222144-02 · Beschlussvorlage
Beschlussvorlage zum Bürgerantrag: "Bäume für Bonn“ zur Bepflanzung verwaister Baumstandorte im öffentlichen Raum mit Setzlingen in Patenschaft
Kerndaten
- Nummer
- 222144-02
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 30.05.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 222144-02 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 67 Amt für Umwelt und Stadtgrün Dezernat: Dez. III Beschlussvorlage zum Bürgerantrag: "Bäume für Bonn“ zur Bepflanzung verwaister Baumstandorte im öffentlichen Raum mit Setzlingen in Patenschaft Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 17.05.2023 Empfehlung Rat 13.06.2023 Entscheidung Beschlussvorschlag Der Rat nimmt Kenntnis von den inhaltlichen Ausführungen in der Stellungnahme der Verwaltung und lehnt den Bürgerantrag ab. Es wird angeregt, dass sich die Verwaltung mit den Antragstellenden verständigt, wie das bürgerschaftliche Engagement sinnvoll für den städtischen Baumbestand eingesetzt werden kann. Mit diesem Votum ist das in § 24 GO NRW für die formelle Beratung von Bürgeranträgen vorgesehene Verfahren abgeschlossen. Begründung Mit dem Bürgerantrag DS 222144 wurde der Rat gebeten, das nachfolgend beschriebene Projekt „Bäume für Bonn“ als Kooperationsprojekt der Stadt Bonn und der Initiative „Bäume für Bonn“ zu realisieren. Der Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger hat den Bürgerantrag mit der DS 222144 am 08.02.2023 angenommen, es bedarf nun einer Empfehlung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda sowie einer Entscheidung des Rates über den Bürgerantrag. Die Stadtverwaltung Bonn ist im Austausch mit verschiedenen Bonner Initiatíven, die sich mit dem Erhalt und der Pflanzung von Bäumen auseinandersetzen. - - - Der Bürgerantrag DS 222144 hat folgenden Wortlaut: Der Rat wird gebeten, das nachfolgend beschriebene Projekt „BäumeSeite 1 von 10 Seite 2 für Bonn“ als Kooperationsprojekt der Stadt Bonn und der Initiative „Bäume für Bonn“ zu realisieren: Bürger*innen pflanzen in Patenschaft bevorzugt einheimische Baumsetzlinge, idealerweise umgeben von einheimischen Wildkräutern, auf verwaiste Baumstandorte und andere Flächen im öffentlichen Raum. Die Baumsetzlinge haben ein intaktes und vollständig von Erde umgebenes Wurzelwerk und sind in möglichst ähnlichem lokalen Klima gekeimt. Weitere Einzelheiten zum angeregten Projekt und zur Begründung ergeben sich aus dem beigefügten Bürgerantrag. - - - Zum ursprünglichen Antrag hatte die Verwaltung die folgende Stellungnahme DS 222144-01 ST mit geändertem Beschlussvorschlag abgegeben: Inhalt der Stellungnahme: Die Initiative "Bäume für Bonn" schlägt vor, Baumsetzlinge auf nicht besetzten Baumstandorten zu pflanzen sowie auf weiteren Flächen in der Stadt, welche (noch) nicht konkret benannt werden. Die Entwicklung dieser Setzlinge solle von Baumpaten beobachtet werden. Die Setzlinge sollen, nachdem diese eine gewisse Größe erreicht haben, von der Stadt zur weiteren Pflege übernommen werden. Um deutlich zu machen, warum die vorgeschlagene Aktion von der Verwaltung kritisch beurteilt wird und das Pflanzen von in Privatgärten ausgesamten Bäumen auf städtischen Flächen problematisch ist, wird das Prozedere einer zukunftsfähigen Baumpflanzung erläutert. In der Regel beginnt eine Baumpflanzung mit einem Planungsprozess. Dieser ist bei der Ausweisung von neuen Standorten, meist im Zusammenhang mit Straßenplanungen oder anderen Freiflächenplanungen, aufwändiger als bei Ersatzpflanzungen. Aber auch bei Letzterem ist vieles zu bedenken, was bei einer nachhaltigen, d.h. auf Dauer angelegten Pflanzung eines Baumes notwendig ist. Die Verwaltung möchte keine Pflanzung vornehmen, welche nach kurzer Zeit wieder entfernt oder entnommen werden muss, eingeht oder keine längerfristige Entwicklungsmöglichkeit hat. Aus diesem Grunde sind die Baumstandorte an Straßen, welche aktuell nicht bepflanzt sind, entweder in der Planung für eine Ersatzpflanzung oder sie sind für eine Baumpflanzung ungeeignet. Straßenbäume und Bäume, welche auf innerstädtischen Plätzen und Verkehrsflächen gepflanzt werden, müssen bestimmte Kriterien erfüllen, um als Baum auch Überlebenschancen zu haben. Insbesondere das mehrmalige Umpflanzen in der Baumschule, wodurch das Wurzelwachstum gefördert und überhaupt erst ein WurzelballenSeite 2 von 10 Seite 3 ausgebildet wird, welches das Verpflanzen möglich macht, ist ein wesentliches Kriterium. Um den Bäumen gute Voraussetzungen beim Anwachsen bieten zu können, wird nach dem Regelwerk „Empfehlungen für Baumpflanzungen“ (Teil 1 und 2) der FLL (Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V.) gearbeitet. Diese setzt u. a. einen ausreichend dimensionierten Wurzelraum von mind. 12m³ pro Baum voraus. Daraus ergeben sich Beetgrößen von ca. 2 m x 4 m und eine Wurzelraumtiefe von 1,5 m. Dies sind Mindestmaße, welche für die Pflanzung zwar ausreichend, für die weitere Entwicklung jedoch noch nicht optimal sind. Für das Wachstum des Baumes wäre ein weit größerer Wurzelraum notwendig. Dieser ist aber selten im Straßenraum zu erzielen. Schon das Erreichen von 12 m³ setzt in der Regel im Verkehrsgrün eine Standortsanierung bzw. -vergrößerung und einen vollständigen Bodenaustausch mit speziell abgestimmten Baumsubstraten voraus. Um diese Vorgehensweise fachgerecht zu planen, muss jedes Beet vor Ort eingehend geprüft werden, weil die Gegebenheiten (Gehwegbreite, PKW-Stellflächen, Einfahrten, unterirdische Leitungen, etc.) in jedem Beet unterschiedlich sind. In der Baumschule werden der Wuchs und die Gestalt des Baumes vorbereitet, welche Voraussetzung für die Funktion eines Straßenbaumes sind. Darunter wird beispielsweise ein durchgehender Leittrieb und die Vorbereitung für ein notwendiges Lichtraumprofil verstanden. Auch hierzu wird in den „Empfehlungen für Baumpflanzungen“ der FLL festgelegt, dass Gehölze aus Anzuchtbetrieben der DIN 18916 und somit den „Gütebestimmungen für Baumschulpflanzen“ (FLL) entsprechen müssen. Die Ausführungen zeigen, dass der in einen aktuell nicht besetzten Baumstandort gepflanzte Setzling keine Chance hätte, dort zu wachsen und groß zu werden. Die Verwaltung beurteilt diese Art der Pflanzung daher äußerst kritisch. Die Stadt pflanzt aktuell etwa 700 neue Bäume jährlich. Zusätzlich steht die Erarbeitung eines Baumkonzeptes vor dem Abschluss, welches weitere neue Baumstandorte in Straßen vorsieht, welche derzeit noch ohne Baumbestand sind. In einem weiteren Schritt ist geplant, auch innerstädtische Plätze zu untersuchen. Diese Anzahl an neuen Bäumen ist weit überdurchschnittlich und trägt wesentlich zur lebenswerten, klimaangepassten Stadt bei. Die Bäume kommen zum großen Teil aus lokaler Anzucht, sind also für den heimischen Boden und das städtische Klima vorbereitet. Langjährige Beobachtungen (s. auch Ausführung zu Forschung) zeigen, dass sich viele Bäume zwar aussamen und über einige Jahre auch wachsen, dies aber kein Kriterium dafür ist, dass diese Bäume zukunftsfähig sind.Seite 3 von 10 Seite 4 Gerade die in Gärten gerne als Sämlinge wachsenden Arten wie Birke, Buche und (Berg)Ahorn sind die Bäume, welche am stärksten in den trockenen und heißen Sommern der vergangenen Jahre gelitten haben und ausgefallen sind. Die Baumstandorte an Straßen werden meist auch mit einheimischen Wildkräutern eingesät oder mit einer auf Bonner Verhältnisse angepassten Stauden-Kräutermischung bepflanzt. Auch die Einbeziehung von Kitas und Schulen erfolgt schon jetzt und wird weiter verfolgt. Es wurden Bäume von Kindern gespendet und auch mit ihnen zusammen gepflanzt. Zudem wurden ausführliche Informationen zum Thema vermittelt (s. dazu auch https://www.bonn.de/themen-entdecken/umwelt- natur/stadtbaeume/stadtbaeume.php). Die Auswahl der Bäume erfolgt auf der Grundlage verschiedener Forschungen. Auf der Grundlage von 2 Straßenbaumtests wurde die GALK- Straßenbaumliste entwickelt, die eine sehr umfangreiche Informationsquelle zu klimatoleranten Bäumen darstellt. In über 20 Städten werden seit 1995 über 40 Baumarten in mehr als 2.500 Exemplaren auf fast 200 Standorten analysiert. Auch die Stadt Bonn beteiligt sich am Baumtest. Im Projekt Stadtgrün 2021 wurden 30 Baumarten gepflanzt und an drei Versuchsstandorten auf die Eignung als Stadtbaum getestet. Seit 2010 wird jährlich auf Frost- und Trockenschäden, Kronenvitalität, Gesundheit und Zuwachsleistung bonitiert. Das Netzwerk Zukunftsbäume testet an 5 Standorten in Deutschland verteilt 43 weitere Baumarten auf ihre Klimaresilienz. Die Klima-Arten-Matrix (KLAM) von Prof. Roloff zeigt Bewertungskriterien zu Winterhärte und Trockentoleranz. Im einem Forschungsprojekt der TU Dresden wurde die Datenbank CITREE entworfen. Sie enthält Daten von über 360 Baumarten, welche in Mitteleuropa angepflanzt werden können. Grundlage war die Sichtung forstbotanischer Literatur, ergänzt durch Messungen zur Luft- und Bodenfeuchte und Bodentemperatur. Weitere Forschungen und Untersuchungen haben gezeigt, dass die Bedeutung von Bäumen für die Biodiversität nicht ausschließlich von dem Kriterium heimisch oder nicht-heimisch abhängt. Sowohl heimische als auch südeuropäische oder auch Gehölze aus weiteren Ländern sind unverzichtbar für das Ökosystem. Das entscheidende Kriterium ist immer die Vielfalt. Die Stadt wird keine Baumpatenschaften vergeben. Angeboten und auf der städtischen Internetseite beworben werden Grünpatenschaften, woraus der Baum selbst ausdrücklich ausgenommen ist.Seite 4 von 10 Seite 5 Die innerstädtischen Bäume müssen vielfältige Erfordernisse erfüllen, welche insbesondere das Thema der Verkehrssicherheit betreffen. Daher kann die Stadt diese Pflicht nicht einem Dritten übertragen. Es gibt jetzt schon vielfältige Patenschaften, welche sich auch um den Baumstandort kümmern. Die Verwaltung ist der Auffassung, dass die Sämlinge, welche sich im privaten Garten ausgesät haben, die besten Überlebenschancen auch in dieser Umgebung haben. Daher ist das beste Engagement für das Stadtklima und die Vermehrung des Baumbestandes, wenn die Bäume auch am ursprünglichen Standort weiterwachsen können. Beschlussvorschlag: Der Ausschuss zur Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern nimmt Kenntnis von den inhaltlichen Ausführungen in der Stellungnahme der Verwaltung und lehnt den Bürgerantrag ab. Es wird angeregt, dass sich die Verwaltung mit den Antragstellenden verständigt, wie das bürgerschaftliche Engagement sinnvoll für den städtischen Baumbestand eingesetzt werden kann. Mit diesem Votum ist das in § 24 GO NRW für die formelle Beratung von Bürgeranträgen vorgesehene Verfahren abgeschlossen. Anlage/n 1 Bürgerantrag (öffentlich) 2 Bürgerantrag - komplett (nichtöffentlich)Seite 5 von 10 An die Stadt Bonn, Frau Oberbürgermeisterin Katja Dörner Altes Rathaus, Markt 53111 Bonn Bürgerantrag „Bäume für Bonn“ zur Bepflanzung verwaister Baumstandorte im öffentlichen Raum mit Setzlingen in Patenschaft Bonn, den 25.10.2022 Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, Hiermit stelle ich den Antrag auf nachfolgende Beschlussfassung durch den Rat der Stadt Bonn: BÜRGERANTRAG: Der Rat wird gebeten, das nachfolgend beschriebene Projekt „Bäume für Bonn“ als Kooperationsprojekt der Stadt Bonn und der Initiative „Bäume für Bonn“ zu realisieren: Bürger*innen pflanzen in Patenschaft bevorzugt einheimische Baumsetzlinge, idealerweise umgeben von einheimischen Wildkräutern, auf verwaiste Baumstandorte und andere Flächen im öffentlichen Raum. Die Baumsetzlinge haben ein intaktes und vollständig von Erde umgebenes Wurzelwerk und sind in möglichst ähnlichem lokalen Klima gekeimt. Die Initiative vermittelt zwischen Pat*innen und der Stadt Bonn. Die genauen Modalitäten werden zwischen der Initiative und der Stadt Bonn in einer Kooperationsvereinbarung festgelegt. Vorschläge der Initiative befinden sich im Anhang. Mit freundlichen Grüßen Die Initiative "Bäume für Bonn" unterstützt diesen Antrag.:Seite 6 von 10 BEGRÜNDUNG: Das Projekt „Bäume für Bonn“ kann durch gemeinschaftliches Engagement und mit minimalen Kosten dazu beitragen, die Stadt Bonn auf ihrem Weg zur Klimaneutralität zu unterstützen sowie im Klimawandel zu kühlen und lebenswerter zu gestalten. „Bäume für Bonn“ gibt dem Bedürfnis vieler Bonner*innen einen Raum, ihre Stadt vor der eigenen Haustüre aktiv und eigenverantwortlich gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu stärken. Über eine Einbeziehung von Kindergärten und Schulen kann das Projekt frühzeitig für Klimaschutz und Artenvielfalt sensibilisieren. „Bäume für Bonn“ imitiert natürliche Selektionsprozesse und will auf diese Weise Individuen heimischer Baumarten finden, die unter den extremen Bedingungen des Klimawandels und des Standortes in der Stadt überleben können. Einheimische Baumarten sind unverzichtbarer Bestandteil unseres Ökosystems (Stichwort Insektensterben, Artenschwund etc.). „Bäume für Bonn“ stärkt den städtischen Biotopverbund. Die Einbindung von Universitäten oder anderen Institutionen kann das Projekt fachlich begleiten und Daten für wissenschaftliche Zwecke nutzen. Hiermit bestätige ich, dass ich seit mindestens 3 Monaten in Bonn wohne.Seite 7 von 10 Bäume für Bonn (Entwurfsvorschlag für eine Kooperation mit der Stadt Bonn) 1. Die Kooperation zwischen der Bürgerinitiative „Bäume für Bonn“ und der Stadt Bonn (Amt für Umwelt und Stadtgrün) basiert auf dem nachfolgend beschriebenen Verständnis: 2. Ziel: Pflanzung von Samen oder sehr kleinen Setzlingen (mittlerweile) einheimischer Baum- arten auf städtischen Flächen. Die Setzlinge sind in einem Mikroklima gekeimt, das dem des geplanten Standortes möglichst ähnlich ist und besitzen ein vollständig mit Erde umgebenes intaktes Wurzelwerk. 3. Die Bürgerinitiative sammelt die Meldungen interessierter Baumpat*innen und klärt die vor- geschlagenen Standorte und Baumarten mindestens 2x pro Jahr vor den Pflanzzeiten im Herbst und im Frühjahr mit einer festen Ansprechpartner*in der Stadt verbindlich ab. 4. Bei Ablehnung von Vorschlägen begründet die Stadtverwaltung auf Nachfrage, warum be- stimmte Baumarten oder Standorte insbesondere im Straßenraum nicht verwendet werden dürfen. 5. Die Bürgerinitiative wird über die Baumpat*innen auf städtischen Flächen erst nach Abstim- mung mit der Stadt Bonn aktiv. 6. Die Bäume sind nach der Pflanzung Eigentum der Stadt Bonn und die Stadt Bonn über- nimmt die Bäume ab einem gewissen Zeitpunkt in das städtische Baumkataster sowie in die regelmäßige Begutachtung und Pflege. Die Stadt Bonn kann wie bei anderen städtischen Bäumen eine Fällung des Baumes ohne Beteiligung der Baumpat*in oder der Bürgerinitiati- ve vornehmen. Eine Begründung für die Fällung sollte die Stadt Bonn der Bürgerinitiative und der Baumpat*in im Vorfeld geben. 7. Die Baumpat*innen pflegen die kleinen bzw. heranwachsenden Pflanzen bis zu einem ver- einbarten Zeitpunkt nach den Vorstellungen der Stadt Bonn, die mit der Bürgerinitiative ab- gestimmt werden. Vorschläge: a) Grundsätzlich sollte ein Wässern nur in Ausnahmesituationen erfolgen. b) Der Setzling wird in eine Kuhle mit Wildkräuterbewuchs gesetzt, um Wasserversorgung und Beschattung zu verbessern. c) Aufgrund der schwierigen Standortbedingungen ist damit zu rechnen, dass viele Setzlinge eingehen. Daher können bis zu 3 Setzlinge auf einen Standort gepflanzt werden, unter denen später einer ausgewählt wird, bzw. nach Absprache mit der Stadt Ersatzsetzlinge in einem erneuten Versuch gepflanzt werden. 8. Die Stadt Bonn stellt ähnlich wie bei den Beet-Patenschaften ein Schild zur Verfügung, das auf das Projekt hinweist. 9. Die Bürgerinitiative beobachtet langfristig das Wachstum der unterschiedlichen Baumarten an den unterschiedlichen Standorten nach Möglichkeit mit Unterstützung der Universität oder anderer wissenschaftlicher Institutionen. Die gesammelten Informationen werden auch der Stadt Bonn zur Verfügung gestellt.Seite 8 von 10 (Detail: Die Baumpat*innen geben zweimal jährlich standardisierte Informationen (bspw. Baumhöhe oder Fotos) an die Bürgerinitiative als Grundlage für wissenschaftliche Auswer- tungen weiter.) Bäume für Bonn (Entwurfsvorschlag für die Erwartungen an die Baumpat*innen) 1. Baumpat*innen unterstützen die Bürgerinitiative Bäume für Bonn. 2. Baumpat*innen pflanzen und pflegen einen Baum auf städtischen Flächen, der durch die Anpflanzung in das Eigentum der Stadt Bonn übergegangen ist, in Abstimmung mit der Bür- gerinitiative nach den Vorgaben der Stadt Bonn (insbesondere Standort, Baumart, Pflanzzeit- raum und Pflanzart, Samen oder Herkunft und Alter des Setzlings). Die Bürgerinitiative ver- mittelt den Baumpat*innen die mit der Stadt Bonn abgestimmten Erwartungen an die Pflan- zung und die Baumpflege. 3. Den Baumpat*innen ist bewusst, dass erwartungsgemäß viele Setzlinge eingehen werden oder aus anderen Gründen entnommen oder gefällt werden müssen. 4. Baumpat*innen geben zweimal jährlich standardisierte Informationen (bspw. Baumhöhe und Fotos) an die Bürgerinitiative als Grundlage für wissenschaftliche Auswertungen weiter. 5. Baumpat*innen sind damit einverstanden, dass die Bürgerinitiative ihre Kontaktdaten (ins- besondere Vorname, Name, E-Mail, Handy/Telefonnummer und Adresse) speichern darf. 6. Eine Baumpatenschaft kann in Abstimmung mit der Bürgerinitiative und der Stadt Bonn auch auf eine andere Baumpat*in übertragen werden. 7. Die Stadt Bonn kann wie bei anderen städtischen Bäumen eine Fällung des Baumes ohne Beteiligung der Baumpat*in oder der Bürgerinitiative vornehmen. Eine Begründung für die Fällung sollte die Stadt Bonn der Bürgerinitiative und der Baumpat*in im Vorfeld geben.Seite 9 von 10 BÄUME für BONNBÄUME für BONN Gemeinsam - Straßenbäume als Setzlinge an verwaisten Standorten pflanzen - von uns allen: in Patenschaft - einheimische Setzlinge aus unseren Gärten, die das lokale Klima kennen - mit intakten Wurzeln und von einheimischen Wildkräutern umgeben - als Trittsteinbiotope über die ganze Stadt verteilt zur Unterstützung der Artenvielfalt - in Zusammenarbeit mit der Stadt Bonn - damit Bonn im Klimawandel lebenswert bleibt Gemeinsam pflanzen Wir freuen uns über alle, die helfen wollen! Bitte meldet euch! Bäume pflanzen für eine lebenswerte Stadt im Klimawandel Auf diese Weise könnten Bäume an Orten wachsen, die sonst nicht wieder bepflanzt werden.Seite 10 von 10
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:30 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de