← Vorlagen

220864-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Kita-Plätze im Stadtbezirk Hardtberg

Nummer
220864-01 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
09.05.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg 31.05.2022 Kenntnisnahme
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 102,8 KB Öffnen ↗

Übergeordnet

  1. 220864 CDU - Große Anfrage Kita-Plätze im Stadtbezirk Hardtberg

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (7.727 Zeichen)
Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
220864-01 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
51 Amt für Kinder, Jugend und Familie
Dezernat:
Dez. V
Kita-Plätze im Stadtbezirk Hardtberg
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Hardtberg 31.05.2022 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Die Fragen aus der großen Anfrage können wie folgt beantwortet werden.
1. Wie viele Kindergarten- bzw. Betreuungsplätze in der Kindertagespflege
stehen im Stadtbezirk Hardtberg für das Betreuungsjahr ab dem 01.08.2022
zur Verfügung?
Im Kindergartenjahr 2022/2023 stehen im Stadtbezirk Hardtberg nach
Inbetriebnahme der neuen Kindertagesstätte am TüV Medinghoven in den 21
öffentlich geförderten Kindertageseinrichtungen ca. 310 Betreuungsplätze für
unter drei Jährige und 1.070 Plätze für Kinder ab drei Jahren zur Verfügung.
Darüber hinaus werden ca. 114 Betreuungsplätze in der Kindertagespflege
durch Kinder, die im Stadtbezirk Hardtberg leben, belegt. Allerdings beinhalten
diese Kitaplatzzahlen auch die neu in die öffentliche Förderung aufgenommene
Kindertagesstätte des BMV. Diese 100 Betreuungsplätze sind Betriebsplätze,
die nur bedingt zur Versorgung der Kinder aus dem Wohnumfeld dienen.
2. Wie hoch ist der tatsächliche Bedarf an sogenannten U3-Plätzen aber auch
Ü3-Plätzen für den Stadtbezirk Hardtberg?
Mit dem Kindertagesstättenbedarfsplan wurden auf Grundlage einer
umfänglichen Elternbefragung Zielversorgungsquoten für Kinder unter und über
drei Jahren festgelegt: Für Kinder unter drei Jahren wird demnach im Ergebnis
eine Versorgungsquote von 58 % in Kita oder Tagespflege und für Kinder im
Alter von drei bis unter sechs Jahren von 102% als bedarfsgerecht angesehen.
Im Stadtbezirk Hardtberg fehlen rechnerisch unter Berücksichtigung der
Betreuungsplätze in der neuen Kita am TüV-Medinghoven 140 U3-
Betreuungsplätze. Für Kinder ab drei Jahren sieht die Versorgungssituation
deutlich besser aus, aber auch hier fehlen noch Plätze.
Mit Neubau einer Kindertagesstätte auf dem Gelände der Gallwitzkaserne kann
in einer Perspektive von 2-3 Jahren erste Entlastung geschaffen und
Betreuungsplätze auch für die Bedarfe aus dem Neubaugebiet angeboten
werden.
Perspektivisch kommen noch mindestens drei Kitas, die im Rahmen des
Baulandmodells errichtet werden, hinzu. Aufgrund der Bebauungsplanverfahren
ist hier mit einem Zeithorizont von 5-10 Jahren zu rechnen. Diese neuenSeite 1 von 3
Seite 2
Einrichtungen sollen in erster Linie Bedarfe aufgrund Bevölkerungswachstums
abdecken.
3. Stehen für den Stadtbezirk Hardtberg ausreichend Fachkräfte für die
Betreuung zur Verfügung?
Für die städt. Kindertageseinrichtungen sind aktuell lt. Mindestbesetzung im
Kinderbildungsgesetz ausreichend Fachkräfte vorhanden. Allerdings sind einige
Stellen für die Förderung von Kinder mit Förderbedarfen nicht besetzt. Darüber
hinaus fehlen vorhandene Fachkräfte in den Einrichtungen, die durch
langfristige Erkrankungen nicht zur Verfügung stehen.
4. Welche Auswirkungen hat das Pilotprojekt, in Spanien pädagogisches
Personal anzuwerben und wird dieses Projekt weiterverfolgt?
Im letzten Jahr konnte die Stadt Bonn 12 spanische Fachkräfte in städt.
Kindertageseinrichtungen begrüßen. Leider gehen im Sommer zwei spanische
Fachkräfte aus persönlichen Gründen wieder zurück nach Spanien.
Aufgrund der positiven Resonanz wurde ein zweites Projekt mit dem gleichen
Vermittler gestartet, so dass in diesem Sommer wieder 12 spanische
Fachkräfte in Bonn starten werden.
5. Wie ist die tatsächliche Unterstützung betroffener Familien bei der Suche
wohnortnaher Plätze konkret gestaltet?
Grundsätzlich können alle Familien über das internetbasierte Elternportal KITA-
NET Bonn zunächst selbst nach einem Betreuungsplatz suchen. Hier können
die Eltern ihre Kinder das ganze Jahr auf die Wartelisten der
Kindertageseinrichtungen setzen lassen und gezielt nach wohnortnahen Kitas
suchen und bei Kindern unter drei Jahren zusätzlich seit vergangenem Sommer
ihr Interesse an einem Betreuungsplatz in Kindertagespflege mitteilen. Die
entsprechende Vormerkung sollte mindestens 6 Monate vor dem gewünschten
Termin erfolgen. Die Eltern haben einen persönlichen Zugang auf die
Anmeldedaten und erhalten über dieses System Informationen zum Stand des
Vermittlungsprozesses. Die Daten und Bewerbungen können jederzeit von den
Eltern angepasst oder geändert werden.
Sollte die selbständige Suche der Eltern nicht zum direkten Erfolg führen und
Unterstützungsbedarf bei der Suche nach einem Betreuungsplatz bestehen,
können sich die Eltern an das Familienbüro wenden. Über dieses Angebot
werden sie über die Internetseite der Stadt Bonn, die FAQs in KITA-NET Bonn
und bei Absagen durch die Einrichtungen zusätzlich informiert. Im Familienbüro
wird man gemeinsam mit den Eltern besprechen, ob bereits alle in Frage
kommenden Einrichtungen und ggfls. die Kindertagespflege berücksichtigt
wurden, bzw. welche Einrichtungen eventuell darüber hinaus noch in Betracht
kommen könnten. Wenn Kindertagespflege in Betracht kommt, werden die
Eltern gebeten immer auch parallel Kontakt mit dem Netzwerk
Kindertagespflege aufzunehmen.
Das Familienbüro ist aufgrund der normalen Fluktuation in einer Stadt das
ganze Jahr bemüht, Familien bei der Suchen nach geeigneten und
wohnortnahen Betreuungsplätzen zu unterstützen. Mit entsprechender Geduld
konnten viele Familien in der Vergangenheit, trotz der nicht ausreichendenSeite 2 von 3
Seite 3
Anzahl an Betreuungsplätzen, am Ende zufriedengestellt werden.
Es gibt für die Familien kein Anrecht auf einen Platz in der Wunschkita oder die
gemeinsame Betreuung von Geschwisterkindern, trotzdem werden im Rahmen
der Verfügbarkeit immer individuelle für die Familien passende
Betreuungslösungen angestrebt.
6. Nach welchen Kriterien werden die Plätze vergeben?
Die Aufnahmekriterien legt der Träger in eigener Zuständigkeit fest.
Für die städt. Kindertageseinrichtung gilt insbesondere:
 Es werden ausschließlich Kinder aus dem Stadtgebiet Bonn aufgenommen,
vorrangig aus dem näheren Wohngebiet.
 Vorrangig werden Kinder aus sozial- und wirtschaftlich benachteiligten
Bevölkerungsgruppen wegen Berufstätigkeit der Eltern sowie im letzten
Jahr vor der Einschulung berücksichtigt
 Die Altersmischung soll ebenso gewährleistet sein wie eine
Gruppenstruktur, die die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund
ermöglicht
 Geschwisterkinder können vorrangig berücksichtigt werden
7. Gibt es eine Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Trägern? Wenn ja,
wie ist diese ausgestaltet?
Das Familienbüro arbeitet mit den Leitungen aller Kindertageseinrichtungen der
unterschiedlichen Trägertypen kooperativ zusammen und ist sehr an einem
konstruktiven Austausch interessiert. Durch die Einführung von KITA-NET Bonn
wird der Bewerbungsprozess bis zum Vertrag digital ausgeführt und im System
zur Einsicht von beiden Seiten dokumentiert. Die Zusammenarbeit konnte in
den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert werden. Zwischenzeitlich
wenden sich einige Einrichtungsleitungen aufgrund der vertrauensvollen
Zusammenarbeit bei der Nachbelegung von Plätzen direkt wegen
Belegungsvorschlägen an das Familienbüro und nehmen Vorschläge gerne an.
Darüber hinaus arbeitet das Jugendamt im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft
nach § 78 SGB VIII gemeinsam als städtischer Träger und mit den freien
Trägern zusammen. Die Arbeitsgemeinschaft dient der Koordination der
Angebote und der Vernetzung der institutionellen Akteure in der
Kindertagesbetreuung. Neben dem Jugendhilfeausschuss sind die
Arbeitsgemeinschaften gemäß § 78 SGB VIII ein zentrales Element, in dem
fachlich-inhaltliche Diskussionen geführt und die Abstimmung von geeigneten
Angeboten und Maßnahmen im Zusammenwirkgen der unterschiedlichen
Träger erfolgt.
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 03.11.2026, 00:29 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de