220580-01 · Mitteilungsvorlage
Einleitung des Vergabeverfahrens – Ausschreibung/Vergabe/Beauftragung einer Software für das Fördermittelmanagement
Kerndaten
- Nummer
- 220580-01
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 25.05.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
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Mitteilungsvorlage öffentlich 220580-01 Die Oberbürgermeisterin Federführung: I-1 Referat Städteförderung Dezernat: Dez. I Einleitung des Vergabeverfahrens – Ausschreibung/Vergabe/Beauftragung einer Software für das Fördermittelmanagement Beratungsfolge Unterausschuss für Digitalisierung und Organisation 23.08.2022 Kenntnisnahme Der Finanzausschuss hat in seiner Sitzung vom 18.05.2022 die Maßgabe beschlossen, dass der Unterausschuss für Digitalisierung und Organisation den nachfolgenden Sachverhalt zur Kenntnisname erhält. Beschreibung des Vorhabens Angesichts der zu bewältigenden städtischen Herausforderungen (z.B. Klimaneutralität bis 2035, Mobilitätswende, Digitale Transformation und sozialer Gerechtigkeit), knapper Finanzmittel sowie der sich in der Veränderung befindlichen Förderlandschaft wird die Akquirierung von Fördermitteln von der Europäischen Union, vom Bund, vom Land sowie von Stiftungsmitteln sowie die systematische einheitliche Bearbeitung von Förderanträgen immer wichtiger. Um den städtischen Fachämtern die Möglichkeit zu geben ihre Fördermittelbearbeitung effizienter zu gestalten, soll ein Fördermittelmanagementsystem (FMMS) als neues Instrument implementiert werden, das a) die Sachbearbeitung im Rahmen von Fördermittelprojekten bis hin zur Erstellung der Verwendungsnachweise für die Fachämter vereinfacht, b) die Prozesse zur Verwaltung von Fördermitteln in den unterschiedlichen Fachämtern weitestgehend standardisiert und c) eine Reporting-Funktion für die politischen Gremien, Amtsleitungen sowie für die Querschnittsbereiche I-1, 20, 21, 14 und 10 (für refinanzierte Personalkosten) bietet.Seite 1 von 5 Seite 2 Die derzeit am Markt erhältlichen FMMS bieten sowohl die Möglichkeit der Projektverwaltung „Stadt als Fördermittelnehmerin“, als auch „Stadt als Fördermittelgeberin“. Aufgrund der gesamtstädtisch höheren Bedeutung als Fördermittelnehmerin, konzentriert sich die Maßnahme zu Beginn auf eben jene Rolle. In einem zweiten Schritt wird dann die Perspektive „Stadt als Fördermittelgeberin“ implementiert werden. Derzeitiger Sachstand Bislang existiert bei der Stadt Bonn noch keine Fördermittelsoftware oder Fördermittelakte als e-Akte. Es besteht eine Fördermitteldatenbank, welche auf Basis des GIS vor einigen Jahren von Amt 62 programmiert worden ist. Die Pflege dieser Datenbank stellt aber für viele Ämter einen undankbaren Mehraufwand dar. Es handelt sich um eine reine Berichtspflicht, ohne erkennbaren Mehrwert für die jeweilige Dienststelle. Entsprechend heterogen ist auch die Qualität der darin enthaltenen Daten. Es hat sich gezeigt, dass Datensätze oftmals nicht aktualisiert sind und somit keinen Mehrwert für die Querschnittsbereiche bieten, sodass die Pflege der Datenbank weitestgehend eingestellt worden ist. Die oben beschriebenen Funktionalitäten eines FMMS stehen nicht im Fokus der strategischen Ausrichtung des GIS. Es ergibt sich somit der Bedarf, ein Standard-Tool am Markt zu beschaffen, das die Lösung des GIS zu Fördermitteln ersetzt. So können über eine umfängliche digitale Abbildung der Prozesse um die Fördermittelbewirtschaftung ohne zusätzliche Erfassungsaufwände deutlich mehr Information angeboten werden. Eine Marktsondierung auch in Kontakt mit zahlreichen anderen Städten wurde vorgenommen und bislang konnten drei mögliche Anbieter identifiziert werden. Der verwaltungsinterne Lenkungsausschuss Digitale Transformation (ehemals Smart-City-Board) hat am 17. August 2021 zugestimmt, dass eine Fördermittelmanagementsoftware implementiert werden soll. Am 9. November 2021 wurde das Projekt für die Durchführungsphase freigeben. Die Software soll sukzessive in der gesamten Stadtverwaltung ausgerollt und als Standard verbindlich implementiert werden. Begonnen werden wird mit dem SGB und 61, da diese beiden Dienststellen an mehreren Testphasen der Softwareanbieter teilgenommen haben und hohe Fördermittelbezüge bei den eigenen Projekten aufweisen. Wie bereits eingangs geschildert, soll der Fokus zu Beginn auf der Sicht „Stadt als Fördermittelnehmerin“ liegen.Seite 2 von 5 Seite 3 Die Markterkundung hat ergeben, dass für die Anschaffung der Software für das verbleibende Jahr 2022 voraussichtlich rund 32.000 EUR für die Implementierung (einmalige Kosten für die Einrichtung, Schulungen und ggf. für sonstige Dienstleistungen) sowie für Lizenzen anfallen werden. Ab 2023 werden dann - je nach Anbieter monatlich oder jährlich - Lizenzgebühren für die jeweiligen Nutzenden fällig. Die entsprechenden Mittel liegen für 2022 bereits vor und wurden für die Jahre ab 2023 für den Haushalt angemeldet. Beschreibung des Nutzens Mit Hilfe eines Fördermittelmanagementsystems soll a) die Fördermittelsachbearbeitung vereinfacht werden durch: - Schaffung einer zentralen Stelle (=E-Akte) an der Unterlagen von Projektidee, über Antragstellung, Durchführung und Abwicklung erfasst werden. - Eine möglichst bidirektionale Schnittstelle von/nach SAP wird angestrebt. - Auf die Dokumente können ausgewählte Kolleg*innen im Urlaubs- und Krankheitsfall zugreifen. - Führungskräfte erhalten einen Gesamtüberblick über Maßnahmen in ihrem Amt. - Auch die Kommunikation mit dem Fördermittelgeber soll perspektivisch direkt über das FMMS erfolgen. sowie b) eine Reporting-Funktion implementiert werden, die zuverlässige Daten zu den eingeworbenen Fördermitteln bereitstellen kann. Ziele des Projektes - Vereinfachte Fördermittelsachbearbeitung - Standardisierung der Prozesse bei der Fördermittelsachbearbeitung bis hin zur Erstellung der Verwendungsnachweise und Verbesserung der Prüfprozesse sowie der Dokumentation - Herstellung von Transparenz und Übersichtlichkeit über Beteiligungen der Stadtverwaltung in Projekten mit Fördermitteln und Ermöglichung von Haushalts- und Budget-Vorplanungen sowie die Plausibilisierung und Zuordnung der Buchungsbestände in SAP (investive/konsumtive Fördermittel). - Vermeidung von Doppelanträgen, die zu Sanktionen, Rücknahmen und formellen Ausschlüssen führen können. - Gewährleistung und Optimierung von Beratungs- und Unterstützungsdienstleistungen zur erfolgreichen Planung und DurchführungSeite 3 von 5 Seite 4 von geförderten Projekten. Vergabeart x öffentlich offen (EU) aufgeforderte Firmen beschränkt nichtoffen (EU) mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb Freihändig bzw. Verhandlungsvergabe Verhandlungsverfahren (EU) Abweichung von der vorgeschriebenen Vergabeart Vergabekennzahl Vergabe-/Vertragsordnung Ausführungszeitraum Schätzkosten brutto VOB UVgO X VgV 01.06.2022 – 31.05.2026 140.000 EUR Produktgruppennummer Produktgruppenbezeichnung Sachkonto (konsumtiv) / Finanzposition (investiv) CO-Kontierung (konsumtiv) / Finanzstelle (investiv) 1.01.19.02 Referat Stadtförderung 529100 100852 Verpflichtungsermächtigungen Verwendung von Haushaltsresten Mittel ja X nein ja X nein freigegeben X vorgesehen Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe 1.01.19 Produktgruppenbezeichnung Produkt 1.01.19.02 Produktbezeichnung Referat Stadtförderung Stadtförderung Investive Kosten der Maßnahme Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 32.000 EUR 110000119/ 72.1000 Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung 32.000 EURSeite 4 von 5 Seite 5 jährlich Anlage/n KeineSeite 5 von 5
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:52 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de