222460-01 · Mitteilungsvorlage
Information über die vorgezogene Beteiligung - Bebauungsplan Nr. 6522-3 "Kaiser-Karl-Ring 59-61 und Dorotheenstraße 103" (ehem. Post-Areal)
Kerndaten
- Nummer
- 222460-01
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 27.09.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Kenntnisnahme
- Sitzung des Beirates Bürgerbeteiligung Kenntnisnahme
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Kenntnisnahme
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 231264 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Information über die vorgezogene Beteiligung - Bebauungsplan Nr. 6522-3 "Kaiser-Karl-Ring 59-61 und Dorotheenstraße 103" (ehem. Post-Areal) Beratungsfolge Beirat Bürgerbeteiligung 03.11.2023 Kenntnisnahme Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 08.11.2023 Kenntnisnahme Bezirksvertretung Bonn 17.10.2023 Kenntnisnahme Mitteilung: Für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 6522-3 „Kaiser-Karl-Ring 59- 61 und Dorotheenstraße 103" (ehem. Post-Areal) im Stadtbezirk Bonn, Ortsteil Nordstadt“ führt die Stadt Bonn ein komplexes Beteiligungsverfahren gemäß den städtischen Leitlinien für Bürgerbeteiligung durch. Ein entsprechendes Beteiligungskonzept wurde durch das Büro Promediare erarbeitet und am 31.01.2023 in der Bezirksvertretung Bonn beschlossen. Die folgenden Beteiligungsbausteine aus dem beigefügten Beteiligungskonzept wurden bereits umgesetzt: - Bürger*Innen Workshop (vorgezogene Beteiligung) Der Bürger*Innen Workshop fand am 17.04.2023 statt. Ungefähr 50 Bürger*innen informierten sich über allgemeine Ziele und Zwecke der Planung und nahmen zur Planung Stellung (konsultative Beteiligung). - Einladung zu Anregungen und Hinweisen Im Rahmen der an den Bürger*Innen Workshop anschließenden Beteiligung vom 17.04.2023 bis zum 07.05.2023 gingen auf der städtischen Website „Bonn-macht-mit.de“ 17 Beiträge und 11 Kommentare ein, die öffentlich zugänglich sind. - Dokumentation über Ablauf und Ergebnisse des Bürger*Innen Workshops Die Dokumentation des Bürger*Innen Workshops zur Information und zum gemeinsamen Gespräch über den Bebauungsplan, erstellt durch promediare, ist über bonn-macht-mit.de öffentlich zugänglich.Seite 1 von 27 Seite 2 Die Beiträge und Anregungen aus dem Workshop und der Onlinebeteiligung sind bei der Weiterentwicklung der Planung eingeflossen. Eine Vorstellung und Beratung der Planung sowie die Beschlussfassung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB ist für die Sitzungen der zuständigen Gremien im November 2023 angestrebt. Der Beirat Bürgerbeteiligung und der Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger werden über die Ergebnisse der Beteiligungen und den weiteren Verlauf durch Mitteilungsvorlagen informiert. Anlage/n 1 Beteiligungskonzept (öffentlich) 2 Dokumentation Workshop (öffentlich) 3 Ergebnisse Onlinebeteiligung (öffentlich)Seite 2 von 27 Michael Lobeck Buschweg 39 53229 Bonn mobil +49 163 2579124 Seite 1 von 11 lobeck@promediare.de Kaiser-Karl-Ring / Altstadtpost - Komplexe Bürgerbeteiligung Beteiligungskonzept – Entwurf (Stand: 15.12.2022) Rahmen und Ziel SwissLife hat das Grundstück Kaiser-Karl-Ring mit der ehemaligen Altstadtpost erworben und plant darauf im Neubau hauptsächlich Wohnnutzung (gefördert und freifinanziert) zu realisieren. Ein kleiner Teil soll voraussichtlich ein "medizinisches Zentrum" (Arbeitstitel) werden. Die Stadt Bonn wünscht für das Projekt eine komplexe Bürgerbeteiligung – also mehr als eine reine Information in der frühzeitigen Beteiligung. Diese soll – gemäß den Leitlinien für Bürgerbeteiligung der Stadt – in Abstimmung mit der Stabsstelle Bürgerbeteiligung und dem Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger der Stadt durchgeführt werden. Die Planungen von Swiss Life befinden sich im Vorentwurfs-Stadium. Es gibt Überlegungen zu Baukörpern, Höhen, Trauflinien und Mengengerüsten. Die Gestaltung der Baukörper, ihre genaue Aufteilung und Nutzung ist noch in der Entwicklung. Festgelegt ist der hohe Anteil von Wohnungsbau und die Realisierung des politisch geforderten Anteils von gefördertem Wohnungsbau und eine ökonomische Ausnutzung der verfügbaren Fläche, die den hohen Bedarf an zusätzlichem Wohnraum der Stadt Bonn reflektiert. Im Folgenden wird ein Konzept für die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vorgestellt, das einen Dialog insbesondere mit den Anwohnerinnen und Anwohner des Viertels vorsieht, um Hinweise für eine nachhaltige Entwicklung und Nutzung des Grundstücks zu erhalten. Themen der Beteiligung Anregungen an die Stadt für die Aufstellung eines Bebauungsplans Anregungen an Swiss Life für die nachhaltige Projektgestaltung. Ziel der Beteiligung: Nutzung der Kenntnis der Einwohnerinnen und Einwohner über das Quartier, seine Bedarfe und seine Potentiale. Was “passt” gut – auchSeite 3 von 27 Michael Lobeck Buschweg 39 53229 Bonn mobil +49 163 2579124 Seite 2 von 11 lobeck@promediare.de langfristig? Was wird benötigt? Und was kann im Rahmen einer privaten Entwicklung umgesetzt werden? Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume: Swiss Life ist an allen Hinweisen interessiert, die eine nachhaltige Nutzung der Immobilie ermöglichen oder verbessern. Nachhaltig in ökologischer, sozialer und ökonomischer Hinsicht. Vorfestlegungen (z.B. rechtlicher Rahmen, Beschlüsse, Eigentumsverhältnisse): Weit überwiegend Wohnungsbau, 40% gefördert, Geschossigkeit wie Umfeld, Fläche und Gebäude im Eigentum von Swiss Life. Konfliktlagen: Es liegen zu der Nutzung des Grundstücks und zur Gestaltung von Bürgerbeteiligung bereits mehrere Bürgeranträge und Einwohnerfragen vor, die im Wesentlichen darauf zielen, dass ein hoher Anteil (möglichst bezahlbaren) Wohnens auf dem Grundstück realisiert wird. Des Weiteren wird auf die Notwendigkeit von Klimaanpassungs-/ Klimaschutzmaßnahmen hingewiesen. In weiten Teilen ist heute davon auszugehen, dass sich diese Forderungen mit dem Konzept von Swiss Life in Deckung bringen lassen. Projektbeauftragte Herr Gießler, Frau Reim, Herr Hassert, Swiss Life Asset Managers Beteiligungsverfahren Auswahl und Ansprache der zu Beteiligenden, konkreten Zielgruppen Für den vorgelagerten Workshop (s. unten) werden vorrangig Einwohner*innen aus dem Umfeld (Nordstadt, Macke-Viertel) angesprochen, alle Altersstufen, idealerweise Einladungen durch Aushang vor Ort (Frankenbadplatz, Quartiersmanagement Macke-Viertel, Gastronomie), zusätzlich sollte eine Stichprobeneinladung aus dem Melderegister mit Zielgröße ca. 30 Personen erfolgen (nach ErfahrungenSeite 4 von 27 Michael Lobeck Buschweg 39 53229 Bonn mobil +49 163 2579124 Seite 3 von 11 lobeck@promediare.de der Stabsstelle Bürgerbeteiligung also ca. 300 Personen), so dass insgesamt ca. 50-70 Personen angesprochen werden. Um Anmeldung wird gebeten (online, per Mail oder telefonisch) – wegen der begrenzten Kapazität von Räumlichkeiten. Die Veranstaltung ist barrierefrei zugänglich, die Präsentationen werden in leicht verständlicher Sprache mit Plakaten vorbereitet, die Veranstaltung wird moderiert. Darüber hinaus Dokumentation des vorgelagerten Workshops und Einladung zu Anregungen und Hinweisen auf bonn-macht-mit.de. Hier wird auch um Hinweise gebeten, die Kommentarfunktion ist aktiv. da es sich um eine konsultative Beteiligung handelt, schlagen wir vor, dass die „Like“-Funktion nicht aktiviert wird, da es um die inhaltliche Qualität der Vorschläge geht und nicht der falsche Eindruck erweckt werden soll, es handele sich um eine Abstimmung, das ist aber nicht zwingend. Dabei ist die Frage zu klären, ob und wie die Beiträge gegebenenfalls moderiert werden können, um unsachliche oder beleidigende Beiträge zu vermeiden. Nach Abstimmung mit der Verwaltung ist das intern leistbar. Prozessplanung Es geht um Information und um Anhörung – es handelt sich um eine konsultative Beteiligung. Vorstellung mit klärenden Rückfragen, Austausch in kleinen selbstgewählten Gruppen an Plakaten im Galerieformat, moderiertes Gespräch in der Großgruppe als Kreisgespräch (jede und jeder, der/die möchte, kommt der Reihe nach zu Wort) mit Dokumentation der Hinweise und Anregungen. (Details siehe unten – Workshop-Konzept) Ausgestaltung des Prozesses Der Gesamtprozess besteht aus einem vorgelagerten Workshop in frühem Planungsstadium, um die Grundzüge der Planung vorzustellen und nach Hinweisen zu fragen, einer frühzeitigen Beteiligung nach BauGB, die die Ergebnisse des vorgelagerten Workshops aufgreift und die weiterentwickelte Planung vorstellt und Hinweise einholt und derSeite 5 von 27 Michael Lobeck Buschweg 39 53229 Bonn mobil +49 163 2579124 Seite 4 von 11 lobeck@promediare.de Offenlage des Bebauungsplanes in der weitere Anregungen zur Gestaltung gegeben werden können. In einem vorgelagerten Workshop, werden die ersten Überlegungen zu Nutzungen, Strukturen und Einpassung in die Umgebung vorgestellt und besprochen. Die Ergebnisse werden auf einer Projekthomepage dokumentiert und in einem Newsletter werden kontinuierlich weitere Planungsschritte vorgestellt. Parallel wird auf bonn-macht-mit das Projekt dargestellt und im Nachgang zum vorgelagerten Workshop die Möglichkeit zu Hinweisen gegeben. Nach weiteren Planungen, die die Anregungen aus dem vorgelagerten Workshop berücksichtigen, findet nach einem Aufstellungsbeschluss eine frühzeitige Beteiligung nach BauGB statt. Diese wird ähnlich wie der vorgelagerte Workshop konzipiert, so dass der neue Planungsstand erläutert und Hinweise der Teilnehmenden für eine nachhaltige Gestaltung des Vorhabens aufgenommen werden können. Nach Auswertung und Abwägung der Anregungen aus der frühzeitigen Beteiligung wird ein Bebauungsplanentwurf entwickelt. Dieser wird gemäß BauGB öffentlich ausgelegt. Die Offenlage sollte mit weiteren Informationsangeboten begleitet werden. Die Erarbeitung des Beteiligungskonzepts erfolgt in Abstimmung mit dem Planungsamt (Projektverantwortlich: Frau Hemminger, Herr Eggers) und der Stabsstelle Bürgerbeteiligung (Herr Lahmann). Der Beirat Bürgerbeteiligung wird über das Konzept und den weiteren Verlauf kontinuierlich informiert. Umgang mit den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses Die Ergebnisse jeder Beteiligungsstufe werden dokumentiert und so aufbereitet, dass sie nach Abwägung in den Entwurf des Bebauungsplanes integriert werden können. Sie stehen der Öffentlichkeit und den politischen Gremien zur Verfügung.Seite 6 von 27 Michael Lobeck Buschweg 39 53229 Bonn mobil +49 163 2579124 Seite 5 von 11 lobeck@promediare.de Die jeweiligen Verfahrensschritte werden in gemeinsamen Besprechungen der Stadt mit Swiss Life reflektiert und die Erfahrungen in den weiteren Prozess eingespeist. Zeitrahmen und Finanzierung Die Beteiligung wird von Swiss Life organisiert und finanziert. Die inhaltliche Ausgestaltung der Beteiligungsschritte findet in Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt und der Koordinierungsstelle für Bürgerbeteiligung statt.Seite 7 von 27 Michael Lobeck Buschweg 39 53229 Bonn mobil +49 163 2579124 Seite 6 von 11 lobeck@promediare.de Workshop-Konzept (Entwurf) Vorgelagerte Beteiligung (10. Februar 2023) und anschließende Beteiligung nach BauGB Ziele: Information über Verfahren und Projektidee; Austausch über das Projekt; Rückmeldung zu Hinweisen an Stadt und Eigentümer; 30 Minuten vorher offen - ankommen, Wasser, Kaffee, … 10 Willkommen, Begrüßung (Stadt, Swiss Life), Ablauf (Moderator) 15-20 Aktivierender Check-In - Was verbindet Sie mit dem Quartier? – 5-10 Minuten in Dreiergruppen; 5-10 Minuten: „Was war überraschend?“ im Plenum. 10-15 Vorstellung B-Plan-Verfahren mit Plakat(en) 10-15 Vorstellung Stand Ideen Swiss Life mit Plakat(en) 30 „Pause“ - Möglichkeiten Rundgang an Plakaten, Austausch untereinander und mit Stadt und Swiss Life, Kommentare mit Klebezetteln an Plakaten möglich 60 „Kreisgespräch“ (Jede und jeder, der/die möchte, kommt der Reihe nach zu Wort) - Sammlung Anmerkungen zu Nutzungen, Gestaltungen, etc. („Was sind aus Ihrer Sicht wichtige Hinweise an den Eigentümer zur weiteren Entwicklung des Projekts und an die Stadt zur Aufstellung des B-Plans?“) - Notizen Klebezettel Pinnwand und/oder auf Plakaten 15-20 Check-Out - Wie gehen Sie jetzt nach Hause? 1 Minute nachdenken - 3 Stichworte 5 Dank und Abschied Akquise Teilnehmende: Veröffentlichung Homepage, PM, Aushänge Frankenbad, QM Macke-Viertel (Frage nach Termin Newsletter), Bürgerantragseinreicher*innen, ggf. Vorab Anfrage QM wo Aushang sinnvoll, Stichprobe Register mit postalischer Einladung. Wie bei der vorliegenden Beteiligung Kinder und Jugendliche gesondert angesprochen werden könne – zum Beispiel über Schulen und offene Tageseinrichtungen im Quartier – wird mit der Stabsstelle Bürgerbeteiligung entwickelt und abgestimmt. Es soll eine nicht betreute Spielecke o.ä. für Kinder bei der Veranstaltung vorgesehen werden.Seite 8 von 27 Michael Lobeck Buschweg 39 53229 Bonn mobil +49 163 2579124 Seite 7 von 11 lobeck@promediare.de Die Veranstaltung und insbesondere die gegebenen Hinweise der Teilnehmenden werden dokumentiert. (Fotoprotokoll und erläuternder Text) Das Projekt wird im Anschluss an die Veranstaltung auf bonn-macht-mit eingestellt werden mit den Plakaten der Veranstaltung und der Dokumentation. Auch hier sollten die Fragen nach Hinweisen an den Eigentümer Swiss Life und an die Stadt für den Bebauungsplan gestellt werden. Für das Vorhaben sollte ein „Newsletter“ und eine Projekt-Webseite erstellt werden, die der Öffentlichkeit ermöglicht, über den jeweils aktuellen Stand des Vorhabens unterrichtet zu bleiben. Dies kann von Swiss Life sichergestellt werden. Frühzeitige Beteiligung BauGB 3.1 (in 2023) Methodisch ähnlich wie vorgelagerte Beteiligung mit neuem Stand der Planung (ggf. mehr Input – etwas länger) Berücksichtigung Erkenntnisse aus vorgelagertem Workshop – sowohl inhaltlich als auch methodisch. Offenlage BauGB 3.2 (in 2023) B-Plan Eventuell ist hier eine Begleitung durch eine zusätzliche Veranstaltung sinnvoll; das ergibt sich aus der vorgelagerten und der frühzeitigen Beteiligung.Seite 9 von 27 Michael Lobeck Buschweg 39 53229 Bonn mobil +49 163 2579124 Seite 8 von 11 lobeck@promediare.de Anhang Entwurf des Inputs mittels Plakaten beim vorgelagerten Workshop Die hier im Hochformat dargestellten Plakate können auch (halbiert) im Querformat dargestellt werden, was gegebenenfalls eine noch bessere Gliederung ergibt. (Funktion der Veranstaltung – Vorstellung des Bauherrn – Projektvorstellung – Planungsskizze) Die Stadt wird gebeten Ihre Vorstellung des Prozesses und des Standes der Diskussion zum B-Plan ebenfalls auf DIN A0-Plakaten vorzustellen, so dass diese in gleicher Form in das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern integriert werden können.Seite 10 von 27 Swiss Life Asset Managers als Bauherr Funktion des Termins Planung vorstellen Bürgerschaft einbinden Kreisgespräch führen Fragen klären Ins Gespräch kommen Lob und Kritik Ideen sammeln Ideen festhalten Planung anpassen Das wichtigste Baumaterial heißt Verantwortung.Seite 11 von 27 Projektvorstellung Kaiser-Karl-Ring 59-61 / Dorotheenstraße 103 Schwarzplan Vogelperspektive Höhenentwicklung PlanungsskizzeSeite 12 von 27 Ausblick BebauungsplanverfahrenSeite 13 von 27 Dokumentation Bürger*innenworkshop Postareal – 17.4.23 Seite 1 von 13 Dokumentation des Bürger*innenworkshops zur Information und zum gemeinsamen Gespräch über den Bebauungsplan Ehemaliges Postareal (Nr. 6522-3, Kaiser-Karl-Ring 59-61) am 17. April 2023 von 16 bis 19 Uhr im Digital Hub am Hauptbahnhof Ablauf der Veranstaltung 16:00 Uhr Begrüßung durch Kerstin Hemminger, Abteilungsleiterin Bezirks- und Ortsteilplanung sowie Entwicklungsmaßnahmen im Planungsamt 16:05 Uhr Zielklärung durch Michael Lobeck, Moderator: Ziel heute ist es, die Bürger:innen zu einem sehr frühen Stand der Projektentwicklung zu informieren. Die Bürger*innen sollen die Verwaltung bei der Erstellung des Bebauungsplans beraten – vor allem als Expert:innen für das Quartier. Der Bebauungsplan wird auf Vorlage der Verwaltung später vom Rat beschlossen. 16:10 Uhr Austausch jeweils zu dritt: Was verbindet mich mit dem Viertel und vielleicht mit dem Grundstück? 16:20 Uhr Input: Wie funktioniert ein Bebauungsplanverfahren und welche Rahmenbedingungen stehen bisher fest (Kerstin Hemminger, Markus Walter, Planungsamt Bonn) (s. Folien ###) 16:35 Uhr Input: Wer ist der Eigentümer und welchen Stand der Ideen zur Entwicklung des Grundstücks gibt es? (Steffen Hassert, Nadja Wildner-Jaspers, Swiss Life Asset Managers Deutschland) (s. Folien ###) 16:50 Uhr Fragen und Austausch zu den vorgestellten Inputs an Postern 17:20 Uhr Zwei Gesprächsrunden in der alle nacheinander zu Wort kommen (können) und Ihre wichtigsten Fragen und Anregungen formulieren (s. Stichworte auf Moderationskarten ###) 18:30 Uhr Möglichkeit zu weiteren Fragen und Antworten Zusammenfassung Im Laufe des Workshops wurden zahlreiche Fragen und inhaltliche Anregungen von den ca. 50 anwesenden Bürger:innen formuliert. Das vorherrschende Thema war der Wunsch nach Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Weitere wichtige Themen waren nachhaltiges Bauen, unter anderem mit der Frage, ob der Bestand nicht erhalten werden könne, mit dem Wunsch nach Vorgaben zu Fotovoltaiknutzung, der Schaffung von ausreichend Grünflächen als Wasserspeicher und zur Kühlung, sowie Fragen zum Verkehr. Für weitere Beteiligungen sollte die Einladung der Bürger:innen verbessert werden, da zahlreiche Anwesende nur auf Umwegen von der Veranstaltung erfahren hatten.Seite 14 von 27 Dokumentation Bürger*innenworkshop Postareal – 17.4.23 Seite 2 von 13 Die Fragen und Anregungen im Detail Die Fragen und Anregungen der Bürger:innen wurden von ihnen selbst oder vom Moderator auf Karten stichwortartig festgehalten. Diese finden Sie als Fotoprotokoll im Anhang. Hier werden die Äußerungen nach Themengruppen kurz dargestellt. Nutzungsarten Wohnungsbau, günstig, gefördert, mehr als die bisher vereinbarten 50 %, Wohnungsmix, Anzahl Mietwohnungen, prüfen ob Bezahlbarkeit auch durch Standardreduzierung möglich, Wohnungen für Familien, innovative Wohnprojekte, gefördert und auch freifinanziert für Normalverdiener bezahlbar, Wohngemeinschaften, kleine Wohnungen für Alleinstehende / Senior:innen. Mix der Bewohner:innen in der Nordstadt erhalten, keine Gentrifizierung verursachen Begegnungsräume schaffen für das Quartier, nicht nur für das Grundstück Kleine Läden, Ateliers, Ausstellungsräume, Kleingewerbe für 2-3 Mitarbeitende schaffen Modulare Bauformen, Variable Wohnungskonzepte umsetzen, umsetzen, um bei biographischen Veränderungen in der gewohnten Umgebung wohnen bleiben zu können Unterstützende Dienste (Tagespflege, Demenzpflege) ermöglichen Verkehr Möglichkeit für moderne Mobilität in Tiefgarage berücksichtigen (eScooter, Lastenräder, eBikes, Car-sharing) Autofreies Wohnen prüfen Keine zusätzlichen Verkehrsströme erzeugen In Tiefgarage auch öffentlichen Parkraum schaffen Stellplatzreduzierung durch Stellplatzsatzung Stadt möge ein Mobilitätskonzept vorschreiben Tiefgarage versus Bäume im Hof – vollständige Unterkellerung verhindert größere Bäume Erschließung nicht über Dorotheen- und Vorgebirgsstraße, sondern Kaiser-Karl-Ring Kinder und Jugendliche Spielplatz, Skatepark AutofreiSeite 15 von 27 Dokumentation Bürger*innenworkshop Postareal – 17.4.23 Seite 3 von 13 Bestand erhalten vs Neubau Substanz erhalten, graue Energie berücksichtigen Prüfen Kosten und Nachhaltigkeit / Erhalt vs Neubau Bestandsbau einzigartig, identitätsstiftend Begrünung Begrünung Innenhof Konkrete Vorgaben für Dachbegrünung machen Urban Gardening ermöglichen Öffentlich zugänglich machen Begrünung nicht isoliert denken – sondern als grünes Band, dass bestehende und neue Grünflächen verbindet Begegnungsräume schaffen Bürgerzentrum, Gemeinschaftsräume schaffen – nicht nur für die Bewohner des Grundstücks, sondern des Viertels Energie Vorgabe KfW 55 zu niedrig, Plus-Energiehaus schaffen (in Kooperation mit Bürger*innen) Entwicklung der Energieerzeugungsanlagen (Strom, Wärme) mit örtlicher Genossenschaft, so regionale Wertschöpfung ermöglichen Anschluss Fernwärme Alternativ Wärmepumpe Konkrete Vorgaben für Fotovoltaik machen Geothermie prüfen Klima-Resilienz Schwammstadt – Versickerung ermöglichen, dazu Beete an der Wand integrieren, Bepflanzung auf dem Dach, Regenwassernutzung Helle Fassaden, um Hitzeentwicklung zu reduzierenSeite 16 von 27 Dokumentation Bürger*innenworkshop Postareal – 17.4.23 Seite 4 von 13 Wunsch nach schöner Architektur Attraktive Architektur „Hundertwasser“, am Kaiser-Karl-Ring kann extravaganter sein, Kleinteilig trotz Blockrandbebauung, Nicht wie Primark An Umgebung und Menschen orientiert (zum Beispiel Rundbogenfenster) Keine Schuhschachtel Beteiligung Der Info-Brief ist nicht bei ausreichend vielen Anwohner:innen angekommen In Zukunft mehr Leute ansprechen Mehr jüngere Leute einladen (auch gezielt Kinder und Jugendliche) Gruppe bilden, die Investor begleitet Pläne, wenn sie weiter gediehen sind, zur Diskussion stellen Wunsch nach Architekturwettbewerb mit auf nachhaltigem Bauen spezialisierten Architekturbüros, um unterschiedliche Anforderungen zu integrieren Vorzeigeprojekt / Attraktion schaffen: Vorzeigeprojekt entwickeln, „Beispiel, mit dem wir angeben können“, Muster Projekt als Attraktion für sozial gerechtes, nachhaltiges Bauen mit Raum für Nachbarschaft und gemeinsames Wohnen Bauphase: Rücksicht auf Anwohner nehmen (Lärm und Staub) Generell an die Anwohner denken: Stellen Sie sich vor, es wäre ihre Wohnung Beschattung der Dorotheenstraße (andere Straßenseite) durch höheren Neubau - prüfen ob zulässig Kunstschaffende aus der Nordstadt bei Gestaltung des Grundstückes berücksichtigen Allgemein nachhaltig bauenSeite 17 von 27 Dokumentation Bürger*innenworkshop Postareal – 17.4.23 Seite 5 von 13 In Dorotheenstraße und Vorgebirgsstraße an bestehenden Gebäuden orientieren Hinweis Kita: Außengelände und öffentliche Grünfläche geht nicht zusammen Öffentlicher Raum inklusiv, ohne Barrieren gestalten Eventuell Beratung durch Netzwerk „soziales neu gestalten“ SONG Möglich? Leuchtturmprojekte inklusive Bebauung Einige der Ideen könnten gegenüber auf den Freiflächen im Frankenbad realisiert werden (Grünflächen, Skatepark, Spielplatz) Allgemeine Anregungen – auch über das Postareal hinaus Mehr Grün im Viertel Unterstützende Dienste (Tagespflege, Demenzpflege) Die Abteilungen der Stadt sollten verletzter miteinander arbeiten Zusätzliche Bäume in Dorotheenstraße und Vorgebirgsstraße erforderlich Stadt soll ihre Beschlüsse auch umsetzen (Mobilitätskonzept, Fotovoltaik, grün) Hinweis auf Förderprogramm „Nachbarschaftliches Engagement“Seite 18 von 27 ANHANG Dokumentation Bürger*innenworkshop Postareal – 17.4.23 Seite 6 von 13Seite 19 von 27 ANHANG Dokumentation Bürger*innenworkshop Postareal – 17.4.23 Seite 7 von 13Seite 20 von 27 ANHANG Dokumentation Bürger*innenworkshop Postareal – 17.4.23 Seite 8 von 13Seite 21 von 27 ANHANG Dokumentation Bürger*innenworkshop Postareal – 17.4.23 Seite 9 von 13Seite 22 von 27 ANHANG Dokumentation Bürger*innenworkshop Postareal – 17.4.23 Seite 10 von 13Seite 23 von 27 ANHANG Dokumentation Bürger*innenworkshop Postareal – 17.4.23 Seite 11 von 13Seite 24 von 27 ANHANG Dokumentation Bürger*innenworkshop Postareal – 17.4.23 Seite 12 von 13Seite 25 von 27 ANHANG Dokumentation Bürger*innenworkshop Postareal – 17.4.23 Seite 13 von 13Seite 26 von 27 Titel Text Anzahl Kommentare Anzahl "Daumen hoch" Erstellungs- Datum Fassaden-Begrünung Eine Fassaden-Begrünung ( zusätzlich zu einer Dachbegrünung ) trägt zur Verbesserung des Wohnklimas und des Stadtklimas bei. 1 4 24.04.2023 Die Dächer sollten… Die Dächer sollten gleichzeitig begrünt, aber auch mit Solaranlage ausgestattet werden! 25.04.2023 Mehr Generationenhaus Ich fände es super wenn das Postareal genutzt wird um mehr Wohnfläche zu schaffen aber mit dem Zweck verschiedene Generationen zusammen zubringen. Dies könnte gefördert werden durch ein Gemeinschaftscafé oder einfach guten aufenthalts möglichkeiten im Innenhof. 0 3 24.04.2023 Carsharing integrieren Das Viertel hat zu viele Kraftfahrzeuge. Der Investor könnte Abhilfe schaffen, indem er eine gewisse Anzahl an Flächen für Charsharing zur Verfügung stellen kann. Das hilft, dass viele Autobesitzer die Abschaffung eigener Pkw in Erwägung ziehen, und damit an der Verkehrswende aktiv teilnehmen können. 0 3 25.04.2023 Investor hat Chance Vorzeigeprojekt zu schaffen Gemischtes Wohnen für alle möglichen Nutzer ist schon umgesetzt worden. Das schafft Werte für eine Stadt. Noch dazu werden andere Investoren ermutigt neue Ideen umzusetzen. Gerade die Mischung der Bewohner macht heute schon das Viertel aus. Das sollte man nicht zerstören. Noch dazu hat der Architekt des Investors schon Altbausanierungen in der Größenordnung umgesetzt. Diese Nachhaltigkeit alte Gebäude umzuplanen statt mühsam und mit viel Energie und Lärm abzureißen sollte gerade in der Klimastadt Bonn Beispiel sein. Auch sind die Kosten sicher nicht höher. Förderprogramme können den Investor unterstützen und steuerliche Abschreibung kann ebenfalls attraktiv sein. 0 2 25.04.2023 Räume für Gemeinschaftliche Nutzen schaffen Es wäre toll mehr Räume für gemeinschaftliches Zwecke zu haben , zum Beispiel für Organisationen wie die Leihbar, bei der kostenlos Gegenstände ausgeliehen werden können. Oder auch Plätze fürs Carsharing, da diese oftmals keinen Platz finden im Viertel, bzw. Strafzettel bekommen weil sie nicht als Bewohnerfahrzeug gekennzeichnet sind. 0 3 28.04.2023 Anmietung durch Stadt Bonn, um nicht-kommerzielle, gemeinschaftliche Orte der Begegnung zu schaffen Die Altstadt ist ein wundervolles, bunt durchmischtes Viertel, in dem es allerdings an Orten fehlt, an denen sich Menschen - ohne zu konsumieren - treffen und austauschen können. Das Areal des alten Postareals bietet die Chance, dies zu ändern. Leider hat die Stadt Bonn die Chance an sich vorbeiziehen lassen, das Areal selbst zu erwerben und so aktiv die Entwicklung der Stadt für ihre Bürger*innen zu gestalten. Da nicht-kommerzielle Räume keinen Gewinn erzielen, ist davon auszugehen, dass der Eigentümer selbst solche Räume nicht schaffen wird. Die Stadt kann aber noch handeln! Sie kann Räumlichkeiten des neu entstehenden Gebäudes auf dem alten Postareal anmieten und diese Räume für nicht-kommerzielle Begegnung der Anwohnenden zur Verfügung stellen, beispielsweise Gruppen wie der Alten VHS (ein selbstverwaltetes soziokulturelles Zentrum, in dem Bürger*innen für und mit anderen Bürger*innen Workshops, Konzerte, Austauschrunden etc. organisieren) oder der Leihbar Bonn (eine Bibliothek der Dinge, die aktuell im Quartiersbüro Mackeviertel untergekommen ist, aber dringend nach einem größeren Raum sucht). 0 3 28.04.2023 Platz für eine richtige Bibliothek der Dinge Es gibt wenige Initiativen, die so eine positive gesellschaftliche und ökologische Wirkung haben wie eine Bibliothek der Dinge. Auf 6.400 m² Fläche im Zentrum Bonns gibt es jetzt eine einmalige Gelegenheit, winzige 50 bis 100 qm für die Leihbar Bonn verfügbar zu machen, und das Leben in Bonn ein großes Stück nachhaltiger zu machen! Andere Städte haben nicht eine, sondern mehrere Bibliotheken der Dinge (Bochum), mit keinen 200, sondern 2000 Gegenstände zur Auswahl, mit keinen 2, sondern 5 Öffnungstagen pro Woche. Die Leihbar Bonn ist so beliebt, dass sie schon wenigen Monaten nach Eröffnung an ihre Grenzen gekommen ist, was Platz und Arbeitskraft angeht. Wir brauchen mehr Platz, und Swiss Life sowie die Stadt Bonn haben eine einmalige Gelegenheit, für Corporate Social Responsibility und die Implementierung von SDGs einen echten gesellchaftlichen Beitrag zu leisten. Die Leihbar Bonn muss nicht nur größer werden, sondern zentraler liegen damit sie für alle Bonner*innen sichtbar wird, damit alle etwas davon haben und sich einbringen können. Es gibt keinen Grund, warum auf so einer großen Fläche keine 50 bis 100qm KOSTENLOS der Bonner Gesellschaft zur Verfügung gestellt werden, um das Leben viel nachhaltiger, vernetzter und hoffnungsvoller zu gestalten. Bitte berücksichtigen Sie die immense Wirkung pro qm, die die eine Erweiterung der Leihbar in dieser Stadt haben kann, und Sie werden Sich keine vergleichbar nachhaltige Nutzung für die Fläche mehr vorstellen können. 6 11 29.04.2023 Eine großartige und… Eine großartige und nachhaltige Sache!!! 29.04.2023 Eine sehr gute und relativ… Eine sehr gute und relativ günstige Möglichkeit die Nachhaltigkeit in Bonn sehr effektiv zu verbessern. Uneingeschränkte Unterstützung! 29.04.2023 Ein tolles und nachhaltiges… Ein tolles und nachhaltiges Angebot! 01.05.2023 Ja, die Stadt Bonn braucht… Ja, die Stadt Bonn braucht sowas! 01.05.2023 Gute Idee. Müsste nicht… Gute Idee. Müsste nicht unbedingt kostenlos sein für diejenigen, die sich das leisten können. 02.05.2023 Eine ganz wundervolle… Eine ganz wundervolle Initiative, die definitiv unterstützt und vergrößert werden sollte. Die Leihbar fördert Bonns nachhaltigen Lifestyle. Uneingeschränkte Unterstützung meinerseits 04.05.2023 Sinnvolles Nutzungskonzept Aus meiner Sicht sollte bei einem Filetstück in bester Altstadtlage ein sinnvolles Nutzungskonzept im Vordergrund stehen. Dafür sind aus meiner Sicht insb. variabel nutzbare Räumlichkeiten sowohl im Mietwohnungsbereich als auch im Gewerbebereich wichtig. Also z.B. Gewerberäumlichkeiten in denen auch eine Wohnmöglichkeit besteht (z.B. wenn man dort wohnen und arbeiten möchte - was z.B. für Freelancer wie mich interessant ist). Als Freier Designer fände ich natürlich Loft- oder Atelierwohnung mit hellen Räumen und großen Fensterflächen spannend und Grundrisse die maximalen Spielraum lassen. Was die Energieversorgung anbelangt sollte unbedingt geprüft werden, ob ein Anschluss an ein Nahwärmenetz möglich ist. Eine spannende Alternative könnte auch eine kombinierte Solaranlage sein, die gleichzeitig Strom und Wärme für Wärmepumpen erzeugt. Hier mal ein Link zu einem deutschen Hersteller, der diese entwickelt und bereits erfolgreich einsetzt: https://www.consolar.de/de/pvt-kollektor-solink/ Hybridkollektoren bieten einige Vorteile, wie ich finde und es gibt eine Reihe von Anbietern. Last but not least ist natürlich die Bezahlbarkeit der Wohnungen - egal ob Eigentums- oder Mietwohnungen ein wichtiger Faktor. Dabei finde ich, dass das Hauptaugenmerk auf "Normalverdiener Haushalte" (ca. 2000 - 3000,- Euro Netto-Monatseinkommen) liegen sollte. In diesem Sinne freue ich mich auf ein schönes Objekt mit bezahlbarem Wohnraum und lebendigem Flair in der Altstadt. Heiko Attinger 0 0 29.04.2023 Dachflächen nutzen Sämtliche Dachflächen sollten genutzt werden - sei es für Solaranlagen (-> günstiger Mieterstrom!), Dachbegrünung oder als Dachgärten! 0 1 30.04.2023 Außenrum Gebäude, in der Mitte Freifläche/Grünfläche Die Bebauung sollte folgendermaßen aufgebaut sein, dass die Gebäude entlang der Straße einen Rahmen bilden und der Bereich in der Mitte frei von Bebauung bleibt. Dieser kann als Park mit Spielplatz, Gemeinschaftsgarten und Bänken angelegt werden und als grüner Aufenthaltsraum (nicht nur für Bewohner) dienen! Die Wohnungen könnte zur Parkseite hin mit Balkonen ausgestattet werden. 0 1 30.04.2023 Bewohnerparken / Quartiersgarage Flächen fürs Bewohnerparken im Sinne Quartiersgarage vorsehen, also nicht nur für die Bewohner des Gebäudes selbst, sondern Teilflächen auch offen für alle Anwohner mit Bewohnerparkausweis D. Mit dem Projekt „Bönnsche Viertel – Lebendige Räume für Menschen” soll die innere Nordstadt autofrei(er), also auch vom ruhenden = parkenden Verkehr entlastet werden. Hierzu sind u.a. sogenannte Quartiersgaragen vorgesehen. Aber wo sollen die hin, wenn nicht Stück für Stück bei Neubauprojekten? DIE EINE große Quartiersgarage für die ganze Altstadt wird es nie geben... 0 2 03.05.2023 Anbindung Macke-Viertel mitdenken! Die Nordstadt wird durch den Kaiser-Karl-Ring zerteilt in die sog. Altstadt und das Macke-Viertel. Diese Teilung muss nach und nach überwunden werden durch bessere Querungsmöglichkeiten des Rings für Fussgänger und Radfahrer. Dieses bitte mitdenken bei der Gestaltung in Form eines großen Zebrastreifens, Fussgängerampel, bauliche Öffnung hin zum Ring statt Gebäuderiegel = Abschottung des Rings und Macke-Viertels, Maßnahmen zur Reduzierung Verkehrslärm, damit Öffnung zum Ring möglich usw. usf. Offene und integrative Ansätze, statt klassischer 08/15 Blockrandbebauung mit Schuhkartons und bodentiefen Fenstern... 3 1 03.05.2023 Ein neues Entrée zur… Ein neues Entrée zur Altstadt mit dem dann einladend gestalteten Umfeld des Frankenbads, Tuscolo, Dejá-vu, Pie-me Café, Burgermanufaktur, B&B Hotel etc. 03.05.2023 Blockrandbebauung mit innen… Blockrandbebauung mit innen begrünten Höfen ist das Beste, was städtische Architektur bieten kann! Innenhöfe begrünen, ja, aber bitte unbedingt auch in Blockrand bauen. Nur das schafft Urbanität und schöne Stadträume. 07.05.2023 Zustimmen kann ich… Zustimmen kann ich allerdings: Bitte keinen Schuhkarton mit Flachdach und bodentiefen Fenstern. Das wäre grauslich! Bitte hochwertige Architektur in klassischer Formensprache. Das ist schön UND nachhaltig. 07.05.2023 Klimaneutrales Nahwärmenetz Bei größeren Neubauvorhaben bietet es sich an: Aufbau eines klimaneutralen solaren Nahwärmenetzes mit einem solaren Langzeitspeicher. Solarthermie kommt aufs Dach, der solare Langzeitspeicher in die Erde,- das ist alles kein Hexenwerk. Die Stadt Bonn kann ihrem Anspruch auf eine Vorreiterrolle bezüglich Klimaneutralität beim Postareal zeigen und gerecht werden. 0 0 04.05.2023 Alternatives Wohnprojekt - möglich? Die meisten, um nicht zu sagen alle genannten Ideen könnte man in einem Wohnprojekt umsetzen. Mir fällt da spontan https://wohnprojekt.wien/ ein. Hier wurde die Immobilie von einem Investor mit den zukünftigen Nutzern geplant, vom Investor gebaut und zu einem Festpreis an die Nutzer verkauft. Dabei müssen Investor, Stadt und zukünftige Nutzer Hand in Hand zusammen arbeiten. Alle drei würden profitieren. Die Frage ist, ob der Investor sich auf solch ein Projekt einlassen würde und ob sich genügend Menschen finden, die das Projekt vorantreiben mit Unterstützung durch die Bonner Politik und Verwaltung und den Menschen im Viertel. 1 1 04.05.2023 ja genau das ist die… ja genau das ist die richtige Frage. Nur wenn die Stadt Bonn sich besser aufstellt in der Unterstützung von Wohnprojekten können wir Alternativen schaffen zu gentrifizierenden Lösungen, wie sie wieder mal von Bauherren, wie Swiss Life AM umgesetzt werden. Diese Investoren sollten nicht länger an Wohnraum verdienen, solange Bonn keine Busfahrer einstellen kann, weil die keine bezahlbare Wohnung in Bonn finden. Welche Partei unterstützt Bonn in der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum? 05.05.2023 Entsiegelung und offene Werkstatt Den vielen guten Vorschlägen vom 17.04. v.a. im Bezug auf Energieversorgung und -verbrauch, Bestandserhaltung, Schaffung von Begegnungsräumen, differenziertem Wohnraumkonzept und möglichst großflächiger Entsiegelung (danke für das ausführliche Protokoll!) möchte ich noch den konkreten Wunsch nach Raum (und städtischer Unterstützung?) für ein Repaircafé / offene Werkstatt hinzufügen, um die dringend notwendige Reduzierung von Ressourcen an zentraler Stelle in der Stadt zu fördern. Dies könnte in Kombination mit einer Bibliothek der Dinge zu einem Leuchtturmprojekt werden. Bestehende Repaircafés könnten hier sicherlich wertvolle Ansprechpartnerinnen sein: https://www.repaircafesbonn.de/ 0 0 04.05.2023 Öffentlichkeitsbeteiligung: Mehr Werbung und erläutern, was überhaupt noch offen ist Zunächst einmal finde ich richtig und gut, dass für die zukünftige Nutzung des Postareals eine "komplexe Bürgerbeteiligung" angedacht ist. Leider gab es für Workshop und Online-Beteiligung allerdings nicht ein einziges Plakat im Umfeld des Postareals - am Ende haben wenige Tage vor dem Workshop dann noch Anwohnende nachgeholfen und ein paar Plakate eigenständig erstellt und aufgehängt. Die Infobriefe haben die Nachbarschaft auch nicht erreicht. Zumindest in der Dorotheenstraße direkt gegenüber des Postareals hat niemand, den ich kenne, einen Infobrief erhalten. Bei zukünftigen Beteiligungsmöglichkeiten sollte hier viel stärker im direkten Umfeld des Postareals Werbung gemacht werden. Zudem vermisse ich eine Information, woran wir uns als Bürger*innen überhaupt noch beteiligen können. Was ist noch offen und was ist bereits durch den Eigentümer festgelegt? Die Stadt hat leider das Areal nicht selbst erworben (was für eine verpasste Chance!) Der Eigentümer des Postareals ist ein privater Investor, der vermutlich - ich lasse mich gern von etwas anderem überzeugen! - nicht in erster Linie das Gemeinwohl im Sinn hat... Inwieweit kann er dennoch verpflichtet werden, die Ergebnisse der Beteiligung umzusetzen? Meine Sorge ist, dass diese Bürgerbeteiligung am Ende eher zu mehr Politikverdrossenheit führt, wenn suggeriert wird, man könne noch etwas mitgestalten, und der Eigentümer am Ende doch baut, was und wie er will. 0 1 06.05.2023 Hochwertige Architektur Ganz wichtig ist es, dass die Fassaden hochwertig, und zwar möglichst mit klassischer Architektur gestaltet werden. Der Bau befindet sich in der gründerzeitlichen Altstadt, die einen Großteil ihrer Anziehungskraft den wunderschönen Bauten aus der Gründerzeit zu verdanken hat. Hier kann der Investor anknüpfen, und klassisch gestaltete, hochwertige Fassaden schaffen. Dies erfreut auch alle, die nicht in dem Gebäude wohnen, sondern sich um Umfeld aufhalten oder vorüber gehen. Eine weitere Möglichkeit wäre es, an der Architektur der gegenüberliegenden Französischen Siedlung anzuknüpfen. Damit würde wirklich ein hochwertiger Stadtraum entstehen, der auch nachhaltig ist - denn nur was Menschen wertschätzen und schön finden, wird langfristig gepflegt und instand gehalten und saniert - anstatt nach wenigen Jahrzehnten wieder abgerissen zu werden. 0 0 07.05.2023Seite 27 von 27
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 23:19 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de