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221207-01 · Mitteilungsvorlage

Einleitung des Vergabeverfahrens zur Baumersatzpflanzung im Verkehrsgrün Bonn-Weststadt

Nummer
221207-01
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
20.11.2022
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 06.12.2022 Kenntnisnahme
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Übergeordnet

  1. 221207 Einleitung des Vergabeverfahrens zur Baumersatzpflanzung im Verkehrsgrün Bonn-Weststadt

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Mitteilungsvorlage
öffentlich
221207-01
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
67 Amt für Umwelt und Stadtgrün
Dezernat:
Dez. III
Einleitung des Vergabeverfahrens zur
Baumersatzpflanzung im Verkehrsgrün Bonn-
Weststadt
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 06.12.2022 Kenntnisnahme
Mitteilung:
In der Niederschrift zur Beschlussvorlage „Einleitung des Vergabebeschlusses
zur Baumersatzpflanzung im Verkehrsgrün Bonn-Weststadt“ (DS-Nr. 221207)
heißt es unter den Punkten 2 und 3:
2. Die Verwaltung wird im Zusammenhang mit der Weststadt gebeten, die
ursprünglichen Baumbeete in der Straße „Am Dickobskreuz“ nachhaltiger zu
begrünen. Falls Baumpflanzungen dort nicht möglich sind, wären die
ehemaligen Baumbeete zeitnah mit Blüh- und/ oder sonstigen Pflanzen zu
bestücken, die vor Überfahren durch Fahrzeuge zu schützen sind.
3. Die Verwaltung wird weiterhin beauftragt, 3 zusätzliche Standorte ausfindig
zu machen und sich bei der Anlage von Grünbeeten auch mit der Biologischen
Station zu beraten.
Zu 2.:
2011 wurde die Fällung von 19 Balsampappeln durch die BV Bonn beschlossen
(DS-Nr. 1112699 ff.). Eine Ersatzpflanzung von Bäumen war an gleicher Stelle
aufgrund der vorhandenen unterirdischen Infrastruktur (Gasleitungen) nicht
möglich.
Im Anschluss an die Erneuerung des durch die Wurzeln sehr stark verworfenen
Gehweges wurden 17 Grünbeete hergestellt und neu bepflanzt.
Diese Beete wurden unterschiedlich, teils mit verschiedenen
insektenfreundlichen Blühmischungen oder Kleinsträuchern und dort, wo keine
Sichtbehinderung wie z.B. an Grundstücksein- und -ausfahrten einschränkt,
auch mit größeren Sträuchern und entsprechender ökologisch hochwertiger
Unterpflanzung begrünt.
Der Nutzungsdruck in diesem Gewerbegebiet ist auf dem Gehweg
insbesondere auch durch den (wartenden) Anlieferverkehr mit LKWs sehr hoch,
so dass bereits unzählige Male Schutzbügel gerichtet oder auch neu geliefert
und eingebaut werden mussten. Insbesondere die niedrigeren EinsaatenSeite 1 von 3
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wurden fast ausnahmslos zerfahren, als Müllabstellfläche und als Hundeklo
missbraucht. Die meisten der 17 Beete wurden bereits ein zweites Mal neu und
anstelle mit Einsaaten mit etwas höher wachsenden Kleinsträuchern zur
besseren Wahrnehmung begrünt. Dennoch wurden die Beete und Schutzbügel
teils erneut und bis heute immer wieder beschädigt.
Die Verwaltung sieht derzeit außer in einem bereits veranlassten intensiven
Pflegegang der Beete nur in 3 der 17 Standorte einen konkreten
Handlungsbedarf. Diese 3 Beete müssen komplett neu begrünt werden. Aber
auch hier erfolgt die Begrünung aus den oben genannten Gründen mit
niedrigen insektenfreundlichen Sträuchern zur besseren Wahrnehmung.
Wo der Anfahrschutz der Beete fehlt oder beschädigt ist, ist der Einbau von
massiveren Findlingen anstelle der Schutzbügel vorgesehen.
Diese Pflege- und Instandsetzungsarbeiten sind aus dem konsumtiven
Haushalt zu finanzieren und nicht aus den investiven Mitteln für
Baumersatzpflanzungen, weswegen diese Arbeiten separat und nicht im
Rahmen der „Ersatzpflanzungen im Verkehrsgrün Bonn-Weststatt“ ausgeführt
werden können.
Die Verwaltung hat die oben beschriebenen Arbeiten bereits veranlasst.
Zu 3.:
Die Verwaltung entsiegelt schon seit mehreren Jahren nicht genutzte
versiegelte Flächen und begrünt diese mit entsprechend insektenfreundlichen,
optisch ansprechenden Begrünungsformen im Rahmen des
Extensivierungsprogrammes.
Auch wenn Baumstandorte aufgrund der unterirdischen Infrastruktur, des
Abstandes zu Bestandsbäumen oder auch aufgrund der Nähe zu
Grundstückszufahrten nicht wieder mit Bäumen bepflanzt werden können,
werden diese Standorte nicht geschlossen, sondern bleiben in der Regel als
Grünbeete erhalten und werden nach Erfordernis auch wie oben beschrieben
begrünt.
Lediglich wenn es die örtlichen Verhältnisse (z.B. Beet vor einer
Grundstückszufahrt oder sehr schlechte Standortverhältnisse) nicht erlauben,
müssen im Einzelfall Beete ganz aufgegeben und geschlossen werden.
Aufgrund der Tatsache, dass die meisten Baumstandorte im Rahmen einer
Ersatzpflanzung zu klein vorgefunden werden, müssen diese zur Optimierung
der Standortfaktoren für einen Baum teils erheblich aufgeweitet werden. Die
durch die vereinzelte Aufgabe von Baumstandorten resultierenden Verluste an
kleineren Vegetationsflächen werden durch die regelmäßigen
Standortvergrößerungen um bis zu 50-100% bei Ersatzpflanzungen nicht nur
vollumfänglich kompensiert, sondern umfangreich gesteigert. Somit werden
durch Ersatzpflanzungen im Verkehrsgrün letztlich mehr Flächen entsiegelt als
versiegelt. In der Straße „Am Dickobskreuz“ erlauben es die örtlichen
Verhältnisse derzeit nicht, weitere Grünbeete anzulegen. Sollten sich örtliche
Veränderungen ergeben, wird die Möglichkeit der Etablierung neuer Grünbeete
auch hier erneut geprüft.
Im Rahmen des Extensivierungsprogrammes und diverserSeite 2 von 3
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Flächenentsiegelungen im Stadtgebiet steht die Verwaltung in engem Kontakt
und Austausch mit der Biologischen Station.
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 03.11.2026, 10:26 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de