverbot durchsetzen auf dem Aennchenplatz
 Strikte Nachverfolgung unsachgemäß abgestellter E-Roller
 Weniger Zweckentfremdung
 Kontrolle der Wohnsituation
 Mehr Kontrolle der Personen (gemeldet/ nicht gemeldet) in bestimmten Häusern der
Bonner Str.
(2) … das Zusammenleben (16 Nennungen)
 Eine Initialzündung für gutes Zusammenleben
 …dass sich das Zusammenleben unproblematischer gestaltet
 Mehr offene Kommunikation
 Wenn erste Schritte unternommen werden, die ein friedliches Zusammenleben im
Viertel befördern. Wenn sich die Menschen näherkommen
 Mehr Gemeinsames statt Trennendes zu finden
 Dass es gelingt, tatsächlich alle Anwohnergruppen für ein gemeinsames Projekt zu
gewinnen, viel Erfolg
 Dass Nachbarn sich gegenseitig besser kennenlernen und sich gegenseitig
unterstützen
 Gute Gemeinschaft im „Bendel“
 Freundliche und hilfsbereite Nachbarschaft und ein friedliches Zusammenleben auch
wenn es mal Probleme gibt. Dann wünsche ich mir Unterstützung für die, die Probleme
haben
 Dass unter der Beteiligung von allen Akteuren ein lebens- und liebenswürdiges
Quartier entsteht
 Gelungenes Multikulti + gutes Leben auch im Alter durch gegenseitige Hilfe
 Lebendiges Viertel, wo Begegnung stattfindet und Menschen unterschiedlicher
Herkunft/ Bildung/ … miteinander in Kontakt kommen
 Gute soziale Durchmischung, Miteinander
 Mehr Regulierung arabischer/dt. Bewohner  GleichgewichtSeite 12 von 14
12
 „Ort der Kultur/ Kulturen“ für das Viertel, wo Menschen ihre kulturellen Hintergründe
teilen können.
 Gerne Internationalität - aber keine Monokultur
(3) … die Verkehrssituation (14 Nennungen)
 Weniger Verkehrslärm
 30er-Zone in ganz Godesberg
 Verkehrsberuhigte Viertel (Einbahnstr.- Parkbuchten, keiner hat eine Garage
 Verkehrsberuhigende Maßnahmen für weniger Lärm und Abgase und mehr
Lebensqualität
 Baustellen: 1mal Straße aufreißen und alle Arbeiten (Kanal, Rohre, Leitungen) machen
und nicht x-Mal alle paar Monate für 1,5 Jahre
 Mehr Platz auf den Fußwegen
 Sichere Kita-Wege, z.B. Ampel zur Überquerung der Straße
 Sichere Fahrradwege
 Bessere Anbindung am Friesdorf (Rad)
 Fahrradweg/ Fußgänger
 Die parkenden Autos auf dem Ännchenplatz sollen weg. Besser begrünen und Café
z.B. oder Sitzmöglichkeiten
 Gerne mehr Bepflanzung (z.B. mit Sitzmöglichkeiten durch Palettenbeete) entlang der
Einbahnstraße/ Friesdorferstrasse, damit dort keine Autos den Gehweg blockieren
(dort, wo keine Parkplätze ausgewiesen sind)
 Parkplätze für Autos weg
 Mehr Parkmöglichkeiten für PKW
(4) …mehr Grün und Klimaschutz im Quartier (10)
 Mehr Grün, das im Sommer kühlt (z.B. Bäume, Fassadenbegrünung)
 Öffentliche Trinkbrunnen
 Baumscheiben bepflanzen, Begrünung
 Erhalte der großen Bäume auf der Liegenschaft Michaelschule
 Noch mehr wilde Blumenwiesen für Insekten
 Bienenstöcke für nachhaltige und faire Honigproduktion fände ich cool
 Straßenbäume pflegen und bewässern an Bonner STrasse
 Unterstützung für Aktivitäten, urban Gardening
 Dass wir uns für Klimaschutz einsetzen und einander helfen, unseren CO2-
Fußabdruck zu reduzieren
 KlimaSeite 13 von 14
13
(5) ….die Fortsetzung bewährter und die Entwicklung neuer Angebote und Aktionen
(8 Nennungen)
 Fortsetzung der Entwicklung u.a. durch die Arbeit des Vereines „Wir unter der
Godesburg“ mit den Beeten der GoBox, Nachbarschaftstreffen an der GoBox.
 Offener Spieleabend für Gesellschaftsspiele
 Möglichkeit, Geräte (z.B. Bohrmaschine auszuleihen (z.B. in der Bibliothek)
 Repaircafé einrichten
 Den zu-Verschenken-Schrank behalten, der ist super
 Einen eigenen Foodsharing-Fairteiler (vielleicht auch einen kompletten Raum)
 Ännchenplatz als Begegnungsstelle
 Leerstand Michaelschule  Proberäume, Jugendtreff, Räume für Veranstaltungen
oder Seminare, Kurse etc. (falls es noch keinen festen Plan dazu gibt)
 „Kinderhaus“ mit Pädagoginnen/ soziales Zusammenleben/ Vielfalt/ Kultur/
 Treffpunkt/ Spielplatz für kleine Kinder (8-12 Jahre)
(6) … die Kriminalitätsbekämpfung (4 Nennungen)
 Weniger offensichtliche Geldwäsche
 Weniger Kriminalität
 Weniger Kriminalität  Drogen werden gedealt: Michaelschule, Burgberg, Shishabars
 Law and Order
(7) … die Entwicklung der lokalen (öffentlichen, privaten) Infrastruktur (4
Nennungen)
 dass Einzelhändler unterstützt werden
 Begrenzung der Anzahl der Shishabars und Sportbüros
 in Bad Godesberg City Sorge dafür tragen, dass es bunt wird  Alternativen zu Döner,
Shisha, Billigshop, Barbershop und Co
 Rathaus BG beibehalten ( kurze Wege)
(8) …die Wohnungssituation im Quartier (1 Nennung)
 mehr Wohnraum
(9) …ganz allgemein (3 Nennungen):
 dass der Ruf wieder besser wird
 Ein lebendiges, buntes, grünes Viertel mit kleinen Läden, einem Quartiers-Café und
fahrradfreundlichen Straßen
 Eine offene, freundliche Umgebung, in der man gut und gerne lebt. Dazu gehört eine
gute Gemeinschaft, ein breites und vielfältiges Angebot, was Bildung und Kultur betrifft.
Bad Godesberg soll eine schöne Heimat gerade für junge Familien werden können.Seite 14 von 14

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Datenstand: 03.11.2026, 05:58 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de