221216 · Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
Bürgerantrag: Sanierung Freibad Friesdorf
Kerndaten
- Nummer
- 221216
- Art
- Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
- Veröffentlicht
- 14.06.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich öffentlich 221216 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung Dezernat: Dez. OB 13.06.2022 Bürgerantrag: Sanierung Freibad Friesdorf Beratungsfolge Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 17.08.2022 Entscheidung Inhalt des Bürgerantrages Der Antrag hat folgenden Wortlaut: Der Rat möge beschließen: 1. Die Planungen für eine zukunftsorientierte Gesamtsanierung über den Austausch der Beckenfolie hinaus des über 60 Jahre alten Friesi werden sofort begonnen, um (im Fall der Fälle) ein fertiges Handlungskonzept bereit zu haben. Das Konzept ist binnen Jahresfrist vorzulegen. 2. Die zuständigen Ämter, das SGB und das Sport- und Bäderamt, beziehen dabei, aufbauend auf die bisherige Zusammenarbeit, die Freibad- Freunde Friesdorf (FFF) mit ein. 3. Angesichts der sich durch den Krieg in der Ukraine verschärfenden Energiekrise sowie der Ambitionen Bonns als Klimastadt werden kurzfristig umsetzbare Maßnahmen bei der Energieversorgung des Bades und beim Energieverbrauch angegangen. Konkret beschließt der Rat, die Solarabsorberanlage zu erneuern und erweitern sowie die alten Pumpen zu erneuern. 4. Im SGB wird für die Sanierung der Bonner Bäderlandschaft zusätzliche eine eigene Stelle eingerichtet. Einzelheiten zur Begründung ergeben sich aus dem beigefügten Bürgerantrag. Anlage/nSeite 1 von 5 Seite 2 1 Bürgerantrag (öffentlich) 2 Bürgerantrag - komplett (nichtöffentlich)Seite 2 von 5 13.06.2022 Bundesstadt Bonn Amt OB-11 53103 Bonn Bürgerantrag zur Sanierung des Freibades Friesdorf (Friesi) Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Dörner, sehr geehrte Mitglieder des Rates, sehr geehrte Damen und Herren, aufgrund aktueller Ereignisse im Hinblick auf die Eröffnung des Freibades Friesdorf (Friesi), die durch gravierende Mängel im Beckenbereich gefährdet ist, senden wir, und folgenden Bürgerantrag mit Begründung zu. Die Antragssteller bilden den Geschäftsführenden Vorstand der Freibad-Freunde Friesdorf e.V. der Antrag wird durch den Vorstand der Freibad-Freunde Friesdorf e.V. unterstützt. Der Rat möge beschließen: 1. Die Planungen für eine zukunftsorientierte Gesamtsanierung über den Austausch der Beckenfolie hinaus des über 60 Jahre alten Friesi werden sofort begonnen, um (im Fall der Fälle) ein fertiges Handlungskonzept bereit zu haben. Das Konzept ist binnen Jahresfrist vorzulegen. 2. Die zuständigen Ämter, das SGB und das Sport- und Bäderamt, beziehen dabei, aufbauend auf die bisherige Zusammenarbeit, die Freibad-Freunde Friesdorf (FFF) mit ein. 3. Angesichts der sich durch den Krieg in der Ukraine verschärfenden Energiekrise sowie der Ambitionen Bonns als Klimastadt werden kurzfristig umsetzbare Maßnahmen bei der Energieversorgung des Bades und beim Energieverbrauch angegangen. Konkret beschließt der Rat, die Solarabsorberanlage zu erneuern und erweitern sowie die alten Pumpen zu erneuern. 4. Im SGB wird für die Sanierung der Bonner Bäderlandschaft zusätzliche eine eigene Stelle eingerichtet. Begründung zum Bürgerantrag zur Sanierung des Friesdorfer Freibades Das Friesdorfer Freibad stellt für Familien des Bonner Südens sowohl im Sommer als auch im Winter eine gut erreichbare und gefahrenfreie Möglichkeit dar, dem Schwimmen und weiteren sportlichen Aktivitäten nachzukommen. Auch für die Ausbildung der Schwimmfähigkeit durch grundlegende Schwimmkurse – derzeit ein großes Problem für Vor- und Grundschulkinder – ist das Bad extrem wichtig.Seite 3 von 5 Darüber hinaus stellt es für die Orte Kessenich, Dottendorf und Friesdorf eine unschätzbare Gelegenheit des sozialen Miteinanders dar. Die Orte sind sicher, man kennt sich, der soziale Zusammenhalt ist groß, die Menschen haben Vertrauen in das politische System und unterstützen dieses. Dies ist auch ein Verdienst des mitgliederstarken und aktiven Fördervereins des Friesdorfer Freibades, der Freibad-Freunde Friesdorf (FFF). Derzeit befindet sich das Freibad als Ganzjahresbad in Betrieb, weil viele andere Bonner Bäder bereits nicht in Betrieb sind. Doch müssen jetzt im Friesi dringend erforderliche Investitionen erfolgen, die eine Weiterführung auch in Zukunft gewährleisten. Das zeigt ein Gutachten, das die FFF 2019 von einer Ingenieurbaugesellschaft, der im Bäderbereich erfahrenen Planungsgruppe VA in Hannover, haben erstellen lassen. Beanstandungen durch Aufsichtsbehörden müssen wir als Stadtgesellschaft zuvorkommen. Zudem müssen Energiesparpotentiale ausgeschöpft werden, will die Stadt Bonn weiterhin die Vorteile dieses Bades für die Stadtgesellschaft ausnutzen. Das Gutachten unterscheidet Kurzfristmaßnahmen (3 -4 Jahre), mittelfristige (spätestens nach 5 Jahren) und Langfristmaßnahmen (ab 10 Jahren). Dabei sind zwei wichtige Aspekte zu beachten: Erstellt wurde das Gutachten vor 2019, also vor 3 Jahren. Der Sanierungsbedarf geht dabei vom Freibadbetrieb aus, das sind drei Monte. De facto aber gibt es einen Betrieb von 10 Monaten. Ein aktuelles Betriebsjahr sind also drei Betriebsjahre Freibadbetrieb. Die Antragssteller sehen daher aufgrund des aktuell verzögerten Saisonbeginns der defekten Beckenfolie einen äußerst dringenden Handlungsbedarf, die Sanierung des Friesi einzuleiten, angefangen bei einem schlüssigen, tragfähigen und zukunftsorientierten Gesamtkonzept, dass auch der Gesamtentwicklung in Friesdorf und in den umliegenden Stadtvierteln Rechnung trägt. Wir müssen jetzt planen, damit das Bad nicht für Jahre außer Gefecht ist (weil dann nämlich erst mit den Planungen begonnen wird), sondern nur für ein Jahr, weil die Pläne fertig in der Schublade liegen. Daher wird jetzt als erster Schritt die Planung der wesentlichen notwendigen Langzeitmaßnahmen – eine technische Sanierung des Friesi – eingeleitet, und zwar über den reinen Austausch der defekten Beckenfolie hinaus. Vor der Umsetzung der notwendigen Sanierungen schlagen wir ein Treffen der zuständigen städtischen Ansprechpartner (SGB und Sport- und Bäderamt) gemeinsam mit den Freibadfreunden (FFF) vor, um das Vorgehen in den nächsten Monaten zu planen. Es gab bereits eine Kooperation dahingehend, dass SGB, Amt 52 und die FFF über eine Neugestaltung der Funktionsgebäude des Bades jenseits der Badtechnik beraten haben. Dieses Vorhaben liegt aufgrund geringer Prioritätseinstufung seitens Amt 52 derzeit auf Eis, wie die Amtsleitung im Frühjahr dem FFF-Vorstand in einem Gespräch mitgeteilt hat. Auch in diesem Bereich sind erhebliche Mängel festzustellen, was auch der Stadt bekannt ist (u. a. räumliche Arbeitsbedingungen, Ergonomie.). Daher braucht es wirklich ein umfassendes Gesamtkonzept und nicht mehr einzelne Ersatzmaßnahmen. Die Abwasserinstallationen müssen überprüft werden, da diese „augenscheinlich“ aus der Zeit der Erstellung des Gebäudes stammen. Es fehlt eine Spülwasseraufbereitung; die aber aus Sicht des Gutachters gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Genehmigungsfähigkeit ist akut gefährdet und muss daher dringend überprüft werden. Bei der Gesamtplanung ist eine entsprechende Spülwasseraufbereitung einzuplanen und hierfür der Platzbedarf im Rahmen der bisherigen Gebäude und Gesamtinstallation zu ermitteln.Seite 4 von 5 Energiesparen ist oberstes Gebot: Hier könnten kurzfristig zwei Maßnahmen greifen: Die Solarabsorberanlage arbeitet nur noch in Teilen, bzw. sind nicht ganz dicht. Die FFF haben dem Sport- und Bäderamt wiederholt die Sanierung der Anlage angeboten, bzw. finanzielle Unterstützung zugesagt. Zudem sollte unter den neuen Gegebenheiten erneut über den kurzfristigen Ersatz der alten Pumpen und den Einsatz von Frequenzumformern nachgedacht werden. Auch hier haben die FFF mehrfach Unterstützung zugesagt. Beide Maßnahmen stehen unter den Kurzfristmaßnahmen im Gutachten. Es braucht mehr Personal: Der Sanierungsstau im Bonner Bäderbereich ist eklatant und offensichtlich. Daher können SGB und infolge das Sport- und Bäderamt ihre Aufgaben nicht in erforderlichem Maße umsetzen. Wir regen daher an, eine eigene Stelle im SGB für diesen Bedarf eigens zu schaffen.Seite 5 von 5
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 19:47 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de