221168 · Antrag
Elektronisches Vergabesystem für nachhaltige Beschaffung nutzen
Kerndaten
- Nummer
- 221168
- Art
- Antrag
- Veröffentlicht
- 01.06.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Entscheidung federführend
Dateien
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Antrag öffentlich 221168 Antragsteller/in: Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Tim Stoffel SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Angelika Esch DIE LINKE.-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Dr. Michael Faber Volt-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Friederike Martin 31.05.2022 Elektronisches Vergabesystem für nachhaltige Beschaffung nutzen Beratungsfolge Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 22.06.2022 Entscheidung Inhalt des Antrags Die Verwaltung prüft die Umsetzung folgender Maßnahmen zur Berücksichtigung und Förderung nachhaltiger Beschaffung im elektronischen Vergabemanagementsystems der Bundesstadt Bonn: 1. Die Einrichtung einer Möglichkeit für die Stadtverwaltung im elektronischen Vergabemanagementsystem die im Zuge der Vergabestatistikverordnung (VergStatVO) an das Statistische Bundesamt übermittelten Daten zur städtischen Vergabe und insbesondere die Informationen zu nachhaltiger Beschaffung auszulesen und so selbst zu nutzen. 2. Die Abfrage weiterer und detaillierter Informationen zu Nachhaltigkeitskriterien in Vergabeprozessen und deren Auswertung durch das städtische Vergabemanagementsystem. Z.B. die gesonderte Erfassung der im Vergabeprozesses eingeforderten Nachhaltigkeitskriterien(wie Gütezeichen oder Normen). 3. Die Integration von Informationen und Entscheidungshilfen zu Nachhaltigkeitsaspekten bei der Durchführung von Beschaffungsvorgängen im elektronischen Vergabemanagementsystem. Z.B. das von der Bundesstadt Bonn gemeinsam mit Engagement Globalentwickelte „Vergabetool“ (https://www.kompass-nachhaltigkeit.de/vergabetool). Die Verwaltung berichtet dem Ausschuss über die Ergebnisse der Prüfung und zeigt die Optionen und den möglichen Zeitplan für die Umsetzung der beschriebenen Maßnahmen auf. BegründungSeite 1 von 2 Seite 2 Zu 1.: Das öffentliche Vergabewesen und insbesondere die Transformation zu einer nachhaltigen öffentlichen Beschaffung ist mit einem Defizit an Informationen und Daten konfrontiert. Der Umstieg zu einer elektronischen Abwicklung des Vergabeprozesses erleichtert auch die Erhebung von Daten, die zur Erfassung und Verbesserung von Vergabevorgängen und z.B. der angewandten (Nachhaltigkeits-)Kriterien hilfreich sind. Das auf der Grundlage der Vergabestatistikverordnung bereits Daten erhoben werden, die für die Verwaltung selbst aber nicht einsehbar sind, gilt es zu beheben. Darüber hinaus können und sollen die erhobenen Daten auch zur Information der politischen Entscheidungstragenden in Rat und Ausschüssen genutzt werden. Zu 2.: Bei der Erstellung des Leistungsverzeichnisses und der Entwicklung von Wertungskriterien und Ausführungsbedingungen für städtische Ausschreibungen müssen Bedarfstragende und Beschaffende Kriterien für Ausschreibung und Bezuschlagung festlegen. Darunter befinden sich im Idealfall auch immer Kriterien zu sozialen und/oder ökologischen Aspekten der zu beschaffenden Güter oder Dienstleistungen. Durch eine elektronische und systematische Erfassung dieser Kriterien können sowohl Erfolge nachhaltiger Beschaffung in Bonn identifiziert werden als auch sichtbar gemacht werden, in welchen Bereichen es noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Verschiedene Städte, wie z.B. Barcelona, haben bereits erste Erfahrungen mit der Erfassung von Nachhaltigkeitsinformationen über ihre elektronischen Vergabesysteme gesammelt und nutzen diese, um ihre Beschaffungspraxis langfristig nachhaltiger zu gestalten. Zu 3.: Mit der direkten Einbindung von Informationen über und Erinnerungen an Nachhaltigkeitsaspekte bei der Einrichtung von Vergabeprozessen in elektronischen Vergabemanagementsystemen haben öffentliche Einrichtungen im europäischen Ausland bereits gute Erfahrungen gemacht. Auf diese Weise können Bedarfstragende und Beschaffungsverantwortliche bei der Einbindung von Nachhaltigkeitskriterien in ihre Beschaffungsprozesse unterstützt werden. Hierbei kann ggf. auch auf bestehende Instrumente, wie den Kompass Nachhaltigkeit (https://www.kompass-nachhaltigkeit.de/) von Engagement Global, zurückgegriffen werden. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 18:01 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de