220687 · Beschlussvorlage
Erhöhung des jährlichen Zuschusses für das Deutsche Museum Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 220687
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 12.04.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 220687 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 03 Amt für Wirtschaftsförderung Dezernat: Dez. OB Erhöhung des jährlichen Zuschusses für das Deutsche Museum Bonn Beratungsfolge Ausschuss für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 26.04.2022 Empfehlung Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 18.05.2022 Empfehlung Rat 09.06.2022 Entscheidung Beschlussvorschlag Der Rat der Stadt Bonn stimmt einer Erhöhung des jährlichen Zuschusses für das Deutsche Museum Bonn von 400.000,-- auf 430.000,-- € für das Jahr 2023 und von 400.000,-- auf 460.100,-- ab dem Jahr 2024 ff. zu. Begründung Der Rat der Stadt Bonn hat sich mit dem grundlegenden Ratsbeschluss vom 30.3.2017 (DS-Nr. 1710857) für den „dauerhaften Erhalt“ des Deutschen Museums Bonn ausgesprochen. Auf Grundlage dieses Beschlusses wurde eine Finanzierungsvereinbarung erarbeitet, der der Rat mit den Beschlüssen zu DS- Nr. 1810653 vom 20.3.2018 und DS-Nr. 1810653NV3 vom 3.5.2018 zustimmte. Die Finanzierungsvereinbarung mit dem Deutschen Museum über den Zuschuss für das Deutsche Museum Bonn wurde entsprechend unterzeichnet. In dieser verpflichtet sich die Stadt Bonn, den Zuschuss bis mindestens 2024 zu zahlen. Gemeinsam mit den weiteren öffentlichen Zuschussgebern, vor allem dem Rhein-Sieg-Kreis, und weiteren Partnern ist die Verwaltung an der langfristigen Sicherung interessiert. Das Deutsche Museum Bonn ist nicht nur seit jeher Ausstellungs- und Kommunikationsort, sondern ein wichtiger Lernort für die außerschulische Bildung. Durch spezielle Programme werden in Kooperation mit Arbeitgebenden Schülerinnen und Schüler auch auf die Möglichkeiten des hiesigen Arbeitsmarktes vorbereitet. Durch die Unterstützung des Fördervereins sind weitere Kooperationen mit regionalen Unternehmen entstanden. Das Deutsche Museum Bonn entwickelt sich derzeit mit Hilfe einer Projektförderung des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie zum Forum für Künstliche Intelligenz (KI) mit vielfältigenSeite 1 von 3 Seite 2 Vermittlungsangeboten. Erste Erlebnisräume mit zahlreichen interaktiven Ausstellungsstücken und einem intensiven Betreuungsprogramm sind bereits umgesetzt und für die Besucher*innen zugänglich. Durch die innovative Einbindung von Lehramtsstudierenden wird der Museumsbesuch von Schüler*innen individuell begleitet. Vor dem Besuch der neuen Erlebnisräume laden diese zu moderierten Einführungsrunden ein und informieren und diskutieren in kleinen Gruppen über die neuen Technologien. Auch die Dr. Hans Riegel-Stiftung beteiligt sich mit der Finanzierung des sogenannten „Touch Tomorrow Lab“, einem Ausstellungsbereich, in dem verschiedene digitale Technologien vermittelt werden, an der Weiterentwicklung des Deutschen Museums Bonn. Die Verwaltung begrüßt diese Neuausrichtung, da sie die regionalen Stärken im Bereich Informationstechnologie, Wirtschaft und Wissenschaft hervorragenden ergänzt und stärkt. Als Forum für KI ist auch eine stärkere Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Cyber Security Clusters Bonn möglich. Für Schulen wird das Angebot an individuellen Workshops im Bereich der KI und Digitalisierung verstärkt. Diese notwendige MINT-Bildung vermittelt ebenfalls die zukünftigen Anforderungen und Bedarfe in der Arbeitswelt. In der bestehenden Finanzierungsvereinbarung wurde ein jährlicher Zuschussbetrag in Höhe von 400.000,-- € vereinbart. Durch die seit 2017 gestiegenen Betriebs- und Personalkosten und nicht zuletzt beträchtlichen Einnahmeausfälle in Zusammenhang mit der Pandemie ist das benötigte Gesamtbudget mittlerweile höher. Der Erhöhungsbedarf bei der Basisfinanzierung ab 2023 ergibt sich einerseits aus Tarifsteigerungen bei den Personalkosten, Mehrkosten bei den Personalkosten aufgrund der neunen dialogischen Vermittlung von KI-Themen und andererseits aus höheren Betriebskosten (u.a. steigende Energiekosten, hohe Kosten aufgrund der aus Hygienegründen erforderlichen Klimaanlage, Inflation). Derzeit besteht in der Basisfinanzierung ab 2023 eine Lücke von 221.000 Euro. Die bisherigen Zuschussgeber wurden darüber sowohl in der jährlichen Beiratssitzung im November letzten Jahres als auch im Rahmen eines Runden Tisches zur Gewinnung von neuen Partnern, der auf Einladung von Stadt und Rhein-Sieg- Kreis erfolgte, Anfang Dezember informiert. Daher benötigt das Deutsche Museum eine Erhöhung der Zuschüsse bzw. die Einwerbung neuer Zuschussgeber. Das Land NRW hat sich durch die zweimalige Projektfinanzierung des MWIDE in erheblicher Höhe (1.498.500 € für die Jahre 2020 bis 2022, 2.160.000 € für die Jahre 2023 bis 2025) an der Neuausrichtung beteiligt, so dass nun Stadt und Region ihren Anteil an der Sicherung des Museums beitragen sollten. Der Rhein-Sieg-Kreis hat im Rahmen seiner Haushaltsberatungen im Dezember 2021 den bisherigen Zuschuss in Höhe von 75.000 € jährlich um 5 % dynamisch angepasst, um Kostensteigerungen bei den Betriebskosten aufzufangen. Somit sind folgenden Förderungen des Rhein-Sieg-Kreises für die nächsten fünf Jahre vorgesehen: 79.000 € in 2023, 83.000 € in 2024, 87.000 € in 2025, 91.000 € in 2026 und 96.000 € in 2027. Mit dem Landschaftsverband Rheinland LVR finden derzeit intensiveSeite 2 von 3 Seite 3 Gespräche von Seiten der Spitzen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises statt, um eine langfristige Förderung des Deutschen Museums Bonn zu erreichen. Über den Fortgang dieser Gespräche wird die Verwaltung den Ausschuss informieren. Die Verwaltung schlägt nach intensiver Abwägung unter Berücksichtigung der angespannten Haushaltslage und in Anerkennung der Situation des Museums eine Erhöhung von 400.000,-- auf 430.000,-- € für das Jahr 2023 und von 400.000,-- auf 460.100,-- ab dem Jahr 2024 ff vorbehaltlich der Bereitstellung der Mittel im Doppelhaushalt 2023/2024 vor. Im Mai/Juni wird das Deutsche Museum München mit seinen Gremien prüfen, wie sich die weitere Finanzplanung des Deutschen Museums Bonn gestaltet, so dass eine Planungssicherheit bereits im Frühjahr benötigt wird und eine Entscheidung vor den Haushaltsberatungen im September erforderlich ist. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeich nung Produkt Produktbezeichnung 1.04.12 Wissenschaft 1.90.40.04.12.01 Wissenschaft Investive Kosten der Maßnahme Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 430.000,-- 460.100 190400412 2023 2024 ff Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich 430.000,-- (2023) 460.100,-- (ab 2024 jährlich) Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 19:31 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de