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220880 · Beschlussvorlage

Bonner Klima-Preis (weiterqualifizierte Maßnahme aus dem Beschluss 200016 Klimanotstand und Umsetzung Klimamaßnahmen)

Nummer
220880
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
03.05.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 19.05.2022 Entscheidung federführend
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Untergeordnet

  1. 220880-01 AA Bonner Klima-Preis (weiterqualifizierte Maßnahme aus dem Beschluss 200016 Klimanotstand und Umsetzung Klimamaßnahmen) Antrag zur Vorlage 220880

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Beschlussvorlage
öffentlich
220880
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung
Dezernat:
Dez. OB
Bonner Klima-Preis (weiterqualifizierte Maßnahme
aus dem Beschluss 200016 Klimanotstand und
Umsetzung Klimamaßnahmen)
Beratungsfolge
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
19.05.2022 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Die Verwaltung wird beauftragt, den Klima-Preis auf Basis des vorgelegten
Konzeptes umzusetzen. Das notwendige Budget zur Umsetzung wird aus den
vorhandenen Mitteln der städtischen Klimaschutzkampagne bereitgestellt.
Begründung
Im Juni 2021 war die Verwaltung beauftragt worden, ein Konzept für einen
Bonner Klima-Wettbewerb mit externer Begleitung zu erstellen (DS 210381).
Dies war eine der Maßnahmen im Rahmen des Klimanotstandskataloges (DS
200016). Nach Freigabe des Haushaltes wurde der Auftrag zur
Konzepterstellung vergeben. Das Konzept wurde von einer Agentur unter
Beteiligung der Ämter 02, 13, 50, 67, der VHS und Federführung von OB-23
zwischen Dezember 2021 und April 2022 erarbeitet.
Die Eckpunkte des Konzeptes sehen wie folgt aus. Details sind im
angehängten Konzeptpapier zu finden.
Ziele des Wettbewerbs:
 Einen Beitrag zur Klimaneutralität 2035 leisten
 Zu Eigeninitiative motivieren
 Begeisterung wecken
 Akzeptanz für Klimaschutzmaßnahmen schaffen
 Verstetigung von Engagement unterstützenSeite 1 von 47
Seite 2
Zielgruppen
Laut Maßnahmenvorschlag die „Bonner Öffentlichkeit“. Im Konzept wurde dies
konkretisiert auf:
 Vereine (auch Quartiersvereine)
 Initiativen/Interessensgruppen
 Unternehmen
 private kulturelle Einrichtungen
 Studierende
 Schüler*innen
Themen
Thematisch wird keine Eingrenzung vorgenommen, da Klimaschutz selbst ein
breites Querschnittsthema ist, bei dem nicht nur ein einzelnes Handlungsfeld
betrachtet werden kann. Dementsprechend kommen Beiträge aus den
Bereichen Mobilität, Energie, Konsum, Ernährung, Landwirtschaft oder
Forstwirtschaft gleichermaßen in Frage.
Kriterien
Der Wettbewerb soll ein Projekt-Wettbewerb sein (kein Ideen-Wettbewerb); der
Schwerpunkt liegt auf dem „Machen“. Ebenso soll ein Fokus auf den
Klimaschutz als Gemeinschaftsaufgabe gelegt werden und natürlich auf einen
Bezug der Projekte zu Bonn:
 begonnene oder abgeschlossene Projekte
 in und für Bonn erbracht
 gemeinsam mit anderen als Gruppenleistung
 mit klarem Klimaschutz-Anteil (Co2-Reduktion als Ziel), Bezüge zu
Klimaanpassung möglich
 Bewertung mit Blick auf Originalität und Wirkung
Jury
Eine breit aufgestellte Jury von 8-10 Personen aus den Bereichen Universität,
Studierendenvertretung, Umweltgruppen, Bürgerschaft, Wirtschaftsverbänden,
Medien, Stadtverwaltung als Gremium zur Auswahl der Gewinner-Projekte.
Preise und Verleihung
Die Preise sollen zum Einen Anerkennung und Wertschätzung zeigen, zum
anderen eine mögliche Verstetigung des Gewinner-Projektes unterstützen.
Neben Geld-Preisen sind daher auch Projektbesuche, ein Beratungsgespräch
o.ä. denkbar. Die Verleihung findet im Alten Rathaus im Frühjahr 2023 statt.
KommunikationSeite 2 von 47
Seite 3
Die Kommunikation und Bewerbung des Preises soll unter dem Dach des
städtischen SDG-Kommunikationskonzeptes mit der Teil-Klimakampagne „Neu
denken. Einfach handeln. Gemeinsam fürs Klima.“ stattfinden.
Die ursprüngliche Idee, einen internen Mitarbeitenden-Wettbewerb als Teil des
Gesamt-Wettbewerbs vorzusehen, wurde im Zuge der Konzepterstellung
verworfen: Klimaschutzaufgaben, die dienstlich durchgeführt werden, können
und sollen nicht gesondert als Engagement ausgezeichnet werden.
Mitarbeitende, die sich mit anderen privat im Klimaschutz engagieren, können
davon unabhängig als Privatpersonen am Wettbewerb teilnehmen.
Geplante Zeitschiene
Vorbereitung und Planung: Juni – August 2022
Einreichungszeitraum: Oktober – November 2022
Preisverleihung: Anfang 2023
Kosten
Eine erste Kostenschätzung vor der Erstellung des Konzeptes war von 6.000€
Durchführungskosten im Jahr 2022 ausgegangen; diese Summe ist im
Haushalt 2021/2022 eingestellt. Im Rahmen der Erarbeitung des Konzeptes hat
sich gezeigt, dass diese Summe nicht ausreichend sein wird, um die
gewünschte breite Aufmerksamkeit zu erzielen. Da der Wettbewerb als ein Teil
der städtischen Klimakampagne verstanden und umgesetzt wird, werden die
zusätzlich benötigten Mittel von bis zu 12.000€ aus dem laufenden
Kampagnen-Budget genutzt. Es entstehen dadurch keine Kosten über die
vorhandenen Haushaltsmittel hinaus.
Anlage/n
1 Konzept Bonner Klimawettbewerb (öffentlich)Seite 3 von 47
Konzept für einen Klimawettbewerb
der Stadt Bonn
Bonn, 22.04.2022Seite 4 von 47
Inhaltsverzeichnis
1. Ausgangslage
2. Der Wettbewerb
» Die „Konkurrenz“
» Ziele
» Zielgruppen
» Themen
» Kriterien
» Jury
» Gewinner:innen & Preise
» Preisverleihung
3. Kommunikation des Wettbewerbs
» Kreation
» Kanäle & Maßnahmen
» Verstetigung des Wettbewerbs
» Timing
2Seite 5 von 47
01
Ausgangslage
3Seite 6 von 47
Ausgangslage
Ausgangslage
4
Das Jahr 2019 war in Bonn der Anfang von etwas Großem. Nachdem der Stadtrat im Juli den
Klimanotstand ausrief, folgte im November ein Beschluss, der die Stadt tiefgreifend verändern
wird: Bonn soll bis 2035 klimaneutral werden. Damit hat sich die Stadt eine Aufgabe gesetzt, die auf
der einen Seite enorm herausfordernd ist, gleichzeitig aber auch riesige Chancen birgt. Altes wird
Neuem weichen müssen. Und das in nur 13 Jahren. Das bringt Widerstände, gleichzeitig aber auch
Bewegung mit sich.
Dieses ambitionierte wie notwenige Ziel erreicht die Stadt nicht allein, sondern nur mit ihren
Bürger:innen in wiederum ganz unterschiedlichen Rollen – als Unternehmer:innen,
Verkehrsteilnehmer:innen, Kulturschaffende, Mieter:innen oder Eigentümer:innen, in Vereinen
uvm. Um in Bonn Klimaneutralität bis zum Jahr 2035 zu erreichen, gilt es, diese Menschen
mitzunehmen, zu motivieren und zum Handeln zu bewegen – jeden und jede auf seine oder ihre
eigene Weise.
Damit dies gelingt, ist die Stadt bereits aktiv geworden, etwa durch ihre Klimaschutzkampagne
„Neu denken. Einfach handeln. Gemeinsam fürs Klima.“ sowie das Beteiligungs- und
Mitwirkungsverfahren „Bonn4Future“. 2022 soll diesen Aktivitäten ein neuer Baustein zur Seite
gestellt werden: Ein Klimawettbewerb, „der in der Bonner Öffentlichkeit Begeisterung für
Klimaschutz und Klimaanpassung weckt und zu eigenem klimafreundlichem Handeln motiviert“,
wie Sie in Ihrer Leistungsbeschreibung schreiben. Das vorliegende Konzept wird sich der Frage
widmen, wie dieser Wettbewerb trotz geringer finanzieller Ausstattung aufgebaut, umgesetzt und
kommuniziert werden kann, um eine möglichst große Wirkung in der Stadt zu entfalten.Seite 7 von 47
Ausgangslage
5
Um eine gemeinsame Basis zu entwickeln, veranstalteten wir am 27. Januar 2022 einen Workshop
mit zentralen Akteur:innen. Darin erarbeiteten wir erste Ideen für Ziele, Zielgruppen,
Teilnahmekriterien, mögliche Kandidat:innen für eine Jury, den Rahmen der Preisverleihung sowie
denkbare Preise. Der Workshop brachte eine grobe Richtung zu Tage, aber noch keine konkreten
Ergebnisse. Mit diesem Konzept entwickeln wir deshalb die ersten Ideen für einen
Klimawettbewerb für die Bonner Stadtgesellschaft weiter und geben konkrete Empfehlungen für
dessen Kommunikation.Seite 8 von 47
02
Der Wettbewerb
6Seite 9 von 47
Die „Konkurrenz“
Der Wettbewerb
7
Besonders für die Wahl von Themen, Zielen und Zielgruppen des Klimawettbewerbs der Stadt Bonn
ist es sinnvoll, andere Wettbewerbe unter die Lupe zu nehmen, die eine ähnliche Ausrichtung
vermuten lassen. Wir wollen den „SWB-Effizienzpreisträger“, das „KlimaBonnBon“ sowie den
„Bonner Heimat-Preis “ genauer betrachten und erörtern, ob und wo diese Wettbewerbe in
Konkurrenz zum Bonner Klimawettbewerb stehen.
Energieeffizienzpreis der SWB
Der Energieeffizienzpreis der SWB bewegt sich in einem sehr engen Rahmen. Teilnahmeberechtigt
sind ausschließlich Kund:innen der Stadtwerke. Der Wettbewerb richtet sich sowohl an Privat- als
auch an Geschäftskunden sowie an Organisationen und Institutionen. Im Fokus stehen ganz klar
Maßnahmen der Gebäudesanierung, was den potentiellen Bewerber:innen-Kreis noch einmal stark
einschränkt. Die auf der Website des Preises aufgelisteten Preisträger deuten außerdem darauf hin,
dass Bewerbungen nahezu ausschließlich von Privat- und Geschäftskunden eingehen.
Organisationen und Institutionen werden offenbar nicht gut erreicht. Bewertungskriterien sind
persönliches Engagement, Energieeinsparung, Innovationsgrad und Ideenreichtum, Kooperation
und Multiplikatoreffekt, Einbindung in ein Gesamtkonzept sowie Nachahmbarkeit. Der letzte
Energieeffizienzpreis im Jahr 2019 teilte insgesamt 20.000 EUR Preisgeld unter den Gewinner:innen
auf, wobei 5.000 EUR an den ersten Platz gingen. Ob der Energieeffizienzpreis nach 2019
fortgeführt wird, ist uns leider nicht bekannt.
Wir sehen keinen Anlass, den Energieeffizienzpreis bei der Konzeption des Klimawettbewerbs der
Stadt Bonn näher zu berücksichtigen. Die Begrenzung des Teilnehmer:innenkreises auf SWB-
Kund:innen und die Fokussierung auf das Thema Energieeffizienz begrenzen die Zielgruppe derart
stark, dass keine problematischen Überschneidungen mit den Themen, Zielen und Zielgruppen des
Klimawettbewerbs der Stadt Bonn zu erwarten sind.Seite 10 von 47
Der Wettbewerb
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KlimaBonnBon
Anders als der Energieeffizienzpreis richtet sich das „KlimaBonnBon“ an die breite Öffentlichkeit.
Bewerben können sich Bürger:innen, Schulklassen, Kinder und Jugendliche, Vereine, Belegschaften
von Unternehmen und Organisationen sowie Nachbarschaften und Freundeskreise.
Die Themen des Wettbewerbs sind bewusst oder unbewusst sehr offen gehalten: „Gute Ideen und
Kampagnen können Verhalten ändern, zum Energie einsparen motivieren und viel für den
Klimaschutz bewirken. Solche Ideen will die Stiftung Bonner Klimabotschafter hervorheben“, heißt
es auf der Website der SWB, auf der auch der Energieeffizienzpreis dargestellt wird. Die SWB
unterstützen die Stiftung Bonner Klimabotschafter bei der Auslobung des „KlimaBonnBons“ im
Rahmen des Energieeffizienzpreises. Die Bewertungskriterien sind Originalität, Engagement,
Umsetzbarkeit und Nachahmbarkeit. Informationen darüber, ob und wann der Wettbewerb das
nächste mal stattfindet, finden sich weder auf der Website der SWB, noch auf der der
Klimabotschafter.
Zwar sind Ziel- und Zielgruppendefinition des „KlimaBonnBons“ sehr breit gefasst, dennoch besteht
u.E. keine Gefahr von Überschneidungen mit dem Klimawettbewerb der Stadt Bonn. Ohne die
Resonanz auf das „KlimaBonnBon“ zu kennen, gehen wir davon aus, dass sie mangels
Öffentlichkeitskommunikation sehr gering ausfällt.
Bonner Heimat-Preis
Seit 2019 erhält die Stadt Bonn jährlich 15.000 EUR vom Land, um den Bonner Heimat-Preis unter
dem Motto „Ehrenamtliches Engagement sichtbar machen“ auszuloben. Das Preisgeld kann auf bis
zu drei Preisträger:innen aufgeteilt werden. Der Wettbewerb hat zum Ziel, bürgerschaftliches
Engagement zu ehren. Von vier Bereichen, die für eine Ehrung in Frage kommen, ist in diesem
Zusammenhang dieser am ehesten von Belang: "Nachhaltige Natur- und Landschaftspflege: Heimat
als ein Ort des Zusammenhaltens schützt auch die Umwelt, gestaltet unsere Zukunft und trägt so
zur Stärkung und zum Erhalt lokaler Identität bei.“ Jedoch wird hier kein ausdrücklicher Bezug zum
Klima oder zur Nachhaltigkeit hergestellt. Durch die fehlende Thematisierung von Klimaschutz bei
gleichzeitiger Betonung des Ehrenamtes ist der Bonner Heimat-Preis im Rahmen der Konzeption
des Bonner Klimawettbewerbs zu vernachlässigen.
Wir sehen deswegen keinen Grund, die hier betrachteten Wettbewerbe in der Konzeptionsphase
des Bonner Klimapreises weiter zu berücksichtigen. Es fällt aber auf, dass die Wettbewerbe deutlichSeite 11 von 47
Der Wettbewerb
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mehr Preisgeld vergeben, als dem Bonner Klimapreis mit 6.000 EUR insgesamt zur Verfügung
stehen. Um eine Teilnahme attraktiv und den Wettbewerb angemessen bekannt zu machen,
plädieren wir unbedingt zu einer deutliches Erhöhung des Projektbudgets.Seite 12 von 47
Ziele
Der Wettbewerb
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Das Hauptziel Ihres Vorhabens haben Sie bereits in Ihrer Leistungsbeschreibung definiert: Einen
Wettbewerb zu kreieren, „der in der Bonner Öffentlichkeit Begeisterung für Klimaschutz und
Klimaanpassung weckt und zu eigenem klimafreundlichem Handeln motiviert“.
Im Workshop haben wir uns mit weiteren (Unter-)Zielen beschäftigt, die auf das Hauptziel
einzahlen. Da Sie mit dem Wettbewerb die gesamte Bonner Stadtgesellschaft erreichen möchten,
liegt es nahe, den Wettbewerb möglichst niedrigschwellig zu gestalten. Nur wenn ausreichend
Bonner:innen die Möglichkeit sehen, am Wettbewerb teilzunehmen, können wir eine breite
Verankerung in der Stadtgesellschaft erzielen.
Gerade im ersten Jahr halten wir es für sinnvoll, es durch geringe Hürden möglichst vielen
Menschen in der Stadt zu ermöglichen, am Wettbewerb teilzunehmen. So wird er stadtbekannt
und kann in den nächsten Jahren darauf aufbauen. Entsprechend könnte es ein „hartes“ vorab
definiertes Ziel sein, eine bestimmte Menge an Bewerbungen zu erreichen. 20 Einreichungen sind
eine ambitionierte Zielmarke, an der sich die Stadt versuchen sollte.
Ein weiteres Ziel sollte sein, Bewerbungen aus verschiedenen gesellschaftlichen Milieus sowie von
Akteur:innen in verschiedenen Rollen zu erhalten. Das bedeutet, dass der Wettbewerb nicht nur
Menschen erreichen darf, die z.B. bereits bewusst aktiv Klimaschutz betreiben oder das nötige
Kleingeld haben, sich z.B. eine E-Ladesäule fürs Eigenheim anzuschaffen.
Ein weiteres Ziel ist es, Akzeptanz für Klimaschutzmaßnahmen in Bonn zu schaffen und gleichzeitig
möglichst viele Menschen mit auf den Weg zu nehmen, selbst aktiv zu werden. Auch das erreichen
wir durch einen eher niedrigschwelligen Wettbewerb, der die Botschaft vermittelt: „Jeder und jede
kann einen Beitrag leisten“. Dabei sollten Sie jedoch unbedingt darauf achten, nicht den Eindruck
zu erwecken, die Stadt wollte die Verantwortung zur Erreichung des Ziels „Klimaneutralität“ auf
ihre Bürger:innen „abwälzen“. Indem die Stadt offen zeigt, was sie selbst beiträgt, kann diesem
Eindruck vorgebeugt werden.Seite 13 von 47
Der Wettbewerb
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Kommunikation mit Fingerspitzengefühl ist gefragt. Dieses Ziel hat einen weichen Charakter und ist
schwer zu messen. Schließlich arbeiten Sie nicht nur mit dem Wettbewerb daran, Bonner:innen auf
dem Weg zur Klimaneutralität mitzunehmen. Auch andere Aktivitäten der Stadt, wie z.B.
„Bonn4Future“, haben dieses Ziel fest im Blick. Welche dieser verschiedenen Maßnahmen nun
welchen Effekt erzielt, lässt sich im Nachhinein kaum erheben. Das „Big Picture“ ist hier deutlich
relevanter.
Ein weiteres Ziel ist es, Verstetigung von Engagement zu erreichen. Klimaschutz soll nicht nur
zeitlich punktuell geschehen, sondern als eine Art Normalität in der Bonner Stadtgesellschaft
verankert werden. Dies kann der Wettbewerb natürlich nicht allein schaffen – er kann aber dazu
beitragen.
Um möglichst viele Menschen zu überzeugen, selbst aktiv zu werden, solle der Wettbewerb
Engagement wertschätzen und auszeichnen, dass nachahmbar und praktikabel sei, so die Meinung
der Workshopbeteiligten. Wir möchten diesen Ansatz jedoch infrage stellen. Ja, die Hürden zur
Teilnahme am Wettbewerb sollen niedrig sein. Das sollte unseres Erachtens aber nicht
gleichbedeutend sein mit der Prämierung möglichst nachahmbarer Projekte. Wir sind der Ansicht,
dass die Prämierung nachahmbarer Aktionen zu beliebigen Projekteinreichungen führt. Lesen Sie
dazu auch mehr im Kapitel „Kriterien“.
20 Einreichungen erhalten
Einreichungen außerhalb der „Green Bubble“ erhalten
Zu Eigen-
initiative
motivieren
Akzeptanz für
Klimaschutz
in Bonn
schaffen
Begeisterung
für
Klimaschutz
wecken
Beitrag zum Ziel Klimaneutralität 2035
Harte FaktorenWeiche Faktoren
VerstetigungSeite 14 von 47
Zielgruppen
Der Wettbewerb
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Wenn wir einen Wettbewerb wollen, „der in der Bonner Öffentlichkeit Begeisterung für
Klimaschutz und Klimaanpassung weckt und zu eigenem klimafreundlichem Handeln motiviert“,
scheint die Zielgruppe auf den ersten Blick klar: „die Bonner Öffentlichkeit“. Normalerweise
würden wir an dieser Stelle schreiben, dass es eine deutlichere Fokussierung braucht, weil es „die
Öffentlichkeit“ nicht gibt. Je genauer man die Kommunikation auf eine Zielgruppe zuschneidet,
desto größer sind die Erfolgsaussichten.
Dennoch möchten wir hier einen anderen Ansatz wählen. Mit gutem Grund: Weder in unserem
Workshop, noch in den anschließenden Gesprächen haben sich bestimmte Zielgruppen gegenüber
anderen klar durchsetzen können. Das ist unseres Erachtens auch nicht verwunderlich. Die eine
Zielgruppe auszuwählen, wenn man doch eigentlich die ganze Stadt mitnehmen möchte, wirkt
kontraindiziert. Deshalb arbeiten wir mit allen im Workshop genannten Zielgruppen. Als
Überbegriff wurden die Bürger:innen der Stadt Bonn genannt. Darin gehen die weiteren
genannten Zielgruppen gewissermaßen auf:
• Vereine (auch Quartiersvereine)
• Initiativen/Interessensgruppen
• Unternehmen
• Private kulturelle Einrichtungen
• Studierende
• Schulen (unser Vorschlag: Ersetzen durch Schüler:innen)
Auch mit Blick auf die Folgejahre des Wettbewerbs empfehlen wir einen eher breit gefächerten
Zielgruppenansatz. Denn für die Verstetigung des Wettbewerbs stellt das erste Jahr die Weichen. Je
breiter wir den Wettbewerb aufstellen, desto größer das Potenzial, viele Einreichungen zu erhalten.
Diese dienen wiederum als Basis für die kommenden Jahre, z.B. in Form von Testimonials.Seite 15 von 47
Der Wettbewerb
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Um möglichst viele dieser Zielgruppen zu erreichen, empfehlen wir für die Kommunikation des
Wettbewerbs einen Mix aus zielgruppenübergreifenden Maßnahmen, wie die Nutzung von CLPs,
und zielgruppenspezifischen Maßnahmen, wie z.B. Kooperationen mit IHK und HWK für
Unternehmen. Dazu lesen Sie mehr im Maßnahmenkapitel.
Wir sehen jedoch auch einige Einschränkungen für die Ansprache der im Workshop diskutierten
Zielgruppen. Die Zielgruppe Schulen wurde unseres Erachtens zurecht kritisch diskutiert. Zu viel
Gewicht lastet durch die Coronapandemie auf den Bildungseinrichtungen, um nebenbei Zeit und
Arbeit in die Teilnahme am Klimawettbewerb investieren zu können. Dies muss aber nicht
bedeuten, Schüler:innen auszuschließen. Schüler:innen können sich auch außerhalb der Schulen
organisieren. Dies sollte in der Ansprache berücksichtigt werden.
Darüber hinaus wurde ausführlich über die besondere Berücksichtigung von Menschen diskutiert,
die aus soziodemografischen Gründen bisher kaum oder gar nicht in den Klimadiskurs
eingebunden sind. Wir finden es wichtig, sozial benachteiligte Menschen viel mehr als bislang in
den Klimadiskurs zu integrieren. Allerdings halten wir es für unrealistisch, dies bereits im ersten
Wettbewerbsjahr und mit den gegebenen finanziellen Ressourcen zu stemmen. Das bedeutet aber
selbstverständlich nicht, Menschen aus prekären Verhältnissen vom Wettbewerb auszuschließen.
Wir würden diese Zielgruppe nur nicht gesondert ansprechen.
Einbindung von Stakeholdern
In der Sozialpsychologie gibt es eine Regel, die besagt, dass es für Change-Prozesse nur einen
kleinen Anteil von Menschen in einem System braucht, die etwas verändern wollen. Die Größe, die
hier oft genannt wird, sind 3,5 Prozent. Es müssen aber die richtigen 3,5 Prozent sein. Ziel muss es
sein, sie für die Kommunikation des Wettbewerbs zu gewinnen.
Intern sind dies die naheliegenden Partner wie die Dezernate – allen voran Dezernat 3 – und ihre
Ämter wie das Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit, das Amt für Kinder, Jugend und
Familie oder das Kulturamt. Ein ebenfalls zentraler Partner innerhalb des Konzerns sind die
Stadtwerke Bonn (SWB).Seite 16 von 47
Der Wettbewerb
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Außerhalb der stadtnahen Bereiche sollte ein Stakeholder-Prozess versuchen, diejenigen
Institutionen zu adressieren, die Zugänge zu wichtigen Zielgruppen eröffnen, wie z.B. IHK, HWK,
Einzelhandelsverband, Umwelt- und Mobilitätsverbände, Schulen und Hochschulen, Kunst und
Kultur, Kirchen, Sozial- und Stadtteilzentren, etc.
intern
Stadtverwaltung •
Städt. Unternehmen •
Oberbürgermeisterin •
extern
• Bürger:innen
• Verbände/Aktivist:innen
• Unternehmen/IHK/HWK
• Umwelt- und Mobilitätsverbände
• Schulen und Hochschulen
• Sozial- und Stadtteilzentren
• Kunst- und Kultur
• Kirchen
• Weitere gesellschaftliche Entscheider:innen
• MedienSeite 17 von 47
Themen
Der Wettbewerb
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Der Wettbewerb soll perspektivisch auf das Hauptziel einzahlen, dass Bonn bis zum Jahr 2035
klimaneutral wird. Klimaneutralität kann nur dann erreicht werden, wenn möglichst viele Facetten
von Klimaschutz bespielt werden. Dementsprechend empfehlen wir Ihnen, auch den Wettbewerb
thematisch möglichst facettenreich aufzustellen.
Eine Fokussierung auf ein Thema oder wenige Themen würde erstens dazu führen, dass wir
Engagement außerhalb dieser Themen nicht berücksichtigen könnten. Zweitens würde der
Wettbewerb dadurch kein umfassendes Bild des hoffentlich vielfältigen Engagements in die
Stadtgesellschaft zurückspiegeln können. Und drittens würde eine thematische Fokussierung
wahrscheinlich die Anzahl der Einreichungen drücken, was wiederum der Verstetigung und
Bewerbung des Wettbewerbs in den Folgejahren abträglich wäre. Dies sind nur einige Gründe
dafür, auf thematische Breite zu setzen.
Der Ansatz, jedes Jahr einen neuen Themenschwerpunkt zu setzen, ist durchaus charmant. Um die
Ihnen zur Verfügung stehenden Mittel wissend, möchten wir Ihnen aber gerne davon abraten.
Denn wechselnde Themen bedeuten auch, dass die Stadt den Wettbewerb jedes Jahr zumindest in
Teilen neu konzipieren und neue Zielgruppen ansprechen müsste. Wir möchten Ihnen deswegen
dazu raten, ohne thematische Einschränkungen zu agieren. Kommunizieren Sie deshalb – z.B. auf
der Wettbewerbs-Website – eine möglichst umfangreiche Themenliste, aus der Sie wiederum
Aktionsbeispiele ableiten können, die Interessierten als Orientierung für eigene Projekte dienen.
Mögliche Themenvorschläge sind:
• Mobilität
• Energie
• Konsum
• Ernährung
• Landwirtschaft
• ForstwirtschaftSeite 18 von 47
Kriterien
Der Wettbewerb
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Teilnahmekriterien
Welche Kriterien müssen die Bewerber:innen erfüllen, um ihr Projekt beim Bonner
Klimawettbewerb einreichen zu können? Diese Frage ist eng mit den Zielen verknüpft, die Sie mit
dem Wettbewerb verfolgen.
Das Ziel, möglichst viele Bonner:innen aus möglichst vielen gesellschaftlichen Milieus zur Teilnahme
zu motivieren, lässt sich vor allem durch niedrigschwellige Teilnahmekriterien erreichen. Gerade im
ersten Jahr des Wettbewerbs kann es helfen, den Bonner:innen die Tür zur Teilnahme weit zu
öffnen. Wir nennen hier im Workshop genannte Vorschläge für Teilnahmekriterien und diskutieren
diese kurz und knapp:
Projekte statt Ideen: Wir halten es für den richtigen Ansatz, Projekte statt Ideen zu prämieren.
Denn die Zeit bis 2035 ist knapp. Gute Klimaschutzideen helfen zwar mittel- und langfristig, sofern
sie denn umgesetzt werden. Wer uns aber kurzfristig weiterhilft, sind Menschen, die jetzt bereits
anpacken. Die eingereichten Projekte müssen entsprechend bereits begonnen, nicht aber
abgeschlossen sein.
Projekt muss innerhalb Bonns erbracht werden: Als Bonner Klimawettbewerb muss das Projekt
auch in Bonn erbracht werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Teilnehmenden in Bonn
wohnen müssen. So könnte z.B. ein Projekt von Kölner:innen umgesetzt werden, die aber in Bonn
arbeiten und ihr Engagement für den Klimaschutz im Rahmen ihres Jobs zeigen.
Das Projekt muss eine Gruppenleistung sein: Mit dem Wettbewerb wollen wir zeigen, dass
Klimaschutz eine Gemeinschaftsaufgabe ist. Dieser Gedanke ist ein wichtiger in der Klimaschutz-
Kommunikation: Ja, jede und jeder kann etwas beitragen. Aber es darf nicht der Eindruck
entstehen, man selbst müsse die Rettung des Planeten alleine schultern. In der Gruppe hingegen
sind wir stark. Deshalb zeichnen wir mit dem Klimawettbewerb Gruppenprojekte aus.Seite 19 von 47
Der Wettbewerb
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Maßnahmen wie „ich schaffe eine E-Lade-Säule an“ oder „unsere Familie installiert Solar-Panels auf
dem Dach“ erfüllen die Teilnahmekriterien dementsprechend nicht. Damit diese Regel nicht
umgangen werden kann, indem z.B. Familien ihren Haushalt als Gruppe definieren, schlagen wir
vor, nur Projekte anzunehmen, an denen mindestens zwei Personen aus mindestens zwei
Haushalten beteiligt sind.
Klimaschutz vs. Klimaanpassung: Eine kontroverse Frage ist, ob nur Klimaschutzprojekte oder auch
Klimaanpassungsprojekte zugelassen werden sollten. Es gibt genügend Argumente für und gegen
beide Optionen, die wir an dieser Stelle aber nicht im Detail ausführen möchten. Mit dem großen
Ziel „Klimaneutralität 2035“ im Blick sind wir der Auffassung, der Wettbewerb sollte klar und
deutlich im Zeichen des Klimaschutzes stehen. Prämieren Sie ein sehr originelles, ausgefeiltes
Projekt, das aber ausschließlich Klimaanpassung betreibt, ist dies schwer zu argumentieren. Wir
plädieren deshalb dafür, dass eingereichte Projekte mindestens einen klar erkennbaren
Klimaschutzanteil haben müssen. Dafür benötigt es einen Hinweis, was konkret als Klimaschutz zu
verstehen ist: CO2-Einsparung und dessen Vermeidung, aber eben auch Motivation, Bildung etc.,
die Klimaschutz ermöglichen. Der Unterschied zwischen Klimaschutz und Klimaanpassungen sollte
nicht offen diskutiert werden. Das würde die Kommunikation holprig und unnötig komplex wirken
lassen. Die Diskussion ist zudem eine akademische, die in vielen Zielgruppen kaum Verständnis
finden dürfte.
Mindestteilnahmealter: Mit der Verwaltungsabteilung für Rechtangelegenheiten sollte geklärt
werden, ob die Festlegung eines Mindestteilnahmealters rechtlich notwendig ist und ob
minderjährige Teilnehmer:innen eine volljährige „Begleitperson“ und/oder die Zustimmung ihrer
Erziehungsberechtigten für die Teilnahme benötigen.
Bewertungskriterien
Es wurden darüber hinaus zwei Kriterien diskutiert, die unseres Erachtens keine Teilnahme-,
sondern Bewertungskriterien darstellen: Originalität und Nachahmbarkeit. Schließlich können
Teilnehmende nicht selbst bewerten, ob ihr Projekt originell oder nachahmbar genug ist, um die
Teilnahmekriterien zu erfüllen. Es ist Aufgabe der Wettbewerbsjury, dies zu tun.
Das Projekt muss originell sein: Mit dem Wettbewerb zeichnen wir originelle Ideen in der
Umsetzung aus. Klimaschutz kann auf die verschiedensten kreativen Weisen erreicht werden.
Genau solche Projekte wollen wir auszeichnen und damit Inspiration in die BonnerSeite 20 von 47
Der Wettbewerb
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Stadtgesellschaft senden. „Ich fahre mit meinen Kolleg:innen mit dem Fahrrad zur Arbeit“, kann
somit zwar eingereicht werden, hat aber keine Chance, prämiert zu werden. Originalität kann z.B.
bedeuten, dass ein Projekt etwas Neues schafft, außergewöhnlich oder in irgendeiner Form
überraschend ist.
Das Projekt muss eine Wirkung haben: Wirkung kann man ganz unterschiedlich definieren. Wir
wollen keine solche Definition vorgeben. Denn je offener wir den Begriff lassen, desto diverser
können die Gewinner:innenprojekte sein. Ein Projekt, das z.B. viel CO2 reduziert oder gar
vermeidet, sei es baulich, mechanisch o.Ä. (technisch), hat ebenso eine Wirkung wie ein Projekt,
das möglichst viele Menschen erreicht und sie motiviert, Klimaschutz zu betreiben, z.B. durch neue
Allianzen, durch Kunstprojekte etc. (sozial). Gleichwohl sollten Projekte ausgezeichnet werden, in
denen die Jury eine wie auch immer geartete Wirkung erkennt.
Das Projekt muss (nicht) nachahmbar sein: Ein Teilnahmekriterium, über das im Workshop
Konsens herrschte, war das der Nachahmbarkeit. Weil es ein wichtiges Ziel des Wettbewerbs ist,
möglichst viele Menschen für Klimaschutzmaßnahmen zu begeistern, erscheint es auf den ersten
Blick sinnvoll, Projekte auszuzeichnen, die viele Nachahmer:innen finden können. Dennoch
möchten wir Ihnen von diesem Kriterium abraten. Es steht unserem Kriterium der Originalität in
einem gewissen Maße entgegen. Wir halten es für wichtiger, besondere Projektideen
auszuzeichnen, die Strahlkraft haben und inspirieren. Nachahmbarkeit hingegen birgt die Gefahr
von Beliebigkeit.
Unsere Kriterien-Empfehlungen im Überblick
Teilnahme
Begonnene
Projekte
In Bonn erbracht
Als
Gruppenleistung
Mit klarem
Klimaschutz-
Anteil
Bewertung
Originalität
WirkungSeite 21 von 47
Jury
Der Wettbewerb
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Die Jury eines Wettbewerbs ist das kompetent und möglichst vielfältig besetzte Gremium zur
Auswahl der Gewinner:innen-Projekte. Gleichzeitig ist die Jury ein Resonanzraum in die
Öffentlichkeit. Erstens machen Jury-Mitglieder den Wettbewerb in bestimmten Zielgruppen
bekannt. Zweitens können die medialen Kanäle der Institutionen, denen die Jurymitglieder
angehören, zur Bewerbung des Wettbewerbs genutzt werden. Ein Besipiel: Wenn ein:e Vertreter:in
der IHK Mitglied der Jury ist, schafft diese persönliche Verbindung Glaubwürdigkeit für den
Wettbewerb in der Zielgruppe Unternehmen. Gleichzeitig kann diese Person veranlassen, dass die
Kommunikationskanäle der IHK für die Bekanntmachung des Wettbewerbs zur Verfügung stehen.
Die Jury sollte nicht mehr als 8 bis 10 Personen umfassen. Die im Workshop vorgeschlagenen
Jurymitglieder sind zu homogen, da sie alle akademisch sind.
Unser Vorschlag: Umwelt-Journalist:in vom GA, Mitarbeiter:in einer Umweltorganisation mit Sitz in
Bonn wie z.B. German Watch, FridaysForFuture-Aktivist:in, Professor:in eines relevanten
Studiengangs wie Geografie oder Biologie der Uni Bonn, Ökoreferat des AStA, Mitarbeiter:in der
UNU, IHK-Vertreter:in, Vertreter:in aus dem Bereich Handwerk, zwei „normale“ Bürger:innen aus
einem Stadtteilzentrum und einer Migrant:innenselbstorganisation, ggf. Schirmherr bzw.
Schirmfrau sowie eine Person aus der Stadtverwaltung wie der/die zuständige Dezernent:in, Herr
Thyssen als Leiter der Programmbüros oder Frau Wilde (Programmbüro Klimaneutrales Bonn
2035).Seite 22 von 47
Gewinner:innen & Preise
Der Wettbewerb
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Weil nur wenig Budget für die Preisgelder zur Verfügung steht, sollten Sie nur wenige
Preisträger:innen küren. Gleichzeitig wollen wir möglichst viele gute Beispiele ins Rampenlicht
stellen. Daher schlagen wir vor, drei bis fünf Preisträger:innen auszuzeichnen. Trotzdem schlagen
wir vor, die zehn ersten Plätze bekannt zu geben und daraus Platz eins bis fünf zu küren. Durch die
Bekanntgabe dieser Top Ten erkennen wir das Engagement möglichst vieler Teilnehmenden an.
Wir empfehlen, keine festen Preiskategorien im Vorfeld an die Öffentlichkeit zu kommunizieren.
Stattdessen werden die Kategorien flexibel in der Jurysitzung bestimmt - abhängig von den
Einreichungen. So öffnet man den Wettbewerb für alle möglichen Projekte und man kommt nicht in
die Verlegenheit, eine Kategorie aus Ermangelung an Einreichungen gar nicht prämieren zu können
oder einen Preis für ein Projekt vergeben zu müssen, das es eigentlich nicht verdient hat.
Maßstab für die Preiswürdigkeit sind die vordefinierten Kriterien (siehe S. 15) . So kann
beispielsweise eine besondere Gruppenleistung gewürdigt werden bzw. die inhaltliche
Fokussierung auf einen wesentlichen Aspekt des Klimaschutzes – und natürlich die beiden
Bewertungskriterien „Originalität“ und „Wirkung“. Preisträger können auch nur in einem Kriterium
besonders gut abschneiden oder eben dadurch glänzen, dass sie alle Kriterien abdecken.Seite 23 von 47
Der Wettbewerb
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In Anlehnung an die kreativen Leitideen (siehe S. 25f.) bieten sich folgende Preise an:
Platz 1
2.000 EUR
Urkunde
Besuch von Frau Dörner im Projekt
Besuch im Klimasekretariat oder beim DLR
Platz 2
1.000 EUR
Urkunde
Besuch von Frau Dörner im Projekt
Platz 3
500 EUR
Urkunde
Besuch von Frau Dörner im Projekt
Alle Teilnehmenden am Wettbewerb erhalten eine von der OB unterschriebene Urkunde.Seite 24 von 47
Preisverleihung
Der Wettbewerb
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Location
Wenn eine Stadt ein so repräsentatives Rathaus hat wie Bonn, dann sollte sie es auch nutzen.
Wir empfehlen deshalb das Alte Rathaus als Ort der Preisverleihung. Diese Location-Wahl hat
folgende Vorteile:
• Keine Fremdkosten für die Location
• Sie sind frei in der Gestaltung des Events
• Sie sind vergleichsweise frei in der Wahl des Datums
• Wir verleihen den Preis im Sitz der Oberbürgermeisterin
• Festliches Ambiente
• Wetterfeste Eventplanung
• Fokus allein auf den Preisträger:innen, wenn die Preisverleihung nicht in ein anderes Event
integriert wird
Gäste
Wir laden alle Teilnehmenden und ihre Angehörigen ein, um eine Klimapreis-Community zu bilden.
Außerdem sollte die gesamte Jury eingeladen werden. Wichtig ist außerdem, dass Vertreter:innen
der Presse anwesend sind, damit die Preisverleihung medial aufgegriffen wird – allen voran GA,
Radio Bonn Rhein-Sieg und der WDR. Laden Sie diese gezielt ein.
Laudationes
Die Begründung der Jury kann wahlweise von OB Katja Dörner verlesen werden oder von
ausgewählten Mitgliedern der Jury.
Preis & Urkunde
In jedem Fall erhalten die Preisträger:innen eine Urkunde, die von OB Dörner unterschrieben ist.
Für die Übergabe von Preisen, die keine Sachpreise sind, sollte außerdem eine Lösung für deren
Visualisierung gefunden werden.Seite 25 von 47
3
Kommunikation des
Wettbewerbs
23Seite 26 von 47
Kreation
Kommunikation des Wettbewerbs
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Der Klimawettbewerb als Teil einer Gesamtkommunikation
Was möchten wir über den Bonner Klimawettbewerb erzählen? Diese Frage beantwortet man am
besten entlang der Ziele und Zielgruppen, die wir definiert haben. Das übergeordnete Ziel ist es, bis
ins Jahr 2035 Klimaneutralität in Bonn zu erreichen. Der Klimawettbewerb ist dabei nur eines von
vielen Puzzlestücken. Seine Kommunikation sollte sich entsprechend in das große Gesamtbild
einfügen. Den Rahmen muss eine übergeordnete Klimaschutzkampagne setzen.
Dachkommunikation der
„Klimaschutzkampagne“
• Weiteres Kommunikationskonzept
• Corporate Design inkl. Logo
• Corporate Wording inkl. Claim
• Maßnahmen
Der Klimawettbewerb
• Corporate Design
• Corporate Wording
• Maßnahmen
Weitere Aktivitäten für das Ziel
„Klimaneutralität 2035“ der Stadt Bonn
• z.B. Förderprogramme
• z.B. „Bonn4Future“
Für eine Kommunikation „aus einem Guss“ ist es absolut zentral, einen größtmöglichen Konsens
über das „Was“ der Klimawettbewerbs bei all jenen herzustellen, die hinter ihm stehen müssen.
Dazu zählen in erster Linie die entsprechenden Mitarbeiter:innen der Bonner Stadtverwaltung aber
auch die beteiligten Tochtergesellschaften der Stadt. Das gilt insbesondere für das „Amt für Presse,
Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit“, die die gesamtstädtische Klimaschutzkampagne über ihre
Kanäle streut, deren Teil auch der Klimawettbewerb werden soll. Ebenso wichtig sind weitere
einzubindende Stakeholder, die den Klimawettbewerb in ihren eigenen Netzwerken streuen sollen.
Dazu gehören etwa die IHK oder die HWK. Ein solches gemeinsames Verständnis lässt sich nur über
Dialog herstellen, den Sie sowohl intern als auch mit externen Partnern pflegen sollten.Seite 27 von 47
Kommunikation des Wettbewerbs
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Grundnarrativ, Tonalität & Wording
Ein Narrativ ist gleichzusetzen mit einer Erzählweise: Es definiert nicht, was erzählt wird, sondern
auf welche Art und Weise, mit welchem Ton, etwas erzählt wird. Das Grundnarrativ liefert den
roten Faden für die Kommunikation des Klimawettbewerbs sowohl nach außen als auch nach
innen. Dabei muss das Narrativ der übergeordneten Klimaschutzkampagne der Stadt unbedingt
berücksichtigt werden. Denn wird über Klimaschutz in der Stadt Bonn völlig anders geredet als über
den Klimawettbewerb, entsteht ein kommunikativer Flickenteppich. Allen Personen, die für den
Klimawettbewerb an die Öffentlichkeit kommunizieren, hilft das Narrativ als Orientierung. Das
Narrativ fungiert damit nicht Sinne eines Claims, sondern gilt als Leitlinie der Kommunikation.
Über Klimaschutz kann auf ganz verschiedene Arten gesprochen werden. Der Begriff „Klimaschutz“
ist im Grunde für sich bereits ein Narrativ. Er stilisiert das Klima als passiv und uns als aktiv: Das
Klima als betroffenes Objekt und uns Menschen als Kümmerer. Es ist für die
Klimaschutzkommunikation der Stadt Bonn im Allgemeinen und für den Wettbewerb im Speziellen
unerlässlich, zu definieren, wie wir über den Themenkomplex „Klima“ sprechen. Aber auch
Schreibweisen wie das Gendern, Siezen oder Duzen sollte klar geregelt sein und sich in die
gesamtstädtische Linie einfügen. Wir raten zu einem positiven Wording, das motiviert und bestärkt,
anstatt zu schockieren und alarmieren. Mit folgendem zugegeben überspitzten Beispielen wollen
wir demonstrieren, wie ein und derselbe Sachverhalt mittels Wording zwei ganz unterschiedliche
Reaktionen in uns auslöst:
„Die Klimakrise zwingt jede:n Einzelne:n zum Handeln. Der Klimawettbewerb sorgt
dafür, dass wir sofort starten, damit wir unser Ziel „Klimaneutralität 2035“ nicht
verfehlen.→ Negativ, alarmierend, fordernd
„Gemeinsam gehen wir den Klimawandel an. Mit dem Bonner Klimawettbewerb
wollen wir aktiven Klimaschutz auszeichnen und zeigen: „Klimaneutralität 2035“
ist ambitioniert, aber machbar – wenn wir alle an einem Strang ziehen.“→ Positiv, motivierendSeite 28 von 47
Kommunikation des Wettbewerbs
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Wir empfehlen Ihnen, ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen rund um den Wettbewerb
anzulegen, das dem Geist des zweiten Narrativs entspricht. Teilen Sie das Glossar mit allen
Beteiligten, die zum Klimawettbewerb im Sinne der Stadt mit der Öffentlichkeit kommunizieren –
sowohl intern als auch extern.
Zielgruppennarrative
Verschiedene Zielgruppen benötigen verschiedene Ansprachen. Es macht also Sinn, ein eigenes
Narrativ für jede Zielgruppe zu entwickeln. Solche Narrative gelten als Leitlinie der
Zielgruppenansprache, werden aber nicht eins zu eins an diese kommuniziert, anders als etwa ein
Claim.
Der Bonner Klimawettbewerb ist leider nicht ausreichend finanziell ausgestattet, um eine in der
Stadt sichtbare Kommunikationskampagne zu starten, die verschiedene Zielgruppen einzeln
adressiert – etwa über verschiedene Plakatmotive, die je eine Zielgruppe ansprechen. Dennoch
halten wir es für sinnvoll, Zielgruppennarrative zu verwenden, die für die Ansprache von
Multiplikator:innen genutzt werden können. Denn die Unternehmen der IHK springen auf andere
Schlagwörter an als z.B. Studierende der Uni Bonn.
Vereine: Vereine tun viel für die Menschen in Bonn. Sie sind vielfältig und sorgen mit ihrer Arbeit
für Lebendigkeit in der Stadt. Vereine bringen Menschen zusammen, die etwas gemeinsames
teilen. Das macht sie als Gruppe stark. Genau diesen Teamgeist brauchen wir für den Klimaschutz in
Bonn. Mit dem Klimawettbewerb wollen wir Gruppen wie euch ermutigen, Klimaschutzprojekte
umzusetzen – kreativ und nach euren eigenen Vorstellungen. Damit habt ihr die Möglichkeit, die
Zukunft der Stadt aktiv mitzuprägen und zu helfen, unser gemeinsames Ziel zu erreichen: ein
klimaneutrales Bonn 2035.
Initiativen/Interessensgruppen: In Bonn gibt es zahlreiche Initiativen. Ihnen allen ist gemein, dass
sie als Gruppe, als Team etwas verändern wollen – mit Engagement und viel Hingabe. Genau das ist
es, was es auch im Klimaschutz braucht. Mit dem Bonner Klimawettbewerb zeichnen wir deshalb
Gruppenprojekte aus, die dazu beitragen, dass wir unser großes gemeinsames Ziel erreichen: ein
klimaneutrales Bonn 2035.Seite 29 von 47
Kommunikation des Wettbewerbs
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Unternehmen: Unternehmen haben die Kraft, etwas zu bewegen. Die Stadt hat ein Ziel:
Klimaneutralität in Bonn 2035. Damit wollen wir nicht nur unseren lokalen Beitrag zum globalen
Klimaschutz leisten, sondern die gesamte Stadt fit für die Zukunft machen. Für die Menschen, die
hier leben. Für die Menschen, die hier arbeiten. Mit dem Bonner Klimawettbewerb möchten wir
euch dazu motivieren, diese Zukunft mitzugestalten – mit euren eigenen Projekt. Damit verbessert
ihr nicht nur das Stadtklima, sondern gleichzeitig euer Image als modernes, verantwortungsvolles
Unternehmen und attraktiver Arbeitgeber.
Private kulturelle Einrichtungen: Die Bonner Kulturszene ist enorm wichtig für die Stadt. Sie
schafft, was im Alltag oft nicht möglich ist: Sie hält der Gesellschaft einen Spiegel vor und testet
gleichzeitig Neues aus, übertritt Grenzen und erweitert unseren Horizont. Genau diese Fähigkeiten
brauchen wir auch in der Bonner Klimawende. Bis 2035 soll die Stadt klimaneutral sein. Um das zu
erreichen, brauchen wir alle – und eure kreativen Klimaschutzprojekte.
Studierende und Schüler:innen: Ihr seid es, die Bonn in den kommenden Jahren und Jahrzehnten
prägen werden – mit euren Wünschen, euren Ideen, eurem Wissen. Die Stadt soll im Jahr 2035
klimaneutral sein. Was wir auf dem Weg dahin brauchen? Euch. Zeigt uns mit euren
Klimaschutzprojekten, wie euer Bonn der Zukunft aussehen soll und gestaltet die Stadt aktiv mit.
Kreative Leitideen
Jede Strategie ist nur so gut wie ihre Umsetzung. Und die Narrative und Botschaften einer
Kommunikation können noch so gut überlegt sein – wenn sie nicht attraktiv, eingängig und mit
einer guten Portion Wiedererkennungswert kommuniziert werden, drohen sie zu verpuffen.
Wir möchten Ihnen zwei verschiedene kreative Ansätze vorschlagen:
1. „Bonner Gesichter“
2. „Bonn von oben“Seite 30 von 47
Kommunikation des Wettbewerbs
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Variante 1: Bonner Gesichter
Die Variante „Bonner Gesichter“ orientiert sich stark an den Beispielmotiven der
Klimaschutzkampagne, die Sie uns zur Verfügung gestellt haben (siehe Abbildung rechts).
Wir zeigen Bonner:innen in ihrer Stadt. Ein
Nachhaltigkeits-/Klimabezug kann von Vorteil
sein, ist aber kein Muss. Die gezeigten Personen
bilden dabei ein möglichst breites Spektrum der
Bonner Stadtgesellschaft ab. Das lässt sich am
besten über verschiedene Kampagnenmotive
erreichen. Menschen vertrauen Menschen. Und
Gesichter wecken Emotionen in uns. Die
richtigen Emotionen wiederum lösen Handlung
aus. In unserem Fall: Eine Teilnahme am Bonner
Klimawettbewerb. Idealerweise haben Sie
bereits solche Motive, die aus der Vorgänger-
kampagne übrig sind und die Sie noch nicht
verwendet haben. Die Alternative wäre ein
Fotoshooting im selben Stil, was wiederum mit
Kosten verbunden ist. Wir bilden stets Gruppen
ab, um den Gruppencharakter des
Wettbewerbs zu betonen.
Der Ansatz soll unsere Botschaft transportieren: „Jeder und jede kann etwas beitragen, aber
besonders in der Gruppe sind wir stark“. Durch die Darstellung verschiedener Charaktere schaffen
wir eine möglichst große Identifikationsfläche. Denn je mehr Menschen sich angesprochen fühlen,
desto höher ist die Wahrscheinlichkeit vieler Einreichungen. Von großem Vorteil wäre es, wenn Sie
für diesen Ansatz einen prominenten Schirmherr oder eine prominente Schirmfrau aus Bonn
gewinnen könnten. Wichtig ist, eine Person zu wählen, mit der Bonner:innen sich in irgendeiner
Form identifizieren können, die sympathisch ist und im besten Falle einen Nachhaltigkeits- oder
Klimabezug hat. Ein Beispiel: Eckart von Hirschhausen. Dieser Schirmherr oder diese Schirmfrau
kann muss aber keine prominente Rolle einnehmen. Ein Bild und ein Statement zum WettbewerbSeite 31 von 47
Kommunikation des Wettbewerbs
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können bereits sehr wirksam sein. Sie könnten auf Kommunikationsmitteln, besonders aber auf der
Website, eine Rolle spielen. Als Extra sind aber auch ein Auftritt samt Rede bei der Preisverleihung
denkbar sowie ein Platz in der Jury.
Variante 2: Bonn von oben
Unser zweiter Vorschlag zeigt
Bonn aus der entgegengesetzten
Perspektive. Nicht aus den
Augen der Bonner:innen,
sondern von ganz weit oben, aus
dem Weltall. In den letzten
Jahren haben Astronaut:innen
eine immer wichtigere Rolle als
Botschafter:innen für den Klima-
schutz eingenommen. Sie verkörpern dabei gleich zweierlei: Sie sprechen als glaubwürdige
Expert:innen und transportieren gleichzeitig eine für Wissenschaftler:innen außergewöhnliche
Emotionalität. Denn sie zeigen unseren riesigen, faszinierenden, wunderschönen, zugleich aber
auch fragilen Lebensraum aus einer Ferne, die uns Menschen ansonsten fremd ist. Das Bild, das Sie
hier sehen, stammt vom Astronauten Matthias Maurer. Ein dazugehöriger Artikel erschien am 17.
Februar 2022 im Bonner General-Anzeiger.
Unsere zweite Variante „Bonn von oben“ funktioniert in ihrer einfachsten Ausführung mit simplen
Motiven des Weltalls. Besser wäre es jedoch, wenn die Stadt bei Matthias Mauerer anfragen
würde, ob sie die Rechte an seinen Bildern von Bonn für die Wettbewerbsmotive erhalten könnte.
Der „Bonn von oben“-Ansatz ließe sich aber auch deutlich umfassender ausgestalten. Wir stellen
uns eine Kooperation mit dem DLR – mit Hauptsitz in Köln und einem Standort in Bonn – vor.
Denkbar ist auch eine Kooperation mit Matthias Maurer, Dr. Suzanna Randall und/oder Dr. Insa
Thiele-Eich. Die beiden letztgenannten sind „die Astronaut:innen“, die sich für mehr Frauen in der
Raumfahrt einsetzen und auch Bildungsprojekte umsetzen. Dr. Insa Thiele-Eich promovierte zudem
zu den Auswirkungen des Klimawandels und eignet sich somit besonders für eine Kooperation.
Diese Personen wären hervorragend als Schirmfrauen bzw. Schirmherren geeignet. Sie außerdem
bei der Preisverleihung sprechen zu hören, würde die Veranstaltung noch attraktiver machen.Seite 32 von 47
Kommunikation des Wettbewerbs
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Denkbar wäre auch, ein Meet & Greet mit einem/einer der Astronaut:innen als Preis zu
arrangieren. Dr. Suzanna Randall und Dr. Insa Thiele-Eich haben einer Moderation des TV-Senders
KIKA bereits ermöglicht, einen Tag im Trainingszentrum für Astronaut:innen mit ihnen gemeinsam
zu verbringen. Unter Umständen wäre so etwas auch in Kooperation mit der Stadt Bonn möglich.
Dieser Ansatz stellt also wortwörtlich einen Gegensatz zu unserem „Down to earth“-Ansatz der
ersten Variante dar. Variante 1 setzt auf einen Peer-to-Peer-Gedanken, auf Augenhöhe und eine
möglichst niedrigschwellige Identifikation. Variante 2 hingegen motiviert eher durch das Zeigen von
Außergewöhnlichem. Sie bietet weniger Raum für Identifikation, versprüht dafür aber deutlich
mehr Glanz und motiviert auf eine ganz andere Weise.
Variante 1 fügt sich fast schon automatisch in das bisherige Kampagnendesign der Stadt ein. Aber
auch Variante 2 würde durch die konsequente Verwendung der Logos und des Claims als Teil der
Hauptkampagne gut erkennbar sein. Zugleich bietet sie einen gewollten Bruch, der den
Wettbewerb herausstechen lässt. Aus unserer Sicht ist beides gut denkbar, wir favorisieren jedoch
aufgrund der deutlich größeren Strahlkraft Variante 2. Unsere Designvorschläge sehen Sie auf der
übernächsten Seite.
Name des Wettbewerbs
Unabhängig davon, ob unser erster oder unser zweiter Leitgedanke Ihnen mehr zusagt, empfehlen
wir Ihnen einen einfachen Namen für den Klimawettbewerb. Wir schlagen folgende drei Namen
vor, sortiert nach unserer eigenen Favorisierung:
1. Bonner Klima-Award
Unser Favorit. Wir legen den Fokus weg vom „Wettbewerb“ und hin zur Auszeichnung. Denn es ist
eigentlich gar nicht das Gegeneinander, das den Klimawettbewerb auszeichnen soll, sondern das
Miteinander, das es braucht, um Klimaneutralität 2035 zu erreichen. „Award“ macht deutlich, dass
wir es mit einem Wettbewerb zu tun haben, ohne ihn so nennen zu müssen.
2. Bonner Klima-Contest
Der englische „Contest“ klingt weniger hart als der deutsche „Wettbewerb“. Der Begriff ist im
Deutschen längst gelernt, klingt aber weniger kompetitiv als „Wettbewerb“ und hat oft eine
spielerische Konnotation. Zudem klingt der „Klima-Contest“ aufgrund seiner Alliteration rund und
einprägsam.Seite 33 von 47
Kommunikation des Wettbewerbs
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3. Bonner Klima-Preis
Auch hier kommen wir ohne das Wort „Wettbewerb“ aus. Bonner Klima-Preis ist die deutsche
Variante des Klima-Awards. Da der „Preis“ im deutschen aber mehrere Bedeutungen hat, die eher
negative Assoziationen hervorrufen, ziehen wir die englische Variante „Award“ vor.
Wir sind der Ansicht, dass es keinen Claim als Ergänzung zum Namen braucht. Der Name des
Wettbewerbs spricht für sich. Eine Positionierung, ein Produktversprechen oder -nutzen, ein
Alleinstellungsmerkmal oder andere Funktionen, die ein Claim normalerweise erfüllen soll, sind
nicht vonnöten. Schließlich steht der Klimawettbewerb in keinem Konkurrenzverhältnis zu anderen
Wettbewerben in der Stadt, von denen er sich abgrenzen müsste. Im Gegenteil würde der
eingängige Name „Bonner Klima-Award“, „Bonner Klima-Preis“ oder „Bonner Klima-Contest“ durch
einen Namenszusatz eher unnötig verwässert.
Alle gewählten Namen machen zudem keine Unterscheidung zwischen Klimaschutz und
Klimaanpassung. Es geht ums Klima mit allem, was dazu gehört.
Design
Wir möchten Ihnen gerne zwei Designvorschläge machen, die sich an unseren oben skizzierten
kreativen Leitideen orientieren: „Bonner Gesichter“ und „Bonn von oben“. Für unsere
Gestaltungsentwürfe haben wir uns an die Designvorgaben der Citylight-Motive der Bonner
Klimaschutzkampagne gehalten. Weil wir den Wettbewerb als Teil einer Klimaschutz-
gesamtstrategie kommunizieren wollen, scheren wir mit unseren Designs bewusst nicht aus. Davon
abgeleitet haben wir beispielhaft Sharepic-Entwürfe für Instagram und Postkarten. Auch weitere
Formate, z.B. für andere soziale Netzwerke (siehe S. 34), sind mit geringem Aufwand umsetzbar.
Beide Varianten kommen mit wenig Text aus. Nur das Wesentliche soll kommuniziert werden:
„Bonner Klima-Award 2022 – jetzt mit eurem Gruppen-Projekt bewerben!“ Weitere Infos finden
Interessierte auf der Website des Wettbewerbs (siehe S. 40). Wir verzichten außerdem auf ein
Datum, um das Einreichungsdatum notfalls flexibel verschieben zu können.Seite 34 von 47
Kommunikation des Wettbewerbs
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Gestaltungsvariante „Bonner Gesichter“
CLP-Alternative zur Visualisierung des
Gruppencharakters
City-Light-Format Postkarten-Format
Instagram-PostSeite 35 von 47
Kommunikation des Wettbewerbs
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Gestaltungsvariante „Bonn von oben“Seite 36 von 47
Kanäle & Maßnahmen
Kommunikation des Wettbewerbs
34
In der Medienarbeit unterscheiden wir zwischen den Begriffen „Owned Media“, „Earned Media“
und „Paid Media“. Vor dem Hintergrund des knappen Budgets mit dem der Wettbewerb
ausgestattet ist, empfehlen wir Ihnen, auf „Owned Media“ und „Earned Media“ zu setzen. Gerade
aufgrund der vielen eigenen Kanäle und der guten Beziehungen zu Partnern und Medien halten wir
diesen Ansatz für vielversprechend. Dennoch würde ein zusätzliches Mediabudget natürlich enorm
dabei helfen, den Wettbewerb in der Stadt nachhaltig sichtbar zu machen.
Owned Media • Werbeträger in
eigenem Besitz
• Stadteigene
Flächen und
Brücken
• Flächen von
Kooperations-
partnern
• Freianzeigen
• Eigene Website
>>> Schwerpunkt
Earned Media • Zusätzliche
Präsenz, die wir
uns „verdienen“
• Pressearbeit
• Social Media
• Nicht kostenlos,
aber sehr effizient
mit deutlich
geringeren Kosten
als gekaufte
Medien
>>> Zweites
Standbein
Paid Media • Klassische Präsenz
durch bezahlte
Werbeflächen
• Schaltkosten für
Anzeigen, Plakate
etc.
>>> ErgänzungSeite 37 von 47
Kommunikation des Wettbewerbs
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Eigene Kanäle nutzen
Die Stadt Bonn verfügt bereits über viele eigene Kanäle, die sie für die Kommunikation rund um
den Klimawettbewerb nutzen kann. Zum einen bietet sich die Website an, zum anderen folgende
Social Media Accounts:
• Stadt-Account Facebook: über 50.000 Follower:innen
• Stadt-Account Instagram: 29.000 Follower:innen
• Stadt-Account Twitter: 21.000 Follower:innen
• Stadt-Account LinkedIn: 544 Follower:innen
Außerdem gibt es stadteigene Flächen, die mit Plakaten bespielt werden können. Darüber hinaus
könnte in einer Podcastfolge der Bonner Stadtverwaltung auf den Bonner Klimawettbewerb
eingegangen werden. Auf die Ausgestaltung einzelner Maßnahmen wird auf den folgenden Seiten
eingegangen.
Mit Partnern zusammenarbeiten
Multiplikatoren haben eine hohe Reichweite und teilweise direkten Kontakt zur Zielgruppe.
Kommunikativ mit ihnen zusammenzuarbeiten, ist daher essentiell. Diese Partner befinden sich
nicht nur in der grünen Community (wie z.B. Bonn4Future oder Critical Mass Bonn), sondern auch
darüber hinaus. Als Multiplikatoren eignen sich z.B. IHK, Kreishandwerkerverband Bonn-Rhein-Sieg,
Einzelhandelsverband Bonn Rhein-Sieg, Umwelt- und Mobilitätsverbände, Hochschulen, Kunst und
Kultur, Kirchen sowie Sozial- und Stadtteilzentren. Aus diesen Kreisen sollten Sie einen Verteiler
entwickeln, der regelmäßig mit Content bespielt werden kann.
Damit alle beteiligten Partner:innen den Bonner Klimawettbewerb in einer einheitlichen Form auf
ihren Kanälen darstellen können, ist es sinnvoll, ihnen ein Toolkit mit folgenden Materialien an die
Hand zu geben:
• Die wichtigsten Logos für den Klimawettbewerb bzw. dessen übergeordnete Kampagne (jpg,
png, eps – jeweils in RGB und CMYK)
• ausgewählte Bilder
• die ProjektbeschreibungSeite 38 von 47
Kommunikation des Wettbewerbs
36
• erste Textbausteine fürs Web
• einen Musterredaktionsplan für Presse und Social Media
• erste Social Media Inhalte bzw. Mustervorlagen wie Sharepics
oder editierbare Canva-Vorlagen
• Empfehlungen zum Posting-Verhalten inkl. Response Guide
Vor allem reichweitenstarke Social Media Accounts von Multiplikatoren eignen sich gut für eine
Kooperation, wie z.B.
• Account der Uni Bonn auf Twitter: 21.000 Follower:innen
• Account der Uni Bonn auf LinkedIn: über 60.000 Follower:innen
• Account der Uni Bonn auf Facebook: 68.000 Follower:innen
• Account der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg auf Twitter: über 3.500 Follower:innen
• Account der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg auf LinkedIn: über 12.000 Follower:innen
• Account der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg auf Facebook: über 11.000 Follower:innen
• Account der IHK Bonn auf Twitter: über 5.000 Follower:innen
• Account der IHK Bonn auf Facebook: 3.000 Follower:innen
• Account der IHK Bonn auf Instagram: über 900 Follower:innen
Auf Social Media informieren, motivieren und interagieren
Die Stadt Bonn verfügt über einige gut laufende Social Media Kanäle. Dieses Potenzial sollten Sie
unbedingt für den Bonner Klimawettbewerb nutzen. Instagram, Facebook, Twitter, LinkedIn
werden von sehr unterschiedlichen Zielgruppen genutzt. Instagram eignet sich vor allem für die
Ansprache von Menschen von ca. 19 Jahre bis weit in die 30er hinein. Facebook wird eher von
älteren Jahrgängen bis weit in die 60er hinein genutzt. LinkedIn und Twitter eignen sich wiederum
insbesondere zur Ansprache von Entscheider:innen in Unternehmen. Wie Sie sehen, können Sie mit
Ihrem Social Media-Portfolio einen großen Teil der Zielgruppen des Klimawettbewerbs erreichen.
Wir empfehlen deshalb keinen Aufbau eigener Kanäle für den Wettbewerb, sondern die Nutzung
bestehender Kanäle der Stadt.
Deshalb sollte der Bonner Klimawettbewerb fester Bestandteil des Übergeordneten, städtischen
Redaktionsplanes werden. Inhalte sollten in regelmäßigen Abständen gepostet werden, v.a. zum
Anmeldestart und im Verlauf, um mehr Anmeldungen zu erreichen sowie zur Preisverleihung.
Während des Anmeldezeitraums empfehlen wir eine Frequenz von einem Post pro Woche.Seite 39 von 47
Kommunikation des Wettbewerbs
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Elementar sind Sharepics. Mit wenig Aufwand können mit Kampagnenmotiven, aus passendem
Stockmaterial oder aus Bildmaterial der Stadt, aber auch Bewegtbild Kurzclips von ca. 10 Sekunden
Länge erstellt werden. Diese nehmen in einigen sozialen Medien eine immer größere Rolle ein – für
Sie besonders relevant auf Instagram. Hier eignet sich außerdem auch die Verwendung von Stories
und Reels. Sie werden besonders häufig geklickt und können sowohl zur direkten Bewerbung des
Wettbewerbs genutzt werden als auch, um auf einen neuen Feedbeitrag zum Klimawettbewerb
hinzuweisen.
Es sollte darüber hinaus ein Hashtag eingeführt werden, der auf allen bespielten Social Media-
Kanälen derselbe ist. Die konsistente Nutzung dieses Hashtags dient nicht nur der Markenbildung
des Wettbewerbs. Auch Nutzer:innen können ihn verwenden, um andere auf den Wettbewerb
aufmerksam zu machen und Teilnehmende des Wettbewerbs können ihre Posts zu ihren eigenen
Projekten mit dem Hashtag versehen. Sie sorgen somit für eine organische Verbreitung des
Wettbewerbs. Unser naheliegender Vorschlag: #BonnerKlimaAward.
Unabdingbar ist auch ein gutes Community Management, d.h. die Beantwortung von Kommentaren
und Direct Messages sowie die Moderation von Diskussionen und Interaktion mit Inhalten Dritter.
Es ist außerdem wichtig, andere Kanäle zu bitten, eigene Inhalte zu teilen (siehe S. 34) sowie mit
Influencer:innen zusammenzuarbeiten. Aufgrund des begrenzten Budgets des Projektes ist eine
Kooperation mit Influencer:innen allerdings nur unentgeltlich möglich. Das ist in der Branche zwar
eher unüblich, aber nicht unmöglich. Denn der Bonner Klimawettbewerb kann im weitesten Sinne
als gemeinwohlorientiert verstanden werden und nimmt damit einen Sonderstatus ein.
Beide von uns vorgeschlagenen Kommunikationsstränge („Bonner Gesichter“ und „Bonn von
oben“) können einfach in Social-Media-Inhalte umgesetzt werden. Wir schlagen vor, dass wir oder
eine andere Agentur für Sie zwölf Sharepic-Motive vorab – je nach Wunsch – in Adobe XD oder
Canva anlegen und Ihnen als offene Datei zur Verfügung stellen. So können Sie immer wieder auf
diese Motive zurückgreifen und diese als Vorlage zur Weiterarbeit nutzen. Die Erstellung von
Inhalten für Social Media wird so für Sie vereinfacht und gleichzeitig ein konsistentes visuelles
Erscheinungsbild sichergestellt.Seite 40 von 47
Kommunikation des Wettbewerbs
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Bestimmte Zielgruppen gezielt ansprechen
Viele der hier vorgestellten Maßnahmen funktionieren bewusst zielgruppenübergreifend. Im
Rahmen des vorhandenen Kommunikationsbudgets können nicht für jede Zielgruppe spezifische
Maßnahmen entwickelt werden. Daher gilt es abzuwägen, welche Zielgruppen am einfachsten
erreicht werden können. Vereinskommunikation grenzt den Teilnehmendenkreis stark ein und
außerdem ist mit geringer Resonanz zu rechnen. Initiativen aus der grünen Community sind bereits
engagiert, andere Initiativen nur schwer zu erreichen. Kultureinrichtungen eignen sich ebenso
wenig, da es zu schwer zu kommunizieren ist, dass städtische Einrichtungen nicht teilnehmen
dürfen. Dahingegen sind die folgenden beiden Zielgruppen prädestiniert für eine persönlichere
Ansprache:
• Unternehmen: Firmen sind bereits als Gruppe organisiert und gut vernetzt. Einige haben den
Nutzen von Klimaschutz im Unternehmen bereits erkannt. Vielen ist bekannt, dass damit auch
ein Imagegewinn einhergeht. Der Wettbewerb ist auch offen für Belegschaften, sodass das
Projekt nicht von oben initiiert werden muss, sondern Mitarbeitende selbst aktiv werden
können. Als zielgruppenspezifische Maßnahmen bieten sich z.B. Textbausteine für interne
Newsletter oder das Intranet sowie die Unternehmenswebsite an. Geeignete Multiplikatoren
sind hier vor allem die Kommunikationskanäle (wie z.B. Social Media oder Newsletter) der IHK
und der Kreishandwerkerschaft Bonn-Rhein-Sieg sowie einzelner Bonner Firmen.
• Studierende: Auch Universitäten sind mit der Organisation der Lehre in der Corona-Pandemie
stark überlastet. Das bedeutet aber nicht, dass Studierende sich nicht als geeignete Zielgruppe
anbieten. Studierende sind nicht nur gut über Social Media zu erreichen, sondern auch über
Verbünde wie z.B. den AStA oder Fachschaften von inhaltlich nahen Studiengängen wie
Agrarwissenschaften, Ernährungswissenschaften, Biologie(-Didaktik) oder Geographie. Diese
Verbünde gezielt anzusprechen und ihnen Material zur Verbreitung zur Verfügung zu stellen,
kann deshalb sehr lohnend sein.Seite 41 von 47
Kommunikation des Wettbewerbs
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Maßnahmen kontinuierlicher Presse- und PR-Arbeit
Kontinuierliche Presse- und PR-Arbeit sorgt dafür, dass regelmäßig über den Bonner
Klimawettbewerb berichtet wird. Grundlegend dafür ist, dass eine Person benannt wird, die für die
Pressearbeit rund um den Bonner Klimawettbewerb verantwortlich ist. Diese Person ist
idealerweise bereits im Team des Presse- und Öffentlichkeitsamtes der Stadt Bonn angesiedelt. Wir
empfehlen, dass diese Person
unbedingt...
• einen Presse- und Medienverteiler aufbaut, pflegt und ständig weiterentwickelt. Der Verteiler
kann auf Basis des bestehenden Medienverteilers der Stadt Bonn entwickelt werden;
• ein Presse- und Medienkit mit u. a. Hintergrundinformationen, Interviews, Zitaten und
ansprechenden Pressebildern anlegt;
• Pressemitteilungen zu allen wichtigen Meilensteinen wie z.B. Anmeldestart, Anmeldeschluss und
Preisverleihung schreibt und versendet.
idealerweise...
• regen Kontakt mit Medienvertreter:innen pflegt;
• Kooperationen mit Medienpartner:innen schließt. Medienkooperationen sind hier z.B. mit dem
General-Anzeiger, dem Schaufenster, dem Radio Bonn-Rhein-Sieg oder der WDR Lokalzeit
denkbar;
• Texte, Textbausteine sowie weitere Inhaltsbausteine anfertigt. Wichtig ist, dass diese in der
Presse- und Medienarbeit einen äußerst niederschwelligen und zielgruppengerechten Einstieg in
die Auseinandersetzung mit dem Thema „Klimaschutz“ ermöglichen. Textbausteine können zum
einen allgemeine Inhalte bedienen und zum anderen zu speziellen Anlässen, wie Anmeldestart,
Anmeldeschluss und Preisverleihung veröffentlicht werden;
• Hintergrundgespräche und ggf. Pressekonferenzen plant und umsetzt;
• Radiointerviews realisiert und diese online verbreitet – z.B. auf der Website, vor allem aber in
den sozialen Medien.Seite 42 von 47
Kommunikation des Wettbewerbs
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Online-Präsenz des Wettbewerbs
Der Bonner Klimawettbewerb braucht unbedingt eine zentrale Anlaufstelle, an der Interessierte
alle Informationen gebündelt finden und sich anmelden können. Eine Website ist deswegen ein
absolutes kommunikatives Must-Have. Diese Website kann entweder als eigenständige
Landingpage oder als Unterseite der Stadtwebsite www.bonn.de angelegt werden. Wir empfehlen,
eine eigenständige Landingpage anzulegen, da die Gefahr besteht, dass der Wettbewerb auf einer
Unterseite der Stadtwebsite untergeht.
Eine eigene Landingpage hat den großen Vorteil, dass sich ihr gesamter Inhalt ausschließlich auf
den Wettbewerb fokussiert. Sie hat eine eigene URL wie z.B. www.bonner-klima-award.de und
kann dadurch sehr leicht gefunden werden. Auch die Gestaltung der Website kann sich an den
Inhalten des Wettbewerbs ausrichten.
Zentral ist u.a. ein gut strukturiertes, im Layout übersichtliches Teilnahmeformular. Dies sollte
Textfelder in die Teilnehmer:innen Antworten auf Fragen geben können wie: "Welche positive
Wirkung hat Ihr Projekt für den Klimaschutz?" und "Inwieweit ist Ihr Projekt etwas Besonderes?"
Frage eins zielt auf das Bewertungskriterium Wirkung ab, Frage zwei auf die Originalität des
Projektes“. Dies erleichtert der Jury die Bewertung. Außerdem sollte es eine Upload-Funktion für
Bilder, Videos oder Skizzen geben. Die Upload-Funktion sollte allerdings in Menge und Format der
Dateien begrenzt sein – z.B. maximal 5 Dateien der gängigen Formate jpeg, jpg, png für Bilder sowie
mpg, mp4, avi, wmv und mov für Video. So stellen Sie sicher, dass die Dateiformate ohne
Schwierigkeiten von Verwaltung und Jury geöffnet werden können.
Die Landingpage kann vergleichsweise kostensparend als Onepager erstellt werden, d.h. alle Inhalte
finden sich auf einer Seite. Unterseiten gibt es keine. Zentrale Elemente sind für uns:
• Projektbeschreibung inkl. Zielgruppen und Laufzeit
• Kriterien für die Teilnahme am Bonner Klimawettbewerb
• Teilnahmetool, in dem Interessierte ihr Projekt digital einreichen können
• Kontaktmöglichkeit
• Pressebereich
• Ggf. Testimonials und/oder Schirmherr oder SchirmfrauSeite 43 von 47
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Print und Video-Screens: Auf der Straße, in der Gastronomie, in Bus und Bahn
Die Stadt Bonn kann ihre eigenen Flächen für eine Plakatreihe nutzen, um alle zu erreichen, die in
der Stadt unterwegs sind. Vor allem zum Start ist eine Plakatierung sinnvoll, um möglichst viele
Menschen zur Teilnahme zu motivieren. Basis für die Plakatreihe ist eine der beiden
vorgeschlagenen Kommunikationsstränge. Hier ist es sinnvoll, mit verschiedenen Motiven zu
spielen, um für Abwechslung zu sorgen. Die Plakate sollten an Orten in der Stadt platziert werden,
die unsere Zielgruppen häufig passieren wie an Pendlerrouten oder Orten, an denen sich Menschen
länger aufhalten.
Die Plakatmotive können außerdem für Postkarten angepasst werden. Denn diese verschwinden –
anders als Plakate – nicht nach einiger Zeit aus dem Blickfeld der Zielgruppe, sondern leben an
Arbeitsplätzen oder in den eigenen vier Wänden weiter und erinnern so immer wieder an den
Bonner Klimawettbewerb. Für die Distribution von Postkarten ist eine Gastronomiekampagne
denkbar.
Wir möchten Ihnen außerdem eine Anpassung der Motive für kurze Videosequenzen von ca. 10
Sekunden vorschlagen, die z.B. auf den Video-Screens der Bonner U-Bahn oder in den Bussen der
SWB gezeigt werden können. Solches Bewegtbild kann vergleichsweise kostengünstig hergestellt
werden, in dem die sonst statischen Motive der Plakate dynamisch nacheinander geschaltet und
mit Text versehen werden, der zur Teilnahme am Wettbewerb aufruft.Seite 44 von 47
Verstetigung des
Wettbewerbs
Verstetigung des Wettbewerbs
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Klimaschutz darf keine Eintagsfliege sein, sondern ist eine Daueraufgabe. Anders ist
Klimaneutralität weder herzustellen, noch aufrecht zu erhalten. Der Klimawettbewerb soll dazu
motivieren, aktiv zu werden. Aber wie schaffen wir es, diese Aktivität nachhaltig aufrecht zu
erhalten? Wir können die Teilnehmer:innen nicht zwingen, ihre Projekte dauerhaft laufen zu
lassen. Aber wir können dafür sorgen, dass Projekte sichtbar werden und bleiben, um andere zum
Umdenken zu bewegen oder zu einer Teilnahme im kommenden Jahr zu motivieren. Das kann
erreicht werden, indem die Gewinner:innen aus den Projekten als Testimonials vorgestellt werden.
Sie können für die Website, für die Social-Media-Arbeit, für Plakate, aber auch für die Pressearbeit
genutzt werden.
Ein wichtiger Schritt ist es unseres Erachtens, alle Teilnehmer:innen des Wettbewerbs zur
Preisverleihung einzuladen – nicht nur die Gewinner:innenteams. Das zeigt zum einen
Wertschätzung und schafft zum anderen deutlich mehr Ansatzpunkte für Austausch zwischen den
Teilnehmenden.
Darüber hinaus kann die Stadt weitere Räume schaffen, in denen sich ehemalige Teilnehmer:innen
austauschen können, ähnlich eines Alumni-Netzwerks. Eine digitale Plattform zur Verfügung zu
stellen und zu pflegen, ist aufwändig und vergleichsweise teuer. Gegebenenfalls ist es aber möglich,
eine solche Plattform an das von der Stadt finanzierte Mitwirkungsverfahren „Bonn4Future“
anzukoppeln und damit Synergien zu nutzen. Der Austausch von Bonner:innen, die aktiven
Klimaschutz betreiben, ist schließlich „Kerngeschäft“ von „Bonn4Future“.
Alternativ kann die Stadt einen physischen Raum für Austausch schaffen, indem sie alle Ehemaligen
einmal jährlich zu einer Reunion-Veranstaltung einlädt. Zentraler Programmpunkt: Aus jedem
Wettbewerbsjahr stellt eine Gruppe vor, was aus ihrem Projekt geworden ist. Damit hebt die Stadt
diejenigen, die ihr Engagement verstetigen konnten, auf ein Podest und inspiriert so auch andere
dazu, am Ball zu bleiben.Seite 45 von 47
Timing
Timing
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Da das Wettbewerbskonzept vorab im Ausschuss diskutiert wird, empfehlen wir Ihnen, ab Juni mit
der Umsetzung des Wettbewerbs zu beginnen. Der Kommunikationsstart sollte erst nach den
Sommerferien erfolgen, damit der Auftakt nicht im „Sommerloch“ untergeht. Bis dahin müssen
entsprechend alle Kommunikationsmaterialien fertiggestellt, die Website online und die
Anmeldeinfrastruktur erprobt sein. Die Sommerferien dauern dieses Jahr vom 27.6. bis zum 9.8.
Wir empfehlen, den 31.10. als Einsendeschluss zu terminieren. So haben die Bonner:innen nach
den Sommerferien fast drei Monate Zeit, ihre Einreichungen vorzubereiten. Die Auswertung der
samt Jurysitzung erfolgt in den Monaten November oder Dezember. Die Preisverleihung findet zu
Beginn 2023 statt.
Für die Kommunikation des Wettbewerbs empfehlen wir eine grobe Einteilung in Auftakt, laufend,
Preisverleihung und Nachberichterstattung.
Auftakt: Für den Auftakt sollte es eine Pressemitteilung geben, die den Wettbewerb knapp erklärt
und zur Teilnahme aufruft. Alle Maßnahmen erfolgen gleichzeitig: Plakatierung, Live-Gang der
Website, Kontaktaufnahme zu möglichen Partnern wie Uni und IHK sowie Social-Media-Aktivitäten.
Die Medienarbeit muss entsprechend vor dem Auftakt erfolgen, damit Zeitung, Radio und TV
pünktlich zum Start des Wettbewerbs berichten können.
Laufend: Die Social-Media-Arbeit muss laufend erfolgen, um den Wettbewerb im Bewusstsein der
Bonner:innen zu verankern. Gleiches gilt für die Arbeit mit den Partnern, die den Aufruf zur
Teilnahme ebenfalls nicht nur einmal zu Beginn teilen, sondern mehrmals während des
Einreichungszeitraums.
Preisverleihung: Zur Preisverleihung sollte es erneut eine Pressemitteilung geben und die Presse
zum Event eingeladen werden. Die Gewinner:innen sollten unbedingt auch via Social Media
gewürdigt werden – sowohl auf den eigenen Kanälen als auch auf den Partnerkanälen. Es ist
wichtig, die „Geschichte“ zu Ende zu erzählen.Seite 46 von 47
Timing
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Nachberichterstattung: Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb. Sowohl die Stolpersteine
als auch die Erfolge sollten zeitnah im Anschluss analysiert und die richtigen Schlüsse für die
nächste Auflage daraus gezogen werden. Die Gewinner:innenstories können für Social Media, die
Website und ggf. sogar Plakate als Testimonials aufgearbeitet werden. Sie sind eine Investition in
den kommenden Wettbewerb. Außerdem sollte der Dialog zu den Kooperationspartnern gesucht
werden. Was war ihr Eindruck vom Wettbewerb? Wie hat die Bewerbung funktioniert? Was sollte
man mein nächsten Mal anders machen? Das bindet Partner nachhaltig.Seite 47 von 47

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Datenstand: 03.11.2026, 04:12 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de