221603-01 · Mitteilungsvorlage
Wasserwagen der Stadtwerke wieder bei Veranstaltungen einsetzen
Kerndaten
- Nummer
- 221603-01
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 08.09.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Kenntnisnahme
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 221603-01 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Geschäftsbereich OB-1: Dezernats- und Verwaltungssteuerung Dezernat: Dez. OB Wasserwagen der Stadtwerke wieder bei Veranstaltungen einsetzen Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 27.09.2022 Kenntnisnahme Rat 27.10.2022 Kenntnisnahme Mitteilung: Zum Antrag, den "Wasserwagen" der EnW GmbH wieder einzusetzen (DS 221603), weist die Verwaltung in Abstimmung mit den Stadtwerken auf Folgendes hin: Der Wasserwagen der Stadtwerke Bonn, Energie und Wasser, hat sich in den vergangenen Jahren als beliebte und gefragte Trinkwasserausgabestelle etabliert. Unter dem Slogan „Mobile Wasseroase unterwegs“ versorgt er durstige Besucherinnen und Besucher von Ende März bis Ende Oktober über die Einsätze auf dem Münsterplatz hinaus im gesamten Stadtgebiet mit bestem Bonner Trinkwasser aus der Wahnbachtalsperre. Jedes Jahr - die Corona-Pandemie ausgenommen - wurden mehr als 20.000 Liter Wasser mit und ohne Sprudel in rund 172.000 Trinkbechern ausgegeben. Bei den eingesetzten Maisstärkebechern handelte es sich um ein „BioWare“- Produkt aus PLA (Polymilchsäure/Polylactid). Dieser Werkstoff wird aus nachwachsenden pflanzlichen Rohstoffen gewonnen. Damit die Becher sortenrein recycelt werden können, wurden am Wasserwagen für die Maisstärketrinkbecher eigene Sammelstangen bereitgestellt. Bereits seit vielen Jahren übernehmen die Stadtwerke Bonn Verantwortung rund um Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Seit 2018 wurden daher neben den Maisstärkebechern bei sehr kleinen Veranstaltungen zusätzlich pfandfreie Mehrwegbecher mit der Aufschrift „BRING.MICH.ZURÜCK.“ eingesetzt, die maschinell gespült wurden und dann erneut verwendet werden konnten. Denn für den Wasserwagen verfolgten die Stadtwerke Bonn grundsätzlich das Ziel: „Kein Becher in den Müll“. Zurückgebrachte Becher wurden gesammelt und recycelt (PLA-Einwegbecher) oder mit hohem logistischen Aufwand gespült und wiederverwendet (Mehrwegbecher). PLA-Becher stehen aufgrund des Verbots von Einweg-Kunststoffprodukten vom Juli 2021 in der Kritik, Umweltverbände lehnen BioWare-Becher ab. Zudem ist der Einsatz von Maisstärkebechern in Zeiten des GetreidemangelsSeite 1 von 3 Seite 2 durch den Ukrainekrieg, aber auch aufgrund des hohen Wasserbedarfs der Kulturpflanze Mais keine Option. Im Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger am 22.1.22 ist das Thema diskutiert worden. Im Ergebnis soll ein Mehrweg-Becher-System stadtweit etabliert werden, analog zur Bonnorange-Initiative „Bonn geht den Mehrweg“, bei gleichzeitiger Anpassung der Vergaberichtlinien der Stadt. Im Beschluss heißt es unter anderem: „Ziel soll der Aufbau eines stadtweiten Systems sein, in dem standardisierte Behälter für Kaffee oder andere Lebensmittel von allen teilnehmenden Betrieben ausgegeben und zurückgenommen werden. Die Verwaltung wird gebeten, einen Vorschlag zu erarbeiten, wie dieses Ziel umgesetzt werden kann.“ Vor genau diesem Hintergrund haben die Stadtwerke Bonn gemeinsam mit dem Amt für Umwelt und Stadtgrün mehrfach über den Wasserwagen diskutiert. Es fand sich eine Übereinstimmung darin, dass die Versorgung der Bonner Bürgerinnen und Bürger mit Trinkwasser in der Innenstadt wichtig ist. Der Wasserwagen soll daher im Jahr 2023 wieder im Bonner Stadtgebiet präsent sein. Bis dahin wird seitens der Stadtwerke eine Lösung erarbeitet, wie der Wasserwagen ohne Einwegbecher betrieben werden kann. Das Amt für Umwelt und Stadtgrün steht hierbei beratend zur Seite. Zu beachten sind bei der Thematik "Wasserwagen" aber auch folgende Punkte: Auch die Stadtwerke leiden unter Personalmangel. Studentinnen und Studenten, die den Wasserwagen in den vergangenen Jahren betreut haben, stehen aktuell nicht zur Verfügung. Ein Umstand, den die gesamte Gastronomiebranche derzeit beklagt. Abseits der Einsätze in der Innenstadt war der Wasserwagen auch auf Ortsteilfesten oder Sportveranstaltungen im Einsatz. Hieraus ergab sich immer die Problematik, in Konkurrenz zu bestehenden Angeboten zu stehen. Zur wirtschaftlichen Einordnung ist auf Folgendes hinzuweisen: 76 Einsätze in 2019 kosteten insgesamt rund 80.000 Euro. Der Preis beinhaltet auch die Kosten für die Becher: Der Stückpreis für Maisstärkebecher liegt bei 0,05 Euro, ein Mehrwegbecher kostet 0,43 Euro. Eingesetzt wurden 155.000 Einmal-Maisstärkebecher zum Anschaffungspreis von 7.750 Euro. Der Anschaffungspreis für die bei kleineren Events eingesetzten 17.000 Mehrwegbecher liegt bei 7.310 Euro. Hinzu kommen hier allerdings noch die Kosten für Logistik (Transport, Spülen).Seite 2 von 3 Seite 3 Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 04:15 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de