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220702 · Antrag

Antrag der Beueler Koalition: Erstellung eines Radroutennetzes in Beuel

Nummer
220702
Art
Antrag
Veröffentlicht
07.04.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 07.04.2022
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 15.09.2022

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung des Hauptausschusses 15.09.2022 Entscheidung federführend
  2. Sitzung der Bezirksvertretung Beuel 01.06.2022 Empfehlung
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 1,5 MB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 220702-04 AA CDU/u.w.-Änderungsantrag: Erstellung eines Radroutennetzes in Beuel Antrag zur Vorlage 220702
  2. 220702-02 AA Erstellung eines Radroutennetzes in Beuel Antrag zur Vorlage 220702
  3. 220702-01 ST Erstellung eines Radroutennetzes in Beuel

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Antrag
öffentlich
220702
Antragsteller/in:
Grüne Bezirksfraktion Beuel
Gerhard Baumgärtel
SPD Bezirksfraktion Beuel
Maximilian Blesch
Achim Joest
06.04.22, 07.04.22 gez. Mohn
Antrag der Beueler Koalition: Erstellung eines
Radroutennetzes in Beuel
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Beuel 27.04.2022 Empfehlung
Hauptausschuss 28.04.2022 Entscheidung
Inhalt des Antrags
Die Verwaltung wird beauftragt ein Fahrradroutennetz zu erstellen, welches die
folgenden Stadtteile von Beuel mit einem durchgängigen Netz miteinander
verbindet: Pützchen, Küdinghoven, Ramersdorf, Limperich, Oberkassel,
Holzlar, Vilich, Beuel-Mitte.
Die vorgestellten Routen sollen dabei als Vorschläge dienen und wenn möglich
berücksichtigt werden oder durch sinnvolle Alternativen dargestellt werden:
1. Pützchen - Küdinghoven - Telekom - Südbrücke
2. Ramersdorf - Küdinghoven - Limperich - Beuel-Mitte
3. Küdinghoven - Ramersdorf - Oberkassel - Dollendorf
4. Holzlar - Pützchen - Bröltalbahnweg
5. Hangelar - Vilich-Müldorf - Vilich - Bröltalbahnweg
Begründung
Begründung und Vorschläge für Gestaltung einzelner Routen
Ein wesentliches Element für die Verkehrswende ist es, eine Änderung des
Modalsplits in der Weise zu erreichen, dass der Anteil an ÖPNV-Nutzenden
und Radfahrenden wesentlich erhöht wird.
Der resultierende geringere Anteil an Autoverkehr führt auch zu einer
Entlastung der Hauptverkehrsstraßen und vermindert infolgedessen dieSeite 1 von 8
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Stauanfälligkeit.
Mehr Radverkehr erreicht man nur durch eine Verbesserung der Attraktivität
der Radstrecken.
Es hat sich immer wieder in allen Städten auf der ganzen Welt gezeigt, dass
nur durch komfortable und vor allem sichere Radverbindungen der Anteil der
Nutzenden steigt. Das Potenzial der Umsteigenden ist sehr hoch.
Sicher fühlen sich Radfahrende nur auf wenig befahrenen Nebenstrecken, die
möglichst als Fahrradstraßen ausgewiesen sein sollten und auf separaten
Hochbordradwegen.
Ziel für Bonn und damit auch für Beuel ist ein durchgängiges
Fahrradroutennetz, auf dem Radfahrende sich sicher durch die Stadtteile in alle
Himmelsrichtungen bewegen können.
Die Erhöhung der Lebensqualität durch weniger Lärm, Abgase, Unfälle und
verbesserte Gesundheit auch durch mehr Bewegung sind zusätzliche positive
Effekte.
Beim Planungstand Fahrradstraßen in Bonn, veröffentlicht
unter: https://stadtplan.bonn.de/cms/cms.pl?Amt=Stadtplan&set=0_0_0_0&act=
0
sind auch untersuchte und zurückgestellte/nicht beschlossene Planungen
ersichtlich. Von einem durchgängigen Netz kann dabei nicht die Rede sein,
sondern um einzelne Straßen, die unzusammenhängend bruchstückhaft im
Stadtgebiet verteilt sind.
Aber, die von der Stadt untersuchten und zurückgestellten/nicht beschlossenen
(gelb markierten) Fahrradstraßen können zu einem Netz beitragen. Sie reichen
jedoch nicht aus, um ein vollständiges Netz abbilden zu können.
Da der Bau von separaten Radwegen in Beuel auf vielen Straßen zum einen
baulich nicht möglich ist und zum anderen nur sehr zeitaufwendig realisiert
werden kann, sollten zur zügigen Errichtung eines Netzes zunächst
durchgängige Fahrradstraßen eingerichtet werden.
Bisher war für die Einrichtung einer Fahrradstraße eine notwendige Bedingung,
dass der Fahrradverkehr entweder schon die vorherrschende Verkehrsart ist
oder dies erwartet werden kann.
Dies hat sich nach Änderung der einschlägigen Verwaltungsvorschrift geändert:
Die Anordnung einer Fahrradstraße ist jetzt auf Straßen mit einer hohen oderSeite 2 von 8
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zu erwartenden hohen Fahrradverkehrsdichte, einer hohen Netzbedeutung für
den Radverkehr oder auf Straßen von lediglich untergeordneter Bedeutung für
den Kraftfahrzeugverkehr möglich. Eine hohe Fahrradverkehrsdichte oder eine
hohe Netzbedeutung für den Radverkehr setzen nicht (mehr) voraus, dass der
Radverkehr die vorherrschende Verkehrsart ist. Eine zu erwartende hohe
Fahrradverkehrsdichte kann sich dadurch begründen, dass diese mit der
Anordnung einer Fahrradstraße bewirkt wird.
Jedenfalls für die Netzbedeutung für den Radverkehr brauchen auch keine
Verkehrszählungen mehr durchgeführt werden.
Soweit in Bonn neue Fahrradstraßen eingerichtet werden, sind die vom Rat der
Stadt Bonn beschlossenen Maßgaben des Radentscheids zu beachten. Nach
Nr. 2.b dieser Maßgaben sollen Fahrradstraßen 4,5 m breit sein. Sie sind vom
Durchgangsverkehr freigehalten und deutlich markiert.
Dabei ist unter „Durchgangsverkehr“ nicht der ÖPNV zu verstehen. Wenn der
Anteil der ÖPNV-Nutzenden und der Radfahrenden deutlich erhöht werden soll,
können Fahrradstraßen nicht zu Lasten des ÖPNV eingerichtet werden.
Andererseits sind in Bonn bereits gute Erfahrungen mit der Führung von ÖPNV
auf Fahrradstraßen gemacht worden.
Die hier vorgestellten Routen sollen zum Aufbau eines Radroutennetzes in
Beuel beitragen.
Die Verkehrsrouten im Einzelnen:
1. Pützchen - Küdinghoven - Telekom - Südbrücke
Durchgängige Route von Pützchen zur Konrad-Adenauer-Brücke mit
folgender Strecke (Fahrradstraßen bzw. -wege):
Ab Ortsmitte Pützchen (Tankstelle Scherer) Holtorfer Straße – Am
Ennertbad – Unterführung unter A 59 – Forstweg –Pützchensweg –
Kirchstraße -Gallusstraße – Flutgraben – Schießbergweg – Parkplatz
Hariboschiff – Weg durch Rheinaue zur Konrad-Adenauer-Brücke
Unterschiede zum Stadtplan der Stadt Bonn:
 Es gibt einen Beschluss, die Holtorfer Straße und Am Ennertbad
als Fahrradstraßen auszuweisen, allerdings erst von der
Einmündung der Maarstraße an.
 Ebenso sollen die Straßen Forstweg und Pützchensweg als F-Seite 3 von 8
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straßen ausgewiesen werden, die dann folgende Kirchstraße (ab
Einmündung Pützchensweg) und die Gallusstraße (bis zum
Abzweig Flutgraben) aber wiederum nicht.
 Der Flutgraben ist wiederum als F-straße vorgesehen.
 Die übrigen Teile der Route sind schon jetzt Fahrradwege (außer
einem kleinen Teil am oberen Ende des Schießbergweges).
Zwischen der Holtorfer Straße und der Einmündung der Maarstraße
findet nicht zu vermeidender Durchgangsverkehr zum Gewerbegebiet
Beuel-Ost statt. Die Einrichtung einer Fahrradstraße auf diesem
Abschnitt ist deshalb nicht möglich. Auf diesem Abschnitt sind andere
geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um geschützten Radverkehr zu
gewährleisten.
Soweit auf der Kirchstraße (ab Einmündung Pützchensweg) und der
Gallusstraße bisher keine Fahrradstraßen vorgesehen sind, mag dies
darin begründet sein, dass dort Linienbusverkehr stattfindet. Eine
ausdrückliche Vorschrift, dass Linienbusverkehr nicht auf Fahrradstraßen
stattfinden soll, ergibt sich aus den Vw-Vorschriften zur StVO nicht.
ÖPNV auf Fahrradstraßen findet in Bonn – wie oben ausgeführt – bereits
statt. Für ein durchgängiges Radverkehrsnetz ist es jedoch erforderlich,
auch diese Straßenabschnitte als Fahrradstraßen auszuweisen.
2. Ramersdorf - Küdinghoven - Limperich - Beuel-Mitte
Durchgängige Route von Ramersdorf nach Beuel-Mitte mit
folgender Strecke (Fahrradstraßen bzw. -wege):
Ab U-Bahnhof Ramersdorf – Im Alten Wingert – An der
Siebengebirgsbahn –Küdinghovener Straße – Querung Linie 62 –
Talweg – Kreuzherrenstraße – Limpericher Straße – Friedrich-Friesen-
Straße
Unterschiede zum Stadtplan der Stadt Bonn:
 Es gibt eine markierte Fahrradstraße auf dem Talweg und auf der
Limpericher Straße (bis zur Einmündung der Küdinghovener
Straße), die Fahrradstraße ist aber an den Kreuzungen
Burggrafenstr., Finkenbergstraße und Kreuzherrenstraße
unterbrochen und hat keine Vorfahrt
 Der übrige Teil der Limpericher Straße ist nicht als Fahrradstraße
ausgewiesen und auch nicht geplant; stattdessen ist eine
Fahrradstraße in der Neustraße (zwischen Auf dem Grendt und
Goetheallee) beschlossen bzw. (zwischen Goetheallee undSeite 4 von 8
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Siegfried-Leopold-Straße) realisiert.
 Auch die Friedrich-Friesen-Straße ist nicht als Fahrradstraße
vorgesehen.
 Wegen des erheblichen und im Wesentlichen wohl auch nicht
vermeidbaren Kfz-Anliegerverkehrs auf der Neustraße empfiehlt
es sich, den Beschluss zur Ausweisung der Neustraße als
Fahrradstraße zu überdenken. Der Weg über die Limpericher
Straße führt zügiger zur Stadtmitte von Beuel und ist wegen der
Breite dieser Straße auch sicherer. Der Anschluss über die
Friedrich-Friesen-Straße an die Siegfried-Leopold-Straße ist
ebenfalls geboten.
Soweit auf den bisher nicht als Fahrradstraßen vorgesehenen
Straßenabschnitten Linienbusverkehr stattfindet (dies betrifft insbes. die
Limpericher Straße) gilt das oben Ausgeführte entsprechend.
3. Küdinghoven - Ramersdorf - Oberkassel - Dollendorf
Durchgängige Route von Küdinghoven nach Dollendorf mit
folgender Strecke (Fahrradstraßen bzw. -wege):
Gallusstraße – Lindenstraße – Dornheckenstraße -Radweg entlang der
Linie 62 - Alsstraße - Adrianstraße (Langemarckstraße –Römlinghovener
Straße)
Unterschiede zum Stadtplan Bonn:
 Die Gallusstraße (ab Samannstraße) und die Lindenstraße (bis
Dornheckenstraße) sind als Fahrradstraßen ausgewiesen.
 Eine Fortsetzung auf der Hosterbacher Straße ist untersucht, aber
nicht realisiert worden.
 Eine Ausweisung der Dornheckenstraße als Fahrradstraße (bis
zur Bahnlinie) fehlt.
 Soweit der vorliegende Vorschlag auf dem Radweg entlang der
Linie 62 beruht, können keine Anmerkungen zur Planung der
Stadt gemacht werden.
 Die Einrichtung von Fahrradstraßen auf der Alsstraße, der
Adrianstraße und der Dollendorfer Allee ist von der Stadt
untersucht, aber zurückgestellt bzw. nicht beschlossen worden.
 Auch hier zeigt sich, dass eine durchgehende Route bisher nicht
realisiert worden ist. Die zurückgestellten Planungen sollten zügig
wieder aufgenommen werden.
Soweit auf den bisher nicht als Fahrradstraßen vorgesehenen
Straßenabschnitten Linienbusverkehr stattfindet (dies betrifft insbes. die
Gallusstraße) gilt das oben Ausgeführte entsprechend.Seite 5 von 8
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4. Holzlar - Pützchen - Bröltalbahnweg
Durchgängige Route von Holzlar über Pützchen zum Bröltalbahnweg mit
folgender Strecke:
Holzlarer Weg – Marktstraße –Pützchens Chaussee –Bröltalbahnweg
Dabei soll nur der Holzlarer Weg als Fahrradstraße eingerichtet werden.
Zu den Überlegungen, Pützchens Chaussee fahrradfreundlicher zu
machen, gibt es bereits einen beschlossenen Antrag.
Unterschiede zum Stadtplan Bonn
 Es ist bisher nicht vorgesehen, den Holzlarer Weg als
Fahrradstraße auszuweisen.
Der Umstand, dass auf dem Holzlarer Weg zwischen der Kreuzung
Sebastianusstraße und der Jugendfarm auch Schwerlastverkehr
stattfindet (An- und Ablieferung von Baumaterialien), steht der
Einrichtung einer Fahrradstraße nicht entgegen. Im Gegenteil: da auf
dem Holzlarer Weg schon jetzt vielfacher Radverkehr stattfindet (u.a. als
Schulweg Richtung Pützchen), ist es erforderlich, den Holzlarer Weg
deutlich als Fahrradstraße zu markieren.
Der Einrichtung einer Fahrradstraße auf dem Holzlarer Weg auf dem
Abschnitt zwischen der Kreuzung Am Rehsprung und der Einmündung
Auf den Sauren Wiesen steht der Umstand entgegen, dass dort auch
Durchgangsverkehr stattfindet. Die aktuelle Situation ist nicht nur für
Radfahrende gefährlich, für Fußgänger:innen ist sie unzumutbar. Die auf
dem Asphalt durch Nägel aufgebrachte Abgrenzung des Fußweges
(gekennzeichnet durch das Schild 239) wird regelmäßig von Kfz
überfahren. Hier sollte geprüft werden, wie der bereits vorhandene
vielfache Rad- und Fußverkehr auf andere Weise sicher gestaltet werden
kann. In Betracht kommt insbesondere eine Verbreiterung des Weges.
Die am Straßenrand stehenden Leuchtmasten werden sich auf
öffentlichem Grund befinden, so dass hier eine Verbreiterung der Straße
und eine sichere Abgrenzung des Fuß- und Radverkehrs vorgenommen
werden sollten.
5. Hangelar - Vilich-Müldorf - Vilich - Bröltalbahnweg
Durchgängige Route von Hangelar über Vilich-Müldorf und Vilich zum
Bröltalbahnweg mit folgender Strecke (Fahrradstraßen bzw. -wege):Seite 6 von 8
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Radweg entlang der Linie 66 –Hangelarer Weg – Querung der Linie 66 in
Vilich-Müldorf – Radweg entlang der Linie 66 – Beueler Straße –
Schultheißstraße – Adelheidisstraße – Sankt Augustiner Straße bis
Abzweig Bröltalbahnweg;
In Gegenrichtung über Platanenweg bis zur Kreuzung Adelheidisstraße.
Unterschiede zum Stadtplan Bonn
 Die Ausweisung von Beueler Straße und Schultheißstraße als
Fahrradstraßen ist untersucht, aber zurückgestellt bzw. nicht
beschlossen worden.
 Ebenso ist der Platanenweg nur zum Teil als Fahrradstraße
(bereits) ausgewiesen worden, und zwar zwischen der
Friedhofstraße und dem Bröltalbahnweg. Das wichtige Stück bis
zur Adelheidisstraße fehlt.
Die Unterschiede verdeutlichen erneut, dass ein durchgängiges
Radverkehrssystem immer wieder daran scheitert, dass von
Radfahrenden häufig benutzte Strecken nur teilweise als vorrangig dem
Radverkehr dienend ausgewiesen werden. Es ist aber gerade die
Durchgängigkeit, die Fahrradrouten für diejenigen attraktiv(er) macht, die
zurzeit noch andere Verkehrsmittel nutzen. Hier sollte ein grundsätzliches
Umdenken stattfinden.
Anlage/n
1 Anlage Radnetz (öffentlich)Seite 7 von 8
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Datenstand: 02.11.2026, 21:53 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de