221619-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
BBB-Anfrage: Grüne Inseln und mobile Pflanzkübel
Kerndaten
- Nummer
- 221619-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 20.09.2022
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Verwandte Vorlagen
Übergeordnet
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (4.516 Zeichen)
Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 221619-01 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 67 Amt für Umwelt und Stadtgrün Dezernat: Dez. III 19.08.2022 BBB-Anfrage: Grüne Inseln und mobile Pflanzkübel Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 27.09.2022 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: 1. Wie beurteilt die Verwaltung die Nachhaltigkeit und langfristige Klimaresilienz der „Grünen Inseln“ und der „mobilen Pflanzkübel“ im Vergleich zu eingepflanzten Bäumen mit Boden- und Grundwasserkontakt? Hierbei sollten Aspekte wie der Materialeinsatz, einschließlich der Be- und Entsorgung, der Energieverbrauch des Wassertransportes, der Frischwasserverbrauch und die Dauer der Nutzbarkeit berücksichtigt werden. Im Sinne der Klimaanpassung, aber auch des Pflegeaufwandes bevorzugt die Verwaltung grundsätzlich die Schaffung neuer Baumstandorte mit Bodenanschluss in ausreichend groß bemessenen Baumscheiben. Die Stadt Bonn hat zudem Ende 2021 ein Baumkonzept beauftragt. Ziel ist es, den Baumanteil zu erhöhen, die Standortbedingungen von Straßenbäumen zu optimieren und Arten auszuwählen, die besser an das sich ändernde Klima angepasst sind. Im Rahmen der Konzepterarbeitung werden geeignete neue Baumstandorte ermittelt, Neupflanzungen können ggf. bereits im Frühjahr 2023 realisiert werden. Wie bereits in der DS 210250 ausgeführt, sind jedoch gerade die Innenstadtbereiche von Bonn oft stark versiegelt, dicht bebaut und dementsprechend stark bioklimatisch belastet. Verschiedene Gründe, z. B. temporäre Nutzungen wie Märkte oder Ver-/Entsorgungsleitungen im Untergrund, versagen jedoch häufig die Möglichkeit, Flächen entsiegeln und begrünen zu können, sodass im Einzelfall mobiles Grün eine Option darstellen kann. Einzelne mobile Grünelemente ohne Bodenanschluss erwirken zwar nur punktuelle und eher marginale ökologische oder stadtklimatisch günstige Wirkungen, jedoch können sie gerade in stark versiegelten Lagen Botschafter für die Stadtnatur bzw. für ökologische und gestalterische Möglichkeiten grüner Infrastruktur sein und für mehr Begrünung von Flächen und Gebäuden werben. Mit dieser Intention führt die Verwaltung aktuell einen Wettbewerb zur Realisierung von 8 weiteren Grünen Inseln im Stadtgebiet von Bonn durch (www.bonn.de/gruene-inseln). 2. Wie viele Bäume hätte die Stadt Bonn ungefähr für die Beträge, die für den Wettbewerb „Grüne Inseln“ (20.000,-€) und für die Stadtbäume in mobilen Pflanzkübeln aufgewendet (16.600,-€) werden, auf versiegelten PlätzenSeite 1 von 2 Seite 2 pflanzen können? Für insg. 36.000€ hätten etwa 6 Bäume gepflanzt werden können. Nach aktuellen Ausschreibungsergebnissen belaufen sich die Kosten für einen Baum auf rund 5.000,- €. Es ist eine weitere Steigerung der Preise erkennbar und in Fachkreisen vorausgesagt. Daher kalkuliert die Verwaltung aktuell für solche Maßnahmen 5.500,- €. Rechnet man die Unterpflanzung in Form einer Staudenmischpflanzung (8 qm * 80 €/qm= 640,- €) hinzu, entstehen Gesamtkosten zwischen 5.500,- bis 6.000,- € je Baum. Somit können für die Summe von 36.000,- € sechs Bäume gepflanzt werden. 3. Warum hat die Stadtverwaltung in dem Förderantrag zu dem NRW Programm „Zukunft.Innenstadt“ nicht Bäume, die eingepflanzt werden und damit mutmaßlich für das Mikroklima und die Aufenthaltsqualität von dauerhafterem Nutzen sind, anstelle der Kübelpflanzen beantragt? Der Rathausvorplatz in Beuel sollte gemäß Beschluss der BV Beuel mit Bäumen in mobilen Pflanzgefäßen ergänzt werden (DS 212198). Da die Gefäße bei Aufruf des Förderprogramms bereits vorhanden waren, wurden dafür 7 Bäume aus dem Förderschwerpunkt "mobile Bäume" beantragt. Da die Fördermittel erst sehr spät bewilligt wurden, erfolgte die Bepflanzung des Rathausvorplatzes bereits vor Bewilligung. Die Verwaltung prüft nun geeignete Standorte für die 7 Bäume des Fördertopfes und wird die Gremien nach Prüfung entsprechend informieren. In einem weiteren Förderschwerpunkt des Programms "Zukunft.Innenstadt" konnten Stadtbäume im Schwammstadt-Prinzip beantragt werden. Da die Antragstellung sehr kurzfristig erfolgen musste, konnten keine geeigneten Standorte (bspw. ohne Versorgungsleitungen, Feuerwehrzufahrten, Feuerwehraufstellflächen, Nutzungen durch Veranstaltungen, etc.) identifiziert werden. Die Verwaltung geht davon aus, dass es in Zukunft weitere Fördermöglichkeiten in diesem Themenfeld geben wird. Mit dem Baumkonzept werden die notwendigen Grundlagen für einen qualifizierten Förderantrag zur Verfügung stehen. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 22:52 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de