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221471-02 · Mitteilungsvorlage

Mitteilung der Verwaltung zu FDP-Antrag Umsteigefreie Anbindung von Bad Godesberg an die rechtsrheinische Bahnstrecke durch Verlängerung der Linie 638

Nummer
221471-02
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
05.07.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 15.08.2023 Kenntnisnahme
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Übergeordnet

  1. 221471 FDP-Antrag Umsteigefreie Anbindung von Bad Godesberg an die rechtsrheinische Bahnstrecke durch Verlängerung der Linie 638

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Mitteilungsvorlage
öffentlich
221471-02 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Mitteilung der Verwaltung zu FDP-Antrag
Umsteigefreie Anbindung von Bad Godesberg an
die rechtsrheinische Bahnstrecke durch
Verlängerung der Linie 638
Beratungsfolge
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 15.08.2023 Kenntnisnahme
Die Verwaltung teilt zum Antrag der FDP, welcher in der Sitzung des
Ausschusses für Mobilität und Verkehr am 31.08.2022 parteiübergreifend
angenommen wurde, in Zusammenarbeit mit der SWBV folgendes mit:
Eine Direktverbindung zwischen den Bahnhöfen Bad Godesberg und
Oberkassel ist derzeit nicht möglich, da im Bereich des Oberkasseler Bahnhofs
keine für den Linienbusbetrieb befahrbaren Strecken oder Wendemöglichkeiten
zur Verfügung stehen.
Deshalb wurden andere Linienverlängerungen zum Verknüpfungspunkt
Ramersdorf geprüft, folgend werden drei mögliche Varianten vorgestellt:
Variante 1: Verlängerung der Linie 639 über Pennenfeld (Anhang V1)
Die Bedienung kann von montags bis freitags etabliert werden, was
Zusatzkosten von ca. 1,2 Mio. Euro pro Jahr verursachen würde. Zum
Linienbetrieb müssten drei zusätzliche Standardbusse beschafft werden. Durch
die Einrichtung könnten sich für die Fahrgäste folgende Verbesserungen
ergeben:
• Verbesserte und umstiegsfreie Direktverbindungen von Schweinheim an
die Schulzentren in Pennenfeld und Plittersdorf
• Angebotsausbau von Bad Godesberg bis Ramersdorf
• Neue Direktverbindungen im Linienbetrieb von den Schulzentren
Pennenfeld und Plittersdorf ins Rechtsrheinische
• Die zerschneidende Wirkung der B9/DB-Trasse würde minimiert
werden, da zwischen den Haltestellen „Römerplatz“ und „Theodor-
Heuss-Straße“ eine neue Direktverbindung entstünde
• Zum zukünftigen Stadtbahnnetz würde die Zubringerfunktion des
Busses gestärkt
• Die Arbeitsplatzschwerpunkte entlang der MUK-Trasse erhielten eine
Direktverbindung ins Rechtsrheinische
• Für Plittersdorf ergäbe sich eine verbesserte ÖPNV-Anbindung
• Die südliche Rheinaue würde für den Arbeits- und Freizeitverkehr
besser an die P+R-Anlagen in Ramersdorf angebunden
• Aus Bad Godesberg kommend entstünden am VerknüpfungspunktSeite 1 von 6
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Ramersdorf optimale Umsteigebeziehungen in die Beueler Ortsteile und
in den Rhein-Sieg-Kreis
• Für die Fahrgäste entstünden z.T. deutliche Reisezeitgewinne, da
derzeit bis zu zwei notwendige Umstiege und Umwege zwischen Bad
Godesberg und Ramersdorf entfielen
• Es würde keine niveaugleiche Kreuzung der DB-Trasse erfolgen, was
sich positiv auf die Betriebsstabilität auswirken würde. Zusätzlich könnte
diese Linienführung problemlos mit Elektrofahrzeugen befahren werden.
Variante 2: Verlängerung der Linie 639 ohne Anbindung Pennenfeld
(Anhang V2)
Die Bedienung würde ebenfalls von Mo-Fr etabliert. Durch den im Vergleich zur
V1 verkürzten Linienweg entstünden Mehrkosten von lediglich ca. 700.000
Euro im Jahr. Zum Linienbetrieb müssten zwei zusätzliche Standardbusse
beschafft werden. Durch die Einrichtung dieser Linienvariante könnten für die
Fahrgäste die nachfolgenden Verbesserungen realisiert werden:
• Verbesserte und umstiegsfreie Direktverbindungen von Schweinheim an
das Schulzentrum Plittersdorf
• Angebotsausbau von Bad Godesberg bis Ramersdorf
• Neue Direktverbindungen im Linienbetrieb vom Schulzentrum
Plittersdorf ins Rechtsrheinische
• Zum zukünftigen Stadtbahnnetz würde die Zubringerfunktion des
Busses gestärkt
• Die Arbeitsplatzschwerpunkte entlang der MUK-Trasse erhielten in
Teilen eine Direktverbindung ins Rechtsrheinische
• Für Plittersdorf ergäbe sich eine verbesserte ÖPNV-Anbindung
• Die südliche Rheinaue würde für den Arbeits- und Freizeitverkehr
besser an die P+R-Anlagen in Ramersdorf angebunden
• Aus Bad Godesberg kommend entstünden am Verknüpfungspunkt
Ramersdorf optimale Umsteigebeziehungen in die Beueler Ortsteile und
in den Rhein-Sieg-Kreis
• Für die Fahrgäste entstünden z.T. deutliche Reisezeitgewinne, da ein
heute notwendiger Umsteigevorgang zwischen Bad Godesberg und
Ramersdorf entfiele
• Diese Variante wäre kostengünstiger als V1, würde aber zugleich einen
geringeren verkehrlichen Mehrwert bieten
Variante 3: Verlängerung der Linie 638 vom Robert-Schuman-Platz nach
Ramersdorf (Anhang V3)
Die Linie 638 würde an allen Tagen vom Haltepunkt „Robert-Schuman-Platz“
nach „Ramersdorf“ verlängert. Dies würde Mehrkosten von ca. 500.000 Euro im
Jahr verursachen und die Beschaffung eines zusätzlichen
Standardlinienbusses erforderlich machen. Es werden seitens der SWBV bei
der Verlängerung der Linie 638 folgende kritische Probleme gesehen:
• Aufgrund der Fahrgastnachfrage am Umstiegs-, Verknüpfungs- und
Arbeitsplatzschwerpunkt „Robert-Schuman-Platz“ soll die Linie nicht
vom Robert-Schuman-Platz abgebunden werden, da andernfalls
negative Auswirkungen für viele Kunden entstünden. Demnach müsste
die Linie 638 zwischen Stadtwald/Ev. Krankenhaus und Ramersdorf in
beiden Fahrtrichtungen eine Stichfahrt zum Robert-Schuman-Platz
unternehmen.
• Durch die Stichfahrt und die Verbindung „Robert-Schuman-Platz“ –Seite 2 von 6
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„Ramersdorf“ würde eine Parallelverkehr zur Stadtbahnlinie 66 etabliert,
wobei der Busverkehr wegen der längeren Fahrzeiten kein attraktives
Alternativangebot darstellt. Allerdings könnten auf diese Weise die
Umstiege vom Bus zur Stadtbahn entfallen.
• Im Vergleich zu den Varianten der Linie 639 würde unter
verhältnismäßig hohen Kostenaufwand nur ein geringer
Angebotsausbau zwischen Ramersdorf und Robert-Schuman-Platz für
den Fahrgast erzielt
• Infolge des Parallelverkehrs zur Linie 66 und der Siedlungs-,
Bevölkerungs- und Landschaftsstruktur ist eine äußerst geringe
Fahrgastnachfrage auf dem Abschnitt Robert-Schuman-Platz bis
Ramersdorf zu erwarten.
Verlängerungen der Linien 635 und 636 von Ramersdorf nach Bad Godesberg
wurden geprüft, allerdings bestehen derzeit in Bad Godesberg keine freien
Kapazitäten an den zur Verfügung stehenden Endhaltestellen. Eine Führung
der Linien zum Robert-Schuman-Platz würde wie im Falle der Verlängerung der
Linie 638 einen Parallelverkehr ohne verkehrlichen Mehrwert etablieren und
könnte zudem nicht am Robert-Schuman-Platz wenden, da die Kapazitäten der
Wendeanlage bereits durch die Linien 631 und 638 ausgelastet sind.
Eine Linienführung der Linien 635 oder 636 zur „Deichmanns Aue“ wurde
ebenfalls geprüft. Diese ist nicht möglich, da der Linienweg derzeit zum Teil
aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht von Kraftomnibussen befahren
werden kann.
Anlage/n
1 Variante 1: Verlängerung der Linie 639 nach Ramersdorf (öffentlich)
2 Variante 2 Verlängerung der Linie 639 nach Ramersdorf (kürzer) (öffentlich)
3 Variante 3 Verlängerung der Linie 638 nach Ramersdorf (öffentlich)Seite 3 von 6
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Datenstand: 02.11.2026, 23:38 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de