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220663-02 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Ergänzung zur Vorlage 220663: Überarbeitung der Anschlusssituation bzgl. Verkehrsversuch: "Umweltspur" auf dem Hermann-Wandersleb-Ring

Nummer
220663-02 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
24.05.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Rates 09.06.2022 Kenntnisnahme
  2. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 07.06.2022 Kenntnisnahme
  3. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 25.05.2022 Kenntnisnahme
  4. Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg 30.08.2022 Kenntnisnahme
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Übergeordnet

  1. 210302 Verkehrsversuch: “Umweltspur“ auf dem Hermann-Wandersleb-Ring

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
220663-02 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Ergänzung zur Vorlage 220663: Überarbeitung der
Anschlusssituation bzgl. Verkehrsversuch:
"Umweltspur" auf dem Hermann-Wandersleb-Ring
Beratungsfolge
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 25.05.2022 Kenntnisnahme
Rat 09.06.2022 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung Bonn 07.06.2022 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung Hardtberg 31.05.2022 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Die Beschlussvorlage (DS-Nr. 220663) zum Verkehrsversuch: "Umweltspur"
auf dem Hermann-Wandersleb-Ring mit der Überarbeitung der
Anschlusssituation geht auf den Beschluss (DS-Nr.210302) zur Prüfung und
Überarbeitung zurück.
In der Überarbeitung der Planung bezüglich der Anschlusssituationen an den
Kreuzungen Auf dem Hügel und Rochusstraße/Provinzialstraße wurde für den
Radverkehr nochmals mehr Verkehrsraum eingeplant. Hinzu kommt die
Einrichtung einer Fahrradstraße auf dem östlichen Abschnitt der Endenicher
Straße, zusätzliche Radfahrstreifen und Übergänge auf dem Hermann-
Wandersleb-Ring sowie zusätzliche Aufstellflächen für den Radverkehr an
betroffenen Knotenpunkten. Weiter werden die vorgesehenen
Verkehrsführungen für den Radverkehr in den Kreuzungsbereichen Auf dem
Hügel und Rochusstraße/Provinzialstraße des Radverkehrs detailliert
dargestellt.
Zudem hat die Autobahn GmbH angekündigt, ab Spätherbst umfangreiche
Baumaßnahmen an der AS Poppelsdorf durchzuführen. In welchem Umfang
dies zu Einschränkungen bzw. Sperrung führen wird, ist gerade Gegenstand
von Gesprächen zischen der Autobahn GmbH und der Verwaltung. Je nach Art
der Sperrung muss mit Verlagerung der Verkehrsströme auf Ausweichrouten
gerechnet werden. Zur Stärkung des ÖPNV auch während der beabsichtigten
Baumaßnahme an der AS Poppelsdorf und den zu erwartenden Verlagerungen
im Verkehrsnetz schlägt die Verwaltung vor, am beabsichtigten
Verkehrsversuch festzuhalten und diesen am Ende des 3. Quartal zu beginnen.
In diesem Zusammenhang sieht die Verwaltung auch einen Vorteil darin, eine
Evaluierung bereits vor den evtl. baubedingten Einschränkungen an der AS
Poppelsdorf durchzuführen.
Durch die Interdependenzen und die daraus zu erwartenden AuswirkungenSeite 1 von 3
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könnte die Umweltspur als eine Antwort für den Busverkehr gesehen werden,
da die Vorteile einer Umweltspur bei dem zu erwartenden Mehrverkehr
nochmals stärker zum Tragen kommen sollten. Gerade bei Überlastungen im
Verkehrssystem können gezielte Förderungen besonders wirksam sein. In
diesem Zusammenhang schlägt die Verwaltung vor, die Umweltspur auch für
Taxis freizugeben und eine erweiterte Freigabe für Elektrokleinfahrzeuge
(Bspw.: E-Scouter, S-Pedelecs) zu prüfen.
Im Beschluss (DS-Nr.210302) wurde eine Evaluation des Verkehrsversuchs in
Kombination mit der Umsetzung der Umweltspuren auf der Endenicher Straße
beschlossen. Da die Untersuchungen der Umweltspur auf der Endenicher
Straße noch nicht abgeschlossen sind, wird der Verkehrsversuch, zunächst nur
auf den Hermann-Wandersleb-Ring beschränkt. Eine gemeinsame Evaluierung
auf dem Hermann-Wandersleb-Ring und der Endenicher Straße könnte somit
im Anschluss an den jetzt geplanten Verkehrsversuch fortgesetzt werden, wenn
die Planungen für die Endenicher Straße abgeschlossen und eine Umsetzung
durch die politischen Gremien beschlossen und die Maßnahme umgesetzt
wurde.
Sofern keine andersartigen Signale aus dem Fachausschuss für Mobilität und
Verkehr kommen, wird die Verwaltung unverzüglich mit der Erhebung des
Status Quo und den Maßnahmenvorbereitungen beginnen, damit vor
Versuchsbeginn eine umfangreiche Datengrundlage zur Auswertung
bereitsteht. Die Datenerhebung umfasst Verkehrszählungen von Kfz- und
Radverkehr (auch auf möglichen Ausweichrouten) sowie Fahrzeiten
(Echtzeiten) im Busverkehr zur Überprüfung der Pünktlichkeit auf dem
entsprechenden Streckenabschnitt. Fahrgastzählungen über die jährlich
stattfindenden Querschnittserhebungen werden Ergebnisse zur Wirksamkeit
der Busbeschleunigung liefern.
Die Einleitung entsprechender Vergabeverfahren für die notwendigen
Markierungs-, Bau- und Beschilderungsmaßnahmen sowie für die Vorgesehene
Evaluation wird unmittelbar nach Zustimmung vorbereitet, so dass die
vorgesehene Umsetzung im Spätsommer erfolgen kann.
Die Verwaltung schlägt entsprechend folgende Evaluationsphasen für den
Verkehrsversuch vor:
•Phase 1: Datenerhebung vor Einrichtung der Umweltspuren bis Spätsommer
2022 (zur Aufnahme von Vergleichsparametern):
- Verkehrszählungen Kfz- und Radverkehr auf dem Hermann-Wandersleb-Ring
und der Endenicher Straße, sowie auf möglichen Ausweichrouten
- Auswertung der Echtzeitdaten für die vorhandenen Busverbindungen
- Fahrgastzählungen im Zuge der Querschnittserhebung im Oktober
•Phase 2: Datenerhebung nach Einrichtung der Umweltspuren im Herbst 2022
- Vergleichszählungen Kfz- und Radverkehr zu Phase 1, um Zunahme
Radverkehr und Verlagerung zu ermitteln.
- Auswertung der Echtzeitdaten als Vergleichsdaten zur Phase 1Seite 2 von 3
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- Querschnittserhebung als Abgleich der Fahrgastzahlen zu Phase 1
•Phase 3: Einflüsse der Kombination aus den möglichen Einschränkungen der
Baumaßnahme an der AS Poppelsdorf in Kombination mit dem
Verkehrsversuch (voraussichtlich 1. Quartal 2023; in Abhängigkeit von der
Baustelleneinrichtung durch die Autobahn GmbH)
- Vergleichszählungen Kfz- und Radverkehr zu Phasen 1 und 2
- Auswertung der Echtzeitdaten als Vergleichsdaten zu Phase 1 und 2
- Querschnittserhebung als Abgleich der Fahrgastzahlen zu Phase 1 und 2
Eine Zunahme des Radverkehrs und eine Beschleunigung des ÖPNV sind die
zentralen Erfolgsfaktoren des Verkehrsversuchs. Eine signifikante Verringerung
der Verlustzeiten des Busverkehrs sowie eine messbare Steigerung des
Radverkehrs sollen hierfür als Kriterien dienen. Daneben wird eine begleitende
Verkehrsuntersuchung die Auswirkungen des Verkehrsversuchs für den MIV
möglichst weiträumig umfassen und insbesondere auf angrenzenden Straßen
und Ausweichstrecken einen Fokus legen. Die Verwaltung wird der Politik im
Vorlauf der Phase 3 (Baumaßnahme AS Poppelsdorf) nochmals über den
Stand des Verkehrsversuchs berichten und dann weiter regelmäßig evaluieren
und berichten.
Anlage/n
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Datenstand: 03.11.2026, 02:55 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de