221210 · Beschlussvorlage
Planung zur Umgestaltung der Viktoriaunterführung und des Umfeldes beidseitig der Bahntrasse Einleitung des Vergabeverfahrens – offenes Verfahren (EU) nach VOB
Kerndaten
- Nummer
- 221210
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 25.08.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Hauptausschusses Empfehlung
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Anhörung
- Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Empfehlung
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Beschlussvorlage öffentlich 221210 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 66 Tiefbauamt Dezernat: Dez. III Planung zur Umgestaltung der Viktoriaunterführung und des Umfeldes beidseitig der Bahntrasse Einleitung des Vergabeverfahrens – offenes Verfahren (EU) nach VOB Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 20.09.2022 Anhörung Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 28.09.2022 Entscheidung Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 29.09.2022 Empfehlung Hauptausschuss 20.10.2022 Empfehlung Rat 27.10.2022 Entscheidung Beschlussvorschlag 1. (Entscheidung Rat) Der beigefügten Planung zur Umgestaltung der Viktoriaunterführung (zwischen Thomastraße/ Am Alten Friedhof und Endenicher Straße/ Herwarthstraße) und des Umfeldes beiderseitig der Bahntrasse wird zugestimmt. 2. (Entscheidung Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe) Der Einleitung des Vergabeverfahrens – offenes Verfahren (EU) nach VOB - wird vorbehaltlich der erforderlichen Zustimmung der Bewilligungsbehörde zum vorzeitigen zuschussunschädlichen Maßnahmenbeginn zugestimmt. Begründung Gemäß Ratsbeschluss vom 27.09.2018 (siehe DS-Nr. 1811885) ist bei der Planung zur Umgestaltung der Viktoriaunterführung und des Umfeldes die Vorplanungsvariante „Im Fluss“ zugrunde zu legen. Auf dieser Grundlage wurde die Freianlagenplanung durch das Büro scape fortgesetzt. Parallel wurde die Objekt- und Tragwerksplanung für das Ingenieurbauwerk durch das Büro Grassl und die Objekt- und Fachplanung zur Errichtung eines Pumpwerks für die Entwässerung der Unterführung mit Anschluss an den Kanal durch das Ingenieurbüro atd erstellt. In der Vorentwurfsplanung wurde ein Teilbereich (Dreiecksfläche) des ehemaligen Lagerplatzes zwischen der Südrampe der Viktoriabrücke und derSeite 1 von 18 Seite 2 Bahntrasse für eine mögliche spätere Bebauung ausgespart. Im Zuge der vertieften Planung und Abstimmung mit weiteren Beteiligten wurde der Planungsbereich um die Dreiecksfläche erweitert. Außerdem wurde die Planung einer Zaunanlage unter der geplanten Rampe Thomastraße mit aufgenommen. Die Viktoriaunterführung ist derzeit für die Öffentlichkeit nur als Fußgängerunterführung über Treppenanlagen nutzbar. Von der Fußgänger- unterführung durch eine Trennwand abgetrennt befinden sich Leitungstrassen der SWB (Bonn-Netz). Als notwendige Vorabmaßnahme zum geplanten Umbau der Viktoriaunterführung wurde durch die Bonn-Netz ein neuer Medientunnel zur DB-Unterquerung hergestellt, durch den zukünftig die Leitungstrassen der Leitungsneuverlegung geführt werden. Als weitere Vorabmaßnahme ist durch die Bonn Netz die Trennwand abzubrechen, die vorhandene Leitungstrasse aus der Unterführung zu entfernen und die erforderliche Netzanbindung der Leitungsneuverlegung an den Leitungsbestand herzustellen. Zukünftig soll der vollständige Tunnelquerschnitt für die geplante Fuß- und Radwegverbindung zur Verfügung stehen. Die Viktoriaunterführung wird im Norden bis zur Grünfläche vor dem Alten Friedhof verlängert und mit neuen Rampen und Treppenanlagen barrierefrei ausgebaut. Die Gestaltung des Umfeldes beinhaltet die Fuß- und Radweganbindung im Norden in Richtung Thomastraße und im Süden zur Endenicher Straße/ Herwarthstraße und über den ehemaligen Lagerplatz zur Kreuzung Wittelsbacher Ring/ Endenicher Straße und in Richtung Immenburgstraße. Das Umfeld wird durch Bodenmodellierungen und Grünanlagen/ Bepflanzungen (auf der Südfläche „Natur auf Zeit“ Obstbäume und Wiesenmischungen) gestalterisch aufgewertet. Neu geplante Leuchten in den Grünflächen strahlen nicht über die Horizontale hinaus nach oben hin ab. Weitere Informationen sind dem beigefügten Erläuterungstext zu entnehmen. Durch die geplante Zugangsrampe im Süden wird zukünftig das städtische Gelände (Flurstück 1041) vor dem Treppenausgang aus der Tiefgarage des Hauses Endenicher Straße 6 ca. 1 m tiefer liegen, so dass ein Treppenausgang dort nicht mehr möglich sein wird. Wie im Plan dargestellt, ist daher ein neuer Ausgang (Tor mit Treppe) auf der Westseite der Tiefgarage in Richtung des neuen Parkplatzes geplant. Aufgrund der Tieferlegung des Geländes ist auf der Nordseite des Gebäudes Endenicher Straße 6 eine Winkelstützwand zu errichten. Im Süden ist von der hier vorgestellten Planung das städtische Flurstück 1036 betroffen. Um von der Kreuzung Wittelsbacher Ring/ Endenicher Straße aus einen großzügigen Eintritt in das Planungsgebiet zu ermöglichen, ist auf dem Flurstück 1036 ein Tor nach Osten zu versetzen, eine Bestandsmauer abzubrechen und ein Zaun neu anzuordnen. Amt 03 wurde gebeten, im Hinblick auf die miet- und pachtvertraglichen Regelungen in Bezug auf das Flurstück 1036 die erforderlichen Abstimmungen mit den Pächtern und Mietern vorzunehmen. Der Kreuzungsbereich Wittelsbacherring/Endenicher Straße/Viktoriabrücke wird noch einer gesonderten Untersuchung zur Verbesserung der Querungsmöglichkeiten für den Fuß- und Radverkehr, insbesondere aus und in Richtung Weststadt (Lisztstraße), unterzogen. Ergebnisse werden im Anschluss den Gremien zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt. Nach dem aktuellen Stand der Planung ergeben sich die voraussichtlichenSeite 2 von 18 Seite 3 Kosten der städtischen Baumaßnahme (d. h. ohne Leitungsumverlegungsmaßnahme von Bonn Netz) zur Umgestaltung der Viktoriaunterführung und des Umfeldes beidseits der Bahntrasse wie folgt. Die voraussichtlichen Kosten sind im Kontext zur derzeitigen dramatischen Erhöhung der Baupreise zu sehen, letztlich ergibt sich eine Kostensicherheit erst nach erfolgter Submission. Pkt.... Leistung EUR netto EUR brutto 1 Übergeordnete Arbeiten 1.300.00 0 2 Ingenieurbau 3.900.00 0 3 Freiflächengestaltung 2.200.00 0 4 Bautechnik Pumpwerk 70.000 5 Maschinen-/Elektrotechnik Pumpwerk 120.000 6 Mastleuchten und Friedhofstor versetzen 90.000 7 Dreiecksfläche „Natur auf Zeit“ 665.000 8 Zaun Rampe/ Prälat-Schleich-Haus 260.000 Gesamt 8.605.00 0 10.239.9 50 Die Durchführung der Baumaßnahme kann nur in Teilbaumaßnahmen erfolgen, da für den später geplanten Bau der Rampe Thomastraße Teilbereiche des Planungsgebietes als Baustelleneinrichtungsflächen verfügbar sein müssen. Daher ist vorgesehen, in einer ersten Teilbaumaßnahme/ Ausschreibung nur die o. a. Leistungen Pkt. 1 bis 4 zu erfassen. In dem beigefügten Plan „Bauabschnitte“ ist der Bereich mit BA 1a dargestellt. Die Kosten der ersten Teilbaumaßnahme belaufen sich auf ca. 8,9 Mio. EUR brutto. (Bauzeit: ca. 20 Monate, davon 13,5 Monate Rohbau). Der geplante barrierefreie Umbau der Viktoriaunterführung ist Teil der Gesamtmaßnahme Viktoriabrücke. Sachstände und beabsichtigtes weiteres Vorgehen: Viktoriabrücke:Seite 3 von 18 Seite 4 Die eigentliche Brücke ist inzwischen fertig gestellt. Aufgrund der Änderung der Querschnittsaufteilung auf der Viktoriabrücke zugunsten des Radverkehrs und auch zur Kostensteigerung zur Viktoriabrücke ist aktuell eine Kostenänderungsanzeige an den Zuschussgeber erfolgt. Ein entsprechender Kostenänderungsantrag muss noch beim Zuschussgeber zur Prüfung eingereicht werden. Die Förderquote beträgt voraussichtlich 60%. Rampe zur Thomastraße: Der neuen Querschnittsaufteilung auf der Brücke liegt ein Verkehrsgutachten zugrunde, welches geringere Belastungen durch den MIV ausweist als das frühere Gutachten. Beim Zuschussgeber wurde angefragt, ob für die Rampe der Antrag auf Planfeststellung auf diese geringere Verkehrsbelastung angepasst werden muss. Da es sich um günstigere Ansätze im Hinblick auf Verkehr, Lärm usw. handelt, besteht durchaus die Aussicht, hierauf verzichten zu können. Eine Antwort des Zuschussgebers steht allerdings noch aus. Der Umbau der Bornheimer Straße wird in Kürze beginnen, da der Fördergeber eine Bezuschussung von einem Baubeginn in 2022 abhängig macht. Da der Bau der Rampe aus verkehrstechnischen Gründen nicht zeitgleich mit dem Umbau der Bornheimer Straße erfolgen kann, ist dieser erst im Anschluss an die Umgestaltung der Bornheimer Straße möglich, voraussichtlich also erst in 2025. Das Planfeststellungsverfahren ist damit nicht zeitkritisch. Nach Einreichung des Kostenänderungsantrags für das Gesamtprojekt wird die Verwaltung für den Bau der Unterführung Zuschussunschädlichkeit beantragen, um nach Abschluss der zur Zeit laufenden Arbeiten der SWB zur Leitungsumlegung zeitnah den Umbau ausschreiben zu können. Die hierzu erforderlichen Leistungsverzeichnisse liegen bereits vor. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.12 Verkehrsflächen und –anlagen, ÖPNV 1.12.01 Gemeindestraße Investive Kosten der MaßnahmeSeite 4 von 18 Seite 5 Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen (Viktoriaunterführung und Umfeld 10.239.950 EUR 5660612011341/ 785200 2022 1.000.000 € 2023 4.600.000 € 2024 4.639.950 € Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich Vergabeart öffentlich X offen (EU) aufgeforderte Firmen beschränkt nichtoffen (EU) mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb Freihändig bzw. Verhandlungsvergabe Verhandlungsverfahren (EU) Abweichung von der vorgeschriebenen Vergabeart Vergabekennzahl Vergabe-/Vertragsordnung Ausführungszeitraum Schätzkosten brutto X VOB UVgO VgV 10.239.950 EUR Produktgruppennummer Produktgruppenbezeichnung Sachkonto (konsumtiv) / Finanzposition (investiv) CO-Kontierung (konsumtiv) / Finanzstelle (investiv) 1.12.01 Verkehrsflächen und – anlagen, ÖPNV 785200 5660612011341 Verpflichtungsermächtigungen Verwendung von Haushaltsresten Mittel ja X nein ja X nein X freigegeben vorgesehen Anlage/n 1 0329.2_Bonn-Viktoriaunterführung_Erläuterungstext_2022-05-04 (öffentlich) 2 0329_Bonn - Viktoriaunterführung Lageplan (öffentlich)Seite 5 von 18 Seite 6 3 0329_Bonn - Viktoriaunterführung Vorlage 2022-05 (öffentlich) 5 0329-5-L 000-Übersichtsplan Bauabschnitte (öffentlich)Seite 6 von 18 Bonn Viktoriaunterführung für Radfahrer und Fußgänger Erläuterungstext scape Landschaftsarchitekten Mai 2022 Die Unterführung Viktoriabrücke stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen der Nordstadt und der Südstadt Bonns dar, darüber hinaus werden bedeutende Zielpunkte wie die Uni Standorte, der Bonner Hauptbahnhof, die Innenstadt und das geplante „Westwerk“ über die Unterführung verbunden. Heute ist die Unterführung weder barrierefrei zugänglich, noch besitzt sie attraktive Zugänge; die Unterführung ist eng, dunkel und befindet sich in einem schlechten Zustand. Der Grünfläche am Alten Friedhof, durch den die Unterführung zukünftig angedient werden soll, wirkt unstrukturiert und für den Aufenthalt unattraktiv. Der markante Baumbestand und die Nähe zur historischen Friedhofsanlage ist dagegen positiv zu werten. Die Fläche südlich der Unterführung stellt sich heute als unstrukturierte Brachfläche dar und wird als Baustelleneinrichtungsfläche genutzt. Aktuell ist dieser Raum nicht begehbar, es besteht noch keine direkte Anbindung an die Unterführung und den Wittelsbacherring. Die bestehenden Vegetationsflächen sind ungestaltet. Das Areal verfügt jedoch über ein enormes Potential, hier könnte in Zukunft ein wichtiger, grüner Baustein in der Nord-Süd Verbindung etabliert werden. Das ursprüngliche Planungsgebiet des Vorentwurfs umfasste die erforderlichen Flächen für die Erschließungsanlagen der Unterführung, sowie die Vorzone des Alten Friedhofs (BA 1a). Im Verlauf der weiteren Planung wurde das Gebiet um die südliche Brachfläche (BA 1b), sowie um die Abzäunung der Autorampe (z.T. BA 2), erweitert. Entwurfsziele: Direkte barrierefreie Anbindungen der Innenstadt für Radfahrer und Fußgänger Nachhaltige Stadtentwicklung forcieren Baumbestand soweit möglich erhalten Park am alten Friedhof aufwerten Eingriffe in Denkmalsubstanz vermeiden/minimieren Südfläche erschließen und aufwerten Erläuterungstext Vorentwurf Viktoriaunterführung Seite 1Seite 7 von 18 Eingriffe in DB-Grundstück minimieren Feuerwehraufstellfläche Endenicher Str. 6 gewährleisten Fahrradverbindung: Es wird eine Tunnelabwicklung entwickelt, die eine direkte, barrierefreie Anbindung der Innen- und Nordstadt ermöglicht: Der Tunnel wird um ca. 30 m nach Norden verlängert. Die Rampe beginnt bereits im Tunnel. Damit erhöht sich die nördliche Anschlusshöhe um ca. 80 cm, was einer um 15m verkürzten Rampe außerhalb des Tunnels entspricht. Vor dem Friedhof wird die Rampe bereits im Bereich des vorhandenen Fußweges entwickelt um möglichst früh Höhe zu gewinnen. Dafür wird in Abstimmung mit der Denkmalpflege die historische Mauer abgefangen und mittels Mauerscheiben (Basaltlava) verkleidet. Durch die geschwungenen Wegeführung ist es möglich die prägnante Platane zu erhalten. Zusätzlich wird der Friedhof mit einer Treppenanlage auf direktem Wege an die Unterführung angebunden. Eine weitere Treppenanlage schafft den Zugang vom Gehweg Thomastraße an die Unterführung. Die Rampenanlage (Trogbauwerk) auf der Südfläche schließt westlich und südlich an die Bestandsbebauung an. Als zusätzliche Anbindung an den Kreuzungsbereich Endenicher Str. / Herwarthstr. wird eine Treppenanlage vorgesehen, welche die Unterführung auf kürzestem Weg mit den angrenzenden Stadtquartieren verbindet. Um im Bereich der Endenicher Str. 6 eine ausreichend große Feuerwehraufstellfläche zu gewährleisten, fallen in diesem Bereich zwangsweise PKW Stellflächen weg, welche an anderer Stelle, nur wenige Meter weiter westlich, wiederhergestellt werden. Park am alten Friedhof Der Vorfläche des Alten Friedhofs war ursprünglich als Parkanlage mit geschwungenen Wegen im Sinne der Gründerzeit gestaltet. Heute sind diese Qualitäten nicht mehr ablesbar, die Fläche kommt als Abstandsgrün daher. Im Zuge der Neugestaltung wird das historische Bild aufgegriffen und neu interpretiert, die Grünfläche wird wieder in einen Park verwandelt. Geschwungene Wege leiten Fußgänger und Radfahrer barrierefrei zu der Unterführung, das Gelände wird mit der Rampe abgesenkt, so dass die Passanten durch die Unterführung den neuen Park direkt betreten. Angsträume werden so vermieden. Erläuterungstext Vorentwurf Viktoriaunterführung Seite 2Seite 8 von 18 Der historische Weg an der Friedhofsmauer bleibt erhalten und wird in Stand gesetzt. Der Bauhof erhält eine neue Zufahrt, die wie selbstverständlich in das Wegesystem integriert wird. Die Fläche vor dem Prälat-Schleich-Haus wird instandgesetzt und mit einfachen Mittel für die Belange der Obdachlosen hergerichtet. Die Planung dieser Fläche fand in enger Kooperation mit den Sozialarbeitern des Obdachlosenasyls und der kriminalpräventiven Beratungsstelle der Polizei statt. Eine Wiese im Zentrum der Anlage trennt den Bereich vor dem Prälat-Schleich-Haus von der restlichen Grünanlage. Durch eine Bepflanzung mit Alleebäumen wird der Blick in Richtung der Verkehrsanlagen Thomastraße und der DB Anlagen aufgewertet. Die Autorampe wird durch einen begrünten Zaun begleitet. Der Baumbestand vor dem Alten Friedhof wurde soweit möglich erhalten, alle Bäume, die entfallen müssen, werden ersetzt. Zusätzlich werden in diesem Bereich fünft neue Bäume gepflanzt, dazu kommen 17 neue Bäume an der Parkkante zur Thomastraße. Die Biodiversität in dem Park wird deutlich erhöht, anstelle von Rasen werden Blumenwiesen und Staudenpflanzungen angelegt. Südfläche Im Rahmen der Umgestaltung der Südfläche ergibt sich die Chance die Brachfläche mittels einer Bodenmodellierung als spannenden, nachhaltigen Freiraum zu gestalten und für die Anwohner nutzbar zu machen. Analog der ansteigenden Höhe der Viktoriabrücke entwickelt sich von der Brücke in Richtung Trog eine sanfte, mit Wiesenmischungen begrünte Hügellandschaft, die mit einem Raster aus heimischen und alten Obstbäumen überstellt wird. Es entsteht eine offene, ökologisch wertvolle Freifläche, die frei nutzbar ist und mittelfristig für Aktivitäten in der Natur, wie z.B. die Obsternte, Gehölzschnittkurse oder die Nutzung als Bienenweide in Betracht gezogen werden kann. Eine integrierte Sport- und Spielanlage erweitert das Angebot. Gegenüberliegend, angrenzend an die privaten Gärten bietet eine ebene Freifläche Raum für gemeinschaftliches Gärtnern („Urban Gardening“). Nachhaltigkeitskonzept Ziel ist es, die infrastrukturellen Maßnahmen mit einer langfristigen, nachhaltigen Verbesserung der grünen, innerstädtischen Freiräume zu verbinden. Dies unterstützt neben der Attraktivität für die Nutzer die ökologischen und klimapolitischen Ziele der Stadt Bonn: Erläuterungstext Vorentwurf Viktoriaunterführung Seite 3Seite 9 von 18 Mobilität: Durch die Unterführung und die Aufwertung der angrenzenden Freiflächen wird ein „missing link“ im Bonner Mobilitätskonzept geschlossen. Über die neue Radwegeverbindung werden zukünftig alle wichtigen Universitätsstandorte sowie Wohngebiete und Bürostandorte in Nord- und Südstadt auf direktem Wege vernetzt. Biodiversität: Insgesamt werden im Planungsgebiet und der benachbarten Thomastraße 90 hochwertige Gehölze neu gepflanzt (davon 23 Obstgehölze). Durch die Verwendung von regionalem Wildblumensaatgut entstehen pflegeleichte, bunt blühende und artenreiche Wiesenflächen. Wassermanagement: Die Gestaltung des gesamten Bereiches erfolgt nach dem Konzept der Schwammstadt: Sämtliches Niederschlagswasser wird vor Ort versickert. Diese Strategie wird, erstmalig in Bonn, auch auf die Rampenanlage der Unterführung übertragen. Das anfallende Niederschlagswassers wird hier mittels Rigolen aufgefangen und dem Wasserkreislauf wieder zugeführt. Neben dem ökologischen Mehrwert werden dadurch erhebliche Kosten für die Erstellung und Unterhaltung von Pumpenanlagen eingespart. Bodenmanagement: Auch die anfallenden Böden sollen, soweit möglich, auf dem Gelände verbleiben. Mit dem unbelasteten Aushub der Unterführung wird auf der Südfläche eine attraktive Grünfläche angelegt. So werden unnötige Transportwege und Kosten für die Bodenentsorgung eingespart. Raum für soziales Miteinander: Mit der Aufwertung der Vorfläche des Alten Friedhofs erhält Bonn eine neue Grünanlage. Die Situation für die Obdachlosen wird deutlich verbessert. Auf der Südfläche wird Raum für Bewegung und Urban Gardening geschaffen, der Obsthain schafft im Rahmen des Projektes „Essbare Stadt“ ein neues Gemeinschaftserlebnis im Freiraum. Lichtkonzept Unterführung: Die Deutsche Bundesbahn gibt vor, dass in der Unterführung keine Wandverkleidung angebracht werden darf. Deshalb wird die Unterführung über die Lichtgestaltung deutlich aufgewertet. Erläuterungstext Vorentwurf Viktoriaunterführung Seite 4Seite 10 von 18 Bis weit in das 19. Jahrhundert blieb die Fläche des heutigen Planungsgebiets unbebaut und wurde landwirtschaftlich genutzt. Dieses, gegenüber der heutigen Situation nahezu paradox wirkende Bild von Weite und Ruhe, wird aufgegriffen und in die Unterführung übertragen. Basis des Beleuchtungskonzeptes ist eine Lichtinstallation entlang der Tunnelwände, die neben einer hellen und freundlichen Grundausleuchtung der Unterführung, den historischen Bezug zu den ehemals an dieser Stelle sich befindlichen weitläufigen Feldfluren herstellt: Ein dynamisches Licht- und Schattenspiel an den Wänden zeigt in abstrahierter Form die Bewegung von Gräsern in einem Kornfeld durch die ein Windstoß fährt. Umgesetzt wird dies über dimmbare, entblendete, lineare LED-Bodeneinbauleuten die mit einer zusätzlichen, bauseitigen Stahlblende eingefasst werden. Einseitig als durchgehendes Band angeordnet, wird über die indirekte Beleuchtung von Wand- und Deckenbereichen während der Tagstunden ein mittleres Beleuchtungsniveau von über 100lx erreicht. In den Dunkelstunden kann das Lichtniveau auf eine niedrigere Intensität (Schaltstufe) angepasst werden. Auf der gegenüberliegenden Seite sind Bodeneinbauleuchten über eine Länge von ca. 36 m mittels einer DMX Lichtsteuerung zusammengefasst. Innerhalb der Leuchten befinden sich LED-Module mit engstrahlender Optik. Die darüberliegenden Metallblenden werden über kurze magnetische Impulse in Schwingung versetzt und erzeugen an den Wänden eine ruhige, langsam auslaufende Schattenbewegung. Erläuterungstext Vorentwurf Viktoriaunterführung Seite 5Seite 11 von 18 Seite 12 von 18 Seite 13 von 18 Seite 14 von 18 Seite 15 von 18 Seite 16 von 18 agnet ion Simulation Wandansicht mit Handlauf Simulation Tag Blende aus Edelstahl Bonn Viktoriaunterführung für Radfahrer und FußgängerSeite 17 von 18 Seite 18 von 18
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:40 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de