221599 · Mitteilungsvorlage
Präsentation JOBWÄRTSreport 2019-2021
Kerndaten
- Nummer
- 221599
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 22.08.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Kenntnisnahme
- Gemeinsame Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr mit dem Rhein-Sieg-Kreis Aktuelle Informationen der Verwaltung
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Mitteilungsvorlage öffentlich 221599 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Präsentation JOBWÄRTSreport 2019-2021 Beratungsfolge Ausschuss für Mobilität und Verkehr 23.08.2022 Aktuelle Informationen der Verwaltung Rat 22.09.2022 Kenntnisnahme Mitteilung: Seit 2019 unterstützt das JOBWÄRTS Programm Unternehmen und Behörden in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis bei der Gestaltung ihres betrieblichen Mobilitätsmanagements. Zur Dokumentation der Leistungen, Wirkungen und Erfolge der letzten Jahre, wurde der als Anlage beigefügte JOBWÄRTS Report 2019 bis 2021 erstellt. Der Erfolg des Programms spiegelt sich in der stetig wachsenden Anzahl an Teilnehmenden wider: Mittlerweile unterstützt JOBWÄRTS 41 Arbeitgebende bei der Entwicklung alternativer und nachhaltiger Mobilitätsstrategien. Da in den kommenden Jahren große Herausforderungen durch Baustellen und Umweltauflagen auf die Region zukommen, ist auch in Zukunft eine intensive Mitarbeit von Unternehmen und Behörden an der Verkehrswende unerlässlich. Der Rat der Stadt Bonn hat der Verlängerung des Programms mit Beschluss vom 09.06.2022 zunächst bis Ende 2024 zugestimmt. Anlage/n 1 JOBWÄRTS Report 2019_2021 (öffentlich)Seite 1 von 37 JOBWÄRTSreport2019-2021Seite 2 von 37 Seite 03 Grußwort der Oberbügermeisterin Katja Dörner und Landrates Sebastian Schuster 04 JOBWÄRTS – einfach. besser. pendeln. 08 Teilnehmende Arbeitgebende 10 Das sagen Arbeitgebende über JOBWÄRTS 14 Mobilitätsanalyse 16 Entwicklung der Mobilitätsmaßnahmen 18 Wirkungsmessung 24 JOBWÄRTS-Veranstaltung 2022 27 Ambitionen und Ziele 31 Erfahrungen von Umgestiegenen 35 Das JOBWÄRTS-Team DAS ERWARTET SIE:Seite 3 von 37 Sehr geehrte Damen und Herren, wir freuen uns sehr, Ihnen den JOBWÄRTSreport 2019- 2021 zu präsentieren. Hiermit werden die Wirkungen und Ergebnisse des JOBWÄRTS-Programms der vergangenen zwei Jahre dokumentiert. Am 09. Oktober 2019 startete das Programm im Post Tower in Bonn. Mittlerweile unterstützt JOBWÄRTS bereits 40 Arbeitgebende, um alternative Mobilitätsstrategien in Unternehmen und Institutionen praktisch und nachhaltig erlebbar zu machen. Besonders hervorzuheben ist der rege Austausch zwischen den teilnehmenden Arbeitgebenden zu den unterschied- lichen Mobilitätslösungen und Strategien. Jede/r profitiert dabei vom Wissen und von der Erfahrung des anderen. Alle zusammen sind wichtige Multiplikatorinnen und Multi- plikatoren für unsere Hauptziele: Die Reduzierung des mo- torisierten Berufspendlerverkehrs und ein größeres Wohlbe- finden unter den Beschäftigten. Die Herausforderungen der nächsten Jahre und nicht zuletzt die der Großbaustellen werden unser Straßennetz noch mehr belasten. Ein Grund mehr, intensiv an der Mobilitäts- wende mitzuarbeiten. Gerade die aktuelle Situation macht deutlich, dass wir in Alternativen denken müssen! Wir zeigen den über 50.000 Mitarbeitenden durch die am JOBWÄRTS-Programm teilnehmenden Arbeitgebenden und Mobilitätsdienstleis- tenden schon jetzt nachhaltige Möglichkeiten auf, wie sie auch ohne Pkw ihren Arbeitsplatz erreichen können. Die ersten wichtigen Schritte sind also gemacht, um unsere Region weiterhin mobil und lebenswert zu gestalten. Wir wünschen Ihnen nun eine informative und unterhaltsa- me Lektüre des JOBWÄRTSreports 2019-2021. Katja Dörner Oberbürgermeisterin Bundesstadt Bonn Sebastian Schuster Landrat des Rhein-Sieg-Kreises 3Seite 4 von 37 JOBWÄRTS EINFACH. BESSER. PENDELN. JOBWÄRTS – das gemeinschaftliche Programm der Bundesstadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises – unter- stützt Arbeitgebende aus der Region bei der Optimierung ihres betrieblichen Mobilitätsmanagements. Durch das Programm werden Fahrten in den Verkehrsspit- zenzeiten vermieden. Dabei wird der Modal Split (Verteilung der Verkehrsmittelwahl) zugunsten des Umweltverbundes (umweltfreundliche Verkehrsmittel wie z.B. Bus und Bahn oder Zweiräder) verbessert. Teilnehmende Unternehmen und Behörden entzerren somit den täglichen Pendelverkehr, fördern das Wohlbefin- den ihrer Mitarbeitenden und unterstützen aktiv den Klimaschutz und die Luftreinhaltung in der Region Bonn/ Rhein-Sieg. 4Seite 5 von 37 DIE KERNBAUSTEINE VON JOBWÄRTS 5 JOBWÄRTS analysiert Eine Mobilitätsanalyse ermittelt das aktuelle Mobilitätsverhalten der Mitarbeitenden und untersucht die Standort-Bedingungen des Arbeitgebenden. Mit der Analyse wird ein individuelles Mobilitätskonzept entwickelt. JOBWÄRTS verbindet Regelmäßige Veranstaltungen und Themen- Meetings liefern jedem einzelnen Arbeitgeben- den wichtige Erkenntnisse und Lösungsansätze für die optimale Gestaltung des betrieblichen Mobilitätsmanagements. JOBWÄRTS motiviert Die Mobilitäts-Testwochen ermöglichen Mit- arbeitenden, neue Pendelmöglichkeiten zur Arbeit zu testen. Pedelec, E-Roller oder Bus und Bahn können kostenlos ausprobiert werden. Eine Nachbefragung zu den Testwochen erfasst die Erfahrungen der Teilnehmenden. Um einen dauerhaften Umstieg zu erleichtern, hilft JOB- WÄRTS den Arbeitgebenden, attraktive Mobili- tätsangebote (wie Zweirad-Leasing, JobTicket uvm.) anzubieten. JOBWÄRTS reflektiert Die Befragung durch eine unabhängige Stelle (Hochschule RheinMain) ermittelt Wirkungen und Umsteigerpotenziale, die von der Zusam- menarbeit mit JOBWÄRTS ausgelöst wurden.Seite 6 von 37 WARUM JOBWÄRTS? 6 JOBWÄRTS wird gebraucht Besonders im Hinblick auf die Baustellenpla- nung der Region Bonn/Rhein-Sieg in den kom- menden Jahren spielt JOBWÄRTS eine wichtige Rolle. Der Ersatzneubau des „Tausendfüßlers“ (A565) und weitere Großbaustellen werden die Verkehrsbelastung noch einmal stark erhöhen. JOBWÄRTS wirkt Die von der Hochschule RheinMain durchge- führte Wirkungsmessung bestätigt die Relevanz des JOBWÄRTS-Programms: der Bekanntheits- grad und das kurz- bis mittelfristige Umstiegs- potenzial erhöhen sich stetig. JOBWÄRTS ist bekannt Die Anzahl der teilnehmenden Arbeitgebenden steigt seit dem Start von JOBWÄRTS in 2019 kontinuierlich. Aktuell sind schon 40 Arbeitge- bende mit über 50.000 Mitarbeitenden dabei. Durch die wachsende Bekanntheit von JOBWÄRTS sind immer mehr Arbeitgebende am Programm interessiert. JOBWÄRTS inspiriert Der Multiplikator-Effekt des Programms wirkt auch außerhalb der Region Bonn/Rhein-Sieg. So orientiert sich beispielsweise das Projekt „Aachen – clever mobil“ eng an JOBWÄRTS. Weitere Regionen werden folgen.Seite 7 von 37 WIE WIRD JOBWÄRTS FINANZIERT? 7 Das JOBWÄRTS-Programm gibt es seit 2019 als eine Gemeinschaftsinitiative der Bundesstadt Bonn, des Rhein- Sieg-Kreises und des Zukunftsnetzes Mobilität NRW beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS). Bis zum 30. Juni 2021 wurde es vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen des Projekts „Modell- städte Saubere Luft (Lead city)“ zu 95 Prozent gefördert. Aufgrund der positiven Resonanz und Wirkung sowie dem fortwährenden Interesse der Arbeitgebenden führen die Bundesstadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis seit Juli 2021 das JOBWÄRTS-Programm gemeinsam fort.Seite 8 von 37 TEILNEHMENDE ARBEITGEBENDE 8 Das JOBWÄRTS-Programm startete im Herbst 2019 mit 6 Arbeitgebenden darunter 4 regionale Vorreiter: Die Deutsche Telekom AG, die Deutsche Post AG, die Univer- sität Bonn, das Universitätsklinikum Bonn und natürlich die Bundesstadt Bonn sowie die Rhein-Sieg Kreisverwaltung als Initiatoren von JOBWÄRTS. Mittlerweile hat JOBWÄRTS 40 Partner mit mehr als 50.000 Beschäftigten. Und das Interesse von Arbeitgebenden an alternativen Mobilitätskonzepten nimmt stetig zu. Die folgende Seite zeigt eine Übersicht aller Teilnehmenden, die aktuell im Team JOBWÄRTS „mitfahren“.Seite 9 von 37 9 TEILNEHMENDE ARBEITGEBENDESeite 10 von 37 10 DR. OLGA NEVSKA ÜBER JOBWÄRTS: Dr. Olga Nevska Geschäftsführerin Telekom MobilitySolutions „Nachhaltige Mitarbeitermobilität ist die Kernaufgabe der Telekom MobilitySolutions. Als Bonner Vorreiter freuen wir uns, auch andere Arbeitgebende in der Region dafür zu begeistern.“Seite 11 von 37 11 MICHAEL KUKLA ÜBER JOBWÄRTS: „Die Zusammenarbeit mit JOBWÄRTS bringt uns auf kreative Ideen und inspirierenden Austausch mit anderen Arbeitgebenden in der Region Bonn/Rhein-Sieg.“ Michael Kukla Personalleiter Reifenhäuser GmbHSeite 12 von 37 12 PROF. DR.-ING. ANDRÉ BRUNS ÜBER JOBWÄRTS: „JOBWÄRTS ist ein Leuchtturm-Programm! Es gibt derzeit keine Mobilitätsmanagement- Initiative in ähnlicher Größenordnung. Unsere Wirkungsmessung zeigt die enormen Potenziale für den Umstieg auf Zweirad und ÖPNV oder die Vermeidung von Autofahrten. Wir empfehlen: Verstetigung, Erweiterung und Intensivierung von JOBWÄRTS.“ Prof. Dr.-Ing. André Bruns Mobilitätsmanagement und Verkehrsplanung der Hochschule RheinMainSeite 13 von 37 13 BERND CZERWINSKE ÜBER JOBWÄRTS: „Durch JOBWÄRTS haben wir vor allem gelernt, wie wichtig es ist, die Mobilitätsangebote intensiv und regelmäßig an die Mitarbeitenden zu kommunizieren. Die Bereitschaft „umzusteigen“ ist da und muss nur geweckt werden.“ Bernd Czerwinske Personalleiter Fraunhofer GesellschaftSeite 14 von 37 14 MOBILITÄTSANALYSE 29 Arbeitgebende führten eine kurze Befragung ihrer Mitarbeitenden durch. Die Grundlage für die JOBWÄRTS- Mobilitätsanalyse. 19.193 Personen lieferten wertvolle Informationen, um zielgerichtete Verbesserungen der betrieblichen Mobilität zu ermöglichen. Die erhobenen Daten zeigen deutlich, dass aktuell noch mehr als die Hälfte der Beschäftigten mit dem Auto zur Arbeit fährt. Theoretisch gäbe es aber für 94 Prozent der Pendelnden nachhaltige Mobilitäts-Alternativen. Das Potenzial in der Region ist also sehr hoch, wie die folgenden Grafiken zeigen.Seite 15 von 37 15 MOBILITÄTSANALYSE MODAL SPLIT & POTENZIAL Modal Split vor COVID-19 Potenzial Fahrrad ÖPNV Fahrgemeinschaft Fahrrad Pedelec Pkw 1% 16% 3% 21% 59% Fahrgemeinschaft Pkw Pedelec Speed-Pedelec ÖPNV 22% 13% 10%25% 18% 6% 6% P+R B+R 29 Analysen mit 19.193 Mitarbeitenden P+R B+RSeite 16 von 37 16 Bei 19 Arbeitgebenden hat JOBWÄRTS die 10 wichtigsten Mobilitätskennzahlen* ermittelt. Die Daten umfassen den Zeitraum von 2019 bis 2021. Das entspricht der bisherigen Laufzeit des Programms. Ziel war es, den Effekt von JOBWÄRTS in Zahlen darzu- stellen. Zu beachten ist, dass die Ergebnisse auch die Auswirkungen von COVID-19 abbilden. Eine Fortführung der Kennzahlermittlungen ist auch für die Folgejahre geplant, sodass JOBWÄRTS daraus konkrete Handlungsmaßnahmen für das Programm ableiten kann. *Die Abfrage fand zum Jahreswechsel 2021/2022 statt. Von allen Arbeitgebenden lagen daher noch nicht die vollständigen Zahlen zu ihren Reisekosten vor. Der Trend zeigt aber, dass diese weiter sinken. ENTWICKLUNG DER MOBILITÄTSMASSNAHMENSeite 17 von 37 ENTWICKLUNG DER MOBILITÄTSMASSNAHMEN 17Seite 18 von 37 18 Die Hochschule RheinMain hat von November bis Dezember 2021 eine Wirkungsmessung des JOBWÄRTS-Programms durchgeführt. 6.721 Mitarbeitende (24,6 Prozent Rücklauf) von 15 Arbeit- gebenden nahmen an der Befragung teil. Die Werte der Gra- fiken sind auf die Grundgesamheit (27.631 Personen) hoch- gerechnet und gerundet. Die Grafiken zeigen nicht nur den hohen Bekanntheitsgrad von JOBWÄRTS bei den Mitarbeitenden, sondern auch die Effekte, die von COVID-19 ausgelöst wurden: Das enorme Wachstum der Homeoffice-Nutzung, aber auch den Rück- gang der ÖPNV-Nutzung. Im Herbst 2022 wird die zweite Wirkungsmessung durchgeführt. WIRKUNGSMESSUNG DES JOBWÄRTS-PROGRAMMSSeite 19 von 37 19 WIRKUNGSMESSUNG DES JOBWÄRTS-PROGRAMMS Im Vergleich zu 2019 wurden 2021 durschnitt- lich 1.052 Autofahrten pro Werktag reduziert. Als Folge der Pandemie kamen aber auch 899 tägliche Autofahrten hinzu. Im Saldo fanden 153 Autofahrten weniger pro Werktag statt.Seite 20 von 37 20 WIRKUNGSMESSUNG DES JOBWÄRTS-PROGRAMMS Der Anteil der nachhaltigen Pendlermobilität beträgt bei einer Pendlerstrecke bis 2,5 Kilo- meter etwa 81 Prozent. Bei Pendlerstrecken zwischen 2,5 und 7,5 Kilometer bzw. 7,5 bis 15 Kilometer beträgt dieser Anteil jeweils 70 und 49 Prozent. Bei Pendlerstrecken über 15 Kilometer liegt dieser Anteil nur noch bei 29%.Seite 21 von 37 21 WIRKUNGSMESSUNG DES JOBWÄRTS-PROGRAMMS Diese Grafik zeigt den Anteil der Pendelnden, die bereits mit dem Zweirad zur Arbeit fahren und Autofahrende, die sich vorstellen könnten, unter bestimmten Voraussetzungen eventuell umzusteigen. Die am häufigsten erwähnten Voraussetzun- gen waren: • bessere Radwege (3.560 mal erwähnt) • bessere Abstellanlagen (2.180) • einfachere Radmitnahme im ÖPNV (1.890) • Verfügbarkeit von Duschen und Umkleiden (1.860)Seite 22 von 37 22 WIRKUNGSMESSUNG DES JOBWÄRTS-PROGRAMMS Diese Grafik zeigt den Anteil der Pendelnden, die bereits mit dem ÖPNV zur Arbeit fahren und Autofahrende, die sich unter bestimmten Voraussetzungen vorstellen könnten, eventu- ell umzusteigen. Die am häufigsten erwähnten Voraussetzun- gen waren: • bessere Verbindungen (4.140 mal erwähnt) • kürzere Fahrzeiten (3.250) • günstigere Fahrtarife (2.650) • mehr Fahrkomfort im ÖPNV (830)Seite 23 von 37 23 WIRKUNGSMESSUNG DES JOBWÄRTS-PROGRAMMS Als positive Folge der Pandemie hat das Arbei- ten im Homeoffice stark zugenommen. Im Vergleich zu 2019 hat sich die Homeoffice- Nutzung verdoppelt. Das Potenzial für mehr Homeoffice beträgt +14 Prozent. Beeinflusst wird es von der Ein- schätzung der Mitarbeitenden, welcher Anteil ihrer Arbeitszeit im Homeoffice erledigt werden könnte und dem von Arbeitgebenden maximal erlaubten Homeoffice-Anteil.Seite 24 von 37 24 Nach der Auftaktveranstaltung zum Startschuss von JOBWÄRTS im Oktober 2019 fand am 16. Mai 2022 die zweite große JOBWÄRTS Veranstaltung im Hause der Telekom statt. Nach zweieinhalb Jahren war es Zeit, Zwischenbilanz zu ziehen und weitere Ziele für eine fortschritt- liche und attraktive Region Bonn/ Rhein-Sieg zu definieren. Eingeladen waren neben den 40 Arbeitgebenden, die sich bereits aktiv am Programm beteiligen, Ver- treterinnen und Vertreter von mehr als 200 Arbeitgebenden aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. JOBWÄRTS- VERANSTALTUNG 2022 Alle Fotos der JOBWÄRTS-Veranstaltung 2022: Norbert IttermannSeite 25 von 37 25 Eingeladen waren neben den 40 Arbeitgebenden, die sich bereits aktiv am Programm betei- ligen, Vertreterinnen und Vertreter von mehr als 200 Arbeitgebenden aus Bonn und dem Rhein-Sieg- Kreis. Den etwa 150 Teilnehmen- den wurde ein kurzweiliges Pro- gramm in Form von Vorträgen und Interviews geboten. Nach einer Analyse der aktuellen Situation und anstehenden Maß- nahmen auf Straße und Schiene, berichteten JOBWÄRTS-Partner über Ihre Erfahrungen mit JOBWÄRTS und ihren Fortschritt beim betrieblichen Mobilitäts- Management. Den etwa 150 Teilnehmenden wurde ein kurzweiliges Programm mit Vorträgen und Interviews geboten. Nach einer Analyse der aktuellen Situation und anstehenden Maßnahmen auf Straße und Schiene, berichteten JOBWÄRTS- Partner über ihre Erfahrungen mit JOBWÄRTS und ihren Fortschritt beim betrieblichen Mobilitätsmanagement. JOBWÄRTS- VERANSTALTUNG 2022Seite 26 von 37 26 Ein Höhepunkt der JOBWÄRTS-Veranstaltung 2022 war die Überreichung von individuellen Nachhaltigkeitszielen zur Mobilität an insge- samt 13 Arbeitgebende durch Frau Oberbür- germeisterin Katja Dörner und Herrn Landrat Sebastian Schuster. Um die Bedeutung von nachhaltiger Mobilität herauszustellen, haben die Arbeitgebenden im Rahmen des JOBWÄRTS-Programms Ambitio- nen und Ziele festgelegt, die die Unternehmen in einem definierten Zeitrahmen umsetzen möchten. Dazu gehört z.B. die Umstellung der Dienstflotte auf E-Mobilität, die Einführung von Fahrrad-Leasing, die Verbesserung der Zweirad-Abstellanlagen oder die Erhöhung von nachhaltigen Pendlerfahrten. AMBITIONEN UND ZIELESeite 27 von 37 27 AMBITIONEN UND ZIELESeite 28 von 37 28 AMBITIONEN UND ZIELESeite 29 von 37 29 AMBITIONEN UND ZIELESeite 30 von 37 30 AMBITIONEN UND ZIELESeite 31 von 37 3131 „VON MOTOR AUF MUSKELKRAFT.“ ANNKRISTIN ERMEL Deutscher Akademischer Austauschdienst „Vor der COVID-19-Pandemie bin ich jeden Tag mit dem Auto ins Büro ge- fahren, das heißt 5 Tage die Woche über eine Stunde im Auto und das bei einem Teilzeitjob. Während der Pandemie hatte ich die Möglichkeit, täglich von zu Hause zu arbeiten. Es war zwar schön, viel Zeit zu sparen, aber irgendetwas fehlt doch, wenn man gar nicht ins Büro kommt. Im Sommer 2021 ergab sich dann durch meinen Arbeitgeber die Möglich- keit, an den Mobilitäts-Testwochen von JOBWÄRTS teilzunehmen. So nutzte ich ein paar Tage die Woche das gebuchte Pedelec, um zur Arbeit zu fahren. Ich wählte nicht die direkte Route, da ich so am Rhein entlangfahren konnte – ohne Autolärm und mit wunderschöner Aussicht auf den Rhein und das Sieben- gebirge. Trotzdem brauchte ich morgens für die Strecke von 13 km nur etwa 5 Minuten länger als mit dem Auto durch den Berufsverkehr. Ich kam deutlich ent- spannter auf der Arbeit an und freute mich über den gesunden Ausgleich. Gerne hätte ich das Pedelec noch länger behalten, doch auch nach der Rückgabe entschloss ich mich, mit meinem eigenen Fahrrad weiter zur Arbeit zu fahren und das Auto stehenzulassen. Die Bewegung mit dem Fahrrad vor und nach einem Arbeitstag am Computer tut mir sehr gut und bringt trotz der An- strengung auch eine gewisse Erholung. Außerdem hat es mich gefreut, so auch einen kleinen Teil zum Umweltschutz beizutragen.“ Foto: Annkristin Ermel „Unterwegs beim Pendeln.“Seite 32 von 37 3232 „MIT BUS, E-KICK UND RAD ZUM JOB!“ FABIAN WAGNER Stadt Troisdorf „Ich habe zum ersten Mal an den JOBWÄRTS-Mobilitäts-Testwochen teil- genommen und mein Fazit fällt sehr positiv aus. Jede Woche konnte ich ein neues Verkehrsmittel ausprobieren. Egal ob ein normales Pedelec (25 km/h), Speed-Pedelec (45 km/h), E-Roller oder E-Kick-Scooter: Jedes hatte seinen eige- nen Reiz und es hat Spaß gemacht, alle zu testen. Genutzt habe ich sie sowohl für den Arbeitsweg von Niederkassel nach Troisdorf als auch für Termine bei Unternehmen. Praktisch war es z.B., den E-Kick-Scooter im Bus mitzunehmen und dann „die letz- te Meile“ zum Ziel zu rollern. Bei einer Wochenend-Pedelec-Radtour auf dem Wiedradweg quer durch den hügeligen Westerwald habe ich zudem die Vorzüge der E-Unterstützung schätzen gelernt. Sobald die Angebote des Dienstrad-Lea- sings feststehen, werde ich mich damit intensiv auseinandersetzen. Ich finde es vorbildlich, dass die Stadt Troisdorf am JOBWÄRTS-Programm teil- nimmt und ihren Mitarbeitenden so die Möglichkeit bietet, verschiedene Mobili- tätsarten auszuprobieren. Ich freue mich schon auf die nächste Runde!“Seite 33 von 37 3333 „200 KILOMETER IN EINER WOCHE!“ KRISTIN GEHRMANN Universitätsklinikum Bonn „Ich habe bereits lange mit dem Gedanken gespielt, mir für den privaten Gebrauch ein Pedelec zu kaufen. Doch bisher hat mich immer der hohe An- schaffungspreis sehr abgeschreckt. Im Sommer dieses Jahres war es endlich soweit und ich habe mich bei den Mobi- litäts-Testwochen angemeldet. Ich war super aufgeregt und hatte Sorgen, den Heimweg gar nicht zu schaffen! Meine tägliche Strecke würde schließlich pro Fahrt 20 km betragen und das als un- trainierte Couchpotatoe. Am Tag, als ich das Pedelec nun endlich abholen konnte, regnete es natürlich in Strömen, aber irgendwie musste ich ja heimkommen! Was soll ich sagen? Zu Hause angekommen, war ich pudel- nass, aber super glücklich. Allein in der JOBWÄRTS-Testwoche konnte ich somit schon erfolgreich knapp 200 km fahren. Am Tag der Rückgabe war bereits der Entschluss gefasst, dass dies nicht die letzte Woche auf dem Rad gewesen sein soll und ab ging es nach Mühlheim-Kär- lich zu Fahrrad XXL :-) Ich hatte super Glück und Dank toller Beratung durfte ich mein eigenes Pedelec direkt mit nach Hause nehmen. Und nun fahre ich tatsächlich so oft es geht mit dem Rad statt mit dem Auto zur Arbeit und nutze es nicht nur, wie ursprünglich geplant, privat. Das Tolle ist, man hat wirklich Zeit für sich und muss sich nicht über nervige andere Autofahrer, Staus oder anderes ärgern. Man kommt motiviert und frisch auf der Arbeit an und hat direkt sein tägliches Training absolviert. Ich danke JOBWÄRTS für diese Möglich- keit! Macht weiter so und begeistert weiterhin Menschen – so wie mich!“Seite 34 von 37 3434 „BEWEGUNG AN DER FRISCHEN LUFT.“ THOMAS BERG Stadtwerke Bonn „Als der Umzug unserer Abteilung vom Standort Beuel in die Sandkaule fest- stand und sich dadurch die Parkplatz- situation ändern würde, habe ich mich entschlossen, auf das Fahrrad und den ÖPNV umzusteigen. Ich wohne ca. 6 km vom Siegburger Bahnhof entfernt. Diese Strecke lege ich mit dem Fahrrad zurück. Dann geht’s mit der Linie 66 weiter Richtung Bonn. Da ich mein Fahrrad ungern am Bahn- hof abstellen wollte und es auch nicht praktisch ist, es jeden Tag in der Bahn mitzunehmen, durfte ich während der JOBWÄRTS-Woche zwei verschiedene Klappräder testen. Im ersten Jahr eins von der Firma Tern, womit ich nicht ganz zufrieden war. In der Feedback-Umfrage war mein Wunsch, ein Brompten testen zu können, was ich dieses Jahr auch tun durfte. Seit April 2021 bin ich jeden Tag, außer in den Bereitschaftswochen, mit Fahrrad und ÖPNV zur Arbeit gekommen. Die Bewegung morgens an der frischen Luft ist für mich ein guter Start in den Tag. In Zukunft würde ich gerne ein S-Pedelec testen, womit ich die komplet- te Strecke zum Arbeitsplatz zurücklegen würde.“ Foto: Thomas Berg „Auf dem Weg zur Arbeit.“Seite 35 von 37 35 DAS JOBWÄRTS-TEAM Das JOBWÄRTS Team (v.l.n.r.) Mareike Schulz, Rob Schaap, Monika Pitzschke, Dirk Delpho, Jennifer Winter, Stefanie Krahforst JENNIFER WINTER Bundesstadt Bonn, Stadtplanungsamt Tel: +49(0)228 77 2524 E-Mail: jennifer.winter@bonn.de MAREIKE SCHULZ Bundesstadt Bonn, Stadtplanungsamt Tel: +49 (0)228 77 2578 E-Mail: mareike.schulz@bonn.de ROB SCHAAP JOBWÄRTS-Programmmanager Tel: +31 6 5245 6090 E-Mail: rob@moovis.eu STEFANIE KRAHFORST Bundesstadt Bonn, Stadtplanungsamt Tel: +49 (0)228 77 2596 E-Mail: stefanie.krahforst@bonn.de MONIKA PITZSCHKE Bundesstadt Bonn, Stadtplanungsamt Tel: +49 (0)228 77 3827 E-Mail: monika.pitzschke@bonn.de DIRK DELPHO Bundesstadt Bonn, Stadtplanungsamt Tel: +49 (0)228 77 25 20 E-Mail: dirk.delpho@bonn.de Das JOBWÄRTS-Team besteht aus 4 Personen, verteilt auf 3 Vollzeitstellen. Das entsprechende Sachgebiet lei- tet Dirk Delpho im Stadtplanungsamt der Bundesstadt Bonn. Begleitet wird das JOBWÄRTS-Team vom Programmmanager Rob Schaap. Mehr Informationen zum JOBWÄRTS-Programm auf jobwaerts.bonn.deSeite 36 von 37 Herausgebende: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Stadtplanungsamt/ Presseamt und der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, Fachbereich Verkehr und Mobilität/Pressestelle, August 2022, Illustrationen: © Bundesstadt Bonn/Max Fiedler. Fotos, wenn nicht anders angegeben: Kolja Matzke JOBWÄRTS ist ein Programm der Bundesstadt Bonn und des Rhein-Sieg- KreisesHerausgebende: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Stadtplanungsamt/Presseamt und der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, Fachbereich Verkehr und Mobilität/Pressestelle, August 2022 | Illustrationen: © Bundesstadt Bonn/Max Fiedler. Fotos, wenn nicht anders angegeben: Kolja Matzke | Konzept & Design: Manuel Privou, www.agentur-fuer-markenarbeit.de JOBWÄRTS ist ein Programm der Bundesstadt Bonn und des Rhein-Sieg-KreisesSeite 37 von 37
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 17:39 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de