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221407 · Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich

Bürgerantrag: Ausbauplanung Bornheimer Straße: notwendige Optimierung hinsichtlich Klimaanpassung, Lärmschutz und Verkehrssicherheit

Nummer
221407
Art
Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
Veröffentlicht
26.07.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 26.07.2022
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 15.11.2022

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 15.11.2022 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 106,4 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 221407-01 ST Ausbauplanung Bornheimer Straße: notwendige Optimierung hinsichtlich Klimaanpassung, Lärmschutz und Verkehrssicherheit
  2. 221407-02 Mitteilung zum Bürgerantrag: Ausbauplanung Bornheimer Straße: notwendige Optimierung hinsichtlich Klimaanpassung, Lärmschutz und Verkehrssicherheit

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Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
öffentlich
221407
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung
Dezernat:
Dez. OB
26.07.2022
Bürgerantrag: Ausbauplanung Bornheimer Straße:
notwendige Optimierung hinsichtlich
Klimaanpassung, Lärmschutz und
Verkehrssicherheit
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 16.08.2022 Entscheidung
Inhalt des Bürgerantrages
Der Antrag ist im Rahmen der Ausbauplanung auf eine Optimierung hinsichtlich
Klimaanpassung, Lärmschutz und Verkehrssicherheit gerichtet.
Einzelheiten zu den Antragsinhalten und zur Begründung ergeben sich aus
dem beigefügten Bürgerantrag.
Anlage/n
1 Bürgerantrag (öffentlich)
2 Bürgerantrag - komplett (nichtöffentlich)Seite 1 von 4
Arbeitskreis lebenswerte Bornheimer Straße - Aufwertung des August Macke Haus Umfelds
Bonn, den 25.07.2022
Bürgerantrag gemäß § 24 GO NRW
Ausbauplanung Bornheimer Straße: notwendige Optimierung hinsichtlich
Klimaanpassung, Lärmschutz und Verkehrssicherheit
Der Arbeitskreis bittet die Bezirksvertretung Bonn folgende Beschlüsse zu fassen:
1. Die Verwaltung wird beauftragt aus Gründen der notwendigen Klimaanpassung
und Minimierung der Hitzebelastung die Ausbauplanung durch folgende Maßnahmen
weiter zu optimieren:
- heller Asphalt, helle Gehwegbeläge,
- stärkere Entsiegelung und Begrünung des nach Süden ausgerichteten Abschnitts
zwischen Hochstadenring und Eifelstraße durch:
Anlage eines Grünbeets vor Hausnummer 100 zwischen der Grundstückszufahrt
dem Längsparkstreifen,
Wegfall des Stellplatzes zugunsten der Vergrößerung des Grünbeets vor Haus-
nummer 106,
- Anlage eines Grünbeets vor Hausnummer 61 und gegenüber dem Baumbeet auf der
anderen Straßenseite,
- die geplanten Buswartehäuschen werden mit begrünten Dächern ausgestattet,
auf der nach Süden ausgerichteten Seite (Fahrtrichtung stadtauswärts) werden
im direkten Bereich der Haltestellen schattenspendende Bäume gepflanzt. Sofern
dies aufgrund von Leitungen nicht möglich sein sollte, werden für Abkühlung
sorgende Grünbeete auf beiden Seiten der Haltestellen angelegt.
- Installation von Trinkwasserspendern, Vorschlag mindestens im Eingangsbereich
des Alten Friedhofs und im Bereich des August Macke Hauses.
Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob für den mehrere Hundert Meter langen
Abschnitt zwischen Ellerstraße und Hochstadenring auf der voll nach Süden ausge-
richteten Seite die Anzahl der zu pflanzenden Bäume von nur 5 durch Verwendung von
Wurzelbrücken erhöht werde kann.Seite 2 von 4
2. Die Verwaltung wird beauftragt aus Gründen der Verkehrssicherheit und des Lärm-
schutzes die Ausbauplanung für den Abschnitt zwischen Ellerstraße und Hochstaden-
ring durch folgende Maßnahmen zu optimieren:
- kleiner Kreisverkehr im Kreuzungsbereich mit der Eifelstraße,
- Fahrbahnverengung zur Vermeidung von Überholvorgängen an der Bushaltestelle
Eifelstraße, August Macke Haus durch Vorziehen der Bordsteinkante um jeweils ca
0,5 bis 0,75 m,
- Querungshilfen an der Haltestelle Eifelstraße, August Macke Haus in Form von
Querungsinseln oder Vorziehen des Gehwegs, um die Fahrbahn zu verengen.
- ergänzen des geplanten Zebrastreifens um eine Mittelinsel,
- Querungshilfe auf der westlichen Seite der Einmündung der Taunusstraße, über die
laut Masterplan Innere Stadt eine Verknüpfung zwischen dem Macke - Viertel und
dem Innovationsdreieck an der Immenburgstra0e über eine Fuß- und Radwegebrücke
geschaffen werden soll,
- ca. 0,5 m breite beidseitige Streifen mit dunklem Asphalt zur optischen Einengung der
Fahrbahn und Schutz vor Dooring - Unfällen.
Ergänzend oder alternativ sollte zur Einhaltung von Tempo 30 der Einsatz von Kölner
Tellern, Berliner Kissen, Fahrbahnaufpflasterungen etc. geprüft werden.
3. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob Tempo 30 auch in dem Abschnitt zwischen
Alter Friedhof und Hochstadenring angeordnet werden kann.
Die beschlossenen Zebrastreifen werden um Mittelinseln ergänzt.
Begründung:
zu 1:
Mit Temperaturen bis zu 40 Grad führt uns dieser Sommer wieder vor Augen, wie weit die
Klimakrise bereits vorangeschritten ist. Der klimaresiliente Stadtumbau zum Schutz vor
Hitzebelastungen ist dringend geboten. Laut Hitzekarte der Stadt Bonn zählt das
Ellerviertel zu den am stärksten belasteten Vierteln in der Stadt. Während in dem Abschnitt
zwischen Alter Friedhof und Hochstadenring die Begrünung im Vergleich zu der vor fünf
Jahren in der Bürgerinformation vorgestellten Planung weiter optimiert wurde, bringt die
Konkretisierung der Planung für den besonders hitzebelasteten Abschnitt im Ellerviertel
durch Reduzierung zu pflanzender schattenspendender Bäume auf nur 5 auf der der
Sonne ganztags ausgesetzten mehrere Hundert Meter langen Seite deutliche Verschlech-
terungen. Einen Ausgleich für die vorgenommenem Verschlechterungen sieht die Ausbau-
planung nicht vor. Dies ist nicht zeitgemäß und nicht zukunftsgewandt. Denn in Zukunft ist
mit noch mehr Hitzetagen zu rechnen. Der Hitzeschutz als Teil des Gesundheitsschutzes
ist auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Im Blumenhof/Eifelstraße gibt es eine
Seniorenbegegnungsstätte und Seniorenwohnungen sowie eine Behindertenwerkstätte.
Im Blockinnenbereich hinter Sankt Helena befindet sich eine KITA. Zudem liegen auf
dieser sonnenzugewandten Seite mehrere Arztpraxen.
Zum in Zukunft selbstverständlichen Komfort für ÖPNV-Nutzende sollte nicht nur derSeite 3 von 4
Regenschutz, sondern auch der Hitzeschutz gehören.
Laut Studien kann mit hellem Asphalt/hellen Bodenbelägen eine Hitzereduzierung um
mehrere Grad erreicht werden.
zu 2:
Eine durchgängige Fahrbahnbreite von 6,5 m lässt den Begegnungsfall LKW/LKW bei
unverminderter Geschwindigkeit (Tempo 50) zu. Geschwindigkeitsüberwachungen finden
äußerst selten statt. Es darf daher bezweifelt werden, dass die Ziele der Verkehrswende
mehr Aufenthaltsqualität, mehr Lärmschutz, mehr Sicherheit und Komfort für den
umwegeempfindlichen Fußverkehr sowie den Radverkehr mit einer für die zulässige
Fahrgeschwindigkeit von Tempo 50 konzipierten Planung ohne unterstützende bauliche
Maßnahmen erreicht werden könnten. Punktuelle Fahrbahnverengungen durch Querungs-
inseln bzw. Fahrbahnverengungen durch Vorziehen des Bordsteins würden zur
Geschwindigkeitsreduzierung und Verstetigung des Verkehrsflusses beitragen.
Zudem werden mit der vorgelegten Planung die Zusagen der Stadt nicht eingehalten,
dass sich aufgrund der Verkehrsuntersuchungen rund um die Viktoriabrücke bessere
Optionen für den verkehrsberuhigten Umbau ergeben würden. Eine durchgängige 6,5 m
breite Fahrbahn hätte man bereits vor 10 Jahren bauen können.
zu 3:
Eine erhöhte Aufenthaltsqualität kann nur dann erreicht werden, wenn der Lärm und die
Luftschadstoffbelastung deutlich reduziert werden. Die Fortschreibung des Lärmaktions-
plans hat aufgezeigt, dass auch in diesem Abschnitt die Einführung von Tempo 30 aus
Gründen des Gesundheitsschutzes geboten ist.
Die Förderung des Nahverkehrs bedeutet, mehr sichere und komfortablere Querungshilfen
insbesondere für schwächere Verkehrsteilnehmer zu schaffen. Auch in diesem Punkt
besteht Optimierungsbedarf.
Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung hat dem Arbeitskreis
mitgeteilt, dass Umplanungen förderunschädlich in bilateraler Abstimmung mit der
Bezirksregierung grundsätzlich möglich sind.Seite 4 von 4

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Datenstand: 03.11.2026, 03:58 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de