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220491 · Mitteilungsvorlage

Jahresbericht Lokale Agenda-Büro - Durchgeführte und laufende Projekte 2021/2022

Nummer
220491
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
22.03.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 19.05.2022 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
220491
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
67 Amt für Umwelt und Stadtgrün
Dezernat:
Dez. III
Jahresbericht Lokale Agenda-Büro - Durchgeführte
und laufende Projekte 2021/2022
Beratungsfolge
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
31.03.2022 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Das Lokale Agenda-Büro der Stadt Bonn berichtet dem zuständigen
Fachausschuss einmal jährlich über die durchgeführten Projekte des
vergangenen Jahres und die laufenden Projekte mit Auswirkungen in das
Folgejahr.
Der Jahresbericht 2021 ist in folgende Kapitel unterteilt:
 Nachhaltigkeitsbericht / Nachhaltigkeitsstrategie
 Fairer Handel
 Bio-Stadt
 Veranstaltung: "Bonn - Rundum Nachhaltig" / Das Festival rund um
nachhaltiges Leben
 Weitere Handlungsfelder/Projekte
 Öffentlichkeitsarbeit
1 Nachhaltigkeitsbericht / Nachhaltigkeitsstrategie
Momentan wird in Zusammenarbeit mit dem Amt für Internationales und globale
Nachhaltigkeit (02) am „Berichtsrahmen Nachhaltige Kommune“ des Rates für
Nachhaltige Entwicklung gearbeitet. Ziel des Projekts ist es, einen
Nachhaltigkeitsbericht mit einem Berichtsrahmen zu verfassen, den auch
andere Kommunen nutzen, um eine bessere Vergleichbarkeit unter den
Kommunen zu ermöglichen.
2. Fairer Handel
Zu den Aufgaben des Lokale Agenda-Büros gehört die gezielte Unterstützung
von Aktivitäten des Fairen Handels in Bonn. Dabei steht das Agenda-Büro
zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren unterstützend zur Seite, sorgt
für Vernetzung der verschiedensten Beteiligten, initiiert Veranstaltungen und
wirbt im städtischen Raum mittels Öffentlichkeits- und Informationsarbeit für die
stärkere Nutzung des Fairen Handels.
2.1 Faire WocheSeite 1 von 12
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Der Schwerpunkt der Arbeit im Bereich Fairer Handel liegt in der Durchführung
der bundesweiten Fairen Woche, im vergangenen Jahr vom 10. bis 25.
September, um die überregionalen Synergieeffekte in der Öffentlichkeitsarbeit
zu nutzen. Die Veranstaltungsreihe zur Fairen Woche wurde auf Initiative des
Lokale Agenda-Büros erneut auf verschiedenen Werbeflächen in der
Öffentlichkeit beworben. Dazu gehörten Megalights für die Dauer von einer
Woche, Infoscreens an Hauptbahnhof und Stadthalle Bad Godesberg für die
Dauer von zehn Tagen und Innenwerbung in Stadtbussen für die Dauer von
einem Monat.
Die Bonner Veranstaltungen zur Fairen Woche wurden wie in den Vorjahren
vom Lokale Agenda-Büro von den verschiedensten Akteuren erfragt und in
einem Programmheft zusammengefasst. Es wies in einer gedruckten Auflage
von 1.000 Stück und natürlich online in diesem Jahr auf insgesamt 48
Veranstaltungen hin, darunter Geocaching, Ausstelllungen, faire Cafés, Filme,
Infostände und Vorträge.
Zu den Veranstaltungen im Rahmen der Fairen Woche, die das Agenda-Büro in
den letzten Jahren initiierend ins Leben rief und / oder finanziell oder
organisatorisch unterstützen konnte, gehören:
- die „Bonn – Rundum nachhaltig“, eine Reihe, die sich mit nachhaltiger
Lebensführung beschäftigt. Diese Veranstaltung hat die Nachfolge der früheren
„Rundum Fair“ und des „Agrikulturfestivals“ angetreten. Sie wurde, wie bereits
im Vorjahr, aufgrund der Pandemie mit einem starken Online-Schwerpunkt
umgesetzt. Aufgrund des Umfangs der Veranstaltung wird sie weiter unten in
einem eigenen Gliederungspunkt aufgeführt.
- die Bonner Glocale, eine kleine Filmreihe, die umsonst und draußen im
Kontext der Bonner SDG-Tage auf dem Münsterplatz mit der Präsentation
einiger Filme globale Verantwortung, lokales Engagement und Sichtweisen aus
anderen Ländern thematisiert. Die Bonner Glocale ist Ergebnis einer
Kooperation vom Lokale Agenda-Büro, der Bio-Stadt Bonn, dem Amt für
Internationales und globale Nachhaltigkeit und Initiativen der Bonner
Zivilgesellschaft.
2.2 Veranstaltungen außerhalb der Fairen Woche
Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie wurden keine weiteren Präsenz-
Veranstaltungen initiativ umgesetzt. Zwei Online-Vorträge über die Fair Trade
Town Bonn, zu denen die Mitarbeiterin des Lokalen Agenda-Büros als
Referentin eingeladen wurde, wurden von den Veranstaltern (Weltladen
Heiderhof und Nachbarschaftszentrum Brüser Berg) kurzfristig aufgrund zu
geringer Anmeldezahlen abgesagt; die Veranstalter vermuteten im zweiten Jahr
der Pandemie eine gewisse „Online-Müdigkeit“.
2.3. Vernetzungen
Steuerunggruppe Fair Trade Town Bonn
2021 hat das Lokale Agenda-Büro zu drei Sitzungen der Steuerungsgruppe
Fair Trade Town eingeladen, die Treffen fanden aufgrund der Corona-
Pandemie alle online statt. Sie dienten vor allem dem gegenseitigen AustauschSeite 2 von 12
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und der Werbung für das Festival „Bonn – Rundum nachhaltig 2021“ und zur
Teilnahme der Fairen Woche. Es wurden außerdem neue Akteur*innen begrüßt
und besondere Aktionen vorgestellt.
AG Sport und Nachhaltigkeit
Auf Initiative des Sport- und Bäderamtes wurde 2021 eine Arbeitsgemeinschaft
Sport und Nachhaltigkeit eingerichtet, der - neben weiteren Teilnehmer*innen
des Amtes für Umwelt und Stadtgrün sowie des Stadtsportbundes - auch das
Lokale Agenda-Büro angehört. Nachdem das Sport- und Bäderamt bereits im
Jahr 2020 mit drei Bonner Sportvereinen und dem Fußballkreis Bonn ein
Pilotprojekt mit Fairtrade-Fußbällen gestartet hatte, wurde 2021 mit einem
Nachhaltigkeitsworkshop an dieses Projekt angeknüpft: Im November wurden
die Bonner Sportvereine dazu eingeladen, sich von Best Practise-Beispielen
einiger Vereine anregen zu lassen und sich in Workshops zu verschiedenen
Themenfeldern der Nachhaltigkeit wie Mobilität oder Globale Verantwortung
selbst einzubringen. Das Lokale Agenda-Büro hat hier die Gestaltung und
Umsetzung eines Workshops übernommen.
Schule trifft Verwaltung
Im Rahmen der Reihe Schule trifft Verwaltung, veranstaltet von der Leitstelle
Klimaschutz im Amt für Umwelt und Stadtgrün, hat die zuständige Mitarbeiterin
im Mai für die Teilnehmer*innen die Aktivitäten der Fair Trade Town Bonn
präsentiert und auf die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit Schulen
hingewiesen.
3. Bio-Stadt
Bonn ist 2019 als erste Stadt in NRW und 19. Stadt bundesweit dem Biostädte-
Netzwerk beigetreten. (Nachrichtlich: Inzwischen sind in NRW auch Köln, Much
und Münster Bio-Städte.)
Gebündelt werden die Aktivitäten der Bio-Stadt Bonn im Lokale Agenda-Büro.
Dieses steht sowohl Kolleginnen und Kollegen innerhalb der Stadtverwaltung
als auch zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren unterstützend zur
Seite, sorgt für Vernetzung der verschiedensten Beteiligten der in Bonn
engagierten Initiativen im Bio- und Ernährungsbereich, initiiert Veranstaltungen
und wirbt im städtischen Raum mittels Öffentlichkeits- und Informationsarbeit
für die Aufklärung und Bewusstseinsbildung zur gesunden und regionalen
Ernährung mit Bio-Lebensmitteln in der Bonner Bevölkerung.
Dabei konzentriert sich die Arbeit des Lokale Agenda-Büros auf folgende in
verschiedenen Beschlüssen festgelegte Handlungsfelder:
1. Mehr Bio in Bonner Kindereinrichtungen,
2. Mehr Bio auf landwirtschaftlichen Flächen der Stadt Bonn sowie
3. Mehr Bio für Bonnerinnen und Bonner.
(DS-Nr. 1710400, 1710400EB3, 1710400NV4, 1712866 und 1812927 für „Mehr
Bio in Bonner Kindereinrichtungen“,
DS-Nr. 1810127 für „Mehr Bio in Seniorenzentren“
DS-Nr. 1813388 für „Mehr Bio auf landwirtschaftlichen Flächen der Stadt Bonn“
und DS-Nr. 1910042 „Beitritt der Stadt Bonn zum Netzwerk Bio-Städte“)
Die Koordination der Bio-Stadt Bonn unterstützt bezüglich der beiden ersten
Handlungsfelder (Mittagsverpflegung in Bonner Kindereinrichtungen sowieSeite 3 von 12
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mehr Bio auf landwirtschaftlichen Flächen) beratend das Schulamt, das
Jugendamt und das Amt für Wirtschaftsförderung. Das dritte Handlungsfeld ist
komplett im Lokale Agenda-Büro angesiedelt und wird durch die Kooperation
mit den verschiedenen Bonner Initiativen im Bio- und Ernährungsbereich und
Akteur*innen der Agrar- und Ernährungswirtschaft bearbeitet.
3.1. Mehr Bio in Bonner Kindereinrichtungen
Im März fand ein Online-Treffen der AG Gemeinschaftsverpflegung statt. Die
Vertreter*innen des Schulamtes sowie des Amtes für Kinder, Jugend und
Familie und Bio-Stadt Bonn Koordination haben an dem Termin teilgenommen.
Der Bezug des Treffens war der Koalitionsvertrag und die dort verankerte
mittelfristige Erhöhung des Anteiles an Bio- und regionalen Produkten bei der
Verpflegung in städtischen Kitas, Schulen und Seniorenheimen auf 50 %.
Im September organisierte die Koordinationsstelle Bio-Stadt gemeinsam mit
averds’s, einem Beratungsunternehmen, das sich als Vordenker, Ideengeber
und Wegbereiter für einen nachhaltigen und damit zukunftsfähigen Außer-
Haus-Markt versteht, einen Workshop mit dem Thema „Verpflegung und
Nachhaltigkeit im Einklang – So funktioniert Bio in Kita und Schule“ im Rahmen
der bundesweiten Initiative „Bio kann jeder“. Als Veranstaltungsort wurde der
Biohof Bursch in Bornheim-Waldorf ausgewählt.
Im September und November hielt die Koordinationsstelle mehrere Vorträge
(NRW kocht Bio, Bio kann jeder) zur Vorstellung der Aktivitäten der Bio-Stadt
Bonn insbesondere im Bereich der Einführung und Erhöhung der Bio-Quoten in
der Mittagsverpflegung der städtischen Kitas und Schulen.
Im Dezember hat die Koordinationsstelle der Bio-Stadt gemeinsam mit der
Regionalwert AG Rheinland einen Antrag „Klimafreundlich BioAusserHaus in
Bonn“ beim Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen
nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) in der "Richtlinie zur Förderung von Bio-
Wertschöpfungsketten“ (RIWert)gestellt. Das Ziel des Vorhabens ist eine
Erhebung der vorhandenen regionalen Bio-Wertschöpfungsketten und der
Vermarktungs- und Logistikströme an
Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen, die Erfassung genauer Zahlen und
die Vernetzung beteiligter Akteur*innen.
3.2. Mehr Bio auf landwirtschaftlichen Flächen der Stadt Bonn
Im September wurde die Liste der Pächter städtischer landwirtschaftlichen
Flächen aktualisiert und alle Pächter*innen in Bezug auf Umsetzung des
Ratsbeschlusses zur Verpachtung städtischer landwirtschaftlichen Flächen
angeschrieben sowie ein Dialog mit den Pächter*innen gestartet. Daraufhin
haben sich 26% der Pächter*innen telefonisch zurückgemeldet, über ihren
Betrieb berichtet und geschildert, wie sie wirtschaften. In der Folge hat sich die
Koordinierungsstelle Bio-Stadt Bonn mit der Landwirtschaftskammer NRW
beraten und entschieden, im Januar 2022 ein Präsenztreffen für alle
Pächter*innen zu organisieren. Dazu wurde dann ein „Save-the-date“-
Schreiben für die Veranstaltung am 25.01.2022 an alle Pächter*innen
verschickt.
3.3. Mehr Bio für Bonnerinnen und BonnerSeite 4 von 12
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Im März hat Bio-Stadt Bonn zusammen mit dem Referat für Ökologie der Uni
Bonn eine Filmvorführung der Dokumentation „Unser Boden, unser Erbe“ mit
anschließender Podiumsdiskussion organisiert. Eingeladen waren der
Regisseur selbst, Marc Uhlig, und ein Experte auf dem Gebiet der urbanen
Landwirtschaft, Dr. Lutz Kosack. Die Moderation übernahmen die Koordinatorin
der Bio-Stadt Bonn und Frau Marta Serhun vom Referat der Ökologie.
Pandemiebedingt fand die Veranstaltung online mit rund 70 Teilnehmer*innen
statt. Es gab zum Event eine hohe positive Resonanz.
Im Juni und Oktober fanden ökologische Vernetzungscafés statt –
pandemiebedingt als Online-Mittagspause. Im Juni ging es in dem Café um das
Thema „Vom Korn zum Brot“ mit Gästen aus dem Bio-Lebensmittelhandwerk
und der Bio-Landwirtschaft. 16 Teilnehmende hatten sich zu dieser Online-
Mittagspause angemeldet. Im Oktober gaben Gäste aus der Bio-Milchwirtschaft
in der Online-Mittagspause einen Einblick in das Thema „Milch und mehr: Bio
aus der Region?". Das ganze Jahr über arbeitete die Koordinatorin der Bio-
Stadt Bonn mit zwei von der Stadt Bonn im Rahmen der Förderfinanzierung
BÖLN beauftragten externen Kräften an der Erstellung einer Infobroschüre zu
regionalen Wertschöpfungsketten in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Der
voraussichtliche Veröffentlichungstermin liegt im ersten Quartal 2022.
Sowohl im Winter- als auch Sommersemester der VHS gab es wieder eine
Reihe „Biologische Vielfalt in der Stadt“, die gemeinsam mit der Unteren
Naturschutzbehörde der Stadt Bonn und der Koordinationsstelle Bio-Stadt
thematisch gestaltet wird.
Im September fand die mittlerweile etablierte Veranstaltung „Bonn-Rundum
nachhaltig“ statt. Aufgrund des Umfangs der Veranstaltung wird sie in einem
eigenen Gliederungspunkt unten aufgeführt.
Das ganze Jahr über arbeitete die Koordinierungsstelle Bio-Stadt Bonn fachlich
an der ICLEI Publication on circular food systems
(https://circulars.iclei.org/bonn-germany/ und
https://circulars.iclei.org/resource/towards-circular-food-systems-in-bonn/ und
https://mailchi.mp/iclei.org/circular-turku-roadmap-launches?e=13e259ac02 ).
Die Federführung für die Zusammenarbeit mit ICLEI liegt dabei beim Amt für
Internationales und globale Nachhaltigkeit.
3.4. Sonstige Bio-Stadt-Aktivitäten
Im Rahmen der Bio-Stadt-Tätigkeit gibt es eine Reihe an Aktivitäten, die für die
Mitglieder obligatorisch sind und der Vertiefung des Netzwerkgedankens
dienen. Dazu gehören die Teilnahme an der Grünen Woche in Berlin und an
der BioFach-Messe in Nürnberg. Bei der Nürnberger Messe findet jedes Jahr
ein Kongress für die Bio-Städte „StadtLandBio“ statt. Im Berichtsjahr ist die
Grüne Woche pandemiebedingt ausgefallen. Der Kongress „StadtLandBio“
fand online statt.
Halbjährlich (ca. Mai und ca. November) versammeln sich alle Bio-Städte zu
einem Netzwerk-Treffen. Im Berichtsjahr war es geplant, ein Präsenztreffen in
Bonn zu organisieren. Pandemiebedingt fand das Treffen im Juni Online statt.
Das Novembertreffen ist wegen eines Krankheitsfalls des Netzwerk-
Koordinators auf Februar 2022 verschoben worden.Seite 5 von 12
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Im Mai gab die Koordinatorin der Bio-Stadt Bonn einen kurzen Online-Input zu
dem Thema „Bio-Stadt Bonn: von öffentlicher Beschaffung in
Gemeinschaftsverpflegung über die Stärkung des ökologischen Landbaus auf
städtischen Flächen bis hin zur Sensibilisierung von Bürger*innen und
privatwirtschaftlichen Akteuren“ auf einer hybriden wissenschaftlich-praktischen
Konferenz mit dem Titel "Von Umweltbildung zur nachhaltigen Entwicklung:
Wege, Probleme und Perspektiven" in Minsk, Belarus.
Im November wurde die Absichtserklärung „Städte gegen Food Waste“, eine
bundesweite Initiative vom Unternehmen TooGoodToGo vom Ausschuss für
Umwelt, Klima und Lokale Agenda (AUKLA) beschlossen. Damit ist die Stadt
Bonn Teil der Initiative „Städte gegen Food Waste” geworden. Die Initiative
bringt deutschlandweit engagierte Städte in einem Netzwerk zusammen, um
die Lebensmittelrettung auf lokaler Ebene maßgeblich voranzutreiben. Neben
Bonn haben sich auch Bochum, Dresden, Essen, Frankfurt am Main, Kassel,
Kiel, Köln, Mainz und Saarbrücken dem Netzwerk angeschlossen.
Seit Juni 2021 arbeitete die Koordinatorin der Bio-Stadt an der
Weiterentwicklung des Aktionsprogramms Biodiversität. Die Entwurfsfassung
wird erst nach der politischen Entscheidung ab 2022 finalisiert. Der Beitrag der
Koordinatorin bestand in der Formulierung von Leitgedanken, strategischen
Zielen und ausgewählten Projekten in den Bereichen Landwirtschaft und
Umweltbildungsmaßnahmen. Aus allen Beiträgen der Mitwirkenden aus dem
Amt 67 wurde im August 2021 eine 1. Entwurfsfassung des Aktionsprogramms
Biodiversität erstellt. Sie umfasste zehn Themen-Bereiche innerhalb der drei
Zukunftssäulen Natur- und Artenschutz, Stadtnatur und Bewusstseinsförderung
& Kooperationen mit insgesamt 232 Einzelmaßnahmen. Diese Entwurfsfassung
bildete nach Abstimmung mit den Ämtern 02, 03, 61, 63 und 66 die Grundlage
für die Beschlussfassung zur Weiterentwicklung des Aktionsprogramms.
Vorgesehen war die Einbringung der Beschlussvorlage in die politischen
Gremien für Anfang 2022. Im Dezember 2021 bildete sich eine Biodiversitäts-
AG im Amt 67 aus Vertreter*innen der Unteren Naturschutzbehörde, Dez. III -
Stabsstelle Dezernatskoordination, Bauabteilung I - Planung, Bau, Pflege
"Grün" und allgemeiner Verwaltung Stadtgrün, die seitdem regelmäßig tagt.
4. Veranstaltung „Bonn – Rundum Nachhaltig“ 2021 / Das Festival rund
um nachhaltiges Leben in Bonn und Umgebung vom 10. bis 22.
September 2021
Mit dem neuen Veranstaltungsformat „Bonn - Rundum nachhaltig“ hatte das
Lokale Agenda-Büro bereits im Jahr 2020 zwei bestehende Bonner Formate
zusammengeführt: Die bewährte Rundum Fair, initiiert und mitorganisiert
durch die Fair Trade Town Bonn (in den Jahren 2014, 2015, 2016, 2018 und
2019) sowie das 2019 unter Initiative der Bio-Stadt Bonn erstmalig
veranstaltete Agrikulturfestival.
Bio, regional und fair sind die drei Stoßrichtungen der Veranstaltung, die
zusammen zu einer Basis für eine rundum nachhaltige Lebensführung
beitragen und sich gegen Ausbeutung von Natur und Mensch stark machen.
Das Lokale Agenda-Büro Bonn mit den Schwerpunkten Fair Trade Town und
Bio-Stadt Bonn will mit dem jährlichen Event Bonn - Rundum nachhaltig
gemeinsam mit zahlreichen Initiativen in Bonn und Umgebung zeigen, wieSeite 6 von 12
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nachhaltiges Leben in Bonn und Umgebung aussehen kann.
Die erste Bonn – Rundum nachhaltig 2020 fand coronabedingt im Zeitraum
der Fairen Woche 2020 ausschließlich digital statt.
Da auch im Jahr 2021 die pandemische Situation ein großes Präsenz-Event mit
vielen Zuschauer*innen nicht zuließ, wurde die Bonn - Rundum nachhaltig
2021 vom 10. bis 22. September (wieder im Zeitraum der Fairen Woche) in
einer hybriden Form veranstaltet - sowohl digital als auch mit einer besonderen
Veranstaltung auf dem Münsterplatz. Zu den bisherigen Themenblöcken im
Jahr 2020 „Rundum regional & ökologisch“, „Rundum fair & bewusst“ sowie
„Rundum Stadt & Natur“ kam 2021 der Themenblock „Rundum kulturell &
transformativ“ hinzu. Damit sollte die Aufmerksamkeit auch auf die vielfältigen
Nachhaltigkeitsbestrebungen im Bonner Kulturbereich gelenkt werden.
Das Programm:
Themenblock 1:
Rundum regional & ökologisch I (digital) – Was krabbelt und fliegt denn
da?
Mit dieser Frage befasste sich das Kompetenzzentrum Gartenbau (KOGA). Im
Online-Gespräch drehte es sich um das Projekt „Ökologische Vielfalt in
Obstanlagen“. KOGA nahm die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine
virtuelle Obstanlage, um die ökologische Vielfalt dieses komplexen Systems zu
erleben.
Rundum regional & ökologisch II (digital) – Kein eigener Garten. Aber
Lust auf frisches Gemüse?
Die Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) Alfter strebt im zweiten Jahr ihres
Bestehens an, 100 Haushalte mit selbst angebautem Gemüse zu versorgen. Im
Gespräch erklärte sie, wie ihre Vision einer zukunftsfähigen Landwirtschaft
aussieht. Die SoLaWi Alfter hat sich für ein umfangreiches Agroforstsystems
mit Baum-, Beet- und Blumenkulturen entschieden.
Rundum fair & bewusst I (digital) – Schick und trotzdem nachhaltig –
passt das zusammen?
Im Online-Gespräch wies der Bonner Frauenrechtsverein Femnet auf den
Trend und die zunehmende Verbreitung fairer Mode hin und erklärte die
Motivation seines Engagements zu Gunsten von Arbeiter*innen in der
Textilindustrie. Zentrale Fragen: Wie weit geht die Verantwortung der
Modebranche und was bringt das erste deutsche Lieferkettengesetz?
Rundum fair & bewusst II (digital) – Ethisches Investment: Gibt es das
überhaupt?
Helmut Pojunke, Geschäftsführer von Oikocredit Westdeutscher Förderkreis
gab einen Überblick über die Möglichkeiten, Geld „fair“ einzusetzen. Dabei
sprach er auch über die Erfahrung von Oikocredit in der Zusammenarbeit mit
Partner*innen im Globalen Süden und das Interesse von Anleger*innen an der
Arbeit der Genossenschaft.
Rundum kulturell & transformativ (live auf dem Münsterplatz) – Wie
nachhaltig ist Kultur?Seite 7 von 12
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Musik, Tanz und Kunst stellen sich mehr und mehr in den Kontext der
Nachhaltigkeit. Das Lokale Agenda-Büro mit der Fair Trade Town und Bio-Stadt
Bonn will diese Entwicklung verdeutlichen und präsentierte unter freiem Himmel
ein kulturelles Programm im 17Ziele Space, einem besonderen Container. Das
Programm war auch Auftakt zu den Bonner SDG-Tagen, die von
Oberbürgermeisterin Katja Dörner eröffnet wurden. In Gesprächen mit
Künstler*innen und Kulturschaffenden ging es danach um deren Beitrag zu den
Nachhaltigkeitszielen, aber auch um innovative betriebsökologische und
ästhetische Impulse. Videos von und mit Bonner Initiativen ergänzten das
Programm.
Rundum Stadt & Natur I (digital) – Wie steht es um das Grün in Bonn?
Im Gespräch mit dem Amt für Umwelt und Stadtgrün der Stadt Bonn ging es
um das Label für StadtGrün naturnah, mit dem die Bundesstadt Bonn in Silber
ausgezeichnet wurde. Gepunktet hat die Stadt mit artenreichen
Wildblumenwiesen, nachhaltiger Waldwirtschaft und innovativen
Umweltbildungsangeboten. Das Ziel: die städtischen Grünflächen ökologisch
aufwerten.
Rundum Stadt & Natur II (digital) – Kann man Tiere pflanzen?
Im Online-Gespräch erläuterte eine Vertreterin der Kampagne „Tausende
Gärten – tausende Arten“ ihren Ansatz: Einheimische Wildpflanzen in Gärten,
auf Balkonen und an öffentlichen Plätzen bieten Nahrung und Lebensräume für
Arten wie Wildbienen und Schmetterlinge. In Zusammenarbeit mit dem
Wissenschaftsladen Bonn und weiteren Partner*innen koordiniert die Deutsche
Gartenbau-Gesellschaft 1822 das Projekt. Das Ziel: Eine breite naturnahe
Gartenbewegung soll angestoßen werden.
Alle Online-Veranstaltungen wurden begleitet von einem Quiz zu dem
jeweiligen Nachhaltigkeitsthema der Veranstaltung; die Gewinner*innen
erhielten einen kleinen Gutschein von verschiedenen lokalen nachhaltigen
Bonner Geschäften.
Bonn – Rundum nachhaltig online
Im gesamten Jahr wurde an der neuen Microsite rundum-nachhaltig.bonn.de
gearbeitet, insbesondere an der Ergänzung der aufgeführten Initiativen,
Vereine und Geschäfte, die sich ausdrücklich verschiedenen
Nachhaltigkeitsthemen widmen. Dort sind auch für die Veranstaltungen
während der Fairen Woche alle Informationen abrufbar. Die Online-
Veranstaltungen der Bonn – Rundum nachhaltig 2021 wurden mitgeschnitten
und sind auf der Microsite als Youtube-Videos und auf einem eigenen Youtube-
Kanal (https://www.youtube.com/channel/UCMENpj36hWbJYzY2ZFbPIIg)
hinterlegt. Beworben wurde das Festival „Bonn-Rundum nachhaltig“ auch auf
dem Facebook-Kanal der Veranstaltung:
https://www.facebook.com/RundumNachhaltig
Außerdem wurde zur Bewerbung der Veranstaltungen bei der Zielgruppe
jüngeres Publikum als auch zur Vorstellung der Nachhaltigkeits-Themen des
Lokale Agenda-Büros insgesamt im Sommer 2021 ein Instagram-Kanal
eingerichtet: @Bonnrundumnachhaltig. Wenigstens einmal pro Woche wird
seitdem ein neuer Post veröffentlicht, zu besonderen Aktionszeiten auchSeite 8 von 12
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täglich. Die Technik, das Layout und der Inhalt dieses Kanals werden von einer
Mitarbeiterin des Lokale Agenda-Büros betreut.
Hier wurde auch erstmalig mittels eines Adventskalenders zu einer
nachhaltigen Vorweihnachtszeit eingeladen: Hinter jedem der 24 virtuellen
Türchen war eine Bonner Initiative vorzufinden, die sich für ein nachhaltiges
und gutes Leben in Bonn einsetzt und ihre Tipps und Ideen gerne teilen wollte.
So gab es beispielsweise Tipps zu nachhaltigen Weihnachtsgeschenken, Re-
und Upcycling von Kleidungsstücken oder zu fairen Lebensmitteln. Auch auf
verschiedene Aktionen wie etwa die Weihnachtsbaumaktion der Uni Bonn
wurde aufmerksam gemacht. Das Lokale Agenda-Büro konnte so einerseits
gute Ideen weitergeben und andererseits Bonner Initiativen ermöglichen, ihr
Engagement bekannter zu machen.
5. Weitere Handlungsfelder / Projekte
5.1 „Paper Angels: Wir für Recyclingpapier"
Das Umweltbildungsprojekt „Paper Angels: Wir für Recyclingpapier“, welches
das Lokale Agenda-Büro bereits seit 2008 jährlich in Zusammenarbeit mit der
Deutschen Post DHL Group als Sponsor und der in Bonn ansässigen
Tropenwaldstiftung OroVerde als Fachpartner und Bildungsexperte durchführt,
musste im Jahr 2021 corona-bedingt ausfallen.
Stattfinden konnten am 22. November 2021 allerdings die zwei
Baumpflanzaktionen, die es bereits bei der letzten Aktion in 2020 neben
Geldpreisen auch zu gewinnen gab und die seinerzeit wegen der Corona-
Pandemie abgesagt werden mussten. Die vom Lokale Agenda-Büro
organisierten Pflanzungen fanden im Kottenforst auf dem Gelände der
Zeitenwende (www.wald-anders-denken.de) statt. Unter Anleitung des
Waldpädagogen Manfred Hören pflanzten die Schüler*innen, die mittlerweile
in die 7. Klasse gehen, rund 300 junge Bäume auf Kahlflächen, die durch das
Fällen von abgestorbenen Fichten entstanden sind. Alle Bäume wurden noch
am gleichen Tag mit dem notwendigen Einzelschutz gegen Wildverbiss
versehen. Das steht für einen guten Start in die Zukunft!
Gleichzeitig vermittelte Manfred Hören den Jugendlichen viel Wissenswertes
über die Zusammenhänge von Natur, Wald und Klima. Die jetzt von den
Schüler*innen gepflanzten Stieleichen, Esskastanien, Kirschen und Lärchen
bilden mit der Naturverjüngung den Wald der Zukunft. Ein gesunder,
artenreicher Mischwald passt sich verändernden Klimabedingungen besser
an und ist weniger krankheits- und schädlingsanfällig.
In 2022 wird die Aktion „Paper Angels: Wir für Recyclingpapier“ wieder in
gewohnter Form stattfinden mit Verlosung von Geldpreisen und statt den zwei
Baumpflanzaktionen werden in diesem Jahr zwei pädagogisch begleitete
Baumpflegeaktionen im Kottenforst angeboten.
Insgesamt haben die Veranstalter Stadt Bonn, Deutsche Post DHL Group und
OroVerde mit der Aktion „Paper Angels“ in den zwölf Jahren über 11 000
Schülerinnen und Schüler in Bonner Schulen erreicht.
5.2 Städtewettbewerb „Papieratlas“Seite 9 von 12
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Die Stadt Bonn ist im Rahmen des „Papieratlas“-Wettbewerbs bereits zum 12.
Mal in Folge für ihren Einsatz von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel als
eine der „Recyclingpapierfreundlichsten Städte Deutschlands“
ausgezeichnet worden.
Bonn nutzt in Verwaltung und Hausdruckerei ausschließlich Papier mit dem
Blauen Umweltengel, dem Güte- und Prüfsiegel für Papiere, die zu 100
Prozent aus Altpapier hergestellt werden. Die Herstellung von
Recyclingpapier spart rund 70 Prozent Wasser und 60 Prozent Energie
gegenüber Frischfaserpapier. Die Verwendung von Altpapier leistet zudem
einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Wälder.
2021 beteiligten sich 103 Groß- und Mittelstädte an dem Wettbewerb, der von
der Initiative Pro Recyclingpapier in Kooperation mit dem
Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt, dem Deutschen
Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund seit 2008 jährlich
durchgeführt wird.
In den vergangenen zwölf Jahren bewirkte Bonn durch den Einsatz von
Recyclingpapier eine Einsparung von mehr als 67,1 Millionen Litern Wasser
und über 13,8 Millionen Kilowattstunden Energie. Die Einsparungen
entsprechen dem täglichen Wasserbedarf von mehr als 554.000
Bundesbürger*innen und dem jährlichen Energieverbrauch von rund 3.950
Drei-Personen-Haushalten in Deutschland.
(Weitere Informationen unter www.papieratlas.de)
Weiterhin achtet das Lokale Agenda-Büro darauf, dass hausintern
Recyclingpapier mit Blauem Umweltengel eingesetzt wird und gibt diese
Anregung auch an Kooperationspartner*innen weiter.
Seit 2019 können sich auch Schulen von der Initiative Pro Recyclingpapier in
Kooperation mit dem Bundesumweltministerium als
„Recyclingpapierfreundliche Schule“ auszeichnen lassen (wenn die Schule
mindestens 70 Prozent Büropapier mit dem Blauen Engel verwendet). Die
Bonner Grundschulen Am Domhof, Michaelschule sowie Münsterschule
erhielten bereits 2019 diese Auszeichnung. Seit 2021 ist auch das Friedrich-
List-Berufskolleg „Recyclingpapier-freundliche Schule“.
(Nähere Infos hierzu: www.recyclingpapier-bildet.de)
5.3 Ökoprofit
Bereits seit 2007 wird Ökoprofit (Ökologisches Projekt für Integrierte
Umwelttechnik) in Bonn durchgeführt. Ziel von Ökoprofit ist, durch ein
modular aufgebautes Beratungs- und Qualifizierungsprogramm, das von
einem Umweltberatungsunternehmen durchgeführt wird, die teilnehmenden
Betriebe bei der Einführung und Verbesserung des betrieblichen
Umweltmanagements zu unterstützen. Die Maxime ist: Umweltmanagement
verbessern und gleichzeitig die Kosten senken!
Bisher gab es fünf Projektrunden: Die Projektrunden 2007/2008, 2008/2009
und 2011/2012 schlossen 38 Bonner Unternehmen erfolgreich mit der
Auszeichnung „Ökoprofit-Betrieb“ ab. Im Jahr 2014 folgte eine gemeinsame
Projektrunde mit dem Rhein-Sieg-Kreis, an der vier Unternehmen aus Bonn
und zehn Betriebe aus dem Rhein-Sieg-Kreis teilnahmen. Bei der 5.Seite 10 von 12
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Projektrunde 2018/2019 wurde die geforderte Mindestanzahl an
Unternehmen für eine Förderung durch das Land NRW nicht erreicht. Um
den interessierten drei Unternehmen (zwei davon aus Bonn) trotzdem die
Möglichkeit zu bieten, sich im Rahmen des Projekts Ökoprofit mit den
Fragen von Umwelt- und Klimaschutz zu beschäftigen, wurde das Format
leicht verändert. Die Palette der Umweltschutzprojekte in den Unternehmen
reicht von Maßnahmen der Energieeffizienz wie Heizungsoptimierung über
die Einführung von Videokonferenzen statt Dienstreisen bis hin zum
Abfallmanagement.
Im Ökoprofit-Klub beschäftigten sich bereits zertifizierte Unternehmen mit
der Weiterentwicklung ihrer Umweltprogramme. An der Ökoprofit-Klubrunde
Bonn/Rhein-Sieg-Kreis nahmen im Jahr 2021 neun Unternehmen teil (davon
acht aus Bonn) und erlangten ihre Rezertifizierung.
Eine weitere Projektrunde wird weiterhin angestrebt.
Weitere Informationen unter www.bonn.de/oekoprofit
6. Öffentlichkeitsarbeit
6.1 Newsletter
Alle zwei Monate gibt das Lokale Agenda-Büro den Newsletter „Agenda 21
aktuell“ heraus. Der Newsletter bietet Informationen zu den Aktivitäten sowohl
der Stadt Bonn selbst als auch der in Bonn aktiven Agenda-Initiativen, -
Gruppierungen, Vereine und Institutionen. Aktuelle Veranstaltungs- und
Terminhinweise runden die einzelnen Ausgaben ab.
Unter www.bonn.de/newsletter („Lokale Agenda“) kann der Newsletter
kostenlos abonniert werden. Zusätzlich zum elektronischen Versand wird eine
Auflage von 1500 Exemplaren für die Auslage an den städtischen
Informationsstellen und die Weitergabe an Multiplikatoren gedruckt.
Die jeweils aktuelle Ausgabe des Newsletters „Agenda 21 aktuell“ ist unter
https://www.bonn.de/themen-entdecken/umwelt-natur/agenda-newsletter.php
hinterlegt.
Umweltbildung und Bildung für Nachhaltige Entwicklung sind integrale
Bestandteile der Erziehung im Kindergarten und in der Schule. Mit dem
Newsletter „Nachhaltigkeit lernen“ bietet das Lokale Agenda-Büro einen
besonderen Informationsservice für Pädagoginnen und Pädagogen in der
schulischen und vorschulischen Bildung. Es wird auf neue
Unterrichtsmaterialien, interessante Veranstaltungen und Termine, aktuelle
Wettbewerbe und vieles mehr mit Bezug zu den Themenbereichen
Nachhaltigkeit, Fairer Handel sowie Klimaschutz hingewiesen; viele Angebote
sind kostenlos.
Im Jahr 2021 erschienen corona- und kapazitätsbedingt nur 7 Ausgaben des
Newsletters „Nachhaltigkeit lernen“. Zusätzlich wurden in elf Fällen die
Abonnenten des Newsletters per E-Mail auf interessante Angebote und
Termine direkt aufmerksam gemacht. Einsehbar sind die letzten Ausgaben
unter https://www.bonn.de/themen-entdecken/umwelt-natur/newsletter-
nachhaltigkeit-lernen.php.
Unter www.bonn.de/newsletter („Lokale Agenda“) kann der Newsletter
kostenlos abonniert werden.Seite 11 von 12
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6.2 Forum Zukunft - Lokale Agenda Bonn (ehemals Gesprächskreis
Lokale Agenda)
Mindestens zweimal jährlich lädt das Agenda-Büro zum Vernetzungstreffen der
lokal agierenden Agenda-Gruppen im „Forum Zukunft – Lokale Agenda
Bonn“ ein. Aufgrund der Arbeitsbelastung im Lokalen Agenda-Büro und der
Corona-Pandemie konnte auch im Jahr 2021 (wie schon 2020) kein
Vernetzungstreffen durchgeführt werden.
Hinweis: Im Zuge der Umstrukturierung der Abteilung 67-4 Umweltvorsorge und
-planung wurde das Lokale Agenda-Büro in Büro für lokale Nachhaltigkeit
umbenannt.
Anlage/n
KeineSeite 12 von 12

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Datenstand: 03.11.2026, 10:39 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de