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221649 · Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich

Bürgerantrag: Benennung einer Straße, eines Weges oder eines Platzes nach Rosemarie Keltz

Nummer
221649
Art
Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
Veröffentlicht
24.08.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 24.08.2022
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 26.10.2022

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 26.10.2022 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 106,2 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 221649-02 Aufnahme des Namens Rosemarie Keltz in die Straßenbenennungsliste
  2. 221649-01 ST Benennung einer Straße, eines Weges oder eines Platzes nach Rosemarie Keltz

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Text anzeigen (3.643 Zeichen)
Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
öffentlich
221649
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung
Dezernat:
Dez. OB
19.08.2022
Bürgerantrag: Benennung einer Straße, eines
Weges oder eines Platzes nach Rosemarie Keltz
Beratungsfolge
Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen
und Bürger
14.09.2022 Entscheidung
Inhalt des Bürgerantrages
Der Antrag hat folgenden Wortlaut:
Ich beantrage, eine Straße, einen Weg oder einen Platz nach Rosemaria
Agnes Leonie Keltz geb. Freiin von Loe – kurz Rosemarie Keltz zu benennen.
Einzelheiten zur Begründung ergeben sich aus dem beigefügten Bürgerantrag.
Anlage/n
1 Bürgerantrag (öffentlich)
2 Bürgerantrag komplett (nichtöffentlich)Seite 1 von 2
Antrag, eine Straße, einen Weg, einen Platz nach Rosemarie Keltz zu benennen
Ich beantrage, eine Straße, einen Weg oder einen Platz nach Rosemaria Agnes Leonie Keltz geb.
Freiin von Loe – kurz Rosemarie Keltz zu benennen. Sie ist am 23.4.2021 verstorben. Rosemarie
Keltz wäre am 25. Mai 2022 100 Jahre alt geworden.
Mit der Benennung soll eine außergewöhnliche Frau geehrt werden, deren Namen für tatkräftige
Hilfe und Solidarität insbesondere mit geflüchteten Menschen steht. Menschen die alles aufgeben
mußten und besitzlos in der Bundesrepublik Deutschland ankamen.
Rosemarie Keltz hat die Fluchterfahrung ihrer Familie auf eine ganz besondere Art verarbeitet. Sie
hat sich zeitlebens – außer für ihre Familie und Freunde - auch stets für Flüchtlinge und
Arbeitsmigranten eingesetzt, viele auch bei sich aufgenommen und und ihnen in vielfacher Hinsicht
geholfen.
Bereits ab 1966 hat Rose Maria Keltz, damals noch in Mülheim an der Ruhr, einen kleinen Kreis von
Gastarbeitern aus Portugal unterstützt. Aus diesen Erfahrungen heraus nahm sie 1980 Kontakt auf
zum Flüchtlingsreferat des Evangelischen Kirchenkreises An der Ruhr und ab 1985 auch zum
Mülheimer Flüchtlingsrat e.V.. Sie setzte sich ein für die ankommenden Flüchtlinge in der Stadt,
knüpfte persönliche Kontakte und unterstützte diesen Personenkreis bei der Wohnungssuche und
bei Behördengängen. Auch in einem Gästezimmer ihrer eigenen Wohnung brachte sie unentgeltlich
Flüchtlinge aus Aserbeidschan, dem Irak, Libanon oder Sri Lanka unter. Nach ihrem Umzug nach
Bonn führte Frau Keltz ihr Engagement für Flüchtlinge weiter fort.
Im Jahr 2001 gründete sich der Verein „Ausbildung statt Abschiebung e.V. (AsA) Frau Keltz wurde
als Beisitzerin in den Vorstand gewählt, dem sie lange Jahre angehörte. Sie setzte sich
insbesondere als Jobpatin ein. Das heißt, Frau Keltz begleitete die jungen Flüchtlinge zu den
ortsansässigen Handwerkern und bat um Ausbildungsplätze. Für viele ihrer Schützlinge wurde sie
zur „Ersatz-Mutter“ oder „Oma“. Auch noch im hohen Alter arbeitete sie weiterhin aktiv im
Vorstand des Vereins mit und besuchte im Rahmen ihrer Möglichkeiten weiterhin Jugendliche in
ihren Ausbildungsstelen und pflegte Kontakt zu deren Arbeitgebern.
Für Ihr Engagement als „Jobpatin“ erhielt sie im Jahr 2002 den 3. Ehrenamtspreis der Bonner CDU.
Am 27. Juli 2011 wurde sie vom Bundespräsidenten auf Vorschlag der Ministerpräsidentin des
Landes Nordrhein-Westfalen das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik
Deutschland für ihr jahrzehntelanges Engagement im sozialen Bereich ausgezeichnet.
Mit der Ehrung von Rosemarie Keltz durch eine Straßen- Weg- oder Platzbenennung in Bonn sollte
auch eine Würdigung des Engagements des Vereins AsA einhergehen. Der Name Rosemarie Keltz
steht stellvertretend für viele in ähnlicher Weise engagierte Menschen, von denen es in Bonn
erfreulicherweise viele gibt.
, August 2022Seite 2 von 2

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Datenstand: 02.11.2026, 18:36 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de