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221051 · Große Anfrage

Ausbau der Bahnstrecke im Rheintal, Abschnitt 2630 (Köln-Bingen) Hier: Bereich zwischen HBF Bonn und Bahnhof Mehlem.

Nummer
221051
Art
Große Anfrage
Veröffentlicht
12.05.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen 15.03.2023 Kenntnisnahme
  2. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 23.11.2022 Kenntnisnahme
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Untergeordnet

  1. 221051-03 Ausbau der Bahnstrecke im Rheintal, Abschnitt 2630 (Köln-Bingen) Hier: Bereich zwischen HBF Bonn und Bahnhof Mehlem.
  2. 221051-01 ST Ausbau der Bahnstrecke im Rheintal, Abschnitt 2630 (Köln-Bingen) Hier: Bereich zwischen HBF Bonn und Bahnhof Mehlem.
  3. 221051-04 Ausbau der Bahnstrecke im Rheintal, Abschnitt 2630 (Köln-Bingen) Hier: Bereich zwischen HBF Bonn und Bahnhof Mehlem.
  4. 221051-02 Ausbau der Bahnstrecke im Rheintal, Abschnitt 2630 (Köln-Bingen) Hier: Bereich zwischen HBF Bonn und Bahnhof Mehlem.

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Große Anfrage
öffentlich
221051
Fragesteller/in:
BBB-Fraktion / Marcel Schmitt
11.05.2022
Ausbau der Bahnstrecke im Rheintal, Abschnitt
2630 (Köln-Bingen)
Hier: Bereich zwischen HBF Bonn und Bahnhof
Mehlem.
Beratungsfolge
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 01.06.2022 Kenntnisnahme
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 31.08.2022 Kenntnisnahme
Fragestellung
1. Wie ist der aktuelle Stand der Planung zu einem Ausbau der Bahnstrecke im
Rheintal, Abschnitt 2630 (Köln-Bingen) zwischen Köln und dem Bahnhof
Mehlem?
2. Ist es zutreffend, dass bei einer Erweiterung der benannten Bahnstrecke sich
die dort durch das linksrheinische Bonn geschleuste Verkehrsmenge erhöhen
würde und wenn ja, mit welchen Steigerungsraten für die verschiedenen
Zugarten und mit welchen daraus resultierenden quantitativ und quantitativ
abzuschätzenden Folgen (Steigerung Lärmemissionen, Erhöhung
Schrankenschließzeiten, etc.) rechnet die Oberbürgermeisterin?
3. a) Wie hoch war das Zugaufkommen, aufgeteilt nach Fern-, Nahverkehrs-
sowie Güterzügen bezogen auf Tag und Nachtzeit im Jahr 2021 und jeweils
den vorhergehenden vier Jahren auf der Bahnstrecke Köln-Bingen
(Rheinstrecke 2630) im Abschnitt zwischen Bonn Hauptbahnhof und Bahnhof
Mehlem und wie hoch war die in Tag und Nacht dabei von den verschiedenen
Fahrzeugkategorien verursachte Lärmbelastung für das Bonner Stadtgebiet im
beschriebenen Abschnitt?
b) Wie viele Güterzüge mit lärmoptimierten Bremsanlagen befuhren
die Bahnstrecke Köln-Bingen (Rheinstrecke 2630) im Abschnitt zwischen Bonn
Hauptbahnhof und Bahnhof Mehlem jeweils aufgeteilt nach Tag und Nachtzeit
in den Jahren 2020-21 mit welcher Durchschnittsgeschwindigkeit und welcher
Lärmentwicklung?
c) Wie viele Güterzüge mit herkömmlichen, nicht lärmoptimierten
Bremsanlagen befuhren die Bahnstrecke Köln-Bingen (Rheinstrecke 2630) im
Abschnitt zwischen Bonn Hauptbahnhof und Bahnhof Mehlem jeweils aufgeteilt
nach Tag und Nachtzeit in den Jahren 2020-21 mit welcher
Durchschnittsgeschwindigkeit und welcher Lärmentwicklung?
4. Wie beurteilt die Oberbürgermeisterin den Bau von Ausweichstrecken wieSeite 1 von 2
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z.B. den Westwald-Taunus-Tunnel zur Entlastung der Rheinstrecke vom
Güterverkehr und wie stellt sich der heutige Planungsstand für solche
Schienenprojekte dar?
Begründung
Die Deutsche Bahn AG (DBAG) plant den Ausbau der Bahnstrecke im Rheintal,
Abschnitt 2630 (Köln-Bingen) zwischen Köln und dem Bahnhof Mehlem. Laut
Bahn ist der Abschnitt verkehrlich überlastet. Um auf der Strecke, die ohnehin
schon als eine der meistbefahrenen Deutschlands gilt, noch mehr Verkehr
abwickeln zu können, will die Bahn mit Unterstützung des Nahverkehr
Rheinland (NVR) die vorhandenen Schienen auf 3 bzw. 4 Gleise erweitern. Für
den Nahverkehr auf der Strecke wäre der Ausbau möglicherweise von Vorteil,
da er dann auf eigenem Gleis zuverlässiger und pünktlicher als heute betrieben
werden könnte. Gleichzeitig würde sich aber die von der Bahn linksrheinisch
durch die Bundesstadt geschleuste Verkehrsmenge, darunter viele zusätzliche
Güterzüge, deutlich erhöhen. Das hieße für die durch die Gleisanlage geteilte
Stadt Bonn eine Erhöhung der heute bereits unzumutbaren
Schrankenschließzeiten und vor allem eine nochmalige Steigerung des schon
jetzt unerträglichen Bahnlärms.
Die linksrheinische Bahnstrecke ist nicht wegen des Personenverkehrs,
sondern wegen des Gütertransports, der täglich durch die Stadt rumpelt,
überlastet. Das mit dem Projekt von der Bahn eigentlich verfolgte Ziel ist daher
nicht primär die Verbesserung des ÖPNV auf der Strecke Köln-Bonn, sondern
erkennbar die Ertüchtigung des Rheinstreckenabschnitts für den
Güterverkehrskorridor Rotterdam-Genua.
Statt die Bundesstadt linksrheinisch durch geschlossene Schranken noch mehr
lahmzulegen und Bonnerinnen und Bonner zusätzlichem Lärmterror von
Güterzügen auszusetzen, sollte der Neubau einer separaten
Güterverkehrsstrecke von den Verantwortlichen auf Bonner Seite präferiert
werden.
Anlage/n
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Datenstand: 02.11.2026, 23:32 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de