222276-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Weiterführung der Fährverbindung bzw. Erweiterung als Wassertaxi
Kerndaten
- Nummer
- 222276-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 01.12.2022
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Hauptausschusses Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Kenntnisnahme
- Sitzung der Bezirksvertretung Beuel Kenntnisnahme
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 222276-01 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Weiterführung der Fährverbindung bzw. Erweiterung als Wassertaxi Beratungsfolge Bezirksvertretung Beuel 07.12.2022 Kenntnisnahme Ausschuss für Mobilität und Verkehr 26.01.2023 Kenntnisnahme Hauptausschuss 02.02.2023 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Die Thematik wurde innerhalb der Stadtverwaltung und mit der SWB besprochen. Die SWB haben hierzu folgende Stellungnahme abgegeben: Als Stadtwerke Bonn möchten wir den Bürgerinnen und Bürgern Bonns einen nachhaltigen, leistungsfähigen und wirtschaftlich attraktiven öffentlichen Nahverkehr anbieten. Auf dem Weg zur CO2-Neutralität konzentrieren wir uns hierbei auf die Umstellung unserer Busflotte auf Elektromobilität sowie die Entwicklung und Integration neuer klimaneutraler Mobilitätsangebote. Die Übernahme der dieselbetriebenen Fähre würde in diesem Zusammenhang nicht unserer strategischen Positionierung entsprechen. Darüber hinaus ist ein wirtschaftlicher Betrieb aufgrund sinkender Fahrgastzahlen sowie der zunehmenden Niedrigwasserphasen des Rheins und damit verbundener regelmäßiger Aufwendungen zur Aufrechterhaltung des Fährbetriebs, nicht darstellbar. Eine etwaige Umrüstung des Fährbetriebs auf einen elektrischen Antrieb wäre zudem mit zusätzlichen Investitionen verbunden. Schlussendlich würde dies zu steigenden Fährpreisen führen, die die Nutzung für die Bürgerinnen und Bürger deutlich unattraktiver gestaltet. Insofern sehen wir als Stadtwerke Bonn in der Stärkung des vorhandenen Schienenverkehrs über die Brückeninfrastruktur in Bonn sowie potentieller neuer Mobilitätsangebote, wie beispielsweise der Seilbahn, für die Bürgerinnen und Bürger, nachhaltigere und wirtschaftlich attraktivere Möglichkeiten, als in der Übernahme des Fährbetriebs der Rheinnixe. Hierzu ist von Seiten der Verwaltung ergänzend mitzuteilen, dass die Organisation des Fährbetriebs (z.B. Personalgewinnung) als sehr schwierig beurteilt wird. Im Vergleich zum hohen wirtschaftlichen Aufwand würde, aufgrund der zahlreichen ÖPNV-Angebote zwischen Beuel und dem Zentrum über die Kennedybrücke, weder ein Zeitgewinn für die Nutzer*innen noch eine besondere Verbesserung im ÖPNV-Angebot erreicht werden. Ein solches System ist bislang an keiner anderen Stelle in die Einnahmeaufteilung desSeite 1 von 2 Seite 2 Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) aufgenommen worden und wird vermutlich auf erheblichen Widerstand der anderen Aufgabenträger im VRS stoßen. Zum aktuellen Sachstand in Köln ist zu bemerken, dass dort trotz der Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Einführung von Wasserbussen auf dem Rhein mit grundsätzlich positivem Ergebnis derzeit der Fokus auf den reinen Betrieb vorhandener Fähren gelegt wird, statt die Idee von Wasserbussen mit erhöhter Priorität weiterzuverfolgen. Auch dort bestehen Bedenken hinsichtlich der Betreibersuche. Es wird bei einem Betrieb von 6 bis 22 Uhr von einem Personalbedarf von mindestens 6 Personen (inkl. Kapitän*in) im 3 Schicht- Betrieb ausgegangen. In der Gesamtbetrachtung der vorgetragenen Argumente besteht zwischen der Verwaltung und der SWB Einigkeit darüber, dass eine Übernahme des Fährbetriebs durch die Stadt nicht in Frage kommt und nicht weiterverfolgt wird. Da der Fährbetrieb auch nicht in das Tarifsystem des ÖPNV im Verkehrsverbund Rhein-Sieg eingebunden ist, kann auch keine Förderung über die der Stadt vom Land bereitgestellten Mittel der ÖPNV- Aufgabenträgerpauschale gemäß ÖPNVG NRW erfolgen. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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