221760-02 ST · Stellungnahme der Verwaltung
8. Satzung zur Änderung der Satzung der bonnorange - Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) - über die Entsorgung von Abfällen auf dem Gebiet der Bundesstadt Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 221760-02 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 08.12.2022
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Kenntnisnahme
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 221760-02 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 66 Tiefbauamt Dezernat: Dez. III 8. Satzung zur Änderung der Satzung der bonnorange - Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) - über die Entsorgung von Abfällen auf dem Gebiet der Bundesstadt Bonn Beratungsfolge Rat 08.12.2022 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme zum Änderungsantrag 221760-01: • Die möglichen Optionen (weitere oder größere Papiertonne, zusätzliche Abholung etc.) sollen besser kommuniziert werden In seiner Sitzung am 26.06.2020 wurde dem Verwaltungsrat der bonnorange AöR die Änderung der Abfallsatzung dahingehend vorgeschlagen (AöR-20021), dass die haushaltsnahe Sammlung von Altpapier durch Bündelsammlung unzulässig werden sollte und die haushaltsnahe Erfassung grundsätzlich über die Blaue Tonne erfolgen sollte. Mit einem beschlossenen Änderungsantrag zur Vorlage wurde die Satzungsänderung zurückgestellt und ein Kommunikationskonzept zur Steigerung der Akzeptanz und Benutzung der Blauen Tonne in Auftrag gegeben. In seiner Sitzung am 06.11.2020 wurde dem Verwaltungsrat der bonnorange AöR das Kommunikationskonzept (AöR-20055) vorgestellt. In den Verwaltungsratssitzungen am 30.04.2021 und am 05.11.2021 erfolgten Sachstandsmitteilungen zum Kommunikationskonzept (AöR-21071 und AöR-210163). Zudem umfasste der Bericht zur Kundenzufriedenheitsbefragung 2021 (AöR-210100) in der Verwaltungsratssitzung am 24.09.2021, dass die Bonner*innen, die im Rahmen der repräsentativen Erhebung explizit zur Bündelsammlung befragt wurden, mit Verständnis reagieren würden, wenn in Bonn zukünftig auf diesen Weg der Papierentsorgung verzichtet werden würde. Die Kommunikation umfasste in 2021 in der 37. Kalenderwoche den Launch der Landingpage bonnorange.de/blauetonne und eines schlanken Online-Bestellformulars, Werbung auf Fahrzeugen der bonnorange AöR, eine Anzeige in der GA- Samstagsausgabe, in der 38. Kalenderwoche Werbung auf Ströer Roadside Screens und den Versand der Anschreiben an Eigentümer*innen/Hausverwaltungen mit Objekten ohne Blaue Tonne, in der 39. Kalenderwoche eine Pressemitteilung, einen Tipps & Tricks Beitrag auf bonnorange.de, einen Instagram-Post und eine Anzeige in der Nachhaltigkeitsausgabe des Schaufensters. Währenddessen erfolgte zudem eine direkte Ansprache von Multiplikatoren und in der 43. Kalenderwoche liefen erneut Radiospots, erschienen ein Instagram-Post sowie eine Anzeige in derSeite 1 von 4 Seite 2 GA-Samstagsausgabe. Als Ergebnis wurde dem Verwaltungsrat in seiner Sitzung am 18.03.2022 (AöR-22016) mitgeteilt, dass aufgrund der Anschreiben und der Werbemaßnahmen 1095 Bestellungen bei bonnorange AöR getätigt wurden. Eine weitere Mitteilung zum Sachstand des PPK-Kommunikationskonzepts (AöR-22060) erfolgte in der Verwaltungsratssitzung am 26.08.2022, in der auch die Änderung der Satzung der bonnorange AöR über die Entsorgung von Abfällen auf dem Gebiet der Bundesstadt Bonn (Abfallsatzung) beschlossen wurde (AöR-22059). In der Beschlussvorlage hat die bonnorange AöR angekündigt durch geeignete öffentlichkeitswirksame Maßnahmen die Bürger*innen zur Anpassung der PPK-Abfuhr zu informieren. Anfang November wurde erneut allen Eigentümer*innen und Hausverwaltungen von Objekten ohne Blaue Tonne ein Anschreiben zugeschickt, in dem auf die vom Verwaltungsrat beschlossene Satzungsänderung zur Altpapier-Sammlung über Sammelgefäße aufmerksam gemacht wurde. Insgesamt handelt es sich um rund 8.000 Objekte. Zudem wurden die Texte auf www.bonnorange.de/blauetonne angepasst, um die Abschaffung der Bündelsammlung nochmal stärker in den Fokus zu rücken, ein FAQ und eine ausführlichen Pressemitteilung veröffentlicht, auf den Ströer Roadside Screens, in der Samstagsausgabe des Generals-Anzeigers und über Spots auf Radio Bonn/Rhein-Sieg über die bevorstehende Änderung bei der Altpapiersammlung aufmerksam gemacht (KW 45). Dabei wurde auch dafür geworben, das bereitstehende Volumen der eigenen Papiertonne dahingehend zu prüfen, ob dieses regelmäßig nicht ausreicht und deswegen weitere Blaue Tonnen bestellt werden sollten. In der 50. Kalenderwoche läuft noch einmal Werbung im Radio und eine Anzeige erscheint im GA. Zudem wird im Abfallplaner der bonnorange AöR, der zum Ende des Jahres an alle ca. 175.000 Haushalte in Bonn verschickt wird über die Abschaffung der Bündelsammlung aufgeklärt. In der Dezember-Ausgabe des Fachmagazins „Haus & Grund aktuell“ wird eine Anzeige und ein Advertorial erscheinen. Ob zusätzlich auch noch über Instagram Werbung geschaltet werden kann, wird derzeit noch geprüft. • Die aktuell vorhandenen Bringsysteme werden regelmäßig bezüglich häufigerer Leerung und/oder der Aufstellung weiterer Container überprüft, die Verteilung der Papiercontainer in den einzelnen Quartieren wird geprüft, um die Wege kurz zu halten. Die Standplätze für öffentliche Wertstoffbehälter wählen wir mit Bedacht, halten aber auch regelmäßig Ausschau nach neuen Möglichkeiten und besseren Alternativen. Die Suche nach geeigneten Standplätzen gestaltet sich aufgrund der dichten Bebauung innerstädtisch leider zunehmend schwieriger, da nur wenige Flächen zur Verfügung stehen, die allen Bedürfnissen und Erfordernissen gerecht werden. Neben einigen technischen Voraussetzungen, die eine problemlose Leerung der Behälter ermöglichen, müssen die Standplätze auch für alle Nutzer*innen einfach und gut ansteuerbar sein. Wir erhalten regelmäßig Anfragen von Bürger*innen, die aufgrund eingeschränkter Mobilität Entsorgungsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe ihres Wohnortes vermissen. Tatsächlich werden wir aber seit geraumer Zeit immer wieder dazu aufgefordert Wertstoffstandorte aufzulösen, sowohl seitens der anwohnenden Bürger*innen als auch seitens der städtischen Ämter. Die Gründe sind vielfältig und reichen von Verkehrsbehinderung über Belästigung durch Lärm oder Unrat bis zu Baumaßnahmen. Selten erhalten wir die Möglichkeit nach Abschluss der Baumaßnahmen die Container wieder vor Ort aufzustellen und damit erhöhtSeite 2 von 4 Seite 3 sich natürlich die Einwurfmenge an den verbleibenden Standorten automatisch. Die derzeit in Bonn bereitstehende Infrastruktur an Altpapier-Sammelcontainern im öffentlichen Raum hat durch das zur Verfügung stehende Volumen und die Leerungsintervalle das Potenzial, mindestens 7.280 Tonnen Altpapier der Verwertung zuführen zu können. Zuletzt wurden jedoch nur 3.300 Tonnen über die öffentlichen Container gesammelt. Somit werden zurzeit 55 Prozent nicht genutzt. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass Kartons nicht zerkleinert werden und Altpapier illegal neben die Container gestellt wird, sobald sich dort erste Ablagerungen bilden, obwohl noch Platz im Container wäre. • Anbringung von QR-Codes, um eine einfache Meldung zu erlauben Eine Überprüfung der Ausstattung der Sammelcontainer mit QR-Codes, um Meldungen über den Mängelmelder der Bundesstadt Bonn zu ermöglichen, wurde dem Verwaltungsrat in seiner letzten Sitzung am 05.11.2022 bereits zugesagt • Prüfung der Aufstellung von Unterflurcontainern für die Innenstadt Bzgl. Wertstoffunterflurcontainern sind wir seit Einführung des Projektes im Jahr 2016 im stetigen Austausch mit der Stadt als Grundstückseigentümerin öffentlicher Flächen. Aber auch hier sind die geeigneten Standorte vor allem innerstädtisch begrenzt, da z. B. der Untergrund frei von Versorgungsleitungen und Wurzelwerk sein muss. Hinzu kommt ein erhöhter Kostenfaktor bereits bei der Prüfung dieser Standorte (Bsp. Probebohrungen zur Ermittlung der Bodenbeschaffenheit bis 3 m Tiefe). Aktuell sind Unterflurcontainer im Rahmen des Umbaus der Budapester Straße geplant. • In Stadtteilen mit dichter Bebauung verstärkte Öffentlichkeitsarbeit zu leisten (auch mehrsprachig) und bei Bedarf angepasste Lösungen bereitzustellen. Die Abfallberatung wird im Jahr 2023 durch die Besetzung einer neuen Stelle ausgebaut werden. Außerdem haben wir aufgrund des Beschlusses des Verwaltungsrats in seiner Sitzung am 18.03.2022 (AöR-22015) die Verbraucherzentrale NRW zum 01.04.2022 damit beauftragen können, die Aufgaben einer aufsuchenden Beratung der nichtgewerblichen Abfallbesitzer*innen sowie einer produktbezogenen Umweltberatung wahrzunehmen. Die Abfall- und Umweltberatung hält für die Verbraucher*innen schwerpunktmäßig in den Bonner Stadtquartieren Dransdorf, Medinghoven, Pennenfeld und Tannenbusch ein Beratungs- und Dienstleistungsangebot auf der Grundlage der satzungsgemäßen Aufgaben der Verbraucherzentrale bereit und berät dort seitdem zu Fragen des Abfalls vermeidenden Verhaltens beim Einkauf und im Haushalt sowie zu den Möglichkeiten der Abfallsortierung und – verwertung. Die bonnorange AöR hat über das Jahr 2022 auch ihre Webseite dahingehend weiterentwickelt, dass die relevantesten Unterseiten zur Aufklärung über die Entsorgung von Abfällen in Bonn (ermittelt auf Basis der Webseitenbesuche der letzten 12 Monate) auch auf Englisch, Polnisch, Italienisch, Russisch, Spanisch, Rumänisch, Französisch und seit Kurzem auch auf Ukrainisch und Türkisch angerufen werden können.Seite 3 von 4 Seite 4 Anlage/n KeineSeite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:13 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de