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221628 · Beschlussvorlage

Rhein in Flammen in Bonn und am Siebengebirge 2023

Nummer
221628
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
14.11.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 23.11.2022 Empfehlung
  2. Sitzung des Rates 08.12.2022 Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage
öffentlich
221628
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
33 Bürgerdienste
Dezernat:
Dez. I
Rhein in Flammen in Bonn und am Siebengebirge
2023
Beratungsfolge
Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und
Vergabe
23.11.2022 Empfehlung
Rat 08.12.2022 Entscheidung
Begründung der Dringlichkeit:
Aufgrund der sehr umfangreichen verwaltungsinternen Klärung sowie
Beteiligung Externer konnte die Vorlage nicht früher fertiggestellt werden.
Durch die Vorlage im Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe am
01.02.2023 kann die Verwaltung nicht mehr fristgerecht handeln und die
Vorbereitung der Landveranstaltung "Rhein in Flammen" (Mai 2023) kann nicht
begonnen werden, was zu einer Gefährdung der Durchführung und einem
weitreichenden finanziellen wie auch Imageschaden für die Bundesstadt Bonn
führen würde. Daher ist die Vorlage in der Sitzung des Ausschusses für
Finanzen, Beteiligungen und Vergabe am 23.11.2022 zwingend erforderlich.
Beschlussvorschlag
1. Der Rat bekräftigt seine Zustimmung der Durchführung der
Veranstaltung Rhein in Flammen 2023 sowie die Durchführung eines
Interessenbekundungsverfahren für ein Veranstaltungskonzeption für
die Jahre 2024 bis 2026.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Durchführung von Rhein in
Flammen für das Jahr 2023 mit einem Zuschuss von maximal 40.000 €
zu unterstützen.
Rhein in Flammen in Bonn ist eine Veranstaltung mit über 30jähriger Tradition.
Sie ist traditionell am ersten Maiwochenende auch der Startschuss für die Open
Air-Veranstaltungssaison in Bonn und am Siebengebirge. Durch den hohen
überregionalen Bekanntheitsgrad hat die Veranstaltung direkte sowie indirekte
Einflüsse auf die Wirtschaft in Bonn und der Region. Mit einer Spitze von
500.000 Gästen an den 29 km Rheinufer und 12.000 Schiffsgästen besteht in
der Region ein hoher Auslastungsgrad in der Gastronomie, der Hotellerie sowie
in den nachgelagerten Wirtschaftszweigen. Rund 100.000 Menschen nehmen
allein an der Landveranstaltung in der Rheinaue teil.
Die Marke „Rhein in Flammen“ beinhaltet Schiffskonvoi, Landveranstaltungen,
Illuminierung der Rheinufer, Kommunenfeuerwerke sowie einSeite 1 von 3
Seite 2
Abschlussfeuerwerk. Sie hat einen hohen Wiedererkennungswert regional,
national wie international und eine wichtige identitätsstiftende Funktion für die
Region. Darüber hinaus konnte eine aktuelle Marktstudie eine hohe Akzeptanz
sowie großes Fanpotential in der Bevölkerung ermitteln.
Nach fast drei Jahren pandemiebedingter Pause befindet sich die Verwaltung
gemeinsam mit den Veranstaltenden mitten in den Planungen für das
kommende Rhein in Flammen im Jahr 2023. Es hat zahlreiche
Gesprächsrunden mit den beteiligten Kommen u.a. Bad Honnef, Bad Breisig,
Stadt Remagen und Stadt Königswinter und der Tourismus und Congress
GmbH gegeben. Hierbei ergeben sich nach aktueller Planung Schwierigkeiten
hinsichtlich der Finanzierung, da die Resonanz der Reederinnen und Reeder
zwar positiv, jedoch verhaltener als in den vergangenen Jahren ist. Aus dieser
Tatsache ergab sich eine Finanzierungslücke von rund 100.000 €. Diese
Finanzierungslücke sollte von den beteiligten Kommunen gemeinsam getragen
werden. Es konnte zwischen den Kommunen kein Konsens über die Verteilung
der Kosten gefunden werden, daher wurde eine weitere Beteiligung der
Anrheinerkommunen abgelehnt und eine Teilnahme abgesagt. Aufgrund
bestehender Verträge mit dem Ausrichter für die Landveranstaltung und dem
Feuerwerkshersteller, möchte die Stadt Bonn die etablierte und beliebte
Landveranstaltung in Verbindung mit einer Sternfahrt der Reeder auf dem
Rhein in 2023 dennoch durchführen. Durch den Wegfall der illuminierten Ufer
rheinaufwärts sowie der kleinen Feuerwerke entlang des Rheins, reduziert sich
der Fehlbetrag. Unter Berücksichtigung der Sponsoreneinnahmen sowie der
sogenannten Feuerwerksabgabe der Reeder besteht eine Unterdeckung von
maximal 40.000 €. Das Geld wird der Tourismus & Congress GmbH (T&C),
die den Schiffskonvoi und das Feuerwerk veranstaltet, zur Verfügung gestellt.
Die wasserseitige Veranstaltung finanzierte sich bis 2019 im Kern aus den
Einnahmen durch den Schiffskonvoi (Feuerwerksabgabe/Schiffsplatz).
Davon wurden auf den 29 Rheinkilometern von Linz bis Bonn in sechs
Kommunen Feuerwerke, Ufer-Illuminierungen, Licht-Installation der Brücke von
Remagen, wasserseitige Absicherungen, Genehmigungen, Bewachung und
Sicherheit (Zäune etc.) an den Ufern, sowie das Marketing der
Gesamtveranstaltung finanziert.
Das bisherige Finanzierungsmodell, welches im Kern durch die Schiffsabgaben
realisiert wurde, ist durch die aktuellen Umstände (Pandemie, Krieg,
Verunsicherung, erhöhte Kosten, Rückgang der teilnehmenden Schiffe durch
Betriebsaufgaben, Personalmangel, erhöhte Energiekosten, etc.) wie oben
beschrieben für 2023 nicht realisierbar.
Die Basis für eine Umsetzung wie in 2019 sind rund 12.000 Schiffsplätze (ca.
43 Schiffe), sowie das ehrenamtliche Engagement der kommunalen
Einsatzkräfte (Feuerwehren, Rettungsdienste, THW, Vereine, etc.) an den
Ufern rechts und links des Rheins.
Für 2023 hat eine erste Abfrage durch die T&C bei den Reeder*innen
Folgendes ergeben: Es haben sich 18 Schiffe mit 4.500 Plätzen angemeldet.
Die T&C sieht weiteres Potential für ca. 20-25 Schiffe und 6.000-7.000 Plätze.
Dies spiegelt auch den Rahmen der aktuell stattgefundenen Rhein in Flammen-
Veranstaltung in Bingen/Rüdesheim Anfang Juli 2022 wider.Seite 2 von 3
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Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit und damit der Durchführung der
Veranstaltung in 2023:
Für die Veranstaltung im Mai 2023 müssen zeitnah die Planung und die
Organisation starten. Die Landveranstaltung wird durch einen Veranstalter mit
Rahmenvertrag ausgerichtet. Dieser Vertrag ist noch für das Jahr 2023 gültig.
Für die Folgejahre ist ein Konzept in der Erarbeitung. Dieses wird den
politischen Gremien frühzeitig vorgelegt.
Die Verwaltung verweist im Übrigen auf die Beschlussvorlage DS 202225.
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.02 Sicherheit und Ordnung 1.02.03 Märkte (BgA)
Investive Kosten der Maßnahme
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
40.000,00 Euro 133000203/
73.1000
2023
Einzahlungen /
Erträge
Haushaltsbelastung
jährlich
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 02.11.2026, 20:43 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de