221089 · Mitteilungsvorlage
Projekt „BeWEGt- Wegbegleitende Beratung von Familien mit Kindern mit Beeinträchtigungen“
Kerndaten
- Nummer
- 221089
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 18.05.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
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Mitteilungsvorlage öffentlich 221089 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 50 Amt für Soziales und Wohnen Dezernat: Dez. V Projekt „BeWEGt- Wegbegleitende Beratung von Familien mit Kindern mit Beeinträchtigungen“ Beratungsfolge Ausschuss für Soziales, Migration und Gesundheit 15.06.2022 Kenntnisnahme Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 10.08.2022 Kenntnisnahme Mitteilung: Die Stadt Bonn beteiligt sich seit Januar 2018 an einem partizipativ angelegten Forschungsprojekt „Wegbegleitende Beratung von Familien mit Kindern mit Beeinträchtigungen-BeWEGt“, das gemeinsam mit der Evangelischen Hochschule Rheinland Westfalen Lippe in Bochum (EvH Bochum) und der Stadt Bielefeld durchgeführt wird. Das Projekt ist auf 5 Jahre angelegt und wird im Jahr 2022 abgeschlossen. Ziele des Projektes sind vorhandene Beratungsstrukturen insbesondere aus Sicht der Familien zu evaluieren, um herauszufinden inwieweit bereits vorhandene Angebote den familiären Beratungs- und Unterstützungsbedarfen gerecht werden. Minimierung von Schnittstellen, effektive Vernetzung und Weiterentwicklung bestehender Beratungsstrukturen. Einbindung von Interessensgruppen (Leistungsträger, Kostenträger, Kommunen), so dass nachhaltige Beteiligungs- und Finanzierungsstrukturen aufgebaut werden können. Aufbereitung der gewonnenen Erkenntnisse für den Transfer in andere Städte. Das Projekt wurde eng durch eine Projektgruppe begleitet, der neben Vertretenden der Bundesstadt Bonn (Amt für Soziales und Wohnen, Amt für Kinder, Jugend und Familie, Schulamt, Gesundheitsamt) und des Landschaftsverbandes Rheinland, das Netzwerk „Frühe Hilfen, der „Bunte Kreis Rheinland e.V.“, die Lebenshilfe Bonn e.V. und die Behinderten-Gemeinschaft Bonn e.V. angehörten. Im Laufe des Projektes ist es gelungen, eine Vielzahl von Netzwerkpartnerinnen und – partnern und Eltern von Kindern mit Beeinträchtigungen als Expertinnen und Experten in eigener Sache mit einzubinden. Insbesondere die Beteiligung der Familien hat sich im gesamten Projekt als sehr hilfreich erwiesen.Seite 1 von 3 Seite 2 Weitere Informationen der EvH Bochum zum Hintergrund des Projektes, dem methodischen Vorgehen, einzelnen Ergebnissen des Projektes und festgestellten Handlungsbedarfen werden den Mitgliedern des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit sowie des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie gesondert per E-Mail zugesandt. In Bonn gibt es ein umfassendes Angebot an Beratungsleistungen, die teilweise nur unzureichend miteinander vernetzt sind. Eltern brauchen daher unverhältnismäßig lange, um die richtige Ansprechperson zu finden. Nicht Allen sind alle Beratungsmöglichkeiten bekannt. Hierdurch ist der Zugang zum Beratungssystem für Familien erschwert. Innerhalb der Beratungssysteme besteht die Notwendigkeit sich auszutauschen um geeignete Hilfen zu finden. Unterstützungs- und Beratungsleistungen werden unter anderem von den Kranken- und Pflegekassen, den Trägern der Eingliederungshilfe und den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe finanziert. In diesem mehrgliedrigen System müssen gegebenenfalls mehrere Anträge gestellt werden, um die erforderlichen Leistungen in Anspruch zu nehmen. Im Rahmen des Projektes wurde daher unter anderem diskutiert, dass Beratungsleistungen auch von mehreren Kostenträgern gemeinsam finanziert werden könnten. Manche Familien benötigen aufgrund ihrer besonderen Belastungssituation intensive Unterstützung um passsende Hilfen für ihr Kind mit Beeinträchtigungen zu erhalten. Sie sind nicht in der Lage ihr eigenes Anliegen umfassend zu vertreten und die erforderlichen Anträge zu stellen. Im Einzelfall benötigen sie längerfristige Unterstützung im Sinne eines Case-managements. Gleichzeitig ist es notwendig, diese Familien in ihrer Rolle zu stärken und zu befähigen selbstständig ihre Interessen wahrzunehmen. Diese Aufgabe wird derzeit vom „Bunten Kreis Rheinland e.V.“ in der Folge eines Aktion Mensch- Projektes aus Spendengeldern übernommen. Im Laufe des Projektes „BeWEGt“ wurde deutlich, dass dieses Angebot für einzelne Familien auch weiterhin sinnvoll und dringend erforderlich ist. Die Bundesstadt Bonn plant in der Folge des Modellprojektes die Finanzierung von 1,5 Stellen für Casemanagement/ begleitende Beratung und Netzwerkkoordination. Hierzu beteiligt sie sich derzeit an einem Interessenbekundungsverfahren im Rahmen des ESF-Plus-Bundesprogramms „ElternChanceN- mit Elternbegleitung Familien stärken“. Im Rahmen dieses Projektes könnte eine Finanzierung der beiden Stellen erfolgen. Eine Reaktion bezüglich der Interessenbekundung steht noch aus. Sollte die Förderung nicht zum Tragen kommen, strebt die Bundesstadt Bonn die Finanzierung der Stellenanteile im Rahmen des städtischen Haushaltes an. Hierzu erfolgt dann eine gesonderte Beschlussvorlage. Anlage/nSeite 2 von 3 Seite 3 KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 18:32 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de