222275-02 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Für ein sauberes Bad Godesberg – Stadtsauberkeit verbessern
Kerndaten
- Nummer
- 222275-02 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 03.03.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Kenntnisnahme
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 222275-02 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 66 Tiefbauamt Dezernat: Dez. III Für ein sauberes Bad Godesberg – Stadtsauberkeit verbessern Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 01.03.2023 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Zu der noch ausstehenden Detailbeantwortung teilt die bonnorange AöR Folgendes mit: Mängelmeldesystem (211686) Der Mängelmelder ist ein wichtiges Instrument für die Stadtsauberkeit und wird sehr häufig genutzt. Die Information, dass eine Meldung für die bonnorange AöR auf der Anliegenseite der Stadt Bonn eingestellt wurde, erreicht die Kolleg*innen im Kundenservice per Mail. 2021 wurden insgesamt 5.749 E- Mails an den Kundenservice der bonnorange AöR gerichtet, wobei knapp die Hälfte (2.751) über den Mängelmelder der Stadt Bonn für die Straßenreinigung bestimmt war. Der Mängelmelder ist öffentlich sichtbar und über die Karte können z.B. Meldungen über wilde Müllkippen eingesehen werden. Die Stadtverwaltung ist in Zusammenarbeit mit bonnorange bemüht, einzelne Fehlleitungen oder Doppelmeldungen zu minimieren bzw. vollständig zu verhindern. Umfrage zur Sauberkeit in Bad Godesberg (211686) Eine spezielle Umfrage zur Sauberkeit in Bad Godesberg gibt es nicht. In einem im April 2021 durchgeführten digitalen Bürgerdialog „Sauberes Bonn“ wurde die Frage gestellt: „Welche Schulnote würden Sie für folgende Orte vergeben?“ Hierbei kam es zu folgendem Ergebnis: Rheinufer: 3,6 Fußgängerzone Bonn: 3,5 Fußgängerzone Bad Godesberg: 3,7 Fußgängerzone Duisdorf: 3,4 Containerstandplätze: 4,8 ÖPNV-Haltestellen: 3,9 Parks: 3,6 Containerstandorte (222275) Die Anzahl bzw. das Leerungsintervall, insbesondere der Altpapier- Sammelcontainer, wird ständig überprüft und wo notwendig und möglich angepasst. Die in Bonn bereitstehende Infrastruktur an Altpapier-Sammelcontainern imSeite 1 von 3 Seite 2 öffentlichen Raum hat durch das zur Verfügung stehende Volumen und die Leerungsintervalle das Potenzial, mindestens 7.280 Tonnen Altpapier der Verwertung zuführen zu können. Zuletzt wurden jedoch nur 3.300 Tonnen über die öffentlichen Container gesammelt. Somit werden zurzeit 55 Prozent nicht genutzt. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass Kartons nicht zerkleinert werden und Altpapier illegal neben die Container gestellt wird, sobald sich dort erste Ablagerungen bilden, obwohl noch Platz im Container wäre. Dies stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Die Höhe des Verwarnungs- bzw. Bußgeldes ist abhängig von der vorgefundenen Menge des Abfalls. Nach § 69 Abs. 3 KrWG beträgt der Bußgeldrahmen bis zu hunderttausend Euro. Abfallberatung in größeren Wohnanlagen (222275) Wie im gesamten Stadtgebiet gilt für Bad Godesberg, dass Vermieter und Verwalter auf deren Bestrebungen hin, hinsichtlich der Abfallentsorgung von der Abfallberatung unterstützt werden. Neben der Blauen Tonne, die nun einen Schwerpunkt bildet, werden alle Abfallarten berücksichtigt. Das richtige Trennverhalten fördert die Abfallberatung mit aufklärenden Faltblättern und Piktogrammaufklebern für Abfallgefäße. Bei Neubauvorhaben gibt die Abfallberatung Hinweise für die optimale Behälterausstattung, die dann an den Objekten aufgestellt wird. Mit vertrieblichen Leistungen, die die Erhöhung der Leerungshäufigkeit der Blauen Tonnen beinhalten, ist ein weiterer Baustein gesetzt für die Optimierung der Altpapierentsorgung auch bei beengten Platzverhältnissen. Organisationsstruktur und sachliche und personelle Ressourcen (222275) Die bonnorange AöR erstellt derzeit in Abstimmung mit ihrem Verwaltungsrat ein Revierleiterkonzept. Ziel des Konzeptes ist es für die einzelnen Bereiche der Stadt bzw. der Stadtbezirke feste Zuordnungen und Verantwortlichkeiten festzulegen. Die für die Umsetzung erforderlichen Ressourcen wurden in den Wirtschaftsplan 2023 eingestellt. Im Anschluss wird das Konzept im Rahmen der laufenden Geschäfte umgesetzt und entsprechend in die Betriebsabläufe integriert. In Bad Godesberg gibt es aktuell ein Revier- und eine/einen Bezirksbeauftragte(n). Angedacht ist, dass sich dieses Revier zwei Revierleiter*innen (mit mehr Befugnissen als der/die Bezirksbeauftragte) zukünftig teilen. Für die Öffentlichkeit ist weiterhin der Kundenservice die erste Anlaufstelle. Von dort werden Anliegen/Beschwerden an den/die verantwortlichen Revierleiter*innen weitergeleitet. Aufklärungskampagnen und Müllvermeidungsaktionen (222275) Die Abfallberatung nimmt an den Planungstreffen der AG Müll und Sauberkeit der QM`s, - bestehend aus den Quartiersmanagements Lannesdorf/Obermehlem, Tannenbusch und Auerberg, Mackeviertel und koordinierenden Mitarbeiterinnen des Amt 50 - teil. Darüber hinaus findet ein regelmäßiger Austausch über Einzelprojekte statt, die u.a. auch mit Informationsmaterial unterstützt werden. Für 2023 sind weitere regelmäßige gemeinsame Aktionen und Workshops mit dem Verein "Kultur verbindet" geplant (z.B. Papierschöpfen Anfang Februar), ebenso mit der Integrationsagentur der AWO Bad Godesberg, mit der Kindergruppe der Johannes-Kirchengemeinde, dem Quartiersmanagement undSeite 2 von 3 Seite 3 dem Bürgerverein, sodass eine möglichst große Bandbreite an Menschen erreicht wird. Des Weiteren ist für das Jahr 2023 geplant, die Abfallberatung der bonnorange AöR im Bereich der interkulturellen Kompetenz zu stärken: Im ersten Schritt werden die Abfallberatung und der Kundenservice interkulturell geschult und gecoacht. Der Fokus liegt hier im Verständnis von kulturellen Unterschieden und Gepflogenheiten und die richtige Einbindung dieser in der Ansprache und Beratung der Mitarbeitenden. Die Kommunikation wird auf leichte und verständliche Ansprache überprüft und Materialien gegebenenfalls angepasst, um mehr Bürger*innen mit Migrationshintergrund für Umweltthemen zu sensibilisieren (Abfallvermeidung, Abfalltrennung, Tipps und Tricks usw.) Vorhandene Medien werden darauf abgestimmt, mit dem interkulturellen Aspekt zu informieren und aufzuklären Parallel wird mit verschiedenen Migrationseinrichtungen im Stadtteil (Moscheegemeinden, Kulturvereine und Sportvereine) Kontakt aufgenommen. So soll der Austausch und das gegenseitige Kennenlernen gefördert werden und Informationsmaterialen für die Gemeindemitglieder verteilt werden. Gegebenenfalls ist eine Kooperation und Zusammenarbeit mit einer zentralen Migrantenorganisation möglich. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 22:03 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de