221043 · Beschlussvorlage
Fahrradfreundlichere Königswinterer Straße
Kerndaten
- Nummer
- 221043
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 04.10.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Beuel Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Empfehlung
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 221043 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Fahrradfreundlichere Königswinterer Straße Beratungsfolge Ausschuss für Mobilität und Verkehr 26.10.2022 Empfehlung Bezirksvertretung Beuel 15.11.2022 Entscheidung Beschlussvorschlag 1. Der Markierungslösung zur Verbesserung der Situation für den Radverkehr auf der Königswinterer Straße im Abschnitt zwischen Auf dem Grendt und Mehlemstraße wird gemäß nachfolgender Begründung zugestimmt. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, eine Vorplanung für einen möglichen späteren Ausbau der Königswinterer Straße zwischen Maarstraße und Kreisverkehr Oberkasseler Straße/Landgrabenweg zu erarbeiten und den entsprechenden Gremien zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen. Der Beschluss erfolgt vorbehaltlich der Bereitstellung der Mittel im Haushalt 2023/24. Begründung: Zu 1.: Die Verwaltung war von der Bezirksvertretung Beuel beauftragt worden, die erarbeiteten Pläne für eine fahrradfreundlichere Gestaltung der Königswinterer Straße zwischen Auf dem Grendt und Mehlemstraße in einer Bürgerversammlung vorzustellen (DS-Nr. 1412981). Diese fand Ende 2016 statt und es wurden folgende wesentliche Elemente vorgestellt: - Auf der östlichen Seite wird ein durchgehender Rad- und Gehweg mit entsprechenden Breiten geplant. - Auf der westlichen Seite werden die Parkplätze, wo möglich, nach außen zum Gehweg hin verschoben und auf der Straße wird einSeite 1 von 11 Seite 2 durchgehender Fahrradschutzstreifen markiert. Aufgrund einer anstehenden kompletten Deckensanierung der Königswinterer Straße wurde die Planung zunächst zurückgestellt. Nachdem sich die Sanierung der Fahrbahndecke der Königswinterer Straße jedoch verschoben hat (frühester Start 2026/27), soll nunmehr die Markierungslösung zur fahrradfreundlicheren Königswinterer Straße vorab zur Sanierung möglichst im 2. Quartal 2023 ausgeführt werden. Aufgrund der Größe der Maßnahme muss eine Ausschreibung durchgeführt werden. Zusätzlich müssen die baulichen Maßnahmen nach Beschlussfassung noch geprüft und geplant werden. Für diese Markierungslösung sind aufgrund der Veränderung der vorhandenen Markierungen auf der alten Oberfläche punktuelle Sanierungen der Fahrbahndecke notwendig. Diese müssen nach erfolgter Beschlussfassung noch näher geprüft werden. Wenn die Markierungen aufgebracht sind, können im Laufe der nächsten Jahre Erfahrungen (bis zur kompletten Sanierung oder zum Neubau) mit dieser Lösung gesammelt werden und es kann zu einem späteren Zeitpunkt über die endgültige Ausgestaltung der Königswinterer Straße entschieden werden. Insofern kann in der Zwischenzeit eine Vorplanung zur Umgestaltung der Königswinterer Straße erarbeitet und in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Die Verwaltung empfiehlt diese Vorgehensweise im Sinne des Radverkehrs, obwohl insgesamt gesehen höhere Kosten aufgrund des zweimaligen Markierens entstehen könnten. Die folgenden Anpassungen wurden nach der Bürgerversammlung aufgrund geänderter Rahmenbedingungen inzwischen noch vorgenommen: - Neben den Pkw-Stellplätzen wurde zum Schutzstreifen hin ein Sicherheitstrennstreifen von 0,50 m Breite eingeplant - An Engstellen wird die Restfahrbahnbreite zwischen Radschutzstreifen im Westen und Bordstein zum gemeinsamen Fuß- und Radweg auf der Ostseite von 5,00 m auf 4,80 m reduziert. - Alle Furten bei den Straßeneinmündungen entlang der Hauptstraße sollen eine Roteinfärbung erhalten. - Es werden Fahrradparkmöglichkeiten in Form von Anlehnbügeln geschaffen. - In regelmäßigen Abständen werden Ladezonen für Paket- und Lieferdienste vorgehalten. Diese Ladezonen sind von 18 Uhr bis 8 Uhr am nächsten Morgen für Anwohner*innen zum Parken freigegeben. Die Planung für die Markierungslösung sieht insgesamt Folgendes vor:Seite 2 von 11 Seite 3 Die öffentlichen Stellplätze entlang der Königswinterer Straße werden unter Berücksichtigung der vorhandenen Grundstückszufahrten von der östlichen auf die westliche Straßenseite verlegt. Vorteil hierbei ist, dass somit auf der östlichen Straßenseite ein durchgängiger gemeinsamer Geh- und Radweg auf dem Seitenbereich mit ausreichenden Breiten geschaffen werden kann. Die Stellplätze auf der westlichen Straßenseite werden als teilweise gekipptes Parken (teils auf der Fahrbahn, teils auf dem Gehweg) ausgeführt, sodass auf der Fahrbahn ein 1,50 m breiter Schutzstreifen für Radfahrer plus eines Sicherheitsraumes von 0,50 m zu den parkenden Fahrzeugen in Richtung Süden abmarkiert werden kann. Die Restfahrbahnbreite wird 4,80 m betragen. Das bedeutet, dass ein Begegnen von Pkw/Pkw immer und Pkw/Lkw in den meisten Fällen ohne Mitbenutzung des Schutzstreifens möglich sein wird. Nur beim Begegnungsfall Lkw/Lkw ist dieser zu überfahren. Die Mittelmarkierung auf der Fahrbahn entfällt. Die Gehwegbreite auf der westlichen Straßenseite wird, bis auf wenige Engstellen, mindestens 2,00 m betragen. An allen einmündenden Straßen auf die Königswinterer Straße wird der gemeinsame Geh-und Radweg sowie der Schutzstreifen durch rote Markierungen und Piktogramme verdeutlicht. An der Kreuzung Königswinterer Straße/Dornenkreuzstraße/Küdinghovener Straße wird der südliche Fahrbahnteiler baulich verbreitert. Im Einmündungsbereich zum Flutgraben wird der vorgezogene Seitenbereich zurückgebaut und das vorhandene Gitter versetzt, um Radfahrer im Einmündungsbereich verkehrssicher führen zu können. Der vorgezogene Seitenbereich bei der Fußgängerampel am Flutgraben bleibt bestehen. Vor einigen Jahren wurde der Kreuzungsbereich Königswinterer Straße/Rastenweg aus Verkehrssicherheitsgründen ummarkiert. Diese Markierung hat sich bewährt und soll entsprechend erhalten bleiben. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.12. Verkehrsflächen und -anlagen 1.12.07 Verkehrsplanung Investive Kosten der Maßnahme Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen 35.000 € 5610012079000/78.5200 2023 Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Betrag Finanzstelle / Veranschlagt Noch bereit- DeckungSeite 3 von 11 Seite 4 FiPos in zustellen Auszahlungen / Aufwendungen 125.000 € 161001207 (Innenauftrag 6102000)/72.1000 2023 Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich Anlage/n 1 220505_LP_1-2_Markierung Königswinterer Straße (öffentlich) 2 220505_LP_3-4_Markierung Königswinterer Straße (öffentlich) 3 220510_LP_5-6_Markierung Königswinterer Straße (öffentlich) 4 220510_LP_7-8_Markierung Königswinterer Straße (öffentlich) 5 Zusammenfassung Bürgerbeteiligung Königswinterer Straße (öffentlich)Seite 4 von 11 Seite 5 von 11 Seite 6 von 11 Seite 7 von 11 Seite 8 von 11 Zusammenfassung Bürgerbeteiligung Königswinterer Straße Am 16.11.2016 wurde die Planung bei einer Bürgerversammlung, an der rund 30 Anwohner der Königswinterer Straße teilgenommen haben, in der Ennertschule vorgestellt. Weiterhin wurden diese Pläne auf einer Informationsveranstaltung am 16.3.2017 mit Vertretern der Beueler Bürgervereine (Liküra) sowie Vertretern des ADFC erörtert. Folgende Anregungen sind in der Bürgerversammlung sowie in der der Informationsveranstaltung zu den Markierungsplänen diskutiert worden: Falschparker Anregung/Anmerkung: Im Bereich zwischen Kirchstraße und Flutgraben wird bei der Apotheke und der Sparkasse häufig falsch geparkt. Das kann zu Behinderungen der Radfahrer auf dem kombinierten Fuß- /Radweg führen. Stellungnahme der Verwaltung: In diesem Abschnitt sind auf der Westseite reguläre Parkplätze sowie ggü. des Hotels eine Ladezone vorgesehen. Es sollten also ausreichend Haltemöglichkeiten vorhanden sein. Sollte es trotzdem zu Parkverstößen kommen werden diese geahndet. Fahrbahnbreite Anregung/Anmerkung: Es wird die Befürchtung geäußert, dass in Teilbereichen der Königswinterer Straße in Richtung Oberkassel die Fahr- und Schutzstreifen zu eng sind, sodass der Autoverkehr behindert werden könnte. Stellungnahme der Verwaltung: Nach Auffassung der Verwaltung ist die Restfahrbahnbreite mit 4,50 m (ohne Schutzstreifen) ausreichend breit bemessen. Getrennter Rad-/Fußweg Anregung/Anmerkung: Es wird vorgeschlagen, in den Bereichen, wo der Randbereich breiter ist (z.B. in Höhe Am Finkenberg), statt des kombinierten Fuß-/Radweges einen getrennten Rad- /Fußweg auszuweisen. Stellungnahme der Verwaltung: Diese Idee kann bei der kurzfristigen Aufwertung der Königswinterer Straße nicht berücksichtigt werden. Im Zuge der Planung zur grundhaften Sanierung der Straße kann dies aber geprüft werden. Roteinfärbung des Schutzstreifens Anregung/Anmerkung: Es wird angeregt, den Schutzstreifen auf der kompletten Länge rot einzufärben, damit dieser besser sichtbar ist und eine höhere Sicherheit bietet. Stellungnahme der Verwaltung: Von städtischer Seite wird dies bisher aus Kosten- und Unterhaltungsgründen nicht so gehandhabt. Daher erfolgt die Markierung nur an den Einmündungen.Seite 9 von 11 Radfahrer in beide Richtungen Anregung/Anmerkung: Im Bereich der Burggrafenstraße fahren Radfahrer heute schon mal in beide Richtungen, was für die gesamten Verkehrsteilnehmer gefährlich ist. Stellungnahme der Verwaltung: In der vorgestellten Planung wird jede Seite vom Radfahrer nur in einer Richtung benutzt. Illegales Radfahren ist leider nicht hundertprozentig auszuschließen. Sollte dies an dieser Stelle ein häufiges Problem sein muss mit Polizeikontrollen gegengesteuert werden. LKW Anregung/Anmerkung: In der Königswinterer Straße gibt es LKW-Verkehre sowie Linienbusse, die Lärm verursachen und die zu beachten sind. Einige Bürger schlagen vor, dass die Nutzung durch LKW-Verkehr eingeschränkt werden sollte (nur LKWs bis zu 7,5 to zulassen). Stellungnahme der Verwaltung: Aktuell ist keine Sperrung für Lkw-Verkehr auf der Königswinterer Straße angedacht. Durch den neuen Autobahnanschluss an der Maarstraße wird eine Reduzierung des Lkw-Anteils in dem Bereich der Königswinterer Straße südlich der Maarstraße erwartet. Zudem wurde vor einigen Monaten die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Königswinterer Straße von Tempo 50 auf 30 zur Lärmreduktion gesenkt. Sichtbarkeit Anregung/Anmerkung: Die vorgeschlagene Lösung wird als gutes Konzept angesehen, weil es mehr Klarheit für den Radverkehr, Fußgänger und Parken gibt. Momentan wird die Radverkehrsführung als unklar angesehen, da es keine einheitlichen Markierungen und Beschilderungen gibt. Für die Schulkinder ist die sichere Querung der Königswinterer Straße in Höhe der Küdinghovener Straße zu beachten. Parkplätze Anregung/Anmerkung: Die geplante Anzahl von Parkplätzen auf der westlichen Seite soll noch einmal aufgrund der vielen Laternenstandorte überprüft werden. Stellungnahme der Verwaltung: Die Anregung wurde befolgt. Es wurden nicht mögliche Parkplätze aus der Planung gestrichen, zudem Fahrradstellplätze in Form von Anlehnbügeln und Ladezonen für Paketlieferdienste in der Planung hinzugefügt. Geschwindigkeit Anregung/Anmerkung: Bürger schlagen Geschwindigkeitsbegrenzungen zwischen 30 und 40 km/h in diesem Teil der Königswinterer Straße vor. Stellungnahme der Verwaltung: Dieser Vorschlag ist in der Zwischenzeit bereits umgesetzt worden.Seite 10 von 11 Sonstige Meinungen Anregung/Anmerkung: Die Straße „Auf dem Grendt“ im Bereich der Brücke ist nicht breit genug, um eine gute Radverkehrsführung zu entwickeln. Hier sollte in Zukunft auch im Einmündungsbereich an der Königswinterer Straße die Ampelanlage für den Radfahrer angepasst werden. Stellungnahme der Verwaltung: Die Brücke „Auf dem Grendt“ muss mittelfristig erneuert werden. Das neue Brückenbauwerk soll hierbei breiter werden und angemessene Rad- und Gehwege erhalten. Vorgespräche mit der Deutschen Bahn haben bereits stattgefunden. Im Zuge dieser Umgestaltung kann auch die Ampelanlage angepasst werden. Fazit Insgesamt wurde das vorgeschlagene Konzept für die Radverkehrsführung an der Königswinterer Straße durch Markierungsmaßnahmen in der Bürgerversammlung im November 2016 positiv aufgenommen, weil hierdurch eine bessere und klarere Trennung der Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Radfahrer, parkende Autos und fließender Verkehr) erreicht wird. Die Anregungen wurden nach Möglichkeit berücksichtigt.Seite 11 von 11
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 19:46 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de