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221517 · Mitteilungsvorlage

Bericht über die Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements in Bonn

Nummer
221517
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
08.08.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit 28.09.2022 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
221517
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
50 Amt für Soziales und Wohnen
Dezernat:
Dez. V
Bericht über die Förderung des Bürgerschaftlichen
Engagements in Bonn
Beratungsfolge
Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit
28.09.2022 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Wie bereits in den Vorjahren erfolgt ein Sachstandsbericht aus dem Bereich
„Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements in Bonn“ auf der Grundlage
des Hauptausschussbeschlusses vom 7. Dezember 2006 (DS-Nr. 0612710).
Vorwort
(Hinweis für die gesamte Vorlage:
wenn nicht anders gekennzeichnet, beziehen sich die Zahlen auf den Stichtag
30. Juni 2022)
15 Jahre Freiwilligenagentur und über 7.000 registrierte Freiwillige – über diese
beiden Zahlen freut sich das Team „Bürgerschaftliches Engagement /
Freiwilligenagentur“ in diesem Jahr ganz besonders. Seit ihrer Gründung im
Jahr 2007 hat die Freiwilligenagentur entsprechend viele Beratungen
durchgeführt, mehr als 3.750 Engagementmöglichkeiten vermittelt, eine
Vielzahl von Gesprächen mit Kooperationspartner*innen geführt,
Veranstaltungen organisiert und vieles mehr.
Möglich wurde der Erfolg der Freiwilligenagentur nur durch die große Solidarität
und Hilfsbereitschaft der Bonner*innen. „Ich weiß, wie gut es mir geht und
möchte der Gemeinschaft etwas zurückgeben“, geben viele Freiwillige als
Motivation an. Die Einsatzbereiche der Freiwilligen sind ganz unterschiedlich:
Sie lesen Kindern vor oder helfen ihnen bei den Hausaufgaben, gehen mit
Senior*innen spazieren, unterstützen Geflüchtete durch Sprachpatenschaften
oder Hilfe bei Behördengängen, kommen mit obdachlosen Menschen ins
Gespräch, machen Freizeitaktivitäten mit Menschen mit Behinderung und
vieles mehr.
Auch Kurzzeiteinsätze sind beliebt: Sei es eine Gartenaktion, die Mithilfe bei
Flohmärkten, die Organisation einer Kunstausstellung, eine Ferienfreizeit im
Museum – die Freiwilligen werden regelmäßig über solche „Einzelaktionen“ per
Newsletter informiert und lassen sich gerne dafür gewinnen.Seite 1 von 17
Seite 2
Die Corona-Nachbarschaftshilfe zeigte sehr deutlich, wie sehr auf die
Bonner*innen Verlass ist: 836 Freiwillige hatten sich gemeldet, um während der
Pandemie für Risikogruppen einzukaufen und an Projekten teilzunehmen, die
mit der Corona-Hilfe im Zusammenhang standen. Mittlerweile wurde die
Corona-Nachbarschaftshilfe angesichts der veränderten Rahmenbedingungen
eingestellt. Sie bleibt jedoch ein Beispiel dafür, wie durch Kooperation
verschiedener Akteure (städtische und andere) und mit Hilfe von Freiwilligen
auch große Herausforderungen bewältigt werden können. So schrieb uns eine
Organisation nach einer Impfaktion für Senior*innen: „Dank der Freiwilligen aus
der Freiwilligenagentur konnten wir das stemmen.“
Die Freiwilligen geben nicht nur, sondern erhalten auch viel: Sinn erleben,
andere Menschen kennenlernen, manchmal auch Deutschkenntnisse
verbessern – all dies betrachten die Freiwilligen als ihren ganz persönlichen
Gewinn.
So vielfältig wie die Einsatzmöglichkeiten sind auch die Menschen, die sich
engagieren möchten: Jung und Alt, Frauen und Männer, Ur-Bönnsche und
Menschen mit internationalem Hintergrund. Die „Internationalen“ haben
Wurzeln in der Türkei, China, Spanien, Syrien, England und vielen anderen
Ländern. Für diejenigen unter ihnen, die erst seit kurzem hier sind, ist die
Freiwilligenarbeit eine gute Möglichkeit, in die Bonner Gemeinschaft
hineinzuwachsen.
Wer sich engagieren möchte, erhält in der Freiwilligenagentur eine ausführliche
individuelle Beratung und kann aus rund 230 aktuellen Engagement-Angeboten
wählen. Die Beratungsintensität und die Vielfalt der Angebote werden von den
Freiwilligen sehr geschätzt. Damit die Freiwilligen in den Organisationen
optimale Bedingungen vorfinden, werden die Kooperationspartner*innen in
allen Fragen rund um das Freiwilligenmanagement beraten.
Für die Freiwilligen ist es wichtig, Anerkennung für ihren Einsatz zu erhalten:
Mit der Ehrenamtskarte Nordrhein-Westfalen (NRW) und der Jubiläums-
Ehrenamtskarte NRW, Ehrenamtsempfang im Dezember anlässlich des
Internationalen Tages des Ehrenamtes, Engagement-Galerie, Engagement-
Nachweis NRW und Heimat-Preis NRW stellt der Arbeitsbereich
„Bürgerschaftliches Engagement / Freiwilligenagentur“ deshalb eine Reihe von
Instrumenten und Formaten zur Anerkennungskultur zur Verfügung und
entwickelt diese stetig weiter.
Die Qualifizierung von Freiwilligen und Organisationen trägt dazu bei, dass sich
die Engagierten für ihre Arbeit gut gerüstet fühlen und dafür in den
Organisationen geeignete Rahmenbedingungen vorfinden. Der Arbeitsbereich
„Bürgerschaftliches Engagement / Freiwilligenagentur“ informiert über
Qualifizierungsangebote, fördert die Weiterbildung von Freiwilligen finanziell
und bietet perspektivisch verstärkt eigene Qualifizierungen für
Kooperationspartner*innen an.
Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen engagieren sich in Bonn
in vielfältiger Weise. Diesen Einsatz fördert der Arbeitsbereich mit
verschiedenen Angeboten, zum Beispiel mit dem „Marktplatz Gute Geschäfte“
und der Vermittlung von Engagementmöglichkeiten für so genannte „social
days“ der Unternehmen.Seite 2 von 17
Seite 3
Mit zahlreichen Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit sorgt der Arbeitsbereich
dafür, dass das Thema „Bürgerschaftliches Engagement“ bei den Bonner*innen
präsent bleibt.
Engagementstrategie des Landes NRW:
Hintergrundinformationen
Am 2. Februar 2021 hat die Landesregierung die Engagementstrategie für das
Land NRW beschlossen. Sie soll die Rahmenbedingungen für das
bürgerschaftliche Engagement verbessern. Hierfür stehen 24 Millionen Euro zur
Verfügung.
Über breit angelegte Beteiligungsformate waren über zwei Jahre hinweg die
Anliegen und Bedarfe in NRW erfasst worden. Daraus wurde die
Engagementstrategie mit 56 Zielen in neun Handlungsfeldern formuliert.
Nach Möglichkeit sollen neue Engagierte gewonnen und im Zusammenwirken
eine solidarische und vielfältige Gesellschaft gestaltet werden. Allen Beteiligten,
Aktiven und Interessierten soll ein entsprechendes Umfeld geschaffen werden,
um bürgerschaftliches Engagement vor Ort zu ermöglichen und
weiterzuentwickeln.
Das Land NRW ist hierbei zuständig für vier Aufgabenbereiche:
 Die Einrichtung einer Landesservicestelle für bürgerschaftliches
Engagement
 Die Finanzierung eines Landesnetzwerkes für bürgerschaftliches
Engagement
 Die Umsetzung eines Förderprogramms zur Kleinstförderung
 Die Förderung für die Qualifizierung von Freiwilligen
Erkenntnisse für Bonn:
Aus den insgesamt neun Handlungsfeldern mit 56 Zielen hat der Fachbereich
folgende vier Handlungsfelder mit 12 Zielen identifiziert, die für Bonn als
besonders relevant eingeschätzt werden. Sie sollen als Maßnahmen in die
Arbeit mit einfließen, sowie nach Möglichkeit sukzessive umgesetzt
beziehungsweise weiterentwickelt werden:
Nr. Handlungsfeld Nr. Ziel
1 Teilhabe für alle ermög- 1 Vielfalt der Bürgerschaft lokal
lichen sichtbar machen; Begegnungs-
und Erfahrungsmöglichkeiten
schaffen
4 Organisationen weiterent- 19 Angebote zur Kompetenz- und
wickeln – Kompetenzen Organisationsentwicklung
stärken bedarfsgerecht gestalten
20 Digitalisierung und Qualifizierung
wirksam verbinden
21 Orientierung für Weiterbildung und
Beratung sichernSeite 3 von 17
Seite 4
5 Engagement anerkennen - 22 Formate zur Würdigung und
Image stärken – Engagierte Beteiligung von Engagierten auf
gewinnen allen Ebenen einführen, weiterent-
wickeln und pflegen
24 Engagierte bei Fahrtkosten ent-
lasten
26 Engagierte gewinnen. Ehrenamt-
liche Vorstände stärken
27 Mehr Öffentlichkeit fürs Ehrenamt
schaffen. (Cross-)mediale Kam-
pagne starten
9 Engagement in verschie- 46 Kindertagesbetreuungsangebote
denen Lebensphasen und Schulen als Orte des
ermöglichen Engagements gestalten
47 Engagementförderung in Kinder-
tagesbetreuungsangeboten
und Schulen stärken
54 Vereinbarkeit von Familie, Beruf
und bürgerschaftlichem Engage-
ment fördern
55 Potenziale von Menschen in der
nachberuflichen Phase wahr-
nehmen
Weitere Informationen: https://www.engagiert-in-nrw.de/engagementstrategie
1. Freiwilligenagentur
2022 feiert die Freiwilligenagentur Bonn ihr 15-jähriges Bestehen. Ihre
Hauptaufgabe ist weiterhin die Beratung von Freiwilligen und Organisationen,
diese mündet möglichst in eine passgenaue Vermittlung von Freiwilligen in
Angebote der Organisationen. Während der Corona-Pandemie war die
persönliche Beratung weitgehend durch die Beratung per Telefon und Video
ersetzt worden. Seit sich die Corona-Rahmenbedingungen geändert haben,
wird auch wieder die persönliche Beratung verstärkt in Anspruch genommen.
Bei der Online-Terminbuchung können Freiwillige zwischen „persönlich“,
„Telefon“ und „Video“ wählen. Besonders die telefonischen und persönlichen
Beratungen werden nachgefragt.
Um effiziente Nachbarschaftshilfe während der Corona-Pandemie leisten zu
können, entwickelten die Freiwilligenagentur und das Haus der Bonner
Altenhilfe gemeinsam mit vielen Anlaufstellen (Quartiersmanagements,
Beratungsstellen, Vereine, Begegnungsstätten und so weiter) eine neue
spezielle Hilfsstruktur: Bei der Freiwilligenagentur registrierte sich binnen kurzer
Zeit eine sehr große Anzahl an Freiwilligen (Stand 17. Mai 2022: 853), um
Nachbarschaftshilfe für Senior*innen sowie Angehörige von Risikogruppen zu
leisten, zum Beispiel Einkaufen. Die Corona-Nachbarschaftshilfe wurde zum
17. Mai 2022 eingestellt. Grund dafür sind die geänderten
Rahmenbedingungen im Umgang mit der Pandemie. Die Corona-Seite 4 von 17
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Nachbarschaftshilfe könnte bei Bedarf in eine veränderte Form der
Nachbarschaftshilfe überführt werden.
Aktuell kooperieren 235 Organisationen mit der Freiwilligenagentur. Ebenfalls
ist das Engagement der Menschen in Bonn nach wie vor sehr hoch. Im Jahr
2021 haben sich 530 Menschen bezüglich eines bürgerschaftlichen
Engagements beraten lassen, 348 davon konnten vermittelt werden. Im Juni
2022 hat die Freiwilligenagentur zudem die 7.000. registrierte Freiwillige
begrüßen dürfen.
Die Engagement-Suchenden können eine passende Aktivität nach
verschiedenen Kriterien auswählen: zeitlicher Rahmen, Zielgruppe,
Bereich/Thema, Kenntnisse, Ort und einige mehr. Um das inklusive Ehrenamt -
das heißt das Engagement von Menschen mit Behinderung, besonderen
Sprachbarrieren und so weiter - zu fördern, wurde im vergangenen Jahr den
Angebotsprofilen in der Datenbank ein Fragenkatalog zum Thema Inklusion
hinzugefügt. So können Organisationen schnell und unkompliziert angeben, ob
beispielsweise die Räumlichkeiten barrierefrei sind oder ob sich das
Engagement für Menschen eignet, die gehörlos, blind oder geistig behindert
sind. Weiterhin wird daran gearbeitet, geeignete Engagementfelder für
Menschen mit Behinderung zu identifizieren und entsprechende
Rahmenbedingungen zu schaffen.
In der Regel verlassen Interessierte die Beratung mit einem oder mehreren
konkreten Angebot/en. Qualitätsstandard der Freiwilligenagentur ist es, mit den
Freiwilligen auch nach der Erstberatung in Kontakt zu bleiben und sie
gegebenenfalls weiter bei der Suche nach einem passenden Engagement zu
unterstützen.
Die Gründe, weshalb sich hier beratene Interessenten in manchen Fällen
letztlich doch anders entscheiden, sind unverändert und vielfältig: Manche
erkennen, dass sie doch weniger Zeit für ein freiwilliges Engagement haben als
zunächst gedacht. Andere stehen aufgrund von Krankheit oder Wegzug nicht
mehr zur Verfügung, einige haben auch in Eigeninitiative ein anderes
Engagement gefunden.
Die Vermittlung von Gruppen - vielfach im Rahmen eines „social days“ von
Unternehmen - ist weiterhin ein wichtiges Angebot der Freiwilligenagentur. Die
Agentur berät die Ansprechpartner*innen der Gruppen und stellt die Kontakte
zu den Organisationen her.
Von großem Interesse für die Freiwilligen sind die so genannten
„Einmalaktionen“, über die per Newsletter informiert wird. Aktuell erhalten rund
2.100 Freiwillige den Newsletter. Hierbei kann es sich um eine Gartenaktion,
einen Flohmarktstand oder um die Mithilfe bei einem Fest handeln. Über solche
kurzfristigen Aktionen können Bindungen zu einer Organisation entstehen, die
zu längerfristigem Engagement führen. Zugleich stellt dieses Instrument für die
Freiwilligenagentur eine Möglichkeit dar, bei den interessierten Personen sowie
den bereits aktiven Freiwilligen präsent zu bleiben.
Für Vereine und Organisationen gibt es drei verschiedene Beratungs- und
Qualifizierungsformate durch die Freiwilligenagentur. Zum einen gibt es
individuelle Gespräche mit den Kooperationspartner*innen (Organisationen);
hier geht es um Themen wie Freiwilligenmanagement, Anerkennungskultur,Seite 5 von 17
Seite 6
Qualifikationsnachweise und die Freiwilligengesuche in der Datenbank. Diese
dienen einmal dem Kennenlernen der Organisation, ihrer Aufgaben, ihrer
Haltung im Umgang mit den Freiwilligen und fördern gleichzeitig die
Zusammenarbeit zwischen Organisation und Freiwilligenagentur.
Seit 2021 wird außerdem das Beratungscafé per Video angeboten. Dieses
Café findet grundsätzlich monatlich, themenbezogen statt und fördert den
Austausch und die Vernetzung der Freiwilligenagentur mit den einzelnen
Organisationen und zwischen den Organisationen selbst. Die Organisationen
haben die Möglichkeit, eigene Themen im Beratungscafé einzubringen.
Das Austauschtreffen mit allen Kooperationspartner*innen der
Freiwilligenagentur hat 2021 coronabedingt digital stattgefunden. Es haben 34
Organisationen teilgenommen. Der Themenschwerpunkt lag in der Vorstellung
und Umsetzung der Engagement-Strategie des Landes NRW. In Kleingruppen
konnten sich die Organisationen zu verschiedenen weiteren Themen
austauschen.
Die Zugriffszahlen auf den Internetauftritt der
Freiwilligenagentur www.freiwilligenagentur-bonn.de haben sich auf einem
hohen Niveau von monatlich durchschnittlich etwa 4.400 Besuchenden
gehalten. Besonders geschätzt und viel genutzt wird von den Freiwilligen die
Möglichkeit, sich auf diesen Seiten vorab über konkrete
Engagementmöglichkeiten zu informieren.
Der Bereich „Bürgerschaftliches Engagement/Freiwilligenagentur“ musste vom
14. März bis einschließlich 29. April 2022 geschlossen werden. Die Kolleginnen
waren im Bereich „Hilfe für ukrainische Geflüchtete“ einsetzt.
Statistische Angaben zu den Freiwilligen können der Anlage 1 entnommen
werden.
Perspektiven:
Die Arbeit der Freiwilligenagentur wird nach den bisherigen Qualitätsstandards
weitergeführt. Dafür ist es von großer Wichtigkeit, die Möglichkeit der
ausführlichen, unabhängigen Beratung der interessierten Freiwilligen und
Organisationen beizubehalten.
Laufend werden neue Kooperationspartner*innen aus den verschiedensten
Bereichen angeworben und aufgenommen, wodurch die Palette der möglichen
Tätigkeiten für Freiwillige noch vielfältiger wird.
Mittel- bis langfristig sollen die einzelnen Themenbereiche der Engagement-
Strategie des Landes umgesetzt werden.
2. Öffentlichkeitsarbeit
Es wurden wieder verschiedenste Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit
genutzt, um auf die Arbeit, Angebote und Möglichkeiten des Bereichs
hinzuweisen. Hierzu gehörten:
Faltblätter, Plakate, Mega-Lights, Infoscreens, Intranet- und Internetseiten
(www.bonn.de, Suchbegriff „Engagement“), Pressemeldungen, Engagement-
Galerie.Seite 6 von 17
Seite 7
Corona-bedingt und aufgrund von Personalengpässen wurden nicht alle
Formate genutzt (zum Beispiel Spannbanner) beziehungsweise sind nicht in
gleicher Intensität zum Einsatz/zur Wirkung gekommen (zum Beispiel
Faltblätter).
Perspektiven:
Die Öffentlichkeitsarbeit wird weitergeführt und nach Möglichkeit ausgebaut.
3. Qualifizierung/Projektförderung:
Fort- und Weiterbildung:
Über die städtischen Internetseiten wird nach wie vor über die verschiedenen
Qualifizierungsmöglichkeiten für Freiwillige und Organisationen informiert.
Organisationen, die eigene Veranstaltungen in diesem Bereich anbieten,
können diese auch in dem gesamtstädtischen Veranstaltungskalender
veröffentlichen. Seit dem Relaunch des Auftritts von www.bonn.de gibt es hier
eine eigene Rubrik „Bürgerschaftliches Engagement“, welche die Sichtbarkeit
der Veranstaltungen deutlich erhöht. Von dieser Möglichkeit machen die
Organisationen erfreulicherweise verstärkt Gebrauch.
Quartiersmanagements:
Seit 2016 können Freiwillige, die sich im Rahmen eines Quartiersmanagements
engagieren, einen Zuschuss zu einer Qualifizierung erhalten. Das Verfahren
wurde in der Mitteilungsvorlage für den Ausschuss vorgestellt (DS 1610344).
Mitte 2018 wurde der Kreis der möglichen Zuschussempfänger*innen auf die
Freiwilligen, die bei den Kooperationspartner*innen der Freiwilligenagentur
eingesetzt sind, erweitert. Immer wieder wird auf diese Möglichkeit
hingewiesen, die Inanspruchnahme bleibt jedoch eher gering. Es wird vermutet,
dass die Organisationen ihre Bedarfe bereits anderweitig decken.
Projektförderung:
Das von der Freiwilligenagentur Bonn gemeinsam mit dem Familienkreis e.V.
durchgeführte Projekt „Großeltern auf Zeit“ wurde Anfang 2020 in die alleinige
Verantwortung des Familienkreises übergeben. Dort können verschiedene
Synergien für die Gewinnung und Begleitung der Freiwilligen genutzt werden.
Für die Jahre 2020 und 2021 hatte der Ausschuss für Soziales, Wohnen und
Gesundheit (ASMG) jeweils einen Zuschuss für den Familienkreis beschlossen.
In seiner Sitzung am 23. März 2022 wurde die Verwaltung gebeten, eine
Anschlussfinanzierung - auch aus etwaigen Fremdmitteln - zu prüfen (DS
220280-01 AA). In seiner Sitzung am 15. Juni 2022 wurde ein weiterer
Zuschuss für 2022 beschlossen (DS 220280-03).
„Runder Tisch Lesepaten“:
In diesem Bereich konnte corona-bedingt nur wenig stattfinden. Auf den
Internetseiten des Bereichs „Bürgerschaftliches Engagement“ sind weiterhin
gebündelt verschiedene Informationen und Kontakte zu dem Thema hinterlegt.
Dort wird auch auf Veranstaltungsangebote aufmerksam gemacht.
Perspektiven:
Die bestehenden Informations- und Unterstützungsmöglichkeiten für die
Organisationen sollen nach und nach wieder aufgegriffen und umgesetzt
werden.Seite 7 von 17
Seite 8
Für die Kooperationspartner*innen der Freiwilligenagentur sollen verstärkt
Angebote gemacht werden.
4. Entwicklung und Pflege einer „Kultur der Anerkennung“
Neben der Vermittlung von Freiwilligen ist die Anerkennung des
bürgerschaftlichen Engagements eine weitere wichtige Aufgabe des
Fachbereichs. Dieser Dank kann zum Beispiel in Form des Heimat-Preises,
der Ehrenamtskarte NRW oder der im März 2022 neu eingeführten Jubiläums-
Ehrenamtskarte NRW erfolgen.
Heimat-Preis NRW:
Die Bundesstadt Bonn hat am 15. September 2021 zum dritten Mal den
Heimat-Preis auf der Grundlage des Landesförderprogramms „Heimat. Zukunft.
Nordrhein-Westfalen“ verliehen. Wie schon in den beiden Vorjahren wurde die
maximale Anzahl der Preisträger*innen ausgeschöpft, so dass drei
Organisationen ausgezeichnet werden konnten.
Mit diesem Preis kann lokales bürgerschaftliches Engagement besonders
geehrt werden. Das Landesförderprogramm wird noch bis Ende dieses Jahres
angeboten. Inwieweit eine weitere Förderung im Rahmen dieser
Anerkennungsmöglichkeit gegeben ist, hängt von der neuen Landesregierung
ab.
Ehrenamtskarte NRW:
Leider konnte das zweite Mal in Folge der traditionelle Empfang anlässlich des
Internationalen Tages des Ehrenamtes (5. Dezember) aufgrund der Corona-
Pandemie nicht stattfinden. Auch im vergangenen Jahr hat es sich
Oberbürgermeisterin Katja Dörner jedoch nicht nehmen lassen, den vielen
Freiwilligen in einer Videobotschaft für ihr bürgerschaftliches Engagement zu
danken. Das Video war im Internet abrufbar und wurde an verschiedene
Verteiler verschickt.
Mittlerweile nehmen rund 290 Kommunen in NRW an dem Projekt teil.
Landesweit gibt es über 4.700 Vergünstigungen für die Inhaber*innen der
Karte. Hiervon gibt es allein rund 70 Vergünstigungen in Bonn. Bisher wurden
bereits 2.499 Karten in Bonn ausgestellt. Die Corona-Pandemie hat im letzten
Jahr zu einem kleinen Rückgang der Ausgabe geführt, es konnten 2021 159
Karten ausgegeben werden (im Vergleich zu 2020:184).
Aufgrund der Corona-Pandemie wurde davon abgesehen, auf die beliebten
Sonderaktionen, wie Zutrittskarten für den Sturm des Alten Rathauses am
Karnevalssonntag sowie für die Tribüne des Oberbürgermeisters / der
Oberbürgermeisterin beim Rosenmontagszug, die Eröffnungsveranstaltung von
Pützchens Markt oder eine Führung durch den Posttower hinzuweisen
beziehungsweise es konnten einige der Aktionen aufgrund von Corona nicht
durchgeführt werden.
Die Zusammenarbeit mit dem Referat „Bürgerschaftliches Engagement“ der
Staatskanzlei des Landes NRW gestaltet sich weiterhin sehr positiv. Der
Arbeitsbereich wird als erfahrene Kommune regelmäßig zu AustauschtreffenSeite 8 von 17
Seite 9
eingeladen, um von seinen Erfahrungen zu berichten.
Jubiläums-Ehrenamtskarte NRW:
Anfang März 2022 wurde durch den Ministerpräsidenten des Landes NRW,
Hendrik Wüst, die Jubiläums-Ehrenamtskarte NRW bei einer Festveranstaltung
feierlich präsentiert und an elf freiwillig engagierte Personen aus NRW
übergeben. Ab sofort ist es möglich, die Jubiläums-Ehrenamtskarte NRW auch
in Bonn zu erhalten.
Die Jubiläums-Ehrenamtskarte NRW ist ein Zeichen der Anerkennung
bürgerschaftlichen Engagements und ein kleines Dankeschön des Landes
Nordrhein-Westfalen für alle, die sich in ihrer Freizeit unentgeltlich einsetzen.
Um eine Jubiläums-Ehrenamtskarte NRW erhalten zu können, muss ein
mindestens 25 Jahre andauerndes bürgerschaftliches Engagement
stattgefunden haben. Das Engagement kann hierbei in verschiedenen
Organisationen geleistet worden sein. Sollte das Engagement zwischenzeitlich
unterbrochen worden sein (zum Beispiel für die Zeiten der Kindererziehung
oder Pflege), wird dies akzeptiert. Wichtig bei der Ausübung des Engagements
ist jedoch, dass keine pauschale Aufwandsentschädigung (ausgenommen sind
zum Beispiel Erstattungen von Telefon- beziehungsweise Fahrtkosten) gezahlt
wurde/wird. Die Jubiläums-Ehrenamtskarte NRW ist nach Ausstellung
lebenslang gültig und muss daher nicht verlängert beziehungsweise neu
beantragt werden.
Bei der Jubiläums-Ehrenamtskarte NRW ist es - anders als bei der
Ehrenamtskarte NRW - möglich, dass Vereine beziehungsweise
Organisationen freiwillig engagierte Personen vorschlagen, die mit dieser Karte
ausgezeichnet werden sollen. Es gibt keine zahlenmäßige Begrenzung pro
Verein beziehungsweise Organisation.
Es können die gleichen Vergünstigungen wie mit der Ehrenamtskarte NRW in
Anspruch genommen werden. So machen zum Beispiel Schwimmbäder,
Museen, Theater, Kinos und viele mehr interessante Angebote. Alle
Freiwilligen, die die Voraussetzungen erfüllen, können eine Jubiläums-
Ehrenamtskarte NRW erhalten.
Engagement-Galerie:
2012 wurde anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Freiwilligenagentur Bonn
die Engagement-Galerie ins Leben gerufen. Die Galerie wurde seitdem bei
verschiedenen Gelegenheiten gezeigt (2019 zum Beispiel bei den Empfängen
im Alten Rathaus und im Rathaus Beuel, 2021 erneut im Rathaus Beuel:
Corona-konform in einem der Schaufenster) und hat viel positive Resonanz
erfahren. Die Galerie besteht derzeit aus über 20 Motiven, weitere werden neu
aufgenommen. Die Freiwilligenagentur im Amt für Soziales und Wohnen hat
von der Bezirksverwaltungsstelle Beuel das Einverständnis erhalten, zwei
Fenster des Bürgeramtes, welches sich im Erdgeschoss des Rathauses
befindet, dauerhaft für die Galerie nutzen zu können. Hierdurch war/ist es
während der Corona-Pandemie möglich, dass sich die Bürger*innen corona-
konform die Galerie anschauen konnten.
Ziel ist es, dem Engagement „ein Gesicht zu geben“ und die vielfältigen
Engagementmöglichkeiten sowie Beweggründe der Freiwilligen darzustellen.Seite 9 von 17
Seite 10
Daher sind auch die Kooperationspartner*innen der Freiwilligenagentur
aufgerufen, Vorschläge für neue „Gesichter“ der Galerie abzugeben.
Engagementnachweis NRW „Füreinander. Miteinander“:
Gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden und weiteren Trägern des sozialen
Ehrenamtes, Wirtschaftsverbänden und Arbeitgeberorganisationen, hat NRW
den Engagementnachweis eingeführt.
Der Bereich des „Bürgerschaftlichen Engagements / Freiwilligenagentur“ stellt
Freiwilligen, die sich für einen städtischen Träger engagieren, den
Engagementnachweis NRW „Füreinander. Miteinander“ aus.
Der Nachweis dokumentiert und würdigt bürgerschaftliches Engagement und ist
Beleg für die fachlichen und sozialen Kompetenzen der engagierten Menschen.
Er bescheinigt zudem die im Engagement erworbenen oder nachgewiesenen
Fähigkeiten. Gemeinnützige Organisationen können die
Ausstellungsberechtigung bei der Staatskanzlei NRW beantragen.
Preise, Ehrungen, Fördermöglichkeiten:
Auf den städtischen Internetseiten für den Bereich Bürgerschaftliches
Engagement sind Informationen zu zahlreichen Anerkennungsformen,
Projektförderungen und Preisen zu finden.
Förderprogramm „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“
Am 2. Februar 2021 wurde durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen die
Engagementstrategie beschlossen. Teil dieser Strategie ist das neue
Förderprogramm „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“, welches durch das
Land jährlich mit rund zwei Millionen Euro gefördert wird (siehe oben:
„Umsetzung eines Förderprogramms zur Kleinstförderung“).
Mit Hilfe dieses Förderprogrammes möchte die Landesregierung 2.000 Projekte
mit jeweils 1.000 Euro fördern. Wichtig hierbei ist, dass das Engagement in
dem jährlich festgelegten Schwerpunktbereich erfolgt. Im Jahr 2022 lautet das
Schwerpunktthema – wie im Jahr 2021- „Gemeinschaft gestalten – engagierte
Nachbarschaft leben“.
Aufgrund ihrer Einwohnerzahl erhält die Bundesstadt Bonn jährlich Fördermittel
in Höhe von 39.000 Euro. Durch diese Fördermittelhöhe können in Bonn somit
39 Projekte gefördert werden. In Bonn wurden durch dieses Förderprogramm
im letzten Jahr 25 Maßnahmen bewilligt, jedoch konnten letztendlich durch die
Pandemie nur 21 Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden. Somit wurden
21.000 Euro der Fördermittel tatsächlich an Vereine, Organisationen und
Initiativen ausgezahlt.
Seit dem 1. April 2022 können Vereine, Organisationen und Initiativen Anträge
für 2022 stellen. Zu beachten ist, dass Maßnahmen, die vor der Bewilligung der
Förderung begonnen wurden, nicht förderfähig sind. Pro Verein, Organisation
oder Initiative kann pro Förderjahr maximal eine Maßnahme für den jeweils
festgelegten Förderschwerpunkt berücksichtigt werden. Ein Anspruch auf
Förderung besteht nicht. Sollten Vereine, Organisationen und Initiativen im
vergangenen Jahr eine Förderung über dieses Förderprogramm erhalten
haben, kann auch in diesem Förderjahr wieder einen Antrag gestellt werden.
Anderes:Seite 10 von 17
Seite 11
Viele Organisationen würdigen den Einsatz der bei ihnen tätigen Freiwilligen
außerdem im Rahmen eigener Aktivitäten und Formate.
Perspektiven:
Die regelmäßige persönliche Übergabe von Ehrenamtskarten sowie künftig
auch von Jubiläums-Ehrenamtskarten im Rahmen eines Empfangs soll nach
Möglichkeit beibehalten werden. Auch wenn ein Teil der Empfänger*innen
weiterhin „seine“ Karten im Stillen – also auf dem Postweg – erhalten möchte,
kann die Stadt Bonn bei dieser Gelegenheit ihre Anerkennung für das
Engagement auf besondere Weise ausdrücken. Zu dem Empfang im Dezember
werden seit einigen Jahren nicht nur Freiwillige zur persönlichen Übergabe
eingeladen, sondern auch diejenigen, die die Ehrenamtskarte im Laufe des
Jahres bereits mit der Post erhalten haben.
Regelmäßig werden außerdem Gelegenheiten genutzt, auch den Engagierten,
die zum Beispiel aufgrund der Zugangsvoraussetzungen
keine Ehrenamtskarte beantragen können, auf andere Weise zu danken.
Hierzu zählt beispielsweise die Teilnahme an Sonderaktionen.
5. Förderung unternehmerischen bürgerschaftlichen Engagements
(„corporate social responsibility“ – CSR = gesellschaftliche Verantwortung von
Unternehmen)
Nach wie vor wenden sich Unternehmen beziehungsweise Gruppen von
Kolleg*innen direkt oder auf Umwegen an das Amt für Soziales und Wohnen,
um Engagementmöglichkeiten zu erfahren und mit der Stadt diesbezüglich in
einen Austausch zu treten. Hier geht es beispielsweise um Tages-
Engagements als Alternative zum bisherigen Betriebsausflug oder zur Stärkung
des Wir-Gefühls. Zahlreiche Gruppen haben sich bereits bei der
Freiwilligenagentur registrieren und beraten lassen und konnten ihre Pläne
umsetzen.
Die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg (IHK) möchte ihrerseits
das Thema „Unternehmensengagement“ weiter voranbringen und hat
diesbezüglich einige Initiativen ins Leben gerufen, bei denen sie mit dem
Arbeitsbereich „Bürgerschaftliches Engagement / Freiwilligenagentur“
kooperiert. Hierzu gehört der „Marktplatz Gute Geschäfte“ - eine Plattform, auf
der Unternehmen und Vereine Engagementvereinbarungen aushandeln.
Der Arbeitsbereich ist hier bei der Vorbereitung, Durchführung und
Nachbereitung maßgeblicher Teil des Organisationsteams. Der zehnte
Marktplatz hat 2021 (nach der Verlegung aus 2020) als Hybrid-Veranstaltung
stattgefunden (online mit Übertragung von Live-Ereignissen). Für 2022 ist
wieder eine Präsenzveranstaltung geplant.
Auch die Stadtverwaltung Bonn positioniert sich seit einigen Jahren als
engagiertes Unternehmen. Mitarbeitende der Stadtverwaltung können sich
während ihrer Dienstzeit durch die Freiwilligenagentur beraten lassen.
Kolleg*innen, die ihren Dienst bei der Stadt beenden und in den Ruhestand
gehen, werden auf die Möglichkeiten freiwilligen Engagements hingewiesen.
Mitarbeitenden-Aktionen zum guten Zweck laden zum Mitmachen ein und
werden erfolgreich umgesetzt (zum Beispiel Bonner Nachtlauf, Firmenlauf).Seite 11 von 17
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Perspektiven:
Die Zusammenarbeit von Stadtverwaltung und IHK ist seit Jahren eingespielt
und so konstruktiv, dass sie fortgeführt wird.
In Kooperation mit dem Personalamt sollen weitere Maßnahmen zur Förderung
des Engagements der Mitarbeitenden der Verwaltung erarbeitet werden.
6. Zusammenarbeit mit anderen und Einbindung in Netzwerken/Kreisen
Der Bereich „Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements in Bonn“ arbeitet
- neben den vielen Kooperationspartner*innen der Freiwilligenagentur Bonn
und den verschiedenen Ämtern innerhalb der Stadtverwaltung - unter anderem
und unterschiedlich intensiv mit diesen Organisationen und Institutionen
zusammen:
 Freiwilligenagenturen im Rhein-Sieg-Kreis
 IHK Bonn/Rhein-Sieg
 Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des
Landes NRW
 United Nations Volunteers (Freiwilligenprogramm der Vereinten
Nationen)
 UPJ e. V., Netzwerk engagierter Unternehmen und gemeinnütziger
Mittlerorganisationen in Deutschland
 Staatskanzlei NRW
In folgenden Netzwerken/Kreisen ist der Bereich aktiv und/oder Mitglied
beziehungsweise Partner:
 Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen NRW
 Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen
 CSR-Kompetenzzentrum Rheinland
 Kommunen-Netzwerk: engagiert in NRW
 Runder Tisch Lesepat*innen in Bonn
Insbesondere die Mitarbeit im „Kommunen-Netzwerk: engagiert in NRW“ trägt
zur Weiterentwicklung des gesamten Themas bei. Über dieses Netzwerk wurde
seit 2018 die Entwicklung einer landesweiten Engagementstrategie unterstützt,
die Anfang 2021 vom Landeskabinett beschlossen wurde. Die Mitgliedschaft
geht zurück auf die Teilnahme Bonns an der Entwicklungswerkstatt für
kommunale Entwicklungsstrategien „Zukunftsfaktor Bürgerengagement“ von
2011 bis 2013. In diesem Zusammenhang werden die „kommunalen Spitzen“
nach wie vor grundsätzlich einmal jährlich auf Landesebene zu einem
Austausch eingeladen.
Insgesamt tragen diese Verbindungen und Kooperationen dazu bei, dass die
Stadt Bonn als kompetente und verbindliche Partnerin wahrgenommen wird
und deren Rat und Mitwirkung sehr geschätzt werden.
7. ResümeeSeite 12 von 17
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Bürgerschaftliches Engagement in allen seinen Facetten ist so wertvoll und von
solch grundlegender Bedeutung für die Lebensqualität in einer Stadt, dass
sowohl die Förderung des Engagements als auch das Schaffen
beziehungsweise Erhalten von nachhaltig guten Rahmenbedingungen von
großer Wichtigkeit sind. Der Arbeitsbereich „Bürgerschaftliches Engagement /
Freiwilligenagentur“ trägt – als neutraler Ansprechpartner mit einheitlichen und
hohen Qualitätsstandards - einen entscheidenden Teil dazu bei.
Als vorrangige Ziele der Arbeit sind folgende Punkte zu benennen:
- Stärkere Wahrnehmung des Aufgabenbereiches als
Querschnittsfunktion für die Gesamtverwaltung und noch
bessere Vernetzung der mit bürgerschaftlichem Engagement
befassten Stellen untereinander und mit dem Arbeitsbereich
(Ziele: Synergien nutzen und Doppelstrukturen
vermeiden/abbauen).
- Ausweitung der Arbeit der Freiwilligenagentur: Gewinnung
weiterer Kooperationspartner*innen, Akquise neuer Freiwilliger,
verstärkte Zusammenarbeit mit internen und externen Stellen.
- Ausbau und Stabilisierung der externen Vernetzung mit
Organisationen, die in diesem Bereich tätig sind.
- Schaffung von mehr Anerkennungsmöglichkeiten für Engagierte,
die nicht die Voraussetzungen für den Erhalt der (Jubiläums-)
Ehrenamtskarte NRW erfüllen.
- Weiterhin Präsenz und aktive Rolle im „Kommunen-Netzwerk:
engagiert in NRW“; dies sichert die positive Wahrnehmung
Bonns als engagierte Stadt bei der Staatskanzlei NRW sowie
den anderen Kommunen und fördert den kollegialen Austausch
untereinander. Dies gilt umso mehr, als dass die Stadt Bonn
darüber in den Prozess des Landes, eine Engagementstrategie
zu entwerfen, eingebunden war. Die weitere Entwicklung und
Etablierung der mittlerweile vorliegenden Strategie sollen weiter
begleitet werden.
- Neue Entwicklungen und Erkenntnisse, wie zum Beispiel aus der
Engagementstrategie, aber auch von anderen Qualifizierungen
und Erfahrungen, sollen in eine Überarbeitung des dem
Arbeitsbereich zugrundeliegenden Konzeptes einfließen.
- Perspektivisch soll nach Möglichkeiten einer zentralen und
barrierefreien Anlaufstelle der Freiwilligenagentur in der
Innenstadt gesucht werden, die von Interessierten und
Organisationen aufgesucht werden kann.
Anlagen
- Statistik FreiwilligenagenturSeite 13 von 17
Seite 14
Anlage/n
1 Anlage zur MV Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements (öffentlich)Seite 14 von 17
Anlage 1 (Stand 1.8.2022), Mitteilungsvorlage ASMG am 28. September 2022Seite 15 von 17
Anlage 1 (Stand 1.8.2022), Mitteilungsvorlage ASMG am 28. September 2022Seite 16 von 17
Anlage 1 (Stand 1.8.2022), Mitteilungsvorlage ASMG am 28. September 2022Seite 17 von 17

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Datenstand: 02.11.2026, 20:23 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de