221248 · Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
Bürgerantrag: Einstellung der weiteren Planungen für die Errichtung einer Mountainbikestrecke im Bereich des Loki-Schmidt-Platzes
Kerndaten
- Nummer
- 221248
- Art
- Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
- Veröffentlicht
- 23.06.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich öffentlich 221248 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung Dezernat: Dez. OB 23.06.2022 Bürgerantrag: Einstellung der weiteren Planungen für die Errichtung einer Mountainbikestrecke im Bereich des Loki-Schmidt-Platzes Beratungsfolge Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 17.08.2022 Entscheidung Inhalt des Bürgerantrages Der Antrag hat folgenden Wortlaut: Ich beantrage, die Planung zur Errichtung einer legalen Mountainbikestrecke am Venusberghang im Bereich des Loki-Schmidt-Platzes einzustellen, da hier die Nutzung dieses Bereiches für hunderte von Kindergartenkindern, Schülerinnen und Schülern der offenen Ganztagsschulen, jungen Familien sowie auch der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die dort ihre täglichen Spaziergänge machen, unmöglich gemacht wird. Einzelheiten zur Begründung ergeben sich aus dem beigefügten Bürgerantrag. Anlage/n 1 Bürgerantrag - komplett (nichtöffentlich) 2 Bürgerantrag (öffentlich)Seite 1 von 3 Antrag: Ich beantrage, die Planung zur Errichtung einer legalen Mountainbikestrecke am Venusberghang im Bereich des Loki-Schmidt-Platzes einzustellen, da hier die Nutzung dieses Bereiches für hunderte von Kindergartenkindern, Schülerinnen und Schülern der offenen Ganztagsschulen, jungen Familien sowie auch der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die dort ihre täglichen Spaziergänge machen, unmöglich gemacht wird. Begründung: Eine von der Stadt Bonn beauftragte Machbarkeitsstudie zur Einrichtung einer legalen Mountainbikestrecke hat ergeben, dass der Bereich des Loki-Schmidt-Platzes besonders vorteilhaft sei. Dieses Ergebnis überrascht mich sehr, denn: - Dieser Bereich liegt im Landschaftsschutzgebiet und wird durch eine Mountainbikestrecke einen massiven Eingriff in Fauna und Flora bewirken, was dem Landschaftsschutz widerspricht, - Der vorgesehene Bereich wird von mindestens 8 Kindertagesstätten aus dem Bereich Dottendorf/Kessenich regelmäßig wöchentlich genutzt. Diese Kindertagesstätten legen in ihrem pädagogischen Ansatz auf den Naturschutz sehr großes Augenmerk und sind daher wöchentlich, teilweise mehrfach in der Woche, mit den Kinder gerade in diesem Bereich des Waldes unterwegs. Besonders nach der Einrichtung des Biotops am Loki-Schmidt-Platz hat sich der Aufenthalt der Kindertageseinrichtungen hier vehement erhöht. Die Kinder erforschen den Wald und sehen der Zunahme der Vögel im Wald und der Tiere im Biotop mit Erstaunen zu. Diese Kitas haben dafür speziell ausgebildete Waldpädagogen eingestellt, damit die Kinder von Klein auf verstehen, wie wichtig der Umgang mit der Natur für Tiere, Pflanzen und Menschen sind. Außerdem werden Jahr für Jahr diesen Kinder diese Werte vermittelt, so dass es ein kontinuierlicher Prozess ist. - Kinder der Nikolausschule, der Erich-Kästner-Schule und der Montessorieschule sind durch die OGS hier ebenfalls regelmäßig vor Ort. Selbst die Till-Eulenspiegel-Schule ist mal mit Schulklassen hier. Alle bekommen die Wichtigkeit des Waldes und den Schutz des Waldes und der Natur durch engagierte Pädagogen auch hier täglich erklärt und erlebbar gemacht. - Ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die mit ihren Rollatoren um den Loki-Schmidt-Platz gehen, sind täglich auch im Bereich der geplanten Mountainbikestrecke unterwegs. Diese wird auch hier den ausgebauten Spazierweg kreuzen und es für die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern unmöglich machen, dort ihren Spaziergang durchzuführen. - nachmittags und an den Wochenenden halten sich viele junge Familien mit Ihren Kindern im Bereich des Loki-Schmidt-Platzes auf. Der Spielplatz wird sehr intensiv genutzt, das Biotop als erlebbarer Naturraum, den die Kinder zu schützen lernen sowie auch den Weg um den Platz herum, den viele kleine Kinder nutzen um mit ihren Bobby Cars, Laufrädern oder Fahrrädchen "eine oder mehrere " Runden drehen, sind ein sozialer Aufenthaltsraum und Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger jeden Alters. Selbst Kindergeburtstage werden mit Schnitzeljagd im Wald und auf dem Spielplatz immer mehr gefeiert. Dieser gesamte Bereich würde durch die Mountainbiker so nicht mehr nutzbar sein und damit wegfallen. - Der Halbhöhenweg, den gerade Familien mit Kindern aber auch Jogger und Spaziergänger, die nicht ganz auf den Venusberg möchten oder entlang des Höhenweges bis rauf zum Venusberg gehen/joggen möchten, nutzen, wird ebenfalls durch die Mountainbikestrecke so beeinflusst, dass dieser Weg nicht mehr wirklich passierbar ist.Seite 2 von 3 - Ab und an fahren 2 maximal 3 Mountainbiker hier illegal im Wald querfeldein. Sie rasen mit einer so hohen Geschwindigkeit den Berg herunter, dass sie kaum abbremsen können. Wenn sie vor Ort sind, sieht man häufig Beinahzusammenstöße auf den zwei Wegbereichen des Loki-Schmidt-Platzes zwischen den Kleinkindern und den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Nur durch ein beherztes Eingreifen sind bisher keine schlimmen Unfälle passiert. Durch eine legale Strecke würden Mountainbiker angezogen, die das Miteinander der Bürgerinnen und Bürger von Kessenich / Dottendorf massiv negativ beeinträchtigen. - Mountainbiker müssen aufgeklärt werden, dass sie mit ihrem Mountainbike, genau wie mit einem „normalen Fahrrad“, die offiziellen Wege im Wald befahren dürfen. Alles andere ist ein Fehlverhalten, beeinträchtigt das Miteinander in der Gesellschaft und zerstört die Natur und wird deshalb seitens der Stadt geahndet. Dies hat auch nichts damit zu tun, dass man den Mountainbikern ihre Fahrten nicht gönnt. Sie können den Venusberg auf Wegen und Straße hoch und runter fahren (z.B. den Rosenburgweg oder die Bergstraße rauf) Aber Hindernisse aufbauen und Querfeld ein im Wald, das geht halt leider nicht. - Es kann nicht sein, dass, lt. General Anzeiger, für 13 Antragsteller (so viele sind hier noch nie gefahren), eine legale Fahrstrecke im wichtigen Landschaftsschutzgebiet eingerichtet wird und dieses Gebiet für Flora und Fauna zerstört wird. Ebenso ist es eine Missachtung von vielen hunderten von Bürgerrinnen und Bürgern jeden Alters, die dieses Gebiet seit Jahrzehnten als Erholungsort gerne nutzen und die sich für den Naturschutz mit enormem Engagement, bereits ab der Betreuung von Kleinkindern, einsetzen. Ich bitte Sie, diese Argumente bei der Entscheidung mit einfließen zu lassen. Der notwendige Schutz unserer Natur, den die Stadt Bonn und alle Parteien von uns Bürgern richtigerweise einfordern, muss Vorrang haben, und kann nicht durch eine Mountainbikestrecke „mit Füßen getreten wird“. Hier wird sich auch uns Bürgerinnen und Bürgern zeigen wie Glaubwürdigkeit die Aussagen der politischen Parteien und der Stadt Bonn zum Thema Naturschutz sind. Meine persönlichen Daten lauten:Seite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 18:40 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de