220859 · Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
Bürgerantrag: Grünflächen insektenfreundlicher gestalten
Kerndaten
- Nummer
- 220859
- Art
- Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
- Veröffentlicht
- 25.04.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich öffentlich 220859 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung Dezernat: Dez. OB 22.04.2022 Bürgerantrag: Grünflächen insektenfreundlicher gestalten Beratungsfolge Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 25.05.2022 Entscheidung Inhalt des Bürgerantrages Der Bürgerantrag hat folgenden Wortlaut: Ich würde vorschlagen sämtliche, auch noch so kleinen Baumscheiben und Grünstreifen, wie neben den Fahrbahnen mit insektenfreundichen, winterharten, polsterbildenden Bodendeckern zu bepflanzen. Einzelheiten zur Begründung und zu den geforderten Maßnahmen ergeben sich aus dem beigefügten Bürgerantrag. Anlage/n 1 Bürgerantrag (öffentlich) 2 Bürgerantrag komplett (nichtöffentlich)Seite 1 von 3 Guten Tag, ich würde vorschlagen sämtliche, auch noch so kleinen Baumscheiben und Grünstreifen, wie neben den Fahrbahnen mit insektenfreundichen, winterharten, polsterbildenden Bodendeckern zu bepflanzen. Alljährlich sieht man unter vielen Straßenbäumen, zahlreiche verhungerte Wildbienen, das sogenannte Hummelsterben. Dieses ließe sich einfach minimieren, indem man unter Straßenbäume winterharte und trockenheitsresistente Pflanzen wie die römische Kamille anstelle von Rasen oder Bodendecker wie den Kaskaden-Thymian, Kriechmispel oder ähnliches setzt. Es gibt unzählige Stauden und Bodendecker, die auch unter ungüstigen Bedingungen gut und gerne wachsen, dazu schöner aussehen, als diese viel zu kurz gemähten "Grün"-flächen und obendrein ein Gewinn für Flora und Fauna darstellen. Straßen- und Stadtbäume hätten schattigere Füße, Insekten würden Nahrung finden und im Winter ein Quartier, welche in unseren möglichst laubfreien Straßen sonst kaum die Möglichkeit haben den Winter zu überstehen. Vögel hätten somit auch mehr Nahrung und ebenfalls ein Zuflucht vor Witterung oder Fressfeinden. Sogenannte Schottergärten sollten nicht nur Privatpersonen, sondern auch Gewerbetreibenden untersagt und diese zur Begrünung der Flächen gezwungen werden. Siehe alte Google-Maps Bilder der Drachenburgstraße, dort wurden etliche Grünstreifen mit Bodendeckern durch Steine ersetzt. Und ganz gleich ob Kiesel oder grobe Schottersteine, beides hat den gleichen Effekt: Wärmespeicherung und Wärmeabgabe in der Nacht. Die schönen größen Bäume, von denen an der Mercedes-Werkstatt auf der Drachenburgstraße schon einer gefällt werden musste, stehen an der viel befahrenen Straße und ihre Füße sind umgeben von Asphalt, Schotter und Unkrautvlies. Zur Krönung bekommen sie in regelmäßigen das Gift ab, welches den Schotter "sauber" halten soll. Sowas muss ein Ende haben! Der Hit-Markt hat vor wenigen Jahren seinen riesigen, nie zu hundert Prozent ausgelasteten Parkplatz um 50 neue Autostellplätze erweitert. Dafür mussten mehrere gesunde über Jahrzehnte gewachsene Bäume, etliche Meter einer ebenfalls von heimischen Vögeln bewohnten Hecke und all das Grün dahinter weichen (siehe alte Google-Maps Bilder). Das kann mir auch kein Hit-Markt mit anderen klimafreundlichen Aktionen schön reden. Die Vögel, wie insbesondere die standorttreuen Sperlinge, die dort lebten, haben keinen Nutzen von anderen umweltfreundlichem Handeln. Ihr Lebensraum ist dahin. Bausünden wie den Bad Godesberger Bahnhofsvorplatz sind im Sommer schön heiß, lassen sich sicher gut fegen und sind alles andere als einladend dort zu verweilen. Auch dort könnte man mit großen Pflanzkübeln noch etwas retten. Dafür spendiere ich gerne meine beiden Spiersträucher, die Sonne lieben, ebenso kann ich mit Stecklingen von Sommerflieder derzeit noch dienen. Auch in unserem Kurpark ließen sich insektenfreundliche Pflanzen ansiedeln, wie mehrjährige Stauden, die wie Sonnhut, Lavendel und dergleichen. Wenn im Kurpark gemäht wird, verschwinden binnen weniger Stunden alle noch so kleinen Blümchen und somit die Nahrungsquellen der Insekten. Stauden würden unseren Kurpark nicht nur optisch aufwerten, sondern wir würden aktivSeite 2 von 3 etwas für die Insekten und somit auch für Vögel tun. Für den Winter wünsche ich mir große Körbe/Käfige um dort Laub zu sammeln, sei es an den Straßen, in Parks oder sonst wo. Alle mit einem so breitmaschigen Geflecht, daß sich Igel, Vögel oder Siebenschläfer darin im Winter verstecken können. Ich stelle mir das so vor, daß diese "Käfige" fest angebracht werden. Darin könnten zum Beispiel die Duftnessel wachsen, die den ganzen "Korb" so bis oben füllen und bis zum späten Herbst blühen wird. Wenn die Zeit der Duftnessel vorrüber ist (das kann durchaus sehr spät im Herbst sein), dann füllt man die "Käfige" mit Laub auf. So würden viele Insekten einen Winterplatz finden. Dieses Bißchen Unaufgeräumtheit würde ich mir auch für alle Balkone, Vorgärten und so weiter wünschen. Auf meinem Hauch von Balkon finden Vögel jede Menge Insekten, weil ich im Winter einfach alles stehen lasse und nur die zwei, drei Pflanzen zurückschneide, für die das erfoderlich ist. Und wenn der Zaunkönig jeden Tag auf meinen Balkon kommt, dann weiß ich, daß trotz des vielen Grüns in meinem Umgebung dort kaum Nahrung zu finden ist. Ich wünsche mir, daß die ganze Stadt Bonn, einen Wettbewerb startet, in welchem der insektenfreundlichste Balkon, die insektenfreundlichste Terrasse, der insektenfreundlichste Garten, der insektenfreundlichste Vorgarten und die insektenfreundlichste Fensterbank gekürt wird. Und das für jedes noch so kleine Viertel. Vielleicht in Zusammenarbeit mit dem BUND, Bund für Umwelt- und Naturschutz über deren BUND-Laden man vielleicht die Gewinner-Preise stellen kann. Lasst die Kinder Schulhöfe insekten- und vogelfreundlich gestalten, so wird dieses Bewußtsein auch nach Hause getragen. Es gibt zu viele kahle Balkone und das auch in hochpreisigen Wohngegenden. Artenschutz ist keine Sache der finanziellen Mittel, sondern eine gesunde Einstellung. Nicht wie hier, wo sich bei der Vonovia ein Mieter über "Dreck" auf seinem Auto beschwert und eine sechs Meter hohe, sich über sechs Meter Länge erstreckender Eibenbusch bis auf einen Meter runter geschnitten wird. So etwas sollte untersagt werden und man müsste solchen Autofahrern raten einfach woanders zu parken. Mit freundlichen GrüßenSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 23:33 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de