222006-44 ST · Stellungnahme der Verwaltung
ST zu 16 AA: FDP Änderungsantrag: Zielbeschluss Bonner Klimaplan; hier: Verhalten zur Verkehrsmittelwahl Antrag zur Vorlage
Kerndaten
- Nummer
- 222006-44 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 06.03.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Kenntnisnahme
- Sondersitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Kenntnisnahme
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 222006-44 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung Dezernat: Dez. OB ST zu 16 AA: FDP Änderungsantrag: Zielbeschluss Bonner Klimaplan; hier: Verhalten zur Verkehrsmittelwahl Antrag zur Vorlage Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 09.03.2023 Kenntnisnahme Ausschuss für Mobilität und Verkehr 14.03.2023 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Die Verwaltung möge ihre pauschale Feststellung in Band 1, S. 47, mit wissenschaftlichen Erkenntnissen belegen oder streichen. Zitat: „Das Verhalten zur Verkehrsmittelwahl wird oft bereits in jungen Jahren ausgebildet und dann zunächst beibehalten, Änderungen werden oft als unangenehm empfunden und stoßen auf besonders großen Widerstand. Dieses stark von Gewohnheiten geprägte Verhalten im Bereich Mobilität macht Änderungen besonders schwer und erfordert langfristige Prozesse.“ Mobilitätserfahrungen, die im Kindes- und Jugendalter gemacht werden wie beispielsweise das Mobilitätsverhalten der Eltern und deren Verkehrsmittelwahl bei Hol- und Bringfahrten prägen in einem entscheidenden Maße das spätere Verkehrsverhalten als Erwachsener [1]. In diesem als Verkehrssozialisation bezeichneten Prozess wird somit bereits bei Kindern und Jugendlichen der Grundstein für nachhaltige oder auch für nicht nachhaltige Mobilität gelegt. Dies ist insofern von großer Bedeutung, weil die Verkehrsmittelwahl in vielen Fällen von sehr persistenten und nur schwer veränderbaren Verhaltensmustern geprägt ist. So zeigt der Blick auf die Verkehrsmittelwahl im Personenverkehr in der jüngeren Vergangenheit in Deutschland, dass der Pkw nach wie vor das dominierende Verkehrsmittel ist und sich sein Anteil an den zurückgelegten Wegen zwischen 2002 und 2017 um lediglich drei auf immer noch 57 Prozent verringert hat. Diese Entwicklung zeigt deutlich, wie wichtig im Sinne der Förderung eines nachhaltigen Mobilitätsverhaltens im Erwachsenenalter die Förderung einer nachhaltigen Mobilität im Kindesalter ist.Seite 1 von 2 Seite 2 [1] Institut für empirische Soziologie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen- Nürnberg (Hrsg.) (2008): Mobilität von Kindern und Jugendlichen. Langfristige Trends der Änderung ihres Verkehrsverhaltens. Online verfügbar unter https://www.ifes.fau.de/files/2017/07/FUNK_2008_IfeS-Materialienband_5- 2008.pdf Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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