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220843-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Rassismus und LSBTIQ-Feindlichkeit an Schulen

Nummer
220843-01 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
16.05.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Integrationsrates 17.05.2022 Kenntnisnahme
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  1. 220843 Rassismus und LSBTIQ-Feindlichkeit an Schulen

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
220843-01 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
05 Amt für Integration und Vielfalt
Dezernat:
Dez. OB
Rassismus und LSBTIQ-Feindlichkeit an Schulen
Beratungsfolge
Integrationsrat 17.05.2022 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Das Bundesprogramm „Respekt Coaches“ wird von den
Jugendmigrationsdiensten (JMD) umgesetzt. Diese sind bei freien Trägern
angesiedelt - in Bonn bei der AWO Bonn/Rhein-Sieg mit dem JMD beim
Fachdienst Migration und Integration in Bad Godesberg und bei Heimstatt e.V.
mit dem JMD in der Kölnstr. Zu den Fragen 1 und 3 hat die Verwaltung daher
die Träger um Antworten gebeten.
zu 1. Wie sind die Erfahrungen aus der Umsetzung des
Bundesprogramms „Respekt Coaches“ an Bonner Schulen? Welche
Kooperationspartner*innen bestehen?
Stellungnahme der AWO Bonn/Rhein-Sieg:
Das Respekt Coach Programm ist 2018 in Bonn an den Start gegangen. Als
Kooperationsschulen konnten die Gertrud Bäumler Realschule sowie das Franz
List Berufskolleg gewonnen werden. 2021 wurde durch eine Stellenaufstockung
eine weitere Kooperation mit der Johannes Rau Hauptschule abgeschlossen.
Friedrich-List-Berufskolleg
Immer wieder fällt während Unterrichtshospitationen und in informellen
Gesprächen auf, dass viele Schülerinnen und Schüler schon sexistischen und
rassistischen Vorurteilen ausgesetzt waren. Dies wirkt sich auf viele
Bildungsbiografien der Jugendlichen aus. Diese Erfahrungen aufzugreifen, ist
daher essentieller Bestandteil unserer Gruppenangebote. Bei der Gestaltung
der Workshops haben wir diese Problematiken daher besonders in den Fokus
gestellt und haben einen Workshop anlässlich des Jahrestages des
rassistischen Anschlags in Hanau sowie eine Workshopreihe zum
internationalen Tag gegen Rassismus, die in unterschiedlichen Klassen
stattfand, durchgeführt. Aufgrund der pandemischen Lage mussten die
Workshops digital angeboten werden. Den SuS wurde das Thema Rassismus
näher gebracht und die Jugendlichen hatten die Gelegenheit, ihre Fragen aberSeite 1 von 8
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auch persönlichen Erfahrungen in einem sicheren Raum zu teilen. Weitere
Schwerpunkte wurden mit den Workshopreihen zum Thema Geschlechterrollen
und Sexismus sowie Menschenrechte behandelt. Neben den Workshops
wurden zahlreiche Ausflüge mit der internationalen Förderklasse durchgeführt
und auch die Arbeit der Schülervertreter*innen (SV) durch Vorträge und
Begleitung einer SV-Fahrt unterstützt. Insgesamt zeigt sich, dass viele
Jugendlichen einen großen Bedarf haben sich in sicheren Räumen
auszutauschen.
Gertrud-Bäumer-Realschule
Die Kooperation mit der GBS wurde nach längerem pandemiebedingtem
Stillstand im zweiten Halbjahr 2021 wieder aufgenommen. Bisher sind bereits
eine neue Mädchen- sowie eine Jungen-AG gestartet. Für das erste Halbjahr
2022 ist ein fortlaufendes Angebot zum Thema Gewaltfreie Kommunikation für
alle 6. Klassen sowie ein offenes Angebot / Sprechstunde für alle Schüler*innen
geplant.
Johannes-Rau-Schule
Mit der Johannes-Rau-Schule ist im Herbst 2021 eine
Kooperationsvereinbarung getroffen worden. Trotz der kurzen Zusammenarbeit
haben sich bereits Schwerpunkthemen an der Schule herauskristallisiert. Diese
umfassen: Zusammenhalt unter den Jugendlichen, Umgang mit Wut, Konflikten
und Gewalt, Beleidigungen auch im Zusammenhang mit Konstrukten von Ehre,
Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern und sexuelle
Selbstbestimmung, psychische und mentale Gesundheit, bewusster Umgang
mit Medien, Mitbestimmung und Gestaltungsfreude in einem größeren
gesellschaftlichen Zusammenhang, Umgangsformen, politische und kulturelle
Bildung besonders bei denjenigen, die von kulturellen Angeboten bisher nicht
profitiert haben. Besonders in den Klassen 7 und 8 sind Konfliktthemen
aufgetreten, weshalb in den Klassen verstärkt gearbeitet werden soll. Ein hoher
Anteil von Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist nicht von der Hand zu
weisen, soll aber im Sinne eines nicht-ausgrenzenden Bildungsverständnis
nicht verstärkt in den Vordergrund gestellt werden. Ziel ist es, übergreifend und
inkludierend zu arbeiten. Erste geplante Aktivitäten sind ein
theaterpädagogischer Workshop zur geschlechterspezifischen Arbeit mit dem
Fokus auf Selbstbestimmung durch einen Münchener Theaterverein sowie ein
Training zum Umgang mit Konflikten und Gewalt durch einen Budokan-Trainer.
Beide sollen zeitnah zu Beginn des neuen Kalenderjahres stattfinden, sofern es
die COVID-Beschränkungen zulassen. Ebenso wird vom RC selbst eine 11
Reihe von Unterrichtseinheiten zu Themen wie gewaltfreie Kommunikation,
Menschenrechte und Stressbewältigung gestaltet, integriert in die Einheit SOL
(selbstorganisiertes Lernen). Im zweiten Schritt sind langfristige Angebote im
Nachmittagsbereich geplant, bei denen Beziehungsarbeit und inhaltliche Arbeit
mit den Jugendlichen über einen längeren Zeitraum hinweg im Fokus steht.
Ausgewählte Schnupperkurse sollen im Frühjahr angeboten werden, aus denen
freiwillige AGs entstehen sollen: Das Angebot kann umfassen: Theater-AG,
Film-AG, Kreativ-AG, Schule ohne Rassismus-AG, Jungen* - bzw. Mädchen*-
AG, Selbstbehauptungs-AG. Je nach Interessensbekundung und erstenSeite 2 von 8
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Erfahrungen aus den Schnupperkursen sollen ein oder zwei dieser Angebote
starten und zunächst im monatlichen Turnus laufen. In Zusammenarbeit mit der
Gertrud- Bäumer Realschule (ebenfalls Kooperationsschule der Respekt
Coaches in Bonn) wird ein Streitschlichter*innen - Training etabliert, das in
gemeinsamen Gruppen beider Schulen fortlaufend Streitschlichter*innen unter
den Jugendlichen ausbildet. Diese sollen zu einer gelingenden Konfliktkultur
und einem besseren Schulhofklima beitragen.
Stellungnahme von Heimstatt e.V.:
Seit Beginn des Bundesprojekts Respekt Coaches an Schulen und Übernahme
der Trägerschaft durch Heimstatt e.V. bestehen verschiedene Kooperationen in
unterschiedlichen Formaten an Schulen. Teilweise werden Träger*innen für
einzelne Projekttage oder Projektwochen hinzugezogen, teilweise werden diese
über einen gewissen Zeitraum in AG Formaten etabliert.
Insgesamt haben die Respekt Coaches des Jugendmigrationsdienstes von
Heimstatt e.V. seit 2018 mit folgenden Schulen kooperiert:
Heinrich Hertz Berufskolleg
Robert Wetzlar Berufskolleg
Abendrealschule Bonn
Helmholtz Gymnasium
Realschule Beuel
Karl Simrock Hauptschule.
An den Kooperationsschulen werden teils langjährig fortlaufende Projekte, teils
Einzelprojekte durchgeführt. Insgesamt wurden dabei 389 Schüler*innen von
den Respekt Coaches des Jugendmigrationsdienstes der Heimstatt erreicht.
Die Alterspanne lag zwischen 12 und 27 Jahren.
In der Arbeit mit den Kooperationsschulen sind wir vermehrt mit Themen wie
Mobbing, Rassismus, Sexismus und Gewalt konfrontiert. Nach Aussagen der
Lehrkräfte und Schüler*innen nehmen diese zu. Religiöser Extremismus
hingegen steht an den Schulen häufig weniger bis gar nicht im Fokus. Die
Arbeit der Respekt Coaches lässt sich teilweise erschwert in den Schulalltag
unterbringen und fand daher überwiegend in Projektwochen oder AG´s statt.
Die Kooperation mit Lehrkräften ist durchweg positiv. Der Austausch ist stets
gut, jedoch sind die Lehrkräfte weitestgehend im Schulalltag eingespannt und
der Kontakt daher reduziert.Seite 3 von 8
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Kooperationspartner*innen, mit denen wir zusammen arbeiten oder gearbeitet
haben, um Projekte an den Kooperationsschulen durchzuführen:
- Agisra e.V.: eine autonome, feministische Informations- und Beratungsstelle
von und für Migrantinnen*, geflüchtete Frauen*, Schwarze Frauen* und all
diejenigen, die von Rassismus betroffen sind; Kooperation zum Thema
Empowerment und Selbstbehauptung
- WenDo Rheinland: Organisation zu feministischen Themen und
Gewaltprävention für Frauen und Mädchen; Kooperation zum Thema
feministische Selbstbehauptung und Selbstverteidigung, Gewaltprävention
- 180 Grad Wende: zivilgesellschaftliche Initiative mit dem Schwerpunkt soziale
Arbeit, Empowerment und Prävention; Kooperation zum Thema
Menschenrechte, Krieg und Flucht
- Stabsstelle Integration Bonn/ Referent Dr. Aziz Fooladvand (Experte zum
Thema Islam): Kooperation zum Thema Religionen/ Interkulturalität
- Volkshochschule (VHS) Bonn/ Dr. Schöll, Ingrid: Kooperation für einen Silver
Clay Workshop
- Bonn.digital: Medienpädagogische Angebote; Kooperation zum Thema:
Erlernen von Medienkompetenzen anhand von praktischen Beispielen, Fake
News
- Wegweiser: „Gemeinsam gegen Islamismus“ – ein Präventionsprogramm des
Landes Nordrhein-Westfalen
- Akademie Klausenhof/ Bildungsträger: Kooperation zum Thema
Menschenrechte und Demokratie (Angebot Escape Game DemoEx)
- Künstlerverbund Rapschool NRW: Workshops zu Rap/ Hip Hop und
Jugendkultur, Tanz, Graffiti
- i,Slam e.V./ Poetry-Slam-Vereins: Kooperation zum Thema künstlerische
Verarbeitung eigener Diskriminierungs- und Mobbingerfahrungen in Poetry
- Eine Welt Netz NRW/ Referentin Rahel Lersch: Expertin auf dem Gebiet
Menschenrechtsverletzungen/Verletzungen der Demokratie im Rahmen der
Diamanten-/ Goldindustrie; Kooperation zum Thema Verletzung vonSeite 4 von 8
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Menschenrechten, Demokratieverletzung
Oliver Wiedem/ Theaterpädagoge und Schauspieler: Kooperation für einen
Theaterworkshop zum Thema Identität, Respekt und Toleranz
Die Zusammenarbeit mit Kooperationspartner*innen wird durchweg als positiv
bewertet, sowohl von Schulseiten und Schüler*innen und
Teilnehmendenperspektive, als auch von Seiten der Respekt Coaches.
Für eine Aussage über Erfahrungswerte der Umsetzung des
Bundesprogramms „Respekt Coaches“ an Bonner Schulen durch Heimstatt
e.V. kann eine klare Linie zu „vor“ und „nach“ der Corona Pandemie gezogen
werden.
Diese hat die letzten zwei Jahre den Kontakt zu den Schulen sowie die
Umsetzung von Maßnahmen an den bestehenden Kooperationsschulen
erheblich erschwert. Der Zugang zu Schulen war nicht einfach in Zeiten von
Schulschließungen, Homeschooling, alternativen Präsenzunterrichtsmodellen
sowie zunehmender Be- und Überlastung von Lehrkräften und Schüler*innen.
(Es führt nicht zu Rückgängen)
In diesem Jahr erleben wir, was die Pandemie betrifft, ein Aufatmen, da wieder
kontinuierliche Arbeit mit und an den Kooperationsschulen möglich zu sein
scheint. Gleichzeit beobachten wir eine enorme Zuspitzung und Zunahme
psychischer Belastungen bei den Schüler*innen.
Während der Pandemie konnten neue Kooperationsschulen gewonnen werden,
die explizit wegen zunehmenden Konflikten innerhalb des Schul- und/ oder
Klassenklimas Kontakt zu den Respekt Coaches des Jugendmigrationsdienstes
der Heimstatt aufnahmen.
zu 2. Welche Präventionsmaßnahmen zu Rassismus und LSBTIQ-
Feindlichkeit an Schulen (aufgelistet nach Schulformen) werden durch die
Verwaltung angeboten?
Im Schulamt gibt es zwar derzeit keine expliziten Einzelmaßnahmen zu den
Themen Rassismus und LSBTIQ-Feindlichkeit, da der Schwerpunkt derzeit auf
sozialpädagogischen Maßnahmen und Beratungen zum Umgang mit den
Auswirkungen der Corona-Pandemie liegt. Gleichwohl ist der Fachbereich für
beide Themen sensibilisiert und es besteht immer die Möglichkeit, diese –
bedarfsorientiert – im Rahmen von bestehenden Angeboten aufzugreifen.Seite 5 von 8
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Das Amt für Kinder, Jugend und Familie fördert das Projekt SchLAu Bonn in
Trägerschaft der Aidshilfe Bonn e.V. (DS 212331). SchLAu Bonn ist ein
Bildungs- und Antidiskriminierungsprojekt zu geschlechtlichen Identitäten und
sexuellen Orientierungen. In dem Projekt werden Workshops für Schulklassen
und junge Menschen in Einrichtungen der Jugendhilfe durchgeführt. Die
Projekt-Workshops werden dabei durch die Schulen bzw. die Einrichtungen der
Jugendhilfe direkt bei SchLAu Bonn angefragt und „gebucht“. Da hier keine
Koordination durch die Verwaltung erfolgt und die Verwaltung nicht selbst
Anbieterin ist, kann kurzfristig keine Übersicht vorgelegt werden, wo
Maßnahmen angeboten werden.
Das Kommunale Integrationszentrum (KI) ist für Bonn Regionalkoordination des
bundesweiten Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
(SoR-SmC). Dabei handelt es sich um das größte deutsche Schulnetzwerk
bundesweit. Schulen, die den Titel erhalten verpflichten sich freiwillig ein
Punkteprogramm umzusetzen und im Schulalltag fest zu verankern. Die Stadt
berät Schulen aller Schulformen hinsichtlich rassismuskritischer
Schulentwicklung, organisiert Qualifizierungen und regt den Austausch
zwischen den Schulen an. Die Angebote des KI haben das Ziel, Schüler*innen
und Lehrkräfte zu sensibilisieren und darin zu bestärken gegen jede Form von
Diskriminierung vorzugehen. Die Angebote und die Arbeit mit den Schulen
sollen einen Beitrag dazu leisten, Lehrkräfte und Schüler*innen zu befähigen,
den Mut zu haben, Diskriminierung an Schulen zu erkennen und anzusprechen.
Folgende Maßnahmen können aufgelistet werden:
- Netzwerkarbeit
Das KI koordiniert einen regelmäßigen Austausch. Aktivitäten, die an den
jeweiligen Schulen geplant oder durchgeführt werden, können thematisiert
werden. Dadurch inspirieren sich die Schulen gegenseitig, selbst an der
eigenen Schule ähnliche oder gleiche Veranstaltungen zu organisieren.
- Beratung Schulen
Schulen können sich beim KI melden, um Anregungen über geeignete
Veranstaltungen, Materialien und Bücher zu erhalten. Bonner Schulen erhalten
Begleitung und Beratung, wenn sie sich entschließen Schule ohne Rassismus -
Schule mit Courage zu werden.
- Das KI richtet die Regionalkonferenz Schule ohne Rassismus - Schule mit
Courage aus. Sie hat das Ziel, sowohl Lehrkräfte als auch Schüler*innen zu
qualifizieren sowie für einen Austausch untereinander zu sorgen.Seite 6 von 8
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zu 3. Liegen durch die Jugendmigrationsdienste und anderen genannten
Projekte Evaluierungen vor, aus denen ersichtlich ist, wie viele
Schüler*innen erreicht wurden und ob es einen Rückgang an
Zwischenfällen an Schulen gab
Stellungnahme der AWO Bonn/Rhein-Sieg:
Zu jedem Angebot der Respekt Coaches an den Kooperationsschulen gibt es
eine Maßnahmenbeschreibung und eine Teilnehmerliste. Genauere
Informationen über die durchgeführten Maßnahmen sind den beigefügten
Sachberichten zu entnehmen.
Die Anzahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler wird dokumentiert,
wobei die jeweiligen Maßnahmen sehr heterogen sind. Es handelt es sich um
Lesungen, Workshops oder Projekttage, die in kleinen Gruppen, im
Klassenverband, jahrgangsübergreifend oder auch schulübergreifend mit
Teilnehmenden aus zwei Kooperationsschulen stattfinden können.
Im Jahr 2019 haben an unseren Maßnahmen insgesamt 506 Schülerinnen und
Schüler (SuS), im Jahr 2020 198 SuS und im Jahr 2021 299 SuS
teilgenommen. In dieser Auflistung wurden alle Angebote, unabhängig der
Angebotsdauer, berücksichtigt.
Das Respekt Coach Programm wurde im Auftrag des Bundesministeriums für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend über zwei Jahre wissenschaftlich
begleitet.
In dem Abschlussbericht wird das Respekt Coach Programm als sehr
erfolgreich beschrieben. Da das Programm präventiv ansetzt und die
angestoßenen Veränderungen längerdauernde Prozesse sind, sind die Zahl
der Zwischenfälle an Schulen für die Bewertung des Programms derzeit noch
nicht relevant. Dafür müsste das Programm deutlich länger installiert sein.
Stellungnahme von Heimstatt e.V.:
Aktuell im Juli 2021 wurde vom unabhängigen Institut IES/ INBAS folgender
Abschlussbericht veröffentlicht :
https://www.lass-uns-reden.de/fileadmin/Respekt_Coaches/News/respekt-
coaches-endbericht-wissenschaftliche-begleitung-data.pdf
Für die Befragung wurden beteiligte Kooperationsschulen,
Kooperationspartner*innen, Schüler*innen und Respekt Coaches befragt und
Fallstudien durchgeführt.Seite 7 von 8
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Eine Kurzzusammenfassung des Berichts findet sich auf der Respekt Coaches
Website:
https://www.lass-uns-reden.de/news/evaluation-zeigt-respekt-coaches-hat-
positive-auswirkungen-auf-schulklassen
Im Großen und Ganzen zeichnet der Bericht ein positives Bild des Programms.
Die Schulen befürworten das Programm stark und es wird von Seiten der
Schule und den Schüler*innen von positiven Wirkungen berichtet.
Weitere Evaluierungen mit Auswertungen, inwieweit es einen Rückgang an
Zwischenfällen an Bonner Kooperationsschulen gab, wurden nicht erhoben.
Zudem lässt sich sagen, dass die primärpräventiven Projekte auf Faktoren wie
der Persönlichkeitsentwicklung beruhen und somit nicht auf direkten Wegen
abfragbar sind, sondern sich auf vielen Ebenen bei Jugendlichen widerspiegeln
können.
Anlage/n
KeineSeite 8 von 8

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

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Datenstand: 03.11.2026, 04:22 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de