220676 · Beschlussvorlage
Erhöhung des Mitgliedsbeitrag für den Region Köln/Bonn e.V.
Kerndaten
- Nummer
- 220676
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 03.05.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses für für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit Empfehlung
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Beschlussvorlage öffentlich 220676 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 03 Amt für Wirtschaftsförderung Dezernat: Dez. OB Erhöhung des Mitgliedsbeitrag für den Region Köln/Bonn e.V. Beratungsfolge Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 18.05.2022 Empfehlung Ausschuss für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 02.06.2022 Empfehlung Rat 09.06.2022 Entscheidung Beschlussvorschlag Der Rat stimmt der Erhöhung des Mitgliedsbeitrages des Region Köln/Bonn e.V. um 30 % ab 2023 und weiteren 15 % ab 2024 bis 2027 zu, die zur folgenden Kostenbeteiligung führt: 2023 2024 2025 2026 2027 Personal- substitution 74.923,49 € 75.672,72 € 76.429,45 € 77.193,75 € 77.965,68 € Mitgliedsbeitrag 114.166,62 € 114.166,62 € 114.166,62 € 114.166,62 € 114.166,62 € Erhöhung 56.504,49 € 84.756,73 €* 84.756,73 € 84.756,73 € 84.756,73 € Gesamt 245.594,60 € 274.596,07 € 275.352,80 € 276.117,10 € 276.889,03 € * Erhöhung 2024-2027 ist ausgehend vom Beitrag von 2022 inkl. indexierter Personalsubstitution. Den Mitgliedervertreter*innen des Vereins wird die Weisung erteilt, in der Mitgliederversammlung des Vereins Region Köln/Bonn e.V. am 23.08.2022 der Erhöhung des Mitgliedsbeitrages zuzustimmen. Begründung Mit der Einladung zur 121. Vorstandssitzung des Region Köln/Bonn e.V. vom 24.03.2022 hat der geschäftsführende Vorstand im Rahmen einer Mitteilungsvorlage von der Absicht berichtet, aufgrund steigender quantitativer und qualitativer Bedarfe der Region fünf zusätzliche Stellen für die Geschäftsstelle des Vereins zu schaffen, so dass bis zum Jahr 2024 die Anzahl der Mitarbeitenden der Geschäftsstelle von bislang 20 auf 26 Personen ansteigen werde. Darüber hinaus entstünde unter Berücksichtigung weiterer Kalkulations-Seite 1 von 6 Seite 2 maßnahmen wie konstante Fördermittelakquise zur Sicherung der mittel- fristigen operativen Handlungsfähigkeit des Vereins bis 2027 zusätzlicher Kapitalbedarf. Dieser soll durch eine stufenweise Erhöhung der Mitglieds- beiträge in Höhe von +30 % ab dem Jahr 2023 und weiteren +15 Prozent ab dem Jahr 2024 (jeweils bezogen auf den Beitragssatz 2022 inkl. indexierter Personalsubstitution) gedeckt werden und würde zu zusätzlichen Einnahmen für den Verein von durchschnittlich ca. 812.000 € p.a. führen. Diese Erhöhung hätte für die Mitglieder folgende finanzielle Auswirkungen: Erhöhung je 2023 + 30 % 2024 (+15 %) Gesamterhöhung Stadt/Kreis + 56.504,49 € + 28.252,24 € + 84.756,73 € Erhöhung Sparkasse je 1/3 + 21.901,93 € + 10.950,96 € + 32.852,89 € Erhöhung je Kammer + 8.826,23 € + 4.413,12 € + 14.239,35 € Erhöhung je Gast + 12.000,00 € + 6.000,00 € + 18.000,00 € Für die Beschlussfassung in den Vereinsgremien ist folgender Beratungsfahrplan vorgesehen: - Beschluss zur Weiterleitung an die Mitgliederversammlung im Rahmen der 122. Vorstandssitzung am 14.06.2022 - Beschluss zur Beitragserhöhung durch die Mitgliederversammlung am 23.08.2022 Generelles Ziel des Vereins ist es, die Vorbereitung und Umsetzung von konkreten Projekten vor Ort in den strukturpolitischen Handlungsfeldern, die der Verein bearbeitet, zu forcieren und in den Mittelpunkt der Vereinsarbeit für die kommenden Jahre zu stellen. In der vergangenen Periode waren dies die Weiterentwicklung des Agglomerationskonzeptes, REGIONALE 2025- Bergisches Rheinland, Rheinisches Revier, Bonn-Vertrag, Umsetzung von Klimawandelvorsorgemaßnahmen und –strategien, Operationelles Programm EFRE NRW 2021-2027, Regionalmarketing auf Messen. Fortlaufend findet dabei ein Abgleich mit Entwicklungen und Rahmensetzungen auf EU-, Bundes- und Landesebene statt, z.B. mit dem Koalitionsvertrag des Bundes oder dem Operationellen Programm für die EU-Förderperiode 2021- 2027. Status Quo der Kosten der Mitgliedschaft Seit 2017 gab es bereits nicht unerhebliche Anpassungen im Bereich der Personalstruktur und bei den Mitgliedsbeiträgen des Vereins. So wurde zunächst beschlossen, die ursprüngliche Unterstützung des Vereins durch eine Personalabordnung in eine Substitutionszahlung in Höhe von 60.000,-- € umzuwandeln, damit der Verein die Mitarbeiterakquise bedarfsgerecht selber durchführen könne (sh. DS-Nr: 1712987). Ab 2019 wurde der Mitgliedsbeitrag von 92.798,00 € auf 106.717,70 € erhöht. Zugleich wurde der Zuschuss für die Personalsubstitution von 60.000,00 € auf 72.000,00 € angehoben (sh. DS-Nr.: 1811740) und eine Indexierung von 1% eingeführt. Ausschlag hierfür war zum einen eine Abfrage der realen Arbeit- nehmer*innenkosten bei den Personalämtern der Mitgliedsstädte und Kostensteigerungen bei den Betriebs- und Projektkosten, Tariferhöhungen,Seite 2 von 6 Seite 3 Einplanen von Eigenanteilen für Förderprojekte. Zuletzt wurden im Jahr 2020 die Mitgliedsbeiträge erneut auf 114.166,62 €, angehoben und dies damals mit der Einführung einer TVÖD-angelehnten Altersversorgung begründet, um das vorhandene Personal halten und adäquates Personal akquirieren zu können. Zeitgleich wurde mitgeteilt, die Anzahl der Mitarbeitenden von damals 20 Personen halten zu wollen., sh. DS- Nr.: 201302. Die nun erneute Beitragserhöhung um zunächst 30 % für 2023 (56.504,49 €) und dann weiteren 15 % für 2024 (28.252,24 €) stellt eine erhebliche Belastung für den städtischen Haushalt dar. Die Mittel für die Erhöhung sind in der Haushaltsanmeldung nicht enthalten und müssen nachgemeldet werden. Kostenentwicklung der Mitgliedschaft im Region Köln/Bonn e.V. bis 2027 IST SOLL SOLL Soll Soll Soll 2022 2023 2024 2025 2026 2027 Personal- substitution 74.181,67 € 74.923,49 € 75.672,72 € 76.429,45 € 77.193,75 € 77.965,68 € Mitgliedsbeitrag 114.166,62 € 114.166,62 € 114.166,62 € 114.166,62 € 114.166,62 € 114.166,62 € Erhöhung 56.504,49 € 84.756,73 € 84.756,73 € 84.756,73 € 84.756,73 € Gesamt 188.348,29 € 245.594,60 € 274.596,07 € 275.352,80 € 276.117,10 € 276.889,03 € Einschätzung der Verwaltung Der Region Köln/Bonn e.V. bietet für die Stadt Bonn in grundsätzlicher und konkreter Hinsicht zahlreiche Mehrwerte. Als Regionalmanagement identifiziert der Verein Herausforderungen der Region innerhalb seiner definierten Arbeitsfelder. Er entwickelt strategische Ansätze, schafft notwendige Fördervoraussetzungen und unterstützt fachlich sowie fördertechnisch bei der Realisierung (regionalbedeutsamer) Projekte. Darüber hinaus organisiert der Verein den Erfahrungsaustausch zu wichtigen Zukunftsthemen und entlang von Vorbildprojekten in der Region, um den Wissenstransfer zu befördern und die Umsetzung von Maßnahmen zu beschleunigen. Er dient als Dialogplattform, vernetzt die Region nach innen und vertritt deren Interessen nach außen. Die auf unterschiedlichen Ebenen (Strategieebene, interkommunale/ teilregionale Ebene, kommunale Ebene und Positionierung/Vernetzung) identifizierten Handlungsfelder werden bspw. in Arbeitskreisen bzw. Kooperationsrunden aufgegriffen, strategisch geschärft und Lösungs- ansätzen zugeführt. Die Stadt Bonn ist mit zahlreichen Personen aus verschiedenen Bereichen der Fachverwaltung in folgenden Arbeitskreisen bzw. Kooperationsrunden aktiv vertreten: Arbeitskreis Natur und Landschaft Arbeitskreis RheinSeite 3 von 6 Seite 4 Arbeitskreis Wirtschaftsförderung Arbeitskreis der Regionalbeauftragten Kooperationsrunde COMPASS/EUROPA Kooperationsrunde Energie/Klima Kooperationsrunde Kultur Kooperationsrunde Siedlungsentwicklung Kooperationsrunde Tourismus/Naherholung Die vom Verein gemeinsam mit den Mitgliedskommunen erarbeiteten Dachstrategien, Agglomerationskonzept und Klimawandelvorsorgestrategie, werden in das Agglomerationsprogramm überführt. Die Stadt Bonn profitiert von den daraus abgeleiteten Projekten vor Ort. In Bonn wird bspw. im Gewerbegebiet Bonn Bad-Godesberg Nord als „Reallabor“ ein Projekt mit dem Schwerpunkt der dreifachen Innenentwicklung, Weiterentwicklung und Nachverdichtung des bestehenden Gewerbegebietes und die Verbesserung des Mobilitätsangebotes gestartet. Auch entwickelt der Region Köln/Bonn e.V. ein gesamtregionales Netz für RadPendlerRouten. Bonner Projekte und Planungen werden hier integriert und in die Region hinein vernetzt. Ebenfalls im Agglomerationsprogramm wird das Thema Interkommunale Wirtschaftsflächenentwicklung bearbeitet. Die in Fachforen und Workshops entwickelten Lösungen können bei Standortentwicklungen Anwendung finden, die Bonn mit Nachbar- kommunen verfolgt. Der Verein unterstützt im Bedarfsfall bei der Projekt- entwicklung. Bereits im vergangenen Jahr haben sich im Zusammenhang mit der anhaltenden Corona-Pandemie und der Flutkatastrophe im Sommer erhebliche Mehraufwände bei allen Akteuren in der Region ergeben. Dies spiegelt sich auch in den Tätigkeiten des Region Köln/Bonn e.V. wider. An den regelmäßigen Austauschformaten zur Transparenz von Fördermöglichkeiten war die Stadt Bonn ebenfalls beteiligt. Mit der vom Region Köln/Bonn e.V. vorgelegten Klimawandelvorsorge- strategie verfügt die Region über ein strategisches Dachkonzept. Um die konkrete Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen vor Ort voran- zubringen, führt der Region Köln/Bonn e.V. derzeit einen regionalen Fach- dialog durch. Der Fachdialog vertieft in thematischen Workshops mittels Inputvorträgen von Expert*innen und Austauschs- und Diskussionsrunden unterschiedliche Handlungsfelder der Klimawandelvorsorge. Zudem wird über Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten von Klimawandelanpassungs- maßnahmen informiert. Hinzu kommen die Förderangebote auf EU-, Bundes- und Landesebene. Hier ist seit längerer Zeit eine kontinuierliche Zunahme von meist kurzfristigen Sonderprogrammen und -aufrufen zu verzeichnen. Dies fordert den Verein in der zielgerichteten Information über diese Angebote und der Begleitung von Vorhabenträgern. In vielen Kommunen und Kreisen nimmt die Inanspruchnahme von Fördermitteln mit Blick auf die kommunale Daseinsvorsorge und angespannte Haushalte deutlich zu.Seite 4 von 6 Seite 5 Auch strukturell trägt der Region Köln/Bonn e.V. über den Arbeitsbereich COMPASS dazu bei, die Annahmefähigkeit für Fördermittel der Region Köln/Bonn zu steigern. In der gesamten Region wurden die Kreise und Kommunen bei der Installation und dem Aufbau so genannter Förderknoten unterstützt, konkret auch in Bonn. Die Information zu Fördermöglichkeiten wurde weiter systematisiert. In enger Abstimmung mit den Kreisen und Kommunen organisiert der Verein zudem regelmäßige Workshops, Schulungen und Austauschtreffen. Darüber hinaus nehmen die individuellen und interkommunalen Unterstützungsleistungen zu. Der Verein stellt konkrete Fördervoraussetzungen in und für die Region her: Mit der Erarbeitung des Territorialen Strategiekonzeptes wurde beispielsweise die notwendige Konzeptgrundlage geschaffen, damit die touristischen Akteure der Region im Rahmen der neuen EFRE- Förderperiode 2021-2027 Anträge zum Förderaufruf Erlebnis.NRW stellen können. Weiterhin begleitet der Verein die Struktur(wandel)prozesse, so auch im Rheinischen Revier, im Bergischen RheinLand / REGIONALE 2025 und zum Bonn-Vertrag. Insbesondere der Erfahrungshorizont des Vereins aus dem Prozess im Rheinischen Revier mit den dahinterstehenden Strukturen, Vereinbarungen und Gesetzen zwischen Bund, Land und Region sowie die Kenntnis strukturpolitischer Zusammenhänge und Entwicklungen in der Region, im Land NRW und im Bund werden hilfreich sein bei dem in den kommenden Monaten inhaltlich zu hinterlegenden und zu fixierenden Bonn- Vertrag. Die daraus resultierenden Entwicklungen und Projekte werden mittel- bis langfristig sein und stetig durch den Region Köln/Bonn e.V. unterstützt und vorangebracht werden. Generelles Ziel der Vereinsarbeit in den kommenden Jahren ist es, die Vorbereitung und Umsetzung von konkreten Projekten vor Ort in den strukturpolitischen Handlungsfeldern, die der Verein bearbeitet, zu forcieren und in den Mittelpunkt zu stellen. Diese zusätzlichen Aufgaben gehen mit einem steigenden Bearbeitungs- aufwand in der Geschäftsstelle und gleichzeitig zunehmendem Bedarf an interkommunaler und regionaler Vernetzung einher. Damit der Region Köln/Bonn e.V. diese Leistungen mittelfristig sicherstellen kann, ist ein Personalzuwachs im geplanten Maße erforderlich. Aufgrund der grundsätzlichen und konkreten skizzierten Mehrwerte für die Stadt Bonn, auch vor dem Hintergrund, dass bei den aktuell anstehenden Herausforderungen, Klimawandelanpassungsstrategie, Wirtschaftsflächen etc. die regionale Zusammenarbeit noch bedeutender wird, ist eine intensive und enge Zusammenarbeit mit dem RKB e.V. unverzichtbar und die Erhöhung des Mitgliedsbeitrages angemessen. Für die Sitzung des Ausschusses für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit am 02.06. ist ein Vortrag vom Geschäftsführenden Vorstand zur Arbeit des Vereins bereits vorgesehen. Dort wird er auch nähereSeite 5 von 6 Seite 6 Erläuterungen zum bestehenden Mittelmehrbedarf geben. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe 1.03.00.15 Produktgruppenbezeichnung Wirtschaftsförderung Produkt 1.03.00.15.01.02 Produktbezeichnung Standortmarketing Investive Kosten der Maßnahme Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 56.504,49 €/ 84.756,73 € 103001501/ 74.1000 2023: 56.504,49 € 2024 ff.: 84.756,73 € HPL 2023/ 2024 Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich 56.504,49 €/ 84.756,73 € Anlage/n KeineSeite 6 von 6
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 18:51 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de