222118 · Antrag
Infoschilder zu bestehenden Straßennamen der „Roten Siedlung“, sowie der Thuarstraße und Nonnstraße
Kerndaten
- Nummer
- 222118
- Art
- Antrag
- Veröffentlicht
- 25.10.2022
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Entscheidung federführend
Dateien
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Antrag öffentlich 222118 Antragsteller/in: Brigitta Poppe-Reiners Elmar Conrads-Hassel Thomas Fahrenholtz 25.10.2022 gez. Reeh-Schall Infoschilder zu bestehenden Straßennamen der „Roten Siedlung“, sowie der Thuarstraße und Nonnstraße Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 15.11.2022 Entscheidung Inhalt des Antrags In folgenden Straßen werden jeweils am Anfang und Ende der Straßen Zusatzschilder mit Hinweisen zu der jeweiligen Person angebracht: 1. Perthesanlage, Riegelerstraße und Gerhardsplatz 2. Nonnstraße und Thuarstraße Begründung Zu 1. Zur „Roten Siedlung“ gehören die Angelbisstraße, Perthesanlage, Riegelerstraße und der Gerhardsplatz sowie kleine Teile der Dorotheenstraße und des Lievelingsweges. Die Angelbisstraße hat schon ein Zusatzschild, das von den Anwohner:innen initiiert wurde aus Anlaß des 250. Geburtstages von Joseph Heinrich Angelbis im Jahre 2020. Die „Rote Siedlung“ stellt aber eine Einheit mit einer besonderen Geschichte dar: Die Gesamtplanung der Siedlung einschließlich der Grünanlage und die Bauentwürfe lieferte das Städtische Hochbauamt unter Stadtbaurat Radeboldt, das 1925 eigens einen Ausflug nach Holland machte, um die holländische Siedlungsweise zu studieren (General-Anzeiger vom 18.8.1931. Zu den Ausführungen wurden nur Bonner Firmen herangezogen. Die Häuser wurdenSeite 1 von 2 Seite 2 als Erwerbshäuser (etliche nach Reichsheimstättengesetz) ausgegeben (Angelbisstraße, Riegelerstraße, z.T. Gerhardsplatz) oder an Bedürftige vermietet (z. T. Gerhardsplatz, Perthesanlage und Dorotheenstraße/Riegelerstraße), die das Siedlungsamt in Verbindung mit dem Bund der Kinderreichen und der Fürsorgestelle des Wohnungsamtes einwies. Der Name der Siedlung geht auf den roten Putz zurück, der wohl ursprünglich in verschiedenen Abstufungen die Siedlung prägte. In der Straßennamensgebung wurde der soziale Ansatz ebenfalls aufgegriffen. Die weiteren Persönlichkeiten (neben Herrn Angelbis): - Herrmann Joseph Maria Gerhards (1797 – 1891) setzte sich in Bonn im Bereich des Armenwesens ein. Er war Beigeordneter der Stadt Bonn und Dezernent der Armenverwaltung. - Clemens Theodor Perthes (1809 – 1867) war Rechtsprofessor an der Bonner Universität und zeitweilig Bonner Stadtverordneter . Er war Gründer der „Herberge zur Heimat“ (In der Sürst) 1854) sowie in Folge Mitgründer der Inneren Mission (heute: Diakonie) - Philipp Joseph Riegeler (1778 – 1863) war ebenfalls Beigeordneter der Stadt Bonn und Begründer der Städtischen Sparkasse. Zu 2. Rund um die Rote Siedlung, also ebenfalls in der Äußeren Nordstadt sind Straßen nach Bonner Malern, die nur wenigen bekannt sind, benannt: Hans Thuar (1887 – 1945) , ein Freund von August Macke, war ein bedeutsamer Maler des Expressionismus, der in Bonn gelebt hat. Der etwas ältere Carl Nonn (1876 – 1949) lernte August Macke kurz vor dessen Tod kennen. Die Nonn- und Mackestraße wurden zeitgleich benannt (1951), die Thuarstraße entstand etwas später (1954). Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 04:13 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de