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221599 · Mitteilungsvorlage

Präsentation JOBWÄRTSreport 2019-2021

Nummer
221599
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
22.08.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Rates 22.09.2022 Kenntnisnahme
  2. Gemeinsame Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr mit dem Rhein-Sieg-Kreis 23.08.2022 Aktuelle Informationen der Verwaltung
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
221599
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Präsentation JOBWÄRTSreport 2019-2021
Beratungsfolge
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 23.08.2022 Aktuelle
Informationen
der Verwaltung
Rat 22.09.2022 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Seit 2019 unterstützt das JOBWÄRTS Programm Unternehmen und Behörden
in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis bei der Gestaltung ihres betrieblichen
Mobilitätsmanagements. Zur Dokumentation der Leistungen, Wirkungen und
Erfolge der letzten Jahre, wurde der als Anlage beigefügte JOBWÄRTS Report
2019 bis 2021 erstellt.
Der Erfolg des Programms spiegelt sich in der stetig wachsenden Anzahl an
Teilnehmenden wider: Mittlerweile unterstützt JOBWÄRTS 41 Arbeitgebende
bei der Entwicklung alternativer und nachhaltiger Mobilitätsstrategien. Da in den
kommenden Jahren große Herausforderungen durch Baustellen und
Umweltauflagen auf die Region zukommen, ist auch in Zukunft eine intensive
Mitarbeit von Unternehmen und Behörden an der Verkehrswende unerlässlich.
Der Rat der Stadt Bonn hat der Verlängerung des Programms mit Beschluss
vom 09.06.2022 zunächst bis Ende 2024 zugestimmt.
Anlage/n
1 JOBWÄRTS Report 2019_2021 (öffentlich)Seite 1 von 37
JOBWÄRTSreport2019-2021Seite 2 von 37
Seite
03 Grußwort der Oberbügermeisterin Katja Dörner
und Landrates Sebastian Schuster
04 JOBWÄRTS – einfach. besser. pendeln.
08 Teilnehmende Arbeitgebende
10 Das sagen Arbeitgebende über JOBWÄRTS
14 Mobilitätsanalyse
16 Entwicklung der Mobilitätsmaßnahmen
18 Wirkungsmessung
24 JOBWÄRTS-Veranstaltung 2022
27 Ambitionen und Ziele
31 Erfahrungen von Umgestiegenen
35 Das JOBWÄRTS-Team
DAS ERWARTET SIE:Seite 3 von 37
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir freuen uns sehr, Ihnen den JOBWÄRTSreport 2019-
2021 zu präsentieren. Hiermit werden die Wirkungen und
Ergebnisse des JOBWÄRTS-Programms der vergangenen
zwei Jahre dokumentiert.
Am 09. Oktober 2019 startete das Programm im Post
Tower in Bonn. Mittlerweile unterstützt JOBWÄRTS bereits
40 Arbeitgebende, um alternative Mobilitätsstrategien in
Unternehmen und Institutionen praktisch und nachhaltig
erlebbar zu machen.
Besonders hervorzuheben ist der rege Austausch zwischen
den teilnehmenden Arbeitgebenden zu den unterschied-
lichen Mobilitätslösungen und Strategien. Jede/r profitiert
dabei vom Wissen und von der Erfahrung des anderen.
Alle zusammen sind wichtige Multiplikatorinnen und Multi-
plikatoren für unsere Hauptziele: Die Reduzierung des mo-
torisierten Berufspendlerverkehrs und ein größeres Wohlbe-
finden unter den Beschäftigten.
Die Herausforderungen der nächsten Jahre und nicht zuletzt
die der Großbaustellen werden unser Straßennetz noch
mehr belasten. Ein Grund mehr, intensiv an der Mobilitäts-
wende mitzuarbeiten.
Gerade die aktuelle Situation macht deutlich, dass wir in
Alternativen denken müssen! Wir zeigen den über 50.000
Mitarbeitenden durch die am JOBWÄRTS-Programm
teilnehmenden Arbeitgebenden und Mobilitätsdienstleis-
tenden schon jetzt nachhaltige Möglichkeiten auf, wie sie
auch ohne Pkw ihren Arbeitsplatz erreichen können. Die
ersten wichtigen Schritte sind also gemacht, um unsere
Region weiterhin mobil und lebenswert zu gestalten.
Wir wünschen Ihnen nun eine informative und unterhaltsa-
me Lektüre des JOBWÄRTSreports 2019-2021.
Katja Dörner
Oberbürgermeisterin
Bundesstadt Bonn
Sebastian Schuster
Landrat des Rhein-Sieg-Kreises
3Seite 4 von 37
JOBWÄRTS
EINFACH. BESSER. PENDELN.
JOBWÄRTS – das gemeinschaftliche Programm der
Bundesstadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises – unter-
stützt Arbeitgebende aus der Region bei der Optimierung
ihres betrieblichen Mobilitätsmanagements.
Durch das Programm werden Fahrten in den Verkehrsspit-
zenzeiten vermieden. Dabei wird der Modal Split (Verteilung
der Verkehrsmittelwahl) zugunsten des Umweltverbundes
(umweltfreundliche Verkehrsmittel wie z.B. Bus und Bahn
oder Zweiräder) verbessert.
Teilnehmende Unternehmen und Behörden entzerren
somit den täglichen Pendelverkehr, fördern das Wohlbefin-
den ihrer Mitarbeitenden und unterstützen aktiv den
Klimaschutz und die Luftreinhaltung in der Region Bonn/
Rhein-Sieg.
4Seite 5 von 37
DIE KERNBAUSTEINE
VON JOBWÄRTS
5
JOBWÄRTS analysiert
Eine Mobilitätsanalyse ermittelt das aktuelle
Mobilitätsverhalten der Mitarbeitenden und
untersucht die Standort-Bedingungen des
Arbeitgebenden. Mit der Analyse wird ein
individuelles Mobilitätskonzept entwickelt.
JOBWÄRTS verbindet
Regelmäßige Veranstaltungen und Themen-
Meetings liefern jedem einzelnen Arbeitgeben-
den wichtige Erkenntnisse und Lösungsansätze
für die optimale Gestaltung des betrieblichen
Mobilitätsmanagements.
JOBWÄRTS motiviert
Die Mobilitäts-Testwochen ermöglichen Mit-
arbeitenden, neue Pendelmöglichkeiten zur
Arbeit zu testen. Pedelec, E-Roller oder Bus und
Bahn können kostenlos ausprobiert werden.
Eine Nachbefragung zu den Testwochen erfasst
die Erfahrungen der Teilnehmenden. Um einen
dauerhaften Umstieg zu erleichtern, hilft JOB-
WÄRTS den Arbeitgebenden, attraktive Mobili-
tätsangebote (wie Zweirad-Leasing, JobTicket
uvm.) anzubieten.
JOBWÄRTS reflektiert
Die Befragung durch eine unabhängige Stelle
(Hochschule RheinMain) ermittelt Wirkungen
und Umsteigerpotenziale, die von der Zusam-
menarbeit mit JOBWÄRTS ausgelöst wurden.Seite 6 von 37
WARUM
JOBWÄRTS?
6
JOBWÄRTS wird gebraucht
Besonders im Hinblick auf die Baustellenpla-
nung der Region Bonn/Rhein-Sieg in den kom-
menden Jahren spielt JOBWÄRTS eine wichtige
Rolle. Der Ersatzneubau des „Tausendfüßlers“
(A565) und weitere Großbaustellen werden die
Verkehrsbelastung noch einmal stark erhöhen.
JOBWÄRTS wirkt
Die von der Hochschule RheinMain durchge-
führte Wirkungsmessung bestätigt die Relevanz
des JOBWÄRTS-Programms: der Bekanntheits-
grad und das kurz- bis mittelfristige Umstiegs-
potenzial erhöhen sich stetig.
JOBWÄRTS ist bekannt
Die Anzahl der teilnehmenden Arbeitgebenden
steigt seit dem Start von JOBWÄRTS in 2019
kontinuierlich. Aktuell sind schon 40 Arbeitge-
bende mit über 50.000 Mitarbeitenden dabei.
Durch die wachsende Bekanntheit von
JOBWÄRTS sind immer mehr Arbeitgebende
am Programm interessiert.
JOBWÄRTS inspiriert
Der Multiplikator-Effekt des Programms wirkt
auch außerhalb der Region Bonn/Rhein-Sieg.
So orientiert sich beispielsweise das Projekt
„Aachen – clever mobil“ eng an JOBWÄRTS.
Weitere Regionen werden folgen.Seite 7 von 37
WIE WIRD JOBWÄRTS
FINANZIERT?
7
Das JOBWÄRTS-Programm gibt es seit 2019 als eine
Gemeinschaftsinitiative der Bundesstadt Bonn, des Rhein-
Sieg-Kreises und des Zukunftsnetzes Mobilität NRW beim
Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS). Bis zum 30. Juni 2021
wurde es vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz
und nukleare Sicherheit im Rahmen des Projekts „Modell-
städte Saubere Luft (Lead city)“ zu 95 Prozent gefördert.
Aufgrund der positiven Resonanz und Wirkung sowie dem
fortwährenden Interesse der Arbeitgebenden führen die
Bundesstadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis seit Juli 2021
das JOBWÄRTS-Programm gemeinsam fort.Seite 8 von 37
TEILNEHMENDE
ARBEITGEBENDE
8
Das JOBWÄRTS-Programm startete im Herbst 2019 mit
6 Arbeitgebenden darunter 4 regionale Vorreiter:
Die Deutsche Telekom AG, die Deutsche Post AG, die Univer-
sität Bonn, das Universitätsklinikum Bonn und natürlich die
Bundesstadt Bonn sowie die Rhein-Sieg Kreisverwaltung
als Initiatoren von JOBWÄRTS.
Mittlerweile hat JOBWÄRTS 40 Partner mit mehr als 50.000
Beschäftigten. Und das Interesse von Arbeitgebenden an
alternativen Mobilitätskonzepten nimmt stetig zu.
Die folgende Seite zeigt eine Übersicht aller Teilnehmenden,
die aktuell im Team JOBWÄRTS „mitfahren“.Seite 9 von 37
9
TEILNEHMENDE
ARBEITGEBENDESeite 10 von 37
10
DR. OLGA NEVSKA
ÜBER JOBWÄRTS:
Dr. Olga Nevska
Geschäftsführerin
Telekom MobilitySolutions
„Nachhaltige Mitarbeitermobilität ist die
Kernaufgabe der Telekom MobilitySolutions.
Als Bonner Vorreiter freuen wir uns, auch
andere Arbeitgebende in der Region
dafür zu begeistern.“Seite 11 von 37
11
MICHAEL KUKLA
ÜBER JOBWÄRTS:
„Die Zusammenarbeit mit JOBWÄRTS
bringt uns auf kreative Ideen und inspirierenden
Austausch mit anderen Arbeitgebenden
in der Region Bonn/Rhein-Sieg.“
Michael Kukla
Personalleiter
Reifenhäuser GmbHSeite 12 von 37
12
PROF. DR.-ING. ANDRÉ BRUNS
ÜBER JOBWÄRTS:
„JOBWÄRTS ist ein Leuchtturm-Programm!
Es gibt derzeit keine Mobilitätsmanagement-
Initiative in ähnlicher Größenordnung.
Unsere Wirkungsmessung zeigt die enormen Potenziale
für den Umstieg auf Zweirad und ÖPNV oder
die Vermeidung von Autofahrten.
Wir empfehlen: Verstetigung, Erweiterung und
Intensivierung von JOBWÄRTS.“
Prof. Dr.-Ing. André Bruns
Mobilitätsmanagement und
Verkehrsplanung der
Hochschule RheinMainSeite 13 von 37
13
BERND CZERWINSKE
ÜBER JOBWÄRTS:
„Durch JOBWÄRTS haben wir vor allem
gelernt, wie wichtig es ist, die Mobilitätsangebote
intensiv und regelmäßig an die Mitarbeitenden
zu kommunizieren. Die Bereitschaft „umzusteigen“
ist da und muss nur geweckt werden.“
Bernd Czerwinske
Personalleiter
Fraunhofer GesellschaftSeite 14 von 37
14
MOBILITÄTSANALYSE
29 Arbeitgebende führten eine kurze Befragung ihrer
Mitarbeitenden durch. Die Grundlage für die JOBWÄRTS-
Mobilitätsanalyse.
19.193 Personen lieferten wertvolle Informationen, um
zielgerichtete Verbesserungen der betrieblichen Mobilität
zu ermöglichen.
Die erhobenen Daten zeigen deutlich, dass aktuell noch
mehr als die Hälfte der Beschäftigten mit dem Auto zur
Arbeit fährt. Theoretisch gäbe es aber für 94 Prozent der
Pendelnden nachhaltige Mobilitäts-Alternativen.
Das Potenzial in der Region ist also sehr hoch, wie die
folgenden Grafiken zeigen.Seite 15 von 37
15
MOBILITÄTSANALYSE
MODAL SPLIT & POTENZIAL
Modal Split vor COVID-19 Potenzial
Fahrrad
ÖPNV
Fahrgemeinschaft
Fahrrad
Pedelec
Pkw
1%
16% 3%
21%
59%
Fahrgemeinschaft
Pkw
Pedelec
Speed-Pedelec
ÖPNV
22%
13%
10%25%
18%
6% 6%
P+R
B+R
29 Analysen mit 19.193 Mitarbeitenden
P+R
B+RSeite 16 von 37
16
Bei 19 Arbeitgebenden hat JOBWÄRTS die 10 wichtigsten
Mobilitätskennzahlen* ermittelt. Die Daten umfassen
den Zeitraum von 2019 bis 2021. Das entspricht der
bisherigen Laufzeit des Programms.
Ziel war es, den Effekt von JOBWÄRTS in Zahlen darzu-
stellen. Zu beachten ist, dass die Ergebnisse auch die
Auswirkungen von COVID-19 abbilden.
Eine Fortführung der Kennzahlermittlungen ist auch für
die Folgejahre geplant, sodass JOBWÄRTS daraus konkrete
Handlungsmaßnahmen für das Programm ableiten kann.
*Die Abfrage fand zum Jahreswechsel 2021/2022 statt. Von allen Arbeitgebenden lagen
daher noch nicht die vollständigen Zahlen zu ihren Reisekosten vor. Der Trend zeigt aber,
dass diese weiter sinken.
ENTWICKLUNG DER
MOBILITÄTSMASSNAHMENSeite 17 von 37
ENTWICKLUNG DER
MOBILITÄTSMASSNAHMEN
17Seite 18 von 37
18
Die Hochschule RheinMain hat von November
bis Dezember 2021 eine Wirkungsmessung des
JOBWÄRTS-Programms durchgeführt.
6.721 Mitarbeitende (24,6 Prozent Rücklauf) von 15 Arbeit-
gebenden nahmen an der Befragung teil. Die Werte der Gra-
fiken sind auf die Grundgesamheit (27.631 Personen) hoch-
gerechnet und gerundet.
Die Grafiken zeigen nicht nur den hohen Bekanntheitsgrad
von JOBWÄRTS bei den Mitarbeitenden, sondern auch die
Effekte, die von COVID-19 ausgelöst wurden: Das enorme
Wachstum der Homeoffice-Nutzung, aber auch den Rück-
gang der ÖPNV-Nutzung.
Im Herbst 2022 wird die zweite Wirkungsmessung
durchgeführt.
WIRKUNGSMESSUNG
DES JOBWÄRTS-PROGRAMMSSeite 19 von 37
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WIRKUNGSMESSUNG
DES JOBWÄRTS-PROGRAMMS
Im Vergleich zu 2019 wurden 2021 durschnitt-
lich 1.052 Autofahrten pro Werktag reduziert.
Als Folge der Pandemie kamen aber auch 899
tägliche Autofahrten hinzu.
Im Saldo fanden 153 Autofahrten weniger pro
Werktag statt.Seite 20 von 37
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WIRKUNGSMESSUNG
DES JOBWÄRTS-PROGRAMMS
Der Anteil der nachhaltigen Pendlermobilität
beträgt bei einer Pendlerstrecke bis 2,5 Kilo-
meter etwa 81 Prozent.
Bei Pendlerstrecken zwischen 2,5 und 7,5
Kilometer bzw. 7,5 bis 15 Kilometer beträgt
dieser Anteil jeweils 70 und 49 Prozent.
Bei Pendlerstrecken über 15 Kilometer liegt
dieser Anteil nur noch bei 29%.Seite 21 von 37
21
WIRKUNGSMESSUNG
DES JOBWÄRTS-PROGRAMMS
Diese Grafik zeigt den Anteil der Pendelnden,
die bereits mit dem Zweirad zur Arbeit fahren
und Autofahrende, die sich vorstellen könnten,
unter bestimmten Voraussetzungen eventuell
umzusteigen.
Die am häufigsten erwähnten Voraussetzun-
gen waren:
• bessere Radwege (3.560 mal erwähnt)
• bessere Abstellanlagen (2.180)
• einfachere Radmitnahme im ÖPNV (1.890)
• Verfügbarkeit von Duschen
und Umkleiden (1.860)Seite 22 von 37
22
WIRKUNGSMESSUNG
DES JOBWÄRTS-PROGRAMMS
Diese Grafik zeigt den Anteil der Pendelnden,
die bereits mit dem ÖPNV zur Arbeit fahren
und Autofahrende, die sich unter bestimmten
Voraussetzungen vorstellen könnten, eventu-
ell umzusteigen.
Die am häufigsten erwähnten Voraussetzun-
gen waren:
• bessere Verbindungen (4.140 mal erwähnt)
• kürzere Fahrzeiten (3.250)
• günstigere Fahrtarife (2.650)
• mehr Fahrkomfort im ÖPNV (830)Seite 23 von 37
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WIRKUNGSMESSUNG
DES JOBWÄRTS-PROGRAMMS
Als positive Folge der Pandemie hat das Arbei-
ten im Homeoffice stark zugenommen.
Im Vergleich zu 2019 hat sich die Homeoffice-
Nutzung verdoppelt.
Das Potenzial für mehr Homeoffice beträgt
+14 Prozent. Beeinflusst wird es von der Ein-
schätzung der Mitarbeitenden, welcher
Anteil ihrer Arbeitszeit im Homeoffice erledigt
werden könnte und dem von Arbeitgebenden
maximal erlaubten Homeoffice-Anteil.Seite 24 von 37
24
Nach der Auftaktveranstaltung
zum Startschuss von JOBWÄRTS
im Oktober 2019 fand am
16. Mai 2022 die zweite große
JOBWÄRTS Veranstaltung im
Hause der Telekom statt.
Nach zweieinhalb Jahren war es
Zeit, Zwischenbilanz zu ziehen und
weitere Ziele für eine fortschritt-
liche und attraktive Region Bonn/
Rhein-Sieg zu definieren.
Eingeladen waren neben den 40
Arbeitgebenden, die sich bereits
aktiv am Programm beteiligen, Ver-
treterinnen und Vertreter von mehr
als 200 Arbeitgebenden aus Bonn
und dem Rhein-Sieg-Kreis.
JOBWÄRTS-
VERANSTALTUNG 2022
Alle Fotos der JOBWÄRTS-Veranstaltung 2022:
Norbert IttermannSeite 25 von 37
25
Eingeladen waren neben den
40 Arbeitgebenden, die sich
bereits aktiv am Programm betei-
ligen, Vertreterinnen und Vertreter
von mehr als 200 Arbeitgebenden
aus Bonn und dem Rhein-Sieg-
Kreis. Den etwa 150 Teilnehmen-
den wurde ein kurzweiliges Pro-
gramm in Form von Vorträgen und
Interviews geboten.
Nach einer Analyse der aktuellen
Situation und anstehenden Maß-
nahmen auf Straße und Schiene,
berichteten JOBWÄRTS-Partner
über Ihre Erfahrungen mit
JOBWÄRTS und ihren Fortschritt
beim betrieblichen Mobilitäts-
Management.
Den etwa 150 Teilnehmenden
wurde ein kurzweiliges Programm
mit Vorträgen und Interviews
geboten.
Nach einer Analyse der aktuellen
Situation und anstehenden
Maßnahmen auf Straße und
Schiene, berichteten JOBWÄRTS-
Partner über ihre Erfahrungen
mit JOBWÄRTS und ihren
Fortschritt beim betrieblichen
Mobilitätsmanagement.
JOBWÄRTS-
VERANSTALTUNG 2022Seite 26 von 37
26
Ein Höhepunkt der JOBWÄRTS-Veranstaltung
2022 war die Überreichung von individuellen
Nachhaltigkeitszielen zur Mobilität an insge-
samt 13 Arbeitgebende durch Frau Oberbür-
germeisterin Katja Dörner und Herrn Landrat
Sebastian Schuster.
Um die Bedeutung von nachhaltiger Mobilität
herauszustellen, haben die Arbeitgebenden im
Rahmen des JOBWÄRTS-Programms Ambitio-
nen und Ziele festgelegt, die die Unternehmen
in einem definierten Zeitrahmen umsetzen
möchten. Dazu gehört z.B. die
Umstellung der Dienstflotte auf E-Mobilität,
die Einführung von Fahrrad-Leasing, die
Verbesserung der Zweirad-Abstellanlagen oder
die Erhöhung von nachhaltigen Pendlerfahrten.
AMBITIONEN
UND ZIELESeite 27 von 37
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AMBITIONEN
UND ZIELESeite 28 von 37
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AMBITIONEN
UND ZIELESeite 29 von 37
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AMBITIONEN
UND ZIELESeite 30 von 37
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AMBITIONEN
UND ZIELESeite 31 von 37
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„VON MOTOR AUF
MUSKELKRAFT.“
ANNKRISTIN ERMEL
Deutscher Akademischer Austauschdienst
„Vor der COVID-19-Pandemie bin ich
jeden Tag mit dem Auto ins Büro ge-
fahren, das heißt 5 Tage die Woche über
eine Stunde im Auto und das bei einem
Teilzeitjob. Während der Pandemie hatte
ich die Möglichkeit, täglich von zu Hause
zu arbeiten. Es war zwar schön, viel Zeit
zu sparen, aber irgendetwas fehlt doch,
wenn man gar nicht ins Büro kommt.
Im Sommer 2021 ergab sich dann
durch meinen Arbeitgeber die Möglich-
keit, an den Mobilitäts-Testwochen von
JOBWÄRTS teilzunehmen. So nutzte ich
ein paar Tage die Woche das gebuchte
Pedelec, um zur Arbeit zu fahren.
Ich wählte nicht die direkte Route, da
ich so am Rhein entlangfahren konnte –
ohne Autolärm und mit wunderschöner
Aussicht auf den Rhein und das Sieben-
gebirge. Trotzdem brauchte ich morgens
für die Strecke von 13 km nur etwa 5
Minuten länger als mit dem Auto durch
den Berufsverkehr. Ich kam deutlich ent-
spannter auf der Arbeit an und freute
mich über den gesunden Ausgleich.
Gerne hätte ich das Pedelec noch länger
behalten, doch auch nach der Rückgabe
entschloss ich mich, mit meinem eigenen
Fahrrad weiter zur Arbeit zu fahren und
das Auto stehenzulassen.
Die Bewegung mit dem Fahrrad vor und
nach einem Arbeitstag am Computer tut
mir sehr gut und bringt trotz der An-
strengung auch eine gewisse Erholung.
Außerdem hat es mich gefreut, so auch
einen kleinen Teil zum Umweltschutz
beizutragen.“
Foto: Annkristin Ermel „Unterwegs beim Pendeln.“Seite 32 von 37
3232
„MIT BUS, E-KICK
UND RAD ZUM JOB!“
FABIAN WAGNER
Stadt Troisdorf
„Ich habe zum ersten Mal an den
JOBWÄRTS-Mobilitäts-Testwochen teil-
genommen und mein Fazit fällt sehr
positiv aus. Jede Woche konnte ich ein
neues Verkehrsmittel ausprobieren.
Egal ob ein normales Pedelec (25 km/h),
Speed-Pedelec (45 km/h), E-Roller oder
E-Kick-Scooter: Jedes hatte seinen eige-
nen Reiz und es hat Spaß gemacht, alle
zu testen. Genutzt habe ich sie sowohl
für den Arbeitsweg von Niederkassel
nach Troisdorf als auch für Termine bei
Unternehmen.
Praktisch war es z.B., den E-Kick-Scooter
im Bus mitzunehmen und dann „die letz-
te Meile“ zum Ziel zu rollern. Bei einer
Wochenend-Pedelec-Radtour auf dem
Wiedradweg quer durch den hügeligen
Westerwald habe ich zudem die Vorzüge
der E-Unterstützung schätzen gelernt.
Sobald die Angebote des Dienstrad-Lea-
sings feststehen, werde ich mich damit
intensiv auseinandersetzen.
Ich finde es vorbildlich, dass die Stadt
Troisdorf am JOBWÄRTS-Programm teil-
nimmt und ihren Mitarbeitenden so die
Möglichkeit bietet, verschiedene Mobili-
tätsarten auszuprobieren. Ich freue mich
schon auf die nächste Runde!“Seite 33 von 37
3333
„200 KILOMETER
IN EINER WOCHE!“
KRISTIN GEHRMANN
Universitätsklinikum Bonn
„Ich habe bereits lange mit dem
Gedanken gespielt, mir für den privaten
Gebrauch ein Pedelec zu kaufen. Doch
bisher hat mich immer der hohe An-
schaffungspreis sehr abgeschreckt. Im
Sommer dieses Jahres war es endlich
soweit und ich habe mich bei den Mobi-
litäts-Testwochen angemeldet. Ich war
super aufgeregt und hatte Sorgen, den
Heimweg gar nicht zu schaffen! Meine
tägliche Strecke würde schließlich pro
Fahrt 20 km betragen und das als un-
trainierte Couchpotatoe.
Am Tag, als ich das Pedelec nun endlich
abholen konnte, regnete es natürlich
in Strömen, aber irgendwie musste ich
ja heimkommen! Was soll ich sagen?
Zu Hause angekommen, war ich pudel-
nass, aber super glücklich. Allein in der
JOBWÄRTS-Testwoche konnte ich somit
schon erfolgreich knapp 200 km fahren.
Am Tag der Rückgabe war bereits der
Entschluss gefasst, dass dies nicht die
letzte Woche auf dem Rad gewesen sein
soll und ab ging es nach Mühlheim-Kär-
lich zu Fahrrad XXL :-) Ich hatte super
Glück und Dank toller Beratung durfte
ich mein eigenes Pedelec direkt mit nach
Hause nehmen.
Und nun fahre ich tatsächlich so oft es
geht mit dem Rad statt mit dem Auto
zur Arbeit und nutze es nicht nur, wie
ursprünglich geplant, privat. Das Tolle
ist, man hat wirklich Zeit für sich und
muss sich nicht über nervige andere
Autofahrer, Staus oder anderes ärgern.
Man kommt motiviert und frisch auf der
Arbeit an und hat direkt sein tägliches
Training absolviert.
Ich danke JOBWÄRTS für diese Möglich-
keit! Macht weiter so und begeistert
weiterhin Menschen – so wie mich!“Seite 34 von 37
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„BEWEGUNG AN DER
FRISCHEN LUFT.“
THOMAS BERG
Stadtwerke Bonn
„Als der Umzug unserer Abteilung vom
Standort Beuel in die Sandkaule fest-
stand und sich dadurch die Parkplatz-
situation ändern würde, habe ich mich
entschlossen, auf das Fahrrad und den
ÖPNV umzusteigen.
Ich wohne ca. 6 km vom Siegburger
Bahnhof entfernt. Diese Strecke lege ich
mit dem Fahrrad zurück. Dann geht’s
mit der Linie 66 weiter Richtung Bonn.
Da ich mein Fahrrad ungern am Bahn-
hof abstellen wollte und es auch nicht
praktisch ist, es jeden Tag in der Bahn
mitzunehmen, durfte ich während der
JOBWÄRTS-Woche zwei verschiedene
Klappräder testen. Im ersten Jahr eins
von der Firma Tern, womit ich nicht ganz
zufrieden war. In der Feedback-Umfrage
war mein Wunsch, ein Brompten testen
zu können, was ich dieses Jahr auch tun
durfte.
Seit April 2021 bin ich jeden Tag, außer
in den Bereitschaftswochen, mit Fahrrad
und ÖPNV zur Arbeit gekommen.
Die Bewegung morgens an der frischen
Luft ist für mich ein guter Start in den
Tag. In Zukunft würde ich gerne ein
S-Pedelec testen, womit ich die komplet-
te Strecke zum Arbeitsplatz zurücklegen
würde.“
Foto: Thomas Berg „Auf dem Weg zur Arbeit.“Seite 35 von 37
35
DAS
JOBWÄRTS-TEAM Das JOBWÄRTS Team (v.l.n.r.)
Mareike Schulz, Rob Schaap, Monika Pitzschke,
Dirk Delpho, Jennifer Winter, Stefanie Krahforst
JENNIFER WINTER
Bundesstadt Bonn, Stadtplanungsamt
Tel: +49(0)228 77 2524
E-Mail: jennifer.winter@bonn.de
MAREIKE SCHULZ
Bundesstadt Bonn, Stadtplanungsamt
Tel: +49 (0)228 77 2578
E-Mail: mareike.schulz@bonn.de
ROB SCHAAP
JOBWÄRTS-Programmmanager
Tel: +31 6 5245 6090
E-Mail: rob@moovis.eu
STEFANIE KRAHFORST
Bundesstadt Bonn, Stadtplanungsamt
Tel: +49 (0)228 77 2596
E-Mail: stefanie.krahforst@bonn.de
MONIKA PITZSCHKE
Bundesstadt Bonn, Stadtplanungsamt
Tel: +49 (0)228 77 3827
E-Mail: monika.pitzschke@bonn.de
DIRK DELPHO
Bundesstadt Bonn, Stadtplanungsamt
Tel: +49 (0)228 77 25 20
E-Mail: dirk.delpho@bonn.de
Das JOBWÄRTS-Team besteht aus 4 Personen, verteilt
auf 3 Vollzeitstellen. Das entsprechende Sachgebiet lei-
tet Dirk Delpho im Stadtplanungsamt der Bundesstadt
Bonn. Begleitet wird das JOBWÄRTS-Team vom
Programmmanager Rob Schaap.
Mehr Informationen zum JOBWÄRTS-Programm auf
jobwaerts.bonn.deSeite 36 von 37
Herausgebende: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Stadtplanungsamt/
Presseamt und der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, Fachbereich Verkehr und
Mobilität/Pressestelle, August 2022, Illustrationen: © Bundesstadt Bonn/Max Fiedler.
Fotos, wenn nicht anders angegeben: Kolja Matzke
JOBWÄRTS ist ein Programm der
Bundesstadt Bonn und des Rhein-Sieg- KreisesHerausgebende: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Stadtplanungsamt/Presseamt und der Landrat des
Rhein-Sieg-Kreises, Fachbereich Verkehr und Mobilität/Pressestelle, August 2022 | Illustrationen: © Bundesstadt Bonn/Max Fiedler.
Fotos, wenn nicht anders angegeben: Kolja Matzke | Konzept & Design: Manuel Privou, www.agentur-fuer-markenarbeit.de
JOBWÄRTS ist ein Programm der Bundesstadt Bonn und des Rhein-Sieg-KreisesSeite 37 von 37

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Datenstand: 02.11.2026, 17:39 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de