221036 · Beschlussvorlage
Finanzierung des Nachbarschaftszentrums Brüser Berg im Jahr 2022
Kerndaten
- Nummer
- 221036
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 13.05.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg Anregung
- Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Beschlussvorlage öffentlich 221036 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 50 Amt für Soziales und Wohnen Dezernat: Dez. V Finanzierung des Nachbarschaftszentrums Brüser Berg im Jahr 2022 Beratungsfolge Bezirksvertretung Hardtberg 31.05.2022 Anregung Ausschuss für Soziales, Migration und Gesundheit 15.06.2022 Entscheidung Beschlussvorschlag Das Diakonische Werk Bonn und Region gGmbH erhält als Träger des Nach- barschaftszentrums Brüser Berg im Jahre 2022 zur Finanzierung der angemessenen, nachgewiesenen und ungedeckten Personal-, Sach- und Overheadkosten einen Betrag in Höhe von bis zu 208.500,00 €. Begründung Seit dem 01.10.2009 wird der Betrieb des Nachbarschaftszentrums Brüser Berg in Trägerschaft des Diakonischen Werkes Bonn und Region gGmbH (Diakonisches Werk Bonn) gefördert. Zuletzt war mit Beschluss vom 23.09.2021 die Förderung für das Jahr 2021 beschlossen worden (DS-Nr.: 1910707). Mit der Förderung werden die Personalkosten für 0,77 VZÄ Leitung, 1,24 VZÄ Sozialarbeit und 0,2 VZÄ Verwaltung, sowie die darauf entfallenden Sach- und Overheadkosten finanziert. Die Anerkennung von Verwaltungsanteilen erfolgte auf Antrag des Trägers in 2021 erstmalig. Ein Anteil von 0,51 VZÄ für Küche/Reinigung wird im Rahmen eines Beschäftigungsprogramms vom Jobcenter Bonn gefördert. Die beantragte Stellenerweiterung konnte nicht geprüft werden, da die Corona- Pandemie auch im Jahr 2021 keinen Regelbetrieb zuließ. Die langanhaltende Schließung des Hauses und Wiedereröffnung des Nachbarschaftszentrums, erst im Frühjahr 2022, ließ eine Eruierung des Bedarfs zusätzlicher Sozialarbeit, unter Regelbedingungen, nicht wie geplant zu. Aufgrund dessen wird die Finanzierung für das Jahr 2022 auf der Grundlage des Jahres 2021 fortgeschrieben.Seite 1 von 4 Seite 2 Zielgruppe des Nachbarschaftszentrums Brüser Berg sind sämtliche Bürgerinnen und Bürger – unabhängig von Herkunft, Alter, kulturellem Hintergrund oder der individuellen Lebenssituation. Die breit gefächerten Angebote in den Bereichen Beratung, Bildung, Freizeit, Bewegung, Kunst und Kultur erfreuten sich großer Beliebtheit und wurden rege in Anspruch genommen. Auch dienen die Räume des Nachbarschaftszentrums – insbesondere in den Abendstunden –unterschiedlichen Gruppen und Interessengemeinschaften als Treffpunkt. Ziel des Nachbarschaftszentrums ist es, in Abstimmung und Vernetzung mit anderen Institutionen im Stadtteil, das soziale Miteinander der Bewohnerinnen und Bewohner zu verbessern und eine gesellschaftliche Teilhabe für alle zu ermöglichen. Die Angebotsstruktur hat sich in den letzten Jahren an die veränderten Bedarfe der Bewohnerschaft des Stadtteils angepasst. So wurden insbesondere für die Gruppe der Neuzugewanderten mit Migrationshintergrund Sprachkurse, Hausaufgabenhilfen und Begegnungsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Kooperationspartnern und ehrenamtlich Tätigen geschaffen. Besonders hervorzuheben ist das bürgerschaftliche Engagement von Bürgerinnen und Bürgern im Stadtteil, ohne deren Hilfe das Angebotsspektrum nicht durchgeführt werden könnte. Darüber hinaus werden von der im Nachbarschaftszentrum angesiedelten Ehrenamts-Koordinatorin Freiwillige in unterschiedliche Unterstützungsangebote im Stadtteil vermittelt (z.B. im Bereich der Sprachförderung, Formularhilfen, Nachhilfeangebote, Seniorenbegleitung, Unterstützung von Familien etc.). Unter der Federführung der Einrichtungsleitung tagt in regelmäßigen Abständen eine Lenkungsgruppe, der neben wichtigen Akteuren des Stadtteils auch Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung angehören. Ziel ist es, auf aktuelle Entwicklungen eingehen zu können, Bedarfe festzustellen und die Angebote des Nachbarschaftszentrums kontinuierlich weiterzuentwickeln. Auswirkungen der Corona-Pandemie Die Einrichtung war bis August 2021 für persönliche Besuchskontakte geschlossen. Das Nachbarschaftszentrum war zu den normalen Büroöffnungszeiten telefonisch erreichbar und konnte so für die Besucherschaft sowohl soziale Kontaktmöglichkeiten bieten, als auch Hilfsangebote vermitteln und Ansprechpartner für verschiedene Problemlagen bieten. Das Bürgerprojekt „Blühender Brüser Berg“ blieb für viele Bürger/innen die einzige Möglichkeit der regelmäßigen Begegnung. Im Zeitraum 02.08. bis 19.11.2021 kam es zu einer kurzen Öffnung unter Berücksichtigung strenger Hygienemaßnahmen (stark reduzierte Personenzahl in den Einrichtungsräumen, Spuckschutz, Abstand). Darüber hinaus wurde versucht, über Fenstergespräche und Stadtteilspaziergänge den Kontakt, insbesondere zu den bekannten Besuchern/innen der Einrichtung zu halten. Dabei wurde der Wert des Begegnungszentrums für den Stadtteil deutlich:Seite 2 von 4 Seite 3 Besucher/innen sehnen sich nach (Wieder)Begegnung; es wurden deutlich längere Telefongespräche geführt; Veranstaltungen, die während der Öffnungsphase stattfanden, wurden auf die letzte Minute ausgekostet, usw. Gleichzeitig zogen sich viele ältere Besucher/innen des NBB in die eigenen „vier Wände“ zurück und konnten nicht mehr erreicht werden. Ausblick Das Nachbarschaftszentrum hat seit Ende März 2022 wieder seine Türen geöffnet. Eine vielseitig gefüllte Angebotsbroschüre soll die Besucher/innen wieder ins Nachbarschaftszentrum locken. Ab dem 28.04.2022 finden wieder Kursangebote in Präsenz (reduzierte Personenzahl) statt und ein Zugang, gemäß 3G-Regelung, ist wieder möglich. Laut der Einrichtung laufen insbesondere die Begegnungsangebote wieder gut an, wohingegen die Einzelveranstaltungen noch sehr zurückhaltend besucht sind. Die Mitarbeiterinnen planen nun eine Abfrage der Bedarfe unter Präsenzbedingungen. Das Nachbarschaftszentrum Brüser Berg stellt einen wichtigen Baustein im sozialen Netz der Bundesstadt Bonn dar und sichert Begegnungs- und Kontaktmöglichkeiten. Die weitere Förderung wird von der Verwaltung befürwortet. Die Förderung hat sich wie folgt entwickelt: 2019 2020 2021 171.200 € 174.700 € 203.700 € Der Träger ist aufgrund seiner Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen geeignet, die geförderten Leistungen zu erbringen. Der Träger hat sich seit vielen Jahren in dieser Aufgabenstellung bewährt. Die mit der Förderung verbundenen formellen Auflagen (insbesondere die Vorlage eines Antrages sowie eines Verwendungsnachweises) wurden vom Träger bislang stets ordnungsgemäß erfüllt. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeich nung Produkt Produktbezeichnung 1.50.06 Förd.Träg.Wohlf.pfl., 1.50.00.05.06.01 Förd.Träg.Wohlf.pfl.,Vereine,Seite 3 von 4 Seite 4 Vereine,sonst.Träg. sonst.Träg. Investive Kosten der Maßnahme Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 208.500,00 EUR 150000506 / 73.1000 2022 Einzahlungen / Erträge 0,00 EUR Haushaltsbelastung jährlich 208.500,00 EUR Anlage/n KeineSeite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:37 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de