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220501-01 · Beschlussvorlage

Nachhaltige Bauleitplanung: Einführung und Anwendung einer Prüffragencheckliste

Nummer
220501-01
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
09.07.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen 24.08.2022 Empfehlung
  2. Sitzung des Rates 25.08.2022 Entscheidung federführend
  3. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 18.08.2022 Empfehlung
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  1. 220501 Nachhaltige Bauleitplanung: Einführung und Anwendung einer Prüffragencheckliste

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Beschlussvorlage
öffentlich
220501-01
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Nachhaltige Bauleitplanung: Einführung und
Anwendung einer Prüffragencheckliste
Beratungsfolge
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
18.08.2022 Empfehlung
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 24.08.2022 Empfehlung
Rat 25.08.2022 Entscheidung
Beschlussvorschlag
1. Die Anwendung einer Prüffragencheckliste Nachhaltige Planung im
Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung wird beschlossen.
2. Die vorliegende Version 1.0 einer Prüffragencheckliste wird regelmäßig
evaluiert und bei Bedarf weiterentwickelt.
3. Die Verwaltung informiert über Veränderungen.
Begründung
Die Verwaltung informierte mit DS-Nummer 220501 sowohl den Ausschuss für
Wohnen, Planung und Bauen (am 06.04.2022) als auch den Ausschuss für
Umwelt, Klima und Lokale Agenda (am 19.05.2022) über die Einführung und
Anwendung einer Prüffragencheckliste im Rahmen einer nachhaltigen
Bauleitplanung.
Der Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen nahm die Mitteilungsvorlage
zur Kenntnis. Der Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda nahm die
Mitteilungsvorlage ebenfalls zur Kenntnis, beantragte aber in seiner Sitzung am
19.05.22, die Mitteilungsvorlage zur Beschlussvorlage zu erheben und dem
Ausschuss für die Sitzung am 18.08.2022 vorzulegen. Die Abstimmung darüber
erfolgte einstimmig. Ausdrücklich wurde zugestimmt, dass die Verwaltung -
unabhängig von der Beschlussvorlage - mit der Anwendung der
Prüffragencheckliste beginnen möge.
Die Verwaltung legt daher den oben genannten Beschlussvorschlag den
politischen Gremien zur Entscheidung vor.Seite 1 von 23
Seite 2
Anlage/n
1 Checkliste_NaPla_gesamt (öffentlich)Seite 2 von 23
Zum Zielbeschluss
Zielbeschluss (entwickelt aus den strategischen Zielen der BNHS)
Fragestellung: Lassen sich bereits zu diesem frühen Zeitpunkt zentrale Themen der Nachhaltigkeitsstrategie identifizieren? Welche Themenfelder sind durch das Vorhaben berührt?
Handlungsfelder der Bonner
Nachhaltigkeitsstrategie
Themenfelder Prüffragen Prüfergebnisse (Kurzdarstellung)
Mobilität Themenfelder Prüffragen Prüfergebnisse (Kurzdarstellung)
Ein Beitrag zu den SDG's : Verkehr: Welche voraussichtlichen verkehrlichen Auswirkungen
des Vorhabens auf das Umfeld des Plangebietes wird
es geben?
Ist eine Verkehrsvermeidung durch Nutzungsmischung
im Projekt / für das Quartier möglich?
Kann im weiteren Verfahren voraussichtlich ein
zielführendes Mobilitätskonzept vereinbart/realisiert
werden, um Verkehre nach Möglichkeit auf den
Umweltverbund zu verlagern?
Umweltverbund: Ist die Erschließung des Plangebietes durch den
Umweltverbund (Fuß-, Radverkehr und ÖPNV/SPNV)
grundsätzlich gegeben?
Klima und Energie Themenfelder Prüffragen Prüfergebnisse (Kurzdarstellung)
Ein Beitrag zu den SDG's : Klimaanpassung: Ist eine Ersteinschätzung des Vorhabens unter
klimarelevanten Aspekten insbesondere unter der
Berücksichtigung folgender Fragestellung erfolgt?
Wird das Ziel des Freihaltens von Kaltluftleitbahnen
beachtet?
Werden im weiteren Verfahren voraussichtlich
Detailgutachten notwendig?
Ist eine Bestandsaufnahme der allgemeinen
Rahmenbedingungen zu den Themen Gewässer,
Niederschlagswasser und Starkregen erfolgt mit
Berücksichtigung folgender Fragestellungen:
Gibt es Starkregengefährdung im Gebiet?Nachhaltigkeitscheckliste1 von 21Seite 3 von 23
Zum Zielbeschluss
Gibt es Hochwassergefährdung im Gebiet? 
Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten
geben darüber Aufschluss
Gibt es Fließgewässer im Gebiet?
Besteht Pflicht der Offenlegung/Renaturierung im
Rahmen der EU-Wasserrahmenrichtlinie?
Welche Bereiche deckt das gesetzlich festgelegte
/vorläufige gesicherte Überschwemmungsgebiet
ab?
Sind für die Planung relevante Wasserschutzzonen
betroffen?
Klimaschutz und Energie: Sind dem Vorhabenträger zu beachtende
Ratsbeschlüsse aus den Bereichen Klimaschutz/Energie
(Bsp.: DS9500876NV2,DS1512547,DS210919)
kommuniziert worden?
Wurde dem Vorhabenträger das Leitbild der Stadt
Bonn zu Klimaschutz und Klimaanpassung
kommuniziert?Nachhaltigkeitscheckliste2 von 21Seite 4 von 23
Zum Zielbeschluss
Natürliche Ressourcen und
Umwelt, kulturelles Erbe+ graue
Energie
Themenfelder Prüffragen Prüfergebnisse (Kurzdarstellung)
Ein Beitrag zu den SDG's : Flächeninanspruchnahme: Ist zu erwarten, dass die Planung/das Vorhaben
Auswirkungen auf Natur und Umwelt hat?
Ist die Planung / das Vorhaben mit erheblichen
Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden?
Finden Flächeninanspruchnahmen von
Schutzgebieten statt oder können Auswirkungen
auf Schutzgebiete nicht ausgeschlossen werden?
(FFH-Gebiete, NSG, LSG, geschützte oder
schutzwürdige Biotope, Naturdenkmale,
geschützte LS-Bestandteile z.B. Alleen)
Ist der Planungsraum bislang unversiegelt?
Welche Entscheidung über die Art des B-Plan
Verfahrens wurde getroffen?
§ 13a BauGB ohne Eingriffsermittlung und ohne
Kompensationsmaßnahmen oder im Vollverfahren
mit Eingriffskompensation?
Wird dem Primat der Innenentwicklung gefolgt?
Handelt es sich um eine Arrondierung?
Handelt es sich um Konversion bzw. Abriss und
Neubau statt erstmaliger baulicher
Inanspruchnahmen?
Handelt es sich um eine Intensivierung der Nutzung
derzeit bebauter Flächen?
Vegetation: Ist im Plan- / Vorhabengebiet Baumbestand
vorhanden, der ggf. satzungsgeschützt sein kann?
Kulturelles Erbe: Sind die Belange von Baukultur, Denkmalschutz,
erhaltenswerten Gebäuden / Ortsteilen, Gestaltung
des Orts- und Landschaftsbildes allgemein
angesprochen?Nachhaltigkeitscheckliste3 von 21Seite 5 von 23
Zum Zielbeschluss
Arbeit und Wirtschaft Themenfelder Prüffragen Prüfergebnisse (Kurzdarstellung)
Ein Beitrag zu den SDG's : Arbeitsplätze: Lässt sich im Plangebiet Arbeiten und Wohnen
vereinbaren?
Gewerbeansiedlung und
Bestand:
Werden Möglichkeiten für die Ansiedlung von
Gewerbebetrieben geschaffen?
Gesellschaftliche Teilhabe und
Gender
Themenfelder Prüffragen Prüfergebnisse (Kurzdarstellung)
Ein Beitrag zu den SDG's : Soziale Infrastruktur: Führt das Vorhaben zu einer Stärkung oder Ergänzung
sozialer Infrastruktur, z.B. durch Bau einer Kita oder
eines öffentlichen Spielplatzes?
Trägt das Vorhaben zum bedarfsgerechten Ausbau des
Bildungsbereichs bei (Elementarbereichs,
Ganztagsschule und außerschulische
Bildungseinrichtungen)?
Strukturen: Wird eine kleinteilige Nutzungsmischung
(Wo/Arbeit/Versorgung/Freizeit) angestrebt?
Hat das Vorhaben Innovations- und Modellcharakter?
Welchen Bonner Bedarfen dient das Vorhaben?
(Wohnen, Gewerbe, Infrastruktur …)
Wohnungsbau Kommt das Bonner Baulandmodell zur Anwendung?Nachhaltigkeitscheckliste4 von 21Seite 6 von 23
Zum Zielbeschluss
Globale Verantwortung und Eine
Welt
Bewusstsein für globale Verantwortung auch bei der
kommunalen Bauleitplanung durch Berücksichtigung
von Zielen der anderen Handlungsfelder
Ein Beitrag zu den SDG's :
Nachhaltigkeitscheck im Sinne
der BNHSNachhaltigkeitscheckliste5 von 21Seite 7 von 23
Zur Frühzeitigen Beteiligung
Frühzeitige Beteiligung (u.a. entwickelt aus den strategischen und den operativen Zielen der BNHS)
Fragestellung: Wie werden die berührten Themen umgesetzt? Welche aussagen lassen sich treffen? Wie setzt sich das Vorhaben mit den relevanten Themen auseinander?
Handlungsfelder der Bonner
Nachhaltigkeitsstrategie
Themenfelder Prüffragen Prüfergebnisse (Kurzdarstellung)
Mobilität Themenfelder Prüffragen Prüfergebnisse (Kurzdarstellung)
Ein Beitrag zu den SDG's : Verkehr: Welche Prognoseverkehre werden durch das
Vorhaben ausgelöst (Erste grundsätzliche Aussagen aus
Voruntersuchung)?
Wie sieht die Erreichbarkeit von / Ausstattung mit
Nahversorgungseinrichtungen mit Ziel der
Verkehrsvermeidung aus?
Wie stellen sich die Grundstrukturen des
Mobilitätskonzeptes dar bzw. können erste
Maßnahmen benannt werden?
Umweltverbund: Welche Maßnahmen sind zur Verbesserung der
Erschließung durch den Umweltverbund geplant?
(Verkehrliche Ersteinschätzung)
Anbindung des Vorhabens an den ÖPNV / SPNV?
Bessere Vernetzung mit vorhandenen Fußwegen?
Ausbau der Radinfrastruktur im Quartier
notwendig/verbesserungsbedürftig?
Angebote der kombinierten Verkehrsmittelwahl –
Mobilstationen im Umfeld vorhanden?
Berücksichtigt die „Innere Erschließung“ des
Plangebietes den Umweltverbund gut ?
Erscheint eine Modal-Split-Verschiebung i.R. des
Umweltverbundes möglich?
Werden E-Ladestationen vorgesehen?Nachhaltigkeitscheckliste6 von 21Seite 8 von 23
Zur Frühzeitigen Beteiligung
Klima und Energie Themenfelder Prüffragen Prüfergebnisse (Kurzdarstellung)
Ein Beitrag zu den SDG's : Klimaanpassung: Wird die bioklimatische Bedeutung bzw. Situation
einer Fläche durch die Planung voraussichtlich eher
verbessert oder verschlechtert? Gibt es
Optimierungspotenziale?
Ist die bioklimatische Bedeutung von Freiflächen bzw.
der bioklimatischen Situation in Siedlungsgebieten
berücksichtigt worden?
Ist die aktuelle stadtklimatische Situation im
Planungsraum sowie der voraussichtlichen
Auswirkungen der Planung geprüft worden?
Ist die verbale Beschreibung der
Kaltluftleitbahnen/Strömungsfelder/Kaltluftentstehung
sgebiete im Planvorentwurf bzw. in den Allgemeinen
Zielen und Zwecken der Planung enthalten?
Ist eine verbale Beschreibung und Bewertung
geeigneter Maßnahmen zur Optimierung der
Durchlüftung und Reduktion zusätzlicher
Wärmebelastung erfolgt?
Wie ist der lokale Wasserhaushalt (Niederschlag,
Verdunstung, Grundwasserneubildung, Abbfluss) im zu
bebauenden Gebiet?
Ist bereits erkennbar, ob der lokale Wasserhaushalt
durch das Vorhaben verschlechtert wird?
Wie berücksichtigt der Planvorentwurf die
Anforderungen an gesunde Wohn-und
Arbeitsbedingungen auch in sommerlichen
Hitzeperioden?
Ist eine Nutzung durch vulnerable
Bevölkerungsgruppen angedacht?Nachhaltigkeitscheckliste7 von 21Seite 9 von 23
Zur Frühzeitigen Beteiligung
Wenn ja, ist der erhöhte Schutzanspruch vor
klimatischen Belastungen berücksichtigt worden?
Ist bei Hanglagen eine Erosionsproblematik beim
städtebaulichen Konzept berücksichtigt worden?
Wasserwirtschaftliche
Potentialanalyse
Ist eine getrennte Regen- und Abwasserbeseitigung
geplant?
Besteht eine Versickerungspflicht oder nicht?
Ist das Gebiet geeignet zur Regenwasserversickerung/ -
rückhalt?
Wie können Maßnahmen zur dezentralen
Regenwasserversickerung/natürlichem Regenrückhalt
in der Fläche nach dem
Schwammstadtprinzip/wassersensible
Stadtentwicklung umgesetzt werden?
Gibt es Verdachtsflächen und schränken diese die
Versickerungsfähigkeit ein? (Bodenaltlasten,
Beschaffenheit, Flurabstand GW, Möglichkeiten
städtischer Flächen, auf die das Wasser geleitet
werden kann)
Können bei Maßnahmen zur Versickerung/Rückhalt
gesetzlich festgelegte Abstände/Normen in der Fläche
eingehalten werden?
Wasserwirtschaftliche
Bedarfsanalyse
Welche Art der Regenwasserbewirtschaftung soll
ausgeführt werden? Kann das Niederschlagswasser
genutzt werden?
Erfolgte eine Anpassung des Bebauungskonzepts an
Ergebnisse des Überflutungsnachweises?Nachhaltigkeitscheckliste8 von 21Seite 10 von 23
Zur Frühzeitigen Beteiligung
Wie gestaltet sich die Schaffung von
Versickerungsmöglichkeiten, Zwischenspeichern für
Niederschlagswasser?
Ist Regenrückhalt für Starkregen im Bereich notwendig
und möglich?
Liegt eine topographische Gefährdungsanalyse vor?
Bieten die jeweiligen Maßnahmen Vor-/Nachteile für
angrenzende Gebiete/ggf. Unteranlieger? Wird das
Verschlechterungsgebot beachtet?
Sollen Bereiche für Regenwasserversickerung/-
speicherung „dienen“? Ist die Art, der Bedarf und die
Notwendigkeit von Regenrückhalt/-versickerung in der
jeweiligen Fläche identifiziert worden?
Können Verkehrswege als Notwasserweg zur Ableitung
genutzt werden?
Wasserwirtschaftliche
Maßnahmen/Umsetzung
Wie kann das Niederschlagswasser genutzt werden um
die Folgen des Klimawandels zu reduzieren?
Welcher Flächenbedarf ergibt sich für die jeweiligen
Maßnahmen?
Ist eine Reduktion des abgeleiteten Niederschlags
durch Gründächer machbar?
Ist eine multifunktionale Flächennutzung hinsichtlich
wasserwirtschaftlicher Maßnahmen möglich?
Kann das Niederschlagswasser durch gestalterische
Mittel erlebbar gemacht werdenNachhaltigkeitscheckliste9 von 21Seite 11 von 23
Zur Frühzeitigen Beteiligung
Klimaschutz und Energie: Wurde das Vorhaben vor dem Hintergrund eines
solarenergetisch optimierten Städtebaus/Gebäude
überprüft?
Sind Dachflächen- oder ggf. Fassadenflächen zur
Nutzung für Photovoltaik vorgesehen?
Welcher Energieeffizienzstandard wird angestrebt?
Welche Energieversorgungsvarianten werden
betrachtet?
Ist eine Prüfung auf mögliche Fern- oder
Nahwärmeversorgung erfolgt?
Welche Bauart ist vorgesehen?
Werden umweltverträgliche und klimaschonende
Konstruktionen und Baumaterialien vorgesehen?
Wird ggf. eine Nachhaltigkeitszertifizierung geplant?
Wurde geprüft, ob der Bestand nachhaltig saniert und
umgenutzt werden kann? (bei -Teil-Abriss/Neubau)Nachhaltigkeitscheckliste10 von 21Seite 12 von 23
Zur Frühzeitigen Beteiligung
Natürliche Ressourcen und
Umwelt, kulturelles Erbe+ graue
Energie
Themenfelder Prüffragen Prüfergebnisse (Kurzdarstellung)
Ein Beitrag zu den SDG's : Flächeninanspruchnahme: Wie soll dem Grundsatz des sparsamen Umgangs mit
Grund und Boden Rechnung getragen werden?
Ist eine ausreichende bauliche Dichte im Sinne einer
behutsamen Nachverdichtung geplant? (WE/ha, Dichte
im Vergleich zum Quartier, Ortsteil, Gesamtstadt)
Wurden Szenarien zu unterschiedlichen Dichten
erstellt?
Wird dem Vorrang für Mehrfamilienhäuser im
Kernbereich Rechnung getragen?
Wie hoch ist der Anteil an wiedergenutzter Fläche/
Konversionsfläche/umgenutzter Fläche?
Werden Flächen aus der baulichen Nutzung
herausgenommen bzw. werden Flächen entsiegelt?
Werden Flächen gezielt freigehalten?
Erfolgte eine bedarfsgerechte Planung der Nutzungen
und Nachbarschaften (Wo-Gebäudetypen, Gewerbe,
Infrastruktureinrichtungen etc.)?
Wurden besondere Wohnformen beachtet?
Freiraum und
Grünkonzeption:
Werden die bestehenden und geplanten
Freiraumqualitäten nach dem IFS berücksichtigt?
Werden private Grünräume auch zum Nutzen der
Allgemeinheit geschaffen?
Können öffentl. Räume o. grüne Freiräume im Zuge
desVorhabeens im Quartire aufgewertet werden?Nachhaltigkeitscheckliste11 von 21Seite 13 von 23
Zur Frühzeitigen Beteiligung
Gibt es Begrünungskonzepte im Vorhaben?
Ergeben sich Grün- Angebote fürs umliegende
Quartier?
Wurden Grün-Vernetzungsmöglichkeiten genutzt?
Können bestehende Freiraumstrukturen durch
Änderung der Nutzung/Zugänglichkeit genutzt
werden?
Wie sieht die Begrünung von Straßen und Plätzen aus?
Wie sieht die Erreichbarkeit relevanter
Grünstrukturen/Grünausstattung aus?
Wie sieht die Weiterentwicklung der blau-grünen
Infrastruktur im Bestand / im Neubau aus?
Ist eine Dach- / Fassadenbegrünung vorgesehen?
Werden die Aspekte der
Niederschlagswasserversickerung, naturnahen,
biodiversitätssteigernden Grünflächengestaltung
(Pflanzen, Insekten- und Vogelschutz),
Berücksichtigung heimischer trockenresistenter Arten,
Entsiegelung ausreichend beachtet?
Werden ausreichende Gebäudeabstände zur
Sicherstellung ausreichender Belüftung und Besonnung
eingehalten?
Artenschutz: Sind im Plangebiet offensichtlich Habitatstrukturen zu
erkennen, die artenschutzrechtlich relevant sein
können?Nachhaltigkeitscheckliste12 von 21Seite 14 von 23
Zur Frühzeitigen Beteiligung
Wie sehen die Möglichkeiten zum Erhalt, zur
Weiterentwicklung und zur Vernetzung der
biologischen Vielfalt aus?
Liegen Ergebnisse der artenschutz-rechtlichen
Vorprüfung (ASP Stufe I) vor?
Kommt die ASP zu dem Ergebnis, dass
Verletzungen artenschutzrechtlicher
Verbotstatbestände (gem. § 44 (1) Nrn. 1-3
BNatSchG), nicht ausgeschlossen werden können?
Ist eine vertiefende Artenschutzprüfung (Art-für
Art Prüfung/ASP Stufe II) erforderlich?
Sind faunistische Erhebungen durchzuführen?
Vegetation: Sind Baum- oder Gehölzbestände von einer
Überplanung betroffen?
Muss für die Umsetzung der Planung / des Vorhabens
satzungsgeschützter Baumbestand gefällt werden?
Wie viele Bäume müssen wegen ihres Standorts
im Baufeld gefällt werden?
Wie viele Bäume müssen wegen des Standorts im
Arbeitsbereich / Baustelleneinrichtungsfläche
während der Bauphase gefällt werden?
Ist der Baumbestand gutachterlich in Beziehung zur
Planung gesetzt worden bzw. ein Gutachten
beauftragt?
Welche Kompensationsflächen sind vorgesehen?
Kulturelles Erbe: Ist kulturelles Erbe im Sinne des Denkmalschutzes
direkt betroffen?
Baudenkmäler
Welche gestaltprägenden Merkmale müssen die
Neubauvorhaben aufweisen, damit die
Denkmalschutzziele ausreichend gewürdigt werden?Nachhaltigkeitscheckliste13 von 21Seite 15 von 23
Zur Frühzeitigen Beteiligung
Welche Materialien/Bautechniken sind, auch aus
ökologischen Gründen bei den Neubauvorhaben,
zu erhalten bzw. adäquat zu
ergänzen/fortzuschreiben (bspw. Holz statt
Kunststoff, mineralische Anstriche,
natürliche/recycelbare Dämmstoffe)?
Kann das Planungsziel erneuerbare
Energien/Erhöhung Bepflanzungsanteil
(Photovoltaik, Sonnenkollektoren, Fassaden-
/Dachbegrünung) auch an bzw. auf anderen
(Neu)Bauelementen wie z.B.
Fahrradabstellanlagen umgesetzt werden, um
Beeinträchtigung der Denkmalschutzziele zu
verhindern?
Bodendenkmäler
Kann eine archäologische Fläche ungestört
erhalten werden? Falls nicht:
Wie können Funde im Entwicklungsbiet
aufbereitet und präsentiert werden?
Arbeit und Wirtschaft Themenfelder Prüffragen Prüfergebnisse (Kurzdarstellung)
Ein Beitrag zu den SDG's : Arbeitsplätze: Werden durch die Planungen Arbeitsplätze
geschaffen?
Werden Arbeitsplätze gefährdet?
Wie gestalten sich die Möglichkeiten für Mitarbeitende
zum Arbeitsplatz zu gelangen (ÖPNV, Fahrradwege,
KFZ)?
Gewerbeansiedlung und
Bestand:
Werden die vorgesehenen gewerblichen Nutzungen
konkretisiert?
Sind Unternehmen betroffen?
Werden bestehende Gewerbegebiete durch den
neuen B-Plan im Bestand gefährdet?
Gefährdet die Planung die Entwicklung/Schaffung
eines Gewerbegebietes?Nachhaltigkeitscheckliste14 von 21Seite 16 von 23
Zur Frühzeitigen Beteiligung
Wie gestaltet sich die Erschließung (z.B. Anlieferung)
von Gewerbebetrieben?
Haben Festsetzungen der Verkehrsführung
Auswirkungen auf Gewerbebetriebe? Gibt es
insbesondere negative Auswirkungen auf die Betriebe?
Gesellschaftliche Teilhabe und
Gender
Themenfelder Prüffragen Prüfergebnisse (Kurzdarstellung)
Ein Beitrag zu den SDG's : Soziale Infrastruktur: Greift es unterschiedliche Bedürfnisse auf (Familien,
junge, alte, behinderte Menschen …)?
Kann das Wohnumfeld naturnah und mit ausreichend
Spielmöglichkeiten gestaltet werden?
Werden Angebote bewegungsaktivierender
Infrastruktur geschaffen?
Findet eine konkrete Aufwertung des öffentlichen
Raums statt?
Fand eine Beteiligung der Behindertengemeinschaft
und der städtischen Gleichstellungsstelle an der
Planung statt?
Strukturen: Wie fügt sich das Vorhaben in gewachsene Strukturen
/ Identität des Ortes ein?
In welcher Art und Weise werden bestehende /
benachbarte Ortsteile / Quartiere / Nachbarschaften
tangiert?
Kann eine Aufwertung des öffentlichen Raums
stattfinden?
Wohnungsbau: Wie hoch soll der Anteil geförderten Wohnraums sein?
(Mehr möglich/gewünscht als Vorgaben BBLM) Ist das
Vorhaben dann noch sozialverträglich?Nachhaltigkeitscheckliste15 von 21Seite 17 von 23
Zur Frühzeitigen Beteiligung
Kann mindestens 1/3 der Grundstücksfläche als
Grünfläche gestaltet werden (Fördervoraussetzung!)?
Welche Geschossigkeit ist im Plangebiet vorgesehen
(Maßgaben der Wohnraumförderbestimmungen)?
Berücksichtigt das Vorhaben Baufelder für innovative
Wohnformen?
Wie ist das Verhältnis von Einfamilienhäusern zu
Geschoßwohnungsbau (Schaffung gemischter
Strukturen auch im geförderten Wohnungsbau durch
Miet-Einfamilienhäuser und klassischen
Mietwohnungsbau)?
Gibt es Aussagen zum geplanten Wohnungsmix?
Globale Verantwortung und Eine
Welt
Bewusstsein für globale Verantwortung auch bei der
kommunalen Bauleitplanung durch Berücksichtigung
von Zielen der anderen Handlungsfelder
Ein Beitrag zu den SDG's :
Nachhaltigkeitscheck im Sinne der
BNHSNachhaltigkeitscheckliste16 von 21Seite 18 von 23
Zur Offenlage
Offenlage
Handlungsfelder der Bonner
Nachhaltigkeitsstrategie
Themenfelder Prüffragen Prüfergebnisse (Kurzdarstellung)
Mobilität Themenfelder Prüffragen Prüfergebnisse (Kurzdarstellung)
Ein Beitrag zu den SDG's : Verkehr: Sind Festsetzungen zu Nahversorgungseinrichtungen
getroffen,damit Einkaufsverkehre in nicht integrierte
Lagen vermieden werden können?
Beinhaltet die Verkehrsuntersuchung/ das
Mobilitätskonzept konkrete Vereinbarungen zu
u.a. zur Verlagerung/Neuerrichtung von ÖPNV-
Haltestellen,
zu Vereinbarungen zur Radinfrastruktur und zu
Fahrradabstellanlagen,
zum Bau von Mobilstationen,
zu Gehwegverbindungen und -breiten,
zu Jobticketangebote,
zu Car-/Bike-Sharing-Angeboten,
zu Duschmöglichkeiten und Umkleidekabinen für
Beschäftigte, etc.
und werden diese im noch abzuschließenden
Vertrag berücksichtigt?
Klima und Energie Themenfelder Prüffragen Prüfergebnisse (Kurzdarstellung)
Ein Beitrag zu den SDG's : Klimaanpassung: Sind die Ergebnisse aus Detailgutachten dargestellt,
insbesondere Auswirkungen auf Mikro-/Makroklima?
Welche Festsetzungen bzw. vertragliche
Vereinbarungen zu Klimaschutz und Klimaanpassung
(Gebäudeabstände, -höhen, Wasserflächen,
Retentionsflächen Starkregen, Versickerung, Zisternen
etc.) werden getroffen?
Ist eine Steuerung der Gebäudeausrichtung durch
Baugrenzen/Baulinien aus Gründen der
Klimaanpassung erfolgt?
Welche Festsetzungen oder vertraglichen
Vereinbarungen zur Fassadengestaltung werden
getroffen?
Fragestellung: Welche im Verfahren erreichten Qualitäten im Hinblick auf die Themen der Nachhaltigkeitsstrategie lassen sich durch Festsetzungen im Bebauungsplan oder durch Vereinbarungen im Städtebaulichen Vertrag
verbindlich sichern?Nachhaltigkeitscheckliste17 von 21Seite 19 von 23
Zur Offenlage
Klimaschutz und Energie: Ist ein Energiekonzept auf der Grundlage einer
vergleichenden Betrachtung hinsichtlich der CO2-
Emissionen, des Energiebedarfs und der
Wirtschaftlichkeit für das Vorhaben unter der
Berücksichtigung erneuerbarer Energien
(Ratsbeschluss derzeit mindestens KfW55
Effizienzhausstandard) vorhanden?
Wird die Solarverpflichtung gemäß Ratsbeschluss
umgesetzt?
Wird ggf. eine zentrale Fernwärmeübergabe- oder
Nahwärmestation im B-Plangebiet berücksichtigt?
Natürliche Ressourcen und Umwelt,
kulturelles Erbe+ graue Energie
Themenfelder Prüffragen Prüfergebnisse (Kurzdarstellung)
Ein Beitrag zu den SDG's : Flächeninanspruchnahme: Welche Festsetzungen zur baulichen Dichte/ Zahl der
Vollgeschosse wurden im Hinblick auf einen sparsamen
Umgang mit Grund und Boden getroffen?
Sind die Empfehlungen des Landschaftspflegerischen
Fachbeitrags berücksichtigt worden?
Sind Flächen zum Grünerhalt bzw. zur Neu-
Anpflanzung verbindlich dargestellt und textlich
festgesetzt, bzw. werden durch einen Städtebaulichen
Vertrag geregelt?
Erfolgt eine konkrete Festsetzung oder vertragliche
Vereinbarung von Kompensationsflächen/CEF-
Maßnahmen?
Freiraum und
Grünkonzeption:
Ist eine Auswahl der standortgerechten Vegetation –
wärmeresistente Arten im Bebauungsplan festgesetzt
?
Ist ein Gebot der Dachbegrünung auch für Garagen,
Carports und für überdachte Fahrradabstellanlagen
verankert?
Erfolgten Festsetzungen zu Materialien im Freiraum?Nachhaltigkeitscheckliste18 von 21Seite 20 von 23
Zur Offenlage
Mit welchen Regelungen wird sichergestellt, dass
Vorgärten und Gärten unversiegelt und vollflächig zu
bepflanzen sind?
Artenschutz: Wurden die Ergebnisse der Artenschutzprüfung in der
Planung berücksichtigt?
Sind verbindliche Maßnahmen zum Artenschutz, ggf.
CEF-Maßnahmen notwendig und verbindlich
festgesetzt? (B-Plan, Städtebaulicher Vertrag)
Vegetation: Sind externe Kompensationsmaß-nahmen- / SPE
Flächen verbindlich festgesetzt, bzw. werden durch
einen Städtebaulichen Vertrag geregelt?
Konnte die Planung / das Vorhaben hinsichtlich des
Baumerhalts optimiert werden?
Wie viele Bäume müssen wegen ihres Standorts im
Baufeld bzw. wegen des Standorts im Arbeitsbereich /
BE-Flächen gefällt werden?
Kann Baumbestand durch Planoptimierungen,
ausreichende Abstände und / oder erhaltende
Pflegemaßnahmen erhalten werden?
Können alle Ersatzpflanzungen im Plangebiet realisiert
werden?
Wo sollen externe, möglichst ortsnahe
Ersatzpflanzungen realisiert werden?
Kulturelles Erbe: Erfolgte eine Ausweisung betroffener Bau- und
Bodendenkmäler und eine Darstellung der getroffenen
Schutz- und Kompensationsmaßnahmen?
Immissionsschutz Wurden Festsetzungen / Regelungen zum
Immissionsschutz getroffen?Nachhaltigkeitscheckliste19 von 21Seite 21 von 23
Zur Offenlage
Arbeit und Wirtschaft Themenfelder Prüffragen Prüfergebnisse (Kurzdarstellung)
Ein Beitrag zu den SDG's : Gewerbeansiedlung und
Bestand:
Wurden Regelungen getroffen, um
Gewerbeansiedlung zu fördern und bestehende
Betriebe zu sichern?
Wird die notwendige Infrastruktur geschaffen?
Gesellschaftliche Teilhabe und
Gender
Themenfelder Prüffragen Prüfergebnisse (Kurzdarstellung)
Ein Beitrag zu den SDG's : Soziale Infrastruktur: Wie gestalten sich die Festsetzungen/vorgesehenen
vertraglichen Regelungen zu Gemeinbedarfsanlagen,
öff. Spielplätzen etc.?
Wie sieht die Platzgestaltung bei öffentlicher
Erschließung aus?
Wohnungsbau: Wie gestalten sich die Regelungen/Festsetzungen zum
förderfähigen/geförderten Wohnraum?
Wie erfolgt eine Regelung/Festsetzung zur Umsetzung
innovativer Wohnformen?Nachhaltigkeitscheckliste20 von 21Seite 22 von 23
Zur Offenlage
Globale Verantwortung und Eine
Welt
Bewusstsein für globale Verantwortung auch bei der
kommunalen Bauleitplanung durch Berücksichtigung
von Zielen der anderen Handlungsfelder
Ein Beitrag zu den SDG's :
Nachhaltigkeitscheck im Sinne der
BNHSNachhaltigkeitscheckliste21 von 21Seite 23 von 23

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Datenstand: 03.11.2026, 04:52 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de