221845-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Freibadsaison für das Panoramabad Rüngsdorf verlängern
Kerndaten
- Nummer
- 221845-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 06.10.2022
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Kenntnisnahme
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 221845-02 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 52 Sport- und Bäderamt Dezernat: Dez. IV Freibadsaison für das Panoramabad Rüngsdorf verlängern Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 19.10.2022 Stellungnahme Inhalt der Stellungnahme: Die Funktionen und Betriebsmöglichkeiten der Freibäder und Hallenbäder sind nicht identisch. Die Nutzbarkeit der Wasserfläche in einem Freibad ist nicht beliebig ausdehnbar. Im Gegensatz zu den Hallenbädern werden die Freibäder im Herbst eingewintert, das heißt sie werden soweit wie möglich vor Frost geschützt und außer Betrieb genommen. Aus Frostschutzgründen wird das Wasser in den Becken belassen. Dennoch kommt es aufgrund der Witterungsverhältnisse über die Schließzeit immer wieder vor allem zu Fliesenschäden. Das ist auch im Freibad Rüngsdorf alljährlich der Fall. Vor dem Start in die jeweils neue Sommersaison werden die Freibäder ausgewintert, das heißt sie werden für den Sommerbetrieb ertüchtigt. Dazu gehört auch, dass die oben erwähnten, durch Frost entstandenen Fliesenschäden, ausgebessert werden müssen. Diese Arbeiten werden alljährlich ausgeschrieben und können erst dann begonnen werden, wenn auch die nächtliche Frostperiode sicher beendet ist. Ansonsten wären die Fliesenreparaturen nicht dauerhaft. Es gibt nicht selten im April noch Frostnächte, so dass erst relativ spät mit den Reparaturarbeiten begonnen werden kann. Danach folgen Ruhezeiten für die frisch angebrachten Fliesen, Reinigung, Wiederbefüllung der Becken und Zeiten für die Wasserproben, so dass es oft knapp wird, Freibäder bis Ende Mai in Betrieb zu nehmen. Gegen eine Ausweitung der Freibad-Öffnungszeiten spricht außerdem der erhöhte Energiebedarf. Dieser umfasst den benötigten Strom für die Umwälzungspumpen und insbesondere den Wärmebedarf in den Monaten Mai und September. Selbst wenn die Wetterlage tagsüber schön ist – was in diesen beiden Monaten nicht sicher ist - so sind die nächtlichen Temperaturen erfahrungsgemäß niedrig, so dass ein Beheizen der Becken zwingend erforderlich wäre. Unter Berücksichtigung der derzeit stark steigenden Energiepreise ergeben sich somit bei einer Ausweitung der Öffnungszeiten zusätzliche Kosten, die das Defizit des Bäderbetriebes deutlich erhöhen würden und im städtischen Haushalt aufgefangen werden müssten.Seite 1 von 2 Seite 2 Darüber hinaus ist zu bedenken, dass die Wetterlage im Mai und September oft wechselhaft ist und Außentemperaturen unter 25 °C fast ausschließlich für Sportschwimmer*innen geeignet sind. Für den Schul- und Vereinsbetrieb sind solche Temperaturen in der Regel nicht geeignet. Das hätte zur Folge, dass durch die Erweiterung der Öffnungszeiten nur eine sehr geringe Zielgruppe profitieren würde und die hoch priorisierte Zielgruppe der Nichtschwimmer*innen bzw. der Anfängerschwimmer*innen nicht erreicht würde. Ein weiterer Aspekt ist die Personalplanung. Die Ausweiterung hätte einen erhöhten Personalbedarf zur Folge, der mit dem jetzigen Stellenplan nur schwer abgedeckt werden könnte. Darüber hinaus würde eine wetterabhängige Öffnung des Freibades in Rüngsdorf eine Urlaubsplanung unmöglich machen. Aufgrund der genannten Punkte sieht die Verwaltung keine Möglichkeit, die Öffnungszeiten von derzeit drei auf fünf Monate auszuweiten. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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