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221322 · Beschlussvorlage

Sanierung und Erweiterung des Hardtbergbades; hier: Entwurfsplanung

Nummer
221322
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
10.08.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Sportausschusses 11.08.2022 Empfehlung
  2. Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg 30.08.2022 Entscheidung federführend
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Untergeordnet

  1. 221322-02 AA Änderungsantrag von CDU- und FDP-Fraktion: Sanierung und Erweiterung des Hardtbergbades; hier: Entwurfsplanung Antrag zur Vorlage 221322
  2. 221322-01 AA Änderungsantrag der Koalition: Sanierung und Erweiterung des Hardtbergbades; hier: Entwurfsplanung Antrag zur Vorlage 221322

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Beschlussvorlage
öffentlich
221322
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
52 Sport- und Bäderamt
Dezernat:
Dez. IV
Sanierung und Erweiterung des Hardtbergbades;
hier: Entwurfsplanung
Beratungsfolge
Sportausschuss 11.08.2022 Empfehlung
Bezirksvertretung Hardtberg 30.08.2022 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Die Bezirksvertretung Hardtberg stimmt der beigefügten Entwurfsplanung zur
Sanierung und Erweiterung des Hardtbergbades für die Module 1 bis 3 zu und
nimmt die übrigen Module zur Kenntnis.
Begründung
Die Sanierung und Erweiterung des Hardtbergbades ist Teil des Rahmenplans
zur Neuordnung der Bonner Bäderlandschaft vom 18.6.2020 (DS 200671). Die
Schwimmhalle des Hardtbergbades wurde 1968 errichtet, das Freibad mit
seinen drei Becken kam 1982 hinzu.
Die Modernisierung des Bades dient der Weiterentwicklung der Bonner
Bäderlandschaft insbesondere in den Bereichen der Energieeffizienz und der
Barrierefreiheit. Durch die Erweiterung des Hardtbergbades um einen
Familienbereich sollte den Bonner Bürgerinnen und Bürgern ein neues
Schwimmangebot besonders für Familien mit Kindern geboten werden,
welches in den bestehenden Gebäuden nicht existierte, und das an anderen
Standorten aufgrund der geringen Platzkapazitäten nicht realisierbar ist. Das
modernisierte Hardtbergbad soll künftig als Ganzjahresbad betrieben werden
und allen Nutzergruppen offenstehen.
Neben den bereits am 4.7.2019 für das Hardtbergbad beschlossenen Module 1
bis 3 (DS 1911689)
Modul 1: Sanierung des Bades im Bestand,
Modul 2: Anbau eines zusätzlichen Lehrschwimmbeckens,
Modul 3: Sanierung der Beckenköpfe im Freibad
sollte die Verwaltung gemäß Beschluss vom 18.6.2020 auch die Erweiterungen
(Module 4 bis 7) umSeite 1 von 26
Seite 2
Modul 4/5: einen Familienbereich mit Kursbecken und Kinderbecken,
Modul 6: Gastronomie und
Modul 7: Ganzjahresrutsche
prüfen.
Die Verwaltung hatte zuletzt im November 2021 über Probleme, die zur
Verzögerung bei der Sanierungs- und Erweiterungsplanung des
Hardtbergbades führten, berichtet (DS 212072).
Inzwischen liegt die Entwurfsplanung in der als Anlage 1 beigefügten Fassung
(Dokumentation vom 11.05.2022) mit einer Kostenberechnung für die Module 1
bis 7 vor.
Baubeschreibung:
Modul 1 – 3: Das Hardtbergbad soll im Hallenbereich komplett saniert und um
ein Hubbodenbecken erweitert werden.
Die Fassaden und Oberflächen im Innenausbau sollen im Rahmen der
Sanierung komplett erneuert werden. Auch die Anlagentechnik soll – unter
Berücksichtigung eines größtmöglichen Einsatzes von Wärmerückgewinnung
und erneuerbaren Energien - in allen Bereichen erneuert werden. Im Hallenbad
soll im bestehenden Schwimmerbecken und im Lehrschwimmbecken der
tiefliegende Wasserspiegel auf das Beckenumgangsniveau angehoben werden.
Das 25-Meter-Schwimmerbecken soll zusätzlich nach den Vorgaben für
regionale Wettkämpfe (Kategorie D) ausgebaut werden.
Im Freibad sollen die Beckenköpfe saniert werden. Die Freianlagen sollen im
Rahmen der Bautätigkeit erneuert und barrierefrei gestaltet sowie durch eine
Sanierung und Erneuerung der Entwässerungssysteme tiefbaulich flankiert
werden.
Modul 4 – 7: Das Schwimmbad sollte außerdem mit einem zusätzlichen neuen
Baukörper zum Familienbad erweitert werden. Der mit dem Hallenbad
verbundene Neubautrakt sollte hierzu über zwei Treppen und mit einem Aufzug
mit dem Freibad verknüpft werden.
Barrierefreiheit
Die Entwurfsplanung wurde mit der Behinderten-Gemeinschaft Bonn e.V.
abgestimmt und die bestehenden Planungsanforderungen für die
Barrierefreiheit in den Bereichen:
- Eingang, Kassenanlagen, Kontrollen
- Sanitärräume, Umkleidebereiche
- SchwimmbeckenSeite 2 von 26
Seite 3
- Freibadbereich
wurden im Konzept barrierefrei berücksichtigt. Berücksichtigt wurden
insbesondere die Bedürfnisse von Menschen mit Sehbehinderung/Blindheit, mit
Hörbehinderung (Gehörlose, Ertaubte, Schwerhörige) sowie mit motorischen
Einschränkungen und Menschen, die Mobilitätshilfen und Rollstühle benutzen.
Dementsprechend ist das Gebäude barrierefrei erschlossen und verfügt über
barrierefreie WC- und Umkleidebereiche. In den Grundrissen sind die
entsprechenden Bewegungsflächen berücksichtigt, ein mobiler Beckenlifter ist
vorgesehen. In verschiedenen Bereichen im Schwimmbad sind akustische und
optische Warnsignale für den Brandfall vorgesehen. Im Eingangsbereich des
Gebäudes ist ein taktiler Grundriss geplant.
Nachhaltigkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der Vorplanung ist im Rahmen der
Entwurfsplanung vertieft betrachtet worden: Neben der mittlerweile bei den
Sanierungs- und Baumaßnahmen obligatorischen hochgedämmten
thermischen Hülle (KfW-40-Standard) und der standardmäßig optimierten
Lüftungswärmrückgewinnung erfolgte im Hardtbergbad die konsequente
Ausrichtung auf Niedertemperatursysteme als wesentliches Mittel zur
Energieeinsparung. Die bereits vorhandene Fernwärme wird dabei als
Energieträger zur Spitzenlastabdeckung und als Redundanz weiterhin genutzt.
Zusätzlich finden folgende Maßnahmen Anwendung:
„Energierecycling“: Eine Wärmepumpe, welche die Prozesswärme nutzt, wird
eingesetzt. Diese Abwärme-Gewinnungsmethode, welche die Wärme des
Schwimmbadfilterabwassers durch den Rückspülprozess zurückgewinnt, findet
wie folgt Anwendung: Dem rund 24-28° warmen Abwasser wird die Wärme
entzogen und das Frischwasser wird von 12° auf 24° vorgewärmt.
Das Filterrückspülwasser wird nach dem Wärmeentzug in ein Abklingbecken
geleitet und durch eine Filtration für die WC-Spülungen und für die
Außenanlagen zu Berieselung und Reinigung genutzt (Grauwassernutzung).
Dadurch wird ein großer Anteil an Trinkwasser eingespart. Des Weiteren wird
auch das warme Duschabwasser genutzt, um ihm die Wärme zu entziehen.
Durch eine Wärmepumpe wird dieses auf ein höheres Temperaturniveau
gebracht und an die Stellen geleitet, wo der Wärmebedarf zu decken ist.
Sollte kein Wärmebedarf bestehen und ein Überschuss an Wärmequellen
vorhanden sein, werden die Schwimmbecken (Halle) im Winterbetrieb als
Wärmepufferspeicher genutzt.
„Kraftdach“: Auf den Dachflächen sind mehr als 610 m² Photovoltaik-Thermie-
Kombi-Paneele geplant. Durch diese Kombination werden die Photovoltaik-
Module durch den unteren Absorber gekühlt und dadurch wird an
Hochsommertagen ein konstantes Leistungsniveau erreicht. Durch diese
Anlage wird rund 1/3 des Wärmepumpenstrombedarfs und Wärmebedarfs
gedeckt.Seite 3 von 26
Seite 4
Durch den Einsatz dieses „Energierecyclings“ und des „Kraftdaches“ können
rund 67 Prozent an CO² eingespart werden!
Nachfolgend ist ergänzend dargestellt, wie den verpflichtenden Vorgaben des
aktuellen Beschlusses „Städtische Liegenschaften auf dem Weg zur
Klimaneutralität und Nachhaltigkeit“ (DS 212355 aus März 2022) für das
Bauvorhaben in der aktuellen Leistungsphase Rechnung getragen werden
kann:
1. „Eine Ökobilanz und gesamtheitliche Lebenszyklusanalyse der
Energieversorgung und der Baukonstruktion“ (Cradle to Cradle) kann aufgrund
des weit fortgeschrittenen Planungsstandes erst in den folgenden
Leistungsphasen vorgenommen werden.
2. „Der Gesamtenergiebedarf ist unter Berücksichtigung von Energie- und CO2-
sparenden Konzepten nachhaltig zu planen und zu realisieren.“
Sowie 3. „Maßnahmen zur Steigerung von Energiegewinnen über den eigenen
Energiebedarf hinaus sollen, soweit wirtschaftlich vertretbar, berücksichtigt
werden.“
Diesen Anforderungen aus den Punkten 2 und 3 wird durch Einsatz des oben
beschriebenen „Energierecyclings“ und des „Kraftdaches“ Rechnung getragen.
4. „Baumaterialien“:
Aufgrund der chlorhaltigen Luft ist ein Großteil der Materialen einer besonderen
Belastung ausgesetzt. In diesen Bereichen ist die Auswahlmöglichkeit sehr
begrenzt.
Für die Baumaterialien, welche keine Berührung mit der chlorhaltigen Luft
haben (z. B. Dämmung, Dacheindeckung, etc.) soll in der nächsten
Leistungsphase „nachjustiert“ werden und zumindest von den bereits
grundsätzlich gewählten Materialien, die mit der höchsten Recyclingfähigkeit
und mit den geringsten Treibhausgasemissionen gewählt werden.
5. „Hohe Flexibilität, Robustheit und Langlebigkeit der Planung“:
Schwimmbäder sind auf eine sehr spezielle Nutzung ausgelegt, welche für
mehrere Jahrzehnte geplant und im städtischen Gesamtkonzept, der
Rahmenplanung, gewürdigt wurde. Dieser Punkt wird daher vollumfänglich
berücksichtigt.
6. „Eine Zertifizierung zum nachhaltigen Bauen, z.B. nach dem
Bewertungssystem „Nachhaltiges Bauen“ (BNB) in der zweithöchsten
Kategorie“:
Das BNB-Bewertungssystem gibt keine Vorgaben für eine Kategorie
„Schwimmbäder“, es soll daher in der nächsten Leistungsphase ein für
Schwimmbäder generell geeignetes Zertifizierungssystem gefunden und
durchlaufen werden.
Dieses Bewertungssystem wird zukünftig als Standard vollumfänglich ab
Planungsbeginn bei allen noch nicht gestarteten Neubau-, Erweiterungs- undSeite 4 von 26
Seite 5
Sanierungsprojekten des Maßnahmenpaketes „Rahmenplan zur Neuordnung
der Bonner Bäderlandschaft“ Anwendung finden.
Kostenberechnung
Für die Modernisierung des Hardtbergbades in den o.g. Modulen 1-7 liegt nun
eine Kostenberechnung (Stand Mai 2022) über 38,5 Mio. Euro vor.
Risikozuschläge sind in diesem Wert nicht enthalten, jedoch ist bereits die
aktuelle Baupreissteigerung aufgrund des Ukrainekrieges seit Februar 2022
berücksichtigt. Die Kostenschätzung aus dem 1. Quartal 2019 lag für die
Module 1 bis 7 bei rund 24 Mio. Euro. In dieser Kostenschätzung (DS-Nr.
1911689) war ein Risikozuschlag sowie eine Indexsteigerung in Höhe von 25
bis 35 Prozent je Modul bis zu einer Vergabe im Jahr 2021 berücksichtigt. Die
Kostenschätzung einschließlich dieser Zuschläge lag somit bei rund 30 Mio.
Euro (Beschluss zur Neuordnung der Bonner Bäderlandschaft vom 18.06.2020,
DS 200671). In dieser Höhe sind Mittel für die Sanierung/Erweiterung des
Hardtbergbades in der Bäderpauschale und damit im Haushalt berücksichtigt.
Zwischen der Kostenschätzung aus 2019 und der Kostenberechnung aus 2022
liegt eine Differenz von rund 14,5 Mio. Euro (ohne Berücksichtigung von
Zuschlägen für eine Baupreissteigerung oder Risiken).
Die Kostenberechnung ist mittlerweile durch einen externen Projektsteuerer
überprüft worden. Danach ist die aktuelle Kostenberechnung plausibel.
Die wesentlichen Gründe für diese Steigerung liegen in hinzugekommenen
Leistungsbereichen, der extremen Baupreissteigerung der vergangenen Jahre
sowie in den geänderten gesetzlichen und kommunalen Vorgaben im Bereich
der Energieeffizienz. Sie sind in Anlage 2 (Stellungnahme zu den Mehrkosten)
beschrieben.
Üblicherweise müssten zur aktuellen Kostenberechnung in Höhe von 38,5 Mio.
Euro wieder Risikozuschläge zwischen 25 und 35 Prozent gebildet werden.
Dann ergäbe sich eine Gesamtsumme i. H. v. rund 51,5 Mio. Euro.
Vorschlag der Verwaltung
In einer Größenordnung von über 51 Mio. € stehen in der Bäderpauschale
keinen finanziellen Mittel für dieses Projekt zur Verfügung. Die vorgelegte
Entwurfsplanung kann deshalb von der Verwaltung aufgrund der erheblichen
Kostensteigerungen nicht im vollen Umfang zur Umsetzung vorgeschlagen
werden.
Die Verwaltung schlägt stattdessen vor, aus Kostengründen lediglich die
Module 1 bis 3 umzusetzen. Hierfür sind nach der Kostenberechnung
Ausgaben in Höhe von 28,3 Mio. € zu erwarten. Zuzüglich Risikozuschläge und
Baukostensteigerungen ist von Gesamtkosten für die Module 1 bis 3 in Höhe
von rund 38 Mio. € auszugehen. Die tatsächlichen Kosten für eine Umsetzung
werden erst nach Abschluss der Vergabeverfahren feststehen. Grundsätzlich
ist der BgA Bäder zum Vorsteuerabzug berechtigt. Der Kürzungssatz für dieSeite 5 von 26
Seite 6
Vorsteuer wurde bei Baubeginn auf 42,10% festgelegt. Während der
Baumaßnahme erfolgt keine Änderung des Kürzungssatzes. Nach
Fertigstellung der Baumaßnahme wird anhand der tatsächlichen
Verwendungsabsichten für die einzelnen Module eine Korrektur der Vorsteuer
nach §15a UStG erfolgen. Unter Berücksichtigung dieser steuerlichen Effekte
geht die Verwaltung davon aus, dass die zu erwartenden Ausgaben für eine
Umsetzung der Module 1-3 die Höhe der in der Bäderpauschale gebildeten
Ansätze nicht wesentlich übersteigen.
Bei einer Realisierung der Module 1 bis 3 entsteht durch die Errichtung eines
zusätzlichen Lehrschwimmbeckens mit Hubboden ein Zuwachs an
Wasserfläche. Dieses Hubbodenbecken ist insbesondere für die Durchführung
von Schwimmkursen sehr gut geeignet. Es wird außerdem ein barrierefreies
Bad entstehen und durch die energetischen Maßnahmen werden in einem
erheblichen Umfang Energiekosten und CO² eingespart. Außerdem wird das
Freibad saniert.
Die Module 4-7 können aus Kostengründen derzeit nicht weiterverfolgt werden.
Es ist jedoch möglich, diese Module zu einem späteren Zeitpunkt auszuführen.
Durchführung eines neuen VgV-Verfahrens für die weiteren
Planungsleistungen
Aufgrund der erheblichen und dauerhaften Defizite des Generalplaners (vgl.
hierzu auch die Ausführungen in der Mitteilungsvorlage DS 212072) ist es aus
Sicht der Verwaltung erforderlich, das Planerteam zu wechseln.
Bedingt durch die Honorarhöhe muss ein europaweites
Ausschreibungsverfahren (VgV-Verfahren) durchlaufen werden. Trotz einer
Reduktion dieses Verfahrens aufgrund diverser Sachverhalte ist das Verfahren
mit 7 -9 Monaten (statt den üblichen 9 -11 Monaten) anzunehmen. Mit der
Einarbeitung der neuen Büros ist insgesamt mit einem Verzug von rund einem
Jahr zu rechnen.
Die Verwaltung wird in Zusammenarbeit mit dem neuen Planungsbüro einen
Zeitplan zur Umsetzung der Maßnahme vorlegen.
Finanzierung
Die Finanzierung der Module 1 bis 3 erfolgt aus der Pauschale Bäderkonzept.
2022 stehen 15 Mio EUR aus Haushaltsresten der Vorjahre zur Verfügung. Die
Mittelbereitstellung für 2023 ff steht unter dem Vorbehalt einer entsprechenden
Beschlussfassung zum Haushalt und der Genehmigung der Haushaltssatzung
durch die Bezirksregierung Köln. Des Weiteren sieht die Haushaltsanmeldung
für 2023ff. Landeszuweisungen für energetische Sanierungsmaßnahmen
an Bädern von 4 Mio EUR p.a. vor.Seite 6 von 26
Seite 7
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.08.03 Bereitstellung und Betrieb von
Bädern
1.52.00.08.03.02 Hallenbäder, Kombibad (BgA)
Investive Kosten der Maßnahme
Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt/
angemeldet in
Noch
bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen 38 Mio € 5520008038000/78.5300 2022: 15 Mio €
2023ff: je 11,5 Mio
€
Einzahlungen 8 Mio € 5520008038000/68.1100 2023ff: je 4 Mio €
Investiver
Finanzsaldo
30 Mio €
Anlage/n
1 Entwurfsplanung Hardtbergbad (öffentlich)
2 Hardtbergbad Mehrkosten (öffentlich)Seite 7 von 26
Sanierung und Erweiterung Hardtbergbad Bonn
ISOMETRIEN
-- Hubbodenbecken
Modul 2
Modul 7 ---
Ganzjahresrutsche
Erweiterung
- Modul 4 Kursbecken
-- Modul 5 Eltern- Kindbereich
-- Modul 6 Bistro / Kindergeburtstag
studioGASeite 10Seite 8 von 26
Seite 9 von 26
Seite 10 von 26
Schwimmhalle
EG.1.95
Schwimmhalle
EG.1.95
5,00
5,00
-4,43
-0,31-0,27
-4,43
-3,53
+2,60
-0,11+0,00
Badaufsicht
EG.1.93
-3,50
-5,43
+3,03
-0,11
-4,05
-1,68 -1,73
-3,95
+6,10
75
Seite 22Sanierung und Erweiterung Hardtbergbad Bonn studioGASeite 11 von 26
Seite 12 von 26
Seite 13 von 26
Sanierung und Erweiterung Hardtbergbad Bonn studioGASeite 80Seite 14 von 26
Seite 89Sanierung und Erweiterung Hardtbergbad Bonn studioGASeite 15 von 26
Pop
Seite 105Sanierung und Erweiterung Hardtbergbad Bonn studioGASeite 16 von 26
Seite 17 von 26
Raum-Nr. Nutzung
Netto-
Grundfläche
NGF NUF
Technikfläche
TF
Verkehrsfläche
VF
15,6 15,6
UG.T.02 Treppe 16,3 16,3
UG.3.20 Versorgungsgang 119,8 119,8
UG.3.24 Chloranlage 5,7 5,7
UG.3.25 Chloranlage 8,1 8,1
UG.T.15 Treppe 12,8 12,8
UG.T.16 Treppe 12,9 12,9
UG.T.09 Treppe 2,3 2,3
302,7 302,7
179,0 179,0
72,3 72,3
40,0 40,0
65,9 65,9
58,3 58,3
UG.T.10 Treppe 5,7 5,7
885,4 718,2 13,7 153,5
1.515,4 1294,5 23,2 197,7
Flächenverteilung 100% 85% 2% 13%
544,7
1786,3
5.173,5 3178,4 1410,4 584,7
Flächenverteilung 100% 61% 27% 11%
Konstruktions-Grundfläche 682,5
5.856,0
Raum-Nr. Nutzung
Netto-
Grundfläche
NGF NUF
Technikfläche
TF
Verkehrsfläche
VF
121,0 121,0
5,7 5,7
15,8 15,8
6,9 6,9
237,2
151,7 151,7
6,4 6,4
4,9 4,9
16,6 16,6
2,8 2,8
15,9 15,9
237,4
53,1 53,1
5,3 5,3
11,7 11,7
2,2 2,2
2,3 2,3
0,6 0,6
7,6 7,6
13,1 13,1
12,0 12,0
11,3 11,3
4,0 4,0
5,2 5,2
8,5 8,5
4,0 4,0
3,7 3,7
81,2 81,2
82,0 82,0
40,4 40,4
19,9 19,9
368,1
315,9 315,9
41,0 41,0
87,8 87,8
7,5 7,5
25,3 25,3
477,5
1.320,1 555,7 701,6 62,7
44,7 44,7
10,0 10,0
18,7 18,7
2,9 2,9
Raum-Nr. Nutzung
Netto-
Grundfläche
NGF NUF
Technikfläche
TF
Verkehrsfläche
VF
18,9 18,9
82,5 82,5
25,3 25,3
49,6 49,6
252,6
234,7 234,7
1.572,6 663,6 754,2 154,9
Flächenverteilung 1,0 0,4 0,5 0,1
779,4
1786,3
6.746,1
Flächenverteilung 100% 57% 32% 11%
892,6 11,7%
Seite 123Sanierung und Erweiterung Hardtbergbad Bonn studioGASeite 18 von 26
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Kostenberechnung
- T
-
-
-
- -
-
Menge/Einheit
13.033.163
15.509.464
310 Baugrube 84.103
311 Baugrubenherstellung 77.069,37 77.069
313 Wasserhaltung 7.034,10 7.034
320 Gründung 1.393.029
321 Baugrundverbesserung 45.146,00 45.146
322 Flachgründungen 154.509,73 154.510
323 Tiefgründungen 174.152,83 174.153
336.456,74 336.457
325 Bodenbeläge 663.025,60 663.026
326 Bauwerksabdichtungen 13.589,66 13.590
6.148,00 6.148
330 Außenwände 2.721.810
186.521,64 186.522
1.053,00 1.053
1.334.243,13 1.334.243
411.576,68 411.577
559.244,83 559.245
200.229,43 200.229
338 Sonnenschutz 14.880,00 14.880
14.061,49 14.061
340 Innenwände 2.127.864
206.941,01 206.941
257.240,53 257.241
343 Innenstützen 92.392,07 92.392
467.718,45 467.718
345 Innenwandbekleidungen 1.071.463,49 1.071.463
24.507,11 24.507
7.601,60 7.602
350 Decken 2.325.918
351 Deckenkonstruktionen 625.621,42 625.621
352 Deckenbeläge 900.920,22 900.920
Kostenberechnung
Menge/Einheit
353 Deckenbekleidungen 763.553,48 763.553
35.822,62 35.823
360 Dächer 1.171.774
361 Dachkonstruktionen 51.780,72 51.781
52.127,31 52.127
363 Dachbeläge 848.542,67 848.543
364 Dachbekleidungen 73.606,06 73.606
145.717,59 145.718
370 598.618
399.387,50 399.388
189.474,97 189.475
9.755,52 9.756
390 2.610.046
391 Baustelleneinrichtung 652.924,32 652.924
392 Gerüste 385.553,24 385.553
393 Sicherungsmaßnahmen 1.935,58 1.936
394 Abbruchmaßnahmen 826.144,75 826.145
395 Instandsetzungen 121.189,41 121.189
396 Materialentsorgung 72.108,49 72.108
110.193,96 110.194
32.462,55 32.463
407.534,03 407.534
10.868.596
12.933.629
410 1.091.652
411 Abwasseranlagen 578.403,23 578.403
412 Wasseranlagen 480.305,97 480.306
32.943,14 32.943
420 Wärmeversorgungsanlagen 1.791.440
421 Wärmeerzeugungsanlagen 1.051.512,23 1.051.512
422 Wärmeverteilnetze 723.000,72 723.001
423 Raumheizflächen 10.541,70 10.542
6.385,38 6.385
430 1.789.364
431 Lüftungsanlagen 1.742.324,42 1.742.324
47.040,00 47.040
440 Starkstromanlagen 1.432.104
131.427,21 131.427
Seite 150Sanierung und Erweiterung Hardtbergbad Bonn studioGASeite 20 von 26
Sanierung und Erweiterung Hardtbergbad Bonn
Kostenberechnung
Menge/Einheit
353 Deckenbekleidungen 763.553,48 763.553
35.822,62 35.823
360 Dächer 1.171.774
361 Dachkonstruktionen 51.780,72 51.781
52.127,31 52.127
363 Dachbeläge 848.542,67 848.543
364 Dachbekleidungen 73.606,06 73.606
145.717,59 145.718
370 598.618
399.387,50 399.388
189.474,97 189.475
9.755,52 9.756
390 2.610.046
391 Baustelleneinrichtung 652.924,32 652.924
392 Gerüste 385.553,24 385.553
393 Sicherungsmaßnahmen 1.935,58 1.936
394 Abbruchmaßnahmen 826.144,75 826.145
395 Instandsetzungen 121.189,41 121.189
396 Materialentsorgung 72.108,49 72.108
110.193,96 110.194
32.462,55 32.463
407.534,03 407.534
10.868.596
12.933.629
410 1.091.652
411 Abwasseranlagen 578.403,23 578.403
412 Wasseranlagen 480.305,97 480.306
32.943,14 32.943
420 Wärmeversorgungsanlagen 1.791.440
421 Wärmeerzeugungsanlagen 1.051.512,23 1.051.512
422 Wärmeverteilnetze 723.000,72 723.001
423 Raumheizflächen 10.541,70 10.542
6.385,38 6.385
430 1.789.364
431 Lüftungsanlagen 1.742.324,42 1.742.324
47.040,00 47.040
440 Starkstromanlagen 1.432.104
131.427,21 131.427
Kostenberechnung
Menge/Einheit
522 Straßen 42.010,01 42.010
524 Stellplätze 4.050,00 4.050
15.344,00 15.344
530 286.820
531 Einfriedungen 35.800,00 35.800
217.520,00 217.520
19.000,00 19.000
14.500,00 14.500
540 329.350
541 Abwasseranlagen 252.800,00 252.800
546 Starkstromanlagen 76.550,00 76.550
550 143.100
143.100,00 143.100
570 129.650
571 Oberbodenarbeiten 1.875,00 1.875
574 Pflanzen 114.650,00 114.650
13.125,00 13.125
590 243.431
591 Baustelleneinrichtung 17.500,00 17.500
592 Gerüste 24.290,00 24.290
594 Abbruchmaßnahmen 114.597,50 114.598
595 Instandsetzungen 85.303,22 85.303
1.740,00 1.740
170.363
202.731
610 Ausstattung 170.363
611 51.349,00 51.349
76.598,07 76.598
42.415,48 42.415
700 Baunebenkosten 6.683.276,33 6.683.276
7.953.099
32.388.185
6.153.755
38.541.940,4
studioGASeite 151Seite 21 von 26
Kostenstand 2019-Q1 2022-Q1* Differenz 2019-Q1 2022-Q1* Differenz 2019-Q1 2022-Q1* Differenz
200 Herrichten und Erschließen 140.000 € 0 € 33% 50.000 € 0 € 33% 190.000 € 0 € 0%
210 Herrichten 45.000 € 0 € -45.000 € 0% 20.000 € -20.000 € 0% 65.000 € 0 € -65.000 € 0%
220 Öffentliche Erschließung 40.000 € 0 € -40.000 € 30.000 € -30.000 € 0% 70.000 € 0 € -70.000 € 0%
230 Nichtöffentliche Erschließung 55.000 € 0 € -55.000 € 0% 0 € 55.000 € 0 € -55.000 € 0%
300 Bauwerk - Baukonstruktionen 5.245.000 € 9.146.893 € 128% 1.830.000 € 3.886.271 € 128% 6.925.000 € 13.033.163 € 188%
310 Baugrube Erdbau 55.000 € 63.357 € 8.357 € 94% 85.000 € 20.746 € -64.254 € 20% 140.000 € 84.103 € -55.897 € 60%
320 Gründung Unterbau 330.000 € 788.738 € 458.738 € 195% 345.000 € 604.291 € 259.291 € 143% 675.000 € 1.393.029 € 718.029 € 206%
330 Außenwände, Außenstützen 1.195.000 € 1.762.883 € 567.883 € 120% 380.000 € 958.928 € 578.928 € 206% 1.575.000 € 2.721.810 € 1.146.810 € 173%
340 Innenwände, Innenstützen 845.000 € 1.552.835 € 707.835 € 150% 575.030 € 575.030 € 845.000 € 2.127.864 € 1.282.864 € 252%
350 Decken 515.000 € 1.492.233 € 977.233 € 237% 215.000 € 833.684 € 618.684 € 317% 730.000 € 2.325.918 € 1.595.918 € 319%
360 Dächer 1.040.000 € 803.618 € -236.382 € 63% 235.000 € 368.156 € 133.156 € 128% 1.275.000 € 1.171.774 € -103.226 € 92%
370 baukonstruktive Einbauten -65.000 € 486.056 € 551.056 € -611% 365.000 € 112.562 € -252.438 € 25% 300.000 € 598.618 € 298.618 € 200%
390 Sonstige Maßnahmen 1.330.000 € 2.197.173 € 867.173 € 135% 55.000 € 412.874 € 357.874 € 613% 1.385.000 € 2.610.046 € 1.225.046 € 188%
400 Technische Anlagen 4.700.000 € 8.148.586 € 142% 1.782.600 € 2.720.010 € 124% 6.485.000 € 10.868.596 € 168%
410 Sanitär 555.000 € 826.075 € 271.075 € 122% 95.000 € 265.578 € 170.578 € 228% 650.000 € 1.091.652 € 441.652 € 168%
420 Heizung 430.000 € 1.617.820 € 1.187.820 € 307% 130.000 € 173.619 € 43.619 € 109% 560.000 € 1.791.440 € 1.231.440 € 320%
430 Lüftung 1.120.000 € 1.292.021 € 172.021 € 94% 320.000 € 497.344 € 177.344 € 127% 1.440.000 € 1.789.364 € 349.364 € 124%
440 Elektrische Anlagen 700.000 € 1.081.248 € 381.248 € 126% 160.000 € 350.856 € 190.856 € 179% 860.000 € 1.432.104 € 572.104 € 167%
450 Fernmelde- u. Informationstechnik 210.000 € 299.431 € 89.431 € 116% 60.000 € 53.753 € -6.247 € 73% 270.000 € 353.184 € 83.184 € 131%
460 Förderanlagen 25.000 € 77.900 € 52.900 € 50.000 € 64.691 € 14.691 € 106% 75.000 € 142.591 € 67.591 € 190%
470 Nutzungstechnische Anlagen 1.165.000 € 2.031.589 866.589 € 142% 900.000 € 1.271.366 371.366 € 115% 2.065.000 € 3.302.956 € 1.237.956 € 160%
471 Küchen 305% 258% 347%
475 Feuerlöscher
476 Badewassertechnik 118% 103% 137%
476 Rutsche 110% 134%
479 Hubboden 95% 116%
480 Gebäudeautomation 315.000 € 555.531 € 240.531 € 144% 70.000 € 11.413 € -58.587 € 13% 385.000 € 566.944 € 181.944 € 147%
490 sonstige Maßnahmen 180.000 € 366.971 € 398.360 € 167% 31.389 € 398.360 € 180.000 € 398.360 € 398.360 € 221%
500 Außenanlagen 753.750 € 979.766 € 130% 251.250 € 326.589 € 106% 1.005.000 € 1.306.354 € 130%
510 Geländeflächen 165.000 € 26.129 € -175.883 € 13% 55.000 € 8.710 € -58.628 € 13% 220.000 € 34.838 € -234.511 € 16%
520 Befestigte Flächen 18.750 € 317.691 € 294.736 € 1384% 6.250 € 105.897 € 98.245 € 1384% 25.000 € 423.589 € 392.981 € 1694%
530 Baukonstruktionen in Außenanlagen 3.750 € 215.115 € 210.524 € 4685% 1.250 € 71.705 € 70.175 € 4685% 5.000 € 286.820 € 280.698 € 5736%
540 Technische Anlagen in Außenanlagen 150.000 € 117.195 € -66.452 € 64% 50.000 € 39.065 € -22.151 € 64% 200.000 € 156.260 € -88.603 € 78%
550 Einbauten in Außenanlagen 75.000 € 107.325 € 15.501 € 117% 25.000 € 35.775 € 5.167 € 117% 100.000 € 143.100 € 20.669 € 143%
570 Pflanz- und Saatflächen 247.500 € 97.238 € -205.780 € 32% 82.500 € 32.413 € -68.593 € 32% 330.000 € 129.650 € -274.374 € 39%
590 sonstige Außenanlagen 93.750 € 99.073 € -15.706 € 86% 31.250 € 33.024 € -5.235 € 86% 125.000 € 132.098 € -20.942 € 106%
500 Tiefbau 457.500 € 244.825 € 54% 152.500 € 81.608 € 54% 610.000 € 326.433 € 54%
520 Baustraße 165.000 € 31.508 € -133.493 € 19% 55.000 € 10.503 € -44.498 € 19% 220.000 € 42.010 € -177.990 € 19%
540 Kanalbau offen 153.750 € 129.818 € -23.933 € 84% 51.250 € 43.273 € -7.978 € 84% 205.000 € 173.090 € -31.910 € 84%
590 sonstige Außenanlagen 138.750 € 83.500 € -55.250 € 60% 46.250 € 27.833 € -18.417 € 60% 185.000 € 111.333 € -73.667 € 60%
600 Ausstattung und Kunstwerke 149.500 € 137.660 € 75% 165.500 € 32.703 € 17% 315.000 € 170.363 € 54%
610 Ausstattung 149.500 € 137.660 € -45.375 € 75% 165.500 € 32.703 € -132.797 € 16% 315.000 € 170.363 € -144.637 € 44%
200-600 Baukosten netto 7.399.579 € 166% 2.815.331 € 167% 10.214.909 € 166%
700 Baunebenkosten netto* 30% 26% 3.377.445 € 4.851.010 € 1.473.565 € 144% 1.269.555 € 1.832.267 € 562.712 € 144% 4.647.000 € 6.683.276 € 2.036.276 € 144%
*KG 700 in Kostenschätzung
200-700 Gesamtkosten netto 161% 161% 161%
Mehrwertsteuer 19,0% 2.780.763 € 4.466.660 € 1.685.897 € 161% 1.045.267 € 1.687.095 € 641.828 € 161% 3.826.030 € 6.153.755 € 2.327.725 € 161%
200-700 Gesamtkosten brutto 161% 161% 161%
* Baupreisindex 2022-Q1 veröffentlicht 08.04.2022
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HBB Sanierung + Erweiterung Hardtbergbad Bonn studioGA
Erläuterung der Mehrkosten
1.0 Projektbezogene Leistungsanpassungen
Summe Brandschutzmaßnahmen 381.804 €
1.2 Verbesserung betrieblicher Abläufe
Summe Verbesserung betrieblicher
Abläufe 438.035 €
Summe wettkampfgerechte Ausstattung 109.711 €
Ende Juni 2020 gab es die Mitteilung, daß im Projekt die Module 4-7 d.h. das Erweiterungsbauwerk und der Rutschenturm mit in die
Entwurfsplanung aufgenommen werden sollen. In der Folge wurden unter den neuen Rahmenbedingungen nochmal die wesentlichen
Flächenzuschnitte und Betriebsabläufe überprüft. Hierbei kam es zu folgenden Festlegungen:
Die Erweiterung ermöglicht einen dauerhaften Parallelbetrieb für die Öffentlichkeit, auch wenn Schulschwimmen, oder Vereinsschwimmen
stattfindet. Hierfür ist der Zugang zur Erweiterung unabhängig von einer Wegeführung durch die Schwimmhalle mit einem eigenen
Barfußgang zu führen. an dem Barfußgang werden dann auch Familienduschen bzw. Duschen für Diverse angeordnet. Das Foyer muß
entsprechend der nun größeren Wasserflächen und dem geplanten Paralelbetrieb vergrößert werden (+56 m2, ca. 80.000 € netto) um die
verschiedenen Gruppen bedienen zu können. Der Kassentresen wird erneuert und erhält 3 Kassenplätze mit einem barrierefreien Platz in
de Mitte. An der Außenfassade wurde eine lange Sitzbank angeordnet und ein paar Tische und Stühle für z.B. wartende Eltern (ca. 19.000
€ netto) und ein kleines Bistroangebot (ca. 41.000€ netto). Für einen schnelleren Wechsel der Schulklassen wurde die Sammelumkleiden
der Anzahl nac verdoppelt (ca. 32.000 € netto). Die Außentüren bekommmen alle einen digitalen Schließylinder (ca. 16.500). Neben dem
Kinderbecken in der Erweiterung wird eine eigene Sanitäranlage eingeplant (ca. 60.000 € netto) und am Kursbecken ein Lagerraum mit
Putzmittelraum (ca. 85.000 € netto). Hierführ muss der Rutschenturm verbreitert werden und von dem Erweiterungsbaukörper abgerücket
werden. Für den Zugang erhält der Rutschenturm einen Verbinder (ca. 70.000 € netto). Im Untergeschoss wird eine Transportrampe
eingebaut um die verschiedenen Bodenniveaus zu verbinden, so dass schwere Gebinde mit einer Laufkatze transportiert werden können
(ca. 23.500 € netto).
1.4 Wettkampfgerechtigkeit Kategorie D für 25m Becken
Im Branschutzkonzept in der Vorplanung waren die wichtigen Leitthemen in Brandschutzplänen aufbereitet. Diese wurden jetzt in der
Entwurfsplanung durch einen dezidierten Textteil und detaillierte Angaben zu Einzelthemen und den abgeleiteten notwendigen
Maßnahmen.
Folgende größeren Maßnahmen waren zum Zeitpunkt der Kostenschätzung noch nicht beschrieben: 1. Eine Abhangdeccke unter dem
Fachwerktragwerk des Schwimmhallendaches um die Stahlfachwerkbinder im Brandfall von unten vor Brandeinwirkungen zu schützen,
Da hier die Flächenmenge und Anschlußbedingungen klar sind kann eine belastbare Kalkulation aufgestellt werden, enstehende Kosten
ca. 73.200 € netto.
Beim Konstruktiven Brandschutz geht es um die Wiederherstellung bzw. Ertüchtigung von Überdeckungsstärken über der Bewehrung der
tragenden Stahlbetonbauelementen im Untergeschoß. Die Kalkulation basiert auf den orientierenden Stichproben und kann daher selbst
auch nur überschlägig sein. Die Kostenberechnung wurde vom Büro PfB Planungsbüro für Betonsanierung zugearbeitet. In der Summe
der Einzelpositionen ergeben sich ca. 195.000 € netto. Für das Lehrschwimmbecken und das Hubbodenbecken können keine Dachfenster
für die Entrauchung eingebaut werden, da die Spanbetondielen in der Dachdecke dies nicht erlauben. Es wurden Lamellenfenster
gewählt, da hier weniger Fensterelemente und weniger Motoren, notwendig werden, die im Betrieb, dann auch einen geringeren
Wartungsaufwand bedeuten. Der Kostenblock Entrauchung und Rauchschutz umfaß 24.000 €.
Die Elektroakustische Meldeanlage ist eingeplant worden, um auch im Brandfall barrierefreie Hilfestellungen geben zu können. Hierfür
sind 5500 € eingeplant.
Die Mehrkosten werden in 3 Themenblöcken erläutern:
2. Mehrkosten aus Planungsvertiefung
1. projektbezogene Leistungsveränderungen aufgrund von betrieblicher Anforderungen, Energiekonzept zur CO2-Einsparungen im Projekt
(perspektivische Klimaneutralität bis 2050 ermöglichen), Brandschutz / Konstruktiver Bandschutz, Schadstoffentsorgung, Abbruch,
Betonsanierung. In der Planungsvertiefung sind Detaillieurngen und auch Korrekturen oder Ergänzungen von fehlenden Inhalten umfaßt.
3. allgemeiner Baupreisanstieg, getrieben durch Verknappung von Material und Arbeitskräften während der Pandemie in den letzten 2
Jahren und momentan durch Lieferengepäße durch den Krieg in der Ukraine.
Im Folgenden werden Mehrkostenthemen aufgeführt und mit Kostenpositionen aus der
Kostenberechnung quantifiziert.
1.1 Konkretisierung Brandschutzanforderungen + -maßnahmenkalkulation
Für eine Wettkamfgerechte Ausstattung in der Kategorie D (regionale amtliche Wettkämpfe) sind folgende Ausstattungen notwendig:
Startblöcke mit Abstoßkeil und Bahnentrennleinen mit größeren Wellenbrecherdisks (Mehrkosten 6.600 €) und Wende- und
Anschlagplatten mit Zeitmessmatten und mobiler Zeitmessanlage, Fehlstartanlage (Kosten 17.000 €) , Hellere Beleuchtung in Start-/
Wendebereich und für Grundbeleuchtung (Mehrkosten 24.880 €Seite 24 von 26
HBB Sanierung + Erweiterung Hardtbergbad Bonn studioGA
1.5 Verbesserung raumakustische Verhältnisse
Summe Verbesserung Raumakustik 100.680 €
1.6 Energiekonzept für CO2 Minderungspfad
Summe Energiekonzept für CO2 Minderungspfad 1.983.938 €
Einfluss des Krieges in der Ukraine auf den Stahlpreis Frachtkostenanstieg während der Pandemie
Summe Materialpreisanhebung 1.003.812 €
Summe Mehrkosten aus projektbezogene Leistungsanpassungen 4.017.980 €
2.0 Mehrkosten durch Planungsvertiefung
2.1 Planungsvertiefung Hochbau
Summe Planungsvertiefung Hochbau 1.046.676 €
Für einen angemessenen Vogelschutz ist auf den exponierten Glasflächen wie Übereckverglasungen oder Verglasungen, die auf der
Raumrückseite auch Verglasungen haben und so transparent erscheinen und nicht dunkelfarbig, ist eine Bedruckung der Glasaußenseite
eingeplant (ca. 75.000€ netto). Für die Organisation der Schwimmmvereinsaktivitäten und Angebot wurde ein Trainerbüro welches vom
Foyer aus zugänglich ist, integriert (ca. 13.500 € netto). Aufgrund der nicht tragfähigen Bodenverhältnisse im Bereich der Erweiterung ist
eine Tiefgründung mit Bohrpfählen notwendig. Diese ist vordimensioniert worden vom Bodengutachter und muss in der
Ausführungsplanung von einem Fachbüro detailliert werden (ca. 185.000 € netto). Für die Betonsanierung wurden im UG Technikkeller
und in den Schallwasserbehältern unter dem Becken C Schwimmerbecken Freibad Schäden lokalisiert und mit einem Sanierungskonzept
und Kosten in die Planung eingebracht (ca. 185.000 € netto). Die Beckenkopfsanierung soll mit einem robusten und langlebigen System
erfolgen, weshalb sich der Bauherr für Butylkautschuk als Abdichtungsmaterial entschieden hat. In der Kostenschätzung war eine
Sanierung mit einer konventionellen mineralischen Abdichtung im Verbund enthalten. Hier sind die Mehrkosten aufgeführt. (ca. 547.000 €
netto für 357m Beckenkopfrinne und Anschluss zum BEckenumgang und zur Beckenwand). Für das Foyer und die Wartemöglichkeiten
soll ein kleines Bistroangebot gemacht werden mit kleiner Küchenzeile und Ausgabetheke (ca. 41.000 € netto)
Neben den Mehrkosten durch Leistungsänderung oder Planungsvertiefung sind zur Zeit mehre Materialgruppen unter besonderem
Preisdruck aufgrund von verknappter Verfügbarkeit bis zum teilweisen Marktversagen, was sich in sehr ausgedehnten Wartezeiten bei
Materiallieferungen äußert, die wiederum unvorhersehbare Preissteigerungen nach sich ziehen, die im mittleren 2-stelligen Bereich bis
oberen 2-stelligen Bereich liegen können.
Die Pandemiesituation ist derzeit von dem im Februar eingesetzten Krieg in der Ukraine zusätzlich belastet und kann sich auf weiteres
nicht erholen.
Beroffen sind hier insbesondere Stahl für Bewehrungseisen und auch Stahlprofile, Holz, Grundstoffe der chemischen Industrie
insbesondere Epoxidharze wie sie in den besonders dauerhaften Reaktinsharzabdichtungen verwendet werden.
Für die Erweiterung mit dem aufgrund des abfallenden Geländes aufgeständerten Konstruktion ist einerhöhter Bewehrungsanteil
notwendig, dieser führt zu Mehrkosten von ca. 270.000 € netto
Für die Profile der Pfosten-Riegelfassade ergeben sich Materialpreissteigerungen für 1170m2 Fassade von 280.000 € netto
Für die Abdichtungen und Verfugungen der Bodenfliesenflächen ergeben ca. 455.000 € an Mehrkosten
1.7 Außerordentliche Materialpreisanhebungen durch Marktversagen
In der Schwimmhalle vom Hardtbergbad werden die 3 Becken mit Glastrennwännden von einander entkoppelt, sodass eine unabhängige
Nutzung durch unterschiedliche Gruppen sich nicht gegenseitig stören. Die Abhangdecken in den Schwimmhallen sind mit speziellen
schalldämpfenden Materialien geplant, die die Nachhalzeit im angestrebten Bereich <1,7s hält, so wird eine Verständigung auch für
Menschen mit Gehörseinschränkungen möglich bzw. vereinfacht (inklusiver Unterricht).
Das Energiekonzept für das Hardtbergbad konzentriert sich auf Niedrigtemperatursyteme welche durch Wärmerecycling, eine
Wärmepumpe und die PVT-Module gespeist werden. Die Komponenten und deren Verknüpfung ist in einer Wirtschaftlichkeitsrechnung
ermittelt worden. Voraussetzung für ein Niederigtemperatursystem ist eine Gebäudehülle, die ähnlich einem Passivhaus ausformuliert ist.
Für die Fassadenprofile werden thermisch getrennte Profile und passivhaustauglichen U-Werten.
Die Wärmepumpe und die PVT-Module liefern die Wärme für Duschwasser, Beckenerwärmung und und Lüftungswärme. Sollte einmal
zuviel Wärme anfallen, kann diee in den Freribadbecken zwischengespeichert werden.
Mit der bewußt sparsamen und klimaneutral orientierenden Ausrichtung werden gegenüber der bisher instalierten Anlage pro Jahr 182 t
CO2 / eingespart werden, bzw die gCO2/kWh halbiert und auf < 70 gCO2/kWh gesenkt werden. Damit weerden auch die
Taxonometrieanforderungen am Geldmarkt erfüllt und es wird möglich sein für die öffentliche Hand zu günstigen Konditionen eine
Finanzierung als Option in die Überlegungen einzubeziehen. die Investitionen werden durch die Einsparungen für die CO2-Bepreisung
schnell refinanziertSeite 25 von 26
HBB Sanierung + Erweiterung Hardtbergbad Bonn studioGA
Summe Planungsvertiefung TGA 785.463 €
Summe Planungsvertiefung Freianlagen 48.500 €
Summe Sparmaßnahmen -184.210 €
2.0 Summe Mehrkosten durch Planungsvertiefung 1.696.429 €
3.0 Baupreissteigerungen (extern)
Zwischenrechung zur Ermittlung der Baupreissteigerung (extern)
Summe gesamt netto 5.714.408 €
Mehrwertsteuer 19% 1.085.738 €
Summe erläuterte Mehrkosten Leistungsänderung, gesamt brutto 6.800.146 €
Gesamtbaukosten KG 200-600 aus der Kostenberechnung, brutto 30.588.841 €
abzgl. Summe erläuterte Mehrkosten Leistungsänderung, gesamt brutto 6.800.146 €
Baukosten ohne Mehrkosten aus Leistungsänderungen 23.788.695 €
regionaler Baupreisindex Bonn* 2019-Q1 113,90*1,064 121,19
*regionaler Baupreisindex Bonn = Baupreisindex x Ortsfaktor
regionaler Baupreisindex Bonn 2022-Q1 134,10*1,071 143,62
Baupreissteigerung von 2019-1Q bis 2021-4Q 22,4% 5.335.804 €
Summe Baupreissteigerung 5.335.804 €
18.433.100 €
5.529.930 €
2.422.840 €
Summe erläuterte Mehrkosten Leistungsänderung, gesamt brutto 6.800.146 €
Baupreissteigerung 2019-1Q bis 2021-4Q 5.335.804 €
Diferenzbetrag aus Kleinstpositionen 20.180 €
38.542.000 €
zzgl. Baunebenkosten KG 700 von Kostenschätzung
Die Risikozuschläge in der Kostenschätzung basieren auf den Baukosten KG 200 - KG 600 von 18.433.100 € brutto. Für die Risikokosten
nach DIN 276-1 Pkt. 3.3.9 wurden 3 Risikobereich beurteilt. Die Baupreissteigerung zum Zeitpunkt der Kostenschätzung März 2019
beliefen sich in den 3 vorhergehenden Jahren durchschnittlich auf 3;55%/Jahr. Der Risikozuschlag zur Deckung erwartbarer
Baupreissteigerungen bis zur Vergabe ist in der Kostenschätzung mit damaliigem Wissen auskömmlich mit 13,0% bzw. 2.396.300 € brutto
angesetzt gewesen.
Für sich ändernde Baubestimmungen oder Erhöhung von Baustandards wurden 2% der Baukosten bzw 368.662 € brutto angesetzt.
Für sog. Unvorhergesehenes wurde im Modul 1 Hallenbadsanierung 20% und in den übrigen Modulen Neubau Hubbodenbecken,
Sanierung Beckenköpfe Freibad, Neubau Erweiterung wurden 10% der Baukosten bzw. 2.777.500 € brutto eingeschätzt.
Bis zum 1. Quartal 2022 betrug als Begleiterscheinungen der seit Anfang 2020 herschenden Pandemie die Baukostensteigerung statt 13%
sogar 22,4% bzw. ausgehend von den Baukosten der Kostenschätzung gerundet um 5.335.00 € brutto. Damit sind in der bisherigen
Budgetierung 9,4% bzw. 2.235.000 € brutto der eingetretenden Baupreissteigerung nicht vorbudgetiert.
2.4 Einsparungen
um die Baupresisteigerung ins Verhältnis zur Kostenschätzung setzen zu können müssen die Mehrkosten aus den Punkten 1.1
bis 1.7. zunächst abzogen werden. Im folgenden Punkt 2.0 werden die Mehrkosten durch Planungsvertiefung summiert und in
Punkt 3.0 wird abschließend die Baupreissteigerungsdifferenz durch die aktuelle angespannte Marktlage ermittelt.
2.3 Planungsvertiefung Freianlagen
In der Vorplanung gab es am Lehrschwimmbecken und am Hubbodenbecken einen Anbau mit Lagerflächen. Dieser Anbau mit 75m2 BGF
wurde eingespart um mehr Tageslicht in die Schwimmhalle zu bekommen, die Lagerflächen wurden umorganisiert und mit Rollboxen
flexibel angelegt. Einsparung ca. 161.250 € netto.
Eine weitere Sparmaßnahme ist die Umstellung aller Abhangdecken in den Nebenflächen auf Rasterdecken, da diese günstiger sind und
einfacher zu revisionieren, Einsparung bei etwas mehr als 800m2 ca. 23.000 € netto.
In die Stellplatzanlage werden 3 Ladesäulen für E-Autos und ein Ladeschrank für E-Bike Akkus integriert ( ca. 25.000 € netto).
Für den Überflutungsnachweis und die notwendigen Maßnahmen zum Anschließen der betroffenen Flächen wird eine Summe von ca.
23.500 € netto einkalkuliert.
4.0 Zusammenstellung der Baukosten inkl. der Mehrkosten durch Leistungsänderung sowie Baupreissteigerungen
2.2 Planungsvertiefung technische Gebäudeausrüstung
Baukosten aus der Kostenschätzung 1. Quartal 2019 KG 200-600, brutto
zzgl. Differenz der Baunebenkosten KG 700 von Kostenschätzung bis zur Kostenberechnung
Baukosten der KG 200‐600, 1. Quartal, BruttoSeite 26 von 26

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Datenstand: 02.11.2026, 17:56 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de