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222107 · Antrag

SPD-Antrag: Konkretisierung des Raumprogramms Stadthalle Bad Godesberg

Nummer
222107
Art
Antrag
Veröffentlicht
26.10.2022
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 26.10.2022
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 17.11.2022

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 17.11.2022 Anregung
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Antrag
öffentlich
222107
Antragsteller/in:
SPD Bezirksfraktion Bad Godesberg
Dr. Uli Barth
Angelika Stabenow
24.10.2022 gez. Jansen
SPD-Antrag: Konkretisierung des Raumprogramms
Stadthalle Bad Godesberg
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bad Godesberg 17.11.2022 Anregung
Inhalt des Antrags
Die Bezirksvertretung möge folgenden Beschluss fassen:
1. Die Stadtverwaltung überprüft gemeinsam mit dem bereits beauftragten Büro
v-Architekten (Architekten Denninger) den Zeitplan für die Sanierung mit dem
Ziel einer substantiellen Beschleunigung der Planungsphase, ohne dabei das
Ziel einer realistischen Projektplanung aus den Augen zu verlieren.
2. Die Bezirksvertretung stimmt der weiteren Ausarbeitung der geplanten
Änderungen am Nutzungskonzept mit der Maßgabe zu, dass als Ersatz für die
nicht realisierbare Unterteilung des Großen Saals sowie des Restaurants
Möglichkeiten zur Einrichtung eines Workshopbereichs geprüft werden
(insbesondere in Teilbereichen der bisherigen Spülküche im Kellergeschoss
und/oder der bisherigen Pächterwohnung).
3. Der Trinkpavillon wird jedoch nicht in den Veranstaltungsbereich integriert,
es muss weiterhin ein separater Betrieb möglich bleiben. Eine punktuelle
Nutzung für besondere Veranstaltungen erscheint aber in Abstimmung mit dem
Betreiberverein vorstellbar.
4. Die Stadtverwaltung prüft Möglichkeiten zur Herstellung eines weiteren
Fluchtwegs für Bierkeller und Kegelbahnen, um diese auch künftig betreiben
und nicht nur als Lager nutzen zu können.
5. Vor Planungsbeginn wird das finale Raumprogramm der Bezirksvertretung
zur Beschlussfassung vorgelegt.
6. Die Bezirksvertretung dringt auf die Umsetzung ihres vom Rat
(Hauptausschuss anstelle des Rats) bestätigten Beschlusses vom 17.02.2021
(DS 201482-04 AA), wonach sämtliche Räume, die nicht zwingend aus
Sicherheitsgründen geschlossen bleiben müssen, wieder geöffnet werden.Seite 1 von 4
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Begründung
Das mit langem Verzug mittlerweile vorgelegte Raumprogramm enthält
weitreichende Änderungen am bisher vorgesehenen Nutzungskonzept.
Zahlreiche Vorschläge erscheinen erwägenswert; an diesen
Änderungsvorschlägen wird deutlich, dass das Nutzungskonzept – wie vom
SGB mehrfach hervorgehoben – noch keine hinreichend konkrete Grundlage
für den anstehenden Umbau der Stadthalle war, da zahlreiche Fragen
ungeklärt blieben. Die SPD-Fraktion begrüßt, dass diese Konkretisierung jetzt
endlich erfolgt; dies stellt einen notwendigen Zwischenschritt vor Beginn der
Planungsleistungen der Architekten dar, um zu vermeiden, dass auch in
diesem denkmalgeschützten Gebäude teure Umplanungen zu einem späten
Zeitpunkt aus Politik und/oder Verwaltung verlangt werden. Allerdings hätte
dieser Schritt schon längst erfolgen müssen.
Zu Ziff. 1:
Es ist grundsätzlich zu begrüßen, dass sich die Stadtverwaltung um einen
realistischen Zeitplan bemüht. Der jetzt vorgelegte Zeitplan erscheint aber mit
so viel Sicherheitszuschlägen versehen, dass zu befürchten ist, dass
langsamer gebaut wird als möglich. Insbesondere in den Planungs- und
Gremienphasen dürfte noch Optimierungspotential liegen.
Ganz zentral für die Dauer der Planungsphase ist die Einschätzung der
Architekten, wie viel Zeit sie benötigen. Da die Architekten hier bereits mit dem
Objekt vertraut und zugleich Urheberrechtsinhaber sind, erscheint es möglich,
dass die Planung weniger als die vorgesehenen 30 Monate benötigt. Vor
diesem Hintergrund wird die Stadtverwaltung aufgefordert, die Zeitplanung mit
den Architekten abzustimmen und auf Beschleunigungsmöglichkeiten hin zu
untersuchen.
Zu Ziff. 2:
Der Vorschlag, auf die beschlossene Unterteilung des Großen Saals zu
verzichten, erscheint aus denkmalpflegerischen und funktionalen Gründen
nachvollziehbar. Die erforderlichen beweglichen Trennelemente würden
erhebliche Stauräume an den Seitenwänden sowie der Stirnseite des Saals
beanspruchen (vor allem, wenn sie eine für eine ansatzweise akustische
Entkopplung der beiden Teilräume sorgen sollen), die nicht vorhanden sind.
Auch der Verzicht auf die weitere Unterteilung des Restaurants erscheint
nachvollziehbar. Sollte noch auf weitere Räume verzichtet werden, wie an
einigen Stellen des Raumprogramms angedeutet (z.B. Brunnensaal, s. S. 20
des Raumprogramms, Parksäle, aaO. S. 21), dürfte die Stadthalle nicht mehr
über eine hinreichend große Zahl von Räumen für Veranstaltungen mit
Arbeitsgruppen verfügen. Dies erscheint aber für die zukünftige Nutzbarkeit
entscheidend.
Aus diesem Grund ist es erforderlich, möglichst alternative Räume für
Arbeitsgruppen zu schaffen. Geeignete Flächen könnten in der Spülküche imSeite 2 von 4
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Untergeschoss, die auf einer Seite über Tageslicht verfügt und vom kleinen
Foyer aus zugänglich ist, oder in der bisherigen Pächterwohnung zu finden
sein. Auch der Karajanflügel könnte dafür in Betracht kommen.
Zu Ziff. 3:
Die Integration des Trinkpavillons in den Veranstaltungsbereich (aaO. S.
22)widerspricht dem Beschluss der Bezirksvertretung vom 6. Mai 2020, der
weiterhin eine kulturelle Nutzung dafür vorsieht.
Zu Ziff. 4:
Es erscheint nicht sinnvoll, Bierstübchen und Kegelbahnen stillzulegen und als
Lagerflächen und Nebenflächen für die Gastronomie zu nutzen (aaO., S. 24).
Einerseits sind die Räume denkmalgeschützt und müssen ohnehin erhalten
bleiben, andererseits könnten gerade sie als Grundstock für die gewünschten
„Bar- oder Nightlifekompetenzen“ (aaO., S. 17) dienen. Die Schaffung eines
zweiten Fluchtwegs dürfte wegen der nachträglich darüber errichteten
Parksäle, die über das Untergeschoss hinausragen, tatsächlich schwierig sein,
erscheint jedoch unter dem Fensterbereich des Parksaals oder über die
Kegelbahnen nicht ausgeschlossen. Dies muss zumindest geprüft werden,
auch hinsichtlich des erforderlichen Aufwands.
Zu Ziff. 5:
Verschiedene weitere Punkte werfen Fragen auf, beispielsweise die Schließung
des direkten Zugangs zur U-Bahn, eine Verkleinerung der
(denkmalgeschützten) Garderobe sowie die Umwandlung des Tagungsbüros in
Lagerräume bzw. Garderobe. Um den weiteren Fortschritt der Arbeiten nicht zu
behindern und zugleich eine umfassende Entscheidungsgrundlage zu schaffen,
kann die endgültige Entscheidung darüber jedoch noch aufgeschoben werden.
Dies setzt allerdings einen abschließenden Beschluss der Bezirksvertretung vor
Planungsbeginn durch die Architekten und die Vorplaner voraus. Wird dieser
durch laufende Unterrichtungen über den Stand der Überlegungen vorbereitet,
ist dadurch auch keine weitere Verzögerung zu erwarten.
Zu Ziff. 6:
Die Verzögerung von vier Jahren gegenüber dem ursprünglich für Herbst 2022
vorgesehenen Baubeginn ist nur hinnehmbar, wenn die Stadthalle in der
Zwischenzeit im maximal möglichen Umfang genutzt wird. Dies haben
Bezirksvertretung und Rat ohnehin bereits beschlossen, die Stadtverwaltung ist
mit der Umsetzung seit Langem in Verzug. Es ist gerade in Zeiten der
Energiekrise nicht nachvollziehbar, wieso ausgerechnet der Bereich, in dem die
Fußbodenheizung Leck ist und der deswegen mit Elektro-Radiatoren beheizt
werden muss, geöffnet wird, während Brunnensaal, Kleiner Saal,Seite 3 von 4
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Terrassensaal, Karajan-Flügel, Restaurant und Foyer über funktionierende
Heizungen verfügen und dennoch geschlossen bleiben, ohne dass bis heute
dafür nachvollziehbare Gründe genannt worden wären. Die längst zugesagte
Vorlage der Pläne zu den Sperrbereichen des Großen Saals ist bis heute nicht
erfolgt. Angesichts der langen Zeit, die sich die Stadtverwaltung bis zum
Sanierungsbeginn nehmen möchte, muss auch der nötige Aufwand betrieben
werden, die Stadthalle umfassend wieder in Betrieb zu nehmen.
Die Versäumnisse der Stadtverwaltung bei der rechtzeitigen Planung der
Stadthallen-Sanierung dürfen nicht auf dem Rücken der Bürgerinnen und
Bürger sowie der Vereine ausgetragen werden.
Anlage/n
KeineSeite 4 von 4

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Datenstand: 02.11.2026, 21:42 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de