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220866-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Schulentwicklung sowie Situation der OGS-Plätze im Stadtbezirk Hardtberg

Nummer
220866-01 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
10.05.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg 31.05.2022 Kenntnisnahme
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Übergeordnet

  1. 220866 CDU-Große Anfrage: Schulentwicklung sowie Situation der OGS-Plätze im Stadtbezirk Hardtberg

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
220866-01 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
40 Schulamt
Dezernat:
Dez. V
Schulentwicklung sowie Situation der OGS-Plätze
im Stadtbezirk Hardtberg
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Hardtberg 31.05.2022 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
1. Wie haben sich die Schülerzahlen an den Grund- sowie weiterführenden
Schulen im Stadtbezirk Hardtberg in den letzten Jahren entwickelt und wie
sieht die Prognose für die kommenden Jahre aus?
Einleitend ist festzuhalten, dass die Schulentwicklungspläne der Stadt Bonn
nicht separat für jeden Stadtteil erstellt werden. Die Darstellung erfolgt
gebündelt in einem Plan, um neben den standortspezifischen Entwicklungen
auch den gesamtstädtischen Kontext und die bestehenden
Zwischenabhängigkeiten beschreiben zu können. Die Entwicklungen im
Primarbereich im Stadtbezirk Hardtberg werden somit im gesamtstädtischen
Schulentwicklungsplan für die Bonner Grundschulen beschrieben, auf den an
dieser Stelle verwiesen wird (s. DS.Nr. 210837).
Im Rahmen der jährlichen Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes
Grundschulen werden die Prognosen aktualisiert und gegebenenfalls
notwendige Maßnahmen erläutert.
Aufgrund des stadtweiten Einzugsgebietes der weiterführenden Schulen
werden keine standortbezogenen Prognosen für die zu erwartende Anzahl an
Schülerinnen und Schüler berechnet. Die gesamtstädtischen Prognosen für die
einzelnen Schulformen werden in einem Schulentwicklungsplan für
weiterführende Schulen dargestellt. Dieser ist erarbeitet und wurde den
politischen Gremien zur Verfügung gestellt (s. DS.Nr. 220857).
2. An welchen Schulen gibt es steigende Anmeldezahlen?
Die Anmeldezahlen variieren jährlich und sind insbesondere im Primarbereich
an einzelnen Standorten aufgrund der mitunter hohen Anmeldezahl
„wohnortferner“ Kinder nur bedingt aussagekräftig. Vorrangig soll allen
„wohnortnahen“ Kindern ein entsprechender Schulplatz zur Verfügung
stehen.
Tabelle siehe Anlage „Anmeldezahlen Grundschulen“Seite 1 von 5
Seite 2
Die jeweilige „Nachfragesituation“ im weiterführenden Bereich ist hingegen
oftmals nicht in Abhängigkeit der räumlichen Nähe zum Wohnort, sondern zur
pädagogischen Ausrichtung, dem schulischen Angebot, individuellen
Schwerpunkten etc. zu sehen. Des Weiteren ist die Versorgung mit
Schulplätzen im weiterführenden Bereich gesamtstädtisch und nicht
standortscharf zu betrachten (s.o.), weswegen auch die Anmeldezahlen
gesamtstädtisch zu werten sind.
Die entsprechende Entwicklung der Schülerzahlen kann den
„Schuldatenblättern“ der jeweiligen Schulentwicklungspläne entnommen
werden.
3. Werden auch bereits Flüchtlingskinder aus der Ukraine im Hardtberg
beschult?
Ja; geflüchtete Kinder und Jugendliche werden an allen Schulformen im
gesamten Stadtgebiet beschult.
4. Welche konkreten Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen an
Hardtberger Schulen sind außer den bereits geplanten Maßnahmen, die in der
etatisierten aktuellen Monitoring-Liste Schulbauten aufgeführt sind, mittel- und
langfristig vorgesehen?
Die entsprechenden zwingenden baulichen Notwendigkeiten sind durch die
Fachverwaltung im Rahmen der Schulentwicklungsplanung bereits definiert und
an die für die Ausführung zuständige Dienststelle, hinterlegt mit den jeweils
erforderlichen Raumprogrammen, mit der Bitte um Umsetzung weitergeleitet
worden. Sie können den jeweiligen „Schuldatenblättern“ im
Schulentwicklungsplan entnommen werden. Darüber hinaus werden
einzelfallbezogen kontinuierlich auch weitere Handlungsbedarfe bearbeitet, die
allerdings in einem ersten Schritt zunächst verwaltungsintern im Hinblick auf
diverse Parameter geprüft werden (Planungsrecht, bauordnungsrechtliche
Vorgabe, zur Verfügung stehende Erweiterungsflächen etc.).
Um „die Qualität der Schulen und des Unterrichts auf gutem Niveau zu
halten bzw. kontinuierlich weiter zu verbessern“, bedarf es neben der seit
Jahren praktizierten vorausschauenden Schulentwicklungsplanung in
erster Linie einer nachhaltig ausreichenden personellen Ausstattung der
für die Umsetzung der Maßnahme zuständigen Dienststelle.
Unabhängig davon bestehen bekanntermaßen nicht nur im Stadtbezirk
Hardtberg, sondern an nahezu allen Schulstandorten in Bonn ganz erhebliche
bauliche Handlungsnotwendigkeiten. Diese sind u.a. begründet durch
steigende Schülerzahlen, dem Wechsel von G8 auf G9 an den Gymnasien,
dem OGS-Rechtsanspruch und die Digitalisierung. Daraus resultieren Neubau-
/Erweiterungsmaßnahmen, Sanierungen, Bauunterhaltungsmaßnahmen und
die Notwendigkeit der Schaffung einer strukturierten Verkabelung
(Digitalisierung).
Vor dem Hintergrund der Haushaltslage aber insbesondere angesichts der
angespannten Personalsituation der für die Ausführung zuständigenSeite 2 von 5
Seite 3
Dienststelle muss hinsichtlich der tatsächlichen Umsetzung stets ein
interessengerechter Abgleich mit den gesamtstädtischen Erfordernissen an
allen anderen Schulstandorten erfolgen.
5. Wie sieht die Versorgung im Bereich der ganztägigen Betreuung an den
Grundschulen aus? An welchen Grundschulen müssen die räumlichen
Kapazitäten im OGS-Bereich noch erweitert werden?
Es wird verwiesen auf die Ausführungen in DS.Nr. 202304 - Priorisierung der
OGS-Maßnahmen vor dem Hintergrund des angekündigten Rechtsanspruchs
auf einen OGS-Platz
6. Wie kommt der WLAN-Ausbau an den Schulen im Stadtbezirk voran?
ALLE städtischen Schulen werden im gesamtstädtischen Fokusprojekt „BIDW-
Bildung in der Digitalen Welt“ mit einer zeitgemäßen digitalen Infrastruktur
(Breitband, Strukturierte Verkabelung, WLAN) versehen.
Eine stadtteilbezogene Betrachtung hat bisher seitens der Verwaltung nicht
stattgefunden und ist auch zukünftig nicht vorgesehen. So sind alle Schulen im
Bereich der Sekundarstufen I/II bereits an das städtische Breitbandnetz
angeschlossen und – möglichst vollflächig - mit WLAN ausgestattet. Die Grund-
und Förderschulen werden derzeit – finanziert durch das Breitbandprogramm
des Bundes - durch die Telekom an das Breitbandnetz angebunden. Parallel
dazu findet an diesen Schulen der WLAN-Ausbau statt. Ziel ist eine Anbindung
an das Breitbandnetz sowie eine möglichst vollflächige Versorgung mit WLAN
bis Ende 2022 / Anfang 2023.
Die große Herausforderung besteht - über alle Schulformen hinweg - allerdings
in der Ertüchtigung der Schulgebäude mit der für eine reibungslose WLAN-
Nutzung erforderlichen strukturierten Verkabelung, die sich derzeit sukzessive
in der Umsetzung befindet und noch einige Zeit andauern wird. Ohne diese
Strukturierte Verkabelung ist der Durchfluss der Datenmengen trotz Gigabit-
Anschlüssen nur begrenzt möglich.
7. Gibt es auch eine Statistik, wie hoch der Anteil an auswärtigen Schülern aus
dem Rhein-Sieg-Kreis insbesondere aus der Gemeinde Alfter an den
weiterführenden Schulen ist?
Nach der Statistik über auswärtige Schülerinnen und Schüler (Stand Oktober
2021) werden 5.048 „Auswärtige“ (davon 2.335 an städtischen und 2.749 an
nicht-städtischen Schulen) an einer Bonner weiterführenden Schule beschult,
davon 1.099 aus Alfter (an städtischen Schulen 871).
Anlage/nSeite 3 von 5
Seite 4
1 Tabelle Anmeldezahlen Grundschulen (öffentlich)Seite 4 von 5
Anlage Anmeldezahlen GrundschulenSeite 5 von 5

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Datenstand: 03.11.2026, 03:05 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de