222053 · Mitteilungsvorlage
Die Bonner Gesamtstrategie zur Klimaneutralität bis 2035: ein Überblick
Kerndaten
- Nummer
- 222053
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 13.10.2022
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Kenntnisnahme
- Sitzung des Beirates Bürgerbeteiligung Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Kenntnisnahme
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 222053 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung Dezernat: Dez. OB Die Bonner Gesamtstrategie zur Klimaneutralität bis 2035: ein Überblick Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 03.11.2022 Kenntnisnahme Beirat Bürgerbeteiligung 11.11.2022 Kenntnisnahme Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 16.11.2022 Kenntnisnahme Mitteilung: Um das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen, werden aktuell (Stand Oktober 2022) auf mehreren Ebenen Pläne zur Klimaneutralität in Bonn erarbeitet: 1. Mit der Erarbeitung des „Klimaplan 2035“ wurde Ende 2021 ein Konsortium aus den drei Partnern Jung Stadtkonzepte, Gertec Ingenieurgesellschaft und Wuppertal Institut beauftragt. Der Klimaplan besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen: der erste Teil ist eine Gesamtstrategie für die Stadt, die das CO2-Restbudget und den Zielpfad, die Reduktionspotenziale der verschiedenen Handlungsfelder sowie ein mögliches Maßnahmen-Portfolio umfasst. Der zweite Teil ist ein Arbeitsprogramm für die Kernverwaltung für zunächst die Jahre 2023 bis 2025, das eine Vielzahl konkreter Umsetzungs-Aktivitäten enthält (siehe Mitteilungsvorlage Bonner Klimaplan 2035 – Stand September 2022, DS 221693). Die Verwaltung beabsichtigt den Grundsatzbeschluss zum Klimaplan 2035 zur ersten Lesung in die Ratssitzung am 08.12.2022 einzubringen. 2. Darüber hinaus hat der Rat im September 2020 (DS 201373) den Beschluss zum „Klimaneutralen Konzern 2035“ gefasst. Der Beschluss bezieht sich neben der sogenannten Kernverwaltung auch auf die Beteiligungsgesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung, darunter die Stadtwerke Bonn, bonnorange, das Städtische Gebäudemanagement, Theater, Seniorenzentren und die Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG (Vebowag). Das Konzept betrachtet die Stadt als Unternehmenskonzern und wendet zur Bilanzierung der Treibhausgas-Emissionen den internationalen Standard des Greenhouse Gas Protocol an. Nach der Bestandsaufnahme der Treibhausgas-Emissionen mit Bezugsjahr 2019 durch die beauftragte Trianel GmbH wird durch das selbe Büro zurzeit ein Maßnahmen- Fahrplan zur Erreichung des Ziels Klimaneutralität bis zum Jahr 2035 erstellt. Ziel ist, Maßnahmen bis zum Jahr 2035 aufzuzeigen, die in allenSeite 1 von 2 Seite 2 städtischen Betrieben und Gesellschaften durchzuführen sind, und die außerhalb des städtischen Haushalts stehen. Der „Klimaplan 2035“ ist mit seiner Gesamtstrategie zur Erreichung der Klimaneutralität auch für den „Klimaneutralen Konzern“ bindend. Durch gemeinsame Abstimmungen ist eine konzeptionelle Synchronisierung beider Planungen sichergestellt. 3. „Bonn4Future – Wir fürs Klima“ ist ein im Dezember 2020 gestartetes Mitwirkungsverfahren zum Thema Klimaneutralität bis 2035, initiiert und umgesetzt vom gemeinnützigen Verein Bonn im Wandel e.V., in enger Kooperation mit der Stadt Bonn. In vier Klimaforen wurde von zufällig ausgewählten Bürger*innen gemeinsam mit gesellschaftlichen Akteur*innen schrittweise der „Bonn4Future Bürger*innen- Aktionsplan für ein klimaneutrales und lebenswertes Bonn“ erarbeitet (siehe DS 222054). Im Klimaforum 1 stand die Entwicklung positiver Zukunftsbilder im Mittelpunkt. In den Klimaforen 2 und 3 haben die Teilnehmenden viele Empfehlungen und Projektideen zu den Schwerpunkt-Themen Wohnen und Mobilität entwickelt. In Klimaforum 4 wurde aufbauend auf den vorherigen Foren schließlich der Bürger*innen-Aktionsplan in sieben Themenfeldern erarbeitet. Die Ergebnisse sind eine Ergänzung, Vertiefung und an manchen Stellen auch eine Erweiterung des Klimaplans, denn sie zeigen was Bürger*innen brauchen, um die Transformation aktiv mitzugestalten. Die Gutachter*innen des „Klimaplan 2035“ haben an den Klimaforen 2 und 3 aktiv mitgewirkt und die Ergebnisse innerhalb der Erarbeitung des Klimaplans gewürdigt. Dies wird im Klimaplan entsprechend kenntlich gemacht. Aus Zeitgründen können die Ergebnisse des 4. Klimaforums nicht mehr in der ersten Version des „Klimaplan 2035“ berücksichtigt werden. Die Erkenntnisse aus dem Bürger*innen-Klimaaktionsplan sollen deshalb in die kontinuierliche Fortschreibung des Klimaplans einfließen. Außerdem bereitet das Bonn4Future-Team gemeinsam mit den Kooperationspartner*innen in der Stadtverwaltung eine Vorlage vor (Frühjahr 2023) mit den Ergebnissen der Klimaforen sowie Vorschlägen, wie mit den Ergebnissen umzugehen ist. Neben den Klimaforen umfasst das Bonn4Future-Verfahren u.A. eine Mitmachplattform (www.bonn4future.de) und weitere öffentliche Veranstaltungsformate wie den Klimaaktionstag, Kommunikationstrainings und die Bonn4Future Projektwerkstatt für Jugendliche. In allen drei Plänen werden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt, um das gleiche Ziel zu erreichen, nämlich Bonn bis 2035 klimaneutral zu machen. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 03:59 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de