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221773 · Mitteilungsvorlage

Hochwasserschutz in der Stadt Bonn

Nummer
221773
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
13.09.2022
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 03.11.2022 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
221773
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
66 Tiefbauamt
Dezernat:
Dez. III
Hochwasserschutz in der Stadt Bonn
Beratungsfolge
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
03.11.2022 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Nach dem Beschluss des Hauptausschusses vom 28.01.2014 ist dem
Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz einmal jährlich ein Bericht über
die umgesetzten und geplanten Maßnahmen im Bereich des
Hochwasserschutzes in Bonn sowie ein zugehöriger Zeit- und Kostenplan
vorzulegen (DS-Nr. 1313713NV5 – Beschlusspunkt 2).
Der letztjährige Bericht ist (mit leichter Verspätung) im Ausschuss für Umwelt
und Verbraucherschutz am 20.01.2022 erfolgt (DS 212369). Gegenüber dem
damaligen Sachstand sind nachfolgende Veränderungen bzw. Entwicklungen
eingetreten. Ergänzend zum Sachstand wird ein Ausblick auf weitere
Bearbeitungsschritte gegeben.
Angaben zu zukünftigen zeitlichen Verläufen stehen unter dem Vorbehalt der
personellen Ressourcen, der Bereitstellung der Haushaltsmittel, der Erteilung
der wasserrechtlichen Genehmigungen, der Zustimmung der politischen
Gremien und, wo erforderlich, des Grunderwerbs.
Hochwasserschutz Mehlemer Bach
Die Aufweitung des Bachquerschnitts und der Neubau bzw. die Erweiterung
von Hochwasserschutzmauern zwischen der B9 und der Mainzer Straße sowie
die Sanierung des Bachkanals und des Durchlasses unterhalb der Mainzer
Straße wurde in verschiedene Bauabschnitte aufgeteilt. Die Sanierung der
Bachverrohrung zwischen Mainzer Straße und Rheinmündung wird Ende
dieses Jahres beginnen. Gerinneaufweitungen im Bachbett und begleitende
Ufermauern werden 2023 realisiert. Die Sanierung des Durchlasses Mainzer
Straße ist für den Zeitraum der Sommerferien 2023 geplant.
Hochwasserrückhaltebecken Holzlarer See (inkl. Beseitigung der
ökologischen Defizite am Holtorfer Bach)
Die Renaturierung des Holtorfer Bachs sowie die Anpassung des
Rückhaltebeckens Holzlarer See an die DIN 19700 sind weit vorangeschritten.
Aktuell erfolgt die Initialbepflanzung der Uferbereiche. Die Beendigung der
Baumaßnahme wird für Ende 2022 angestrebt. Während der gesamten Bauzeit
wird der derzeitige Hochwasserschutz gewährleistet und nach Abschluss der
Maßnahme deutlich verbessert.Seite 1 von 3
Seite 2
Hochwasserschutz Graurheindorf
Die Genehmigungsplanung für die Bachumlegung wurde im September 2021
bei der Unteren Wasserbehörde eingereicht. Aktuell befindet sich das
Verfahren in der Öffentlichen Auslegung. Die Beteiligung der Träger öffentlicher
Belange wurde abgeschlossen.
Das zur Bachumlegung notwendige Flurbereinigungsverfahren wird von Seiten
der Bezirksregierung Köln vorbereitet und erst mit Vorliegen des
Planfeststellungsbeschlusses durchgeführt werden.
Die Genehmigungsplanung für den technischen Hochwasserschutz am
Rheinufer, zur Vorlage bei der Bezirksregierung Köln, kann erst nach
Genehmigung des Planfeststellungsverfahrens zur Umlegung des Rheindorfer
Bachs durch die UWB erfolgen.
Alarmmeldesystem an kleineren Gewässern
Mit Blick auf die schweren Unwetter im Juli 2021 hat sich das
Alarmpegelsystem in der Einsatzkoordination der Feuerwehr bewährt. Es
wurden weitere mögliche Standorte an überflutungsgefährdeten Stellen geprüft.
Das Alarmpegelsystem wurden im Frühsommer 2022 um drei weitere
Standorte (Mehlemer Bach/Mainzer Straße, Godesberger Bach/Brunnenallee
und Hardtbach/Bahnhofstraße) ergänzt.
Die neuen Stationen sind bereits im Einsatz und wurden in die Einsatzplanung
der Leitstelle der Feuerwehr integriert.
Verbesserung der Hochwasserentlastung am Dransdorfer Bach
Die Umbauarbeiten zur Verbesserung der Hochwasserentlastung am
Dransdorfer Bach wurden Anfang 2022 begonnen und werden voraussichtlich
im November 2022 abgeschlossen sein.
Nach Fertigstellung können höhere Abflüsse über den Bonner Randkanal
abgeführt werden. Das vergrößert den Handlungsspielraum für eine effektive
Umsetzung der Ziele der WRRL (Wasserrahmenrichtlinie) für den Unterlauf und
auch möglicher Hochwasserschutzmaßnahmen für den Oberlauf, da nach
Möglichkeit dem Gewässer mehr Raum gegeben und vorhandener Sohl- und
Uferverbau entfernt wird.
Godesberger Bach, Grundlagenermittlung und Studie zu Möglichkeiten
eines Hochwasserschutzes
Auf Basis der neuen Berechnungsergebnisse zum gesetzlich festgelegten
Überschwemmungsgebiet im Frühjahr 2021 wurde eine Studie zu möglichen
Verbesserungsmaßnahmen des Hochwasserschutzes zusammen mit der
Gemeinde Wachtberg beauftragt. Die Arbeiten dazu wurden abgeschlossen
und werden entsprechend in der Politik vorgestellt. (s. DS 221713).
Umbauarbeiten am Hochwasserrückhaltebecken Wittgesbach
Der Dauerstau im Hochwasserrückhaltebecken war ursprünglich als See
angelegt und verlandete über die Jahre. Um den Hochwasserschutz zu
verbessern und die eigendynamische Entwicklung des Bachs im Hauptschluss
durch das Becken wiederherzustellen, werden Umbauarbeiten erforderlich.
Das Becken soll zukünftig gesteuert betrieben werden. Dazu erfolgt eine
Anpassung an DIN19700 (neue Regel- und Messtechnik). Auch das Vorbecken
bachaufwärts wird aufgegeben und stattdessen dort ein Grobrechen installiert.
Die Voruntersuchungen wurden abgeschlossen und für den Umbau des
Hochwasserrückhaltebeckens wird zeitnah eine Entwurfsplanung erstellt.Seite 2 von 3
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Überarbeitung Hochwasserschutzkonzept Rhein
Die Aktualisierung des Hochwasserschutzkonzeptes Rhein wurde in 2021
begonnen und dauert aktuell noch an.
Katastrophenschutzplan Rheinhochwasser
Im August 2022 fand zu Übungszwecken ein Probeaufbau der mobilen
Hochwasserschutzelemente für die zweite Verteidigungslinie bei einem
Rheinhochwasser in Beuel statt. In Zusammenarbeit mit der für die
Gefahrenabwehr zuständigen Feuerwehr sowie dem Technischen Hilfswerk,
Ortsverband Beuel, wurden das Aquariwa-Tonnensystem in der
Hermannstraße und das Dammbalkensystem in der Prof.-Neu-Allee aufgebaut.
Umbau Hochwasserrückhaltebecken Katzenlochbach
Vorarbeiten zur Vermessung und Grundlagenermittlung wurden durchgeführt
und befinden sich aktuell in Bearbeitung. Ziel ist eine Anpassung an die
verschärften technischen Regeln für den Betrieb des Beckens und eine
Verbesserung des Hochwasserschutzes. Gleichzeitig wird die
Wiederherstellung der Gewässerdurchgängigkeit betrachtet.
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 03.11.2026, 00:45 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de