220638-01 · Stellungnahme der Verwaltung
BBB-Antrag: Fortführung der ökologischen Aufwertung des Messdorfer Feldes
Kerndaten
- Nummer
- 220638-01
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 09.05.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 220638-01 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 03 Amt für Wirtschaftsförderung Dezernat: Dez. OB 24.03.2022 BBB-Antrag: Fortführung der ökologischen Aufwertung des Messdorfer Feldes Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 19.05.2022 Kenntnisnahme Zu den Fragen des Antrags nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung: Zu 1. Bei Neuverpachtung von stadteigenen Agrarflächen auf dem Messdorfer Feld werden die Pächter verpflichtet, Gehölzreihen (Hecken oder Baumgruppen z.B. an den Feldrändern) anzulegen. Wo und in welcher Ausdehnung diese Gehölzgruppen entstehen sollen, wird das zuständige Amt in Absprache mit dem Pächter regeln. und 2. Die Stadt Bonn nimmt durch Gespräche Kontakt zu Bestandspächtern auf um sie zur Anlage von Gehölzgruppen zu überzeugen und zu beraten. Das Anlegen von Gehölzstreifen wird in der Regel von Landwirten kritisch gesehen, da sie nicht nur kostbare Ackerfläche reduziert, sondern auch den Kulturen Wasser entziehen und, wenn sie in der falschen Ausrichtung angelegt werden, zusätzlich Sonne abhalten (Schattenwurf). Daher sieht das Nachbarschaftsrecht NRW auch eine Verdopplung der Grenzabstände (höchstens jedoch 6 m) zu unter anderem landwirtschaftlich genutzten Flächen vor. Gehölzstrukturen sind ökologisch besonders wertvoll, da sie Lebensraum für viele Tiere bieten und eine Vernetzungsfunktion erfüllen. Im Sinne des Artenschutzes ist es jedoch nicht immer zielführend diese Strukturen anzulegen. Im Messdorfer Feld kommen Offenlandarten, wie z.B. die gefährdete Feldlerche vor, für die offene und weite Strukturen wichtig sind. Gehölzpflanzungen können aufgrund ihrer Kulissenwirkung zu Habitatbeeinträchtigungen führen. Die Brutbestände der Feldlerche sind in den letzten Jahrzehnten durch intensive Flächennutzung der Landwirtschaft stark zurückgegangen. Das Messdorfer Feld soll als Lebensraum erhalten bleiben. Es bedarf daher einer Abwägung im Einzelfall ob die Pflanzung von Gehölzgruppen am Rand der landwirtschaftlich genutzten Fläche sinnvoll ist.Seite 1 von 2 Seite 2 Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 11:19 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de