221569 · Beschlussvorlage: Einleitung
Einleitung des Vergabeverfahrens zur Begrünung des Neubaugebietes Geislar West I
Kerndaten
- Nummer
- 221569
- Art
- Beschlussvorlage: Einleitung
- Veröffentlicht
- 05.10.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Beuel Entscheidung federführend
Dateien
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Beschlussvorlage: Einleitung öffentlich 221569 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 67 Amt für Umwelt und Stadtgrün Dezernat: Dez. III Einleitung des Vergabeverfahrens zur Begrünung des Neubaugebietes Geislar West I Beratungsfolge Bezirksvertretung Beuel 19.10.2022 Entscheidung Beschlussvorschlag Der Einleitung des Vergabeverfahrens zur Ausschreibung „Begrünung des Neubaugebietes Geislar-West I“ wird zugestimmt. Begründung Bei dieser Maßnahme handelt es sich um landschaftsbautechnische Arbeiten zur Begrünung und Baumpflanzung der im Neubaugebiet Geislar-West neu hergestellten Straßenabschnitte in der Schwester-Melania-Straße, Franz- Buchbender-Straße, Cellitinnenstraße und Im Rübengarten. Insgesamt werden 22 vorgesehene Baumstandorte im Verkehrsgrün hergestellt und mit Alleebäumen bepflanzt. Die Innenflächen der Baumbeete sollen dabei durch ökologisch wertvolle, bienen- und insektenfreundliche, sowie optisch ansprechende Staudenmischpflanzungen besonders hervorgehoben werden. Viele Baumarten im Bonner Baumbestand bieten bereits ein hohes Angebot an Nektar und Pollen für die heimischen Insekten und stellen wertvolle ökologische Nischen dar. Hervorzuheben sind hier bei den Straßenbäumen insbesondere nahezu alle Linden-Arten, Spitz-Ahorn, Feld-Ahorn, Rotblühende Rosskastanie, Vogel-Kirsche, Tupelo-Baum, Elsbeere, Apfel-Dorn, Lederhülsenbaum, Purpur- Erlen, Robinie, Tulpenbaum, Trompetenbaum und einige Baumarten mehr. Diese Bienennährgehölze warten mit Nektarwerten von 2-4 und mit Pollenwerten bis 3 auf, wobei „4“ als Bestnote und „1“ als immerhin noch geringer Pollen-, bzw. Nektarlieferant zu werten ist. Die meisten dieser Baumarten bieten durch ihre Fruchtbildung zudem auch ein breites Nahrungsangebot für Vögel und andere Wildtiere. Diese Bäume tolerieren ebenfalls noch die zunehmend trockenen Sommer und verschärften Standortbedingungen im Verkehrsgrün. Die Verwaltung greift bei Baumpflanzungen auf hitze-, staub- und insbesondere trockenheitstolerierende Baumarten und –sorten (sogenannte „Klimabäume“) mit breitem Insektennährangebot zurück. Auch bei der Unterpflanzung derSeite 1 von 4 Seite 2 neuangelegten Baumstandorte wird, wo immer dies möglich ist, auf eine vielfältige, blühfreudige und insektenfreundliche Bepflanzung geachtet. In der Straße „Im Rübengarten“ sind 7 Purpur-Erlen (Alnus x spaethii) vorgesehen. Die Purpur-Erle ist ein relativ schnell wachsender Baum, wodurch recht schnell eine gute Verschattung im Bereich der Straßen erzielt werden kann. Zudem bietet die Erle bereits am Anfang eines Jahres ein gutes Nährangebot für Insekten. Die Unterpflanzung erfolgt hier mit der vom Amt für Umwelt und Stadtgrün selbst entwickelten Bonner Mischung ‚Yellow Glow‘ aus vorwiegend gelben und orangefarbenen Stauden. Diese Mischung besteht aus 13 verschiedenen Stauden und Gräsern, wie z.B. Gelber Sonnenhut, Brandkraut, Fiedergras, Sonnenbraut, Goldhaar-Aster, Ochsenauge, Junkerlilie und anderen. Um den Insekten bereits ab dem zeitigen Frühjahr ein entsprechendes Nahrungsangebot bieten zu können, wird diese Mischung noch durch 5 gut verwildernde botanische Blumenzwiebelarten und –sorten ergänzt. Die Blütezeit erstreckt sich dann bis Ende Oktober eines Jahres. In der „Schwester-Melania-Straße“, der „Franz-Buchbender-Straße“ und in der „Cellitinnenstraße“ sind für die Hauptachsen 12 Blaseneschen (Koelreuteria paniculata) vorgesehen. Die Blasenesche ist ein sehr stadtklimafester und trockenheitsverträglicher Baum und ein sehr gutes Bienennährgehölz. In den Kreuzungsbereichen dieser Straßen zum Verbindungsfußweg befinden sich 3 etwas größere Baumbeete. Hier werden mit 3 rotlaubigen Spitz-Ahornen (Acer platanoides ‚Royal Red‘) besondere Akzente gesetzt und ein weiteres Bienennährgehölz angeboten. Die Beete mit den Blaseneschen erhalten ebenfalls die oben beschriebene gelbe Bonner Staudenmischung ‚Yellow Glow‘. Für die größeren mit Spitz-Ahornen bepflanzten Beete ist die bewährte Staudenmischung ‚Pink Paradise‘ vorgesehen. Diese Staudenmischung besteht aus 17 Stauden- und Gräserarten und –sorten, wie z.B. Purpursonnenhut, Reitgras, Anemone, Purpurglöckchen, Wiesen-Schwertlilie, Blut-Weiderich, Wiesenraute und anderen. Diese Unterpflanzung wird durch eine Mischung aus 7 botanischen, ebenfalls gut verwildernde Blumenzwiebelarten- und Sorten aufgewertet. Die Blütezeit dieser Mischung beginnt ca. Mitte Februar und dauert bis ca. Ende Oktober eines Jahres. Dadurch wird eine nahezu lückenlose Blühfolge zwischen dem Rückschnitt der Stauden im Spätwinter und dem Austrieb der Staudenpflanzung im Frühjahr garantiert. Die hier verwendeten Staudenmischpflanzungen wurden standortgerecht ausgewählt und bieten sehr viel Lebensraum und Nahrungsquellen für Insekten. Daneben haben sie zur Verhinderung des Betretens von Verkehrsflächen eine Barrierefunktion und tragen wesentlich zur optischen Aufwertung des Umfeldes bei. Unsere Straßenbäume sind zunehmend massiven vitalitätshemmenden Einflüssen, wie zum Beispiel Trockenheit, Strahlungshitze, Bodenverdichtung, starkem Nutzungsdruck der Verkehrsteilnehmenden und u. a. dadurch verstärkt auftretenden Krankheiten und Schädlingen ausgesetzt. Im Rahmen dieser Maßnahme führt das Amt für Umwelt und Stadtgrün großflächige Tests für unterschiedliche Baumsubstrate durch. Getestet werden hier im Langzeitversuch von 5 Jahren 3 verschiedene Baumsubstrate mitSeite 2 von 4 Seite 3 unterschiedlichen natürlichen Zuschlagsstoffen und Zusammensetzungen um die Bedingungen für die Straßenbäume noch weiter zu verbessern. Dieser Substrattest wird ebenfalls auf die noch folgende Begrünungsmaßnahme in der Straße „Auf der Rötschen“ ausgedehnt werden. Die Verwaltung wird hierüber in einer gesonderten Mitteilungsvorlage noch näher informieren sobald erste Erkenntnisse vorliegen. Die Arbeiten zu dieser Maßnahme beinhalten den Einbau der entsprechenden Baumsubstrate und Wurzelschutzeinrichtungen zum Schutz eventuell benachbarter Leitungen, die Sicherung der Baumscheiben mit Anfahrschutz, sowie die Pflanzarbeiten selbst. Weiterhin erfolgt in der Nachsorge – auch aus Gewährleistungsgründen – eine 2-jährige Fertigstellungs- und Entwicklungspflege, eine 4-jährige Wässerung und nach Erfordernis eine jährliche Düngung der Bäume bis zur Übernahme in die Unterhaltung der Stadt. Die Maßnahme soll unmittelbar nach der Beschlussfassung im Oktober 2022 ausgeschrieben und nach Beauftragung auch umgehend begonnen werden. Die vegetationstechnischen Arbeiten einschließlich der Baum- und Staudenmischpflanzungen werden bis Ende März 2023 abgeschlossen sein. Vergabeart öffentlich offen (EU) 7 aufgeforderte Firmen X beschränkt nichtoffen (EU) mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb Freihändig bzw. Verhandlungsvergabe Verhandlungsverfahren (EU) Abweichung von der vorgeschriebenen Vergabeart Vergabekennzahl Vergabe-/Vertragsordnung Ausführungszeitraum Schätzkosten brutto BN-2022-4693 X VOB UVgO VgV November 2022 – März 2023 120.000 € Produktgruppennummer Produktgruppenbezeichnung Sachkonto (konsumtiv) / Finanzposition (investiv) CO-Kontierung (konsumtiv) / Finanzstelle (investiv) 1.12.01 Gemeindestrassen 785200 5680012010100 Verpflichtungsermächtigungen Verwendung von Haushaltsresten Mittel ja X nein ja X nein freigegeben X vorgesehen Anlage/n 1 Überblick Baumstandorte (öffentlich)Seite 3 von 4 Bundesstadt Bonn Amt für Umwelt und Stadtgrün Abteilung: 67-11 Planung, Bau, Pflege- und -vergabe „Grün“ Projekt: Begrünung des Neubaugebietes Geislar West I Legende: Baumart: Alnus x spaethii Staudenmischung: ‘Yellow Glow‘ – Bonner Mischung Baumart: Koelreuteria paniculata Staudenmischung: ‘Yellow Glow‘ – Bonner Mischung Baumart: Acer platanoides ‘Royal Red‘ Staudenmischung: ‘Pink Paradise‘ – Wädenswiler MischungSeite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 22:10 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de