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221019 · Antrag

Koalitionsantrag: Bäume und Baumstandorte langfristig erhalten

Nummer
221019
Art
Antrag
Veröffentlicht
10.05.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 10.05.2022
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 27.09.2022

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen 01.06.2022 Anregung
  2. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 27.09.2022 Anregung
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Untergeordnet

  1. 221019-01 ST Koalitionsantrag: Bäume und Baumstandorte langfristig erhalten

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Antrag
öffentlich
221019
Antragsteller/in:
Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN
Dr. Daniel Rutte
SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn
Gabriel Kunze
DIE LINKE.-Fraktion im Rat der Stadt Bonn
Holger Schmidt
Volt-Fraktion im Rat der Stadt Bonn
Dr. Dominik Maxein
10.05.2022
Koalitionsantrag: Bäume und Baumstandorte
langfristig erhalten
Beratungsfolge
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 01.06.2022 Anregung
Inhalt des Antrags
Die Verwaltung wird gebeten, den langfristigen Erhalt von Bäumen und ihrer
Pflanzstandorte sowie die Neuschaffung von Pflanzstellen für Bäume in der
Stadt noch stärker zur Zielsetzung zu machen. Die Verwaltung wird gebeten
ämterübergreifend u.a. unten stehende Aspekte zu diskutieren,
Handlungsmöglichkeiten zu identifizieren und in die Anwendung zu bringen.
1. Bei der Anlage neuer Verkehrsflächen eine Straßenbegleitgrün-Planung die
den langfristigen Baumerhalt sicherstellt.
2. Die Planung und Verlegung von Leitungen, so dass der Stadtbaumerhalt
langfristig gesichert wird und auch zukünftig neue Baumpflanzungen möglich
bleiben, wenn Bestandsbäume gefällt werden müssen.
3. Die Anwendung neuer technischer Möglichkeiten wie beispielsweise die
Anlage von Wurzelbrücken oder Verwendung von Wurzelschutzfräsen bei
Wegesanierungen oder die Verwendung von Erdsaugern bei Tiefbauarbeiten
im Wurzelbereich.
4. Identifikation und Nutzung städtischer Einflußmöglichkeiten auf
„Pflegemaßnahmen“ von Straßen.NRW, Autobahn GmbH, Deutsche Bahn und
anderen im Stadtgebiet selbstständig tätigen Betrieben anderer
Verwaltungsebenen. Diese „Pflegemaßnahmen“ führten in der Vergangenheit
zu zahllosen Baumfällungen im Stadtgebiet.
Wir möchten anregen, dass sich die Verwaltung im Rahmen dieser
ämterübergreifenden Diskussion als Aufschlagsthemen um innovative
baumerhaltende Lösungen für Problemfälle - wie z. B. bei der Sanierung des
gemeinsamen Rad- und Fußweges in der Rheinaue zwischen Bötchensee und
Rheinland-Pfalz Pavillon (hier stehen seit der politischen Ablehnung einer
Baumfällung Bauzäune, um Wurzelaufbrüche zu sichern) - bemüht.Seite 1 von 2
Seite 2
Begründung
Tiefbauamt, Umweltamt, Planungsamt und andere Bereiche der
Fachverwaltung haben ihre ganz eigene fachliche Perspektive auf Stadtbäume
und ebenso vielfältige Erfahrungen. Diese Erfahrung und Expertise möchten wir
gut vernetzt wissen, indem der Erhalt und Neupflanzung von Stadtbäumen
noch intensiver als Querschnittsthema in allen Bereichen der Fachverwaltung
wahrgenommen wird.
In der Vergangenheit war die Verwaltung an vielen Stellen bereits bemüht,
Bäume in Planverfahren und Baumaßnahmen zu erhalten. Selbstverständlich
müssen dabei auch immer Kompromisse geschlossen werden, zum Beispiel
wirtschaftliche Überlegungen berücksichtigt werden. Wir möchten anregen,
zukünftig in der Abwägung verschiedener Belange, Bäumen eine noch höhere
Priorität einzuräumen und dabei notfalls auch höhere Kosten bei
Baumaßnahmen in Kauf zu nehmen. Unsere Bäume sind durch ihre vielfältigen
Dienstleistungen für Ökosysteme und Menschen sehr viel mehr wert, als
Pflanz- und Holzpreise darstellen können. Insbesondere große und sehr alte
Bäume haben besonderen Schutz und damit verbundenen Aufwand verdient.
Der Erhaltungszustand der Bäume ist ebenso zu berücksichtigen.
In Qualifizierungsverfahren wurde der Baumerhalt in der Vergangenheit zwar
auch schon als Ziel dargestellt, in der Abwägung der Entwürfe dann aber als
eines von vielen Kriterien gewertet. Auch hier regen wir eine höhere
Priorisierung der Bäume an. Dies ist auch im Städtebau- und Gestaltungsbeirat
zu diskutieren.
Erdsauger, Wurzelbrücken und weitere technische Innovationen werden
beispielsweise auf Gartenamtsleiterkonferenzen vorgestellt. Hier sollte auch auf
die Erfahrungen anderer Kommunen zurückgegriffen werden.
Anlage/n
KeineSeite 2 von 2

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Datenstand: 02.11.2026, 21:18 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de