221517 · Mitteilungsvorlage
Bericht über die Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements in Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 221517
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 08.08.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
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Mitteilungsvorlage öffentlich 221517 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 50 Amt für Soziales und Wohnen Dezernat: Dez. V Bericht über die Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements in Bonn Beratungsfolge Ausschuss für Soziales, Migration und Gesundheit 28.09.2022 Kenntnisnahme Mitteilung: Wie bereits in den Vorjahren erfolgt ein Sachstandsbericht aus dem Bereich „Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements in Bonn“ auf der Grundlage des Hauptausschussbeschlusses vom 7. Dezember 2006 (DS-Nr. 0612710). Vorwort (Hinweis für die gesamte Vorlage: wenn nicht anders gekennzeichnet, beziehen sich die Zahlen auf den Stichtag 30. Juni 2022) 15 Jahre Freiwilligenagentur und über 7.000 registrierte Freiwillige – über diese beiden Zahlen freut sich das Team „Bürgerschaftliches Engagement / Freiwilligenagentur“ in diesem Jahr ganz besonders. Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 hat die Freiwilligenagentur entsprechend viele Beratungen durchgeführt, mehr als 3.750 Engagementmöglichkeiten vermittelt, eine Vielzahl von Gesprächen mit Kooperationspartner*innen geführt, Veranstaltungen organisiert und vieles mehr. Möglich wurde der Erfolg der Freiwilligenagentur nur durch die große Solidarität und Hilfsbereitschaft der Bonner*innen. „Ich weiß, wie gut es mir geht und möchte der Gemeinschaft etwas zurückgeben“, geben viele Freiwillige als Motivation an. Die Einsatzbereiche der Freiwilligen sind ganz unterschiedlich: Sie lesen Kindern vor oder helfen ihnen bei den Hausaufgaben, gehen mit Senior*innen spazieren, unterstützen Geflüchtete durch Sprachpatenschaften oder Hilfe bei Behördengängen, kommen mit obdachlosen Menschen ins Gespräch, machen Freizeitaktivitäten mit Menschen mit Behinderung und vieles mehr. Auch Kurzzeiteinsätze sind beliebt: Sei es eine Gartenaktion, die Mithilfe bei Flohmärkten, die Organisation einer Kunstausstellung, eine Ferienfreizeit im Museum – die Freiwilligen werden regelmäßig über solche „Einzelaktionen“ per Newsletter informiert und lassen sich gerne dafür gewinnen.Seite 1 von 17 Seite 2 Die Corona-Nachbarschaftshilfe zeigte sehr deutlich, wie sehr auf die Bonner*innen Verlass ist: 836 Freiwillige hatten sich gemeldet, um während der Pandemie für Risikogruppen einzukaufen und an Projekten teilzunehmen, die mit der Corona-Hilfe im Zusammenhang standen. Mittlerweile wurde die Corona-Nachbarschaftshilfe angesichts der veränderten Rahmenbedingungen eingestellt. Sie bleibt jedoch ein Beispiel dafür, wie durch Kooperation verschiedener Akteure (städtische und andere) und mit Hilfe von Freiwilligen auch große Herausforderungen bewältigt werden können. So schrieb uns eine Organisation nach einer Impfaktion für Senior*innen: „Dank der Freiwilligen aus der Freiwilligenagentur konnten wir das stemmen.“ Die Freiwilligen geben nicht nur, sondern erhalten auch viel: Sinn erleben, andere Menschen kennenlernen, manchmal auch Deutschkenntnisse verbessern – all dies betrachten die Freiwilligen als ihren ganz persönlichen Gewinn. So vielfältig wie die Einsatzmöglichkeiten sind auch die Menschen, die sich engagieren möchten: Jung und Alt, Frauen und Männer, Ur-Bönnsche und Menschen mit internationalem Hintergrund. Die „Internationalen“ haben Wurzeln in der Türkei, China, Spanien, Syrien, England und vielen anderen Ländern. Für diejenigen unter ihnen, die erst seit kurzem hier sind, ist die Freiwilligenarbeit eine gute Möglichkeit, in die Bonner Gemeinschaft hineinzuwachsen. Wer sich engagieren möchte, erhält in der Freiwilligenagentur eine ausführliche individuelle Beratung und kann aus rund 230 aktuellen Engagement-Angeboten wählen. Die Beratungsintensität und die Vielfalt der Angebote werden von den Freiwilligen sehr geschätzt. Damit die Freiwilligen in den Organisationen optimale Bedingungen vorfinden, werden die Kooperationspartner*innen in allen Fragen rund um das Freiwilligenmanagement beraten. Für die Freiwilligen ist es wichtig, Anerkennung für ihren Einsatz zu erhalten: Mit der Ehrenamtskarte Nordrhein-Westfalen (NRW) und der Jubiläums- Ehrenamtskarte NRW, Ehrenamtsempfang im Dezember anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamtes, Engagement-Galerie, Engagement- Nachweis NRW und Heimat-Preis NRW stellt der Arbeitsbereich „Bürgerschaftliches Engagement / Freiwilligenagentur“ deshalb eine Reihe von Instrumenten und Formaten zur Anerkennungskultur zur Verfügung und entwickelt diese stetig weiter. Die Qualifizierung von Freiwilligen und Organisationen trägt dazu bei, dass sich die Engagierten für ihre Arbeit gut gerüstet fühlen und dafür in den Organisationen geeignete Rahmenbedingungen vorfinden. Der Arbeitsbereich „Bürgerschaftliches Engagement / Freiwilligenagentur“ informiert über Qualifizierungsangebote, fördert die Weiterbildung von Freiwilligen finanziell und bietet perspektivisch verstärkt eigene Qualifizierungen für Kooperationspartner*innen an. Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen engagieren sich in Bonn in vielfältiger Weise. Diesen Einsatz fördert der Arbeitsbereich mit verschiedenen Angeboten, zum Beispiel mit dem „Marktplatz Gute Geschäfte“ und der Vermittlung von Engagementmöglichkeiten für so genannte „social days“ der Unternehmen.Seite 2 von 17 Seite 3 Mit zahlreichen Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit sorgt der Arbeitsbereich dafür, dass das Thema „Bürgerschaftliches Engagement“ bei den Bonner*innen präsent bleibt. Engagementstrategie des Landes NRW: Hintergrundinformationen Am 2. Februar 2021 hat die Landesregierung die Engagementstrategie für das Land NRW beschlossen. Sie soll die Rahmenbedingungen für das bürgerschaftliche Engagement verbessern. Hierfür stehen 24 Millionen Euro zur Verfügung. Über breit angelegte Beteiligungsformate waren über zwei Jahre hinweg die Anliegen und Bedarfe in NRW erfasst worden. Daraus wurde die Engagementstrategie mit 56 Zielen in neun Handlungsfeldern formuliert. Nach Möglichkeit sollen neue Engagierte gewonnen und im Zusammenwirken eine solidarische und vielfältige Gesellschaft gestaltet werden. Allen Beteiligten, Aktiven und Interessierten soll ein entsprechendes Umfeld geschaffen werden, um bürgerschaftliches Engagement vor Ort zu ermöglichen und weiterzuentwickeln. Das Land NRW ist hierbei zuständig für vier Aufgabenbereiche: Die Einrichtung einer Landesservicestelle für bürgerschaftliches Engagement Die Finanzierung eines Landesnetzwerkes für bürgerschaftliches Engagement Die Umsetzung eines Förderprogramms zur Kleinstförderung Die Förderung für die Qualifizierung von Freiwilligen Erkenntnisse für Bonn: Aus den insgesamt neun Handlungsfeldern mit 56 Zielen hat der Fachbereich folgende vier Handlungsfelder mit 12 Zielen identifiziert, die für Bonn als besonders relevant eingeschätzt werden. Sie sollen als Maßnahmen in die Arbeit mit einfließen, sowie nach Möglichkeit sukzessive umgesetzt beziehungsweise weiterentwickelt werden: Nr. Handlungsfeld Nr. Ziel 1 Teilhabe für alle ermög- 1 Vielfalt der Bürgerschaft lokal lichen sichtbar machen; Begegnungs- und Erfahrungsmöglichkeiten schaffen 4 Organisationen weiterent- 19 Angebote zur Kompetenz- und wickeln – Kompetenzen Organisationsentwicklung stärken bedarfsgerecht gestalten 20 Digitalisierung und Qualifizierung wirksam verbinden 21 Orientierung für Weiterbildung und Beratung sichernSeite 3 von 17 Seite 4 5 Engagement anerkennen - 22 Formate zur Würdigung und Image stärken – Engagierte Beteiligung von Engagierten auf gewinnen allen Ebenen einführen, weiterent- wickeln und pflegen 24 Engagierte bei Fahrtkosten ent- lasten 26 Engagierte gewinnen. Ehrenamt- liche Vorstände stärken 27 Mehr Öffentlichkeit fürs Ehrenamt schaffen. (Cross-)mediale Kam- pagne starten 9 Engagement in verschie- 46 Kindertagesbetreuungsangebote denen Lebensphasen und Schulen als Orte des ermöglichen Engagements gestalten 47 Engagementförderung in Kinder- tagesbetreuungsangeboten und Schulen stärken 54 Vereinbarkeit von Familie, Beruf und bürgerschaftlichem Engage- ment fördern 55 Potenziale von Menschen in der nachberuflichen Phase wahr- nehmen Weitere Informationen: https://www.engagiert-in-nrw.de/engagementstrategie 1. Freiwilligenagentur 2022 feiert die Freiwilligenagentur Bonn ihr 15-jähriges Bestehen. Ihre Hauptaufgabe ist weiterhin die Beratung von Freiwilligen und Organisationen, diese mündet möglichst in eine passgenaue Vermittlung von Freiwilligen in Angebote der Organisationen. Während der Corona-Pandemie war die persönliche Beratung weitgehend durch die Beratung per Telefon und Video ersetzt worden. Seit sich die Corona-Rahmenbedingungen geändert haben, wird auch wieder die persönliche Beratung verstärkt in Anspruch genommen. Bei der Online-Terminbuchung können Freiwillige zwischen „persönlich“, „Telefon“ und „Video“ wählen. Besonders die telefonischen und persönlichen Beratungen werden nachgefragt. Um effiziente Nachbarschaftshilfe während der Corona-Pandemie leisten zu können, entwickelten die Freiwilligenagentur und das Haus der Bonner Altenhilfe gemeinsam mit vielen Anlaufstellen (Quartiersmanagements, Beratungsstellen, Vereine, Begegnungsstätten und so weiter) eine neue spezielle Hilfsstruktur: Bei der Freiwilligenagentur registrierte sich binnen kurzer Zeit eine sehr große Anzahl an Freiwilligen (Stand 17. Mai 2022: 853), um Nachbarschaftshilfe für Senior*innen sowie Angehörige von Risikogruppen zu leisten, zum Beispiel Einkaufen. Die Corona-Nachbarschaftshilfe wurde zum 17. Mai 2022 eingestellt. Grund dafür sind die geänderten Rahmenbedingungen im Umgang mit der Pandemie. Die Corona-Seite 4 von 17 Seite 5 Nachbarschaftshilfe könnte bei Bedarf in eine veränderte Form der Nachbarschaftshilfe überführt werden. Aktuell kooperieren 235 Organisationen mit der Freiwilligenagentur. Ebenfalls ist das Engagement der Menschen in Bonn nach wie vor sehr hoch. Im Jahr 2021 haben sich 530 Menschen bezüglich eines bürgerschaftlichen Engagements beraten lassen, 348 davon konnten vermittelt werden. Im Juni 2022 hat die Freiwilligenagentur zudem die 7.000. registrierte Freiwillige begrüßen dürfen. Die Engagement-Suchenden können eine passende Aktivität nach verschiedenen Kriterien auswählen: zeitlicher Rahmen, Zielgruppe, Bereich/Thema, Kenntnisse, Ort und einige mehr. Um das inklusive Ehrenamt - das heißt das Engagement von Menschen mit Behinderung, besonderen Sprachbarrieren und so weiter - zu fördern, wurde im vergangenen Jahr den Angebotsprofilen in der Datenbank ein Fragenkatalog zum Thema Inklusion hinzugefügt. So können Organisationen schnell und unkompliziert angeben, ob beispielsweise die Räumlichkeiten barrierefrei sind oder ob sich das Engagement für Menschen eignet, die gehörlos, blind oder geistig behindert sind. Weiterhin wird daran gearbeitet, geeignete Engagementfelder für Menschen mit Behinderung zu identifizieren und entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. In der Regel verlassen Interessierte die Beratung mit einem oder mehreren konkreten Angebot/en. Qualitätsstandard der Freiwilligenagentur ist es, mit den Freiwilligen auch nach der Erstberatung in Kontakt zu bleiben und sie gegebenenfalls weiter bei der Suche nach einem passenden Engagement zu unterstützen. Die Gründe, weshalb sich hier beratene Interessenten in manchen Fällen letztlich doch anders entscheiden, sind unverändert und vielfältig: Manche erkennen, dass sie doch weniger Zeit für ein freiwilliges Engagement haben als zunächst gedacht. Andere stehen aufgrund von Krankheit oder Wegzug nicht mehr zur Verfügung, einige haben auch in Eigeninitiative ein anderes Engagement gefunden. Die Vermittlung von Gruppen - vielfach im Rahmen eines „social days“ von Unternehmen - ist weiterhin ein wichtiges Angebot der Freiwilligenagentur. Die Agentur berät die Ansprechpartner*innen der Gruppen und stellt die Kontakte zu den Organisationen her. Von großem Interesse für die Freiwilligen sind die so genannten „Einmalaktionen“, über die per Newsletter informiert wird. Aktuell erhalten rund 2.100 Freiwillige den Newsletter. Hierbei kann es sich um eine Gartenaktion, einen Flohmarktstand oder um die Mithilfe bei einem Fest handeln. Über solche kurzfristigen Aktionen können Bindungen zu einer Organisation entstehen, die zu längerfristigem Engagement führen. Zugleich stellt dieses Instrument für die Freiwilligenagentur eine Möglichkeit dar, bei den interessierten Personen sowie den bereits aktiven Freiwilligen präsent zu bleiben. Für Vereine und Organisationen gibt es drei verschiedene Beratungs- und Qualifizierungsformate durch die Freiwilligenagentur. Zum einen gibt es individuelle Gespräche mit den Kooperationspartner*innen (Organisationen); hier geht es um Themen wie Freiwilligenmanagement, Anerkennungskultur,Seite 5 von 17 Seite 6 Qualifikationsnachweise und die Freiwilligengesuche in der Datenbank. Diese dienen einmal dem Kennenlernen der Organisation, ihrer Aufgaben, ihrer Haltung im Umgang mit den Freiwilligen und fördern gleichzeitig die Zusammenarbeit zwischen Organisation und Freiwilligenagentur. Seit 2021 wird außerdem das Beratungscafé per Video angeboten. Dieses Café findet grundsätzlich monatlich, themenbezogen statt und fördert den Austausch und die Vernetzung der Freiwilligenagentur mit den einzelnen Organisationen und zwischen den Organisationen selbst. Die Organisationen haben die Möglichkeit, eigene Themen im Beratungscafé einzubringen. Das Austauschtreffen mit allen Kooperationspartner*innen der Freiwilligenagentur hat 2021 coronabedingt digital stattgefunden. Es haben 34 Organisationen teilgenommen. Der Themenschwerpunkt lag in der Vorstellung und Umsetzung der Engagement-Strategie des Landes NRW. In Kleingruppen konnten sich die Organisationen zu verschiedenen weiteren Themen austauschen. Die Zugriffszahlen auf den Internetauftritt der Freiwilligenagentur www.freiwilligenagentur-bonn.de haben sich auf einem hohen Niveau von monatlich durchschnittlich etwa 4.400 Besuchenden gehalten. Besonders geschätzt und viel genutzt wird von den Freiwilligen die Möglichkeit, sich auf diesen Seiten vorab über konkrete Engagementmöglichkeiten zu informieren. Der Bereich „Bürgerschaftliches Engagement/Freiwilligenagentur“ musste vom 14. März bis einschließlich 29. April 2022 geschlossen werden. Die Kolleginnen waren im Bereich „Hilfe für ukrainische Geflüchtete“ einsetzt. Statistische Angaben zu den Freiwilligen können der Anlage 1 entnommen werden. Perspektiven: Die Arbeit der Freiwilligenagentur wird nach den bisherigen Qualitätsstandards weitergeführt. Dafür ist es von großer Wichtigkeit, die Möglichkeit der ausführlichen, unabhängigen Beratung der interessierten Freiwilligen und Organisationen beizubehalten. Laufend werden neue Kooperationspartner*innen aus den verschiedensten Bereichen angeworben und aufgenommen, wodurch die Palette der möglichen Tätigkeiten für Freiwillige noch vielfältiger wird. Mittel- bis langfristig sollen die einzelnen Themenbereiche der Engagement- Strategie des Landes umgesetzt werden. 2. Öffentlichkeitsarbeit Es wurden wieder verschiedenste Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit genutzt, um auf die Arbeit, Angebote und Möglichkeiten des Bereichs hinzuweisen. Hierzu gehörten: Faltblätter, Plakate, Mega-Lights, Infoscreens, Intranet- und Internetseiten (www.bonn.de, Suchbegriff „Engagement“), Pressemeldungen, Engagement- Galerie.Seite 6 von 17 Seite 7 Corona-bedingt und aufgrund von Personalengpässen wurden nicht alle Formate genutzt (zum Beispiel Spannbanner) beziehungsweise sind nicht in gleicher Intensität zum Einsatz/zur Wirkung gekommen (zum Beispiel Faltblätter). Perspektiven: Die Öffentlichkeitsarbeit wird weitergeführt und nach Möglichkeit ausgebaut. 3. Qualifizierung/Projektförderung: Fort- und Weiterbildung: Über die städtischen Internetseiten wird nach wie vor über die verschiedenen Qualifizierungsmöglichkeiten für Freiwillige und Organisationen informiert. Organisationen, die eigene Veranstaltungen in diesem Bereich anbieten, können diese auch in dem gesamtstädtischen Veranstaltungskalender veröffentlichen. Seit dem Relaunch des Auftritts von www.bonn.de gibt es hier eine eigene Rubrik „Bürgerschaftliches Engagement“, welche die Sichtbarkeit der Veranstaltungen deutlich erhöht. Von dieser Möglichkeit machen die Organisationen erfreulicherweise verstärkt Gebrauch. Quartiersmanagements: Seit 2016 können Freiwillige, die sich im Rahmen eines Quartiersmanagements engagieren, einen Zuschuss zu einer Qualifizierung erhalten. Das Verfahren wurde in der Mitteilungsvorlage für den Ausschuss vorgestellt (DS 1610344). Mitte 2018 wurde der Kreis der möglichen Zuschussempfänger*innen auf die Freiwilligen, die bei den Kooperationspartner*innen der Freiwilligenagentur eingesetzt sind, erweitert. Immer wieder wird auf diese Möglichkeit hingewiesen, die Inanspruchnahme bleibt jedoch eher gering. Es wird vermutet, dass die Organisationen ihre Bedarfe bereits anderweitig decken. Projektförderung: Das von der Freiwilligenagentur Bonn gemeinsam mit dem Familienkreis e.V. durchgeführte Projekt „Großeltern auf Zeit“ wurde Anfang 2020 in die alleinige Verantwortung des Familienkreises übergeben. Dort können verschiedene Synergien für die Gewinnung und Begleitung der Freiwilligen genutzt werden. Für die Jahre 2020 und 2021 hatte der Ausschuss für Soziales, Wohnen und Gesundheit (ASMG) jeweils einen Zuschuss für den Familienkreis beschlossen. In seiner Sitzung am 23. März 2022 wurde die Verwaltung gebeten, eine Anschlussfinanzierung - auch aus etwaigen Fremdmitteln - zu prüfen (DS 220280-01 AA). In seiner Sitzung am 15. Juni 2022 wurde ein weiterer Zuschuss für 2022 beschlossen (DS 220280-03). „Runder Tisch Lesepaten“: In diesem Bereich konnte corona-bedingt nur wenig stattfinden. Auf den Internetseiten des Bereichs „Bürgerschaftliches Engagement“ sind weiterhin gebündelt verschiedene Informationen und Kontakte zu dem Thema hinterlegt. Dort wird auch auf Veranstaltungsangebote aufmerksam gemacht. Perspektiven: Die bestehenden Informations- und Unterstützungsmöglichkeiten für die Organisationen sollen nach und nach wieder aufgegriffen und umgesetzt werden.Seite 7 von 17 Seite 8 Für die Kooperationspartner*innen der Freiwilligenagentur sollen verstärkt Angebote gemacht werden. 4. Entwicklung und Pflege einer „Kultur der Anerkennung“ Neben der Vermittlung von Freiwilligen ist die Anerkennung des bürgerschaftlichen Engagements eine weitere wichtige Aufgabe des Fachbereichs. Dieser Dank kann zum Beispiel in Form des Heimat-Preises, der Ehrenamtskarte NRW oder der im März 2022 neu eingeführten Jubiläums- Ehrenamtskarte NRW erfolgen. Heimat-Preis NRW: Die Bundesstadt Bonn hat am 15. September 2021 zum dritten Mal den Heimat-Preis auf der Grundlage des Landesförderprogramms „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen“ verliehen. Wie schon in den beiden Vorjahren wurde die maximale Anzahl der Preisträger*innen ausgeschöpft, so dass drei Organisationen ausgezeichnet werden konnten. Mit diesem Preis kann lokales bürgerschaftliches Engagement besonders geehrt werden. Das Landesförderprogramm wird noch bis Ende dieses Jahres angeboten. Inwieweit eine weitere Förderung im Rahmen dieser Anerkennungsmöglichkeit gegeben ist, hängt von der neuen Landesregierung ab. Ehrenamtskarte NRW: Leider konnte das zweite Mal in Folge der traditionelle Empfang anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamtes (5. Dezember) aufgrund der Corona- Pandemie nicht stattfinden. Auch im vergangenen Jahr hat es sich Oberbürgermeisterin Katja Dörner jedoch nicht nehmen lassen, den vielen Freiwilligen in einer Videobotschaft für ihr bürgerschaftliches Engagement zu danken. Das Video war im Internet abrufbar und wurde an verschiedene Verteiler verschickt. Mittlerweile nehmen rund 290 Kommunen in NRW an dem Projekt teil. Landesweit gibt es über 4.700 Vergünstigungen für die Inhaber*innen der Karte. Hiervon gibt es allein rund 70 Vergünstigungen in Bonn. Bisher wurden bereits 2.499 Karten in Bonn ausgestellt. Die Corona-Pandemie hat im letzten Jahr zu einem kleinen Rückgang der Ausgabe geführt, es konnten 2021 159 Karten ausgegeben werden (im Vergleich zu 2020:184). Aufgrund der Corona-Pandemie wurde davon abgesehen, auf die beliebten Sonderaktionen, wie Zutrittskarten für den Sturm des Alten Rathauses am Karnevalssonntag sowie für die Tribüne des Oberbürgermeisters / der Oberbürgermeisterin beim Rosenmontagszug, die Eröffnungsveranstaltung von Pützchens Markt oder eine Führung durch den Posttower hinzuweisen beziehungsweise es konnten einige der Aktionen aufgrund von Corona nicht durchgeführt werden. Die Zusammenarbeit mit dem Referat „Bürgerschaftliches Engagement“ der Staatskanzlei des Landes NRW gestaltet sich weiterhin sehr positiv. Der Arbeitsbereich wird als erfahrene Kommune regelmäßig zu AustauschtreffenSeite 8 von 17 Seite 9 eingeladen, um von seinen Erfahrungen zu berichten. Jubiläums-Ehrenamtskarte NRW: Anfang März 2022 wurde durch den Ministerpräsidenten des Landes NRW, Hendrik Wüst, die Jubiläums-Ehrenamtskarte NRW bei einer Festveranstaltung feierlich präsentiert und an elf freiwillig engagierte Personen aus NRW übergeben. Ab sofort ist es möglich, die Jubiläums-Ehrenamtskarte NRW auch in Bonn zu erhalten. Die Jubiläums-Ehrenamtskarte NRW ist ein Zeichen der Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements und ein kleines Dankeschön des Landes Nordrhein-Westfalen für alle, die sich in ihrer Freizeit unentgeltlich einsetzen. Um eine Jubiläums-Ehrenamtskarte NRW erhalten zu können, muss ein mindestens 25 Jahre andauerndes bürgerschaftliches Engagement stattgefunden haben. Das Engagement kann hierbei in verschiedenen Organisationen geleistet worden sein. Sollte das Engagement zwischenzeitlich unterbrochen worden sein (zum Beispiel für die Zeiten der Kindererziehung oder Pflege), wird dies akzeptiert. Wichtig bei der Ausübung des Engagements ist jedoch, dass keine pauschale Aufwandsentschädigung (ausgenommen sind zum Beispiel Erstattungen von Telefon- beziehungsweise Fahrtkosten) gezahlt wurde/wird. Die Jubiläums-Ehrenamtskarte NRW ist nach Ausstellung lebenslang gültig und muss daher nicht verlängert beziehungsweise neu beantragt werden. Bei der Jubiläums-Ehrenamtskarte NRW ist es - anders als bei der Ehrenamtskarte NRW - möglich, dass Vereine beziehungsweise Organisationen freiwillig engagierte Personen vorschlagen, die mit dieser Karte ausgezeichnet werden sollen. Es gibt keine zahlenmäßige Begrenzung pro Verein beziehungsweise Organisation. Es können die gleichen Vergünstigungen wie mit der Ehrenamtskarte NRW in Anspruch genommen werden. So machen zum Beispiel Schwimmbäder, Museen, Theater, Kinos und viele mehr interessante Angebote. Alle Freiwilligen, die die Voraussetzungen erfüllen, können eine Jubiläums- Ehrenamtskarte NRW erhalten. Engagement-Galerie: 2012 wurde anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Freiwilligenagentur Bonn die Engagement-Galerie ins Leben gerufen. Die Galerie wurde seitdem bei verschiedenen Gelegenheiten gezeigt (2019 zum Beispiel bei den Empfängen im Alten Rathaus und im Rathaus Beuel, 2021 erneut im Rathaus Beuel: Corona-konform in einem der Schaufenster) und hat viel positive Resonanz erfahren. Die Galerie besteht derzeit aus über 20 Motiven, weitere werden neu aufgenommen. Die Freiwilligenagentur im Amt für Soziales und Wohnen hat von der Bezirksverwaltungsstelle Beuel das Einverständnis erhalten, zwei Fenster des Bürgeramtes, welches sich im Erdgeschoss des Rathauses befindet, dauerhaft für die Galerie nutzen zu können. Hierdurch war/ist es während der Corona-Pandemie möglich, dass sich die Bürger*innen corona- konform die Galerie anschauen konnten. Ziel ist es, dem Engagement „ein Gesicht zu geben“ und die vielfältigen Engagementmöglichkeiten sowie Beweggründe der Freiwilligen darzustellen.Seite 9 von 17 Seite 10 Daher sind auch die Kooperationspartner*innen der Freiwilligenagentur aufgerufen, Vorschläge für neue „Gesichter“ der Galerie abzugeben. Engagementnachweis NRW „Füreinander. Miteinander“: Gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden und weiteren Trägern des sozialen Ehrenamtes, Wirtschaftsverbänden und Arbeitgeberorganisationen, hat NRW den Engagementnachweis eingeführt. Der Bereich des „Bürgerschaftlichen Engagements / Freiwilligenagentur“ stellt Freiwilligen, die sich für einen städtischen Träger engagieren, den Engagementnachweis NRW „Füreinander. Miteinander“ aus. Der Nachweis dokumentiert und würdigt bürgerschaftliches Engagement und ist Beleg für die fachlichen und sozialen Kompetenzen der engagierten Menschen. Er bescheinigt zudem die im Engagement erworbenen oder nachgewiesenen Fähigkeiten. Gemeinnützige Organisationen können die Ausstellungsberechtigung bei der Staatskanzlei NRW beantragen. Preise, Ehrungen, Fördermöglichkeiten: Auf den städtischen Internetseiten für den Bereich Bürgerschaftliches Engagement sind Informationen zu zahlreichen Anerkennungsformen, Projektförderungen und Preisen zu finden. Förderprogramm „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“ Am 2. Februar 2021 wurde durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen die Engagementstrategie beschlossen. Teil dieser Strategie ist das neue Förderprogramm „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“, welches durch das Land jährlich mit rund zwei Millionen Euro gefördert wird (siehe oben: „Umsetzung eines Förderprogramms zur Kleinstförderung“). Mit Hilfe dieses Förderprogrammes möchte die Landesregierung 2.000 Projekte mit jeweils 1.000 Euro fördern. Wichtig hierbei ist, dass das Engagement in dem jährlich festgelegten Schwerpunktbereich erfolgt. Im Jahr 2022 lautet das Schwerpunktthema – wie im Jahr 2021- „Gemeinschaft gestalten – engagierte Nachbarschaft leben“. Aufgrund ihrer Einwohnerzahl erhält die Bundesstadt Bonn jährlich Fördermittel in Höhe von 39.000 Euro. Durch diese Fördermittelhöhe können in Bonn somit 39 Projekte gefördert werden. In Bonn wurden durch dieses Förderprogramm im letzten Jahr 25 Maßnahmen bewilligt, jedoch konnten letztendlich durch die Pandemie nur 21 Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden. Somit wurden 21.000 Euro der Fördermittel tatsächlich an Vereine, Organisationen und Initiativen ausgezahlt. Seit dem 1. April 2022 können Vereine, Organisationen und Initiativen Anträge für 2022 stellen. Zu beachten ist, dass Maßnahmen, die vor der Bewilligung der Förderung begonnen wurden, nicht förderfähig sind. Pro Verein, Organisation oder Initiative kann pro Förderjahr maximal eine Maßnahme für den jeweils festgelegten Förderschwerpunkt berücksichtigt werden. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht. Sollten Vereine, Organisationen und Initiativen im vergangenen Jahr eine Förderung über dieses Förderprogramm erhalten haben, kann auch in diesem Förderjahr wieder einen Antrag gestellt werden. Anderes:Seite 10 von 17 Seite 11 Viele Organisationen würdigen den Einsatz der bei ihnen tätigen Freiwilligen außerdem im Rahmen eigener Aktivitäten und Formate. Perspektiven: Die regelmäßige persönliche Übergabe von Ehrenamtskarten sowie künftig auch von Jubiläums-Ehrenamtskarten im Rahmen eines Empfangs soll nach Möglichkeit beibehalten werden. Auch wenn ein Teil der Empfänger*innen weiterhin „seine“ Karten im Stillen – also auf dem Postweg – erhalten möchte, kann die Stadt Bonn bei dieser Gelegenheit ihre Anerkennung für das Engagement auf besondere Weise ausdrücken. Zu dem Empfang im Dezember werden seit einigen Jahren nicht nur Freiwillige zur persönlichen Übergabe eingeladen, sondern auch diejenigen, die die Ehrenamtskarte im Laufe des Jahres bereits mit der Post erhalten haben. Regelmäßig werden außerdem Gelegenheiten genutzt, auch den Engagierten, die zum Beispiel aufgrund der Zugangsvoraussetzungen keine Ehrenamtskarte beantragen können, auf andere Weise zu danken. Hierzu zählt beispielsweise die Teilnahme an Sonderaktionen. 5. Förderung unternehmerischen bürgerschaftlichen Engagements („corporate social responsibility“ – CSR = gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen) Nach wie vor wenden sich Unternehmen beziehungsweise Gruppen von Kolleg*innen direkt oder auf Umwegen an das Amt für Soziales und Wohnen, um Engagementmöglichkeiten zu erfahren und mit der Stadt diesbezüglich in einen Austausch zu treten. Hier geht es beispielsweise um Tages- Engagements als Alternative zum bisherigen Betriebsausflug oder zur Stärkung des Wir-Gefühls. Zahlreiche Gruppen haben sich bereits bei der Freiwilligenagentur registrieren und beraten lassen und konnten ihre Pläne umsetzen. Die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg (IHK) möchte ihrerseits das Thema „Unternehmensengagement“ weiter voranbringen und hat diesbezüglich einige Initiativen ins Leben gerufen, bei denen sie mit dem Arbeitsbereich „Bürgerschaftliches Engagement / Freiwilligenagentur“ kooperiert. Hierzu gehört der „Marktplatz Gute Geschäfte“ - eine Plattform, auf der Unternehmen und Vereine Engagementvereinbarungen aushandeln. Der Arbeitsbereich ist hier bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung maßgeblicher Teil des Organisationsteams. Der zehnte Marktplatz hat 2021 (nach der Verlegung aus 2020) als Hybrid-Veranstaltung stattgefunden (online mit Übertragung von Live-Ereignissen). Für 2022 ist wieder eine Präsenzveranstaltung geplant. Auch die Stadtverwaltung Bonn positioniert sich seit einigen Jahren als engagiertes Unternehmen. Mitarbeitende der Stadtverwaltung können sich während ihrer Dienstzeit durch die Freiwilligenagentur beraten lassen. Kolleg*innen, die ihren Dienst bei der Stadt beenden und in den Ruhestand gehen, werden auf die Möglichkeiten freiwilligen Engagements hingewiesen. Mitarbeitenden-Aktionen zum guten Zweck laden zum Mitmachen ein und werden erfolgreich umgesetzt (zum Beispiel Bonner Nachtlauf, Firmenlauf).Seite 11 von 17 Seite 12 Perspektiven: Die Zusammenarbeit von Stadtverwaltung und IHK ist seit Jahren eingespielt und so konstruktiv, dass sie fortgeführt wird. In Kooperation mit dem Personalamt sollen weitere Maßnahmen zur Förderung des Engagements der Mitarbeitenden der Verwaltung erarbeitet werden. 6. Zusammenarbeit mit anderen und Einbindung in Netzwerken/Kreisen Der Bereich „Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements in Bonn“ arbeitet - neben den vielen Kooperationspartner*innen der Freiwilligenagentur Bonn und den verschiedenen Ämtern innerhalb der Stadtverwaltung - unter anderem und unterschiedlich intensiv mit diesen Organisationen und Institutionen zusammen: Freiwilligenagenturen im Rhein-Sieg-Kreis IHK Bonn/Rhein-Sieg Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW United Nations Volunteers (Freiwilligenprogramm der Vereinten Nationen) UPJ e. V., Netzwerk engagierter Unternehmen und gemeinnütziger Mittlerorganisationen in Deutschland Staatskanzlei NRW In folgenden Netzwerken/Kreisen ist der Bereich aktiv und/oder Mitglied beziehungsweise Partner: Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen NRW Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen CSR-Kompetenzzentrum Rheinland Kommunen-Netzwerk: engagiert in NRW Runder Tisch Lesepat*innen in Bonn Insbesondere die Mitarbeit im „Kommunen-Netzwerk: engagiert in NRW“ trägt zur Weiterentwicklung des gesamten Themas bei. Über dieses Netzwerk wurde seit 2018 die Entwicklung einer landesweiten Engagementstrategie unterstützt, die Anfang 2021 vom Landeskabinett beschlossen wurde. Die Mitgliedschaft geht zurück auf die Teilnahme Bonns an der Entwicklungswerkstatt für kommunale Entwicklungsstrategien „Zukunftsfaktor Bürgerengagement“ von 2011 bis 2013. In diesem Zusammenhang werden die „kommunalen Spitzen“ nach wie vor grundsätzlich einmal jährlich auf Landesebene zu einem Austausch eingeladen. Insgesamt tragen diese Verbindungen und Kooperationen dazu bei, dass die Stadt Bonn als kompetente und verbindliche Partnerin wahrgenommen wird und deren Rat und Mitwirkung sehr geschätzt werden. 7. ResümeeSeite 12 von 17 Seite 13 Bürgerschaftliches Engagement in allen seinen Facetten ist so wertvoll und von solch grundlegender Bedeutung für die Lebensqualität in einer Stadt, dass sowohl die Förderung des Engagements als auch das Schaffen beziehungsweise Erhalten von nachhaltig guten Rahmenbedingungen von großer Wichtigkeit sind. Der Arbeitsbereich „Bürgerschaftliches Engagement / Freiwilligenagentur“ trägt – als neutraler Ansprechpartner mit einheitlichen und hohen Qualitätsstandards - einen entscheidenden Teil dazu bei. Als vorrangige Ziele der Arbeit sind folgende Punkte zu benennen: - Stärkere Wahrnehmung des Aufgabenbereiches als Querschnittsfunktion für die Gesamtverwaltung und noch bessere Vernetzung der mit bürgerschaftlichem Engagement befassten Stellen untereinander und mit dem Arbeitsbereich (Ziele: Synergien nutzen und Doppelstrukturen vermeiden/abbauen). - Ausweitung der Arbeit der Freiwilligenagentur: Gewinnung weiterer Kooperationspartner*innen, Akquise neuer Freiwilliger, verstärkte Zusammenarbeit mit internen und externen Stellen. - Ausbau und Stabilisierung der externen Vernetzung mit Organisationen, die in diesem Bereich tätig sind. - Schaffung von mehr Anerkennungsmöglichkeiten für Engagierte, die nicht die Voraussetzungen für den Erhalt der (Jubiläums-) Ehrenamtskarte NRW erfüllen. - Weiterhin Präsenz und aktive Rolle im „Kommunen-Netzwerk: engagiert in NRW“; dies sichert die positive Wahrnehmung Bonns als engagierte Stadt bei der Staatskanzlei NRW sowie den anderen Kommunen und fördert den kollegialen Austausch untereinander. Dies gilt umso mehr, als dass die Stadt Bonn darüber in den Prozess des Landes, eine Engagementstrategie zu entwerfen, eingebunden war. Die weitere Entwicklung und Etablierung der mittlerweile vorliegenden Strategie sollen weiter begleitet werden. - Neue Entwicklungen und Erkenntnisse, wie zum Beispiel aus der Engagementstrategie, aber auch von anderen Qualifizierungen und Erfahrungen, sollen in eine Überarbeitung des dem Arbeitsbereich zugrundeliegenden Konzeptes einfließen. - Perspektivisch soll nach Möglichkeiten einer zentralen und barrierefreien Anlaufstelle der Freiwilligenagentur in der Innenstadt gesucht werden, die von Interessierten und Organisationen aufgesucht werden kann. Anlagen - Statistik FreiwilligenagenturSeite 13 von 17 Seite 14 Anlage/n 1 Anlage zur MV Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements (öffentlich)Seite 14 von 17 Anlage 1 (Stand 1.8.2022), Mitteilungsvorlage ASMG am 28. September 2022Seite 15 von 17 Anlage 1 (Stand 1.8.2022), Mitteilungsvorlage ASMG am 28. September 2022Seite 16 von 17 Anlage 1 (Stand 1.8.2022), Mitteilungsvorlage ASMG am 28. September 2022Seite 17 von 17
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:23 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de