222266 · Große Anfrage
CDU-Große Anfrage: Aktuelle Situation von Geflüchteten im Stadtbezirk Bad Godesberg
Kerndaten
- Nummer
- 222266
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 09.11.2022
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Kenntnisnahme
Dateien
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Große Anfrage öffentlich 222266 Fragesteller/in: Jens Röskens Christoph Jansen Inge Stauder CDU Bezirksfraktion Bad Godesberg 09.11.2022 gez. Jansen CDU-Große Anfrage: Aktuelle Situation von Geflüchteten im Stadtbezirk Bad Godesberg Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 30.11.2022 Kenntnisnahme Fragestellung Die Verwaltung wird gebeten folgende Fragen zu beantworten: 1. Wie hoch ist zurzeit die Belegungsquote und Aufnahmekapazität im Stadtbezirk Bad Godesberg in den von der Stadt vermittelten Unterkünften, Landeseinrichtungen, Turnhallen (falls belegt), Hotels und in privaten Unterkünften? Wie groß ist der Anteil ukrainischer Flüchtlinge und wie verteilen sich die Quoten der Flüchtlinge aus anderen Herkunftsländern? 2. Wie ist der aktuelle Stand der Versorgung von Geflüchteten mit Wohnraum in Bad Godesberg? 3. Gibt es aktuelle Pläne zur Aufstockung der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) im ehemaligen Landesvermessungsamt in Muffendorf auf mehr als 1000 Plätze und werden weitere Standorte für neue Container-Wohnanlagen im Stadtbezirk von Bad Godesberg geprüft? Sofern Pläne der Bezirksregierung bestehen, die Zentrale Unterbringungseinrichtung mit über 1.000 Plätzen in Muffendorf zu erweitern: Wie beurteilt die Verwaltung diese Planung? 4. Wie wirkt sich die Unterbringung von bis zu 1.000 Geflüchteten in einer ZUE auf die Aufnahme von Geflüchteten durch die Stadt Bonn in Bad Godesberg aus? 5. Reichen die bereitgestellten personellen Kapazitäten für die Aufnahme, Registrierung, Beratung, Beantragung von Leistungen, Sprachförderkurse, sowie die weitere – auch psychologische – Betreuung der Flüchtlinge aus? Brauchen die beteiligten Wohlfahrtsverbände inzwischen mehr Unterstützung?Seite 1 von 3 Seite 2 6. Wie sieht zurzeit die Situation bei der Versorgung der geflüchteten Kinder und Jugendlichen in den Kitas und Schulen in Bad Godesberg aus? Begründung Angesichts der dramatischen Situation in der Ukraine sind die Geflüchteten auf unsere schnelle Hilfe und Unterstützung angewiesen. Sie sollen in Deutschland sicher untergebracht, gut betreut werden und soziale Unterstützung erhalten. Die städtischen Unterbringungsmöglichkeiten sind begrenzt und es müssen alle Anstrengungen ausgeschöpft werden, um mittel- und längerfristige Unterbringungsmöglichkeiten für ankommende Geflüchtete aus der Ukraine zur Verfügung zu stellen. Erschwerend kommt hinzu, dass es große Engpässe auf dem Wohnungsmarkt gibt. Nach dem Pressebericht des GAs vom 05./06. November 2022 möchte die Bezirksregierung die zentrale Unterbringungseinrichtung ZUE in Muffendorf als Zwischenunterkunft auf mehr als 1000 Plätze aufstocken. Inzwischen ist die Flüchtlingsunterkunft in der Wielandstraße auch ausgelastet. Es ist zu befürchten, dass die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ausländerbehörde, im Amt für Soziales und Wohnen, bei den Bürgerdiensten und im Amt für Integration und Vielfalt nicht ausreichen. Die melde-, ausländer- und sozialrechtlichen Systeme sollten gut vernetzt sein, damit ein guter schneller Einstieg in unser System erfolgen kann. Eine große Anzahl der Geflüchteten aus der Ukraine, die voraussichtlich nach Bonn kommen, sind Kinder und Jugendliche. Da ca. zwei Drittel der Geflüchteten Kinder sind und ein Recht auf Beschulung haben, müssen diese so schnell wie möglich in den Schulen untergebracht werden. Angesichts der jetzt sehr angespannten Situation aufgrund steigender Schülerzahlen in Bad Godesberg müssen weitere freie Plätze in den internationalen Vorbereitungsklassen der Sekundarstufe I geschaffen werden. Das Land muss die benötigten Lehrkräfte bereitstellen und weiterqualifizieren. In den Kitas ist die Personalsituation seit langem äußerst eng und es ist zu befürchten, dass nur wenige Kinder von Geflüchteten eine Aufnahme finden werden. Dabei wäre der Besuch von Kitas für die geflüchteten Kinder eine hervorragende Maßnahme, um schnell soziale Kontakte zu finden.Seite 2 von 3 Seite 3 Der Runde Tisch Flüchtlingshilfe Bad Godesberg tagt seit 2014 regelmäßig, an dem alle relevanten Akteure in der Flüchtlings- und Integrationsarbeit inklusive des Amtes für Integration und Vielfalt teilnehmen. Der Arbeitskreis des Runden Tischs Flüchtlingshilfe Bad Godesberg organisiert Fortbildungsveranstaltungen für Fachleute und die ehrenamtlichen Kräfte in der Flüchtlings- und Integrationsarbeit. Es gibt viele Ehrenamtliche, die eine Hausaufgabenbetreuung oder Lerntrainings anbieten und sich als Ausbildungspaten einbringen. Es werden auch Workshops für die Akteure in der Flüchtlings- und Integrationsarbeit angeboten. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 00:57 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de