221767-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Koalitionsantrag - Verbesserung der Aufenthaltsqualität in den Zentren
Kerndaten
- Nummer
- 221767-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 02.11.2022
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Beuel Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Kenntnisnahme
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Kenntnisnahme
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 221767-01 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 67 Amt für Umwelt und Stadtgrün Dezernat: Dez. III Koalitionsantrag - Verbesserung der Aufenthaltsqualität in den Zentren Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 03.11.2022 Kenntnisnahme Bezirksvertretung Bad Godesberg 17.11.2022 Kenntnisnahme Bezirksvertretung Beuel 07.12.2022 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Zu 1. Die Verwaltung ist aktuell in der Bearbeitung eines Baumkonzeptes. Das Konzept sieht vor, vorrangig in Straßen, Möglichkeiten für neue Baumpflanzungen zu untersuchen. Durch die Erhöhung des Baumanteils soll ein klimatischer Ausgleich durch Verschattung, Abkühlung und Staubbindung geschaffen werden. Es ist geplant, noch in diesem Jahr erste Ergebnisse der Untersuchung zu erhalten. Somit könnten möglicherweise schon die ersten Baumpflanzungen an Straßen im Frühjahr 2023 erfolgen. Erfahrungsgemäß ist es aber äußerst schwierig, im verdichteten Innenstadtbereich, insbesondere in Stadtteilzentren, neue Baumstandorte zu schaffen. Neben den vielfältigen Vorgaben durch Leitungsträger müssen Durchfahrtsmöglichkeiten, regelmäßige Veranstaltungen (z.B. Märkte) und die grundsätzlich meist eingeschränkten Platzverhältnisse beachtet werden. Erfahrungen anderer Städte in der Umsetzung von Baumkonzepten bestätigen dies im Wesentlichen. Bei Annahme des Antrages kann die Verwaltung prüfen, wie weit die Untersuchung zum Baumkonzept auch auf die Stadtteilzentren ausgedehnt werden kann. Dies bedeutet jedoch eine Erweiterung des bestehenden Auftrages, was finanziell aktuell noch nicht eingeplant ist. Zu 2. Die Aufstellung von mit Bäumen bepflanzten Kübeln ist mit sehr großen Aufwendungen für die Unterhaltung und Pflege verbunden. Bei einer vergleichbaren Aktion, „Hovens Beet“, handelte es sich um eine besondere Maßnahme für das Beethoven-Jahr der Bundesstadt Bonn. Im Vorfeld hatte sich die Verwaltung um ein Sponsoring bei verschiedenen Firmen über den Verband bemüht. Es hat sich nur die Fa. Forster Garten- und Landschaftsbau GmbH bereitSeite 1 von 3 Seite 2 erklärt, sich mit dieser schönen Aktion als Sponsor am Beethoven-Jahr 2020 zu beteiligen und dem Umfeld des Beethovenhauses in der Bonngasse ein so attraktives Erscheinungsbild zu geben. Grundsätzlich können Bäume dieser Größe in solchen Blumenkübeln höchstens vier bis fünf Jahre erhalten werden, dann werden die Kübel für das Wurzelwerk der Bäume zu klein und die Bepflanzung muss komplett erneuert werden. Nach vier, fünf Jahren in den engen Gefäßen ist die Chance auf einen Anwuchserfolg nach einer Umpflanzung aber auch sehr viel schlechter als nach zwei Jahren. Der Aufwand für die Unterhaltung der Bäume in Kübeln ist enorm hoch. Die Fa. Forster bezifferte in ihrer Presserklärung selber einen „hohen fünfstelligen Betrag“, den sie aufwenden musste. Diese Mittel sind im städtischen Budget des Amts für Umwelt- und Stadtgrün nicht vorhanden. Auch die Gärtner*innen Meisterbezirke sind personell nicht in der Lage, Baumkübel fachgerecht und nachhaltig zu pflegen. Nach den damaligen Berechnungen der Fa. Forster, die durch Angebote bestätigt wird, die die BezVerwSt Beuel für den Rathausvorplatz eingeholt hat, ist von jährlichen Unterhaltungskosten i. H. v. 1.500 € / Kübelbaum auszugehen. Bei einer Vergabe muss der Verwaltungsaufwand dafür berücksichtigt werden. Die Verwaltung empfiehlt daher, primär die Möglichkeit der Pflanzung neuer Bäume weiter zu forcieren. Zu 3. Zentrum Stadtbezirk Bonn: Das Zentrenmanagement für die Bonner Innenstadt im Rahmen des Masterplans Innere Stadt Bonn startet ab Januar 2023 für mindestens 4 Jahre mit 1,5 Personalstellen vor Ort. Somit können ab 2023 weitere Maßnahmen zur Stärkung und Attraktivierung der Innenstadt, wie z.B. Straßenmobiliar, umfangreicher geprüft und umgesetzt werden. Ebenfalls wird das Zentrenmanagement auch, neben dem Verfügungsfond der Städtebauförderung, auf die Suche nach Fördermöglichketen gehen können. Für die Bonner Innenstadt gibt es bereits einen Beschluss für zusätzliche Bänke (siehe DS 200775). Die Standorte der Bänke sind bereits beschlossen (DS 211984-01). Zentrum Stadtbezirk Bad Godesberg: Die klimagerechte Aufwertung und Erhöhung der Aufenthaltsqualität im Stadtbezirkszentrum ist ein zentrales Ziel des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzeptes für die Innenstadt von Bad Godesberg (ISEK). Der Wettbewerbssiegerentwurf sieht für die Neugestaltung u.a. neue Baumstandorte und Sitzmöglichkeiten vor. Aktuell werden die Planunterlagen für die Neugestaltung der Plätze Am Fronhof und Theaterplatz als erste Bauabschnitte durch das Büro capattistaubach urbane Landschaften ausgearbeitet. Bei Bewilligung von Städtebaufördermitteln (Antragstellung geplant in 2023) kann die Neugestaltung der genannten Plätze baulich umgesetzt und somit den beantragten Zielen der Verbesserung der Aufenthaltsqualität umfänglich entsprochen werden. Die parallel erfolgende Ausarbeitung des Masterplanes wird weitere Maßnahmen in der Innenstadt von Bad Godesberg aufzeigen, deren Umsetzung sukzessive an die NeugestaltungSeite 2 von 3 Seite 3 der Plätze Am Fronhof und Theaterplatz folgen soll. Mögliche vorzeitige bzw. kurzfristig umsetzbare Aufwertungen durch mobile Sitzgelegenheiten oder Pflanzkübel sind daher im Stadtbezirkszentrum Bad Godesberg immer mit dem Wettbewerbssieger bezüglich Gestaltung und Standortwahl abzustimmen. Zentrum Stadtbezirk Beuel: Die anstehende Neugestaltung der Friedrich-Breuer-Straße zielt insbesondere darauf ab, die Aufenthaltsqualität dieses für das Beueler Zentrum zentralen Bereiches zu verbessern. Hierzu wird aktuell eine Beteiligung der Öffentlichkeit vorbereitet um die aus der Bürgerschaft gewünschten Maßnahmen für eine Umgestaltung zu erfragen. Zentrum Stadtbezirk Hardtberg: Die strukturelle Stärkung sowie eine gestalterische Aufwertung des Bezirkszentrums in Duisdorf wird ein zentrales Handlungsfeld des noch aufzustellenden Integrierten Entwicklungskonzepts für den Stadtbezirk Hardtberg sein. Aus diesem Prozess werden Vorgaben und integrierte Ansätze in eine notwendige Neugestaltung des zentralen Versorgungsbereichs um die Rochusstraße einfließen. Mit Blick auf eine kurzfristig umsetzbare Aufwertung durch mobile Sitzgelegenheiten wird auf die kürzlich errichteten Sitzgelegenheiten im so genannten Oberdorf bzw. der Rochusstraße hingewiesen. Die Aufstellung einer weiteren durch Spendenmittel finanzierten Nachbarschaftsbank im Bereich des Orchideenweges in Kooperation mit dem Malteser Hilfsdienst e. V. wird derzeit initiiert. Bei Annahme des Antrages würden die Hinweise aus der Niederschrift der Sitzung der Bezirksvertretung vom 25.08.2020 bei der Prüfung geeigneter Standorte entsprechend berücksichtigt. Eine Kooperation mit lokalen Künster*innen oder auch Hochschulen zur Gestaltung von entsprechendem Mobiliar ist vom Grundsatz her begrüßenswert und wird bei Annahme des Antrags ebenfalls geprüft. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 23:04 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de