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220510 · Mitteilungsvorlage

Sachstandsbericht Mobilfunknetzausbau in Bonn

Nummer
220510
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
14.03.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 31.03.2022 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
220510
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
67 Amt für Umwelt und Stadtgrün
Dezernat:
Dez. III
Sachstandsbericht Mobilfunknetzausbau in Bonn
Beratungsfolge
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
31.03.2022 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Im Rahmen des Informationsaustauschs zum Thema Mobilfunknetzausbau am
25.09.2013 in Bonn, an dem Vertreterinnen und Vertreter von Politik,
Netzbetreibern und Verwaltung teilgenommen haben, wurde vereinbart, dass
die Stadtverwaltung zukünftig einmal jährlich einen Sachstandsbericht zum
aktuellen Stand des Mobilfunknetzausbaus in Bonn für den zuständigen
Fachausschuss erstellt.
In diesem Zusammenhang hat die Verwaltung die Mobilfunknetzbetreiber
angeschrieben und um Beantwortung der nachfolgenden Fragen für den
Zeitraum 01.08.2020 bis 31.07.2021 gebeten. Die Rückläufe werden im
Folgenden dargestellt:
Frage 1: Gab es im Berichtszeitraum einen Neubau eines Standortes im
Nahbereich (< 100 m) einer sensiblen Kindereinrichtung? Gemeint sind
erstmalige Aufbauten an einem Standort, wo zuvor auch noch kein
anderer Netzbetreiber präsent war. Ggf. bitte Adresse hinzufügen.
1&1 Drillisch AG: nein
Telefónica Germany: nein
Deutsche Telekom: „Ja, einen Standort.
KY6016, Bonn 2105 (Mackestr. 32, Gemarkung Bonn, Flur 52, Flurstück 876),
ca. 60m entfernt ist die Kath. Kindertagesstätte St. Hedwig.
Dieser Standort ist ein Ersatzstandort für KY3537, Bonn 105 (Mackestr. 26,
Gemarkung Bonn, Flur 52, Flurstück 887) der auch ca. 60m von dieser Kita
entfernt stand.“
Vodafone: neinSeite 1 von 5
Seite 2
Frage 2: An welchen Standorten in Bonn haben Sie im Zeitraum erstmalig
eine Mobilfunksendestation errichtet (ggf. auch mit Hinweis auf
Sitesharing-Standort)?
1&1 Drillisch AG: Fehlanzeige
Telefónica Germany: Fehlanzeige
Deutsche Telekom:
Kennung Standortname Straße HNr. PLZ Bemerkung
KY5952 Bonn 63 Bonner
Talweg 327 53129 Standort von Telefónica
/ eplus übernommen
KY6018 Bonn 226 Franz-
Bücheler-Str. 10 53129 Standort von Telefónica
/ eplus übernommen
KY5955 Bonn 333 Im Gries 22 53179 Standort von Telefónica
/ eplus übernommen
KY5961 Bonn 452 Goetheallee 1 53225 Standort von Telefónica
/ eplus übernommen
KY5954 Bonn 671 Herseler Str. 1 53117 Standort von Telefónica
/ eplus übernommen
KY6016 Bonn 2105 Mackestr. 32 53119 Ersatzstandort für
KY3537, Bonn 105
KY5443 Bonn 4860 Wittestr. 50 53225
Mitnutzung Vantage
Towers_Mast
(Vodafone)
KY5953 Bonn 6770 Friedrich-
Wöhler-Str. 2 53117 Standort von Telefónica
/ eplus übernommen
Vodafone: Fehlanzeige
Frage 3: Welche Konsequenzen hat die Integration der Netze von O2 und
E-Plus für Bonn? Haben Sie überzählige Netzstandorte von Telefónica
Deutschland in Bonn übernommen?
1&1 Drillisch AG: Keine Frage für die 1&1 Drillisch AG
Telefónica Germany: keine Antwort
Deutsche Telekom: „Im vorgegebenen Zeitraum wurden 6 von Telefónica /
eplus übernommene Standorte eingeschaltet.“
Vodafone: „Es gibt seitens Vodafone keine nennenswerten Entscheidungen im
Zusammenhang mit der Integration der Netze von O2 und E-Plus. Die
Konsequenzen für die Stadt Bonn können somit nicht kommentiert werden.Seite 2 von 5
Seite 3
Nein, aktuell sind keine Netzstandorte von der Telefonica Deutschland in Bonn
übernommen worden.“
Frage 4: Welche Anlagen wurden komplett abgebaut?
1&1 Drillisch AG: Fehlanzeige
Telefónica Germany: Ein ehem. E-Plus-Standort wurde abgeschaltet. Als
Pendant wird am gleichen Installationsort der ehem. o2-Standort weitergeführt.
Deutsche Telekom: KY3537, Bonn 105, Mackestr. 26
Vodafone: keine
Frage 5: Gab es Probleme bei der Realisierung von Standorten?
1&1 Drillisch AG: Fehlanzeige
Telefónica Germany: „Im Rahmen eines angekündigten Gebäudeabrisses zum
Standort Prinz-Albert-Str. 2/2a (Einzugsbereich Hbf) erfolgte unsererseits die
Abschaltung der in Betrieb befindlichen Systeme, sowie der Rückbau der
zugehörigen Technikeinheiten. Der Standort hatte aufgrund seiner Lage ein
extrem hohes Volumen an Kundenverbindungen bedient. Leider war es nicht
möglich einen unterbrechungsfreien Übergang auf eine alternativ zu
errichtende Standortoption durchzuführen, da seitens der Stadt Bonn keine
Möglichkeit gesehen wurde einen Bereich für einen temporären mobilen
Standort zur Verfügung zu stellen. Zwar wurden für die finale Weiterführung
diverse Liegenschaften angeboten, diese können allerdings aufgrund der
entsprechenden Vorlaufzeiten der Projektrealisierung nicht unverzüglich
genutzt werden. Dieser Umstand ist umso bedauerlicher, als dass das zum
Abriss angekündigte Objekt offensichtlich immer noch besteht.“
Deutsche Telekom: „Keine, die sich nicht lösen ließen.“
Vodafone: „Es sind keine besonderen Probleme bei der Erweiterung der
verschiedenen bestehenden Mobilfunkstandorte zu benennen.“
Frage 6: Wie beschreiben Sie die zukünftige Strategie für den Netzausbau
in Bonn auch im Hinblick auf Small Cells (Funkbasisstationen mit
geringer Ausgangsleistung)?
1&1 Drillisch AG: „In den Planungen der 1&1 werden je nach Verkehrssituation
auch Small Cells berücksichtigt werden. Genaue Planungsergebnisse pro Stadt
liegen uns derzeit noch nicht vor.“Seite 3 von 5
Seite 4
Telefónica Germany: „Telefónica nutzt intensiv die Bestandsinfrastruktur.
Dieses gilt für den Breitbandausbau mittels LTE-Standard und für die
Maßnahmengestaltung zum 5G-Ausbau. Ggfs. ergeben sich perspektivisch
Kapazitätsanforderungen aufgrund von Nutzungsverhalten unserer Kunden,
welche eine punktuelle Ergänzung mittels Kleinzellensystemen zur
bestehenden Netztopologie hervorrufen. Aktuell sehen wir für Bonn derartige
Lösungen nicht vor.“
Deutsche Telekom: Punktueller Einsatz
Vodafone: „Die aktuelle Vodafone Ausbaustrategie beinhaltet vor allem die
Weiterführung der Erweiterungen bestehender Mobilfunkstandorte um die LTE
Technologie und 5G. Neue Standorte sollen nach gegenwärtigem Stand in
Bonn nur errichtet werden, wenn bestehende Standorte rückgebaut werden
sollen/müssen, um die daraus resultierenden Versorgungslücken zu
kompensieren. Eine umfangreiche Neuerrichtung von Mobilfunkstandortorten
ist gegenwärtig nicht vorgesehen.
Nennenswerte Maßnahmen zum Ausbau bestimmter Gebiete mit Small Cells
sind aktuell nicht geplant. Wenn es die Anforderungen notwendig machen sind
in Einzelfällen grundsätzlich auch Small Cells Lösungen möglich.“
Frage 7: Wie beschreiben Sie die zukünftige Strategie für den Netzausbau
in Bonn besonders im Hinblick auf 5G (nächste Mobilfunkgeneration)?
1&1 Drillisch AG: „Sobald die entsprechenden Planungen abgeschlossen sind,
können wir Ihnen zu der Frage weitere Informationen für den Netzausbau in
Bonn zukommen lassen.“
Telefónica Germany: „Im Rahmen unserer Infrastrukturmaßnahmen haben wir
bundesweit aktuell in 115 Städten unsere Systeme mit dem 5G-Standard
modernisiert. Hierbei haben wir den Schwerpunkt auf die Nutzung der
zugewiesenen 3.5GHz-Frequenzen gelegt und insgesamt mehr als 3.600
Antennen zu Nutzung von 5G-Diensten eingerichtet. Anhand der für Bonn
spezifischen Aufstellung unserer Mobilfunkstandorte spiegelt sich dieser
Sachverhalt ebenfalls wieder, so dass sich die aktuelle solide Verfügbarkeit von
5G-Standorten in den nächsten Phasen der Planung, bzw. Realisierung zu
einem hohen Deckungsanteil an den bestehenden Standorten entwickeln wird.“
Deutsche Telekom: „Bestehende Standorte modernisieren und mit 5G
erweitern und zusätzliche Standorte realisieren.“Seite 4 von 5
Seite 5
Vodafone: „5G Technologie ist aktuell bereits an 14 bestehenden
Mobilfunkstandorten in Bonn in Betrieb. Diese Standorte sind in der beigefügten
Bestandsliste durch das vorhanden sein der Funksysteme N18,N35 erkennbar.
Gegenwärtig belastbar vorgesehen ist es insgesamt weitere 7 Standorte um 5G
zu erweitern, wodurch eine zusätzliche Netzabdeckung und auch zusätzliche
Netzkapazität erreicht werden soll.
Darüber hinaus ist zu erwarten, dass weitere 5G Ausbauplanungen wenn
möglich zunächst an bereits bestehenden Mobilfunkstandorten realisiert
werden.“
Zusammenfassung des Bestands im Berichtszeitraum
In Bonn waren ca. 400 Standorte mit Mobilfunksendeanlagen im
Berichtszeitraum verzeichnet, für die die Bundesnetzagentur (BNetzA)
Standortbescheinigungen gemäß der Verordnung über das Nachweisverfahren
zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV) erteilt hat. Eine erteilte
Standortbescheinigung, die eine Überprüfung auf Einhaltung der
immissionsschutzrechtlichen Grenzwerte im Umfeld beinhaltet, ist
Voraussetzung für den Betrieb einer Mobilfunksendeanlage.
Anlage/n
KeineSeite 5 von 5

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Datenstand: 02.11.2026, 21:45 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de